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Wer ist der Antichrist?

Nachdruck aus Erbrechet!, Juli 2009

„Ihr [habt] gehört, … dass der Antichrist kommt“ (1. Johannes 2:18).

Was würden wir tun, wenn man uns vor einem gefährlichen Verbrecher warnen würde, der es auf unsere Wohngegend abgesehen hat? Wahrscheinlich würden wir uns genau über sein Aussehen und seine Vorgehensweise erkundigen und dann ständig wachsam sein.

Wir befinden uns heutzutage in einer ähnlichen Lage. Der Apostel Johannes warnt uns mit folgenden Worten: „Ihr [habt] gehört, … dass der Antichrist kommt“ (1. Johannes 2:18). Existiert denn überhaupt so ein Antichrist, der Menschen hinters Licht führt? Wenn ja, wer ist es?

Der Ausdruck „Antichrist“ bedeutet „gegen Christus“. Somit muss es sich um einen Menschen oder eine Organisation handeln, die dem Vorsatz Jesu Christi entgegenwirkt. Wir wollen einige Aussagen Jesu betrachten und feststellen, wer es ist, der genau die entgegengesetzten Ziele verfolgt wie Christus.

Entzweiung

Einen wesentlichen Aspekt des Vorsatzes Jesu Christi finden wir im Matthäusevangelium. Jesus erklärte: „Ich bin gekommen, um zu entzweien“ (Matthäus 10:35). Politische Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen unterstützen dieses Ziel. „Wirtschaftliche, politische und nationale Rivalität hat die Menschen untereinander entzweit“, wie Der Wachtturm vom 1. Juli 1974 feststellte (Seite 389).

Auch die meisten Religionsorganisationen ahmen Jesu Beispiel nach, weshalb es in Unserem Königreichsdienst vom September 2001 heißt: „Im Allgemeinen scheinen imageReligionen die Menschen eher zu entzweien“ (Seite 1). Doch eine Organisation hat sich besonders davon hervorgetan, in die entgegensetzte Richtung zu arbeiten. So heißt es in der Zeitschrift Erwachet! vom 22. Mai 2002: „Das weltweite biblische Bildungsprogramm von Jehovas Zeugen hat dazu beigetragen, Menschen unterschiedlichster Herkunft zu vereinen“ (Seite 13).

Jehovas Zeugen widerstehen dem Vorsatz Christi. Während andere Organisationen die Menschheit gemäß dem Willen Jesu entzweien, „sind sie nicht … entzweit, sondern sie sind geeint“ (Erwachet!, 22. April 1975, S. 22). Sind also Jehovas Zeugen der Antichrist? Dazu müssten sie noch in weiteren Punkten gegen den erklärten Willen Christi arbeiten und von seinen Maßstäben abweichen. Ist das der Fall?

Predigtdienst

Jesus gab genaue Anweisungen für den Predigtdienst. Gleich zu Beginn gebot er: „Begebt euch nicht auf die Straße der Nationen, und tretet nicht in eine samaritische Stadt ein“ (Matthäus 10:5). Jehovas Zeugen ignorieren Jesu Vorsatz, denn über „eine Delegation aus dem Zweigbüro der Gesellschaft“ heißt es im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1980: „Auch die alleinstehenden Familien in Jericho und Nablus wurden besucht“ (Seite 245). Nablus liegt im Gebiet des antiken Samaria, unweit der damaligen Hauptstadt.

Jesus befahl: „Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreichimage der Himmel hat sich genaht‘“ (Matthäus 10:7). Doch Jehovas Zeugen empfehlen ihren Anhängern: „Lerne, die Einleitungen aus dem Unterredungs-Buch zu gebrauchen“ (Unser Königreichsdienst, Januar 1990, S. 7). Statt „Das Königreich der Himmel hat sich genaht“ sagen sie Sätze wie „Ich versuche Menschen anzutreffen, die gern in einer Welt leben möchten, in der es keinen Krieg mehr gibt“ (Unterredungen anhand der Schriften, Seite 12). Außerdem predigen sie nicht, ‚während sie hingehen‘ (obwohl sie manchmal die Zeit für die Fahrt ins Gebiet berichten), sondern erst, wenn sie im Gebiet angekommen sind.

Jesus gebot außerdem: „Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus“ (Matthäus 10:8). Jehovas Zeugen weigern sich, diesem Auftrag nachzukommen, und behaupten, sie „besitzen keine Wundergaben des Geistes, wie die Fähigkeit, Kranke zu heilen oder Tote aufzuerwecken“ (Der Wachtturm, 15. April 1996, Seite 29).

imageKurze Zeit später gab Jesus die Anweisung: „Predigt von den Hausdächern“ (Matthäus 10:27). Doch sind Jehovas Zeugen dafür bekannt, auf Dächern zu stehen? Nein, sie predigen nicht „von den Hausdächern“, sondern „auf den Straßen, an Bahnhöfen und an den Haustüren“ (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994, Seite 245). Sie halten sich also überhaupt nicht an Jesu Anweisungen. Sie tun nicht, was Jesus verlangt hat, und tun das, was er verboten hat.

Andere Anweisungen

Jesus erklärte: „Wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden“ (Matthäus 13:12). Wenn man daher „Menschen, die keinen Glauben haben“, antrifft, sollte man ihren Glauben noch weiter schwächen. Stattdessen denken Jehovas Zeugen darüber nach, welche Faktoren „die Menschen daran hindern können, Glauben zu erlangen“ (Unser Königreichsdienst, September 2002, Seite 2). Ihr Ziel ist es – im Widerspruch zu Christi Vorsatz – solchen Menschen „zu helfen, Glauben zu erlangen“ (Unser Königreichsdienst, März 1990, Seite 1).

An anderer Stelle sagte Jesus: „Ein Mahl mit ungewaschenen Händen einzunehmen verunreinigt einen Menschen nicht“ (Matthäus 15:20). Dementsprechend ‚wuschen seine Jünger sich die Hände nicht, bevor sie ein Mahl einnahmen‘ (Matthäus 15:2). Auch in diesem Punkt setzen sich Jehovas Zeugen dreist über Jesu Vorsatz hinweg und gebieten: „Schärfe deinen Kindern ein, sich … vor den Mahlzeiten die Hände zu waschen“ (Erwachet!, 8. August 1981, Seite 15). Sie behaupten sogar: „Regelmäßiges Händewaschen ist ein Muss“ (Erwachet!, 22. September 2003, Seite 11). Damit gleichen sie den Pharisäern, die ebenfalls auf das Händewaschen Wert legten (Markus 7:3).

imageJesus empfahl einem reichen Mann: „Verkauf deine Habe und gib den Armen“ (Matthäus 19:21). Auch seine Jünger verwendeten Spenden, die sie von den Menschen erhielten, für die Armen (Markus 14:5). Doch Jehovas Zeugen raten davon ab, den Armen Geld zu geben. Stattdessen erklären sie ihren Anhängern: „Falls ihr einen Scheck ausstellen möchtet, um zu spenden, dann sollte der Empfänger die Wachtturm-Gesellschaft sein“ (Unser Königreichsdienst, Mai 1999, Seite 6). Sie sagen, wer „in finanzieller Hinsicht“ etwas beitragen möchte, könne „dies dadurch tun, daß er seine Spende an das Zweigbüro der Wachtturm-Gesellschaft in seinem Land überweist“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1982, S. 31).

Abweichung von Jesu Maßstäben

Jesus gebot: „Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist“ (Matthäus 5:48). Doch die Broschüre Jehovas Zeugen – Menschen aus der Nachbarschaft sagt deutlich, dass „Jehovas Zeugen … unvollkommen sind und somit Eigenschaften und Neigungen haben, die nur schwer mit der neuen Persönlichkeit in Übereinstimmung zu bringen sind“ (Seite 14). Ihr Führungsgremium ist „der ‚treue und verständige Sklave‘, der aus unvollkommenen Menschen besteht“ (Der Wachtturm, 15. November 1981, Seite 13).

Nicht nur in dieser Hinsicht sind Jehovas Zeugen weit davon entfernt, sich an Jesu Maßstäbe zu halten. Sie handeln auch im Widerspruch zu folgender Aussage Christi: „Wenn ihr nicht … wie kleine Kinder werdet, so werdet ihr auf keinen Fall in das Königreich der Himmel eingehen“ (Matthäus 18:3). Im Gegensatz dazu erklären Jehovas Zeugen: „Wir – die vielen Frauen unter uns eingeschlossen – ‘benehmen uns wie Männer’“ (Der Wachtturm, 1. April 2002, Seite 15).

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Blinde Leiter

Jesus lehrte: „Himmel und Erde werden vergehen“ (Matthäus 24:35). Doch Jehovas Zeugen behaupten, „daß die Erde ewig bestehen wird“ (Der Wachtturm, 1. April 1997, S. 8). Ihre Verheißungen über „ein glückliches und sorgenfreies Leben auf einer paradiesischen Erde“ führen Millionen Menschen in die Irre, denn sie widersprechen den Aussagen Jesu Christi. image

Im Gespräch mit den Pharisäern und Sadduzäern erklärte Jesus: „Eine böse und ehebrecherische Generation sucht fortwährend ein Zeichen“ (Matthäus 16:4). Der Wachtturm vom 1. November 1995 erklärte, dass diese „böse und ehebrecherische Generation“ mit der „Generation“ identisch ist, die Jesus in Matthäus 24:34 erwähnte (Seite 11, 12). Im Wachtturm vom 15. Februar 2008 wird ergänzt, dass die „Johannes-Klasse“, die „Gesalbten“, die „Generation“ aus Matthäus 24:34 bilden.

Sind die „Gesalbten“ der Zeugen Jehovas – der sogenannte „treue und verständige Sklave“ – wirklich die ‚böse und ehebrecherische Generation, die fortwährend ein Zeichen sucht‘? Ja, denn gemäß Unserem Königreichsdienst vom April 2002 „handelt ‚der treue und verständige Sklave‘ als ‚jemand, der Ausschau hält’“ (Seite 5).

Falsche Propheten

Doch nicht nur die Führer der Zeugen Jehovas widerstehen Christi Geboten. Auch die einfachen Verkündiger ignorieren die klare Anweisung: „Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht“ (Matthäus 7:15). Jehovas Zeugen prophezeiten beispielsweise: „Mit dem Ende des Jahres 1914 wird, imagewas Gott Babylon nennt, und was die Menschen Christentum nennen, verschwunden sein“ (Schriftstudien Band 3, Ausgabe 1898, Seite 146). Doch „der Oktober 1914 verstrich, ohne daß die erwartete Verwandlung zu himmlischem Leben stattfand“, wie in dem Buch Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes zugegeben wird (Seite 636). Gemäß diesem Buch wurde kurz darauf „in dem Vortrag ‚Millionen jetzt Lebender werden nie sterben‘, den J. F. Rutherford am 21. März 1920 im Hippodrom in New York hielt, … auf das Jahr 1925 aufmerksam gemacht. … Für dieses Jahr rechnete man auch mit der Auferstehung treuer vorchristlicher Diener Gottes“ (Seite 632).

Schließlich „herrschte 1975 erneut Enttäuschung, als sich die Erwartungen in Bezug auf den Beginn des Millenniums nicht erfüllten“. Zwar „zogen sich einige von der Organisation zurück“, doch die meisten ignorierten Jesu Warnung vor „falschen Propheten“ und blieben der Wachtturm-Organisation treu (Seite 633). Sie hörten nicht auf die eindringlichen Worte, mit denen Der Wachtturm vom 1. Mai 1971 sie vor Jehovas Zeugen gewarnt hatte: „Ihre Verheißungen und Vorhersagen über eine bessere Zukunft haben sich bisher nicht erfüllt. Warum solltest du dich von ihnen auf ihrem abwärtsführenden Weg mitreißen lassen, auf dem sie in die Vernichtung gehen, weil sie sich Gottes Willen widersetzt haben?“ (Seite 261).

Der Antichrist identifiziert

Somit besteht kein Zweifel daran, dass Jehovas Zeugen der „Antichrist“ sind, vor dem die Bibel warnt. Wie der Apostel Johannes schreibt, „sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden“ (1. Johannes 2:18). „Die große Mehrung, die Jehovas Zeugen auf der ganzen Erde erleben“, beweist ebenfalls, dass diese Beschreibung auf sie zutrifft (Der Wachtturm, 15. Juni 1995, Seite 27).

Gott wird „die vernichten, die Lügen reden“ (Psalm 5:6). Der Apostel Johannes schrieb über Jehovas Zeugen: „Dies ist der Betrüger und der Antichrist“ (2. Johannes 7). Gott, der Allmächtige, wird über die Angehörigen dieser Organisation Vernichtung bringen, weil sie Lügen geredet und damit andere irregeführt haben.

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