Archiv der Kategorie: Charles Taze Russell

Wann kommt Harmagedon?

Revidierter Nachdruck aus Erbrechet!, Oktober 2010

„Satan [glaubte], daß das tausendjährige Königreich im Jahre 1915 aufgerichtet werden sollte.“
(Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 164)

In Zion’s Watch Tower vom 1. März 1907 wurde auf Seite 97 das Datum für Harmagedon wie folgt berechnet: Gemäß 1. Mose 15:9 opferte Abraham „eine dreijährige Färse und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eineimage junge Taube“. Man ging davon aus, dass ein Vogel bis zum Alter von einem Jahr als „jung“ betrachtet wird, und dass die beiden Tauben deshalb ein Jahr alt waren. Somit hätte das Gesamtalter der Tiere elf Jahre (3 + 3 + 3 + 1 + 1) betragen.

Wenn man 360 Tage für ein Jahr rechnet, ergeben elf Jahre 3960 Tage. Nach der Regel „ein Tag für ein Jahr“ kommt man so auf 3960 Jahre, die von der Schließung des abrahamischen Bundes im Jahre 2045 v. u. Z. bis zum Jahr 1915 u. Z. dauern sollten. Die Laien-Heim Missionsbewegung erkannte später einen Rechenfehler und korrigierte das Datum auf den 17. April 1916, 18 Uhr (Die gegenwärtige Wahrheit und Herold der Epiphania Christi, Sommer 2003, Seiten 37, 38).

Nach Russells Tod im Jahr 1916 wurde Joseph F. Rutherford der neue Präsident der Wachtturm-Gesellschaft, und er wollte natürlich nicht, dass gleich nach seinem Herrschaftsantritt Harmagedon kommt oder daß die Patriarchen der alten Zeit auferstehen und ihm seine Herrschaft streitig machen. Daher stellte er fest, „daß Abrahams Vision, wann er das Königreich empfangen sollte, erst zehn Jahre nach dem Abschluß des Bundes gewährt wurde, das heißt, im Jahre 2035 vor Chr.“ und fügte hinzu: „Das Gesamtalter der zum Opfer dargebrachten Tiere betrug elf Jahre, die, wenn prophetisch nach der Rechnung von einem Jahre für einen Tag berechnet, 3960 Jahre ausmachen würden, und dies ist die Zeitlänge von der Zeit der Visionen bis zum Jahre 1925 n. Chr.“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 165).

Er verschob also den Beginn der 3960 Jahre um 10 Jahre nach hinten und gewann so Zeit bis zum Jahr 1925. Erst in diesem Jahr würden Abraham, Isaak und Jakob auferstehen und von Palästina und Beth-Sarim aus die Herrschaft über die ganze Erde übernehmen (siehe Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben, Seiten 79, 80; Die neue Welt, Seite 104). Glücklicherweise erfüllte sich die Prophezeiung nicht, und so konnte Joseph F. Rutherford bis zu seinem Tod selbst in Beth-Sarim residieren.

John Edgar, ein alter Freund von Charles Taze Russell, wollte sich mit Rutherfords Erklärung nicht zufrieden geben und fand eine andere Lösung: „Das Alter der beiden Tauben je ein Jahr rechnend, ergeben die fünf Tiere zusammen elf Jahre. Diese elf Jahre als prophetische betrachtend, bekommen wir eine Periode von 3960 Jahren (11 mal 360). Diese Zeitperiode beginnt mit dem Jahr 2026 v. Chr., da der Bund das erste Mal mit Abraham gemacht wurde, und endet mit dem völligen Schluss der Zeiten der Nationen“ (Abrahams Lebensgeschichte, 3. Ausgabe 1922, Seite 19). Statt zu behaupten, die 3960 Jahre hätten erst zehn Jahre nach der Einsetzung des abrahamischen Bundes begonnen, verlegte er diese Einsetzung einfach 19 Jahre nach vorne. Somit kam er, da er im Gegensatz zu Rutherford auch das nicht existierende Jahr 0 berücksichtigt hatte, auf das Jahr 1935.

Das Ende der „Zeiten der Nationen“, die Auferstehung Abrahams und somit der Beginn von Harmagedon wurden also für 1915, 1925 und 1935 vorhergesagt, doch in diesen Jahren ist nichts Besonderes passiert. Heißt das, dass die Grundlage für die Berechnung falsch ist? Haben Charles Taze Russell, Clayton J. Woodworth, Joseph F. Rutherford, John Edgar, Fred Franz und andere treue Männer eine Berechnung angestellt, die so gar nicht vorgesehen war? Nein, es ist absolut unvorstellbar, dass solche geisterfüllten Männer einem Fantasiegebilde hinterhergelaufen wären.

In Wirklichkeit waren die Berechnungen korrekt, doch aufgrund fehlender archäologischer Erkenntnisse konnte man damals die Lebenszeit Abrahams noch nicht richtig berechnen. Heute wissen wir, dass der abrahamische Bund weder 2045, noch 2035, noch 2026 eingesetzt wurde, sondern erst „am 14. Nisan 1943 v. u. Z. … trat offenbar der abrahamische Bund in Kraft“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 446). Demgemäß wird Harmagedon am 29. März 2018 kommen.

Sieben Jahre

imageWir müssen aber nicht acht Jahre warten, um die Erfüllung biblischer Verheißungen zu erleben. Wie in Band 2 der Schriftstudien angedeutet wird, las damals auch der Teufel den Wachtturm, und deshalb „glaubte Satan, daß das tausendjährige Königreich im Jahre 1915 aufgerichtet werden sollte; und ohne Zweifel wußte er auch, daß sieben Jahre vor der Zeit der Einsetzung dieses Königreiches die Fesseln, welche die bösen Geister so lange in Schranken gehalten hatten, gelöst werden sollten“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 164). Außerdem glaubten er und die Bibelforscher, „daß die Stunde der Wehen des Namen-Zions für das Passah im Jahre 1918 festgesetzt ist“, nämlich „sieben Jahre vor 1925“. Zu dieser Zeit sollten viele Namenschristen „der Vernichtung vonseiten der erbosten Volksmassen zum Opfer fallen, die später von demselben Schicksal ereilt werden“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 165).

Sieben Jahre vor dem Ende der „Zeiten der Nationen“ würden also die Dämonen freigelassen werden und für Verwirrung unter den Bibelforschern sorgen. Außerdem würde Gott zu dieser Zeit anfangen, „die Kirchen zu zerstören und die Kirchenmitglieder nach Millionen zu vernichten“; die Überlebenden würden danach „die Schriften Pastor Russells in die Hände bekommen“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1918, Seite 642).

Da die „Zeiten der Nationen“ erst 2018 vorbei sein werden, begannen diese Ereignisse am 14. Nisan oder 17. April 2011 (nach Sonnenuntergang). An diesem Abend feierten Jehovas Zeugen das Gedächtnismahl, und bestimmt stöberten einige der Anwesenden in der Versammlungsbibliothek, wo sie ‚die Schriften Pastor Russells in die Hände bekamen‘ und daraufhin beschlossen, die Gemeinschaft zu verlassen.

Nach dem 17. April 2011 fing Gott schließlich an, die Kirchen und ihre Mitglieder zu vernichten. Er bedient sich dabei der Atheisten, die sich schon seit einigen Jahren um Richard Dawkins, Michael Schmitt-Salomon und andere antireligiöse Vordenker versammeln.

imageWas ist, wenn das Jahr 2018 verstreicht, ohne dass Harmagedon kommt? Das ist zwar nicht möglich, weil dieses Jahr eindeutig in der Schrift gekennzeichnet ist (vergleiche Der Wachtturm, Januar 1923, Seite 15). Doch falls es trotzdem so käme, wären die Berechnungen dennoch nicht falsch. In diesem Fall hätten Russell und seine Nachfolger lediglich eine Kleinigkeit übersehen.

Die ursprüngliche Berechnung der elf Jahre stammte nämlich gar nicht von Russell selbst, sondern entspringt einem Leserbrief von Geo. Matthews aus Ohio. Dabei handelte es sich zweifellos um einen treuen Bibelforscher, aber im Gegensatz zu Russell war dieser Mann kein Mitteilungskanal Gottes. Daher unterlief ihm möglicherweise ein Fehler, als er behauptete: „Ein Vogel wird üblicherweise bis zum Alter von einem Jahr als jung betrachtet.“

In Wirklichkeit handelte es sich nämlich nicht um irgendwelche ‚Vögel‘, sondern um Tauben. Tauben können bis zu 20 Jahre alt werden, somit könnte man sie auch im Alter von drei Jahren noch als „jung“ betrachten. Vielleicht waren die Tauben also zwei Jahre alt, oder drei Jahre, so wie die anderen Tiere. Das Gesamtalter hätte dann nicht elf, sondern dreizehn oder fünfzehn Jahre betragen; die vorgeschattete Zeitspanne betrüge dementsprechend nicht 3960, sondern 4680 oder 5400 Jahre.

Das würde bedeuten, dass die „Zeiten der Nationen“, je nachdem, welches Jahr man für die Einsetzung des abrahamischen Bundes ansetzt, im Jahr 2636, 2645, 2655 oder 2738 bzw. im Jahr 3356, 3365, 3375 oder 3458 enden. Die Freilassung der Dämonen und Vernichtung der Namenschristen würde entsprechend sieben Jahre vorher, also im Jahre 2629, 2638, 2648 oder 2731 bzw. 3349, 3358, 3368 oder 3451 erfolgen.

Natürlich werden sich die führenden Köpfe der Wachtturm-Organisation im Jahr 2019 aber nicht trauen, die Gläubigen auf das Jahr 2636 zu vertrösten. Stattdessen könnte man gleich davon ausgehen, dass alle Opfertiere drei Jahre alt waren, so dass die prophetisch dargestellte Zeitspanne 5400 Jahre beträgt, und diese dafür bei der Geburt Methusalahs im Jahr 3339 v. Chr. beginnen lassen. Demnach wird Harmagedon am 23. April 2062 kommen, und die Vernichtung der Scheinchristen wird vom 11. Mai 2055 an ihren Lauf nehmen.

Es besteht somit nicht der geringste Zweifel daran, dass die Berechnungen von Charles Taze Russell, John Edgar und ihren Mitstreitern völlig korrekt waren. Die Vernichtung der Christenheit sowie die Aufrichtung des Königreiches Gottes stehen unmittelbar bevor. Wie Joseph F. Rutherford schon 1937 sagte, wäre es daher für die „die jetzt ans Heiraten denken“, gut, „einige wenige Jahre zu warten, bis der feurige Sturm Harmagedons vorüber ist, und dann die ehelichen Beziehungen aufzunehmen“ (vergleiche Trost, 15. Januar 1939).

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Antworten auf biblische Fragen

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2010, September 2010, Oktober 2010

 

Woher kommt das „neue Licht“, das jedes Jahr auf den Kongressen präsentiert wird?

Es kann nicht von Gott kommen, weil bei ihm „keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts“ (Jakobus 1:17, Luther). Der Apostel Paulus offenbarte den wahren Urheber, als er schrieb image„Der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des [neuen] Lichts an“ (2. Korinther 11:14).

In Wirklichkeit ist „neues Licht“ Gott nicht wohlgefällig. Paulus schrieb: „Nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein!“ (Galater 1:8, Gute Nachricht). Demgemäß gebot Gott seinen Dienern: „Haltet an dem fest, was ihr habt“ (Offenbarung 2:25).

Ohne Zweifel bringt der „treue und verständige Sklave“ aber immer wieder ‚Nachrichten‘, die denen widersprechen, die er früher gebracht hat. Daher ist er „verflucht“ und wird, zusammen mit dem Urheber des ‚neuen Lichts‘, „in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist“, weggehen (Matthäus 25:41).

 

Wer wird im Paradies leben dürfen?

Wie Gottes Wort deutlich zeigt, werden in Harmagedon die meisten Menschen vernichtet werden, „die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen“ (Jeremia 25:33; Psalm 37:11). Somit dürfen „die Sanftmütigen“ im Paradies leben – die Frage ist aber, wie sanftmütig man sein muss, um diese Belohnung zu erhalten.

„Moses war bei weitem der sanftmütigste aller Menschen, die es auf der Oberfläche des Erdbodens gab“ (4. Mose 12:3). Selbst er war allerdings nicht sanftmütig genug für Jehova; in Bezug auf das Land Israel, das das künftige Paradies vorschattete, sagte Moses: „Sogar gegen mich geriet Jehova … in Zorn, indem er sprach: ‚Auch du wirst nicht dorthin kommen‘“ (5. Mose 1:37).

Daher werden nur Menschen, die noch sanftmütiger sind als Moses, im Paradies leben dürfen. Da Moses „bei weitem der sanftmütigste aller Menschen“ war, die je lebten, wird es so jemanden nicht geben. Im Paradies wird also niemand leben dürfen, und daher wird dann „der Tod … nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

 

Was für Männer eignen sich als Älteste?

Meistens werden bei dieser Frage nur die Erfordernisse aus dem 1. Timotheusbrief zitiert. Jedoch finden wir auch in den Hebräischen Schriften, genauer gesagt in den Psalmen, einen weiteren wichtigen Punkt. David schrieb: „Du bist in die Höhe aufgefahren; du hast Gefangene hinweggeführt; du hast Gaben in Form von Menschen genommen, ja selbst die Störrischen, um unter ihnen zu weilen, o Jah Gott“ (Psalm 68:18). „Diese ‚Gaben in Form von Menschen‘ sind die Aufseher oder Ältesten“ (Der Wachtturm, 1. April 2007, Seite 27).

Jehova hat also besonders „die Störrischen“ auserwählt, als Älteste zu dienen. Störrische, halsstarrige, starrsinnige Männer eignen sich daher besonders gut für dieses Amt; sie lassen sich von Argumenten oder neuen Erkenntnissen nicht so einfach aus der Bahn werfen und eilen der Wahrheit nicht voraus.

Andere Bibelübersetzungen übersetzen den hebräischen Ausdruck, der in der Neuen-Welt-Übersetzung mit „die Störrischen“ widergegeben wird, allerdings mit „die Abtrünnigen“ (Luther) oder „die hartnäckigsten Feinde“ (Hoffnung für Alle). In Übereinstimmung damit sollten deshalb auch Abtrünnige, Katholiken und Atheisten als Älteste eingesetzt werden.

 

Wer bildet heute die Onan-Klasse?

Einige Kommentatoren sind der Meinung, dabei handle es sich um junge Christen, die „in der ‚Blüte der Jugend‘, wenn sich der Geschlechtstrieb stark bemerkbar macht“, unverheiratet bleiben (Der Wachtturm, 1. November 1989, Seite 11). Doch diese Erklärung kann im Licht der Bibel nicht bestehen.

Onan wurde von Jehova zu Tode gebracht, weil „er seinen Samen zur Erde verschwendete“ (1. Mose 38:9). Aber wie Jesus zeigte, ist es inzwischen keine Sünde mehr, buchstäblichen Samen auf die Erde zu werfen (Lukas 4:3, 4). Vielmehr geht es heute um „Königreichsverkündiger, die durch fleißiges Predigen den Königreichssamen aussäen. Der Samen, der auf den Erdboden geworfen wird, ist das Wort, das sie predigen“ (Der Wachtturm, 15. Juli 2008, Seite 15).

Die Onan-Klasse wird daher von Verkündigern gebildet, die im Predigtdienst nicht erfolgreich sind. Statt im Haus-zu-Haus-Dienst bei Personen vorzusprechen, die sich dann als Zeugen Jehovas taufen lassen, gehen sie immer nur zu den ‚manchen, die so bleiben woll‘n wie zuvor‘ (Singt Jehova Loblieder, Lied 32). So ‚verschwenden sie ihren Samen‘, „das Wort, das sie predigen“, an voraussichtliche Böcke (Matthäus 25:33). Somit laden alle Glieder der Onan-Klasse Blutschuld auf sich und werden daher in Harmagedon von Jehova zu Tode gebracht werden.

 

Was war die verbotene Frucht, und wie können wir sie heute meiden?

Schon früh in der Menschheitsgeschichte, noch vor der Erschaffung Evas, führte Gott das folgende universelle Verbot ein: „Was … den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen“ (1. Mose 2:17). Genauso wie das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, bestand dieses Verbot also schon lange vor dem Gesetzesbund – daher wurde es auch nicht mit diesem abgeschafft. Es ist somit immer noch gültig.

Allerdings sagt der Bibelbericht nichts darüber, um welchen Baum und welche Frucht es sich handelte. Da „die ganze Schrift von Gott inspiriert und nützlich“ ist, können wir davon ausgehen, dass Jehova das absichtlich so vorgesehen hat (2. Timotheus 3:16). Er will offensichtlich, dass wir alle Früchte meiden (siehe Erbrechet!, April 2010, Seite 8).

Um Gott wohlzugefallen, müssen wir uns daher vor allem hüten, was an einem Baum gewachsen ist, da es sich dabei um die verbotene Frucht handeln könnte.

 

Wer ist heute der größere Cyrus?

Cyrus leitete das Wasser des Euphrat ab, um Babylon einnehmen zu können. Etwas Ähnliches wird in der Zukunft wieder geschehen, denn Johannes sah in einer Vision folgendes: „Der sechste [Engel] goß seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus, und sein Wasser vertrocknete, damit für die Könige vom Sonnenaufgang der Weg bereitet werde“ (Offenbarung 16:12).

Das neuzeitliche Babylon ist „Babylon die Große“, das „Weltreich der falschen Religion“, das neben den Kirchen der Christenheit auch Jehovas Zeugen einschließt (Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 152). Der ‚große Strom Euphrat‘, der vertrocknen soll, ist der „Strom von Wasser des Lebens“, das in Form der „Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!“ verbreitet wird (Offenbarung 22:1; Der Wachtturm, 15. März 1992, Seite 24).

Wer ist heute der größere Cyrus? Beachten wir, dass es der sechste Engel war, der das Ereignis ankündigte. Im Hebräischen wurden Zahlen mit Buchstaben geschrieben; der Zahl Sechs entsprach der sechste Buchstabe des Alphabets, ו (Waw). Diese Zahl bis zur dritten Steigerungsstufe wäre ו ו ו oder, ins lateinische Alphabet übertragen, WWW. Das ist ein deutlicher Beweis dafür, dass das Internet der größere Cyrus ist (vergleiche Erbrechet!, März 2008, Seite 3 – 6; September 2008, Seite 8). image

„Die Könige vom Sonnenaufgang“, die schließlich das „Wasser des Lebens“ austrocknen und so die Wachtturm-Gesellschaft zu Fall bringen werden, sind daher das Internet und das World Wide Web. Diese beiden Einrichtungen enthalten zahllose Informationen über die Lügen der Wachtturm-Organisation, die zudem für jedermann frei und kostenlos zugänglich sind. Die globalen Informationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, werden sich als Todesstoß für abgeschottete Ideologien wie die der Zeugen Jehovas erweisen.

„Nur noch eine kleine Weile“, und die Wachtturm-Organisation wird aufgrund des Internets mehr und mehr Mitglieder verlieren, bis irgendwann nur noch ‚vertrocknete‘ Greise übrig sind (Psalm 37:10). In den Königreichssälen werden dann nur „noch alte Männer und alte Frauen … sitzen“ (Sacharja 8:4). Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

 

Was sollten Christen tun, wenn einer ihrer Angehörigen die Wahrheit verlässt?

Die Bibel gibt auf diese Frage eine eindeutige Antwort: „Da erhob sich Kain wider seinen Bruder und erschlug ihn. … Gehe hin und tue desgleichen“ (1. Mose 4:8 – Lukas 10:37). Natürlich trifft dieser Grundsatz auch zu, wenn es sich um eine Schwester handelt. Demgemäß forderte Moses die Israeliten auf: „Tötet alle, die schuldig geworden sind, selbst eure Brüder, Verwandten und Freunde!“ (2. Mose 32:27, Gute Nachricht).

Zugegeben, „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch „wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29). Eine Hinrichtung ist die einzige dauerhafte Möglichkeit, ‚den bösen Menschen aus unserer Mitte zu entfernen‘ (1. Korinther 5:13).

 

Sollten Christinnen unverheiratet bleiben?

Jesus Christus empfahl seinen Jüngern die Ehelosigkeit, als er sagte: „Es gibt Eunuchen, die sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen gemacht haben. Wer dafür Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum“ (Matthäus 19:12). Interessant ist jedoch, dass er dies nur zu Männern sagte; es gibt auch keine weiblichen „Eunuchen“.

Der Rat, unverheiratet zu bleiben, gilt deshalb nicht für Schwestern. Ihnen gibt der „treue und verständige Sklave“ vielmehr die folgende Empfehlung: „Jetzt ist die Zeit, … einen Partner zu suchen“ (Unser Königreichsdienst, April 1982, Seite 3). Der Predigtdienst ist zwar wichtig, „aber noch wichtiger ist, sich einen Partner zu suchen“ (Den allein wahren Gott anbeten, Seite 152).

Unser Königreichsdienst vom August 2009 enthält umfangreichen Rat, wie Schwestern dabei vorgehen können. Unter den Überschriften „Nach Männern suchen“ und „Mehr Männer ansprechen“ wird u. a. gesagt, was zu tun ist, wenn „Schwestern Interesse bei Männern vorfinden“. Auch wird der Rat gegeben: „Manche Männer … unterhalten sich … gern mit jemand, der ihnen sympathisch ist. … Warum nicht … solchen Männern Aufmerksamkeit schenken?“ (Seiten 3, 4).

Christinnen sollten sich also beeilen, „einen Partner zu suchen“, bevor es zu spät ist.

 

Warum gehen Jehovas Zeugen in den Predigtdienst?

Niemand läuft gerne bei Wind und Wetter von Haus zu Haus, und niemand lässt sich freiwillig verspotten und beschimpfen. Die meisten Zeugen Jehovas lieben auch ihre Mitmenschen nicht so sehr, dass sie ihnen unbedingt die Hoffnung auf ewiges Leben bringen wollen; vielmehr warten sie sehnsüchtig darauf, dass diese „Weltmenschen“ endlich vernichtet werden, damit sie ihre Häuser in Besitz nehmen können.image

Der wahre Grund, weshalb Jehovas Zeugen regelmäßig in den Dienst gehen, ist vielmehr das folgende Gebot Jesu: „Wenn jemand … dich … zum Dienst zwingt, so gehe“ (Matthäus 5:41). Niemand kann bezweifeln, dass der „treue und verständige Sklave“ Jehovas Zeugen „zum Dienst zwingt“ – so ist die Beteiligung am Predigtdienst sogar eine Voraussetzung für die Taufe (Unser Königreichsdienst, September 1986, Seite 2). Im Wachtturm vom 1. Dezember 2003 heißt es ganz deutlich: „Wir … sind verpflichtet, uns am Predigtdienst und an den Zusammenkünften zu beteiligen. Das ist uns nicht freigestellt“ (Seite 17).

Jehovas Zeugen gehen also in den Predigtdienst, weil die Wachtturm-Gesellschaft sie dazu zwingt. Allerdings ist jeder, der etwas „widerwillig oder aus Zwang“ tut, Gott nicht wohlgefällig (2. Korinther 9:7). Das trifft ganz eindeutig auf Jehovas Zeugen zu.

 

Wie wirkt sich der Segen Jehovas auf seine Zeugen aus?

Freiheit: Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Das trifft auf Jehovas Zeugen zweifellos zu, denn umfassende Anweisungen für alle Lebenslagen machen es ihnen leicht, Entscheidungen aufgrund ihres biblisch geschulten Gewissens zu treffen. Da ihr Wandel ununterbrochen von liebevollen Mitchristen überwacht wird, sind sie tatsächlich frei von Freiheit.

Reichtum: Salomo wusste aus eigener Erfahrung: „Der Segen Jehovas – er macht reich“ (Sprüche 10:22). Weil viele Zeugen Jehovas ihre weltliche Arbeit zurückschrauben oder ganz aufgeben, um ihre Zeit der Verbreitung des Wachtturms zu widmen, sind sie tatsächlich reich an Armut.

Segen: Im Wachtturm vom 1. Oktober 2003 heißt es, dass in der Ukraine „viele hervorragende Diener Jehovas … leiden und sogar sterben mussten“ (Seite 30). Anderswo auf der Erde ist das gleiche zu beobachten. Ja, man kann eindeutig feststellen, dass Jehova sein Volk mit Unglück gesegnet hat!

Jehovas Zeugen sind also frei von Freiheit, reich an Armut und gesegnet mit Unglück – erkennen wir nicht die Hand Jehovas hinter diesem paradiesischen Zustand?

 

Warum reden Jehovas Zeugen so schlecht über Abtrünnige?

Jahrzehntelang fühlten sich Menschen, „die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen“, zu Jehovas Zeugen hingezogen. Paulus warnte solche Personen jedoch: „Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden“ (2. Timotheus 3:12, 13)

Das trifft eindeutig auf Jehovas Zeugen zu, die sich von „ernsten Bibelforschern“ zu stupiden Wachtturmunterstreichern entwickelt haben. Durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten erfahren jedoch viele Zeugen Jehovas die Wahrheit über die Wachtturm-Organisation, woraufhin sie „sich reinigen und sich weiß machen und … geläutert werden“, indem sie Jehovas Zeugen verlassen. „Gar keiner der Bösen wird [ihre Entscheidung] verstehen; die aber, die Einsicht haben, imagewerden es verstehen“ (Daniel 12:10).

Den verbleibenden „Bösen“, d. h. Zeugen Jehovas, gefällt es nicht, dass sich die Abtrünnigen ein schönes Leben machen, während sie selber weiterhin von Haus zu Haus trotten und immer wieder „neues Licht“ und neue Lügen schlucken müssen. Deshalb schrieb der Apostel Petrus an Abtrünnige: „Daß ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch“ (1. Petrus 4:4). Ja, Jehovas Zeugen reden „fortgesetzt lästerlich“ über Abtrünnige, weil diese ihren ‚Lauf zu demselben Tiefstand der [geistigen] Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzen‘.

 

Worum geht es in dem Kapitel „Johannes nimmt ab, Jesus nimmt zu“ in dem Buch Der größte Mensch, der je lebte?

Johannes macht die neue Brigitte-Diät. Jesus nicht.

 

Sollte man im Königreichssaal das Licht einschalten?

In der Vergangenheit haben Jehovas Zeugen das getan, doch es ist an der Zeit, diese Frage erneut im Licht der Bibel zu untersuchen. Woher kommt das Licht, das Lampen abgeben? Praktisch alle Lampen werden heute mit Strom betrieben, und „Satan, der Teufel, dargestellt als großer Drache … sprach: ‚Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht‘“ (Licht, Band 1, Seite 298).

Der Teufel selbst steckt also hinter dem Licht, das von elektrisch betriebenen Lampen abgegeben wird. Schon der Apostel Paulus schrieb: „Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt … des Lichts an“ (2. Korinther 11:14). Ja, Glühbirnen, Leuchtstoffröhren und andere Lampen sind „Lichtquellen des irdischen Systems Satans“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 110). Als wahre Christen müssen wir uns von diesen Irrlichtern fernhalten.

Wie sollte der Königreichssaal dann beleuchtet werden? Wie Jesus vorhersagte, „werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne“ (Matthäus 13:43). Auch der Prophet Daniel sagte voraus: „Die, die Einsicht haben, werden leuchten“ (Daniel 12:3). Wir sollten im Königreichssaal darauf vertrauen, dass „die Gerechten“ und „die, die Einsicht haben“, genug Licht abgeben, damit alle Anwesenden gut sehen können.

Was ist zu tun, wenn das nicht der Fall ist? Wenn es dunkel bleibt, ist offenbar niemand anwesend, der von Jehova als ‚gerecht‘ betrachtet wird oder der genügend „Einsicht“ hat. Für so eine Situation sollten im Königreichssaal immer Streichhölzer oder Feuerzeuge vorhanden sein, damit man die Anzüge der Ältesten anzünden und sie so zum Leuchten bringen kann. Auf diese Weise können sie ersatzweise ‚wie Lichtspender in der Welt leuchten‘ und den Königreichssaal erhellen (Philipper 2:15).

 

Welcher Weg führt zum Leben, der breite Weg oder der schmale Weg?

Jesus sagte: „Breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14). Oberflächlich betrachtet, scheint es leichter zu sein, auf dem breiten Weg zu laufen.

imageDoch ist das wirklich der Fall? Beachten wir, dass „Millionen und aber Millionen den breiten Weg gehen, … während nur wenige den schmalen, eingeengten Weg … einschlagen“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1971, Seite 335). In der Tat befinden sich nur etwa 7 Millionen Zeugen Jehovas auf dem ‚schmalen Weg‘, während auf dem ‚breiten Weg‘ rund 7 Milliarden Menschen unterwegs sind.

Wenn der ‚breite Weg‘ ungefähr zehnmal so breit ist wie der schmale Weg, gleichzeitig aber tausendmal so viele Menschen auf ihm gehen, ist es dort zwangsläufig hundertmal so eng wie auf dem ‚schmalen Weg‘. In Wirklichkeit ist es also der ‚breite Weg‘, der „eingeengt ist“ und daher „zum Leben führt“.

 

Wird es im Paradies Homosexualität geben?

Zwar schrieb Paulus, dass „Männer, die bei männlichen Personen liegen, … Gottes Königreich [nicht] erben“ würden (1. Korinther 6:9, 10). Doch offensichtlich ist das Verbot der imageHomosexualität nur eine Folge der Unvollkommenheit, denn ursprünglich waren Frauen in Gottes Vorsatz überhaupt nicht vorgesehen. Wenn im Schöpfungsbericht von „dem Menschen“ die Rede ist, ist damit immer Adam gemeint (1. Mose 2:16). Erst später beschloss Jehova, auch „eine Frau zu bauen“ (1. Mose 2:18, 22). Doch selbst danach bezeichnete er Adam und Eva nicht als „die beiden Menschen“, sondern als „der Mensch und seine Frau“ (1. Mose 2:25).

Im Paradies wird jedoch der ursprüngliche Zustand, der ganz am Anfang im Garten Eden herrschte, wiederhergestellt werden. Demgemäß erklärt der Wachtturm vom 15. Juni 1989: „Jesus beschreibt seinen Jüngern, … welche Situation während seiner künftigen Gegenwart herrschen wird, und sagt: ‚In jener Nacht werden zwei Männer in einem Bett sein‘“ (Seite 9). Im Paradies wird Homosexualität also etwas ganz Normales sein.

 

Sollten Christen fasten?

In biblischer Zeit war „Fasten … angebracht, wenn jemand in großer Gefahr war, dringend Gottes Führung benötigte, Prüfungen erduldete und Versuchungen ausgesetzt war oder wenn jemand studieren, nachsinnen oder sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren wollte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 714). Zweifellos wollen auch heutige Christen „studieren, nachsinnen“ und „sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren“. Außerdem sind sie „in großer Gefahr“, auf falsche Lehrer hereinzufallen. Daher ist Fasten auch für heutige Christen bestimmt angebracht.

Welche Art des Fastens ist für Gott annehmbar? Pater Antonius Pfeil erklärte 2006 in einem Interview: „Fasten ist im Kern der Verzicht auf Speisen. … Dabei kann man auf jegliche Nahrung oder nur auf feste Speisen verzichten“ (Pressearchiv des Bistums Magdeburg). Doch da wir als Christen nicht mehr unter dem Gesetzesbund stehen, müssen wir nicht buchstäblich fasten, sondern geistig. Als ersten Schritt könnten wir nicht auf buchstäbliche „feste Speisen verzichten“, sondern auf die „feste geistige Speise, die im Wachtturm-Studium geboten wird“ (Unser Königreichsdienst, März 1994, Seite 1).

Noch besser wäre allerdings der Verzicht „auf jegliche Nahrung“, d. h. auf die ganze „geistige Speise, die der ‚treue und verständige Sklave‘ austeilt“ (Der Wachtturm, 15. September 2005, Seite 20). Schon nach kurzer Zeit wird man dann einen klaren Kopf bekommen und erkennen, dass man jahrelang irregeführt worden war. Nicht umsonst erklärte Gott durch den Propheten Jesaja: „Ein Fasten, das mir gefällt, sieht … [so] aus: Löst die Fesseln der Menschen, die ihr zu Unrecht gefangen haltet, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei, und gebt ihnen ihre Freiheit wieder! Schafft jede Art von Unterdrückung ab!“ (Jesaja 58:6, Hoffnung für Alle). Ja, durch geistiges Fasten können Menschen, die von Jehovas Zeugen ‚zu Unrecht gefangen gehalten werden‘, befreit werden und „ihre Freiheit“ wiedererlangen!

 

Beweisen die nicht erfüllten Vorhersagen von Jehovas Zeugen, dass sie nicht von Gott geleitet sind?

Das Gegenteil ist der Fall. Durch Moses ließ Gott erklären: „Falls ein Prophet … in deiner Mitte aufsteht und dir tatsächlich ein Zeichen oder ein Wunder gibt, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, … sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten … hören. … Jener Prophet … sollte zu Tode gebracht werden. … Was übel ist, sollst du aus deiner Mitte wegschaffen“ (5. Mose 13:1-5).

Wären die von Jehovas Zeugen vorhergesagten „Zeichen“ eingetroffen – wäre 1914 oder 1975 Harmagedon gekommen, oder wären 1925 Abraham, Isaak und Jakob auferstanden – dann hätten die Verantwortlichen gesteinigt werden müssen. Aber dadurch, dass ihre Vorhersagen nicht eingetroffen sind, reihen sie sich unter die großen Propheten der Bibel ein, deren Prophezeiungen sich ebenfalls nicht erfüllt haben – der Löwe frisst immer noch kein Stroh, der Thron Davids und Salomos besteht nicht mehr, und der „Tag Jehovas“, der schon vor 3000 Jahren „nahe“ war, ist immer noch nicht gekommen (Jesaja 11:7; 2. Samuel 7:16; 1. Chronika 17:14; Joel 1:15).Karl Ranseier ist tot

In der Tat, das Nichteintreffen ihrer Prophezeiungen beweist zweifelsfrei, dass Jehovas Zeugen von Gott geleitet werden. Daher sind wir verpflichtet, „sowohl dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ zu vertrauen … als auch den Männern aus seinen Reihen, die die leitende Körperschaft bilden“ (Der Wachtturm, 15. August 1998, Seite 12).

 

Gibt es mehrere Organisationen, die von Gott beschützt werden?

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Wachtturm-Organisation von Gott beschützt wird. Das Buch Komm Jehova doch näher erklärt dazu: „Wir brauchen nur daran zu denken, dass … der Herrscher dieser Welt nichts lieber täte, als die wahre Anbetung auszulöschen. … Einige der mächtigsten Staaten der Erde haben unser Predigtwerk verboten und versucht uns auszurotten. Doch Jehovas Volk ist standhaft geblieben und hat unbeirrt weitergepredigt. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser … Christen zu stoppen? Weil Jehova uns mit seinen starken Flügeln beschirmt“ (Seite 73).

Das Gleiche kann jedoch auch von der sizilianischen Mafia und ihren Ablegern gesagt werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass ‚die Herrscher dieser Welt nichts lieber täten‘, als die Mafia „auszulöschen“. Nicht nur „einige der mächtigsten Staaten der Erde“, sondern praktisch alle Staaten haben die Mafia ‚verboten und versucht sie auszurotten‘. Doch die Mafia „ist standhaft geblieben“ und ist bis heute aktiv. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser Kriminellen zu stoppen? Offensichtlich aus dem gleichen Grund – weil Jehova sie mit seinen starken Flügeln beschirmt.

 

Wann wird Gott seinen Vorsatz verwirklichen, und inwiefern können wir heute auf seine Unterstützung hoffen?

Die Bibel beantwortet diese Fragen eindeutig. Der Prophet Amos sagte: „Gott, der Herr, tut nichts“ (Amos 3:7, Hoffnung für Alle). Es ist daher vergeblich, auf seine Hilfe zu hoffen. Heißt das, wir sollten einfach abwarten, bis Gottes Königreich kommt? Auch das ist nicht ratsam, denn Jesus erklärte: „Das Königreich Gottes kommt nicht“ (Lukas 17:20). Statt von Gott Hilfe zu erwarten, sollten wir also unser Leben selbst in die Hand nehmen.

 

Kommt nach Harmagedon die neue Welt?

Jehovas Zeugen sind überzeugt davon, dass bald „das gegenwärtige böse System Satans vernichtet … werden wird“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1979, Seite 29). Ja, „das unter der Herrschaft Satans stehende gegenwärtige System wird zu seinem Ende kommen“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 835). Bedeutet das, dass Satans Herrschaft ein Ende finden und Gottes Königreich aufgerichtet werden wird?

Nein, denn wie das Buch Singt Lieder für Jehova eindeutig zeigt, müssen vorher „Satans Systeme vergehn“ (Lied 30, siehe auch Singt Jehova Loblieder, Lied 195). Zwar wird „das gegenwärtige … System Satans“ bald beseitigt werden, doch Satan hat offenbar mehrere „Systeme“. Da schon die Vernichtung des gegenwärtigen Systems seit Jahrtausenden auf sich warten lässt, wird die Beseitigung von Satans noch folgenden Systemen wahrscheinlich auch sehr lange Zeit dauern. Erst, wenn das letzte von Satans Systemen verschwunden sein wird, kann Gottes Königreich aufgerichtet werden.

 

Sollten Christen fotografieren?

Einige sind der Ansicht, dass Fotografieren nichts für Christen ist. Sie führen die Zehn Gebote an, in denen es eindeutig heißt: „Du sollst dir kein … Bild machen … wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist“ (2. Mose 20:4). Außerdem verweisen sie darauf, dass Kameras oft zu perversen Zwecken gebraucht werden, etwa zum Fotografieren von nackten Menschen oder Bauwerken der falschen Religion.

Allerdings stehen wir heute nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz, und „wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Daher muss jeder Christ, was das Fotografieren betrifft, eine persönliche Gewissensentscheidung treffen, wobei er die hier dargelegten biblischen Grundsätze sorgfältig abwägen sollte.

imageFalls ein Christ entscheidet, dass er das Fotografieren mit seinem biblisch geschulten Gewissen vereinbaren kann, sollte er allerdings auf zwei Hilfsmittel verzichten, die von weltlichen Fotografen manchmal eingesetzt werden. Das eine davon ist der Blitz, denn Blitze stehen seit jeher mit falschen Gottheiten in Verbindung. So wird der Gott Zeus auch als „Blitzlenker“ bezeichnet, und sogar der falsche Gott Baal wird „dargestellt … mit einem erhobenen Arm, mit dem er Blitze schleudert“ (Wikipedia). Blitze werden auch mit Jupiter, Thor und anderen falschen Göttern in Verbindung gebracht und haben im Fotoapparat eines Christen daher nichts verloren. Ein weiteres Hilfsmittel ist die Blende. Satan hat offenbar mit einem solchen Gerät „den Sinn der Ungläubigen verblendet“ – und wir wollen doch nicht etwa den Teufel nachahmen?

Natürlich sind die meisten Kameras heutzutage von vornherein mit diesen Hilfsmitteln ausgestattet. Ein Christ, der ein solches Gerät besitzt, wäre daher ständig der Versuchung ausgesetzt, diese Einrichtungen doch zu verwenden. Doch in Resterampen und anderen für Christen geeigneten Geschäften sind manchmal noch Fotoapparate ohne Blitz und Blende erhältlich. Wenn wir uns dafür entscheiden, zu fotografieren, wären wir mit so einem Gerät auf der sicheren Seite.

 

Wo ist heute das Zentrum der falschen Anbetung?

Einige glauben, das Zentrum der falschen Anbetung befände sich in Rom, in Lourdes oder in Mekka. Doch der Wachtturm vom 15. Mai 1980 sagt über die Zeit des Amos: „[Das] Bethel war imagedas Zentrum der falschen Anbetung“ (Seite 31). Später wurde deutlich gemacht: „Jehovas Aufruf an die Israeliten … [lautete]: ‚Haßt das Böse, und liebt das Gute‘. … Solche Worte wurden jedoch ignoriert. Abtrünnige gingen lieber nach Bethel und Gilgal, den Zentren des Götzendienstes, und brachten dort falschen Göttern Opfer dar“ (Der Wachtturm, 1. April 1989, Seite 23).

Die „Zentren des Götzendienstes“, in denen die ‚Abtrünnigen‘ versammelt waren, fand man damals also in „Bethel und Gilgal“. Gilgal gibt es heute nicht mehr, doch Bethelheime findet man überall auf der Welt. Das größte befindet sich in Brooklyn, und ein kleineres Bethel befindet sich beispielsweise in Selters. Diese Orte sind die heutigen „Zentren des Götzendienstes“, denn dort werden dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ und anderen „falschen Göttern Opfer dar[gebracht]“ (Matthäus 24:45). Daher gibt Amos den Rat: „Sucht nicht [das] Bethel auf. … Über die Bewohner … wird Unheil kommen“ (Amos 5:5, Neues Leben).

 

Wer sind die „Wölfe“, vor denen Paulus warnte?

Paulus warnte die Christen seiner Zeit: „Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden“ (Apostelgeschichte 20:29, 30). Um wen handelt es sich dabei?

Natürlich versuchen diese „Wölfe“, sich zu tarnen. Doch Wölfe fressen Schafe; man kann die sinnbildlichen „Wölfe“ also daran erkennen, dass sie Lämmer verfolgen. Der Apostel Johannes liefert uns den entscheidenden Hinweis für ihre Identifikation: „Die hundertvierundvierzigtausend … sind es, die dem Lamm beständig folgen“ (Offenbarung 14:3, 4).

Die ‚bedrückenden Wölfe‘, die „verdrehte Dinge reden“, sind also die Gesalbten, von denen ein Überrest noch auf der Erde lebt und den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bildet (Matthäus 24:45).

 

Wie können sich Christen vor vorehelichem Geschlechtsverkehr hüten?

Viele Christen glauben, „daß vorehelicher Geschlechtsverkehr ein schwerwiegendes Vergehen ist“ (Erwachet!, 22. Mai 2000, Seite 14). Wie kann man sich vor dieser Sünde hüten? Paulus gab einen ebenso einfachen wie genialen Rat: „Es [scheint] mir das Beste zu sein, wenn man unverheiratet bleibt. … Wer … entschlossen ist, nicht zu heiraten, der tut gut daran“ (1. Korinther 7:26, 37, Hoffnung für Alle).

Wer nie eine Ehe eingehen wird, kann auch keinen „vorehelichen Geschlechtsverkehr“ haben. Kein Wunder, dass Jesu Jünger sagten: „Dann wäre es ja besser, gar nicht zu heiraten!“ (Matthäus 19:10, Neues Leben). Und genau das ist der Fall. Statt durch eine Heirat „sklavisch gebunden“ zu werden, sollten Christen den Rat des Apostels Johannes befolgen: „Laßt uns lieben, nicht mit Worten, … sondern in Tat“ (1. Korinther 7:15; 1. Johannes 3:18). Ja, „wer seine Verlobte heiratet, handelt gut; aber wer sie nicht heiratet, handelt noch besser“ (1. Korinther 7:38, Gute Nachricht).

 

Werden im Paradies weiterhin die Männer für den Lebensunterhalt ihrer Familien sorgen?

Heutzutage sind christliche Männer verpflichtet, für ihre „Hausgenossen“ zu sorgen (1. Timotheus 5:8). Doch im Paradies wird Gottes ursprünglicher Vorsatz verwirklicht werden, wonach die Frau als „Gehilfin“ des Mannes erschaffen wurde (1. Mose 2:18). Demgemäß erklärte Jesus, unter seiner Herrschaft „werden zwei Männer in einem Bett sein“, aber „zwei Frauen an derselben Mühle mahlen“ (Lukas 17:34, 35).

Im Paradies werden also die Frauen dafür zuständig sein, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie werden früh aufstehen, „während es noch Nacht ist“, und bis in die Nacht mit Kochen, Backen, Spinnen und anderen Haushaltstätigkeiten beschäftigt sein (Sprüche 31:15, 18). Die Männer dagegen werden lang schlafen und dann tagsüber im Tor sitzen und Wein trinken (Psalm 69:12; Matthäus 26:29).

 

Wurde Jesus vollkommen erschaffen?

Viele sogenannte Christen glauben, Jesus sei schon immer vollkommen gewesen und hätte sein vollkommenes Leben als Opfer dargebracht. Dabei lassen sie jedoch außer Acht, dass der Apostel Paulus über ihn schrieb: „Obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt; und nachdem er vollkommen gemacht worden war, wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich, die ihm gehorchen“ (Hebräer 5:8, 9).

Während Jesus auf der Erde war, „lernte er Gehorsam“. Das zeigt eindeutig, dass er davor nicht gehorsam war. Er „spielte auf dem weiten Rund der Erde“ und hatte wohl anderes im Sinn als seinen Eltern immer zu gehorchen (Sprüche 8:31, Gute Nachricht). Erst nach seinem irdischen Lauf und seinem Tod wurde er „vollkommen gemacht“, wie der o. g. Text ganz klar zeigt. Als er starb, war er zwar bereits gehorsam, aber immer noch unvollkommen.

Doch „kein unvollkommener Mensch ‘kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben‘“ (Der Wachtturm, 15. November 2001, Seite 12). Demzufolge konnte auch Jesus uns nicht durch seinen Tod erlösen, und das erklärt, weshalb Gottes Königreich bis heute noch nicht gekommen ist.

 

Wem folgen Jehovas Zeugen?

Das Geschichtswerk Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes stellt auf Seite 618 in Bezug auf die früheren Zeugen Jehovas zu Recht die Frage: „Folgten sie lediglich einem unvollkommenen Menschen?“ Die gleiche Frage wird heute immer noch gestellt – folgen Jehovas Zeugen lediglich einem unvollkommenen Menschen?

Diese Frage muss ganz klar verneint werden. Jehovas Zeugen folgen und folgten nicht nur „einem unvollkommenen Menschen“, sondern vielen unvollkommenen Menschen – anfangs Charles T. Russell, dann Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr und Fred W. Franz. Heute folgen sie einer Gruppe unvollkommener Menschen, die sich „Leitende Körperschaft“ nennt.

Immer noch müssen Jehovas Zeugen „der Führung durch die leitende Körperschaft des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ gehorchen“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1994, Seite 30). Sie werden auch aufgefordert: „Für uns geht kein Weg daran vorbei, dass wir bei allem, was … der treue Sklave sagt, ‚zum Gehorchen bereit‘ sind“ – und das, obwohl „der ‚treue und verständige Sklave‘ … aus unvollkommenen Menschen besteht“ (Unser Königreichsdienst, Juni 2008, Seite 1; Der Wachtturm, 15. November 1981, Seite 28).

Somit kann eindeutig gesagt werden, dass Jehovas Zeugen nicht „lediglich einem unvollkommenen Menschen“ folgen, sondern mehreren unvollkommenen Menschen.

 

Wie können dem Einfluss der Dämonen entkommen?

Gemäß der Zeitschrift Erwachet! müssen Jehovas Zeugen „die Worte des Apostels Paulus beachten: ‚Ich will … nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen‘“ (Ausgabe vom 8. Februar 1998, Seite 24). Es versteht sich eigentlich von selbst, dass wahre Christen sich nicht an Orten aufhalten dürfen, an denen auch Dämonen anwesend sind. Wovon sollten wir uns deshalb fernhalten?

imageDie Antwort gab Charles Taze Russell schon im Jahr 1897, als er schrieb: „Satan … hat ohne Zweifel erfahren, daß die Welt einigermaßen verstehen gelernt hat, daß ‚das Geheimnis Jehovas bei denen ist, die ihn fürchten‘ (Psalm 25:14), und darum sendet er seine Engel sicherlich oft in die kleinen Zusammenkünfte, in denen Gottes Heilige die Bibel studieren, um etwas von den Plänen Gottes zu erfahren“ (Schriftstudien, Band 4: Der Krieg von Harmagedon, Ausgabe 1926, Seite 488).

Die Dämonen sind also in den Zusammenkünften der Bibelforscher – heute Jehovas Zeugen genannt – zu finden. Wer Gott gefallen will, muss sich von dort fernhalten.

 

Sollten Christen einen Locher verwenden?

Aus modernen Büros sind Locher praktisch nicht mehr wegzudenken. Auch im privaten Bereich verwenden Menschen auf der ganzen Welt solche Geräte, um Schriftstücke zu lochenimage und sie in Ordnern abzuheften. Kaum jemand denkt dabei an den religiösen Hintergrund, mit dem der Locher in Verbindung steht.

Die von einem Locher erzeugten Löcher sind jedoch kreisrund, und in der Altertumsforschung werden „Kreise als das heidnische und germanische Zeichen für Sonne gedeutet“ (Werner Brast, Der Bildstein von Niederdollendorf). Die Sonne wurde als Gott verehrt; tatsächlich sind viele Symbole der heidnischen Religion von einer Form abgeleitet, die dem Loch eines modernen Lochers auffallend ähnlich sieht (siehe Bild).

Durch die Verwendung eines Lochers würden wir somit zur Verbreitung eines heidnischen Symbols und letztlich zur Verehrung des Sonnengottes beitragen. Da Jehova „keine Rivalität duldet“, dürfen wir als wahre Christen keinen Locher verwenden (5. Mose 5:9, Fn.). Achten wir auch sorgfältig darauf, kein gelochtes Papier bei uns zu Hause aufzubewahren. Beim Auspacken der Post sollten wir immer eine Schere griffbereit haben, damit wir ggf. den Rand mit den Löchern abschneiden und diese beseitigen können.

Jehovas Zeugen – Pharisäer aus der Nachbarschaft

Nachdruck aus Erbrechet!, April 2009; vergleiche Der Wachtturm, 15. Oktober 1995, Seiten 29 – 31

In unserer Zeit behaupten Jehovas Zeugen, gerechte Anbeter Gottes zu sein. Sie erforschen eifrig die Schriften und beten häufig. Viele halten sie für freundliche, vernünftige Menschen. Der russische Gelehrte Sergei Iwanenko schrieb über Jehovas Zeugen, sie wären „weltweit für ihre unanfechtbare Gesetzestreue bekannt und besonders dafür, dass sie gewissenhaft ihre Steuern zahlen.“ Es ist daher nicht verwunderlich, dass Professor S. A. Ellis über ihren Gründer schrieb, er rage „wie ein Riese über alle anderen Menschen empor, einzig und unvergleichlich“ und er hätte „der Welt den Stempel seiner Meinung und Persönlichkeit auf[gedrängt], wie es kein anderer Mensch seit den Tagen der Reformation getan hat.“

Heute verwendet man die Bezeichnung „Zeuge Jehovas“ jedoch in einem eher abfälligen Sinn und denkt dabei an Menschen, die frömmlerisch, scheinheilig oder selbstgerecht sind oder an jemanden, dessen Glaube nur ein Lippenbekenntnis ist. Warum büßten die Zeugen Jehovas ihren guten Ruf ein?

Weil sich die Menschen von der äußeren Erscheinung der Zeugen Jehovas nicht länger täuschen lassen. Wie Jesus vergleichen sie sie mit „getünchten Gräbern …, die imagezwar von außen schön scheinen, innen aber voll von Totengebeinen und jeder Art Unreinheit sind“ (Matthäus 23:27).

Sie bieten zwar auf öffentlichen Plätzen stundenlang den Wachtturm an, aber wie die Pharisäer zur Zeit Jesu tun sie das nur, um von anderen gesehen zu werden. Ihre Anbetung ist eine einzige Farce. Die Christen sind zwar verpflichtet, über ihren Glauben zu sprechen, aber die Zeugen Jehovas versuchen Gott zu beeindrucken, indem sie peinlich genau darüber Buch führen, wie viele Stunden sie mit dem Predigen ihrer Botschaft verbracht haben. Stolz gehen sie von Haus zu Haus und brüsten sich damit, die einzig wahre Religion zu sein, die man daran erkenne, dass ihre Mitglieder von Haus zu Haus gehen. Ihre Heuchelei, ihre Selbstgerechtigkeit und ihre Arroganz bringen ihnen Schande ein.

In folgenden Worten machte Jesus deutlich, dass Gott die Zeugen Jehovas verwerfen würde: „Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch prophezeit, als er sagte: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren‘ “ (Matthäus 15:7-9). Ihre Gerechtigkeit ist in Wirklichkeit Selbstgerechtigkeit. Nicht umsonst sagte Jesus warnend zu seinen Jüngern: „Nehmt euch vor dem Sauerteig der Zeugen Jehovas in Acht“ (vgl. Lukas 12:1). Auch wir müssen uns vor Selbstgerechtigkeit ‘in Acht nehmen’ oder uns davor hüten, religiöse Heuchler zu werden.

Wir dürfen nicht vergessen, dass jemand nicht von heute auf morgen selbstgerecht wird. Diese Neigung schleicht sich ganz allmählich, im Verlauf einer gewissen Zeit, ein. Ohne es zu wollen, kann man sich die unliebsamen Merkmale der Zeugen Jehovas aneignen.

imageÜberheblichkeit

Vor welchen Merkmalen müssen wir uns unter anderem ‘in Acht nehmen’? Selbstgerechte Personen „reden, stehen da und erwecken den Anschein, als ob sie noch nie etwas Verkehrtes gemacht hätten“, heißt es in der Encyclopædia of Religion and Ethics. Selbstgerechte Personen prahlen auch gern und sind selbstherrlich, und das ist eines der größten Probleme der Zeugen Jehovas, besonders ihrer Führungspersonen.

Jesus beschrieb dieses pharisäische Merkmal in dem folgenden Gleichnis: „Zwei Menschen gingen in den Tempel hinauf, um zu beten, der eine ein Zeuge Jehovas und der andere ein Katholik. Der Zeuge Jehovas stand da und begann folgendes bei sich zu beten: ‚O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die Weltmenschen, Ungerechte, Ehebrecher, Abtrünnige oder auch wie dieser Katholik. Ich besuche zweimal in der Woche die Zusammenkünfte; ich setze jeden Monat zehn Stunden im Predigtdienst ein.‘ “ Im Gegensatz dazu gab der Katholik seine Fehler demütig zu und bewies so, dass er gerechter war als der Zeuge Jehovas. Jesus richtete dieses Gleichnis an einige, „die auf sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, und die übrigen für nichts hielten“ (Lukas 18:9-14).

imagePioniere denken vielleicht manchmal, sie seien wegen ihrer vielen Stunden besser als andere. Nach einem biblischen Wörterbuch hält sich ein selbstgerechter Mensch „für sittlich einwandfrei oder glaubt, in Gottes Gunst zu stehen, weil er sich an den Buchstaben gesetzlicher Bestimmungen hält, ohne deren Geist zu berücksichtigen“. Ein anderes Werk beschreibt Älteste als „übertrieben fromme Leute, die ihre ganze Zeit darauf verwenden, bei anderen etwas Schlechtes herauszufinden“.

Genau das trifft auf Zeugen Jehovas zu. Im Laufe der Zeit wurden ihnen ihre von Menschen aufgestellten Regeln wichtiger als Gottes Gesetze und Grundsätze (Matthäus 23:23; Lukas 11:41-44). Sie spielen sich als Richter auf und neigen dazu, jeden zu verurteilen, der sich nicht an ihre selbstgerechten, im Wachtturm veröffentlichten Maßstäbe hält. Ihre Überheblichkeit und ihre extreme Selbstachtung erwecken in ihnen den Drang, andere Menschen zu bekehren. Da ihnen das bei vielen nicht gelingt, geraten sie in Wut und freuen sich auf die Vernichtung der Weltmenschen (Johannes 11:47-53).

Mit Menschen zusammen zu sein, die sich als Richter aufspielen, die bei anderen ständig nach Fehlern suchen und jeden in ihrer Umgebung kritisch prüfen und kontrollieren, ist nicht angenehm. Normale Menschen sind sich darüber im Klaren, dass es im täglichen Leben viele Bereiche gibt, in denen der einzelne gewisse Entscheidungen selbst treffen muss. Besonders wer zum Perfektionismus neigt oder gern hohe Anforderungen stellt, sollte sich davor hüten, andere zu richten.

Die Christenversammlung hat zwar das Recht, Richtlinien aufzustellen, die zu einem reibungslosen Ablauf beitragen (Hebräer 13:17). Jehovas Zeugen haben diese Richtlinien jedoch verfälscht und haben eigene Regeln hinzugefügt. Beispielsweise wird von allen Mitgliedern verlangt, von Haus zu Haus zu gehen und den Ältesten genauen Bericht über ihre Tätigkeit zu erstatten. Ein Studierender, der dieser Anforderung nicht nachkommt, kann nicht getauft werden. Wäre es nicht vernünftiger und im Einklang mit dem Geist des Wortes Gottes, wenn nötig, freundlich persönlichen Rat zu geben, statt solch strikte Regeln aufzustellen? (Jakobus 3:17).

Selbstgerechtigkeit kann auch zu der Ansicht verleiten, dass ein Christ, der viel durchzumachen hat, glaubensschwach sein muss. Genauso denken viele Älteste und Kreisaufseher über treue Christinnen. Sie haben oft kein vollständiges Bild von der Situation, weshalb es anmaßend von ihnen ist, sie zu beschuldigen, unrecht zu handeln. Wie Bildad, Eliphas und Zophar wird Jehova auch sie tadeln (vgl. Hiob, Kapitel 4, 5, 8, 11, 18, 20).

Fehlgeleiteter Eifer

Selbstgerechtigkeit und Eifer stehen oft miteinander in Zusammenhang. Der Apostel Paulus sagte von den Zeugen Jehovas: „Sie [haben] Eifer für Gott . . ., aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes“ (Römer 10:2, 3). Als Pharisäer war Paulus sehr eifrig gewesen, aber sein Eifer war fehlgeleitet, er beruhte nicht auf Jehovas Gerechtigkeit (Galater 1:13, 14; Philipper 3:6).

Passenderweise enthält die Bibel den Rat: „Werde nicht allzu gerecht, noch zeige dich übermäßig weise. Warum solltest du Verwüstung über dich bringen?“ (Prediger 7:16). Ein Christ kann anfänglich pflichtbewusst sein, aber sein Pflichtbewusstsein und sein Eifer können entarten und zur Selbstgerechtigkeit werden. Religiöser Eifer kann, wenn von menschlicher Weisheit statt von Jehovas Gerechtigkeit geleitet, anderen schaden. Wieso?

Eltern könnten sich zum Beispiel eifrig um die Bedürfnisse anderer kümmern, aber ihre eigenen Angehörigen mit Verachtung strafen, wenn diese ausgeschlossen sind. Oder übereifrige Eltern könnten von ihren Kindern verlangen, gegen ihren Willen die Zusammenkünfte zu besuchen (Epheser 6:4; Kolosser 3:21). Viele Kinder, die solch unvernünftige Forderungen nicht erfüllen können, verlassen die Organisation so schnell wie möglich. Ein vernünftiger Vater berücksichtigt die Grenzen seiner Angehörigen und stellt sich darauf ein. (Siehe 1. Mose 33:12-14.)

Übertriebener Eifer kann auch zur Folge haben, dass wir es an Takt, Mitgefühl und Erbarmen fehlen lassen — Eigenschaften, die in unserem Umgang mit anderen äußerst wichtig sind. Jemand mag sich sehr bemühen, Gott zu gefallen. Sein Übereifer kann sich mit der Zeit jedoch auf andere nachteilig auswirken. Bruder Paulus sagte: „Wenn ich viele Stunden habe und mit allen Wachttürmen und allen Artikeln im Einsichten-Buch vertraut bin und wenn ich sogar im Pionierdienst stehe, aber nicht Liebe habe, imageso bin ich nichts. Und wenn ich alle meine Zeitschriften verteile, um andere geistig zu speisen, und wenn ich in der Versammlung meine Erfahrungen erzähle, um mich zu rühmen, aber nicht Liebe habe, so nützt es mir nichts“ (vgl. 1. Korinther 13:2, 3).

Wir müssen die Gefahr der Selbstgerechtigkeit erkennen, bevor sie entsteht. Wir müssen uns davor in Acht nehmen, überheblich zu sein, uns anzugewöhnen, andere zu richten, und einen blinden Eifer zu entwickeln, der auf menschlicher Weisheit beruht.

Lebensmittelvergiftung – Gott übersieht Mindesthaltbarkeitsdatum!

Ist die geistige Speise gesundheitlich unbedenklich?

Nachdruck aus Erbrechet!, Dezember 2009

 

Brooklyn – Ein geistiger Gammelfleischskandal ungekannten Ausmaßes erschüttert Gottes Organisation. Um körperlich gesund zu bleiben, braucht der Mensch gesunde Nahrung. „Ebenso ist gesunde geistige Speise erforderlich, um geistig gesund zu bleiben“ (Die Suche der Menschheit nach Gott, Seite 28). Zu Menschen, die geistig gesund bleiben möchten, sagen Jehovas Zeugen: „Wir haben, was sie brauchen: nahrhafte geistige Speise“ (Komm, folge mir nach, Seite 159).

Doch hält diese Behauptung einer kritischen Überprüfung stand? Oder ist das Mindesthaltbarkeitsdatum der geistigen Speise schon abgelaufen? Beachten wir, was in dem Buch Die Harfe Gottes schon 1922 gesagt wurde: „Weiter sagte Jesus mit Bezug auf seine zweite Gegenwart: ‚Denn wo irgend das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden‘ (Matthäus 24:28). Und so ist es auch. Das Aas hier bezieht sich auf die geistige Speise, die für den Haushalt des Glaubens bereit gehalten wird“ (Seite 235).

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Etwas Ähnliches lehrte auch Pastor Russell. Unter der Überschrift „Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier“ schrieb er, „daß der Herr … seine Auserwählten … anziehen wird, wie Geier angezogen werden, nämlich durch Speise, für die sie ein klares Auge und Eßlust haben.“ Mit Bezug auf die von ihm im Wachtturm veröffentlichten Lehren und die Bibelforscher fügte er hinzu: „Die Speise der ‚gegenwärtigen Wahrheit‘ und die Sammlung der Heiligen um dieselbe entspricht durchaus dem hier gebrauchten Bilde“ (Schriftstudien, Bd. 4, Der Krieg von Harmagedon, Ausgabe 1926, S. 486).

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Russell und Rutherford, die ersten beiden Präsidenten der Wachtturm-Gesellschaft, zeigten also deutlich, dass ihre Schriften geistiges Aas waren. Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia versteht man unser Aas „die verwesenden Kadaver von Tieren. … Durch die Verwesung des Leichnams kommt es zur Bildung von Leichengiften und zu starkem Aasgeruch, … zusätzlich wird das Aas durch bakterielle Gifte … mit der Zeit immer giftiger.“

imageDiese Lehre wurde nicht, wie so viele andere, durch „neues Licht“ ersetzt. Vielmehr wurde sie mehr als 50 Jahre später noch einmal im Wachtturm bekräftigt: „Die ‚Auserwählten‘ würden, wie Jesus sagte, von falschen Christussen nicht irregeführt und betrogen werden können. Sie wären, bildlich gesprochen, ‚Adlern‘ gleich und hätten ein gutes geistiges Sehvermögen. Wie ein Adler wüßte, wo der Kadaver, der ihm als Nahrung dient, zu finden ist, so würden sich die weitsichtigen ‚Auserwählten‘ um den erwarteten Messias, Jesus, versammeln, um an der richtigen Stätte geistige Speise zu sich zu nehmen“  (Ausgabe vom 15. März 1975, Seite 174). Auch in dem Buch Der größte Mensch, der je lebte wird Matthäus 24:28 auf die „geistige Speise“ angewandt (Kapitel 111).

Somit besteht kein Zweifel daran, dass die gesalbten Zeugen Jehovas – die angeblichen „Auserwählten“ – geistige Aasfresser sind, und dass sie ihren Anhängern vergammelte Speise austeilen. Dies wird auch in dem Buch Licht bestätigt, in dem es heißt: „Der Anfang des Ausgießens der dritten Schale trifft zusammen mit dem 25. Juli 1924. … Die Wasserquellen sind rhetorische Ergüsse, Redeschwall, … die von denen, die da vorgeben, dass sie imstande wären, die Erde zu einem Paradies herzurichten, wie Ströme unter das Volk gesandt werden. … Die Wirkung auf diese ‚Ströme und Wasserquellen‘ war, dass sie ‚zu Blut wurden‘, das will sagen, dass sie wie totes und verwestes Zeug wurden“ (Band 2, Seite 25).

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Jehovas Zeugen glauben, sie würden nach Harmagedon „die Erde nach und nach zu einem Paradies umgestalten“ (Erwachet!, April 2007, Seite 10). In der Tat füllen ihre „rhetorischen Ergüsse“ ganze Bibliotheken, und ihr „Redeschwall“ belästigt imageWohnungsinhaber auf der ganzen Erde. Wie vorausgesagt, sind all ihre Veröffentlichungen „totes und verwestes Zeug“ oder „Aas“. Genau wie buchstäbliches Aas werden ihre Schriften „mit der Zeit immer giftiger“, weshalb sich nicht einmal ihre Anhänger selbst trauen, in älteren Büchern zu lesen. Tatsächlich enthalten diese viele Behauptungen, die aus heutiger Sicht lächerlich und absurd sind, damals aber angeblich mit absoluter Sicherheit feststanden und über jeden Zweifel erhaben in Gottes Wort verankert waren. Trotzdem wird jahrzehntealtes, schon damals längst verdorbenes „Fleisch“ immer wieder einfach neu verpackt (d. h. mit einem neuen Titelbild versehen) und mit neuer Datumsangabe gedruckt.

Kein Wunder, dass jeder, der über längere Zeit von der geistigen Speise isst, geistig krank wird. Welcher normale Mensch hat schon „Eßlust“ auf Aas, wie Russell schrieb? Viele Betroffene schotten sich mit der Zeit immer mehr von der Außenwelt ab und sind für diese kaum noch ansprechbar. Hüten wir uns also vor dem geistigen Gammelfleisch, das Jehovas Zeugen milliardenfach in der Welt verbreiten!

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Die „Adler“, die gesalbten Zeugen Jehovas, fressen nicht nur geistiges Aas. Jehova selbst sagte über den Adler: „Wo die Erschlagenen sind, da ist er“ (Hiob 39:30). Demzufolge heißt es in dem Buch Licht: „In diesem Bilde [aus Offenbarung 8:17] sind die Glieder des Überrestes ‚die Vögel, die inmitten des Himmels fliegen‘. … Die Getreuen werden ‚zu dem großen Mahle Gottes‘ versammelt. Es ist also Jehovas Mahl, das er bereitet; und der Überrest wird geehrt, daran teilzunehmen. … Diese Vögel sind eingeladen, von den gefallenen Heerscharen der feindlichen Organisation zu fressen; somit müssen sie des Herrn Überrest auf der Erde darstellen. … Die Treuen sind Adlern verglichen. … Adler nähren sich vom Fleisch toter Tiere. ‚Wo irgend das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden.‘ (Matthäus 24:28) … Alle diese Veranschaulichungen der Schrift passen auf die treue Knechtsklasse auf der Erde. … Jehova ist es, der durch seinen mächtigen Feldmarschall die Schlacht schlägt und die Erde mit Leichen füllt. … Sie werden somit die Schlacht sehen, und das wird für die, die auf des Herrn Seite stehen, ein Festmahl sein“ (Band 2, Seite 170 – 172).

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In dem Buch Das vollendete Geheimnis wird diese Ansicht bestätigt. Dort wird erklärt, dass die „Vögel“ aus Offenbarung 8:17 den ‚Adlern‘ aus Matthäus 24:28 entsprechen, und „daß diese Schriftstellen auch auf entsetzliche Art buchstäblich in Erfüllung gehen werden, und zwar in einer Sturmflut wirklichen Blutvergießens.“ Über die „Könige“, die gefressen werden sollen, heißt es: „Sie sind da, um gegessen zu werden“ (Ausgabe 1925, Seite 395).

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Die gesalbten Zeugen Jehovas freuen sich also darauf, dass Gott in Kürze alle Menschen, die keine Zeugen Jehovas sind, schlachten wird. Ihre überall herumliegenden Leichen werden für sie „ein Festmahl sein“. Auf welcher Seite werden wir stehen?

 

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Worüber sollte man sprechen?

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2009

imageDer Apostel Paulus empfahl: „Alles, was wahr, alles, was von ernsthaftem Interesse ist, alles, was gerecht, alles, was keusch, alles, was liebenswert ist, alles, worüber gut gesprochen wird, wenn es irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes gibt, diese Dinge erwägt weiterhin“ (Philipper 4:8) Was sollte demnach unser Gesprächsthema sein, und wovor sollten wir uns hüten?

Wahr: Jehovas Zeugen nennen ihre Religion zwar „die Wahrheit“, aber sind ihre Aussagen deswegen wahr? Schon ihr Gründer, Charles Taze Russell, schrieb im Band 3 der Schriftstudien: „Mit dem Ende des Jahres 1914 wird, was Gott Babylon nennt, und was die Menschen Christentum nennen, verschwunden sein“ (Ausgabe 1898, Seite 146). Hat sich seine Erklärung als „wahr“ erwiesen?

Später schrieben seine Nachfolger: „Die Bibel sagt voraus, daß diese himmlische Regierung [Gottes Königreich], die bereits an der Macht ist, im 20. Jahrhundert die Erde von aller Bosheit reinigen wird“ (Erwachet!, 8. Mai 1961). Zehn Jahre danach wurde gesagt: „Binnen kurzem wird noch in unserem zwanzigsten Jahrhundert ‘die Schlacht am Tage Jehovas’ gegen das neuzeitliche Gegenstück Jerusalems, die Christenheit, beginnen“ (‚Die Nationen sollen erkennen, dass ich Jehova bin‘ – Wie?, Seite 217). Waren diese Erklärungen „wahr“?

imageDer Wachtturm veröffentlichte im Lauf der Jahrzehnte sogar viele Erklärungen, die in späteren Ausgaben derselben Zeitschrift durch „neues Licht“ ersetzt und somit als unwahr gekennzeichnet wurden. Es war keine „gegenwärtige Wahrheit“, sondern Lüge (Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes, Seite 121).

Gerecht: In den 1960er Jahren „wollte die Regierung [von Schweden], daß Jehovas Zeugen … Zivildienst verrichten. Vertreter des Zweigbüros erschienen vor dem Ausschuß und erklärten, daß die Zeugen keinerlei Ersatz für den Militärdienst akzeptieren könnten“ (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1991, Seite 166). Auch wurde in der Erwachet!-Ausgabe vom 8. März 1975 gesagt: „Der Christ verweigert auch den Zivildienst, der als Ersatz für den Militärdienst gilt. In Wirklichkeit würde er durch diesen Dienst ein Teil der Welt werden, Jesus aber gebot, sich von der Welt getrennt zu halten“ (Seite 23).

In Übereinstimmung mit dieser Ansicht wurde jeder, der Zivildienst leistete, aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ausgeschlossen. Viele beugten sich der Anweisung, den Zivildienst zu verweigern, und verbrachten die besten Jahre ihres Lebens im Gefängnis. Doch im Wachtturm vom 1. Mai 1996 wurde plötzlich erklärt, im Hinblick auf den Zivildienst müsse „ein Gott hingegebener, getaufter Christ eine persönliche Entscheidung treffen“ (Seite 19). Von da an wurde niemand mehr gezwungen, den Zivildienst zu verweigern; in manchen Versammlungen wurde man sogar kritisiert, wenn man dies tat. War das „gerecht“?image

In den 1970er Jahren wurden Jehovas Zeugen „in dem südostafrikanischen Staat Malawi brutal verfolgt – geschlagen, vergewaltigt und sogar ermordet“, weil sie sich auf Anraten der Leitenden Körperschaft geweigert hatten, Parteikarten zu kaufen. Doch ihren Glaubensbrüdern in Mexiko wurde erlaubt, von Regierungsbeamten gegen Bestechungsgeld eine Bescheinigung zu kaufen, auf der stand, dass sie ihren Militärdienst abgeleistet hätten. War das „gerecht“?

Von ernsthaftem Interesse: Sind Erwachet!-Artikel wie „So schmeckts in Thailand“ (Juli 2008), „Mit dem Boot durch die Backwaters von Kerala“ (April 2008) oder „Die Tränen eines Gorillababys“ (August 2008) wirklich „von ernsthaftem Interesse“? Sind sie wirklich „geistige ‚Speise zur rechten Zeit‘, … tiefe biblische Wahrheiten“? (Der Wachtturm, 1. Januar 1996, Seite 30).

imageKeusch: Sind Jehovas Zeugen und ihre Schriften „keusch“? Zwar behauptet der Wachtturm vom 1. Dezember 1976, dass es „Tausende … Beispiele … der Keuschheit … unter Jehovas Zeugen“ gibt (Seite 709). Aber was sind „Tausende“ Beispiele in einer Organisation, der „viele Millionen Menschen“ angehören? (Der Wachtturm, 15. Mai 2005, Seite 22).

Wir dürfen nicht vergessen: „Buchstäbliche Hurerei ist etwas Unreines. … Aber geistige Hurerei ist noch schlimmer“ (Der Wachtturm, 15. September 1972, Seite 552). Und Jehovas Zeugen schreiben ständig über geistige und buchstäbliche Hurerei. Allein in den Wachtturm-Ausgaben von 1970 bis 2008 kommen die Wörter „Hure“ oder „Hurerei“ 1390mal vor! Sogar in Büchern für Kinder wird über „Huren oder Prostituierte“ gesprochen! (Lerne von dem großen Lehrer, Seite 136). Ist das „keusch“?

Liebenswert: Sind die wilden Tiere, die in den Wachtturm-Schriften gezeigt werden, „liebenswert“? Was ist mit den vielen Bildern, auf denen Weltmenschen gezeigt werden, obwohl Christen ‚die Welt nicht lieben‘ dürfen? (1. Johannes 2:15). Wie kommt es, imagedass wirklich ‚liebenswerte‘ Personen wie Micky Maus kein einziges Mal im Wachtturm erwähnt werden, verabscheuungswürdige Personen wie Satan aber über 6700mal zwischen 1970 und 2008?

Worüber gut gesprochen wird: Jeder weiß, dass über Jehovas Zeugen keineswegs „gut gesprochen wird“. Nein, „Jehovas Zeugen [werden] heute von den Regierenden der Welt oft nicht verstanden und sogar verachtet“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1993, Seite 14). Im Allgemeinen werden sie von den Menschen „als verachtenswerte ‚Sekte‘“ betrachtet (Der Wachtturm, 1. März 1996, Seite 14). Selbst das Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1970 berichtet darüber, dass ein Geistlicher „immer schlecht von Jehovas Zeugen gesprochen“ hatte (Seite 293).

Jehovas Zeugen und ihre Schriften gehören also keinesfalls zu dem, was man ‚weiterhin erwägen‘ sollte. Worauf sollten wir unsere Gedanken dann richten? Wo gibt es „irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes“? Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia versteht man unter Tugend „eine Fähigkeit und innere Haltung, das Gute mit innerer Neigung (d. h. leicht und mit Freude) zu tun.“ Und wie es in dem Buch Fragen junger Leute – Praktische Antworten heißt, „kann Alkohol Freude bereiten“ (Ausgabe 1989, Seite 262).

imageAlkoholkonsum trägt also zur Freude und somit zur Tugend bei. Und da „Alkohol die Zunge löst“, fällt es einem im betrunkenen Zustand auch viel leichter, „irgend etwas Lobenswertes“ über seine Mitmenschen zu sagen (Der Wachtturm, 15. Juni 1994, Seite 20). „Irgendeine Tugend und irgend etwas Lobenswertes“ findet man somit am besten in einer Kneipe oder in einem Brauereilokal. Besonders am Stammtisch kann man auch erbauende Gespräche führen. In der Gemeinschaft von Trinkern können wir Gott am besten preisen.

Wasser des Lebens in unserer Zeit

Nachdruck aus Erbrechet!, Februar 2009

Die Prophezeiung der Gebrüder Grimm vom „Wasser des Lebens“ handelt von einem Mann, „der war krank, und niemand glaubte daß er mit dem Leben davon käme“ (Wasser 1:1)[1]. Das beschreibt treffend die Situation, in der sich die Welt im 19. Jahrhundert befand. Sie war in geistiger Hinsicht krank; die Menschen befanden sich in geistiger Finsternis. Die Menschen waren von den falschen Lehren der Christenheit gefangen, und es sah nicht so aus, als ob die wahre Anbetung wiederhergestellt würde.

Der König „hatte aber drei Söhne“, und ein weiser Mann sprach zu ihnen: „Ich weiß noch ein Mittel, das ist das Wasser des Lebens. … Es ist aber schwer zu finden“ (Wasser 1:2). Der „König“ ist der „König der Ewigkeit“, Jehova Gott (Off. 15:3). Die „Söhne“ stehen für verschiedene Erforscher der Bibel, die im 19. Jahrhundert versuchten, die durch das „Wasser des Lebens“ dargestellten kostbaren Wahrheiten zu ergründen. Paulus schrieb über sie: „Alle, die durch Gottes Geist geleitet werden, diese sind Söhne Gottes“ (Röm. 8:14).

Jeder von ihnen „dachte in seinem Herzen ‚bringe ich das Wasser, so bin ich meinem Vater der liebste und erbe das Reich’“ (Wasser 1:4). Ja, jeder dieser Männer wollte „Gottes Königreich erben“ (1. Kor. 6:10). Zwei der drei Söhne machten jedoch einen entscheidenden Fehler: Sie behielten ihre Erkenntnisse für sich. Sie begegneten einem „Zwerg auf dem Wege“ – einem „Kleingläubigen“, der nach wahrer Erkenntnis hungerte (Wasser 1:5). Sie hätten die Verpflichtung gehabt, ihm „die gute Botschaft über den Christus, Jesus, zu verkündigen“ (Apg. 5:42). Statt dessen sagten sie zu ihm: „Dummer Knirps, … das brauchst du nicht zu wissen“ (Wasser 1:6).

Paulus schrieb: „Wehe mir, wenn ich die gute Botschaft nicht verkündigte!“ (1. Korinther 9:16). Leider hielten sich die meisten Christen, die im 19. Jahrhundert Erkenntnis aus Gottes Wort erlangt hatten, vom Predigen zurück. Dadurch gelangten sie in eine geistige Sackgasse, was durch die Erfahrung eines der „Söhne“ dargestellt wird: Er „gerieth bald hernach in eine Bergschlucht, und je weiter er ritt, je enger thaten sich die Berge zusammen, und endlich ward der Weg so eng, daß er keinen Schritt weiter konnte; …. er saß da wie eingesperrt. … So gehts aber den Hochmüthigen“ (Wasser 1:8, 11).

Charles Taze Russell

Der Apostel Jakobus erklärte: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber erweist er unverdiente Güte“ (Jak. 4:6). Die hochmütigen Geistlichen wurden von Jehova nicht mit Erkenntnis gesegnet; statt dessen erwies Jehova dem demütigen Charles Taze Russell „unverdiente Güte“. Er sagte praktisch zu ihm: „Weil du dich betragen hast, wie sichs geziemt, nicht übermüthig wie deine falschen Brüder, so will ich dir Auskunft geben und dir sagen wie du zu dem Wasser des Lebens gelangst“ (Wasser 1:14).

Russell „machte sich auf den Weg“, und „das Thor sprang beim dritten Ruthenschlag auf“ (Wasser 2:1). Er beachtete den Rat Jesu, der gesagt hatte: „Klopft immer wieder an, und es wird euch geöffnet werden“ (Mat. 7:7). Daher gab er nicht auf, als sich das Tor nach dem ersten und zweiten Klopfversuch nicht geöffnet hatte. Seine Beharrlichkeit wurde belohnt, als das Tor aufsprang.

Paulus schrieb über vorchristliche Diener Gottes, dass sie „der Löwen Rachen verstopften“ (Heb. 11:33). Gleichermaßen hatte Russell „die Löwen mit dem Brot gesänftigt“; die „Löwen“ stellen Geistliche der Christenheit dar, die er durch seine Redekunst zum Schweigen brachte (Wasser 2:2). Danach „trat er in das Schloß und kam in einen großen schönen Saal: darin saßen verwünschte Prinzen, denen zog er die Ringe vom Finger“ (Wasser 2:2). Die ‚verwünschten Prinzen’ sind andere Erforscher der Bibel, die durch ihre Weigerung, den „Zwergen“ zu predigen, ihre Hoffnung auf „Annahme an Sohnes Statt“ verspielt hatten (Röm 8:23). Er zog ihnen in Gottes Auftrag „die Ringe vom Finger“, die ihren eheähnlichen Bund mit Jesus darstellten. Durch seine Tätigkeit wurde bewiesen, dass sie keine wahren Christen waren.

„Weiter kam er in ein Zimmer, darin stand eine schöne Jungfrau“, die anstelle der ‚verwünschten Prinzen’ nun die Braut Christi werden sollte (Wasser 2:3). Paulus sprach bereits von dieser Klasse, die er ‚als eine keusche Jungfrau dem Christus darstellen’ wollte (2. Kor. 11:2). In dem Buch Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht heißt es, „die als ‚keusche Jungfrau’ bezeichnete Klasse [begann] im Jahre 1874, dem himmlischen Bräutigam entgegenzugehen“ (S. 187).

Der Mitternachtsruf

Diese Zeitangabe wird durch die Prophezeiung vom Wasser des Lebens gestützt, denn sie sagt über Charles Taze Russell: „Als er erwachte, schlug es drei Viertel auf zwölf“ (Wasser 2:5). Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia erlangte Russell viele seiner grundlegenden Erkenntnisse zwischen 1870 und 1875, als er mit Bekannten die Bibel studierte. In diese Zeit fällt das Jahr 1873, in dem Nelson H. Barbour die Zeitschrift The Midnight Cry („Der Mitternachtsruf“) veröffentlichte, um anzuzeigen, dass es „drei Viertel auf zwölf“ geschlagen hatte.

Die Zeitschrift wurde später in Herald of the Morning umbenannt, und Russell beteiligte sich von 1876 bis 1879 an der Herausgabe. Doch dann „sprang er ganz erschrocken auf … und eilte, daß er fortkam“, nachdem er festgestellt hatte, dass Nelson H. Barbour seine Lieblingslehre nicht unterstützte (Wasser 2:6). Schließlich „schlugs zwölf“; das geschah im Jahr 1914, als die „sieben Zeiten“ zu Ende gingen und somit die Zeit für die alte Welt abgelaufen war (Wasser 2:7).

Charles Taze Russell starb kurz darauf, aber er „war froh daß er das Wasser des Lebens erlangt hatte“ und „gieng heimwärts“ in den Himmel (Wasser 2:7). Seine Rolle auf der Erde übernahm nun Joseph F. Rutherford, doch dieser erklärte, image„daß obgleich Pastor Russell jenseits des Vorhanges eingegangen ist, er noch jeden Teil der Erntearbeit leitet“ (Das vollendete Geheimnis, S. 186).

Nun sagte jemand zu Rutherford: „Mit dem Schwert kannst du ganze Heere schlagen, das Brot aber wird niemals all“ (Wasser 2:9). Ja, mit dem „Schwert des Geistes“ konnten die Bibelforscher „ganze Heere“ von Geistlichen „schlagen“. Ihr „Brot“ – die von ihnen ausgeteilte geistige Speise – „wird niemals all“, d. h. sie geht nie aus. Es gibt immer genügend Schriften zum Studieren.

Einsammlung der „Brüder“

Der Prinz sprach nun zu einem Passanten: „Kannst du mir nicht sagen, wo meine zwei Brüder sind?“ (Wasser 3:1). Ebenso machten sich auch die Bibelforscher unter der Leitung von J. F. Rutherford auf die Suche nach ihren Brüdern. So heißt es in dem Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe: „Von 1919 an … kamen einige von der neuzeitlichen Synagoge des Satans, der Christenheit, zum gesalbten Überrest, bereuten und ‘beugten sich nieder’, indem sie die Autorität des Sklaven anerkannten. In Gemeinschaft mit den älteren Gliedern der Johannes-Klasse dienten auch sie Jehova. So wurde die Vollzahl der gesalbten Brüder Jesu eingesammelt“ (S. 63).

Bereitwillig teilte J. F. Rutherford seine Erkenntnisse mit seinen Glaubensbrüdern; er „erzählte ihnen wie es ihm ergangen wäre, daß er das Wasser des Lebens gefunden … hatte“ (Wasser 3:2). Er gab tatsächlich eine große Menge Bücher und andere Schriften heraus, darunter Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben, Schöpfung oder Religion.

Rutherford glaubte, kurz nach der Einsammlung seiner Brüder – die im Jahre 1935 zu Ende gewesen sein soll – in den Himmel zu kommen und dort als König zu regieren. Doch statt dessen gerieten er und seine Brüder „in ein Land, wo Hunger und Krieg war, und der König glaubte schon er müßte verderben, so groß war die Noth“ (Wasser 3:4). Statt Harmagedon kam „Hunger und Krieg“, wie auch von Jesus vorhergesagt worden war: „Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheit … geben“ (Mat. 24:7).

Der „König“ dieses Landes steht für die Menschheit, die damals große Not leiden musste. Inzwischen herrscht zwar in den meisten Ländern kein buchstäblicher Hunger mehr, aber dafür „herrscht zweifellos ein geistiger Hunger in der ganzen Welt“, wie in der Zeitschrift Erwachet! vom 1. April 1970 gesagt wurde (S. 221).

Das Werk Überleben – und dann eine neue Erde sagt dazu: „Einer der Hauptgründe für die Probleme der Menschheit ist eine geistige Hungersnot. Weil die Menschen Jehova verlassen haben, begünstigt er sie nicht mit einem Verständnis seines Wortes. … Geistig hungernde Menschen suchen verzweifelt nach Antworten. … Wahnsinnig vor geistigem Hunger, schaden solche Menschen oft sich selbst und anderen, während sie unmoralische oder kriminelle Dinge treiben“ (S. 79).

Leben retten in einer Zeit des Hungers

Glücklicherweise konnten Jehovas Zeugen, wie die Bibelforscher inzwischen genannt wurden, diesem geistigen Hunger abhelfen: „Da gieng der Prinz zu ihm und gab ihm das Brot, womit er sein ganzes Reich speiste und sättigte, und dann gab ihm der Prinz auch das Schwert“ (Wasser 3:5). Rutherford, seine Anhänger und seine Nachfolger haben „Milliarden von Bibeln [„das Schwert“] und Büchern, Broschüren und Zeitschriften [„das Brot“] verbreitet“, wie in Unserem Königreichsdienst vom März 2004 festgestellt wurde (S. 4).

Die Zahl drei „bedeutet Nachdruck sowie Eindringlichkeit“, heißt es in dem Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe (S. 19). Daher kamen der Prinz und seine Brüder „noch in zwei Länder, wo Hunger und Krieg herrschten, und da gab der Prinz den Königen jedesmal sein Brot und Schwert. … Danach setzten sie sich auf ein Schiff, und fuhren übers Meer“ (Wasser 3:7, 8). Ja, die Tätigkeit der Zeugen Jehovas ist kein begrenzter Einsatz, sondern „ein weltumspannendes Werk“ (Unser Königreichsdienst, Februar 2003, S. 7). „Rund um die Erde beteiligen sich über sechs Millionen Zeugen Jehovas daran, anderen kostenlos ‚Wasser des Lebens’ zu bringen“ (Der Wachtturm, 1. August 2003, S.20). Überall versorgen sie die Menschen mit geistiger Speise und dem „Schwert des Geistes“ (Eph. 6:17).

Wie im Wachtturm vom 1. Januar 1976 gesagt wird, gab es immer wieder „Anfeindungen seitens der ‚unkrautgleichen’ Klasse der Geistlichkeit der Christenheit“ (S. 7). Doch den „beiden ältesten“ – den Geistlichen, deren Kirchen die ältesten sind – blieb nichts anderes übrig, als anzuerkennen: „Der jüngste [Russell, dessen Religion viel jünger ist als ihre] hat das Wasser des Lebens gefunden und wir nicht, dafür wird ihm unser Vater das Reich geben, das uns gebührt, und er wird unser Glück wegnehmen“ (Wasser 3:9).

Das wird wirklich geschehen; „die Kirchen der Christenheit und ihre Geistlichkeit werden plötzlich in die Vernichtung gestürzt werden“ (Der Wachtturm, 15. Juli 1974, S. 428). Doch nicht nur die Geistlichen bereiten dem „Königssohn“ – den gesalbten Dienern Gottes – Schwierigkeiten, sondern auch Abtrünnige. Diese „wurden … rachsüchtig und verabredeten mit einander daß sie ihn verderben wollten. … Da gossen sie das Wasser des Lebens aus dem Becher“ und gossen statt dessen „bitteres Meerwasser hinein“ (Wasser 4:1). Einige Abtrünnige geben ebenfalls Broschüren und Zeitschriften heraus, die in Aufmachung und Inhalt an die Publikationen der echten Zeugen Jehovas erinnern. Doch sie enthalten kein „Wasser des Lebens“, sondern „bitteres Meerwasser“. Über jemanden, der ihre Schriften las, sagt die Prophezeiung: „Kaum aber hatte er ein wenig von dem bitteren Meerwasser getrunken, so ward er noch kränker als zuvor“ (Wasser 4:2).

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Der König – Jesus Christus – ließ „das Urtheil über ihn [einen Abtrünnigen] sprechen daß er heimlich sollte erschossen werden“ (Wasser 4:4). Tatsächlich sagen schon heute viele Zeugen Jehovas zu Abtrünnigen: „Ich soll[te] euch todtschießen“ (Wasser 4:5). Doch der Wachtturm vom
15. Januar 1953 musste seine Leser ermahnen: „Da uns durch die Gesetze der weltlichen Nationen, … Schranken auferlegt sind, können wir nur bis zu einem gewissen Grade gegen Abgefallene Schritte unternehmen. … Das Gesetz des Landes und das Gesetz Gottes durch Christus Jesus verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind.“ Aber Harmagedon ist greifbar nahe, und spätestens dann werden „Abtrünnige auf der ganzen Erde vernichtet werden“, wie in Unserem Königreichsdienst vom September 1973 angekündigt wurde (S. 6).

„Dies ist der Weg“

Die Prophezeiung sagt weiter: „Die Königstochter aber ließ eine Straße vor ihrem Schloß machen, die war ganz golden und glänzend“ (Wasser 4:8). Tatsächlich beenden viele der gesalbten Zeugen Jehovas ihren irdischen Lauf und kommen in den Himmel, wo sie ein Teil des ‚Neuen Jerusalem’ werden, das „wie eine für ihren Mann geschmückte Braut“ aussieht (Off. 21:2). Genau wie in der Prophezeiung ist „die breite Straße der Stadt … lauteres Gold, wie durchsichtiges Glas“ (Off. 21:21).

Aber nur, „wer darauf geradeswegs zu ihr geritten käme, das wäre der rechte und den sollten sie einlassen“ (Wasser 4:9). Daher sagen die gesalbten Zeugen Jehovas immer wieder zueinander und zu ihren Anhängern: „Dies ist der Weg, ihn woll’n wir gehn“ (Singt Jehova Loblieder, Lied 42). Auch Anhänger der Christenheit versuchten, Zutritt zum neuen Jerusalem zu erlangen; dies wird durch einen Reiter dargestellt, der „ritt links nebenher. Wie er aber vor das Thor kam, sagten die Leute er wäre der rechte nicht, er sollte wieder fortgehen“ (Wasser 5:1). Wie vorhergesagt, wird Jesus solchen Personen „dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit“ (Mat. 7.23).

Wenn alle 144 000 Gesalbten im ‚Neuen Jerusalem’ versammelt sein werden, wird auch Jesus, der „Bräutigam“, dort erscheinen (Mar. 2:19). „Als er vor das Thor kam, ward es aufgethan, und die Königstochter empfieng ihn mit Freuden und sagte er wär ihr Erlöser und der Herr des Königreichs, und ward die Hochzeit gehalten mit großer Glückseligkeit“ (Wasser 5:2). Die „Hochzeit des Lammes“ wurde gehalten, und ‚alle Vögel’ wurden „zum großen Abendessen Gottes“ versammelt (Off 19:9, 17). Die Geistlichen der Christenheit und die Abtrünnigen aber „waren fortgeschifft und kamen ihr Lebtag nicht wieder“, sondern wurden zusammen mit den den anderen „von Jehova Erschlagenen … zu Dünger auf der Oberfläche des Erdbodens“ (Jer. 25:33).


[1] Soweit nicht anders vermerkt, sind die Zitate in diesem Artikel aus Kinder- und Hausmärchen, Große Ausgabe, Band 2, 7. Auflage 1857 entnommen.