Archiv der Kategorie: Familie

Antworten auf biblische Fragen

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2010, September 2010, Oktober 2010

 

Woher kommt das „neue Licht“, das jedes Jahr auf den Kongressen präsentiert wird?

Es kann nicht von Gott kommen, weil bei ihm „keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts“ (Jakobus 1:17, Luther). Der Apostel Paulus offenbarte den wahren Urheber, als er schrieb image„Der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des [neuen] Lichts an“ (2. Korinther 11:14).

In Wirklichkeit ist „neues Licht“ Gott nicht wohlgefällig. Paulus schrieb: „Nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein!“ (Galater 1:8, Gute Nachricht). Demgemäß gebot Gott seinen Dienern: „Haltet an dem fest, was ihr habt“ (Offenbarung 2:25).

Ohne Zweifel bringt der „treue und verständige Sklave“ aber immer wieder ‚Nachrichten‘, die denen widersprechen, die er früher gebracht hat. Daher ist er „verflucht“ und wird, zusammen mit dem Urheber des ‚neuen Lichts‘, „in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist“, weggehen (Matthäus 25:41).

 

Wer wird im Paradies leben dürfen?

Wie Gottes Wort deutlich zeigt, werden in Harmagedon die meisten Menschen vernichtet werden, „die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen“ (Jeremia 25:33; Psalm 37:11). Somit dürfen „die Sanftmütigen“ im Paradies leben – die Frage ist aber, wie sanftmütig man sein muss, um diese Belohnung zu erhalten.

„Moses war bei weitem der sanftmütigste aller Menschen, die es auf der Oberfläche des Erdbodens gab“ (4. Mose 12:3). Selbst er war allerdings nicht sanftmütig genug für Jehova; in Bezug auf das Land Israel, das das künftige Paradies vorschattete, sagte Moses: „Sogar gegen mich geriet Jehova … in Zorn, indem er sprach: ‚Auch du wirst nicht dorthin kommen‘“ (5. Mose 1:37).

Daher werden nur Menschen, die noch sanftmütiger sind als Moses, im Paradies leben dürfen. Da Moses „bei weitem der sanftmütigste aller Menschen“ war, die je lebten, wird es so jemanden nicht geben. Im Paradies wird also niemand leben dürfen, und daher wird dann „der Tod … nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

 

Was für Männer eignen sich als Älteste?

Meistens werden bei dieser Frage nur die Erfordernisse aus dem 1. Timotheusbrief zitiert. Jedoch finden wir auch in den Hebräischen Schriften, genauer gesagt in den Psalmen, einen weiteren wichtigen Punkt. David schrieb: „Du bist in die Höhe aufgefahren; du hast Gefangene hinweggeführt; du hast Gaben in Form von Menschen genommen, ja selbst die Störrischen, um unter ihnen zu weilen, o Jah Gott“ (Psalm 68:18). „Diese ‚Gaben in Form von Menschen‘ sind die Aufseher oder Ältesten“ (Der Wachtturm, 1. April 2007, Seite 27).

Jehova hat also besonders „die Störrischen“ auserwählt, als Älteste zu dienen. Störrische, halsstarrige, starrsinnige Männer eignen sich daher besonders gut für dieses Amt; sie lassen sich von Argumenten oder neuen Erkenntnissen nicht so einfach aus der Bahn werfen und eilen der Wahrheit nicht voraus.

Andere Bibelübersetzungen übersetzen den hebräischen Ausdruck, der in der Neuen-Welt-Übersetzung mit „die Störrischen“ widergegeben wird, allerdings mit „die Abtrünnigen“ (Luther) oder „die hartnäckigsten Feinde“ (Hoffnung für Alle). In Übereinstimmung damit sollten deshalb auch Abtrünnige, Katholiken und Atheisten als Älteste eingesetzt werden.

 

Wer bildet heute die Onan-Klasse?

Einige Kommentatoren sind der Meinung, dabei handle es sich um junge Christen, die „in der ‚Blüte der Jugend‘, wenn sich der Geschlechtstrieb stark bemerkbar macht“, unverheiratet bleiben (Der Wachtturm, 1. November 1989, Seite 11). Doch diese Erklärung kann im Licht der Bibel nicht bestehen.

Onan wurde von Jehova zu Tode gebracht, weil „er seinen Samen zur Erde verschwendete“ (1. Mose 38:9). Aber wie Jesus zeigte, ist es inzwischen keine Sünde mehr, buchstäblichen Samen auf die Erde zu werfen (Lukas 4:3, 4). Vielmehr geht es heute um „Königreichsverkündiger, die durch fleißiges Predigen den Königreichssamen aussäen. Der Samen, der auf den Erdboden geworfen wird, ist das Wort, das sie predigen“ (Der Wachtturm, 15. Juli 2008, Seite 15).

Die Onan-Klasse wird daher von Verkündigern gebildet, die im Predigtdienst nicht erfolgreich sind. Statt im Haus-zu-Haus-Dienst bei Personen vorzusprechen, die sich dann als Zeugen Jehovas taufen lassen, gehen sie immer nur zu den ‚manchen, die so bleiben woll‘n wie zuvor‘ (Singt Jehova Loblieder, Lied 32). So ‚verschwenden sie ihren Samen‘, „das Wort, das sie predigen“, an voraussichtliche Böcke (Matthäus 25:33). Somit laden alle Glieder der Onan-Klasse Blutschuld auf sich und werden daher in Harmagedon von Jehova zu Tode gebracht werden.

 

Was war die verbotene Frucht, und wie können wir sie heute meiden?

Schon früh in der Menschheitsgeschichte, noch vor der Erschaffung Evas, führte Gott das folgende universelle Verbot ein: „Was … den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen“ (1. Mose 2:17). Genauso wie das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, bestand dieses Verbot also schon lange vor dem Gesetzesbund – daher wurde es auch nicht mit diesem abgeschafft. Es ist somit immer noch gültig.

Allerdings sagt der Bibelbericht nichts darüber, um welchen Baum und welche Frucht es sich handelte. Da „die ganze Schrift von Gott inspiriert und nützlich“ ist, können wir davon ausgehen, dass Jehova das absichtlich so vorgesehen hat (2. Timotheus 3:16). Er will offensichtlich, dass wir alle Früchte meiden (siehe Erbrechet!, April 2010, Seite 8).

Um Gott wohlzugefallen, müssen wir uns daher vor allem hüten, was an einem Baum gewachsen ist, da es sich dabei um die verbotene Frucht handeln könnte.

 

Wer ist heute der größere Cyrus?

Cyrus leitete das Wasser des Euphrat ab, um Babylon einnehmen zu können. Etwas Ähnliches wird in der Zukunft wieder geschehen, denn Johannes sah in einer Vision folgendes: „Der sechste [Engel] goß seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus, und sein Wasser vertrocknete, damit für die Könige vom Sonnenaufgang der Weg bereitet werde“ (Offenbarung 16:12).

Das neuzeitliche Babylon ist „Babylon die Große“, das „Weltreich der falschen Religion“, das neben den Kirchen der Christenheit auch Jehovas Zeugen einschließt (Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 152). Der ‚große Strom Euphrat‘, der vertrocknen soll, ist der „Strom von Wasser des Lebens“, das in Form der „Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!“ verbreitet wird (Offenbarung 22:1; Der Wachtturm, 15. März 1992, Seite 24).

Wer ist heute der größere Cyrus? Beachten wir, dass es der sechste Engel war, der das Ereignis ankündigte. Im Hebräischen wurden Zahlen mit Buchstaben geschrieben; der Zahl Sechs entsprach der sechste Buchstabe des Alphabets, ו (Waw). Diese Zahl bis zur dritten Steigerungsstufe wäre ו ו ו oder, ins lateinische Alphabet übertragen, WWW. Das ist ein deutlicher Beweis dafür, dass das Internet der größere Cyrus ist (vergleiche Erbrechet!, März 2008, Seite 3 – 6; September 2008, Seite 8). image

„Die Könige vom Sonnenaufgang“, die schließlich das „Wasser des Lebens“ austrocknen und so die Wachtturm-Gesellschaft zu Fall bringen werden, sind daher das Internet und das World Wide Web. Diese beiden Einrichtungen enthalten zahllose Informationen über die Lügen der Wachtturm-Organisation, die zudem für jedermann frei und kostenlos zugänglich sind. Die globalen Informationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, werden sich als Todesstoß für abgeschottete Ideologien wie die der Zeugen Jehovas erweisen.

„Nur noch eine kleine Weile“, und die Wachtturm-Organisation wird aufgrund des Internets mehr und mehr Mitglieder verlieren, bis irgendwann nur noch ‚vertrocknete‘ Greise übrig sind (Psalm 37:10). In den Königreichssälen werden dann nur „noch alte Männer und alte Frauen … sitzen“ (Sacharja 8:4). Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

 

Was sollten Christen tun, wenn einer ihrer Angehörigen die Wahrheit verlässt?

Die Bibel gibt auf diese Frage eine eindeutige Antwort: „Da erhob sich Kain wider seinen Bruder und erschlug ihn. … Gehe hin und tue desgleichen“ (1. Mose 4:8 – Lukas 10:37). Natürlich trifft dieser Grundsatz auch zu, wenn es sich um eine Schwester handelt. Demgemäß forderte Moses die Israeliten auf: „Tötet alle, die schuldig geworden sind, selbst eure Brüder, Verwandten und Freunde!“ (2. Mose 32:27, Gute Nachricht).

Zugegeben, „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch „wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29). Eine Hinrichtung ist die einzige dauerhafte Möglichkeit, ‚den bösen Menschen aus unserer Mitte zu entfernen‘ (1. Korinther 5:13).

 

Sollten Christinnen unverheiratet bleiben?

Jesus Christus empfahl seinen Jüngern die Ehelosigkeit, als er sagte: „Es gibt Eunuchen, die sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen gemacht haben. Wer dafür Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum“ (Matthäus 19:12). Interessant ist jedoch, dass er dies nur zu Männern sagte; es gibt auch keine weiblichen „Eunuchen“.

Der Rat, unverheiratet zu bleiben, gilt deshalb nicht für Schwestern. Ihnen gibt der „treue und verständige Sklave“ vielmehr die folgende Empfehlung: „Jetzt ist die Zeit, … einen Partner zu suchen“ (Unser Königreichsdienst, April 1982, Seite 3). Der Predigtdienst ist zwar wichtig, „aber noch wichtiger ist, sich einen Partner zu suchen“ (Den allein wahren Gott anbeten, Seite 152).

Unser Königreichsdienst vom August 2009 enthält umfangreichen Rat, wie Schwestern dabei vorgehen können. Unter den Überschriften „Nach Männern suchen“ und „Mehr Männer ansprechen“ wird u. a. gesagt, was zu tun ist, wenn „Schwestern Interesse bei Männern vorfinden“. Auch wird der Rat gegeben: „Manche Männer … unterhalten sich … gern mit jemand, der ihnen sympathisch ist. … Warum nicht … solchen Männern Aufmerksamkeit schenken?“ (Seiten 3, 4).

Christinnen sollten sich also beeilen, „einen Partner zu suchen“, bevor es zu spät ist.

 

Warum gehen Jehovas Zeugen in den Predigtdienst?

Niemand läuft gerne bei Wind und Wetter von Haus zu Haus, und niemand lässt sich freiwillig verspotten und beschimpfen. Die meisten Zeugen Jehovas lieben auch ihre Mitmenschen nicht so sehr, dass sie ihnen unbedingt die Hoffnung auf ewiges Leben bringen wollen; vielmehr warten sie sehnsüchtig darauf, dass diese „Weltmenschen“ endlich vernichtet werden, damit sie ihre Häuser in Besitz nehmen können.image

Der wahre Grund, weshalb Jehovas Zeugen regelmäßig in den Dienst gehen, ist vielmehr das folgende Gebot Jesu: „Wenn jemand … dich … zum Dienst zwingt, so gehe“ (Matthäus 5:41). Niemand kann bezweifeln, dass der „treue und verständige Sklave“ Jehovas Zeugen „zum Dienst zwingt“ – so ist die Beteiligung am Predigtdienst sogar eine Voraussetzung für die Taufe (Unser Königreichsdienst, September 1986, Seite 2). Im Wachtturm vom 1. Dezember 2003 heißt es ganz deutlich: „Wir … sind verpflichtet, uns am Predigtdienst und an den Zusammenkünften zu beteiligen. Das ist uns nicht freigestellt“ (Seite 17).

Jehovas Zeugen gehen also in den Predigtdienst, weil die Wachtturm-Gesellschaft sie dazu zwingt. Allerdings ist jeder, der etwas „widerwillig oder aus Zwang“ tut, Gott nicht wohlgefällig (2. Korinther 9:7). Das trifft ganz eindeutig auf Jehovas Zeugen zu.

 

Wie wirkt sich der Segen Jehovas auf seine Zeugen aus?

Freiheit: Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Das trifft auf Jehovas Zeugen zweifellos zu, denn umfassende Anweisungen für alle Lebenslagen machen es ihnen leicht, Entscheidungen aufgrund ihres biblisch geschulten Gewissens zu treffen. Da ihr Wandel ununterbrochen von liebevollen Mitchristen überwacht wird, sind sie tatsächlich frei von Freiheit.

Reichtum: Salomo wusste aus eigener Erfahrung: „Der Segen Jehovas – er macht reich“ (Sprüche 10:22). Weil viele Zeugen Jehovas ihre weltliche Arbeit zurückschrauben oder ganz aufgeben, um ihre Zeit der Verbreitung des Wachtturms zu widmen, sind sie tatsächlich reich an Armut.

Segen: Im Wachtturm vom 1. Oktober 2003 heißt es, dass in der Ukraine „viele hervorragende Diener Jehovas … leiden und sogar sterben mussten“ (Seite 30). Anderswo auf der Erde ist das gleiche zu beobachten. Ja, man kann eindeutig feststellen, dass Jehova sein Volk mit Unglück gesegnet hat!

Jehovas Zeugen sind also frei von Freiheit, reich an Armut und gesegnet mit Unglück – erkennen wir nicht die Hand Jehovas hinter diesem paradiesischen Zustand?

 

Warum reden Jehovas Zeugen so schlecht über Abtrünnige?

Jahrzehntelang fühlten sich Menschen, „die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen“, zu Jehovas Zeugen hingezogen. Paulus warnte solche Personen jedoch: „Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden“ (2. Timotheus 3:12, 13)

Das trifft eindeutig auf Jehovas Zeugen zu, die sich von „ernsten Bibelforschern“ zu stupiden Wachtturmunterstreichern entwickelt haben. Durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten erfahren jedoch viele Zeugen Jehovas die Wahrheit über die Wachtturm-Organisation, woraufhin sie „sich reinigen und sich weiß machen und … geläutert werden“, indem sie Jehovas Zeugen verlassen. „Gar keiner der Bösen wird [ihre Entscheidung] verstehen; die aber, die Einsicht haben, imagewerden es verstehen“ (Daniel 12:10).

Den verbleibenden „Bösen“, d. h. Zeugen Jehovas, gefällt es nicht, dass sich die Abtrünnigen ein schönes Leben machen, während sie selber weiterhin von Haus zu Haus trotten und immer wieder „neues Licht“ und neue Lügen schlucken müssen. Deshalb schrieb der Apostel Petrus an Abtrünnige: „Daß ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch“ (1. Petrus 4:4). Ja, Jehovas Zeugen reden „fortgesetzt lästerlich“ über Abtrünnige, weil diese ihren ‚Lauf zu demselben Tiefstand der [geistigen] Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzen‘.

 

Worum geht es in dem Kapitel „Johannes nimmt ab, Jesus nimmt zu“ in dem Buch Der größte Mensch, der je lebte?

Johannes macht die neue Brigitte-Diät. Jesus nicht.

 

Sollte man im Königreichssaal das Licht einschalten?

In der Vergangenheit haben Jehovas Zeugen das getan, doch es ist an der Zeit, diese Frage erneut im Licht der Bibel zu untersuchen. Woher kommt das Licht, das Lampen abgeben? Praktisch alle Lampen werden heute mit Strom betrieben, und „Satan, der Teufel, dargestellt als großer Drache … sprach: ‚Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht‘“ (Licht, Band 1, Seite 298).

Der Teufel selbst steckt also hinter dem Licht, das von elektrisch betriebenen Lampen abgegeben wird. Schon der Apostel Paulus schrieb: „Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt … des Lichts an“ (2. Korinther 11:14). Ja, Glühbirnen, Leuchtstoffröhren und andere Lampen sind „Lichtquellen des irdischen Systems Satans“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 110). Als wahre Christen müssen wir uns von diesen Irrlichtern fernhalten.

Wie sollte der Königreichssaal dann beleuchtet werden? Wie Jesus vorhersagte, „werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne“ (Matthäus 13:43). Auch der Prophet Daniel sagte voraus: „Die, die Einsicht haben, werden leuchten“ (Daniel 12:3). Wir sollten im Königreichssaal darauf vertrauen, dass „die Gerechten“ und „die, die Einsicht haben“, genug Licht abgeben, damit alle Anwesenden gut sehen können.

Was ist zu tun, wenn das nicht der Fall ist? Wenn es dunkel bleibt, ist offenbar niemand anwesend, der von Jehova als ‚gerecht‘ betrachtet wird oder der genügend „Einsicht“ hat. Für so eine Situation sollten im Königreichssaal immer Streichhölzer oder Feuerzeuge vorhanden sein, damit man die Anzüge der Ältesten anzünden und sie so zum Leuchten bringen kann. Auf diese Weise können sie ersatzweise ‚wie Lichtspender in der Welt leuchten‘ und den Königreichssaal erhellen (Philipper 2:15).

 

Welcher Weg führt zum Leben, der breite Weg oder der schmale Weg?

Jesus sagte: „Breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14). Oberflächlich betrachtet, scheint es leichter zu sein, auf dem breiten Weg zu laufen.

imageDoch ist das wirklich der Fall? Beachten wir, dass „Millionen und aber Millionen den breiten Weg gehen, … während nur wenige den schmalen, eingeengten Weg … einschlagen“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1971, Seite 335). In der Tat befinden sich nur etwa 7 Millionen Zeugen Jehovas auf dem ‚schmalen Weg‘, während auf dem ‚breiten Weg‘ rund 7 Milliarden Menschen unterwegs sind.

Wenn der ‚breite Weg‘ ungefähr zehnmal so breit ist wie der schmale Weg, gleichzeitig aber tausendmal so viele Menschen auf ihm gehen, ist es dort zwangsläufig hundertmal so eng wie auf dem ‚schmalen Weg‘. In Wirklichkeit ist es also der ‚breite Weg‘, der „eingeengt ist“ und daher „zum Leben führt“.

 

Wird es im Paradies Homosexualität geben?

Zwar schrieb Paulus, dass „Männer, die bei männlichen Personen liegen, … Gottes Königreich [nicht] erben“ würden (1. Korinther 6:9, 10). Doch offensichtlich ist das Verbot der imageHomosexualität nur eine Folge der Unvollkommenheit, denn ursprünglich waren Frauen in Gottes Vorsatz überhaupt nicht vorgesehen. Wenn im Schöpfungsbericht von „dem Menschen“ die Rede ist, ist damit immer Adam gemeint (1. Mose 2:16). Erst später beschloss Jehova, auch „eine Frau zu bauen“ (1. Mose 2:18, 22). Doch selbst danach bezeichnete er Adam und Eva nicht als „die beiden Menschen“, sondern als „der Mensch und seine Frau“ (1. Mose 2:25).

Im Paradies wird jedoch der ursprüngliche Zustand, der ganz am Anfang im Garten Eden herrschte, wiederhergestellt werden. Demgemäß erklärt der Wachtturm vom 15. Juni 1989: „Jesus beschreibt seinen Jüngern, … welche Situation während seiner künftigen Gegenwart herrschen wird, und sagt: ‚In jener Nacht werden zwei Männer in einem Bett sein‘“ (Seite 9). Im Paradies wird Homosexualität also etwas ganz Normales sein.

 

Sollten Christen fasten?

In biblischer Zeit war „Fasten … angebracht, wenn jemand in großer Gefahr war, dringend Gottes Führung benötigte, Prüfungen erduldete und Versuchungen ausgesetzt war oder wenn jemand studieren, nachsinnen oder sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren wollte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 714). Zweifellos wollen auch heutige Christen „studieren, nachsinnen“ und „sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren“. Außerdem sind sie „in großer Gefahr“, auf falsche Lehrer hereinzufallen. Daher ist Fasten auch für heutige Christen bestimmt angebracht.

Welche Art des Fastens ist für Gott annehmbar? Pater Antonius Pfeil erklärte 2006 in einem Interview: „Fasten ist im Kern der Verzicht auf Speisen. … Dabei kann man auf jegliche Nahrung oder nur auf feste Speisen verzichten“ (Pressearchiv des Bistums Magdeburg). Doch da wir als Christen nicht mehr unter dem Gesetzesbund stehen, müssen wir nicht buchstäblich fasten, sondern geistig. Als ersten Schritt könnten wir nicht auf buchstäbliche „feste Speisen verzichten“, sondern auf die „feste geistige Speise, die im Wachtturm-Studium geboten wird“ (Unser Königreichsdienst, März 1994, Seite 1).

Noch besser wäre allerdings der Verzicht „auf jegliche Nahrung“, d. h. auf die ganze „geistige Speise, die der ‚treue und verständige Sklave‘ austeilt“ (Der Wachtturm, 15. September 2005, Seite 20). Schon nach kurzer Zeit wird man dann einen klaren Kopf bekommen und erkennen, dass man jahrelang irregeführt worden war. Nicht umsonst erklärte Gott durch den Propheten Jesaja: „Ein Fasten, das mir gefällt, sieht … [so] aus: Löst die Fesseln der Menschen, die ihr zu Unrecht gefangen haltet, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei, und gebt ihnen ihre Freiheit wieder! Schafft jede Art von Unterdrückung ab!“ (Jesaja 58:6, Hoffnung für Alle). Ja, durch geistiges Fasten können Menschen, die von Jehovas Zeugen ‚zu Unrecht gefangen gehalten werden‘, befreit werden und „ihre Freiheit“ wiedererlangen!

 

Beweisen die nicht erfüllten Vorhersagen von Jehovas Zeugen, dass sie nicht von Gott geleitet sind?

Das Gegenteil ist der Fall. Durch Moses ließ Gott erklären: „Falls ein Prophet … in deiner Mitte aufsteht und dir tatsächlich ein Zeichen oder ein Wunder gibt, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, … sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten … hören. … Jener Prophet … sollte zu Tode gebracht werden. … Was übel ist, sollst du aus deiner Mitte wegschaffen“ (5. Mose 13:1-5).

Wären die von Jehovas Zeugen vorhergesagten „Zeichen“ eingetroffen – wäre 1914 oder 1975 Harmagedon gekommen, oder wären 1925 Abraham, Isaak und Jakob auferstanden – dann hätten die Verantwortlichen gesteinigt werden müssen. Aber dadurch, dass ihre Vorhersagen nicht eingetroffen sind, reihen sie sich unter die großen Propheten der Bibel ein, deren Prophezeiungen sich ebenfalls nicht erfüllt haben – der Löwe frisst immer noch kein Stroh, der Thron Davids und Salomos besteht nicht mehr, und der „Tag Jehovas“, der schon vor 3000 Jahren „nahe“ war, ist immer noch nicht gekommen (Jesaja 11:7; 2. Samuel 7:16; 1. Chronika 17:14; Joel 1:15).Karl Ranseier ist tot

In der Tat, das Nichteintreffen ihrer Prophezeiungen beweist zweifelsfrei, dass Jehovas Zeugen von Gott geleitet werden. Daher sind wir verpflichtet, „sowohl dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ zu vertrauen … als auch den Männern aus seinen Reihen, die die leitende Körperschaft bilden“ (Der Wachtturm, 15. August 1998, Seite 12).

 

Gibt es mehrere Organisationen, die von Gott beschützt werden?

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Wachtturm-Organisation von Gott beschützt wird. Das Buch Komm Jehova doch näher erklärt dazu: „Wir brauchen nur daran zu denken, dass … der Herrscher dieser Welt nichts lieber täte, als die wahre Anbetung auszulöschen. … Einige der mächtigsten Staaten der Erde haben unser Predigtwerk verboten und versucht uns auszurotten. Doch Jehovas Volk ist standhaft geblieben und hat unbeirrt weitergepredigt. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser … Christen zu stoppen? Weil Jehova uns mit seinen starken Flügeln beschirmt“ (Seite 73).

Das Gleiche kann jedoch auch von der sizilianischen Mafia und ihren Ablegern gesagt werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass ‚die Herrscher dieser Welt nichts lieber täten‘, als die Mafia „auszulöschen“. Nicht nur „einige der mächtigsten Staaten der Erde“, sondern praktisch alle Staaten haben die Mafia ‚verboten und versucht sie auszurotten‘. Doch die Mafia „ist standhaft geblieben“ und ist bis heute aktiv. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser Kriminellen zu stoppen? Offensichtlich aus dem gleichen Grund – weil Jehova sie mit seinen starken Flügeln beschirmt.

 

Wann wird Gott seinen Vorsatz verwirklichen, und inwiefern können wir heute auf seine Unterstützung hoffen?

Die Bibel beantwortet diese Fragen eindeutig. Der Prophet Amos sagte: „Gott, der Herr, tut nichts“ (Amos 3:7, Hoffnung für Alle). Es ist daher vergeblich, auf seine Hilfe zu hoffen. Heißt das, wir sollten einfach abwarten, bis Gottes Königreich kommt? Auch das ist nicht ratsam, denn Jesus erklärte: „Das Königreich Gottes kommt nicht“ (Lukas 17:20). Statt von Gott Hilfe zu erwarten, sollten wir also unser Leben selbst in die Hand nehmen.

 

Kommt nach Harmagedon die neue Welt?

Jehovas Zeugen sind überzeugt davon, dass bald „das gegenwärtige böse System Satans vernichtet … werden wird“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1979, Seite 29). Ja, „das unter der Herrschaft Satans stehende gegenwärtige System wird zu seinem Ende kommen“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 835). Bedeutet das, dass Satans Herrschaft ein Ende finden und Gottes Königreich aufgerichtet werden wird?

Nein, denn wie das Buch Singt Lieder für Jehova eindeutig zeigt, müssen vorher „Satans Systeme vergehn“ (Lied 30, siehe auch Singt Jehova Loblieder, Lied 195). Zwar wird „das gegenwärtige … System Satans“ bald beseitigt werden, doch Satan hat offenbar mehrere „Systeme“. Da schon die Vernichtung des gegenwärtigen Systems seit Jahrtausenden auf sich warten lässt, wird die Beseitigung von Satans noch folgenden Systemen wahrscheinlich auch sehr lange Zeit dauern. Erst, wenn das letzte von Satans Systemen verschwunden sein wird, kann Gottes Königreich aufgerichtet werden.

 

Sollten Christen fotografieren?

Einige sind der Ansicht, dass Fotografieren nichts für Christen ist. Sie führen die Zehn Gebote an, in denen es eindeutig heißt: „Du sollst dir kein … Bild machen … wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist“ (2. Mose 20:4). Außerdem verweisen sie darauf, dass Kameras oft zu perversen Zwecken gebraucht werden, etwa zum Fotografieren von nackten Menschen oder Bauwerken der falschen Religion.

Allerdings stehen wir heute nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz, und „wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Daher muss jeder Christ, was das Fotografieren betrifft, eine persönliche Gewissensentscheidung treffen, wobei er die hier dargelegten biblischen Grundsätze sorgfältig abwägen sollte.

imageFalls ein Christ entscheidet, dass er das Fotografieren mit seinem biblisch geschulten Gewissen vereinbaren kann, sollte er allerdings auf zwei Hilfsmittel verzichten, die von weltlichen Fotografen manchmal eingesetzt werden. Das eine davon ist der Blitz, denn Blitze stehen seit jeher mit falschen Gottheiten in Verbindung. So wird der Gott Zeus auch als „Blitzlenker“ bezeichnet, und sogar der falsche Gott Baal wird „dargestellt … mit einem erhobenen Arm, mit dem er Blitze schleudert“ (Wikipedia). Blitze werden auch mit Jupiter, Thor und anderen falschen Göttern in Verbindung gebracht und haben im Fotoapparat eines Christen daher nichts verloren. Ein weiteres Hilfsmittel ist die Blende. Satan hat offenbar mit einem solchen Gerät „den Sinn der Ungläubigen verblendet“ – und wir wollen doch nicht etwa den Teufel nachahmen?

Natürlich sind die meisten Kameras heutzutage von vornherein mit diesen Hilfsmitteln ausgestattet. Ein Christ, der ein solches Gerät besitzt, wäre daher ständig der Versuchung ausgesetzt, diese Einrichtungen doch zu verwenden. Doch in Resterampen und anderen für Christen geeigneten Geschäften sind manchmal noch Fotoapparate ohne Blitz und Blende erhältlich. Wenn wir uns dafür entscheiden, zu fotografieren, wären wir mit so einem Gerät auf der sicheren Seite.

 

Wo ist heute das Zentrum der falschen Anbetung?

Einige glauben, das Zentrum der falschen Anbetung befände sich in Rom, in Lourdes oder in Mekka. Doch der Wachtturm vom 15. Mai 1980 sagt über die Zeit des Amos: „[Das] Bethel war imagedas Zentrum der falschen Anbetung“ (Seite 31). Später wurde deutlich gemacht: „Jehovas Aufruf an die Israeliten … [lautete]: ‚Haßt das Böse, und liebt das Gute‘. … Solche Worte wurden jedoch ignoriert. Abtrünnige gingen lieber nach Bethel und Gilgal, den Zentren des Götzendienstes, und brachten dort falschen Göttern Opfer dar“ (Der Wachtturm, 1. April 1989, Seite 23).

Die „Zentren des Götzendienstes“, in denen die ‚Abtrünnigen‘ versammelt waren, fand man damals also in „Bethel und Gilgal“. Gilgal gibt es heute nicht mehr, doch Bethelheime findet man überall auf der Welt. Das größte befindet sich in Brooklyn, und ein kleineres Bethel befindet sich beispielsweise in Selters. Diese Orte sind die heutigen „Zentren des Götzendienstes“, denn dort werden dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ und anderen „falschen Göttern Opfer dar[gebracht]“ (Matthäus 24:45). Daher gibt Amos den Rat: „Sucht nicht [das] Bethel auf. … Über die Bewohner … wird Unheil kommen“ (Amos 5:5, Neues Leben).

 

Wer sind die „Wölfe“, vor denen Paulus warnte?

Paulus warnte die Christen seiner Zeit: „Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden“ (Apostelgeschichte 20:29, 30). Um wen handelt es sich dabei?

Natürlich versuchen diese „Wölfe“, sich zu tarnen. Doch Wölfe fressen Schafe; man kann die sinnbildlichen „Wölfe“ also daran erkennen, dass sie Lämmer verfolgen. Der Apostel Johannes liefert uns den entscheidenden Hinweis für ihre Identifikation: „Die hundertvierundvierzigtausend … sind es, die dem Lamm beständig folgen“ (Offenbarung 14:3, 4).

Die ‚bedrückenden Wölfe‘, die „verdrehte Dinge reden“, sind also die Gesalbten, von denen ein Überrest noch auf der Erde lebt und den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bildet (Matthäus 24:45).

 

Wie können sich Christen vor vorehelichem Geschlechtsverkehr hüten?

Viele Christen glauben, „daß vorehelicher Geschlechtsverkehr ein schwerwiegendes Vergehen ist“ (Erwachet!, 22. Mai 2000, Seite 14). Wie kann man sich vor dieser Sünde hüten? Paulus gab einen ebenso einfachen wie genialen Rat: „Es [scheint] mir das Beste zu sein, wenn man unverheiratet bleibt. … Wer … entschlossen ist, nicht zu heiraten, der tut gut daran“ (1. Korinther 7:26, 37, Hoffnung für Alle).

Wer nie eine Ehe eingehen wird, kann auch keinen „vorehelichen Geschlechtsverkehr“ haben. Kein Wunder, dass Jesu Jünger sagten: „Dann wäre es ja besser, gar nicht zu heiraten!“ (Matthäus 19:10, Neues Leben). Und genau das ist der Fall. Statt durch eine Heirat „sklavisch gebunden“ zu werden, sollten Christen den Rat des Apostels Johannes befolgen: „Laßt uns lieben, nicht mit Worten, … sondern in Tat“ (1. Korinther 7:15; 1. Johannes 3:18). Ja, „wer seine Verlobte heiratet, handelt gut; aber wer sie nicht heiratet, handelt noch besser“ (1. Korinther 7:38, Gute Nachricht).

 

Werden im Paradies weiterhin die Männer für den Lebensunterhalt ihrer Familien sorgen?

Heutzutage sind christliche Männer verpflichtet, für ihre „Hausgenossen“ zu sorgen (1. Timotheus 5:8). Doch im Paradies wird Gottes ursprünglicher Vorsatz verwirklicht werden, wonach die Frau als „Gehilfin“ des Mannes erschaffen wurde (1. Mose 2:18). Demgemäß erklärte Jesus, unter seiner Herrschaft „werden zwei Männer in einem Bett sein“, aber „zwei Frauen an derselben Mühle mahlen“ (Lukas 17:34, 35).

Im Paradies werden also die Frauen dafür zuständig sein, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie werden früh aufstehen, „während es noch Nacht ist“, und bis in die Nacht mit Kochen, Backen, Spinnen und anderen Haushaltstätigkeiten beschäftigt sein (Sprüche 31:15, 18). Die Männer dagegen werden lang schlafen und dann tagsüber im Tor sitzen und Wein trinken (Psalm 69:12; Matthäus 26:29).

 

Wurde Jesus vollkommen erschaffen?

Viele sogenannte Christen glauben, Jesus sei schon immer vollkommen gewesen und hätte sein vollkommenes Leben als Opfer dargebracht. Dabei lassen sie jedoch außer Acht, dass der Apostel Paulus über ihn schrieb: „Obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt; und nachdem er vollkommen gemacht worden war, wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich, die ihm gehorchen“ (Hebräer 5:8, 9).

Während Jesus auf der Erde war, „lernte er Gehorsam“. Das zeigt eindeutig, dass er davor nicht gehorsam war. Er „spielte auf dem weiten Rund der Erde“ und hatte wohl anderes im Sinn als seinen Eltern immer zu gehorchen (Sprüche 8:31, Gute Nachricht). Erst nach seinem irdischen Lauf und seinem Tod wurde er „vollkommen gemacht“, wie der o. g. Text ganz klar zeigt. Als er starb, war er zwar bereits gehorsam, aber immer noch unvollkommen.

Doch „kein unvollkommener Mensch ‘kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben‘“ (Der Wachtturm, 15. November 2001, Seite 12). Demzufolge konnte auch Jesus uns nicht durch seinen Tod erlösen, und das erklärt, weshalb Gottes Königreich bis heute noch nicht gekommen ist.

 

Wem folgen Jehovas Zeugen?

Das Geschichtswerk Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes stellt auf Seite 618 in Bezug auf die früheren Zeugen Jehovas zu Recht die Frage: „Folgten sie lediglich einem unvollkommenen Menschen?“ Die gleiche Frage wird heute immer noch gestellt – folgen Jehovas Zeugen lediglich einem unvollkommenen Menschen?

Diese Frage muss ganz klar verneint werden. Jehovas Zeugen folgen und folgten nicht nur „einem unvollkommenen Menschen“, sondern vielen unvollkommenen Menschen – anfangs Charles T. Russell, dann Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr und Fred W. Franz. Heute folgen sie einer Gruppe unvollkommener Menschen, die sich „Leitende Körperschaft“ nennt.

Immer noch müssen Jehovas Zeugen „der Führung durch die leitende Körperschaft des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ gehorchen“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1994, Seite 30). Sie werden auch aufgefordert: „Für uns geht kein Weg daran vorbei, dass wir bei allem, was … der treue Sklave sagt, ‚zum Gehorchen bereit‘ sind“ – und das, obwohl „der ‚treue und verständige Sklave‘ … aus unvollkommenen Menschen besteht“ (Unser Königreichsdienst, Juni 2008, Seite 1; Der Wachtturm, 15. November 1981, Seite 28).

Somit kann eindeutig gesagt werden, dass Jehovas Zeugen nicht „lediglich einem unvollkommenen Menschen“ folgen, sondern mehreren unvollkommenen Menschen.

 

Wie können dem Einfluss der Dämonen entkommen?

Gemäß der Zeitschrift Erwachet! müssen Jehovas Zeugen „die Worte des Apostels Paulus beachten: ‚Ich will … nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen‘“ (Ausgabe vom 8. Februar 1998, Seite 24). Es versteht sich eigentlich von selbst, dass wahre Christen sich nicht an Orten aufhalten dürfen, an denen auch Dämonen anwesend sind. Wovon sollten wir uns deshalb fernhalten?

imageDie Antwort gab Charles Taze Russell schon im Jahr 1897, als er schrieb: „Satan … hat ohne Zweifel erfahren, daß die Welt einigermaßen verstehen gelernt hat, daß ‚das Geheimnis Jehovas bei denen ist, die ihn fürchten‘ (Psalm 25:14), und darum sendet er seine Engel sicherlich oft in die kleinen Zusammenkünfte, in denen Gottes Heilige die Bibel studieren, um etwas von den Plänen Gottes zu erfahren“ (Schriftstudien, Band 4: Der Krieg von Harmagedon, Ausgabe 1926, Seite 488).

Die Dämonen sind also in den Zusammenkünften der Bibelforscher – heute Jehovas Zeugen genannt – zu finden. Wer Gott gefallen will, muss sich von dort fernhalten.

 

Sollten Christen einen Locher verwenden?

Aus modernen Büros sind Locher praktisch nicht mehr wegzudenken. Auch im privaten Bereich verwenden Menschen auf der ganzen Welt solche Geräte, um Schriftstücke zu lochenimage und sie in Ordnern abzuheften. Kaum jemand denkt dabei an den religiösen Hintergrund, mit dem der Locher in Verbindung steht.

Die von einem Locher erzeugten Löcher sind jedoch kreisrund, und in der Altertumsforschung werden „Kreise als das heidnische und germanische Zeichen für Sonne gedeutet“ (Werner Brast, Der Bildstein von Niederdollendorf). Die Sonne wurde als Gott verehrt; tatsächlich sind viele Symbole der heidnischen Religion von einer Form abgeleitet, die dem Loch eines modernen Lochers auffallend ähnlich sieht (siehe Bild).

Durch die Verwendung eines Lochers würden wir somit zur Verbreitung eines heidnischen Symbols und letztlich zur Verehrung des Sonnengottes beitragen. Da Jehova „keine Rivalität duldet“, dürfen wir als wahre Christen keinen Locher verwenden (5. Mose 5:9, Fn.). Achten wir auch sorgfältig darauf, kein gelochtes Papier bei uns zu Hause aufzubewahren. Beim Auspacken der Post sollten wir immer eine Schere griffbereit haben, damit wir ggf. den Rand mit den Löchern abschneiden und diese beseitigen können.

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Das Familienleben biblisch gestalten

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2010

„Die Bibel [vergleicht] die Stellung eines Kindes mit der eines Sklaven.“
(Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 242)

Als Jehova Gott den ersten Mann und die erste Frau erschuf, brachte er sie zusammen, damit der Mann nicht so alleine war (1. Mose 2:23). Gott wollte, dass Frauen für ihre Männer kochen und backen und außerdem Kinder gebären würden (1. Mose 18:6; Sprüche 31:15; 1. Timotheus 2:15). Gemäß Gottes Vorsatz sollten mit der Zeit überall auf der Erde glückliche Männer leben, die von ihren Frauen und Kindern bedient werden (1. Mose 24:45, 46; 1. Könige 17:10, 11; Markus 15:40, 41; Lukas 10:40). Frauen sollten „ihren Männern gehorchen“ und an diese „sklavisch gebunden“ sein (Titus 2:5, Gute Nachricht; 1. Korinther 7:15)

Doch heute brechen zahlreiche Familien auseinander, und viele, die noch zusammen sind, sind nicht glücklich. Jemand mag daher fragen: „Sollten wir nicht bessere Ergebnisse erwarten, wenn die Familie wirklich eine Einrichtung Gottes ist?“ Doch wenn ein Fabrikant ein Gerät herstellt und eine gute Gebrauchsanweisung mitliefert, ist es bestimmt nicht seine Schuld, dass das Produkt nicht funktioniert, wenn der Käufer die Gebrauchsanweisung nicht beachtet. Ähnlich verhält es sich mit der Familie. Es ist daher unerlässlich, dass wir verstehen, wie Gott die verschiedenen Glieder der Familie geschaffen hat und welche Rolle sie nach seinem Vorsatz erfüllen sollen.

Wie Gott Mann und Frau erschuf

Jeder kann sehen, dass Jehova Mann und Frau nicht gleichgemacht hat. Sie sind zwar in vieler Hinsicht ähnlich. Aber in ihrem Aussehen sind sie offensichtlich verschieden, und Männer haben auch mehr Kraft. Warum diese Unterschiede? Gott erschuf die Frauen so schwach, damit ihre Männer ihre Stellung als Haupt notfalls mit Gewalt durchsetzen können (1. Korinther 11:3). Nachdem Gott den Mann erschaffen hatte und sah, dass ihm die Hausarbeit nicht gefiel, sagte er: „Ich werde ihm eine Gehilfin machen“ (1. Mose 2:18).

imageWie ein Hilfsarbeiter ist eine Gehilfin etwas, das jemand anders die Drecksarbeit abnimmt. Gott erschuf die Frau als eine Gehilfin für den Mann, damit sie für ihn kocht, bäckt, wäscht und putzt, während er im Tor sitzt und Wein trinkt (1. Samuel 8:13; 2. Samuel 13:8; Sprüche 31:23; 1. Mose 9:20, 21). Nachdem Gott also die Frau aus einem Bestandteil des Mannes erschaffen hatte, schloss er die erste Ehe, ohne Eva zu fragen, ob sie damit einverstanden war (1. Mose 2:22). Demgemäß konnte ein israelitischer Mann jedes Mädchen „für den Kaufpreis für sich als Frau erwerben“, wenn er ihrem Vater „das Geld gemäß dem für Jungfrauen festgesetzten Kaufpreis“ bezahlte (2. Mose 22:16, 17). Die Ehe kann eine glückliche Einrichtung sein, wenn sie nach diesem biblischen Vorbild geschlossen wird.

Die Rolle des Mannes

Eine Ehe oder eine Familie braucht Führung. Gott ist ein Mann, und aus diesem Grund sagt die Bibel: „Ein Ehemann ist das Haupt seiner Frau“ (Matthäus 6:8; Epheser 5:23). Das ist praktisch, denn auch, wenn ein Mann ein Dummkopf ist, kann er auf seine biblisch verbriefte Rolle als Haupt pochen. Wenn die Frau ihrem Mann seine Stellung als Haupt streitig machen will, kann er sie jederzeit mit den murrenden Israeliten oder mit der bösen Isebel vergleichen und sie so zum Schweigen bringen (4. Mose 12:1, 9, 10; Offenbarung 2:20).

Vielen Frauen behagt der Gedanke nicht, dass der Mann das Haupt der Familie sein sollte. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass viele Ehemänner ihren Frauen zu viele Freiheiten lassen und sie zu wenig beschäftigen, so dass sie Zeit zum Denken haben. Doch gemäß der Bibel sollen Frauen, wenn sie eine Frage haben, nicht darüber nachdenken, sondern „ihren Mann fragen“ (1. Korinther 14:35; Hoffnung für Alle).

Es ist daher eine anerkannte Tatsache, dass eine Organisation am effizientesten funktioniert, wenn einer die Führung übernimmt und endgültige Entscheidungen trifft, während alle anderen nichts zu sagen haben. Männer sollten ihre Frauen daher den ganzen Tag beschäftigt halten, am besten von „vor Morgengrauen … bis tief in die Nacht hinein“ (Sprüche 31:15, 18, Neues Leben). In einer Gott wohlgefälligen Familie ist der Mann der einzige, der kein Haupt über sich hat. Jeder andere, auch die Ehefrau und die Kinder, muss sich den Entscheidungen des Mannes unterordnen.

Das bedeutet, dass Männer, wenn sie ihre Rolle als Ehemänner erfüllen wollen, ihre Frauen als minderwertige Untergebene betrachten müssen (1. Korinther 11:7). Auch müssen sie Gottes Beispiel nachahmen, indem sie ihre Autorität als Haupt gegenüber ihrer Frau so ausüben, wie Gott seine Autorität gegenüber seinem Volk ausübt (Epheser 5:1). Wie behandelte Gott sein Volk in biblischer Zeit? Er drohte den Israeliten mit „Pest … [und] Tuberkulose … und Fieberhitze“ sowie mit „Hämorrhoiden und Ekzem und Hautausschlag“ für den Fall, dass sie ihm nicht gehorchten (5. Mose 28:21, 27).

imageGott war sogar bereit, sein Volk zu vernichten, weil es ihm nicht gehorchte (2. Mose 32:10). Ehemänner können ihre ungehorsamen Frauen zwar nicht töten oder mit Krankheiten schlagen, aber sie könnten sie gemäß biblischem Vorbild mit „Beulen an beiden Knien an beiden Schenkeln schlagen“ und sie auch mit „Hunger und Durst“ bestrafen sowie „vergewaltigen“ (5. Mose 28:30, 35, 48). Ein christlicher Ehemann sollte sorgfältig das Beispiel Jehovas studieren und es dann im Umgang mit seiner Familie nach besten Kräften nachahmen. Er wird dann ein dominierendes, selbstsüchtiges und rücksichtsloses Familienoberhaupt sein.

Außerdem sollten Ehemänner folgendes bedenken: Beklagt sich deine Frau darüber, dass du deiner biblischen Verantwortung als Familienoberhaupt nachkommst? Sagt sie, du würdest zu Hause alles bestimmen, alle Familienaktivitäten planen und endgültige Entscheidungen treffen, ohne ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen? Dann weise sie darauf hin, dass Gott das von dir verlangt und dass der Ehemann als Haupt „Richter“, „Satzungsgeber“ und „König“ in seiner Familie ist (Jesaja 33:22). Natürlich ist es in der Welt Satans üblich, für die Vorschläge und Wünsche anderer Familienmitglieder empfänglich zu sein und darauf Rücksicht zu nehmen. Aber wenn du dich aufrichtig bemühst und nicht nachgibst, deine biblische Rolle zu erfüllen, wird sich deine Frau höchstwahrscheinlich dem Druck beugen.

Es kann sogar gefährlich sein, die in der Welt vorherrschende frauenfreundliche Einstellung nachzuahmen. Der berühmte Richter Joseph F. Rutherford schrieb schon 1931: „Die Frauen machen Affen oder Drahtpuppen aus den Männern. Diese sind weibisch, Weichlinge und leicht beeinflussbar geworden und haben wahre Männlichkeit und Festigkeit … eingebüßt. Wenn zum Beispiel Männer zu Tische sitzen, und eine Frau tritt herein, so erheben sich alle Männer, um ihr Ehrerbietung zu zollen; und auf diese Weise stellen sie die Frau über den Mann. Die Männer nehmen den Hut ab, wenn … eine Frau zugegen ist; und von diesen Manieren heißt es, sie seien Bezeugungen der Ehrerbietung und zeigten, dass man ein Gentleman sei. Die Sache ist aber fein angelegt, und die wahre Bedeutung ist weit verschieden von imageder allgemeinen Auffassung. Es ist eine List Satans, die Menschen von Gott und seiner festgelegten Regel über die richtige Stellung von Mann und Weib wegzuwenden. Der Herr hat erklärt, dass Weichlinge das Königreich der Himmel nicht ererben werden (1. Korinther 6:9). Das beweist, dass die Forderung oder der Brauch, den Frauen Huldigungen darzubringen, nicht von Gott, sondern vom großen Feinde Gottes kommt“ (Rechtfertigung, Seite 154). Gott gab dem Mann nicht den Auftrag, seine Frau zu ehren, sondern über sie zu „herrschen“ (1. Mose 3:16). „Was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist“ (Matthäus 5:37).

Wie die Frau ihre Rolle erfüllt

Gemäß Gottes Wort wurde die Frau als Gehilfin ihres Mannes erschaffen (1. Mose 2:18). In Übereinstimmung damit gebietet die Bibel: „Die Ehefrauen seien ihren Männern untertan“ (Epheser 5:22). Heute ist es üblich geworden, dass Frauen eine eigene Meinung vertreten oder etwas gerne imageanders tun würden, als es ihr Mann beschlossen hat. Doch wenn sich Ehefrauen derart vordrängen, entstehen unweigerlich Schwierigkeiten.

Vielleicht hast du als Ehefrau das Gefühl, du müsstest Entscheidungen treffen, da dein Mann es nicht tut. Aber könntest du vielleicht mehr tun, um ihm zu helfen, seiner Verantwortung als Familienoberhaupt nachzukommen? Lässt du ihn wissen, dass du von ihm erwartest, alle Entscheidungen zu treffen? Vermeidest du es, irgendetwas zu tun, wenn er es dir nicht geboten hat? Männer sollten ihre Ehefrau ‚umherführen‘, nicht sich von ihr führen lassen (1. Korinther 9:5).

Das soll nicht heißen, dass eine Frau sagen darf, was sie denkt, wenn sie anderer Meinung ist als ihr Mann. Selbst, wenn sie sogar die richtige Ansicht hat und es zum Nutzen der Familie wäre, wenn sie diese ihrem Mann mitteilen könnte, muss sie ihre Gedanken für sich behalten. Der Apostel Paulus gebot: „Die Frauen sollen … schweigen. Es gehört sich nicht, dass sie sprechen. Sie sollen sich unterordnen“ (1. Korinther 14:34, Neues Leben).

imageEine Ehefrau kann viel tun, um für ihre Familie zu sorgen und so ihre Rolle richtig zu erfüllen. Sie kann zum Beispiel nahrhafte Mahlzeiten zubereiten und darauf achten, dass die Wohnung sowie die Kleidung und die Schuhe ihres Mannes sauber und ordentlich sind. Die Bibel fordert Ehefrauen auf, sie sollten „im Hause arbeiten“ und „sich den eigenen Männern unterwerfen“ (Titus 2:5).

Der Platz der Kinder in der Familie

Jehova gebot dem ersten Menschenpaar, fruchtbar zu sein und viele zu werden (1. Mose 1:28). Ja, Gott forderte sie auf, Kinder zu haben. Kinder sollten für die Familie ein Anlass zu „Verdruß“, „Bitterkeit“ und „Kummer“ imagesein (Sprüche 10:1; 17:25). „Da sie unter dem Gesetz und Gebot ihrer Eltern stehen, vergleicht die Bibel die Stellung eines Kindes mit der eines Sklaven“ (Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 242; siehe auch Sprüche 1:8; 6:20-23; Galater 4:1). Nicht umsonst konnte ein israelitischer „Mann seine Tochter als Sklavin verkaufen“, wenn er Geld brauchte (2. Mose 21:7).

Da Gott auf Kinder besondere Rücksicht nimmt, hat er ihnen nur ein einziges Gebot gegeben: „Gehorcht euren Eltern“ (Epheser 6:1). In der Tat, wie Sklaven ihren Herren, so haben auch Kinder ihren Eltern unbedingten Gehorsam zu leisten. Wie wichtig das ist, wird auch am mosaischen Gesetz deutlich. In Bezug auf einen Sohn, der „nicht auf die Stimme seines Vaters oder die Stimme seiner Mutter hört“, gebot Jehova: „Alle Männer seiner Stadt [sollen ihn] mit Steinen bewerfen, und erimage soll sterben“ (5. Mose 21:18, 21).

Was kannst du als Jugendlicher tun, um deinen Eltern keinen unnötigen Kummer zu bereiten? Als der Apostel Timotheus noch ein junger Mann war, forderte Paulus ihn eindringlich auf: „Trink nicht länger Wasser, sondern gebrauche … Wein“ (1. Timotheus 5:23). Alkohol wird dir helfen, Probleme deutlich anzusprechen und zu einem harmonischen Familienleben beizutragen (vergleiche 1. Mose 19:32).

Wie man Familienprobleme erfolgreich behandelt

In weltlichen Familien entstehen von Zeit zu Zeit Probleme, denn Weltmenschen sind unvollkommen und machen Fehler. Christliche Ehepartner können voneinander jedoch Vollkommenheit erwarten, denn Jesus gebot seinen Nachfolgern: „Ihr sollt … vollkommen sein“ (Matthäus 5:48). Ohne Zweifel, „lebt man … nach biblischen Grundsätzen, wird man … eine glückliche Ehe [führen]“ (Erwachet!, März 2009, Seite 6). Ist eine Ehe also nicht absolut glücklich, kann es nur daran liegen, dass man biblische Grundsätze missachtet.

Natürlich wird sich eine christliche Frau bemühen, nichts zu tun, was ihren Mann reizt. Doch ganz gleich, wie sehr sie sich bemüht, kann es hin und wieder passieren, dass ihr Mann sich über sie aufregt. Wie sollten solche Schwierigkeiten behandelt werden? In der Bibel finden wir ein Beispiel, wie solche Probleme im Volk Israel gelöst wurden.

Die Bibel erzählt von einem Mann, der „meint, dass seine Frau ihm untreu war. Doch weiß er es nicht sicher, sie könnte auch unschuldig sein. In einem solchen Fall soll der Mann seine Frau zum Priester bringen. … Der Priester lässt die Frau näher kommen. … Er selbst hält das Wasser, das Fluch und Qual bringt. … Dann spricht der Priester eindringlich zu der Frau … ‚Dieses fluchbringende Wasser wird in deine Eingeweide eindringen. Es wird dich unfruchtbar machen und deinen Bauch aufblähen. Mit Schrecken und Abscheu werden die Leute auf dich zeigen!‘ So warnt der Priester die Frau vor der drohenden Strafe. Und die Frau soll antworten: ‚Ja, so soll es sein!‘ … Dieses Wasser muss die Frau später trinken, damit es in ihren Körper gelangt und der Fluch sie treffen kann. … Wenn sie schuldig ist, … wird sie schwer erkranken. … Den Mann trifft in einem solchen Fall keine Schuld“ (4. Mose 5:14-31, Hoffnung für Alle).

In ähnlicher Weise könnte ein heutiger Mann seine Frau zu den Ältesten bringen, die ihr dann einen Brei aus Staub und Wasser zu trinken geben. Wenn sie daraufhin schwer erkrankt, wird sie wissen, dass sie ihren Mann gekränkt hat. Wenn Ehefrauen bereit sind, Fehler zuzugeben, kann viel Streit und Leid vermieden werden. Sie sollten es sich zum Ziel setzen, ihrem Mann zu gehorchen, und nicht, ihre eigene Meinung vorzubringen. Selbst wenn dein Ehemann im Unrecht ist, kannst du Gott wohlgefällig handeln, indem du ihm trotzdem gehorchst.

Besonders wenn du verheiratet bist, musst du die Regel beachten, ‚alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen zu lassen‘ (1. Korinther 14:40). Gehorche dem biblischen Gebot: „Das Haupt einer Frau … ist der Mann“ (1. Korinther 11:3). Christliche Frauen sollten der Führung ihres Mannes nicht vorauseilen, sondern stets mit seinen Anweisungen Schritt halten.

Was ist, wenn deine Ehefrau es ablehnt, mit dir zusammen Gottes Wort zu studieren, dein Lieblingsessen zu kochen oder deine Socken zu stopfen? Gemäß der Bibel „sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben“ (Epheser 5:28). Dabei sollten sie Jehova nachahmen, und „wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden, … den er gern hat“ (Epheser 5:1; Hebräer 12:6, Einheitsübersetzung). Die Frauen ihrerseits müssen „ihre Männer lieben“, und „die Liebe … erträgt alles“ (Titus 2:4; 1. Korinther 13:4, 7).

Christliche Ehescheidungen, die Jehova preisen

Heute lassen sich viele Ehepaare nicht von dem Rat des Wortes Gottes helfen und bleiben trotz Problemen zusammen. Billigt es Gott, dass man sich in so einer Situation nicht scheiden lässt? Nein. In biblischer Zeit musste ein Mann, der an seiner Frau „etwas Anstößiges“ gefunden hatte, „ein Scheidungszeugnis für sie ausschreiben und es ihr in die Hand legen und sie aus seinem Haus entlassen“ (5. Mose 24:1). Die Bibel gestattet nur einen Grund, sich nicht scheiden zu lassen, und das ist, wenn der Mann seine Ehefrau vor der Heirat vergewaltigt hat (5. Mose 22:28, 29). Auch in diesem Fall kann sich ein Mann aber problemlos „weitere Frauen“ nehmen, so wie David, ‚ein Mann, der dem Herzen Jehovas angenehm war‘ (1. Chronika 14:3; 1. Samuel 13:14).

In den Tagen Nehemias weigerten sich einige Israeliten, sich von ihren Frauen scheiden zu lassen. imageNehemia „begann sie zu rügen und Übles auf sie herabzurufen und einige Männer von ihnen zu schlagen und ihnen Haare auszuraufen“ (Nehemia 13:25). Der Priester Esra berichtet: „Sobald ich nun von dieser Sache hörte, zerriß ich mein Kleid und mein ärmelloses Obergewand, und ich begann, mir Haare vom Kopf und aus dem Bart zu raufen, und ich blieb betäubt sitzen“ (Esra 9:3). Schließlich lenkten die Israeliten ein und „versprachen durch Handschlag, ihre Frauen fortzuschicken. … Sie gingen daran, Frauen samt Söhnen fortzuschicken“ (Esra 10:19, 44).

Kinder in Unterwürfigkeit halten

imageViele Familienprobleme betreffen die Kinder. Was kannst du tun, wenn das in deiner Familie der Fall ist? Reicht es, mit den Kindern einfach vernünftig zu reden? Es ist natürlich gut, Kindern zu sagen, was richtig und was falsch ist. Doch das genügt nicht. Christen sind verpflichtet, ‚Kinder in Unterwürfigkeit zu halten‘ (1. Timotheus 3:4). Gottes Mitteilungskanal gibt den weisen Rat: „Wer hat zu bestimmen, das Kind oder die Eltern? … Schläge können ganz gut wirken. … Ein paar feste Klapse mögen ihm zeigen, wer die Autorität hat“ (Erwachet!, 8. August 1979, Seite 28).

imageBei manchen Kindern und Jugendlichen mag das jedoch nicht genügen. Was ist dann zu tun? „In den Tagen des Volkes Israel … führte [man] den Unverbesserlichen hinaus und steinigte ihn zu Tode. Zufolge dieses Vorgehens gab es keine Jugendkriminalität. Ebenso heute“ (Der Wachtturm, 1. April 1960). Wir können dieses göttliche Gebot zwar nicht selbst umsetzen, denn „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch wenn wir die Angelegenheit Jehova im Gebet darlegen, werden vielleicht wie in Elisas Tagen „zwei Bärinnen aus dem Wald“ kommen und unsere ungehorsamen Kinder ‚in Stücke reißen‘ (2. Könige 2:24). Wenn es Jehova ‚gefällt, sie zu Tode zu bringen‘ wie die Söhne Elis, wird er vielleicht auch eine andere Möglichkeit finden (1. Samuel 2:25).

Passende Anrede

Wie sollte ein Ehemann seine Frau anreden? Sollte er ihren Namen gebrauchen und ihr dadurch Ehre erweisen? Nein; die in der Bibel erwähnten treuen Diener Gottes sprachen ihre Frauen nicht mit Namen an. Selbst, wenn sie mit anderen über ihre Frauen sprachen, erwähnten sie fast nie deren Namen – daher kennen wir heute nur „Lots Frau“ oder „die Frau Noahs“ (1. Mose 7:13; Lukas 17:32).

In dieser Hinsicht gab uns Jesus ein vollkommenes Beispiel. Er war zwar nicht verheiratet, doch wie aus der Bibel hervorgeht, sind Ehefrauen mit Müttern vergleichbar, und Jesus hatte eine Mutter (1. Mose 24:67). Als diese ihm gegenüber eine Bitte äußerte, entgegnete er: „Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?“ (Johannes 2:4, Luther 1912). Bei einer anderen Gelegenheit heilte Jesus eine Frau und sagte zu ihr einfach: „Frau, du bist von deiner Schwäche befreit“ (Lukas 13:12).

„Der japanische Ehemann stellt seine Frau … mit dem Wort Gusai vor, das ‚dumme oder törichte Frau‘ bedeutet“ (Der Wachtturm, 15. Mai 1989, Seite 14). Auch das ist passend, denn Gott hat die Frau mit einem anderen Gehirn erschaffen als den Mann (Erwachet!, 22. Juni 1982, Seite 29). Doch am besten sollte ein Mann seine Frau einfach mit „Frau“ oder „Weib“ anreden.

Wie sollte die Ehefrau ihrerseits ihren Mann ansprechen? Der Apostel Petrus schrieb nicht umsonst, dass „Sara Abraham zu gehorchen pflegte, indem sie ihn ‚Herr‘ nannte“ (1. Petrus 3:6). Die verständige Abigail nannte ihren künftigen Ehemann David ebenfalls „mein Herr“ und bezeichnete sich selbst als seine „Sklavin“ (1. Samuel 25:23-25). Es kann somit kein Zweifel daran bestehen, dass „Herr“ die richtige Anrede für einen Ehemann ist.

Was ist über die Kinder zu sagen? Gott gebot ihnen: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ (2. Mose 20:12). Dies sollte auch darin zum Ausdruck kommen, wie sie ihre Eltern anreden. Wie in einem Kloster, das eine familienähnliche Gemeinschaft darstellt, könnten sie ihre Mutter als „Ehrwürdige Mutter“, „Ehrwürdigste Mutter“ oder „Hochehrwürdige Mutter“ ansprechen (Wikipedia). Für den Vater wäre die Anrede „Ehrwürdiger Vater“ bestimmt passend (Orthpedia).

Darüber, wie Eltern ihre Kinder anreden sollten, gibt wiederum ein Gleichnis Jesu Aufschluss. Er erwähnte einen Mann, der zwei Söhne hatte. Der jüngere „reiste fort in ein fernes Land“, wo er „ein ausschweifendes Leben führte“ (Lukas 15:13). Er muss also schon erwachsen gewesen sein, und sein älterer Bruder war natürlich noch älter. Lange Zeit später, als der ältere Bruder zweifellos bereits ein reifer Mann gewesen sein muss, sagte sein Vater zu ihm: „Kind, du bist immer bei mir gewesen“ (Lukas 15:31). Eltern sollten ihre Kinder also nicht beim Namen nennen, sondern einfach mit „Kind“ anreden – egal, wie alt sie sind.

Besonders kann uns die biblische Hoffnung auf ewiges Leben in einem Paradies auf Erden helfen, das Familienleben glücklich zu gestalten. Wieso? Wenn unsere Angehörigen wirklich in Gottes neuem System leben möchten, werden sie sich sehr bemühen, Gottes Anforderungen zu entsprechen. Wir sollten sie daher regelmäßig darauf hinweisen, dass ‚Kinder ihren Eltern in allem gehorsam sein‘ und Frauen „sich den eigenen Männern unterwerfen“ müssen (Kolosser 3:20; Titus 2:5). Als Ergebnis wird Gott uns damit belohnen, dass wir für immer und ewig seine „Sklaven“ sein dürfen! (Offenbarung 22:3). Sind das nicht wunderbare Aussichten?

Hass – Ein Kennzeichen wahrer Christen

„Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß“ (Psalm 139:22)

Der Wachtturm lässt keinen Zweifel daran, dass Christen Abtrünnige hassen müssen. „Die Verpflichtung, Gesetzlosigkeit zu hassen, bezieht sich … auf sämtliche Aktivitäten Abtrünniger. Zu Abtrünnigen sollten wir so eingestellt sein wie David, der erklärte: … ‚Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß‘“ (Der Wachtturm, 15. Juli 1992, Seite 12). Doch „Jesus meinte damit sicher nicht, daß seine Nachfolger … [Abtrünnige] buchstäblich hassen sollten, da er den Menschen schließlich gebot, sogar ihre Feinde zu lieben“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 1995, Seite 8). „Jemanden oder etwas zu ‚hassen‘ bedeutet in der Bibel zuweilen, jemanden oder etwas weniger zu lieben“ (Der Wachtturm, 15. März 2008, Seite 32). „In Übereinstimmung mit diesem Verständnis heißt es in der Bibel, daß Jakob Lea ‚haßte‘ und Rahel liebte, womit gemeint ist, daß er Lea nicht so sehr liebte wie ihre Schwester Rahel“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 1995, Seite 8).

Es ist deshalb offensichtlich, dass Christen Abtrünnige einfach ‚weniger lieben‘ sollen. Liebe zu anderen Menschen weckt in Christen normalerweise „den dringenden Wunsch, ihnen von Gottes Königreich zu erzählen“ (Erwachet!, 22. August 1985, Seite 11). Indem sie Abtrünnigen nicht mehr ‚von Gottes Königreich erzählen‘, können sie somit zeigen, dass sie sie weniger lieben.

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Abtrünnige sind jedoch nicht das Einzige, was ein Christ hassen muss. Anbeter Gottes müssen alles „hassen, was Gott verurteilt, zum Beispiel Lügen, Habgier, Stehlen, Homosexualität und Hurerei“ (Der Weg zu wahrem Glück, Seite 95). imageHier lässt sich der gleiche Grundsatz anwenden – man muss die Lüge ‚weniger lieben‘ als die Wahrheit, Homosexualität ‚weniger lieben‘ als Heterosexualität und Hurerei ‚weniger lieben‘ als eheliche Treue, geradeso wie Jakob Rahel ‚haßte‘ und trotzdem sieben Kinder mit ihr zeugte (1. Mose 29:32-35; 30:16-21). Außerdem müssen Christen „ungerechten Gewinn hassen“, d. h. weniger lieben als gerechten Gewinn (2. Mose 18:21).

Jesus Christus sagte jedoch: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein“ (Lukas 14:26, Lutherbibel). Meinte er, dass man sich selbst und seine Angehörigen einfach ‚weniger lieben‘ muss, wenn man ein Christ werden will? Nein, denn „das Wort ‚Hass‘ hat in der Bibel mehrere Bedeutungsschattierungen. ‚Hass‘ kann … auch ein starkes Gefühl der Feindschaft bezeichnen, einen anhaltenden, oft mit Böswilligkeit verbundenen Groll. Um diese Art Hass geht es“ hier (Der Wachtturm, 15. August 2004, Seite 12). image„Ein solcher Haß kann zu einer leidenschaftlichen Gefühlsregung werden, die den gehaßten Gegenstand zu schädigen sucht“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 1064).

Christen müssen zu sich selbst und zu ihren Angehörigen somit „ein starkes Gefühl der Feindschaft“ entwickeln. Wie Paulus müssen sie sich selbst und ihre Familienmitglieder als ‚elende Menschen‘ betrachten und sie „im wahrsten Sinne hassen, was bedeutet: mit äusserstem und aktivem Abscheu etwas als widerlich, abstossend und schmutzig ansehen, es verabscheuen“ (Römer 7:24; Der Wachtturm; 1. Dezember 1952, Seite 362). Gottgefälliger Hass wird sie veranlassen, ohne Unterlass nach Gelegenheiten zu suchen, sich selbst und ihre Angehörigen „zu schädigen“.

Ist Telefonieren etwas für ältere Menschen?

Aus der Rubrik Fragen von Lesern – Nachdruck aus Erbrechet!, Mai 2009

Die Bibel spricht sich nicht direkt gegen das Telefonieren aus. Jesus hatte offensichtlich ein Telefon, denn er fragte Petrus: „Denkst du, ich könne nicht meinen Vater anrufen?“ (Mat. 26:53). Das Gleiche trifft auf David zu, der zu einem Freund sagte: „Am Tag meiner Bedrängnis will ich dich anrufen“ (Ps. 86:7). Doch viel mehr können wir aus der Bibel nicht über das Telefonieren erfahren.

Heute gibt es in der westlichen Welt mehr Telefone als Einwohner. Bist du auch der Meinung, dass Telefonieren eine natürliche, normale Betätigung, ist, weil es eine allgemein verbreitete Gewohnheit ist? Lügen und Stehlen sind heute ebenso üblich. Du würdest aber nicht behaupten, dass diese Dinge dadurch zu etwas Natürlichem und Normalem werden, nicht wahr? Was ist schließlich über die Behauptung zu sagen, Telefonieren sei harmlos? Und, wie schon die Erwachet!-Ausgabe vom 8. August 1993 fragte, „was für eine Einstellung ist somit für ältere Menschen am besten?“ Schließlich waren Jesus und David – die einzigen biblischen Personen, die telefonierten – noch jung.

„Ein alleinlebender älterer Mann in Britisch-Kolumbien sagte: ‚Das Telefon ist … für ältere Menschen etwas Wunderbares‘“, berichtet Erwachet! in der Ausgabe vom 8. August 1993. Doch hier handelt es sich um die Ansicht eines Weltmenschen, die sich nicht auf Gottes Wort stützt. Gott lässt uns durch seinen Mitteilungskanal vielmehr sagen: „Ältere Menschen freuen sich über Besuch“ (Erwachet!, 22. Juni 1995, S. 16). Ja, ein persönlicher Besuch ist viel besser als ein Telefongespräch. Wie schlimm wäre es, wenn ältere Menschen einen Besuch verpassen, weil sie mit Telefonieren beschäftigt sind!

Die Anschaffung eines Telefons kann gerade für ältere Menschen besondere Gefahren mit sich bringen. So gibt es alleine in Deutschland etwa 150 Telefonanbieter, deren Tarife sich mitunter alle paar Tage ändern. Und „ältere Menschen können sich auf plötzliche Veränderungen nicht so leicht einstellen“, wie Erwachet! in der Ausgabe vom 8. Juli 1995 feststellte. Daher scheint es vernünftig, zu schlussfolgern, dass ältere Menschen kein Telefon anschaffen sollten.

Doch es gibt noch einen weiteren Grund. Gemäß der Erwachet!-Ausgabe vom 22. September 1997 „werden ältere Menschen oft von den verschiedensten Sekten bedrängt“, die u. a. das „Himmelreich“ imageversprechen. Weiter heißt es dort: „Ältere Menschen sind die Geldquelle schlechthin für Sekten.“ Ältere Verkündiger tragen zu einem erheblichen Teil zur Finanzierung der Wachtturm-Organisation bei. Oft können sie nicht mehr so viel in den Predigtdienst gehen und wollen dafür durch großzügige Spenden einen Ausgleich schaffen. Durch ein Telefon könnten solche Personen nicht nur Geld ausgeben (das dann nicht mehr zum Spenden zur Verfügung steht), sondern auch Kontakte zu anderen Menschen, möglicherweise sogar zu ungläubigen Verwandten, knüpfen. Die Finanzierung des Predigtwerks wäre in Gefahr.

Aber „ältere Menschen sollten deshalb nicht verzweifeln“ (Erwachet!, 8. März 1980, S. 6). Auch ohne Telefon können sie wertvolle Glieder der Christen-versammlung sein, solange sie ihren Beitrag in Form von Predigtdienststunden oder Geldspenden leisten.

Welche Frauen sind für christliche Männer geeignet?

Nachdruck aus Erbrechet!, März 2010

„Ihre Lampe brennt bis tief in die Nacht hinein.“ (Sprüche 31:17, Neues Leben)

Die Mutter des Königs Lemuel war eine weise Frau. Sie wollte ihrem Sohn das Schicksal seines Vaters ersparen, daher erklärte sie ihm alles über Frauen. Gott hat dafür gesorgt, dass ihre Worte in der Bibel aufgezeichnet wurden, und bestimmt sind sie für alle jungen Männer von heute noch genauso nützlich wie damals.

Typische Frauen

imageZuerst wird beschrieben, wie die meisten verheirateten Frauen sich damals benahmen. Männer trugen zu dieser Zeit Kleidung aus Wolle und Leinen, und von einer guten Frau hätte man erwarten sollen, dass sie die Kleider ihres Mannes jederzeit griffbereit hat. Doch die Frau, die die Mutter Lemuels beschrieb, „hat Wolle und Leinen gesucht“ (Sprüche 31:13). Sie konnte also keine Ordnung in ihren Haushalt bringen. Immer, wenn ihr Mann ein bestimmtes Kleidungsstück (aus Wolle oder Leinen) brauchte, musste sie es erst suchen. Das kostete natürlich unnötig Zeit.

Zwar „hat [sie] für ihre Hausgemeinschaft keine Furcht vor dem Schnee“ (Sprüche 31:21). Das liegt aber nicht daran, dass sie sich so gut um die Kleidung ihrer Familie kümmern würde. Den wahren Grund finden wir vielmehr in einem Artikel der Berliner Zeitung vom 12. Februar 2005, wo es heißt: „Schnee ist ziemlich selten in Israel. Abgesehen vom Berg Hermon ganz im Norden kommt es kaum vor, dass Flocken fallen.“

imageWenn überhaupt, dann schneit es in Jerusalem, und auch das nur alle paar Jahre. In dem Zeitungsartikel steht aber auch, dass man in den tiefer gelegenen Regionen Israels „nur Sonne oder Regen kennt.“ Die meisten Frauen hatten also deswegen „keine Furcht vor dem Schnee“, weil es an ihrem Wohnort einfach keinen gab.

Lemuels Mutter führte weiter aus: „Sie hat sich gleich den Schiffen eines Kaufmanns erwiesen“ (Sprüche 31:14). Kaufleute leben davon, etwas billig einzukaufen und teuer wieder zu verkaufen. Besonders in der damaligen Zeit war es für Kaufleute wichtig, sowohl ihre Lieferanten als auch ihre Kunden übers Ohr zu hauen. Kaufleute erfanden haarsträubende Geschichten von pflegebedürftigen Großmüttern und kranken Kindern, um von ihren Kunden das letzte Geld auszupressen. Genau so benahmen sich auch die meisten verheirateten Frauen der damaligen Zeit. Wie Delila heulten sie ihren Männer die Ohren voll, um das zu bekommen, was sie wollten (Richter 14:16, 17).

imageHäusliche Pflichten

Eine fleißige Frau würde früh aufstehen, einige Lebensmittel in ihrem eigenen Garten anbauen und andere auf dem Markt in der Nähe kaufen. Aber über die damalige Durchschnittsfrau sagte die Mutter Lemuels: „Von fern bringt sie ihre Nahrung herbei“ (Sprüche 31:14). Sie steht erst spät auf, und dann tratscht sie den ganzen Tag mit ihren Nachbarinnen, bis ihr abends einfällt, dass es zu Hause nichts mehr zu essen gibt. Da die Geschäfte und Märkte in der Nähe schon geschlossen sind, muss sie weiter weg zu einem großen Markt gehen, um noch etwas zu bekommen.

In dem heißen Klima Israels hielten Lebensmittel natürlich nicht besonders lange. Brot konnte leicht verschimmeln oder verfaulen. Doch „das Brot der Faulheit ißt sie nicht“ selbst, sondern setzt es ihrer Familie vor (Sprüche 31:27).

Was macht sie mit ihrem eigenen Garten, wenn sie dort keine Lebensmittel anbaut? Wie die Mutter des Königs Lemuel verrät, „hat sie einen Weingarten gepflanzt“ (Sprüche 31:16). Sie war offensichtlich dem Alkohol zugeneigt, der ja ein Geschenk Gottes ist (Psalm 104:15). Wie gewisse Frauen, die der Apostel Paulus später zurechtweisen musste, war sie „vielem Wein versklavt“ (Titus 2:3).

Doch die israelitische Durchschnittsfrau hatte noch eine Eigenheit, durch die sie ihrer Familie das Leben schwer machte. Lemuels Mutter sagte: „Sie … überwacht alles, was in ihrem Haus vor sich geht“ image(Sprüche 31:27, Hoffnung für Alle). Sie kommandierte ihre Familienmitglieder herum und sorgte dafür, dass alles nach ihrer Vorstellung ablief. Sie gehörte zu den Frauen, „die sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen und Dinge reden, die sich nicht gehören“, wie Paulus später schrieb (1. Timotheus 5:13).

Das Werk Einsichten über die Heilige Schrift fasst die Situation in der damaligen Zeit wie folgt zusammen: „Israelitische Frauen spannen“ (Band 2, Seite 195). Kein Wunder, dass der weise Salomo schrieb: „Besser ist es, auf einer Dachecke zu wohnen als mit einer … Ehefrau. … Besser ist es, im Land einer Wildnis zu wohnen als mit einer … Ehefrau“ (Sprüche 21:9, 19).

Die Alternative

Lemuels Mutter sagte zusammenfassend: „Eine tüchtige Ehefrau, wer kann sie finden?“ (Sprüche 31:10). Sie wusste, dass ihr Sohn unmöglich eine passable Ehefrau finden könnte. Aber was sollte er dann tun? Riet sie ihm, „keine Frau zu berühren“, wie Paulus es später tat? (1. Korinther 7:1). Nein, sie zeigte ihm eine andere Möglichkeit auf.

Über die Art Frau, mit der man Umgang pflegen sollte, sagte sie: „Sie achtet darauf, guten Gewinn zu erzielen; ihre [rote] Lampe brennt bis tief in die Nacht hinein“ (Sprüche 31:17, Neues Leben). Auch „Decken hat sie sich gemacht“, genauso wie die Prostituierte, die Salomo in Sprüche 7:16 beschrieb (Sprüche 31:22).

Lemuels Mutter sagte weiter: „Sie hat auch Unterkleider gemacht und hat sie dann verkauft“ (Sprüche 31:24). Früher, als sie noch auf dem Markt gearbeitet hatte, trug sie Unterwäsche. Aber in ihrem neuen Beruf braucht sie keine mehr, daher hat sie alles verkauft. Jetzt sind – zumindest bei der Arbeit – „Stärke und Pracht … ihre [gesamte] Kleidung“ (Sprüche 31:25).

imageEine solche Frau „gibt den Bedürftigen, was sie brauchen“ (Sprüche 31:20, Hoffnung für Alle). Daher läuft ihr Geschäft gut, „und es mangelt nicht an Gewinn“ (Sprüche 31:11). So eine Frau ist Gott wohlgefällig – „wurde nicht ebenso auch Rahab, die Hure, durch Werke gerechtgesprochen?“ (Jakobus 2:25).

Die Mutter Lemuels sagte über eine solche Prostituierte: „Für das, was sie leistet, soll die ganze Stadt sie ehren“ (Sprüche 31:31, Gute Nachricht). Christliche Männer tun gut daran, das Beispiel Lemuels und anderer treuer Männer wie Juda und Simson nachzuahmen (1. Mose 38:15, 16; Richter 16:1).

Der faule Heinz – Verkündiger des Königreiches Gottes

Nachdruck aus Erbrechet!, Oktober 2009

„‚Ich weiß was ich thue,‘ rief er aus, ‚ich heirathe die dicke Trine.‘“ (Heinz 1:4)

Die Prophezeiung der Gebrüder Grimm war seit jeher eine Inspiration für wahre Anbeter Gottes. Sie stärkt unser Vertrauen in die Fähigkeit des Schöpfers, die Zukunft vorherzusagen. Dies trifft auch auf die Prophezeiung vom faulen Heinz zu, die nun Gegenstand unserer Betrachtung sein wird.

imageDer Prophet kommt ohne große Umschweife gleich zur Sache, wenn er seine Prophezeiung mit den Worten einleitet: Heinz war faul, und obgleich er weiter nichts zu thun hatte, als seine Ziege täglich auf die Weide zu treiben, so seufzte er dennoch, wenn er nach vollbrachtem Tagewerk Abends nach Hause kam. ‚Es ist in Wahrheit eine schwere Last,‘ sagte er, ‚und ein mühseliges Geschäft, so eine Ziege Jahr aus Jahr ein … ins Feld zu treiben‘“ (Heinz 1:1).[1]

Die Brüder Grimm beziehen sich hier zweifellos auf die gesalbte Fauler-Heinz-Klasse, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts das Predigtwerk alleine durchführen musste. Selbstverständlich hatten damals (wie heute) die Männer die eigentliche Verantwortung, und es war ihre Aufgabe, die weiblichen Gesalbten – die Ziegen-Klasse – „ins Feld zu treiben“, d. h. in den Feld- oder Predigtdienst mitzunehmen.

imageDie Faule-Heinz-Klasse betrachtete das als „eine schwere Last“ und beschwerte sich: „Wenn man sich noch dabei hinlegen und schlafen könnte! aber nein, da muß man die Augen auf haben, damit sie die jungen Bäume nicht beschädigt, durch die Hecke in einen Garten dringt oder gar davon läuft. Wie soll da einer zur Ruhe kommen, und seines Lebens froh werden!“ (Heinz 1:2).

Es gefiel ihnen nicht, mit den Schwestern zusammen in den Predigtdienst zu gehen. Sie hatten ständig Angst, die Frauen könnten den Glauben der Interessierten – der „jungen Bäume“ – ‚beschädigen‘, indem sie etwas Unpassendes sagen. Sie fürchteten auch, die Schwestern könnten den Gegenargumenten der Wohnungsinhaber glauben und so von der Wachtturm-Organisation ‚davonlaufen‘.

Ein geschickter Plan

Wie die Prophezeiung weiter ausführt, setzte der faule Heinz „sich, sammelte seine Gedanken und überlegte wie er seine Schultern von dieser Bürde frei machen könnte“, doch „lange war alles Nachsinnen vergeblich“ (Heinz 1:3, 4). Es dauerte tatsächlich mehrere Jahrzehnte, bis die gesalbten Christen eine Lösung fanden. Doch „plötzlich fiels ihm wie Schuppen von den Augen. ‚Ich weiß was ich thue,‘ rief er aus, ‚ich heirathe die dicke Trine, die hat auch eine Ziege, und kann meine mit austreiben, so brauche ich mich nicht länger zu quälen.‘“ (Heinz 1:4, 5).

imageDer Wachtturm vom 1. Juli 1995 beschreibt die Erfüllung dieser Prophezeiung mit den Worten: „1932 ermunterten gesalbte Christen die anderen Schafe, sich von nun an am Predigtwerk zu beteiligen“ (Seite 15). Die Dicke-Trine-Klasse ist in der Tat identisch mit der „großen Volksmenge“, in der eine „Zunahme geistig wohlgenährter Christen“ zu beobachten ist (vergleiche Der Wachtturm, 15. Oktober 1985, Seite 18). Die „arbeitsame und tugendreiche … dicke Trine [ward] Heinzens Frau und trieb die beiden Ziegen aus“ (Heinz 1:6, 7). Männer aus der großen Volksmenge, die sogenannten Jonadabe, nahmen sowohl gesalbte als auch nichtgesalbte „Ziegen“ oder Schwestern mit in den Predigtdienst.

Das war ein geschickter Schachzug der Fauler-Heinz-Klasse, denn genauso wie die dicke Trine sind die Glieder der großen Volksmenge „arbeitsam, ehrlich und gehorsam“ (Der Wachtturm, 15. September 1981, Seite 10). „Als ‚Fronarbeiter‘ setzen die anderen Schafe bereitwillig sich selbst und ihre Mittel zur Unterstützung des weltumspannenden Predigtwerkes ein, das Christus seinen gesalbten Nachfolgern aufgetragen hat“ (Der Wachtturm, 15. Januar 2008, Seite 26). Ja, so wie die dicke Trine die Ziege des faulen Heinz mit austrieb, so führt auch die Dicke-Trine-Klasse das Predigtwerk durch, das Jesus eigentlich der gesalbten Fauler-Heinz-Klasse aufgetragen hat.

imageNun konnten die Gesalbten es sich in ihren Bethelheimen bequem machen: „Heinz hatte gute Tage und brauchte sich von keiner andern Arbeit zu erholen, als von seiner eigenen Faulheit. Nur dann und wann gieng er mit hinaus“ (Heinz 2:1). Die Glieder der Fauler-Heinz-Klasse verwiesen immer öfter auf ihre anstrengende Arbeit „in Verbindung mit dem Austeilen der geistigen ‚Speise zur rechten Zeit‘“ und gingen nur noch „dann und wann … mit hinaus“ in den Predigtdienst (Der Wachtturm, 1. August 1972, Seite 465).

Faulheit greift um sich

„Aber die dicke Trine war nicht minder faul“ und schlug vor, einen Bienenstock anzuschaffen: „Den Bienenstock stellen wir an einen sonnigen Platz hinter das Haus. … Die Bienen … sammeln Honig ohne daß es uns die geringste Mühe macht“ (Heinz 2:2-4). Ja, auch die „anderen Schafe“ ließen sich einiges einfallen, um sich das Leben leichter zu machen. Schon „gegen Ende des Jahres 1933“ – ein Jahr, nachdem die Fauler-Heinz-Klasse sie ermuntert hatte, sich am Predigtdienst zu beteiligen – „wurde eine neue Predigtmethode eingeführt. Jeder Zeuge stellte sich vor und überreichte dem Wohnungsinhaber eine Zeugniskarte mit einer kurzen Botschaft zum Lesen“ (Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes, Seite 564).

imageNoch ein Jahr später wurde ein weiteres bienenähnliches Hilfsmittel eingeführt. „Einige Zeugen begannen 1934 damit, tragbare Grammophone mitzunehmen, wenn sie in den Dienst gingen. … Im Jahre 1937 begann man, das tragbare Grammophon an den Türen zu gebrauchen. Die Verfahrensweise war einfach: Nachdem der Zeuge erklärt hatte, daß er eine wichtige biblische Botschaft zu überbringen habe, setzte er die Nadel auf die Platte, und die Predigt lief ab. … Um das Jahr 1940 waren 40 000 Grammophone im Gebrauch. … Über 90 Vorträge wurden aufgenommen; mehr als eine Million Platten waren im Umlauf“ (Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes, Seite 565).

So wie Bienen in großer Zahl ausströmen und Honig sammeln, ohne dass ihr Besitzer etwas tun muss, so gebrauchte die Dicke-Trine-Klasse Millionen von Schallplatten. Sie stellten einfach das Grammophon „an einen sonnigen Platz hinter das Haus“ und ließen ihre Propagandavorträge auf die Menschen wirken. Dabei wurden so viele honiggleiche imageneue Verkündiger eingesammelt, „daß Heinz im Herbst einen ganzen Krug voll heraus nehmen konnte“ (Heinz 2:6).

Jehovas Zeugen führen ihre Statistik nicht nach Kalenderjahren, sondern nach „Dienstjahren“, die jeweils von September bis August dauern. Daher konnten sie jeweils Anfang September – „im Herbst“ – über eine neue Verkündigerhöchstzahl berichten. Es gab sozusagen jedes Jahr „einen ganzen Krug voll“ neuer Verkündiger, von denen viele auf den Kongressen im Sommer getauft worden waren.

Neue Gefahren

Mit der Verkündigerzahl stieg auch die Angst davor, einige der Anhänger wieder zu verlieren. Schließlich waren einige Prophezeiungen nicht eingetroffen, etwa, dass Harmagedon in den 1940er Jahren kommen oder dass der Zweite Weltkrieg in dieses münden würde. Einige Verkündiger hätten auf die Idee kommen können, der Präsident der Wachtturm-Gesellschaft wäre gar nicht Gottes Mitteilungskanal, und davon sogar anderen erzählen.

Daher ergriffen die Führer der Wachtturm-Organisation geeignete Gegenmaßnahmen. „Sie stellten den Krug auf ein Brett. … Weil sie fürchteten er könnte ihnen gestohlen werden oder die Mäuse könnten darüber gerathen, so holte Trine einen starken Haselstock herbei und legte ihn neben ihr Bett, damit sie ihn, ohne unnöthigerweise aufzustehen, mit der Hand erreichen und die ungebetenen Gäste von dem Bette aus verjagen könnte“ (Heinz 2:7-9).

Diese Prophezeiung erfüllte sich im Jahr 1952, als die Wachtturm-Organisation den Gemeinschaftsentzug einführte, damit mausgleiche Abtrünnige keinen Kontakt mehr mit den honigähnlichen Verkündigern haben konnten. Gleich einem „starken Haselstock“ ist der Gemeinschaftsentzug seitdem das geeignete Mittel, um unerwünschte Personen aus der Versammlung zu „verjagen“.

Neueste Entwicklungen

Mit den Jahrzehnten wurden die Glieder der gesalbten Fauler-Heinz-Klasse immer älter und daher noch fauler. Die Prophezeiung erklärt: „Der faule Heinz verließ das Bett nicht gerne vor Mittag: ‚wer früh aufsteht,‘ sprach er, ‚sein Gut verzehrt.‘ Eines Morgens als er so am hellen Tage noch in den Federn lag und von dem langen Schlaf ausruhte, sprach er zu seiner Frau ‚die Weiber lieben die Süßigkeit, und du naschest von dem Honig‘“ (Heinz 3:1, 2).

Die Gesalbten hatten sich Jahrzehnte in einem „langen [geistigen] Schlaf“ befunden. Bisher mussten sie sich sowohl um das Austeilen der „geistigen Speise“ kümmern als auch um die Verwaltung ihrer Besitztümer. Doch nun sprach die die gesalbte Fauler-Heinz-Klasse zur Dicke-Trine-Klasse: „Du naschest von dem Honig.“ Sie luden also Glieder der „großen Volksmenge“ ein, auch einen Anteil am Ausnutzen der einfachen Verkündiger zu haben. Einigen Gliedern der Dicke-Trine-Klasse wie Don Adams kam das ganz recht, und so erklärten sie sich im Jahr 2000 einverstanden, die Führung der Wachtturm-Gesellschaft und der anderen Rechtskörperschaften zu übernehmen (siehe Der Wachtturm, 15. Januar 2001, Seite 28).

imageMit dem Hinweis darauf, dass sie schon jahrzehntelang dienten, fragten sie: „Soll ich mich etwa mit den jungen Gänsen plagen und meine Kräfte dabei unnöthigerweise zusetzen?“ (Heinz 3:3). Die ‚jungen Gänse‘ sind junge Verkündiger, die meistens nicht im Predigtdienst gefunden wurde, sondern Kinder von Zeugen Jehovas sind. Tatsächlich sind junge Verkündiger heute meistens gut informiert und lassen sich nicht mehr so viel bieten wie ihre Eltern und Großeltern.

Informationsgesellschaft

Sowohl der Leitenden Körperschaft, die weiterhin aus Gliedern der Fauler-Heinz-Klasse besteht, als auch den Gliedern der Dicke-Trine-Klasse, die die Vorstandsmitglieder der Wachtturm-Gesellschaft stellen, bereitet das Voranschreiten des Informationszeitalters große Sorgen: „Heutzutage gehorchen die Kinder nicht mehr: sie thun nach ihrem eigenen Willen, weil sie sich klüger dünken als die Eltern“ (Heinz 3:4). Immer mehr Zeugen Jehovas lassen sich nicht mehr alles bieten, was vom ‚treuen und verständigen Sklaven‘ kommt, und glauben nicht mehr alles. Gerade junge Leute forschen oft im Internet nach und glauben dann, sie wären „klüger … als die Eltern“, die sich weiterhin von der Wachtturm-Organisation versklaven lassen.

In der Prophezeiung wird dann noch jemand erwähnt, „der die Kuh suchen sollte, und drei Amseln nachjagte“ (Heinz 3:5). imageDer Auftrag, den die Fauler-Heinz-Klasse allen Verkündigern aufgetragen hat, lautet, „noch mehr ‚Schafe‘ zu suchen“ (Der Wachtturm, 1. September 1981, Seite 31). Und bekanntlich „gilt das Schaf häufig als Inbegriff der … Dummheit“, wie die Encyclopaedia Wikipedia feststellt. Dass der Knecht aus der Prophezeiung „die Kuh suchen sollte“, bedeutet also, dass er Menschen zur Organisation führen sollte, die einer ‚dummen Kuh‘ gleichen. Stattdessen brachte er Personen zur Versammlung, die „Amseln“ glichen und nach kurzer Zeit sozusagen davon flogen.

Die Führung der Wachtturm-Gesellschaft weiß sich nicht mehr anders zu helfen, als eine noch härtere Gangart gegenüber zweifelnden Verkündigern einzunehmen: „Dem soll es schlecht bekommen, wenn er nicht thut was ich sage. Einen Stock will ich nehmen und mit ungezählten Schlägen ihm die Haut gerben“ (Heinz 3:6). Verkündiger, die irgendwie am ‚treuen und verständigen Sklaven‘ zweifeln, werden einfach ausgeschlossen, „und der schöne Honig floß auf den Boden“ (Heinz 3:7).

Obwohl immer mehr Menschen ihre Organisation verlassen, sagen die Glieder der Fauler-Heinz-Klasse und auch die führenden Glieder imageder Dicke-Trine-Klasse: „Wir haben alle Ursache mit unserm Schicksal zufrieden zu sein.“ (Heinz 3:8). Tatsächlich lassen sie es sich in ihren Bethelheimen gutgehen. Für jeden maus- oder amselgleichen Verkündiger, der ihre Organisation verlässt, kommt mindestens ein schaf- oder kuhgleicher neuer Prediger hinzu. Während sie ihren Anhängern immer wieder einreden, Harmagedon stehe unmittelbar vor der Tür, sagen sie bei sich: „Der Tag ist doch noch lang genug. … Eilen thut nicht gut“ (Heinz 3:9, 11).

Sind wir nicht begeistert, wie genau die Prophezeiung der Gebrüder Grimm Einzelheiten von Entwicklungen offenbarte, die erst Jahrhunderte später ihren Lauf nahmen?


[1] Soweit nicht anders vermerkt, sind die Zitate in diesem Artikel aus Kinder- und Hausmärchen Band 2, Große Ausgabe, 7. Auflage 1857 entnommen.

Christliche Ehescheidungen, die Jehova preisen

Nachdruck aus Erbrechet!, Juli 2008

„Gott führte eine Scheidung … herbei“ (1. Mose 1:4)

Die Verherrlichung Jehovas ist für alle, die ihn „mit Geist und Wahrheit“ anbeten wollen, von größter Bedeutung (Johannes 4:23, 24). Der Apostel Paulus schrieb daher an seine Glaubensbrüder im alten Korinth: „Ob ihr eßt oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes“ (1. Korinther 10:31). Bestimmt sollte auch ein christliches Ehepaar, das sich scheiden lassen will, sich bei den Scheidungsvorbereitungen von diesem Gedanken leiten lassen.

Der Stifter der Ehescheidung

Interessanterweise wird die Scheidung in der Bibel schon vor der Eheschließung erwähnt (1. Mose 1:4; 2:23). Das zeigt, wie wichtig diese Vorkehrung für den Schöpfer ist. Wir lesen: „Gott führte eine Scheidung zwischen dem Licht und der Finsternis herbei“ (1. Mose 1:4). Einige Verse später wird wiederum vorhergesagt, Gott werde eines Tages „zwischen dem Licht und der Finsternis eine Scheidung herbeiführen“ (1. Mose 1:18). Einige Bibelkommentatoren wenden diese Verse auf die Erschaffung von Tag und Nacht an, doch diese Erklärung ist nicht in Harmonie mit anderen Teilen der Bibel.

imageDer Apostel Paulus schrieb: „Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. … Welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? … Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?“ (2. Korinther 6:14, 15). Die Bibel zeigt deutlich, dass Gläubige mit Ungläubigen keine Ehebündnisse eingehen dürfen. Wenn jedoch zwei Ungläubige heiraten und später einer von ihnen gläubig wird, also zum „Licht“ übergeht, dann würde Jehova eine „Scheidung zwischen dem Licht und der Finsternis“, d. h. zwischen dem gläubigen und dem ungläubigen Partner, herbeiführen.

Verschiedene Gefäße

Gleich im ersten Kapitel der Bibel finden wir noch einen weiteren Hinweis darauf, dass Ehescheidungen eine Vorkehrung Jehovas sind. Er gebot: „Es trete eine Scheidung ein zwischen den Wassern und den Wassern“
(1. Mose 1:6). In der Bibel werden Gefäße (mit Wasser) oft als Sinnbild für Menschen gebraucht, so wird bspw. Paulus als „ein auserwähltes Gefäß“ bezeichnet oder Frauen als ‚schwächeres Gefäß’ (Apostelgeschichte 9:15; 1. Petrus 3:7). Die „Scheidung … zwischen den Wassern und den Wassern“ bezieht sich also auf die Ehescheidung eines Gläubigen, der „ein Gefäß für einen ehrenhaften Zweck“ geworden ist, von seinem ungläubigen Partner, der weiterhin ein Gefäß „zu einem unehrenhaften Zweck“ bleibt (2. Timotheus 2:20, 21). image

Eine Scheidung ist aber nicht nur dann angebracht, wenn einer der beiden Partner ungläubig ist. Gottes Sohn machte deutlich, dass auch gläubige Ehepaare nicht für immer zusammenbleiben sollten. Er sagte über sich selbst: „Er wird die Menschen voneinander trennen“ (Matthäus 25:32). Bei einer anderen Gelegenheit erklärte er: „Ich bin gekommen, um zu entzweien“ (Matthäus 10:35). Er machte auch deutlich, dass niemand „ein Sklave zweier Herren sein“ kann (Matthäus 6:24). Da verheiratete Frauen unter dem „Gesetz ihres Mannes“ stehen und diesen als ‚Herrn’ betrachten müssen, ist eine Scheidung die einzige Möglichkeit, statt dessen das „Gesetz des Christus“ und Jesus als Herrn anzunehmen (Römer 7:2; 1. Petrus 3:6; Galater 6:2).

Der Prophet Esra lenkte die Aufmerksamkeit ebenfalls auf Jehovas Vorkehrung der Ehescheidung. Wie reagierte er, als er bemerkte, dass viele Israeliten verheiratet waren? Er berichtet selbst: „Ich begann, mir Haare vom Kopf und aus dem Bart zu raufen, und ich blieb betäubt sitzen“ (Esra 9:3). Nachdem er den Fürsten den Standpunkt Jehovas deutlich gemacht hatte, erklärten diese: „Wir haben gegenüber unserem Gott treulos gehandelt. … Laß uns einen Bund mit unserem Gott schließen, daß wir alle Frauen … fortschicken gemäß dem Rat Jehovas“ (Esra 10:2, 3).

Falsche Lehren

imageDurch falsche Lehren von Religionsorganisationen, die nicht Gottes Geist haben, wurde diese liebevolle Vorkehrung Jehovas lange Zeit nicht richtig verstanden. Viele Namenschristen führen oft die Worte des Propheten Maleachi an: „’Er hat Ehescheidung gehaßt’, hat Jehova, der Gott Israels, gesprochen“ (Maleachi 2:16). Doch es wäre ein Widerspruch, wenn Gott eine Vorkehrung wirklich ‚hassen’ würde, die er selbst ins Leben gerufen hat.

Vielmehr trifft auf diese Aussage das zu, was in dem Werk Einsichten über die Heilige Schrift gesagt wird: „Die Bibel gebraucht das Wort ‚hassen’ auch im Sinne von weniger lieben“ (Band 1, Seite 1064). Jesus sagte, man müsse „seine eigene Seele“ hassen; er meinte damit, dass man ihn mehr lieben muss als sich selbst (Lukas 14:26). Und Jakob hat Lea „gehaßt“, d. h. er liebte sie weniger als Rahel (1. Mose 29:31). In gleicher Weise ist Ehescheidung in Jehovas Augen nur die zweitbeste Möglichkeit. Dass er „Ehescheidung gehaßt" hat bedeutet, dass es ihm lieber wäre, die Menschen würden erst gar nicht heiraten. Daher fordert er seine Diener auf: „Fortan seien die, die Ehefrauen haben, so, als ob sie keine hätten“ (1. Korinther 7:29). Am besten kann man dieser Aufforderung natürlich durch eine Scheidung nachkommen.

Worauf kommt es an?

Da „Geld zum Schutz dient“, sollte man diesem Thema besondere Aufmerksamkeit widmen (Prediger 7:12). Nachdem ‚der Segen Jehovas reich macht’, könnte – bei einer Scheidung eines gläubigen und eines ungläubigen Partners – der Ungläubige übertriebene Forderungen stellen (Sprüche 10:22). Wenn das auf uns zutrifft, könnte man über das Beispiel der armen Witwe aus Matthäus 12:42 sprechen. Wenn schon „zwei kleine Münzen von ganz geringem Wert“ ausreichten, um das Herz Jehovas zu erfreuen, sollte man bei einer Scheidung auch mit weniger zufrieden sein. Fordert unser Partner mehr Geld von uns, könnten wir ihm die Worte des Apostels Paulus vorlesen: „Die Geldliebe ist eine Wurzel von schädlichen Dingen aller Arten, und indem einige dieser Liebe nachstrebten, … haben [sie] sich selbst mit vielen Schmerzen überall durchbohrt“ (1. Timotheus 6:10).

Wenn bei der Eheschließung ein Brautpreis gezahlt wurde, sollte bei der Scheidung ein Teilbetrag zurückgezahlt werden. Die Grundsätze aus dem Artikel „Einen angemessenen Brautpreis aushandeln“ im Wachtturm vom 15. September 1998 gelten auch bei der Festlegung der Rückzahlung. Selbstverständlich spielen auch das Alter und das derzeitige Aussehen der ehemaligen Braut eine Rolle.

imageZweifellos wäre es angebracht, dieses besondere Ereignis mit einer Feier zu begehen. Alle, auch der (dann Ex-)Partner, sollten über den genauen Zeitpunkt und den genauen Ort der Feier unterrichtet werden. Die richtige Art Speisen sowie ausreichend Wein sollten beschafft und bereitgestellt werden. Es könnte passend sein, gemeinsam das Königreichslied Nr. 62 („Wem gehören wir?“) zu singen.

Christliches Benehmen

Bestimmt sollten Christen bei dieser Gelegenheit dem Beispiel Jesu folgen, der selbst Wein trank und gebot: „Tut dies immer wieder“ (1. Korinther 11:25; siehe auch 1. Timotheus 5:23). Der Morgen nach der Feier wäre eine gute Gelegenheit, den Schöpfer nachzuahmen und „vom Schlaf zu erwachen, wie ein Mächtiger, der sich vom Wein ernüchtert“ (Psalm 78:65).

Was sollte man nach der Scheidung tun? Im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1997 wurde gesagt, „jetzt sei nicht die Zeit, bittere Tränen zu vergießen, sondern aufzubauen und die neugewonnene Freiheit weise zu nutzen. Beispielsweise könne man Pionier werden“ (Seite 115). Und im Erwachet! vom 22. Mai 1995 wurde erklärt: „Tabakfirmen … möchten Frauen helfen, ihre neugewonnene Freiheit und ihren Wohlstand zu genießen“ (Seite 3). Warum also nicht mit dem Pionierdienst oder dem Rauchen anfangen?

Wenn wir unseren Ehepartner lieben, wird es uns möglicherweise schwerfallen, dem Gebot Jehovas in Bezug auf Ehescheidung nachzukommen. Doch wir können sicher sein, dass es das Beste für uns ist, ihm zu gehorchen.