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Antworten auf biblische Fragen

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2010, September 2010, Oktober 2010

 

Woher kommt das „neue Licht“, das jedes Jahr auf den Kongressen präsentiert wird?

Es kann nicht von Gott kommen, weil bei ihm „keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts“ (Jakobus 1:17, Luther). Der Apostel Paulus offenbarte den wahren Urheber, als er schrieb image„Der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des [neuen] Lichts an“ (2. Korinther 11:14).

In Wirklichkeit ist „neues Licht“ Gott nicht wohlgefällig. Paulus schrieb: „Nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein!“ (Galater 1:8, Gute Nachricht). Demgemäß gebot Gott seinen Dienern: „Haltet an dem fest, was ihr habt“ (Offenbarung 2:25).

Ohne Zweifel bringt der „treue und verständige Sklave“ aber immer wieder ‚Nachrichten‘, die denen widersprechen, die er früher gebracht hat. Daher ist er „verflucht“ und wird, zusammen mit dem Urheber des ‚neuen Lichts‘, „in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist“, weggehen (Matthäus 25:41).

 

Wer wird im Paradies leben dürfen?

Wie Gottes Wort deutlich zeigt, werden in Harmagedon die meisten Menschen vernichtet werden, „die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen“ (Jeremia 25:33; Psalm 37:11). Somit dürfen „die Sanftmütigen“ im Paradies leben – die Frage ist aber, wie sanftmütig man sein muss, um diese Belohnung zu erhalten.

„Moses war bei weitem der sanftmütigste aller Menschen, die es auf der Oberfläche des Erdbodens gab“ (4. Mose 12:3). Selbst er war allerdings nicht sanftmütig genug für Jehova; in Bezug auf das Land Israel, das das künftige Paradies vorschattete, sagte Moses: „Sogar gegen mich geriet Jehova … in Zorn, indem er sprach: ‚Auch du wirst nicht dorthin kommen‘“ (5. Mose 1:37).

Daher werden nur Menschen, die noch sanftmütiger sind als Moses, im Paradies leben dürfen. Da Moses „bei weitem der sanftmütigste aller Menschen“ war, die je lebten, wird es so jemanden nicht geben. Im Paradies wird also niemand leben dürfen, und daher wird dann „der Tod … nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

 

Was für Männer eignen sich als Älteste?

Meistens werden bei dieser Frage nur die Erfordernisse aus dem 1. Timotheusbrief zitiert. Jedoch finden wir auch in den Hebräischen Schriften, genauer gesagt in den Psalmen, einen weiteren wichtigen Punkt. David schrieb: „Du bist in die Höhe aufgefahren; du hast Gefangene hinweggeführt; du hast Gaben in Form von Menschen genommen, ja selbst die Störrischen, um unter ihnen zu weilen, o Jah Gott“ (Psalm 68:18). „Diese ‚Gaben in Form von Menschen‘ sind die Aufseher oder Ältesten“ (Der Wachtturm, 1. April 2007, Seite 27).

Jehova hat also besonders „die Störrischen“ auserwählt, als Älteste zu dienen. Störrische, halsstarrige, starrsinnige Männer eignen sich daher besonders gut für dieses Amt; sie lassen sich von Argumenten oder neuen Erkenntnissen nicht so einfach aus der Bahn werfen und eilen der Wahrheit nicht voraus.

Andere Bibelübersetzungen übersetzen den hebräischen Ausdruck, der in der Neuen-Welt-Übersetzung mit „die Störrischen“ widergegeben wird, allerdings mit „die Abtrünnigen“ (Luther) oder „die hartnäckigsten Feinde“ (Hoffnung für Alle). In Übereinstimmung damit sollten deshalb auch Abtrünnige, Katholiken und Atheisten als Älteste eingesetzt werden.

 

Wer bildet heute die Onan-Klasse?

Einige Kommentatoren sind der Meinung, dabei handle es sich um junge Christen, die „in der ‚Blüte der Jugend‘, wenn sich der Geschlechtstrieb stark bemerkbar macht“, unverheiratet bleiben (Der Wachtturm, 1. November 1989, Seite 11). Doch diese Erklärung kann im Licht der Bibel nicht bestehen.

Onan wurde von Jehova zu Tode gebracht, weil „er seinen Samen zur Erde verschwendete“ (1. Mose 38:9). Aber wie Jesus zeigte, ist es inzwischen keine Sünde mehr, buchstäblichen Samen auf die Erde zu werfen (Lukas 4:3, 4). Vielmehr geht es heute um „Königreichsverkündiger, die durch fleißiges Predigen den Königreichssamen aussäen. Der Samen, der auf den Erdboden geworfen wird, ist das Wort, das sie predigen“ (Der Wachtturm, 15. Juli 2008, Seite 15).

Die Onan-Klasse wird daher von Verkündigern gebildet, die im Predigtdienst nicht erfolgreich sind. Statt im Haus-zu-Haus-Dienst bei Personen vorzusprechen, die sich dann als Zeugen Jehovas taufen lassen, gehen sie immer nur zu den ‚manchen, die so bleiben woll‘n wie zuvor‘ (Singt Jehova Loblieder, Lied 32). So ‚verschwenden sie ihren Samen‘, „das Wort, das sie predigen“, an voraussichtliche Böcke (Matthäus 25:33). Somit laden alle Glieder der Onan-Klasse Blutschuld auf sich und werden daher in Harmagedon von Jehova zu Tode gebracht werden.

 

Was war die verbotene Frucht, und wie können wir sie heute meiden?

Schon früh in der Menschheitsgeschichte, noch vor der Erschaffung Evas, führte Gott das folgende universelle Verbot ein: „Was … den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen“ (1. Mose 2:17). Genauso wie das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, bestand dieses Verbot also schon lange vor dem Gesetzesbund – daher wurde es auch nicht mit diesem abgeschafft. Es ist somit immer noch gültig.

Allerdings sagt der Bibelbericht nichts darüber, um welchen Baum und welche Frucht es sich handelte. Da „die ganze Schrift von Gott inspiriert und nützlich“ ist, können wir davon ausgehen, dass Jehova das absichtlich so vorgesehen hat (2. Timotheus 3:16). Er will offensichtlich, dass wir alle Früchte meiden (siehe Erbrechet!, April 2010, Seite 8).

Um Gott wohlzugefallen, müssen wir uns daher vor allem hüten, was an einem Baum gewachsen ist, da es sich dabei um die verbotene Frucht handeln könnte.

 

Wer ist heute der größere Cyrus?

Cyrus leitete das Wasser des Euphrat ab, um Babylon einnehmen zu können. Etwas Ähnliches wird in der Zukunft wieder geschehen, denn Johannes sah in einer Vision folgendes: „Der sechste [Engel] goß seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus, und sein Wasser vertrocknete, damit für die Könige vom Sonnenaufgang der Weg bereitet werde“ (Offenbarung 16:12).

Das neuzeitliche Babylon ist „Babylon die Große“, das „Weltreich der falschen Religion“, das neben den Kirchen der Christenheit auch Jehovas Zeugen einschließt (Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 152). Der ‚große Strom Euphrat‘, der vertrocknen soll, ist der „Strom von Wasser des Lebens“, das in Form der „Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!“ verbreitet wird (Offenbarung 22:1; Der Wachtturm, 15. März 1992, Seite 24).

Wer ist heute der größere Cyrus? Beachten wir, dass es der sechste Engel war, der das Ereignis ankündigte. Im Hebräischen wurden Zahlen mit Buchstaben geschrieben; der Zahl Sechs entsprach der sechste Buchstabe des Alphabets, ו (Waw). Diese Zahl bis zur dritten Steigerungsstufe wäre ו ו ו oder, ins lateinische Alphabet übertragen, WWW. Das ist ein deutlicher Beweis dafür, dass das Internet der größere Cyrus ist (vergleiche Erbrechet!, März 2008, Seite 3 – 6; September 2008, Seite 8). image

„Die Könige vom Sonnenaufgang“, die schließlich das „Wasser des Lebens“ austrocknen und so die Wachtturm-Gesellschaft zu Fall bringen werden, sind daher das Internet und das World Wide Web. Diese beiden Einrichtungen enthalten zahllose Informationen über die Lügen der Wachtturm-Organisation, die zudem für jedermann frei und kostenlos zugänglich sind. Die globalen Informationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, werden sich als Todesstoß für abgeschottete Ideologien wie die der Zeugen Jehovas erweisen.

„Nur noch eine kleine Weile“, und die Wachtturm-Organisation wird aufgrund des Internets mehr und mehr Mitglieder verlieren, bis irgendwann nur noch ‚vertrocknete‘ Greise übrig sind (Psalm 37:10). In den Königreichssälen werden dann nur „noch alte Männer und alte Frauen … sitzen“ (Sacharja 8:4). Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

 

Was sollten Christen tun, wenn einer ihrer Angehörigen die Wahrheit verlässt?

Die Bibel gibt auf diese Frage eine eindeutige Antwort: „Da erhob sich Kain wider seinen Bruder und erschlug ihn. … Gehe hin und tue desgleichen“ (1. Mose 4:8 – Lukas 10:37). Natürlich trifft dieser Grundsatz auch zu, wenn es sich um eine Schwester handelt. Demgemäß forderte Moses die Israeliten auf: „Tötet alle, die schuldig geworden sind, selbst eure Brüder, Verwandten und Freunde!“ (2. Mose 32:27, Gute Nachricht).

Zugegeben, „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch „wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29). Eine Hinrichtung ist die einzige dauerhafte Möglichkeit, ‚den bösen Menschen aus unserer Mitte zu entfernen‘ (1. Korinther 5:13).

 

Sollten Christinnen unverheiratet bleiben?

Jesus Christus empfahl seinen Jüngern die Ehelosigkeit, als er sagte: „Es gibt Eunuchen, die sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen gemacht haben. Wer dafür Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum“ (Matthäus 19:12). Interessant ist jedoch, dass er dies nur zu Männern sagte; es gibt auch keine weiblichen „Eunuchen“.

Der Rat, unverheiratet zu bleiben, gilt deshalb nicht für Schwestern. Ihnen gibt der „treue und verständige Sklave“ vielmehr die folgende Empfehlung: „Jetzt ist die Zeit, … einen Partner zu suchen“ (Unser Königreichsdienst, April 1982, Seite 3). Der Predigtdienst ist zwar wichtig, „aber noch wichtiger ist, sich einen Partner zu suchen“ (Den allein wahren Gott anbeten, Seite 152).

Unser Königreichsdienst vom August 2009 enthält umfangreichen Rat, wie Schwestern dabei vorgehen können. Unter den Überschriften „Nach Männern suchen“ und „Mehr Männer ansprechen“ wird u. a. gesagt, was zu tun ist, wenn „Schwestern Interesse bei Männern vorfinden“. Auch wird der Rat gegeben: „Manche Männer … unterhalten sich … gern mit jemand, der ihnen sympathisch ist. … Warum nicht … solchen Männern Aufmerksamkeit schenken?“ (Seiten 3, 4).

Christinnen sollten sich also beeilen, „einen Partner zu suchen“, bevor es zu spät ist.

 

Warum gehen Jehovas Zeugen in den Predigtdienst?

Niemand läuft gerne bei Wind und Wetter von Haus zu Haus, und niemand lässt sich freiwillig verspotten und beschimpfen. Die meisten Zeugen Jehovas lieben auch ihre Mitmenschen nicht so sehr, dass sie ihnen unbedingt die Hoffnung auf ewiges Leben bringen wollen; vielmehr warten sie sehnsüchtig darauf, dass diese „Weltmenschen“ endlich vernichtet werden, damit sie ihre Häuser in Besitz nehmen können.image

Der wahre Grund, weshalb Jehovas Zeugen regelmäßig in den Dienst gehen, ist vielmehr das folgende Gebot Jesu: „Wenn jemand … dich … zum Dienst zwingt, so gehe“ (Matthäus 5:41). Niemand kann bezweifeln, dass der „treue und verständige Sklave“ Jehovas Zeugen „zum Dienst zwingt“ – so ist die Beteiligung am Predigtdienst sogar eine Voraussetzung für die Taufe (Unser Königreichsdienst, September 1986, Seite 2). Im Wachtturm vom 1. Dezember 2003 heißt es ganz deutlich: „Wir … sind verpflichtet, uns am Predigtdienst und an den Zusammenkünften zu beteiligen. Das ist uns nicht freigestellt“ (Seite 17).

Jehovas Zeugen gehen also in den Predigtdienst, weil die Wachtturm-Gesellschaft sie dazu zwingt. Allerdings ist jeder, der etwas „widerwillig oder aus Zwang“ tut, Gott nicht wohlgefällig (2. Korinther 9:7). Das trifft ganz eindeutig auf Jehovas Zeugen zu.

 

Wie wirkt sich der Segen Jehovas auf seine Zeugen aus?

Freiheit: Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Das trifft auf Jehovas Zeugen zweifellos zu, denn umfassende Anweisungen für alle Lebenslagen machen es ihnen leicht, Entscheidungen aufgrund ihres biblisch geschulten Gewissens zu treffen. Da ihr Wandel ununterbrochen von liebevollen Mitchristen überwacht wird, sind sie tatsächlich frei von Freiheit.

Reichtum: Salomo wusste aus eigener Erfahrung: „Der Segen Jehovas – er macht reich“ (Sprüche 10:22). Weil viele Zeugen Jehovas ihre weltliche Arbeit zurückschrauben oder ganz aufgeben, um ihre Zeit der Verbreitung des Wachtturms zu widmen, sind sie tatsächlich reich an Armut.

Segen: Im Wachtturm vom 1. Oktober 2003 heißt es, dass in der Ukraine „viele hervorragende Diener Jehovas … leiden und sogar sterben mussten“ (Seite 30). Anderswo auf der Erde ist das gleiche zu beobachten. Ja, man kann eindeutig feststellen, dass Jehova sein Volk mit Unglück gesegnet hat!

Jehovas Zeugen sind also frei von Freiheit, reich an Armut und gesegnet mit Unglück – erkennen wir nicht die Hand Jehovas hinter diesem paradiesischen Zustand?

 

Warum reden Jehovas Zeugen so schlecht über Abtrünnige?

Jahrzehntelang fühlten sich Menschen, „die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen“, zu Jehovas Zeugen hingezogen. Paulus warnte solche Personen jedoch: „Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden“ (2. Timotheus 3:12, 13)

Das trifft eindeutig auf Jehovas Zeugen zu, die sich von „ernsten Bibelforschern“ zu stupiden Wachtturmunterstreichern entwickelt haben. Durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten erfahren jedoch viele Zeugen Jehovas die Wahrheit über die Wachtturm-Organisation, woraufhin sie „sich reinigen und sich weiß machen und … geläutert werden“, indem sie Jehovas Zeugen verlassen. „Gar keiner der Bösen wird [ihre Entscheidung] verstehen; die aber, die Einsicht haben, imagewerden es verstehen“ (Daniel 12:10).

Den verbleibenden „Bösen“, d. h. Zeugen Jehovas, gefällt es nicht, dass sich die Abtrünnigen ein schönes Leben machen, während sie selber weiterhin von Haus zu Haus trotten und immer wieder „neues Licht“ und neue Lügen schlucken müssen. Deshalb schrieb der Apostel Petrus an Abtrünnige: „Daß ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch“ (1. Petrus 4:4). Ja, Jehovas Zeugen reden „fortgesetzt lästerlich“ über Abtrünnige, weil diese ihren ‚Lauf zu demselben Tiefstand der [geistigen] Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzen‘.

 

Worum geht es in dem Kapitel „Johannes nimmt ab, Jesus nimmt zu“ in dem Buch Der größte Mensch, der je lebte?

Johannes macht die neue Brigitte-Diät. Jesus nicht.

 

Sollte man im Königreichssaal das Licht einschalten?

In der Vergangenheit haben Jehovas Zeugen das getan, doch es ist an der Zeit, diese Frage erneut im Licht der Bibel zu untersuchen. Woher kommt das Licht, das Lampen abgeben? Praktisch alle Lampen werden heute mit Strom betrieben, und „Satan, der Teufel, dargestellt als großer Drache … sprach: ‚Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht‘“ (Licht, Band 1, Seite 298).

Der Teufel selbst steckt also hinter dem Licht, das von elektrisch betriebenen Lampen abgegeben wird. Schon der Apostel Paulus schrieb: „Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt … des Lichts an“ (2. Korinther 11:14). Ja, Glühbirnen, Leuchtstoffröhren und andere Lampen sind „Lichtquellen des irdischen Systems Satans“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 110). Als wahre Christen müssen wir uns von diesen Irrlichtern fernhalten.

Wie sollte der Königreichssaal dann beleuchtet werden? Wie Jesus vorhersagte, „werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne“ (Matthäus 13:43). Auch der Prophet Daniel sagte voraus: „Die, die Einsicht haben, werden leuchten“ (Daniel 12:3). Wir sollten im Königreichssaal darauf vertrauen, dass „die Gerechten“ und „die, die Einsicht haben“, genug Licht abgeben, damit alle Anwesenden gut sehen können.

Was ist zu tun, wenn das nicht der Fall ist? Wenn es dunkel bleibt, ist offenbar niemand anwesend, der von Jehova als ‚gerecht‘ betrachtet wird oder der genügend „Einsicht“ hat. Für so eine Situation sollten im Königreichssaal immer Streichhölzer oder Feuerzeuge vorhanden sein, damit man die Anzüge der Ältesten anzünden und sie so zum Leuchten bringen kann. Auf diese Weise können sie ersatzweise ‚wie Lichtspender in der Welt leuchten‘ und den Königreichssaal erhellen (Philipper 2:15).

 

Welcher Weg führt zum Leben, der breite Weg oder der schmale Weg?

Jesus sagte: „Breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14). Oberflächlich betrachtet, scheint es leichter zu sein, auf dem breiten Weg zu laufen.

imageDoch ist das wirklich der Fall? Beachten wir, dass „Millionen und aber Millionen den breiten Weg gehen, … während nur wenige den schmalen, eingeengten Weg … einschlagen“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1971, Seite 335). In der Tat befinden sich nur etwa 7 Millionen Zeugen Jehovas auf dem ‚schmalen Weg‘, während auf dem ‚breiten Weg‘ rund 7 Milliarden Menschen unterwegs sind.

Wenn der ‚breite Weg‘ ungefähr zehnmal so breit ist wie der schmale Weg, gleichzeitig aber tausendmal so viele Menschen auf ihm gehen, ist es dort zwangsläufig hundertmal so eng wie auf dem ‚schmalen Weg‘. In Wirklichkeit ist es also der ‚breite Weg‘, der „eingeengt ist“ und daher „zum Leben führt“.

 

Wird es im Paradies Homosexualität geben?

Zwar schrieb Paulus, dass „Männer, die bei männlichen Personen liegen, … Gottes Königreich [nicht] erben“ würden (1. Korinther 6:9, 10). Doch offensichtlich ist das Verbot der imageHomosexualität nur eine Folge der Unvollkommenheit, denn ursprünglich waren Frauen in Gottes Vorsatz überhaupt nicht vorgesehen. Wenn im Schöpfungsbericht von „dem Menschen“ die Rede ist, ist damit immer Adam gemeint (1. Mose 2:16). Erst später beschloss Jehova, auch „eine Frau zu bauen“ (1. Mose 2:18, 22). Doch selbst danach bezeichnete er Adam und Eva nicht als „die beiden Menschen“, sondern als „der Mensch und seine Frau“ (1. Mose 2:25).

Im Paradies wird jedoch der ursprüngliche Zustand, der ganz am Anfang im Garten Eden herrschte, wiederhergestellt werden. Demgemäß erklärt der Wachtturm vom 15. Juni 1989: „Jesus beschreibt seinen Jüngern, … welche Situation während seiner künftigen Gegenwart herrschen wird, und sagt: ‚In jener Nacht werden zwei Männer in einem Bett sein‘“ (Seite 9). Im Paradies wird Homosexualität also etwas ganz Normales sein.

 

Sollten Christen fasten?

In biblischer Zeit war „Fasten … angebracht, wenn jemand in großer Gefahr war, dringend Gottes Führung benötigte, Prüfungen erduldete und Versuchungen ausgesetzt war oder wenn jemand studieren, nachsinnen oder sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren wollte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 714). Zweifellos wollen auch heutige Christen „studieren, nachsinnen“ und „sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren“. Außerdem sind sie „in großer Gefahr“, auf falsche Lehrer hereinzufallen. Daher ist Fasten auch für heutige Christen bestimmt angebracht.

Welche Art des Fastens ist für Gott annehmbar? Pater Antonius Pfeil erklärte 2006 in einem Interview: „Fasten ist im Kern der Verzicht auf Speisen. … Dabei kann man auf jegliche Nahrung oder nur auf feste Speisen verzichten“ (Pressearchiv des Bistums Magdeburg). Doch da wir als Christen nicht mehr unter dem Gesetzesbund stehen, müssen wir nicht buchstäblich fasten, sondern geistig. Als ersten Schritt könnten wir nicht auf buchstäbliche „feste Speisen verzichten“, sondern auf die „feste geistige Speise, die im Wachtturm-Studium geboten wird“ (Unser Königreichsdienst, März 1994, Seite 1).

Noch besser wäre allerdings der Verzicht „auf jegliche Nahrung“, d. h. auf die ganze „geistige Speise, die der ‚treue und verständige Sklave‘ austeilt“ (Der Wachtturm, 15. September 2005, Seite 20). Schon nach kurzer Zeit wird man dann einen klaren Kopf bekommen und erkennen, dass man jahrelang irregeführt worden war. Nicht umsonst erklärte Gott durch den Propheten Jesaja: „Ein Fasten, das mir gefällt, sieht … [so] aus: Löst die Fesseln der Menschen, die ihr zu Unrecht gefangen haltet, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei, und gebt ihnen ihre Freiheit wieder! Schafft jede Art von Unterdrückung ab!“ (Jesaja 58:6, Hoffnung für Alle). Ja, durch geistiges Fasten können Menschen, die von Jehovas Zeugen ‚zu Unrecht gefangen gehalten werden‘, befreit werden und „ihre Freiheit“ wiedererlangen!

 

Beweisen die nicht erfüllten Vorhersagen von Jehovas Zeugen, dass sie nicht von Gott geleitet sind?

Das Gegenteil ist der Fall. Durch Moses ließ Gott erklären: „Falls ein Prophet … in deiner Mitte aufsteht und dir tatsächlich ein Zeichen oder ein Wunder gibt, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, … sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten … hören. … Jener Prophet … sollte zu Tode gebracht werden. … Was übel ist, sollst du aus deiner Mitte wegschaffen“ (5. Mose 13:1-5).

Wären die von Jehovas Zeugen vorhergesagten „Zeichen“ eingetroffen – wäre 1914 oder 1975 Harmagedon gekommen, oder wären 1925 Abraham, Isaak und Jakob auferstanden – dann hätten die Verantwortlichen gesteinigt werden müssen. Aber dadurch, dass ihre Vorhersagen nicht eingetroffen sind, reihen sie sich unter die großen Propheten der Bibel ein, deren Prophezeiungen sich ebenfalls nicht erfüllt haben – der Löwe frisst immer noch kein Stroh, der Thron Davids und Salomos besteht nicht mehr, und der „Tag Jehovas“, der schon vor 3000 Jahren „nahe“ war, ist immer noch nicht gekommen (Jesaja 11:7; 2. Samuel 7:16; 1. Chronika 17:14; Joel 1:15).Karl Ranseier ist tot

In der Tat, das Nichteintreffen ihrer Prophezeiungen beweist zweifelsfrei, dass Jehovas Zeugen von Gott geleitet werden. Daher sind wir verpflichtet, „sowohl dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ zu vertrauen … als auch den Männern aus seinen Reihen, die die leitende Körperschaft bilden“ (Der Wachtturm, 15. August 1998, Seite 12).

 

Gibt es mehrere Organisationen, die von Gott beschützt werden?

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Wachtturm-Organisation von Gott beschützt wird. Das Buch Komm Jehova doch näher erklärt dazu: „Wir brauchen nur daran zu denken, dass … der Herrscher dieser Welt nichts lieber täte, als die wahre Anbetung auszulöschen. … Einige der mächtigsten Staaten der Erde haben unser Predigtwerk verboten und versucht uns auszurotten. Doch Jehovas Volk ist standhaft geblieben und hat unbeirrt weitergepredigt. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser … Christen zu stoppen? Weil Jehova uns mit seinen starken Flügeln beschirmt“ (Seite 73).

Das Gleiche kann jedoch auch von der sizilianischen Mafia und ihren Ablegern gesagt werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass ‚die Herrscher dieser Welt nichts lieber täten‘, als die Mafia „auszulöschen“. Nicht nur „einige der mächtigsten Staaten der Erde“, sondern praktisch alle Staaten haben die Mafia ‚verboten und versucht sie auszurotten‘. Doch die Mafia „ist standhaft geblieben“ und ist bis heute aktiv. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser Kriminellen zu stoppen? Offensichtlich aus dem gleichen Grund – weil Jehova sie mit seinen starken Flügeln beschirmt.

 

Wann wird Gott seinen Vorsatz verwirklichen, und inwiefern können wir heute auf seine Unterstützung hoffen?

Die Bibel beantwortet diese Fragen eindeutig. Der Prophet Amos sagte: „Gott, der Herr, tut nichts“ (Amos 3:7, Hoffnung für Alle). Es ist daher vergeblich, auf seine Hilfe zu hoffen. Heißt das, wir sollten einfach abwarten, bis Gottes Königreich kommt? Auch das ist nicht ratsam, denn Jesus erklärte: „Das Königreich Gottes kommt nicht“ (Lukas 17:20). Statt von Gott Hilfe zu erwarten, sollten wir also unser Leben selbst in die Hand nehmen.

 

Kommt nach Harmagedon die neue Welt?

Jehovas Zeugen sind überzeugt davon, dass bald „das gegenwärtige böse System Satans vernichtet … werden wird“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1979, Seite 29). Ja, „das unter der Herrschaft Satans stehende gegenwärtige System wird zu seinem Ende kommen“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 835). Bedeutet das, dass Satans Herrschaft ein Ende finden und Gottes Königreich aufgerichtet werden wird?

Nein, denn wie das Buch Singt Lieder für Jehova eindeutig zeigt, müssen vorher „Satans Systeme vergehn“ (Lied 30, siehe auch Singt Jehova Loblieder, Lied 195). Zwar wird „das gegenwärtige … System Satans“ bald beseitigt werden, doch Satan hat offenbar mehrere „Systeme“. Da schon die Vernichtung des gegenwärtigen Systems seit Jahrtausenden auf sich warten lässt, wird die Beseitigung von Satans noch folgenden Systemen wahrscheinlich auch sehr lange Zeit dauern. Erst, wenn das letzte von Satans Systemen verschwunden sein wird, kann Gottes Königreich aufgerichtet werden.

 

Sollten Christen fotografieren?

Einige sind der Ansicht, dass Fotografieren nichts für Christen ist. Sie führen die Zehn Gebote an, in denen es eindeutig heißt: „Du sollst dir kein … Bild machen … wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist“ (2. Mose 20:4). Außerdem verweisen sie darauf, dass Kameras oft zu perversen Zwecken gebraucht werden, etwa zum Fotografieren von nackten Menschen oder Bauwerken der falschen Religion.

Allerdings stehen wir heute nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz, und „wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Daher muss jeder Christ, was das Fotografieren betrifft, eine persönliche Gewissensentscheidung treffen, wobei er die hier dargelegten biblischen Grundsätze sorgfältig abwägen sollte.

imageFalls ein Christ entscheidet, dass er das Fotografieren mit seinem biblisch geschulten Gewissen vereinbaren kann, sollte er allerdings auf zwei Hilfsmittel verzichten, die von weltlichen Fotografen manchmal eingesetzt werden. Das eine davon ist der Blitz, denn Blitze stehen seit jeher mit falschen Gottheiten in Verbindung. So wird der Gott Zeus auch als „Blitzlenker“ bezeichnet, und sogar der falsche Gott Baal wird „dargestellt … mit einem erhobenen Arm, mit dem er Blitze schleudert“ (Wikipedia). Blitze werden auch mit Jupiter, Thor und anderen falschen Göttern in Verbindung gebracht und haben im Fotoapparat eines Christen daher nichts verloren. Ein weiteres Hilfsmittel ist die Blende. Satan hat offenbar mit einem solchen Gerät „den Sinn der Ungläubigen verblendet“ – und wir wollen doch nicht etwa den Teufel nachahmen?

Natürlich sind die meisten Kameras heutzutage von vornherein mit diesen Hilfsmitteln ausgestattet. Ein Christ, der ein solches Gerät besitzt, wäre daher ständig der Versuchung ausgesetzt, diese Einrichtungen doch zu verwenden. Doch in Resterampen und anderen für Christen geeigneten Geschäften sind manchmal noch Fotoapparate ohne Blitz und Blende erhältlich. Wenn wir uns dafür entscheiden, zu fotografieren, wären wir mit so einem Gerät auf der sicheren Seite.

 

Wo ist heute das Zentrum der falschen Anbetung?

Einige glauben, das Zentrum der falschen Anbetung befände sich in Rom, in Lourdes oder in Mekka. Doch der Wachtturm vom 15. Mai 1980 sagt über die Zeit des Amos: „[Das] Bethel war imagedas Zentrum der falschen Anbetung“ (Seite 31). Später wurde deutlich gemacht: „Jehovas Aufruf an die Israeliten … [lautete]: ‚Haßt das Böse, und liebt das Gute‘. … Solche Worte wurden jedoch ignoriert. Abtrünnige gingen lieber nach Bethel und Gilgal, den Zentren des Götzendienstes, und brachten dort falschen Göttern Opfer dar“ (Der Wachtturm, 1. April 1989, Seite 23).

Die „Zentren des Götzendienstes“, in denen die ‚Abtrünnigen‘ versammelt waren, fand man damals also in „Bethel und Gilgal“. Gilgal gibt es heute nicht mehr, doch Bethelheime findet man überall auf der Welt. Das größte befindet sich in Brooklyn, und ein kleineres Bethel befindet sich beispielsweise in Selters. Diese Orte sind die heutigen „Zentren des Götzendienstes“, denn dort werden dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ und anderen „falschen Göttern Opfer dar[gebracht]“ (Matthäus 24:45). Daher gibt Amos den Rat: „Sucht nicht [das] Bethel auf. … Über die Bewohner … wird Unheil kommen“ (Amos 5:5, Neues Leben).

 

Wer sind die „Wölfe“, vor denen Paulus warnte?

Paulus warnte die Christen seiner Zeit: „Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden“ (Apostelgeschichte 20:29, 30). Um wen handelt es sich dabei?

Natürlich versuchen diese „Wölfe“, sich zu tarnen. Doch Wölfe fressen Schafe; man kann die sinnbildlichen „Wölfe“ also daran erkennen, dass sie Lämmer verfolgen. Der Apostel Johannes liefert uns den entscheidenden Hinweis für ihre Identifikation: „Die hundertvierundvierzigtausend … sind es, die dem Lamm beständig folgen“ (Offenbarung 14:3, 4).

Die ‚bedrückenden Wölfe‘, die „verdrehte Dinge reden“, sind also die Gesalbten, von denen ein Überrest noch auf der Erde lebt und den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bildet (Matthäus 24:45).

 

Wie können sich Christen vor vorehelichem Geschlechtsverkehr hüten?

Viele Christen glauben, „daß vorehelicher Geschlechtsverkehr ein schwerwiegendes Vergehen ist“ (Erwachet!, 22. Mai 2000, Seite 14). Wie kann man sich vor dieser Sünde hüten? Paulus gab einen ebenso einfachen wie genialen Rat: „Es [scheint] mir das Beste zu sein, wenn man unverheiratet bleibt. … Wer … entschlossen ist, nicht zu heiraten, der tut gut daran“ (1. Korinther 7:26, 37, Hoffnung für Alle).

Wer nie eine Ehe eingehen wird, kann auch keinen „vorehelichen Geschlechtsverkehr“ haben. Kein Wunder, dass Jesu Jünger sagten: „Dann wäre es ja besser, gar nicht zu heiraten!“ (Matthäus 19:10, Neues Leben). Und genau das ist der Fall. Statt durch eine Heirat „sklavisch gebunden“ zu werden, sollten Christen den Rat des Apostels Johannes befolgen: „Laßt uns lieben, nicht mit Worten, … sondern in Tat“ (1. Korinther 7:15; 1. Johannes 3:18). Ja, „wer seine Verlobte heiratet, handelt gut; aber wer sie nicht heiratet, handelt noch besser“ (1. Korinther 7:38, Gute Nachricht).

 

Werden im Paradies weiterhin die Männer für den Lebensunterhalt ihrer Familien sorgen?

Heutzutage sind christliche Männer verpflichtet, für ihre „Hausgenossen“ zu sorgen (1. Timotheus 5:8). Doch im Paradies wird Gottes ursprünglicher Vorsatz verwirklicht werden, wonach die Frau als „Gehilfin“ des Mannes erschaffen wurde (1. Mose 2:18). Demgemäß erklärte Jesus, unter seiner Herrschaft „werden zwei Männer in einem Bett sein“, aber „zwei Frauen an derselben Mühle mahlen“ (Lukas 17:34, 35).

Im Paradies werden also die Frauen dafür zuständig sein, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie werden früh aufstehen, „während es noch Nacht ist“, und bis in die Nacht mit Kochen, Backen, Spinnen und anderen Haushaltstätigkeiten beschäftigt sein (Sprüche 31:15, 18). Die Männer dagegen werden lang schlafen und dann tagsüber im Tor sitzen und Wein trinken (Psalm 69:12; Matthäus 26:29).

 

Wurde Jesus vollkommen erschaffen?

Viele sogenannte Christen glauben, Jesus sei schon immer vollkommen gewesen und hätte sein vollkommenes Leben als Opfer dargebracht. Dabei lassen sie jedoch außer Acht, dass der Apostel Paulus über ihn schrieb: „Obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt; und nachdem er vollkommen gemacht worden war, wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich, die ihm gehorchen“ (Hebräer 5:8, 9).

Während Jesus auf der Erde war, „lernte er Gehorsam“. Das zeigt eindeutig, dass er davor nicht gehorsam war. Er „spielte auf dem weiten Rund der Erde“ und hatte wohl anderes im Sinn als seinen Eltern immer zu gehorchen (Sprüche 8:31, Gute Nachricht). Erst nach seinem irdischen Lauf und seinem Tod wurde er „vollkommen gemacht“, wie der o. g. Text ganz klar zeigt. Als er starb, war er zwar bereits gehorsam, aber immer noch unvollkommen.

Doch „kein unvollkommener Mensch ‘kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben‘“ (Der Wachtturm, 15. November 2001, Seite 12). Demzufolge konnte auch Jesus uns nicht durch seinen Tod erlösen, und das erklärt, weshalb Gottes Königreich bis heute noch nicht gekommen ist.

 

Wem folgen Jehovas Zeugen?

Das Geschichtswerk Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes stellt auf Seite 618 in Bezug auf die früheren Zeugen Jehovas zu Recht die Frage: „Folgten sie lediglich einem unvollkommenen Menschen?“ Die gleiche Frage wird heute immer noch gestellt – folgen Jehovas Zeugen lediglich einem unvollkommenen Menschen?

Diese Frage muss ganz klar verneint werden. Jehovas Zeugen folgen und folgten nicht nur „einem unvollkommenen Menschen“, sondern vielen unvollkommenen Menschen – anfangs Charles T. Russell, dann Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr und Fred W. Franz. Heute folgen sie einer Gruppe unvollkommener Menschen, die sich „Leitende Körperschaft“ nennt.

Immer noch müssen Jehovas Zeugen „der Führung durch die leitende Körperschaft des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ gehorchen“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1994, Seite 30). Sie werden auch aufgefordert: „Für uns geht kein Weg daran vorbei, dass wir bei allem, was … der treue Sklave sagt, ‚zum Gehorchen bereit‘ sind“ – und das, obwohl „der ‚treue und verständige Sklave‘ … aus unvollkommenen Menschen besteht“ (Unser Königreichsdienst, Juni 2008, Seite 1; Der Wachtturm, 15. November 1981, Seite 28).

Somit kann eindeutig gesagt werden, dass Jehovas Zeugen nicht „lediglich einem unvollkommenen Menschen“ folgen, sondern mehreren unvollkommenen Menschen.

 

Wie können dem Einfluss der Dämonen entkommen?

Gemäß der Zeitschrift Erwachet! müssen Jehovas Zeugen „die Worte des Apostels Paulus beachten: ‚Ich will … nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen‘“ (Ausgabe vom 8. Februar 1998, Seite 24). Es versteht sich eigentlich von selbst, dass wahre Christen sich nicht an Orten aufhalten dürfen, an denen auch Dämonen anwesend sind. Wovon sollten wir uns deshalb fernhalten?

imageDie Antwort gab Charles Taze Russell schon im Jahr 1897, als er schrieb: „Satan … hat ohne Zweifel erfahren, daß die Welt einigermaßen verstehen gelernt hat, daß ‚das Geheimnis Jehovas bei denen ist, die ihn fürchten‘ (Psalm 25:14), und darum sendet er seine Engel sicherlich oft in die kleinen Zusammenkünfte, in denen Gottes Heilige die Bibel studieren, um etwas von den Plänen Gottes zu erfahren“ (Schriftstudien, Band 4: Der Krieg von Harmagedon, Ausgabe 1926, Seite 488).

Die Dämonen sind also in den Zusammenkünften der Bibelforscher – heute Jehovas Zeugen genannt – zu finden. Wer Gott gefallen will, muss sich von dort fernhalten.

 

Sollten Christen einen Locher verwenden?

Aus modernen Büros sind Locher praktisch nicht mehr wegzudenken. Auch im privaten Bereich verwenden Menschen auf der ganzen Welt solche Geräte, um Schriftstücke zu lochenimage und sie in Ordnern abzuheften. Kaum jemand denkt dabei an den religiösen Hintergrund, mit dem der Locher in Verbindung steht.

Die von einem Locher erzeugten Löcher sind jedoch kreisrund, und in der Altertumsforschung werden „Kreise als das heidnische und germanische Zeichen für Sonne gedeutet“ (Werner Brast, Der Bildstein von Niederdollendorf). Die Sonne wurde als Gott verehrt; tatsächlich sind viele Symbole der heidnischen Religion von einer Form abgeleitet, die dem Loch eines modernen Lochers auffallend ähnlich sieht (siehe Bild).

Durch die Verwendung eines Lochers würden wir somit zur Verbreitung eines heidnischen Symbols und letztlich zur Verehrung des Sonnengottes beitragen. Da Jehova „keine Rivalität duldet“, dürfen wir als wahre Christen keinen Locher verwenden (5. Mose 5:9, Fn.). Achten wir auch sorgfältig darauf, kein gelochtes Papier bei uns zu Hause aufzubewahren. Beim Auspacken der Post sollten wir immer eine Schere griffbereit haben, damit wir ggf. den Rand mit den Löchern abschneiden und diese beseitigen können.

Ist Telefonieren etwas für ältere Menschen?

Aus der Rubrik Fragen von Lesern – Nachdruck aus Erbrechet!, Mai 2009

Die Bibel spricht sich nicht direkt gegen das Telefonieren aus. Jesus hatte offensichtlich ein Telefon, denn er fragte Petrus: „Denkst du, ich könne nicht meinen Vater anrufen?“ (Mat. 26:53). Das Gleiche trifft auf David zu, der zu einem Freund sagte: „Am Tag meiner Bedrängnis will ich dich anrufen“ (Ps. 86:7). Doch viel mehr können wir aus der Bibel nicht über das Telefonieren erfahren.

Heute gibt es in der westlichen Welt mehr Telefone als Einwohner. Bist du auch der Meinung, dass Telefonieren eine natürliche, normale Betätigung, ist, weil es eine allgemein verbreitete Gewohnheit ist? Lügen und Stehlen sind heute ebenso üblich. Du würdest aber nicht behaupten, dass diese Dinge dadurch zu etwas Natürlichem und Normalem werden, nicht wahr? Was ist schließlich über die Behauptung zu sagen, Telefonieren sei harmlos? Und, wie schon die Erwachet!-Ausgabe vom 8. August 1993 fragte, „was für eine Einstellung ist somit für ältere Menschen am besten?“ Schließlich waren Jesus und David – die einzigen biblischen Personen, die telefonierten – noch jung.

„Ein alleinlebender älterer Mann in Britisch-Kolumbien sagte: ‚Das Telefon ist … für ältere Menschen etwas Wunderbares‘“, berichtet Erwachet! in der Ausgabe vom 8. August 1993. Doch hier handelt es sich um die Ansicht eines Weltmenschen, die sich nicht auf Gottes Wort stützt. Gott lässt uns durch seinen Mitteilungskanal vielmehr sagen: „Ältere Menschen freuen sich über Besuch“ (Erwachet!, 22. Juni 1995, S. 16). Ja, ein persönlicher Besuch ist viel besser als ein Telefongespräch. Wie schlimm wäre es, wenn ältere Menschen einen Besuch verpassen, weil sie mit Telefonieren beschäftigt sind!

Die Anschaffung eines Telefons kann gerade für ältere Menschen besondere Gefahren mit sich bringen. So gibt es alleine in Deutschland etwa 150 Telefonanbieter, deren Tarife sich mitunter alle paar Tage ändern. Und „ältere Menschen können sich auf plötzliche Veränderungen nicht so leicht einstellen“, wie Erwachet! in der Ausgabe vom 8. Juli 1995 feststellte. Daher scheint es vernünftig, zu schlussfolgern, dass ältere Menschen kein Telefon anschaffen sollten.

Doch es gibt noch einen weiteren Grund. Gemäß der Erwachet!-Ausgabe vom 22. September 1997 „werden ältere Menschen oft von den verschiedensten Sekten bedrängt“, die u. a. das „Himmelreich“ imageversprechen. Weiter heißt es dort: „Ältere Menschen sind die Geldquelle schlechthin für Sekten.“ Ältere Verkündiger tragen zu einem erheblichen Teil zur Finanzierung der Wachtturm-Organisation bei. Oft können sie nicht mehr so viel in den Predigtdienst gehen und wollen dafür durch großzügige Spenden einen Ausgleich schaffen. Durch ein Telefon könnten solche Personen nicht nur Geld ausgeben (das dann nicht mehr zum Spenden zur Verfügung steht), sondern auch Kontakte zu anderen Menschen, möglicherweise sogar zu ungläubigen Verwandten, knüpfen. Die Finanzierung des Predigtwerks wäre in Gefahr.

Aber „ältere Menschen sollten deshalb nicht verzweifeln“ (Erwachet!, 8. März 1980, S. 6). Auch ohne Telefon können sie wertvolle Glieder der Christen-versammlung sein, solange sie ihren Beitrag in Form von Predigtdienststunden oder Geldspenden leisten.

Mein Leben im Dienst Jehovas

Nachdruck aus Erbrechet!, Januar 2008

Von Käpt’n Blaubär erzählt

Als ich im Jahre 1901 geboren wurde, lebten meine Eltern an der Blauen Lagune, nur etwa zehn Kilometer vom Blauen Meer entfernt. Noch während meiner Schulzeit begann die Große Blaubeerkrise, und wir lernten die Schrecknisse des Hungers kennen. Wir fragten uns: Wer ist der Schuldige? Warum hat Gott so etwas zugelassen?

Nach der Krise meldete ich mich freiwillig beim Waldschutz und danach bei der Marine in Königsbär (heute Kalininkrater). Hier wurde mir bewusst, dass der einfache Seebär nur eine Schachfigur war, die nach Belieben hin und her geschoben wurde.

Kurz vor dem Ende meiner Marineausbildung schreib mir meine Mutter: „Du darfst nicht zur See fahren, denn gemäß der Offenbarung wird ‚jeder, der zu Schiff irgendwohin reist, und Seeleute und alle, die sich ihren Lebensunterhalt durch das Meer verdienen’ weinen und trauern. Die Bibelforscher [wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden] fahren auch nicht zur See.“ Ich war völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Wer waren diese Bibelforscher? Anlässlich eines Heimaturlaubs kam ich dann mit ihren Lehren, die sich sämtlich auf die Bibel stützen, in Berührung.

imageSchließlich erfuhr ich auch noch, dass eines Tages ‚ein wildes Tier aus dem Meer emporkommen’ würde. Ich beschloss daher, weiter ins Landesinnere zu ziehen.

Dort erfand ich den Druck mit Blaubeerfarbe. Diese Technik wurde sofort im Bethel eingeführt, und anfangs sah auch alles sehr vielversprechend aus. Die Umstellung auf Vierfarbendruck endete allerdings in einem Chaos, da die Farbintensität der vier Grundstoffe (Blaubeeren, Erdbeeren, Karotten und Kohle) zu stark schwankte.

Danach diente in einige Jahre in Sibärien, wo ich Erdbären, Blaubären, Himbären und Brombären Zeugnis geben konnte.

Meine nachlassende Glaubwürdigkeit bereitet mir hin und wieder Schwierigkeiten beim Zeugnisgeben. Wir blicken zuversichtlich dem Tag entgegen, an dem Bären und Beeren friedlich vereint sein werden (Psalm 150:6).

Wie heißt die Antwort?

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2008

Warum werden diese Menschen gerechterweise von Gott vernichtet?

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  1. Sie waren „den Eltern ungehorsam“
  2. Sie haben zu wenig gepredigt
  3. Sie haben zu viele Zusammenkünfte versäumt
  4. Sie sind ‚der Wahrheit vorausgeeilt’

 

Welche gerechte Strafe erleidet die Frau, die von einem Auto zerquetscht wird?

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  1. Ewige Vernichtung
  2. Ewige Qual im Feuersee
  3. Ewiges Leben mit Jehovas Zeugen
  4. Ewiges Lesen des Wachtturms

 

Warum hat dieser Mann Angst?

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  1. Es ist Monatsende, und er war noch nicht im Predigtdienst
  2. Es klingelt an der Tür, und es könnten Zeugen Jehovas sein
  3. Er hatte im Wachtturm gelesen und Alpträume bekommen
  4. Seine Frau hat Zweifel am „treuen Sklaven“ geäußert

 

Warum dürfen diese Menschen überleben?

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  1. Sie haben dem „treuen Sklaven“ loyal gedient
  2. Sie hatten genügend Predigtdienststunden
  3. Sie haben ausgeschlossene Verwandte streng gemieden
  4. Sie haben den Großen Kürbis angebetet

 

Wer wird von Jesus ermordet?

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  1. Mörder
  2. Wahrsager
  3. Paare
  4. Diebe

Lasst uns wach und besonnen bleiben!

Nachdruck aus Erbrechet!, Dezember 2008

„Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus!“ (Matthäus 26:45)

Die meisten Menschen verbringen etwa ein Drittel ihrer Lebenszeit im Bett. Ist das vernünftig? Sollten wir als Christen auch schlafen, gerade angesichts der Dringlichkeit der heutigen Zeit?

Die Bibel warnt: „Wehe denen, die Schaden zu stiften planen, und denen, die Schlechtes treiben auf ihren Betten!“ (Micha 2:1). Ja, viele Sünden werden im Bett verübt. Jedes Jahr wird zigtausenden Zeugen Jehovas die Gemeinschaft entzogen, „der Mehrzahl von ihnen, weil sie geschlechtliche Unmoral trieben“, wie im Wachtturm vom 15. September 1987 zu lesen war. Gemäß der selben Quelle werden noch mehr Zeugen Jehovas „wegen Unmoral zurechtgewiesen, aber nicht ausgeschlossen“ (Seite 13). Geschehen diese Sünden nicht fast immer im Bett? Wie viel Leid hätte vermieden werden können, wenn diese Christen sich des Schlafs enthalten hätten!

Gefahren

Doch unmoralische Handlungen sind nicht die einzige Sünde, die im Bett verübt wird. Es wurde auch berichtet, dass viele Christen im Bett wach liegen und über abtrünniges Gedankengut nachdenken! Über so jemanden schrieb David: „Schädlichkeit plant er ständig auf seinem Bett. Er stellt sich auf einen Weg, der nicht gut ist“ (Psalm 36:4). An ihm erfüllt sich die Prophezeiung Salomos: „Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten, um dazuliegen, und wie ein Wegelagerer wird deine Armut gewiß kommen und dein Mangel wie ein bewaffneter Mann“ (Sprüche 24:33, 34). Tatsächlich hören viele dieser unvorsichtigen Christen auf, die Zusammenkünfte zu besuchen und den Predigtdienst durchzuführen. Sie werden von einem „Mangel“ an Geistiggesinntsein geplagt.

imageBeachten wir, dass Salomo schon vor „ein wenig Schlaf“ warnte! An anderer Stelle gebot er: „Gib deinen Augen keinen Schlaf noch deinen glänzenden Augen irgendwelchen Schlummer“ (Sprüche 6:4). Sogar, wenn wir im Bett keine unmoralischen Handlungen vornehmen und nicht über abtrünniges Gedankengut nachsinnen, könnte unser Bett schmutzig werden – insbesondere, wenn wir Jesu Jünger nachahmen und uns nicht waschen (Matthäus 15:2). Doch der Apostel Paulus stellte klar: „Das Ehebett sei unbefleckt“ (Hebräer 13:4). Das sind nur einige der praktischen Gründe, weshalb es weise wäre, nicht zu schlafen und kein Bett zu benutzen.

Unsere Vorbilder

Als Christen wollen wir außerdem „Nachahmer Gottes“ sein (Epheser 5:1). Und über ihn sagt die Bibel: „Er wird nicht schläfrig sein noch schlafen gehen“ (Psalm 121:4). Jehova ist jemand, „der mit seinen Augen keinen Schlaf sieht, weder bei Tag noch bei Nacht“ (Prediger 8:16). Demgemäß sangen auch die Tempelsänger: „Ich will meinen Augen nicht Schlaf gönnen noch Schlummer meinen eigenen glänzenden Augen“ (Psalm 132:4).

Jesus ahmte das Beispiel seines Vaters in vollkommener Weise nach. Er erklärte seinen Jüngern: „Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels haben Schlafsitze, der Menschensohn aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann“ (Matthäus 8:20). Statt zu schlafen, „verbrachte [er] die ganze Nacht im Gebet zu Gott“ (Lukas 6:12). Er erwartete von seinen Jüngern den gleichen Eifer und gebot ihnen: „Wacht also beharrlich, denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob spät am Tag oder um Mitternacht oder beim Hahnenschrei oder frühmorgens, damit er euch, wenn er plötzlich eintrifft, nicht schlafend finde. Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht beständig“ (Markus 13:35-37).

Einmal enttäuschten sie ihn, so dass er sie schelten musste: „Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus!“ (Matthäus 26:45). Aufgrund der Dringlichkeit der Zeit war es im höchsten Maße verantwortungslos, die Zeit mit Schlafen zu verschwenden. Zum Glück lernten die Jünger aus diesem Vorfall, denn später sagten römische Beamte: „Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen ihn, während wir schliefen“ (Matthäus 28:13). Während die übrige Bevölkerung schlief, waren Jesu Jünger im Werk des Herrn tätig.

Auch der Apostel Paulus sprach davon, dass sein „Ausharren … in schlaflosen Nächten“ ihn als „Gottes Diener“ qualifizierte (2. Korinther 6:4, 5). Er schrieb: „Die da schlafen, sind gewohnt, bei Nacht zu schlafen“ (1. Thessalonicher 5:7). Er wusste also, dass es Menschen ab, die schliefen, doch Christen sollten nicht dazu gehören. Schließlich war schon damals „die Nacht … vorgerückt; der Tag … [hatte] sich genaht“ (Römer 13:12). Doch heute befinden wir uns bereits am „Tag des Herrn“! (Offenbarung 1:10).

Nicht weiterschlafen

Was sollten wir daher tun, wenn wir bisher regelmäßig geschlafen haben? Paulus ermahnt uns: „Laßt uns daher die Werke, die zur Finsternis gehören, ablegen“ – und zu den ‚Werken der Finsternis’ gehört zweifellos das Schlafen (Römer 13:12). Er weist darauf hin, „daß die Stunde für euch schon da ist, aus dem Schlaf zu erwachen, denn jetzt ist unsere Rettung näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden“ (Römer 13:11). „So laßt uns denn nicht weiterschlafen wie die übrigen, sondern laßt uns wach und besonnen bleiben“ (1. Thessalonicher 5:6).

Die Ältesten sollten regelmäßig kontrollieren, ob die Verkündiger in ihrer Versammlung den Rat des Paulus befolgen. Es wäre gut, einen Plan für die nächtlichen Kontrollfahrten aufzustellen. Wenn sie jemanden antreffen, der schläft, sollten sie ihn mit einem passenden Bibeltext aufwecken, etwa: „Wie lange wirst du liegenbleiben, du Fauler? Wann wirst du von deinem Schlaf aufstehen?“ (Sprüche 6:9).

Das Ende derer, die schlafen

Welches Ende werden diejenigen nehmen, die trotz der ‚kritischen Zeiten’ ihre Zeit mit Schlafen verschwenden? Kaum war der Heerführer Sisera „fest eingeschlafen“, nahm seine imageGastgeberin einen Hammer und einen Zeltpflock und „stieß den Pflock durch seine Schläfen und schlug ihn in die Erde“, so dass er starb (Richter 4:21). Schlafenden Christen wird es ähnlich ergehen: „Sie sollen einen auf unabsehbare Zeit dauernden Schlaf schlafen, aus dem sie nicht mehr erwachen werden“ (Jeremia 51:39).

Wie wichtig ist es daher, den Rat Jesu zu beachten: „Bleibt also wach, und fleht allezeit, damit es euch gelingt, all diesen Dingen, die geschehen sollen, zu entgehen und vor dem Menschensohn zu stehen“ (Lukas 21:36). Wollen wir niemals zulassen, dass wir uns durch Schlaf vom Dienst für Jehova abhalten lassen!

Fragen von Lesern: Können Christen einen Besen benutzen?

Nachdruck aus Erbrechet!, Juli 2009

Vielerorts benutzen die Menschen Besen, um ihre Wohnung und ihren Hof sauber zu halten. Können auch Christen guten Gewissens einen Besen benutzen? – B. B., Schierke

Tatsächlich sind Besen schon seit Jahrtausenden in Gebrauch. Ihr Ursprung reicht weit in die vorchristliche Zeit zurück. Schon im alten China verehrten die Menschen eine Besengöttin, was zeigt, dass bereits damals eine enge Verbindung zwischen dem Besen und der Mythologie bestand.

Auch die alten Römer schrieben dem Besen eine magische Funktion zu. Dort „fegten die Hebammen, bevor in einem Haus ein Kind zur Welt kam, mit einem Besen die Türschwelle, um das Böse zu vertreiben“, heißt es in einem Internetforum.

Aber das ist lange her. Besteht heute immer noch eine Verbindung zwischen Besen und Magie? Nach Aussage vieler Hexen, „ist der Besen das wichtigste Attribut der Hexe – damals wie heute“ (Der Hexenbesen). Im Internetforum hexe.de heißt es: „Kein anderes Utensil wird so sehr mit der Hexe assoziiert wie der Besen. Die typische Hexe wird auf imageeinem Besenstiel durch die Luft fliegend dargestellt. In Tlazelteotl (Mexiko) wurde eine göttliche Hexe verehrt, die nackt auf einem Besen ritt.“ Noch heute kann man im Harz einen Hexenbesenführerschein machen.

Auch Jesus warnte vor der Gefahr, die von der Benutzung eines Besens ausgeht. Er beschrieb einen unreinen Geist, der auf der Suche nach einer Wohnstätte ein Haus inspiziert: „Bei der Ankunft findet er es sauber gefegt. … Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er selbst, und nachdem sie eingezogen sind, wohnen sie dort“ (Lukas 11:25, 26).

Wir sehen also deutlich, dass der Besen ein heidnisches Symbol ist und eng mit der falschen Religion, ja sogar mit Magie und Okkultismus, in Verbindung steht. Der Gebrauch eines Besens kann Dämonen anlocken. Bestimmt werden wir als Christen alles daransetzen, uns vor Besen zu hüten!

Gottes Herrschaft – Etwas für dich?

„Ein Thron war im Himmel aufgestellt, und auf dem Thron saß einer.“ (Offenbarung 4:2)

Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass das „Reich Gottes“ eine Monarchie sein wird, denn „zu einem Königreich gehört ein König“ (Der Wachtturm, 1. Juli 2011, Seite 16). Es gibt jedoch verschiedene Arten der Monarchie; das Spektrum reicht von „fast keiner (parlamentarische Monarchie) über durch eine Verfassung begrenzte (konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (absolute Monarchie)“ für den König (Wikipedia). Der Prophet Jesaja zeigte deutlich, um welche Art der Monarchie es sich bei Gottes Königreich handeln imagewird, als er sagte: „Jehova ist unser Richter, Jehova ist unser Satzungsgeber, Jehova ist unser König“ (Jesaja 33:22). Gott wird in seinem Königreich also als absolutistischer Herrscher in der Tradition Ludwigs XIV. regieren.

Da Jehova zwischenzeitlich „seinen Sohn als König eingesetzt“ hat, handelt es sich außerdem um eine Erbmonarchie, und „in Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt. Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs ist möglich“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1972, Seite 59; Wikipedia). Die Herrscher von Gottes Königreich erwarten ebenfalls, als „eigenständige Gottheit“ (Jehova) bzw. als „Person göttlichen Ursprungs“ (Jesus) verehrt zu werden.

Die renommierte Fachzeitschrift Erwachet! schrieb über Monarchien wie das Königreich Gottes: „Autoritäre Regierungen sind reich an Kontrollen und arm an individueller Freiheit; dazu fallen einem sofort Adjektive wie ‚bedrückend‘, ‚tyrannisch‘ und ‚despotisch‘ ein. … Solche Regime [kontrollieren] jeden Teil des Staates, wachen streng über alle ihre Untertanen und unterbinden jegliche Tätigkeit – wie harmlos sie auch sein mag –, die den … [eigenen] Interessen nicht förderlich ist“ (Ausgabe vom 8. Oktober 1990, Seite 19). Diese Herrschaftsform passt zweifellos hervorragend zur Persönlichkeit Jehovas und seines Sohnes. In Bezug auf seine politischen Gegner wird Jesus eines Tages seinen Bediensteten den Auftrag geben, ganz wie ein menschlicher Diktator: „Holt meine Feinde her, die mich nicht als König anerkennen wollten: Sie sollen vor meinen Augen hingerichtet werden!“ (Lukas 19:27, Hoffnung für Alle). Andere Kritiker werden nicht getötet, sondern „Tag und Nacht gequält“, d. h. gefoltert werden.

Man kann sich nun zu Recht fragen: „Warum hat Gott denn vor, die ganze Erde durch eine Monarchie zu regieren? Weiß er nicht, daß Monarchien in der heutigen Zeit … unmodern sind?“ (Erwachet!, 22. November 1982, Seite 11). Natürlich weiß er das, denn „Gott weiß alles“ (Höre auf Gott und lebe für immer, Seite 4) Wieso hat er sich dann trotzdem für diese tyrannische Herrschaftsform entschieden, die für die Menschen so bedrückend ist? Die Antwort ist ganz einfach: „Die Heiligung des Namens Jehovas ist … weit wichtiger als die Rettung von Menschen“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 2008, Seite 15). Es geht ihm also nicht um das Wohl seiner Untertanen – wichtig ist einzig imageund allein, dass sein Name geheiligt wird. Und dies ist am besten in einer Diktatur möglich, in der man politische Gegner beseitigen und Kritiker verschwinden lassen kann.

Gottes Königreich wird also eine Diktatur mit einem gottgleichen König und privilegierten „Fürsten“ sein; es wird dort aber auch „Gefangene“ und „Sklaven“ geben (Psalm 45:16; Epheser 4:8; Offenbarung 22:3). Kein Wunder, dass schon der Prophet Samuel diejenigen warnte, die sich nach der Regierung Gottes sehnten: „Ihr werdet an jenem Tag bestimmt schreien wegen eures Königs, den ihr für euch erwählt habt“ (1. Samuel 8:18).