Archiv der Kategorie: Offenbarung

Der Klimawandel – Anlass zur Sorge?

„Siehe, der Tag kommt, der brennend ist wie der Ofen.“ (Maleachi 4:1)

Viele Menschen machen sich Sorgen wegen der globalen Erwärmung. Aber ist der Klimawandel wirklich etwas, worüber man sich Sorgen machen muss? Menschliche Wissenschaftler malen Schreckensszenarien an die Wand, doch das ist nichts Neues. Schon im Jahr 1923 gab es „in der Tagespresse Berichte, die in der Tat feststellen, daß es am Nordpol wärmer wird. Ein solcher Bericht sagt: … ‚Dr. Boel … konnte mit seinem Schiff bis zum 81. Breitegrad in eisfreiem Wasser vordringen. … Ein norwegischer Kapitän … meldete, dass die Abnahme des Eises 1918 begonnen habe. … An manchen Stellen sind die Gletscher, die bis ins Meer reichten, gänzlich verschwunden. … Das Wasser, das sonst kaum 3 Grad Celsius hatte, war bis zu 13 Grad erwärmt‘“ (Das Goldene Zeitalter, Ausgabe Magdeburg, 15. Dezember 1923).

Betrachteten wahre Christen diesen Temperaturanstieg als Problem? Das Gegenteil ist der Fall. Unter der Überschrift „Verändert sich das Klima der Erde? Und werden die Pole wirklich wärmer?” schrieb die bereits zitierte Ausgabe des Goldenen Zeitalters:

Wir [haben] überall in der Welt seit 8 – 10 Jahren ein merklich verändertes Klima und Wettererscheinungen, wie sie früher kaum beobachtet wurden. Dies alles ist ohne Zweifel ein Übergangszustand einem gleichmäßigen gesunden Klima entgegen. … Nun kommt aber ein Prof. Kaßner und behauptet, es handle sich bei diesen Erscheinungen nicht um Klimaänderung, sondern lediglich um periodische Klimaschwankungen. … Hierauf erwidern wir, daß eine solche These jeder Begründung entbehrt. Eine periodische Erwärmung der Polargegenden läßt sich nicht nachweisen. … Die Tatsache, daß der Fürst dieser Welt diesen weiteren Beweis der nahe bevorstehenden Einführung des Goldenen Zeitalters zu entkräften sucht, ist selbstverständlich.

Der Klimawandel ist also kein Zeichen einer bevorstehenden Katastrophe – ganz im Gegenteil. Nachdem das Goldene Zeitalter eine Reihe von Zeichen „der unmittelbar bevorstehenden Aufrichtung des Reiches Gottes auf Erden“ aufzählt, fährt der Autor fort: „Genau so verhält es sich mit der derzeitigen Erwärmung der Pole, und das forschende aufrichtige Menschenherz wird sie mühelos … als eine auffallende und kraftvolle Begleiterscheinung der bevorstehenden Wiederherstellung unseres Planeten zu einer paradiesischen Wohnstätte für die Menschheit erkennen.“ Durch die globale Erwärmung werden „die Eiszonen der Pole verschwinden“, so dass überall auf der Erde ein warmes Klima herrschen wird.

imageWelche Folgen wird das für die Menschheit haben? „Man rechnet beispielsweise mit einem drastischen Ansteigen des Meeresspiegels, verursacht durch starkes Abschmelzen von Festlandeis und durch die wärmebedingte Ausdehnung des Meerwassers. Nicht nur niedrig gelegene Inselgebiete wie Tuvalu könnten verschwinden; gefährdet sind unter anderem auch große Teile der Niederlande und Floridas. … Außerdem sind Tausende von Tierarten gefährdet, darunter die Eisbären. … Mücken, Zecken und andere Krankheitsüberträger … [können] in weitere Regionen vordringen“ (Erwachet!, August 2008, Seite image3). Diese Aussichten sind ein weiterer Beweis dafür, dass die globale Erwärmung ein Vorgeschmack auf das künftige Paradies ist, denn der Untergang Hollands in Verbindung mit Gottes Gerichtstag wurde schon vor langer Zeit vorhergesagt (Offenbarung 18:21; siehe Babylon die Große ist gefallen! Hat sie sich wehgetan?). Auch sind „Mücken, Zecken und andere Krankheitsüberträger“ Geschöpfe Gottes, und ihre weitere Ausbreitung ist zweifellos in Übereinstimmung mit seinem Vorsatz (siehe Bakterien und Parasiten preisen Jehova). Unvollkommene Tierarten wie die Eisbären werden dagegen verschwinden, und die ursprünglichen (braunen) Bären werden „Stroh fressen so wie der Stier“ (Jesaja 11:7).

Es ist auch bekannt, dass im Paradies „die Wüste blühen wird“ (Der Wachtturm, 15. März 1992, Seite 26; Jesaja 35:1). In Übereinstimmung mit dieser Prophezeiung wird „der Westafrikanische Monsun zusammenbrechen und in der Folge nach Norden in die Sahara ausweichen. Ein Ergrünen dieser Region gehört damit zu den … Effekten der globalen Erwärmung“ (Wikipedia). Angesichts all dieser Beweise kann es wirklich keinen Zweifel daran geben, dass die globale Erwärmung das Werk Gottes ist, der die Erde auf diese Weise für das Paradies vorbereitet. Harmagedon ist nahe!

Aus dem "Photo-Drama der Schöpfung"

Gottes Herrschaft – Etwas für dich?

„Ein Thron war im Himmel aufgestellt, und auf dem Thron saß einer.“ (Offenbarung 4:2)

Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass das „Reich Gottes“ eine Monarchie sein wird, denn „zu einem Königreich gehört ein König“ (Der Wachtturm, 1. Juli 2011, Seite 16). Es gibt jedoch verschiedene Arten der Monarchie; das Spektrum reicht von „fast keiner (parlamentarische Monarchie) über durch eine Verfassung begrenzte (konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (absolute Monarchie)“ für den König (Wikipedia). Der Prophet Jesaja zeigte deutlich, um welche Art der Monarchie es sich bei Gottes Königreich handeln imagewird, als er sagte: „Jehova ist unser Richter, Jehova ist unser Satzungsgeber, Jehova ist unser König“ (Jesaja 33:22). Gott wird in seinem Königreich also als absolutistischer Herrscher in der Tradition Ludwigs XIV. regieren.

Da Jehova zwischenzeitlich „seinen Sohn als König eingesetzt“ hat, handelt es sich außerdem um eine Erbmonarchie, und „in Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt. Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs ist möglich“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1972, Seite 59; Wikipedia). Die Herrscher von Gottes Königreich erwarten ebenfalls, als „eigenständige Gottheit“ (Jehova) bzw. als „Person göttlichen Ursprungs“ (Jesus) verehrt zu werden.

Die renommierte Fachzeitschrift Erwachet! schrieb über Monarchien wie das Königreich Gottes: „Autoritäre Regierungen sind reich an Kontrollen und arm an individueller Freiheit; dazu fallen einem sofort Adjektive wie ‚bedrückend‘, ‚tyrannisch‘ und ‚despotisch‘ ein. … Solche Regime [kontrollieren] jeden Teil des Staates, wachen streng über alle ihre Untertanen und unterbinden jegliche Tätigkeit – wie harmlos sie auch sein mag –, die den … [eigenen] Interessen nicht förderlich ist“ (Ausgabe vom 8. Oktober 1990, Seite 19). Diese Herrschaftsform passt zweifellos hervorragend zur Persönlichkeit Jehovas und seines Sohnes. In Bezug auf seine politischen Gegner wird Jesus eines Tages seinen Bediensteten den Auftrag geben, ganz wie ein menschlicher Diktator: „Holt meine Feinde her, die mich nicht als König anerkennen wollten: Sie sollen vor meinen Augen hingerichtet werden!“ (Lukas 19:27, Hoffnung für Alle). Andere Kritiker werden nicht getötet, sondern „Tag und Nacht gequält“, d. h. gefoltert werden.

Man kann sich nun zu Recht fragen: „Warum hat Gott denn vor, die ganze Erde durch eine Monarchie zu regieren? Weiß er nicht, daß Monarchien in der heutigen Zeit … unmodern sind?“ (Erwachet!, 22. November 1982, Seite 11). Natürlich weiß er das, denn „Gott weiß alles“ (Höre auf Gott und lebe für immer, Seite 4) Wieso hat er sich dann trotzdem für diese tyrannische Herrschaftsform entschieden, die für die Menschen so bedrückend ist? Die Antwort ist ganz einfach: „Die Heiligung des Namens Jehovas ist … weit wichtiger als die Rettung von Menschen“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 2008, Seite 15). Es geht ihm also nicht um das Wohl seiner Untertanen – wichtig ist einzig imageund allein, dass sein Name geheiligt wird. Und dies ist am besten in einer Diktatur möglich, in der man politische Gegner beseitigen und Kritiker verschwinden lassen kann.

Gottes Königreich wird also eine Diktatur mit einem gottgleichen König und privilegierten „Fürsten“ sein; es wird dort aber auch „Gefangene“ und „Sklaven“ geben (Psalm 45:16; Epheser 4:8; Offenbarung 22:3). Kein Wunder, dass schon der Prophet Samuel diejenigen warnte, die sich nach der Regierung Gottes sehnten: „Ihr werdet an jenem Tag bestimmt schreien wegen eures Königs, den ihr für euch erwählt habt“ (1. Samuel 8:18).

Babylon die Große ist gefallen! Hat sie sich wehgetan?

„Gar keiner der Bösen wird es verstehen“ (Daniel 12:10)

Über die sogenannte „Offenbarung“ wurden schon viele Bücher geschrieben. Alle Erklärungsversuche waren jedoch voreingenommen und von den Dogmen der falschen Religion beeinflusst. Wir werden nun dieses Bibelbuch unvoreingenommen untersuchen und so die wahre Bedeutung herausfinden.

Gleich zu Beginn wird die Entstehungsgeschichte dieses Buches aufgezeigt: Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. Und er sandte seinen Engel aus und legte sie durch ihn in Zeichen seinem Sklaven Johannes dar“ (Off. 1:1). Dieser Vers zeigt, wie vertrauenswürdig die Offenbarung ist: Gott gab sie Jesus, der gab sie seinen Engeln, die wiederum gaben sie „in Zeichen“ dem Apostel Johannes, und dieser schrieb sie für Gottes andere „Sklaven“ auf, die sie ihrerseits der übrigen Menschheit näherbringen sollen. Dieses Verfahren wird auch als „Stille Post“ bezeichnet, und die Gefahr der „Verfälschung von Nachrichten durch die mehrfache informelle Weitergabe“ (Wikipedia) ist enorm. Der Text muss also richtig interpretiert werden, um den wahren Sinn herauszufinden.

Außerdem wird klar erklärt, dass der Inhalt eigentlich gar nicht für alle Menschen bestimmt ist, auch nicht für Gottes wahre Anbeter, sondern nur für seine „Sklaven“. Heute würden wir sie als „Angestellte“ bezeichnen; es handelt sich also um eine Art göttliche Betriebsordnung. Dennoch ist der Inhalt auch für uns interessant, da die Offenbarung außer Arbeitsanweisungen auch Prophezeiungen enthält, die unsere eigene Zukunft betreffen.

Der erste Teil der Botschaft ist jedoch nicht mehr aktuell, denn Johannes schrieb: „Die bestimmte Zeit ist nahe“ (Off. 1:3). Wenn die Zeit schon vor mehr als 1900 Jahren „nahe“ war, Asiatedann ist sie inzwischen längst vorbei. Außerdem richtet Johannes diese Worte ausdrücklich „an die sieben Versammlungen, die im Bezirk Asien sind“ (Off. 1:4). Die ersten Verse der Offenbarung betreffen offenbar nur Asiaten, die gegen Anfang des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts lebten.

Johannes richtet ihnen Grüße aus „von ‚dem, der ist und der war und der kommt’, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind“ (Off. 1:4). Da „sieben Geister“ vor seinem Thron sind, kann es sich nicht um Jehova Gott handeln, denn „jemand, der ein Geistermedium befragt, … ist für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges“ (5. Mose 18:11, 12).

Der Urheber der Botschaft

Im nächsten Vers erhalten wir einen wichtigen Hinweis. Dort erfahren wir, dass der Herrscher auf dem Thron auch „der Herrscher über die Könige der Erde“ genannt wird (Off. 1:5). Es handelt sich ganz offensichtlich um den „Herrscher dieser Welt“, Satan, den Teufel (Joh. 12:31). Außerdem richtet Johannes Grüße aus „von Jesus Christus, der ‚der treue Zeuge’ ist“ (Off. 1:5).

imageBotschaften am „Tag des Herrn“

Die Zusammenarbeit Jesu mit dem Teufel wird der Erde nichts Gutes bringen. „Alle Stämme der Erde werden sich seinetwegen vor Leid schlagen“ (Off. 1:7). Kein Wunder, dass Johannes, der „in Gemeinschaft mit Jesus“ war und „über Gott gesprochen und von Jesus Zeugnis abgelegt hatte“, „auf die Insel, die Patmos genannt wird“, verbannt wurde (Off. 1:8, 9). Auch heute wäre die Verbannung aller christlichen Prediger auf eine einsame Insel eine Alternative, über die man nachdenken sollte.

Nun ist die Botschaft an die Asiaten des zweiten. Jahrhunderts abgeschlossen, und Johannes befindet sich „dann am Tag des Herrn“ (Off. 1:10). Mit dem „Tag des Herrn“ ist nicht der Sonntag gemeint, der heute in der abtrünnigen Christenheit der Anbetung „des Herrn“ gewidmet ist (siehe Das Neue Testament übertragen von Jörg Zink oder Herders Bibelkommentar). Vielmehr war der „Tag des Herrn“ schon immer der Sabbat, unser heutiger Samstag (2. Mose 20:8). Johannes empfing diese Botschaft also an einem Samstag, vermutlich am Vormittag, während seine nicht verbannten Brüder den Haus-zu-Haus-Dienst durchführten.

Johannes erklärt: „Ich hörte hinter mir eine starke Stimme gleich der einer Trompete“ (Off 1:10). Da er vorher über Asien schrieb, gehört die Stimme wahrscheinlich Benjamin Blümchen, Dumbo, Horton, Hathi oder einem anderen Elefanten. Doch als Johannes sich umdreht, ist das Tier nicht mehr zu sehen. Stattdessen erblickt er einen „Menschensohn, bekleidet mit einem bis auf die Füße reichenden Kleid und um die Brust mit einem goldenen Gürtel gegürtet. … Er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne“ (Off. 1:13, 16). Diese Person gab heutigen Christinnen ein gutes Vorbild, was die Länge des Kleides betrifft.

Sieben Sterne

Die ersten fünf der „sieben Sterne“ sind offenbar die fünf Sterne eines Fünf-Sterne-Hotels. Das deutet an, dass der „Menschensohn“ aus einer Hotelbesitzerfamilie kommt. imageDies trifft auf Jesus Christus zu, der erklärte: „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen“ (Joh. 14:2).

Der sechste Stern ist zweifellos der kommunistische Rote Stern, und genauso wie die Väter des Kommunismus will auch Jesus eine „dauerhaft sozial gerechte und freie Zukunftsgesellschaft“ schaffen (Wikipedia). Der siebte Stern ist schließlich der „Stern, der deinen Namen trägt“ (DJ Ötzi). Auch diese Bezeichnung deutet auf Jesus hin, denn „er ruft seine eigenen Schafe beim Namen“ (Joh. 10:3).

Rat an Abtrünnige

Offenbar war er zu dieser Zeit etwas verwirrt, denn er sagte: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende; und ich wurde ein Toter, doch siehe, ich lebe für immer und ewig“ (Off. 1:17, 18). Es kann aber auch sein, dass diese Beschreibung durch die mündliche Überlieferung verfälscht worden ist.

Jedenfalls lobt Jesus die Abtrünnigen und sagt zu ihnen: „Ich … weiß, daß du schlechte Menschen nicht ertragen kannst und daß du diejenigen auf die Probe gestellt hast, die sagen, sie seien Apostel, es aber nicht sind, und du hast sie als Lügner erfunden“ (Off. 2:2). Abtrünnige haben „schlechte Menschen“, darunter den selbsternannten „treuen und verständigen Sklaven“, „als Lügner erfunden“ (Mat. 24:45). Daher ermuntert Jesus sie: „Erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist“ (Off. 2:5). Ja, sie sollten sich immer wieder vor Augen führen, wie sinnlos ihr Leben als Zeugen Jehovas war.

Lob und Tadel

Schließlich lobt Jesus sie auch noch dafür, dass sie „die Taten der Nikolaus-Sekte“ hassen (Off. 2:6). Die Anhänger dieser Sekte verehren ihren Gründer dadurch, dass sie jedes Jahr am 6. Dezember unschuldige Kinder mit Geschenken belästigen.

imageAnschließend spricht Jesus zu den Bürgern von New York: „Ich weiß, wo du wohnst, nämlich da, wo der Thron des Satans ist“ (Off. 2:13). Wieso ist der „Thron des Satans“ in New York? Weil „du dort solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten“ (Off. 2:14). „Bileam“ steht hier symbolisch für „Esel“, denn der falsche Prophet Bileam wurde von einem sprechenden Esel aufgehalten (4. Mose 22:28). Und zu New York gehört auch der Stadtbezirk Brooklyn, in dem sozusagen ‚Lehren von Eseln’ formuliert und verbreitet werden. Nicht umsonst stellte die Erwachet!-Ausgabe vom Dezember 2006 die Frage: „Was wären wir nur ohne Esel?“

Die „Belohnung“

Welche Belohnung stellt Jesus denjenigen in Aussicht, die auf ihn hören? Er sagt: „Dem, der siegt, will ich etwas von dem verborgenen Manna geben, und ich will ihm einen weißen Kieselstein geben“ (Off. 2:17). Doch schon über das frische Manna sagten die Israeliten: image„Das verächtliche Brot widert unsere Seele allmählich an“ (4. Mose 21:5). Das „verborgene Manna“, das seit über 3000 Jahren in einem Krug in der Bundeslade liegt, ist sicherlich nicht mehr so frisch und stellt daher nicht wirklich eine attraktive Belohnung dar. Das Gleiche kann von dem „weißen Kieselstein“ gesagt werden – auf der Insel Patmos mögen Kieselsteine vielleicht selten gewesen sein, aber heute kann man sie in jedem Fluss und an jedem Strand in großer Zahl finden.

Seine wahren Absichten

Danach offenbart Jesus sein wahres Gesicht. Über eine attraktive Frau sagt er: „Ich bin im Begriff, sie auf ein Krankenbett zu werfen. … Und ihre Kinder will ich mit tödlichen Plagen töten. … Und dem, der siegt, … will ich Gewalt über die Nationen geben, und er wird die Menschen mit eisernem Stab hüten, so daß sie gleich Tongefäßen zerbrochen werden“ (Off. 2:22, 23, 26, 27). Er wird aber nicht nur Menschen ‚auf ein Krankenbett werfen’, ‚töten’ und ‚zerbrechen’, sondern droht außerdem an, er werde „kommen wie ein Dieb“ (Off. 3:3). Ja, „wie ein Dieb“ stiehlt er das Leben vieler Millionen Menschen, die sich tagein, tagaus für ihn abmühen und am Ende nur einen Löffel vergammeltes Manna und einen lausigen Kieselstein als Dank erhalten werden.

imageKein Wunder, dass er über diese Menschen sagt: „Sie werden mit mir in weißen Kleidern wandeln. … Wer siegt, der wird so in weiße äußere Kleider gehüllt werden“ (Off. 3:4, 5). Jesus und seine Jünger werden gemeinsam in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert werden, wenn sie so weitermachen. Über jemanden, der „siegt“, also ihm nachfolgt, sagt Jesus weiter: „Ich will seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen“ (Off. 3:5). Die „Engel“ stehen offensichtlich für die Ärzte und Gutachter in der Anstalt, die mit ihren weißen Kitteln wie Engel aussehen. Der „Vater“ ist zweifellos der Oberarzt, da es „seine“ Engel sind.

Jesus weckt Hoffnungen

Jesus stellt seinen Jüngern jedoch die Flucht aus der geschlossenen Abteilung in Aussicht. Er bezeichnet sich als derjenige, „der öffnet, so daß niemand schließen wird“ und fügt hinzu: „Ich habe eine geöffnete Tür vor dich gestellt, die niemand schließen kann“ (Off. 3:7, 8). Er verspricht: „Ich [will] auch dich bewahren vor der Stunde der Erprobung. … Ich komme eilends“ (Off. 3:10, 11). Mit der „Stunde der Erprobung“ ist wohl die wöchentliche Visite des Oberarztes gemeint; er deutet also an, die Flucht stehe kurz bevor.

Offensichtlich hat er gemerkt, dass ein Löffel vergammeltes Manna und ein wertloser weißer Kieselstein nicht als Belohnung für ein Leben voller Entbehrungen ausreichen. Doch auch das, was er nun zusätzlich verspricht, ist nicht wirklich attraktiv: „Wer siegt – ihn will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird auf keinen Fall mehr aus ihm hinausgehen, und ich will den Namen meines Gottes … auf ihn schreiben“ (Off. 3:12). Die Aussicht, den Namen Gottes eingebrannt zu bekommen und dann für immer und ewig als Säule in einem Tempel zu verstauben, ist bestimmt kein großer Ansporn für potentielle Jünger.

Geschäftemacherei

Natürlich benötigt Jesus auch Geld, um seine Geschäfte zu finanzieren. Wie die moderne Werbeindustrie weckt auch er Bedürfnisse, an die die potentiellen Kunden vorher gar nicht gedacht hatten, und bietet dann ein entsprechendes Produkt an: „Weil du … nicht weißt, daß du elend und bemitleidenswert und arm und blind und nackt bist, rate ich dir, durch Feuer geläutertes Gold von mir zu kaufen … und weiße äußere Kleider … und Augensalbe“ (Off. 3:17, 18). Interessanterweise handelt er mit Schmuck, Textilien und Gesundheitsartikeln – Waren, die überwiegend von Frauen gekauft werden.

Unter Missachtung der üblichen Anstandsregeln lädt Jesus sich selbst bei den Menschen zum Essen ein: „Ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet,image will ich in sein Haus kommen und das Abendessen mit ihm einnehmen“ (Off. 3:20). Möglicherweise sind mit diesem Text aber auch Verkaufsveranstaltungen gemeint, ähnlich den heutigen Tupperparties, bei denen Jesus sein Gold, seine Kleider und seine Augensalbe anpreist.

Jetzt verrät Jesus, wie er zu den obigen wirren Aussagen gekommen ist, wenn er erklärt: „Nach diesen Dingen geriet ich sogleich unter die Macht des [Wein-]Geistes“ (Off. 4:2). Aus den Evangelien ist bekannt, dass Jesus gerne Wein trank (Joh. 2:9; Mat. 26:27). Dass er sich in seinen Reden oft auf Wein bezog, deutet an, dass er selbst regen Gebrauch davon machte (Luk. 5:37; Mat. 20:1). Nicht umsonst sagten die Leute von ihm, er sei „dem Weintrinken ergeben“ (Mat. 11:19).

Therapiemethoden

Jesus greift jetzt wieder das Bild von der Irrenanstalt auf (Off. 3:5). Er erklärt: „Ein Thron war … aufgestellt, und auf dem Thron saß einer. … Und rings um den Thron ist ein Regenbogen. … Und rings um den Thron sind vierundzwanzig Throne, und auf diesen Thronen sah ich vierundzwanzig Älteste sitzen, in weiße äußere Kleider gehüllt“ (Off. 4:2-4). Er beschreibt eine Gruppentherapiesitzung, bei der ein Arzt in der Mitte thront und 24 Patienten – ehemalige Älteste der Zeugen Jehovas – im Kreis um ihn herum sitzen. Der „Regenbogen“ rings um den Thron deutet darauf hin, dass die Klinik mit Greenpeace zusammenarbeitet – das ist in Übereinstimmung mit Gottes Vorhaben, „die zu verderben, die die Erde verderben“ (Off. 11:18).

Nun beschreibt er detailliert die Therapiemethode: „Aus dem Thron gehen Blitze und Stimmen und Donner hervor“ (Off. 4:5). Natürlich gehen die „Stimmen“ nicht wirklich ‚aus dem Thron hervor’, sondern die Patienten glauben das lediglich. Sie leiden offenbar an einer schizophrenen Psychose und hören Stimmen. Über diese Krankheit heißt es: „Viele Betroffene halten sich für ‚Auserwählte’“ (Wikipedia). Ja, manche glauben sogar, ein Mitteilungskanal Gottes zu sein.

Die Ärzte verwenden „Blitze … und Donner“, um diese Störung zu therapieren. Das ist eine Umschreibung der modernen Elektrokrampftherapie (EKT), unter der sich auch die Leser im 1. und 2. Jahrhundert etwas vorstellen konnten. Dieser Vers unterstreicht somit die wissenschaftliche Genauigkeit der Bibel.

In der geschlossenen Psychiatrie müssen die Patienten kontinuierlich überwacht werden. Jesus beschreibt diese Situation, wenn er sagt: „Vor dem Thron ist gleichsam ein gläsernes Meer. … Und rings um den Thron sind vier lebende Geschöpfe, die vorn und hinten voller Augen sind. … Ringsum und unterhalb sind sie voller Augen“ (Off. 4:6, 8). Viele Türen und Wände in der Anstalt sind aus Glas. Die ‚vier Geschöpfe voller Augen’ deuten an, dass überall Überwachungskameras installiert sind, die in alle vier Richtungen blicken.

Ende des Aufenthalts

Nun beschreibt Johannes seine eigenen Empfindungen beim Aufschreiben dieser Vision: „Ich weinte sehr“ (Off. 5:4). Er selbst war ja auch ein Jünger Jesu – zu sehen, was ihn in der Zukunft erwartet, muss ihn sehr schockiert haben.

Doch einer der Ältesten aus der Vision tröstet ihn: „Hör auf zu weinen. Siehe! Der Löwe … hat gesiegt“ (Off. 5:5). Auf einmal sieht Johannes „inmitten des Thrones und der vier lebenden Geschöpfe und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen, als wäre es geschlachtet worden“ (Off. 5:6). Ja, Johannes wird Zeuge davon, wie ein Löwe ein Lamm reißt.

Der „Löwe“ steht zweifellos für eine Gesundheitsreform, die den Klinikaufenthalt für aussichtslose Patienten abschafft. Diese werden stattdessen „geschlachtet“, wodurch sich Jesu Prophezeiung vom Ende des Aufenthalts in der Anstalt erfüllt (Off. 3:11). Damit die betroffenen Patienten keinen Widerstand leisten, standen in dem Raum „Schalen, die voll Räucherwerk waren“ (Off. 5:8). Kurz vor ihrer Schlachtung werden die Ältesten unter Drogen gesetzt.

Machtansprüche

Wie reagieren die noch verbliebenen Zeugen Jehovas in Brooklyn? Sie sprechen „mit lauter Stimme … : ‚Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen zu empfangen’“ (Off. 5:12). Das ist ein geschickter Schachzug, denn „das Lamm“ wurde ja geschlachtet; es kann selbst gar keine Macht und Ehre mehr empfangen. Somit kommen ‚Macht, Reichtum und Ehre’ seinen angeblichen Vertretern in Brooklyn zu.

Nun wendet sich Johannes einigen anderen Themen zu. Die Kameras, die bisher zur Überwachung der geschlossenen Psychiatrie eingesetzt und durch „die vier lebenden Geschöpfe“ dargestellt wurden, werden ja dort nicht mehr benötigt; stattdessen werden sie nun für Fernsehübertragungen eingesetzt (Off. 5:14). Johannes erzählt weiter „Ich hörte eines von den vier lebenden Geschöpfen wie mit Donnerstimme sagen: ‚Komm!’ Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd; und der darauf saß, …. zog aus, siegend und um seinen Sieg zu vollenden“ (Off. 6:1, 2).

Johannes sah die Bilder einer Fernsehkamera, mit der ein Formel-1-Rennen übertragen wurde. Das ‚weiße Pferd’ steht ohne Zweifel für einen weißen Rennwagen der Marke Ferrari, deren Markenzeichen ein Pferd ist. Dieser würde im aktuellen Rennen „siegen“ und damit „seinen Sieg“ in der Gesamtwertung „vollenden“.

Weitere Entwicklungen

Später „hörte [Johannes] eine Stimme, als ob sie inmitten der vier lebenden Geschöpfe sagte: ‚Einen Liter Weizen für einen Denar und drei Liter Gerste für einen Denar, und das Olivenölimage und den Wein beschädigt nicht’“ (Off. 6:6). Damit bezieht er sich zweifellos auf die gestiegenen Benzinpreise, denn er gibt die Menge in Litern an, obwohl Getreide normalerweise nach Gewicht gehandelt wird. Weizen und Gerste waren damals die einzigen bekannten Getreidesorten; somit stehen sie hier für Getreide im Allgemeinen, das immer häufiger zu Biokraftstoff verarbeitet wird. Aus Olivenöl und Wein kann man jedoch keinen Kraftstoff herstellen, so dass diese Lebensmittel nicht „beschädigt“, d. h. zweckentfremdet werden müssen.

Nun wird Johannes wieder an die Ältesten erinnert, die in die Psychiatrie eingeliefert worden und dort der Gesundheitsreform zum Opfer gefallen waren. Er sah „die Seelen derer, die wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugniswerkes, das sie innegehabt hatten, hingeschlachtet worden waren“ (Off. 6:9). Er erfuhr, dass auch ihre „Mitsklaven und … Brüder … daran waren, getötet zu werden, so wie auch sie getötet worden waren“ (Off. 6:11).

Politische Entwicklung

imageAls Nächstes beschreibt Johannes die politische Entwicklung in Deutschland: „Die Sonne wurde schwarz wie härenes Sacktuch, und der ganze Mond wurde wie Blut“ (Off. 6:12). Schon lange ist bekannt, dass der Himmel in der Bibel oft als Symbol für menschliche Regierungen gebraucht wird. So heißt es in dem Werk Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben: „Die jetzigen ‚Himmel’ setzen sich aus menschlichen Regierungen zusammen“ (Seite 160).

Dass der Himmel in der Vision „schwarz“ und „wie Blut“ (also rot) wurde, beschreibt eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD, wie sie von 2005 bis 2009 bestand und möglicherweise auch 2013 wieder an die Macht kommen wird. Dies ist wieder ein wunderbares Beispiel für eine biblische Prophezeiung, die sich vor unseren Augen erfüllt hat und ohne Zweifel unser Vertrauen in den Urheber der Bibel stärkt.

Der Urheber von Naturkatastrophen

Nun erfährt Johannes, wer hinter den Naturkatastrophen steckt, die in unserer Zeit über die Erde gekommen sind. Er sieht „vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen“ (Off. 7:2). Ein anderer Engel gebietet ihnen für kurze Zeit Einhalt, als er sie anweist: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben“ (Off. 7:3).

Die „Sklaven unseres Gottes“, d. h. die Nachfolger Jesu, wurden ja inzwischen „geschlachtet“ und „getötet“ (Off. 5:6; 6:11). Damit sie ‚eine Säule im Tempel Gottes’ werden können, müssen ihre Leichname „versiegelt“, d. h. konserviert werden (Off. 3:12). Johannes tut nun so, als könnten diese geschlachteten Ältesten noch reden – offensichtlich steht er immer noch unter der „Macht des [Wein-]Geistes“ (Off. 4:2). Er hört einen Ältesten sagen: „Wer sind diese, die in die weißen langen Gewänder gehüllt sind? … Sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht“ (Off. 7:13, 14). Diese Erklärung bestätigt, dass es für die schizophrene Psychose der Ältesten wirklich keine Heilungsmöglichkeit gab: Selbst nach ihrem Tod glauben sie noch, man könnte weiße Gewänder ‚im Blut weiß machen’.

Johannes kehrt wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und sagt über die Ältesten: „Sie werden nicht mehr hungern und auch nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie niederbrennen, noch irgendeine sengende Hitze, weil“ sie tot sind (Off. 7:16, 17).

Das Geheimnis der sieben Trompeten gelüftet

Im weiteren Verlauf der Prophezeiung erfährt Johannes noch weitere Details über das deutsche Fernsehprogramm, die Weltherrschaft und andere Themen. Doch zunächst behauptet Johannes, „es … entstand ein Schweigen im Himmel, etwa eine halbe Stunde lang“ (Off. 8:1). In Wirklichkeit handelte es sich wahrscheinlich um einen Tonausfall bei der Übertragung. Danach beobachtet er, wie ein Engel „etwas vom Feuer des Altars“ nimmt, und er „schleuderte es zur Erde. Und es entstanden … Stimmen und Blitze“ (Off 8:5). Daran erkennen wir, dass sich die nachfolgende Vision um das Fernsehprogramm dreht, das mit elektrischen Signalen – durch „Blitze“ dargestellt – Bilder und „Stimmen“ in die Häuser der Menschen, sozusagen „zur Erde“ sendet.

Diese Vision dreht sich um „die sieben Engel mit den sieben Trompeten“ (Off. 8:6). Trompeten werden meistens in der Volksmusik eingesetzt, so dass die „sieben Trompeten“ jeweils mit Volksmusik-Fernsehsendungen in Verbindung stehen, die meistens am Samstag, dem „Tag des Herrn“, ausgestrahlt werden.

image„Der erste blies seine Trompete. Und es entstand ein Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und es wurde zur Erde geschleudert“ (Off 8:7). Die erste „Trompete“ steht für die Sendung „Lustige Musikanten“, die seit 1971 vom ZDF ausgestrahlt wurde. „Hagel und Feuer“ stehen für Trommeln und feurige Melodien, die in dieser Sendung im Vordergrund standen. Diese wurden „mit Blut vermischt“, weil die Musiker ihr ganzes Herz (und damit ihr „Blut“) hineinlegten.

Da die Menschen damals nur zwei bis drei Fernsehprogramme empfangen konnten, wurde diese Mischung sozusagen „zur Erde geschleudert“, d. h. man konnte ihr kaum entgehen. Die Folgen waren verheerend: „Ein Drittel der Erde wurde verbrannt, und ein Drittel der Bäume wurde verbrannt, und die ganze grüne Pflanzenwelt wurde verbrannt“ (Off 8:7). Schon im zweiten Jahr der Ausstrahlung, 1972, wurde Helmut Kohl zum Vorsitzenden der CDU gewählt. Im November desselben Jahres traf eine ungeheure Ölkrise die westliche Gesellschaft, so dass sogar ein einzigartiges Sonntagsfahrverbot ausgesprochen werden musste.

Weitere Sendungen

„Und der zweite Engel blies seine Trompete. Und etwas gleich einem großen mit Feuer brennenden Berg wurde ins Meer geschleudert“ (Off 8:8). Die zweite „Trompete“ ist die Sendung „Musikantenstadl“, die seit 1983 ebenfalls im ZDF zu sehen ist. Ihr erster und langjähriger Moderator war „etwas gleich einem großen mit Feuer brennenden Berg“, der Österreicher Karl Moik. Er wurde von einem Schriftsteller als „Ausformung österreichischen Urdeppentums und Hauptrepräsentant der Volksdümmlichkeit“ bezeichnet (Nobby’s News). Er „wurde ins Meer geschleudert“, d. h. auf die Menschheit losgelassen.

Auch diese Sendung hatte katastrophale Auswirkungen: „Ein Drittel des Meeres wurde zu Blut; und ein Drittel der Geschöpfe im Meer, die Seelen haben, starb“ (Off. 8:8, 9). Das „Meer“ steht ohne Zweifel für das Menschenmeer, die Bevölkerung. Vor der Einführung des Privatfernsehens sah manchmal fast „ein Drittel“ der Bevölkerung den Musikantenstadl; diese Leute ‚starben’ sozusagen während der Sendung, da sie für nichts anderes mehr ansprechbar waren.

Außerdem sagt Johannes: „Ein Drittel der Schiffe wurde zerstört“ (Off. 8:9). „Schiffe“ verbinden Kontinente; somit werden sie hier wohl als Symbol für Beziehungen gebraucht. Viele Beziehungen gingen zu Bruch, weil ein Partner den Musikantenstadl liebte, während der andere ihn nicht ausstehen konnte.

„Und der dritte Engel blies seine Trompete. Und ein großer Stern, der wie eine Lampe brannte, fiel vom Himmel, und er fiel auf ein Drittel der Flüsse und auf die Wasserquellen“ (Off. 8:10). Diese dritte „Trompete“ war die Sendung „Heimatmelodie“, die von 1984 bis 1995 auf RTL lief. Der „große Stern“ waren die beiden Moderatoren, Marianne und Michael, die bereits Stars in der Volksmusikszene waren. Sie fielen vom „Himmel“ der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten und moderierten die erste Volksmusiksendung im Privatfernsehen. Dadurch versiegte ein Teil der ‚Flüsse’, d. h. der Einnahmen, von ARD und ZDF, weil deren „Wasserquellen“ – die Zuschauer und Gebührenzahler – vermehrt zum Privatfernsehen abwanderten.

Johannes erklärt über die Auswirkungen der Sendung: „Viele der Menschen starben“ (Off 8:11). Da RTL damals nur von einem Teil der Bevölkerung empfangen werden konnte, nahmen nur ‚viele Menschen’ Schaden, nicht „ein Drittel“ wie bei den früheren Sendungen.

„Und der vierte Engel blies seine Trompete. Und geschlagen wurde ein Drittel der Sonne und ein Drittel des Mondes und ein Drittel der Sterne, damit ein Drittel derselben verfinstert werde und der Tag während seines dritten Teils keine Beleuchtung habe und ebenso die Nacht“ (Off 8:12). Die vierte „Trompete“ ist der „Grand Prix der Volksmusik“, der seit 1986 u. a. im ZDF gezeigt wird. Dass Sonne, Mond und Sterne „verfinstert“ werden und einem Drittel des Tages und der Nacht die „Beleuchtung“ fehlt, umschreibt, wie die Zuschauer dieser Sendung in geistiger Umnachtung und Finsternis gehalten werden. Kein Wunder, dass ein „Adler, der in der Mitte des Himmels flog“, ausrief: „Wehe, wehe, wehe denen, die auf der Erde wohnen“ (Off 8:13).

Einzeltäter

„Und der fünfte Engel blies seine Trompete. Und ich sah einen Stern, der vom Himmel zur Erde gefallen war“ (Off. 9:1). Der „Stern, der vom Himmel zur Erde gefallen war“, ist Karl Moik, der langjährige Moderator des Musikantenstadls. Er wurde Ende 2005 vom ZDF entlassen, was Proteste einiger Zuschauer auslöste. „Der Schlüssel zum Schlund des Abgrunds wurde ihm gegeben“, d. h. er musste in Rente gehen (Off. 9:1).

Doch bevor es soweit war, „öffnete [er] den Schlund des Abgrunds, und Rauch stieg aus dem Schlund empor. … Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken heraus auf die Erde. … Und es wurde ihnen gesagt, keine Pflanzen der Erde noch irgend etwas Grünes, noch irgendeinen Baum zu beschädigen, sondern nur die Menschen“ (Off. 9:2-4). Vor seinem Abschied ließ Karl Moik noch eine ganze Horde dümmlicher Volksmusikanten auf die Menschheit los, die keine nachweisbaren Schäden an Pflanzen verursachen, wohl aber an den Menschen.

Über Personen, die wegen des Volksmusikbooms der letzten Jahre solche Sendungen gegen ihren Willen ansehen müssen, sagt die Vision, „daß sie … gequält werden sollten. … Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen, werden ihn aber keineswegs finden, und sie werden zu sterben begehren, aber der Tod flieht fortwährend vor ihnen“ (Off 9:5, 6).

„Und der sechste Engel blies seine Trompete. Und ich hörte eine Stimme … zu dem sechsten Engel sagen, der die Trompete hatte: ‚Binde die vier Engel los, die an dem großen Strom Euphrat gebunden sind’“ (Off. 9:13, 14). Die „vier Engel“ oder „Boten“ der Volksmusik, die hier freigelassen werden, sind Marianne und Michael, Andy Borg und Florian Silbereisen. „Und losgebunden wurden die vier Engel, … um ein Drittel der Menschen zu töten (Off 9:15). Mit verschiedenen Sendungen erreichen sie einen großen Teil des Publikums und versetzen es mit ihrem Gute-Laune-Singsang in einen todesähnlichen Trancezustand.

Über die auftretenden Musikanten, die durch Pferde dargestellt werden, wird gesagt: „Aus ihren Mäulern kam Feuer und Rauch und Schwefel hervor“ (Off 9:17). Die Musik quält die Zuhörer so wie Feuer, und so wie Rauch vernebelt sie deren Sinn. Die sinnfreien Texte vergiften diejenigen, die solcher Musik ausgesetzt sind, gleich giftigem Schwefel. „Die Gewalt der Pferde liegt in ihren Mäulern und in ihren Schwänzen; denn ihre Schwänze sind gleich Schlangen und haben Köpfe, und mit diesen richten sie Schaden an“ (Off 9:19). Die „Schwänze“, die „gleich Schlangen“ sind und „Köpfe“ haben, sind die Mikrofone mit den daran befestigten Kabeln. Mit „ihren Mäulern und … ihren Schwänzen“ – ihrem Gesang und den Mikrofonen, die diesen übertragen – „richten sie Schaden an“.

Schlechtes Fernsehprogramm

Volksmusiksendungen sind aber nicht die einzige Plage im Fernsehen. Johannes berichtet weiter: „Ich sah einen anderen starken Engel vom Himmel herabkommen … und in seiner Hand hatte er eine kleine geöffnete Buchrolle. … Und er schrie mit lauter Stimme, so als ob ein Löwe brüllt. … Und als er schrie, erhoben die sieben Donner ihre eigenen Stimmen“ (Off. 10:1-3).

Die „geöffnete Buchrolle“ enthält offenbar das Fernsehprogramm, wobei die „sieben Donner“ die sieben Wochentage darstellen. Als der Engel sah, was gezeigt wird, „schrie [er] mit lauter Stimme“. Johannes fährt fort: „Ich nahm die kleine Buchrolle aus der Hand des Engels und aß sie auf. …. Als ich sie aufgegessen hatte, wurde mein Bauch bitter gemacht“ (Off. 10:10). Ja, er bekam schlechte Laune, als er das Programm sah.

Ereignisse im Cyberspace

Jetzt wendet sich Johannes einem ganz anderen Thema zu. Jesus spricht zu ihm: „Was den Vorhof außerhalb des Tempelheiligtums betrifft, wirf ihn hinaus und miß ihn nicht, denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang niedertreten“ (Off. 11:1, 2). Der „Vorhof außerhalb des Tempelheiligtums“ steht für die virtuelle Welt, die sozusagen „außerhalb“ der physischen Welt liegt – das Internet.

Dort würde Brooklyn, die selbsternannte „heilige Stadt“, „zweiundvierzig Monate lang niedergetreten“ werden. Zweiundvierzig Monate oder dreieinhalb Jahre sind die durchschnittliche Einsatzdauer eines Computers; Menschen würden also Kritik an der Wachtturm-Gesellschaft üben, so lange das Internet existiert.

Jesus fährt fort: „Und ich will meine zwei Zeugen tausendzweihundertsechzig Tage mit Sacktuch bekleidet prophezeien lassen. Diese sind versinnbildlicht durch die zwei Olivenbäume und die zwei Leuchter und stehen vor dem Herrn der Erde“ (Off. 11:3, 4). Die „zwei Zeugen“ sind Microsoft und Google. Ein Computer ist im Durchschnitt ungefähr dreieinhalb Jahre oder „tausendzweihundertsechzig Tage“ im Einsatz; genauso lange verwendet er Software von Microsoft und Dienste von Google. Gleich ‚zwei Leuchtern’ erleuchten ihre Technologien die Welt.

Sie stehen sozusagen direkt „vor dem Herrn der Erde“, d. h. sie glauben, niemandem außer Gott Rechenschaft ablegen zu müssen. „Wenn ihnen jemand schaden will, geht Feuer von ihrem Mund aus und verzehrt ihre Feinde, und sollte ihnen jemand schaden wollen, so muß er auf diese Weise getötet werden“ (Off. 11:5). Ja, bis jetzt ist es niemandem gelungen, einem dieser beiden „Zeugen“ ernsthaften Schaden zuzufügen. Sie ‚verzehren’ ihre Feinde durch Klagen oder dadurch, dass sie ihre Produkte einfach verschenken.

imageJesus erklärt, welche Macht diese „zwei Zeugen“ besitzen: Diese haben die Gewalt, den Himmel zu verschließen“ (Off. 11:6). Der „Himmel“ steht für das Internet, das wie der buchstäbliche Himmel die ganze Erde überspannt. Durch Aufnahme oder Entfernung aus seinem Katalog kann Google beliebige Internetseiten vor den Menschen „verschließen“. Auch Microsoft ‚verschließt’ viele Internetseiten vor den Benutzern seines Browsers, weil dieser sich nicht an Standards hält.

Die Macht der „zwei Zeugen“ gefestigt

Außerdem erklärt Jesus: „Sie haben Gewalt, … die Erde mit jeder Art von Plagen zu schlagen, sooft sie es wünschen“ (Off. 11:6). Insbesondere Microsoft ‚schlägt die Erde’ ständig mit „jeder Art von Plagen“ in Form von Updates, neuen Versionen und neuen Fehlermeldungen.

Google wiederum ‚schlägt’ andere Unternehmen, in dem es ähnliche Produkte kostenlos anbietet. Doch „wenn sie ihr Zeugnisgeben beendet haben, wird das wilde Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen und sie besiegen und sie töten“ (Off 11:7). Das politische „wilde Tier“ wird es wegen der Macht der „zwei Zeugen“ mit der Angst zu tun bekommen; bereits jetzt hat die EU-Kommission enorme Bußgelder gegen Microsoft verhängt.

Vorübergehend wird es diesen Mächten gelingen, Microsoft und Google zu „töten“, d. h. ihre Handlungsfähigkeit einzuschränken. Doch „Leute von den Völkern … lassen nicht zu, daß ihre Leichname in eine Gruft gelegt werden“; sie wollen weiterhin mit den Produkten der „zwei Zeugen“ arbeiten (Off. 11:8, 9). Nach einigen Jahren werden Microsoft und Google ihre Prozesse gewonnen haben, „und große Furcht befiel die, die sie sahen. … Und ihre Feinde sahen sie“ (Off. 11:11, 12). Dies wird weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Branche haben: „Siebentausend Personen wurden durch das Erdbeben getötet“, d. h. entlassen (Off. 11:13).

Die letzte Trompete

Nun kehrt Johannes wieder zu den sieben Engeln mit den sieben Trompeten zurück. „Der siebte Engel blies seine Trompete“ (Off. 11:15). Das geschah im Jahr 2007, als das ZDF ankündigte, die Zahl der Volksmusiksendungen zu reduzieren; es wurde sozusagen ‚die letzte Trompete geblasen’. Welche Reaktion löste diese Ankündigung aus? Die Menschen „fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: ‚Wir danken dir, Jehova Gott, du Allmächtiger, der ist und der war’“ (Off. 11:16, 17).

Nun beobachtet Johannes eine weniger schöne Szene. Er spricht zu Gott: „Dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit, … den Lohn zu geben deinen Sklaven“ (Off. 11:18). Offensichtlich war es Monatsende, und Gott wurde zornig, weil er seinen Angestellten den Lohn bezahlen musste. image„Es entstanden Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel“ als Ausdruck des göttlichen Zorns (Off 11:19). Das zeigt uns, dass wir von Jehova niemals Lohn erwarten sollten.

Die Offenbarung enthält wirklich kostbaren Aufschluss über Volksmusik, über die Zukunft von Microsoft sowie über die Belohnung, die auf wahre Christen wartet. Doch was sagt die Offenbarung über den Umgang mit wilden Tieren und großen Huren? Warum werden die Menschen so traurig sein, dass Gott ‚jede Träne von ihren Augen abwischen’ muss?

Der Kampf der Drachen-Klasse

Johannes berichtet: „Ein großes Zeichen wurde im Himmel gesehen: eine Frau“ (Off. 12:1). Dass die Frau als „großes Zeichen“ beschrieben wird, deutet an, dass sie sehr dick war. Sie war „umhüllt mit der Sonne, und der Mond war unter ihren Füßen, und eine Krone von zwölf Sternen war auf ihrem Haupt, und sie war schwanger“ (Off. 12:1, 2). Die Frau ist die germanische Göttin Frigg. Johannes konnte sie deutlich sehen, weil die Wolken erst später von ihr gewebt wurden. In einem Nachschlagewerk heißt es, dass ihre „Ordnungs- und Schöpfungskraft sich in der Sonne spiegelt“ (Oikrach). Sie wird auch als „Höchste der Göttinnen“ bezeichnet, weshalb „der Mond“ – Jesus Christus – „unter ihren Füßen“ liegt, d. h. ihr untergeordnet ist (Boudicca’s Bard).

Die „Krone von zwölf Sternen“ deutet an, dass sie Macht über alle zwölf Paläste Asgards ausübt. Asgard ist die Wohnstätte des Göttergeschlechtes der Asen und wird gemäß dem Nachschlagewerk Asawiki als „eine Art Himmelsreich beschrieben“; somit ist Frigg die oberste Herrscherin über das „Himmelreich“ oder „Königreich der Himmel“ (Mat. 5:3, Luther, NWÜ). Sie ist auch die „Beschützerin der Mutterschaft“, weshalb sie schwanger war.

Johannes berichtet weiter: Sie gebar einen Sohn, einen Männlichen. … Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott“ (Off. 12:5). Der bedeutendste Sohn Friggs ist Balder, wie in der Encyclopaedia Wikipedia festgestellt wird. Er wurde „entrückt zu Gott“, doch hier ist nicht der Schöpfergott im Himmel gemeint. Das Wort „Gott“ bedeutet „Mächtiger“ und weist in diesem Zusammenhang auf „die ungeheuer große Macht des Fernsehens“ hin (siehe Erwachet!, 8. Juli 1984, Seite 6). Balder ging also zum Fernsehen.

„Die Frau“ hingegen „floh in die Wildnis, … damit man sie dort tausendzweihundertsechzig Tage ernähre“ (Off. 12:6). Ja, im Lauf der Zeit hörten die Menschen auf, Frigg anzubeten. imageAm längsten hielt sich ihre Verehrung in Island, wo erst in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts die Iren auftauchten und Mönche mitbrachten, womit allmählich die Christianisierung der Insel begann. Wir können für den Beginn der „tausendzweihundertsechzig Tage“ somit einen Zeitpunkt um das Jahr 753 u. Z. annehmen, wodurch sich das Ende dieses prophetischen Zeitraums – nach der Regel „ein Tag für ein Jahr“ – etwa auf das Jahr 2013 berechnen lässt (4. Mose 14:34). Dann wird die Anbetung Friggs wiederaufgenommen werden, und nach kurzer Zeit wird die ganze Welt ihre herrliche Macht und Größe anerkennen!

Der Drache

Nun wendet sich Johannes einer anderen Szene zu: „Und ein anderes Zeichen wurde im Himmel gesehen, und siehe, ein großer, feuerfarbener Drache mit sieben Köpfen“ (Off. 12:3). Der Kopf ist der Sitz des Gehirns und somit des Verstandes. Dass der Drache sieben Köpfe hat, deutet also an, dass die von ihm dargestellte Personengruppe ihren Verstand gebraucht. Es handelt sich um Menschen, die viel denken.

Woher kommt die Drachen-Klasse? Die Bibel gibt uns einen deutlichen Hinweis auf die Identität dieser Personen, wenn sie sagt, es „wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden“ (Off. 12:8). Diese Menschen gehören zur „großen Volksmenge“; es sind Zeugen Jehovas, die nach 1935 geboren wurden und für die nach der Wachtturm-Lehre kein Platz im Himmel mehr zur Verfügung stand.

Der „Drache“ steht also für Zeugen Jehovas aus der „großen Volksmenge“, die ihren Verstand gebrauchen und die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ erkannt haben. Wegen ihrer Angehörigen oder aus anderen Gründen zögern sie zwar noch, ihren Austritt aus der Gemeinschaft zu erklären. Dennoch kämpfen sie gemeinsam mit „echten“ Abtrünnigen Seite an Seite: image„Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen“ gemeinsam gegen die Wachtturm-Gesellschaft, „der Drache und seine Engel kämpften“ (Off. 12:7). „Michael“ Drebing war mehrere Jahre lang der Vorsitzende des Netzwerk Sektenausstieg e. V.; „seine Engel“ sind seine Nachfolger sowie die Mitglieder und Freunde dieses Vereins. „Der Drache und seine Engel“, d. h. Zeugen Jehovas, die das Wachtturm-System durchschaut haben, kämpfen Seite an Seite mit ihnen, um die Wahrheit über Jehovas Zeugen bekanntzumachen. Sie erklären deutlich, weshalb Jehovas Zeugen nicht „die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben“ (Off. 12:17).

Gemeinschaftsentzug

Viele Glieder der Drachen-Klasse beschließen irgendwann, sich nicht mehr länger zu verstecken und offen ihre Meinung zu sagen. Dann erfüllt sich die folgende Prophezeiung: „Hinabgeschleudert wurde der große Drache, … der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert“ (Off. 12:9). Ja, wer seine Meinung offen sagt, wird von Jehovas Zeugen „hinabgeschleudert“, d. h. aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Solche Personen werden als „Teufel und Satan“ betrachtet (vergleiche Der Wachtturm, 15.02.2004, S. 16 Abs. 6).

Doch inwiefern glauben Jehovas Zeugen, dass ein Abtrünniger „die ganze bewohnte Erde irreführt“? imageNun, sie sind überzeugt davon, dass Gott in Kürze alle Menschen vernichten wird, die nicht zu ihrer Organisation gehören und dass „die ganze bewohnte Erde“ dann nur noch aus Zeugen Jehovas bestehen wird. Sie fürchten sich also davor, dass Abtrünnige durch die von ihnen verkündeten Wahrheiten alle Zeugen Jehovas vom „Wahrheitsweg“ abbringen könnten.

Sie werden erleichtert sein und ausrufen: „Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden!“ (Off. 12:10). Sie bezeichnen die Abtrünnigen als „Ankläger unserer Brüder“, da sie immer wieder auf Fehler des ‚treuen und verständigen Sklaven’ hinwiesen und die Autorität der Leitenden Körperschaft in Frage stellten. Dass solche Personen jetzt aus der Gemeinschaft entfernt worden sind, werden sie als Beweis dafür betrachten, dass Harmagedon unmittelbar bevorsteht.image

Sie werden glauben, sie hätten die Abtrünnigen „wegen des Wortes ihres Zeugnisses besiegt“, und diese hätten „ihre Seele selbst angesichts des Todes nicht geliebt“ (Off. 12:11). Ihrer Meinung nach erwartet die Abtrünnigen der sichere Tod in Harmagedon. Durch das im folgenden Vers vorhergesagte Ereignis fühlen sie sich in ihrer Meinung bestärkt: „Als nun der Drache sah, daß er zur Erde hinabgeschleudert worden war, verfolgte er die Frau, die das männliche Kind geboren hatte“ (Off. 12:13). Einige der Abtrünnigen wenden sich nach ihrem Gemeinschaftsentzug anderen, als „heidnisch“ betrachteten Religionen zu. In Anlehnung an das Bild, zehn Männer würden ‚den Rocksaum eines Juden ergreifen’, wird dieser Umstand dadurch dargestellt, dass die Drachen-Klasse die Göttin Frigg „verfolgt“, d. h. ihr anhängt (Sach. 8:23).

In Wirklichkeit werden die Abtrünnigen jedoch nicht in Harmagedon umkommen, sondern vielmehr ein erfülltes Leben führen. Über einen von ihnen sagt die Offenbarung: „Er stand still auf dem Sand des Meeres“ (Off. 13:1). Nach dem Weggang von Jehovas Zeugen können die Abtrünnigen „das wirkliche Leben fest ergreifen“ und sich auch einen Urlaub am Meer leisten (1. Tim. 6:19).

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Das „wilde Tier“ und sein „Bild“ identifiziert

Nun erscheint jemand anders auf der Bühne: Johannes „sah aus dem Meer ein wildes Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen aufsteigen und auf seinen Hörnern zehn Diademe, aber auf seinen Köpfen lästerliche Namen“ (Off. 13:1). Dieses Tier ist das Internet. Die sieben Köpfe stehen für die Unmenge an Information, die im Internet zu finden ist und die selbst jemand mit „sieben Köpfen“ nicht vollständig erfassen könnte. Die Zahl 10 steht in der Bibel für Vollständigkeit; die zehn Hörner und zehn Diademe deuten das weltumspannende Ausmaß des Internet an; es ist wirklich überall präsent.

Das Tier hatte „auf seinen Köpfen lästerliche Namen“, so wie es im Internet viele lästerliche Websites gibt. Ungläubige, Fanatiker, Teufelsanbeter und Spötter haben ihre Auftritte und lästern über Gläubige und Ungläubige, über Gott und Menschen.

Johannes erklärt: „Das wilde Tier nun, das ich sah, war gleich einem Leoparden“ (Off. 13:2). Das typische Kennzeichen des Leoparden sind seine Flecken. Über das Leopardenfell heißt es in der Encyclopaedia Wikipedia: „Schon die Griechen sahen ihren Gott der Fruchtbarkeit und der sexuellen Ausschweifung, Dionysos, dermaßen gekleidet. Es ist insofern nicht verwunderlich, dass der Leopard in Gesellschaften, die mit Sexualität weniger freizügig umgingen, einen schlechten Ruf erhielt − die Flecken auf seinem Fell wurden so schnell zur ‚Be-Fleckung’, zum Zeichen der Sünde“.

Ohne Zweifel, die sexuelle Ausschweifung ist im Internet überall anzutreffen. Mit nur wenigen Mausklicks kann man sich beflecken. Der Vergleich des Internet mit dem Leoparden ist wirklich passend. Doch weiter heißt es: „Aber seine Füße waren wie die eines Bären“ (Off. 13:2).

Braunbären haben große Füße mit bis zu 8 Zentimeter langen Krallen. Damit können sie großen Schaden verursachen, ebenso wie das Internet großen Schaden anrichten kann. Die amerikanische Psychologin Kimberly S. Young schätzt, dass etwa fünf bis zehn Prozent der Internet-Benutzer danach süchtig sind.

Außerdem kann der schwere Braunbär – einzelne Exemplare können bis zu 780 kg wiegen – mit seinen Füßen alles niedertrampeln, was ihm in den Weg kommt. In gleicher Weise müssen heute viele örtliche Einzelhändler schließen, weil sie durch den Internet-Versandhandel ‚niedergetrampelt’ wurden. Schließlich sagt Johannes noch: „Sein Maul war wie das Maul eines Löwen“ (Off. 13:2). Ein Löwe brüllt so laut, dass es jeder hören kann. Das gleiche trifft auf Websites zu: Jeder kann sie lesen.image

Das Internet hat die Welt in nur wenigen Jahren revolutioniert. Zeitung, Telefon, Radio, Fernsehen, Post, Bibliothek, Fotolabor – all das und vieles mehr bietet das Internet auf dem heimischen Computer im Wohnzimmer. Kein Wunder, dass es heißt: „Die ganze Erde folgte dem wilden Tier mit Bewunderung. … Und sie beteten das wilde Tier an mit den Worten: ‚Wer ist dem wilden Tier gleich?’“ (Off. 13:3, 4).

Weltweite Verbreitung

Kurz darauf sagt Johannes: „Es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und jedes Volk und jede Zunge und jede Nation. Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten“ (Off. 13:7, 8). Ja, das Internet ist weltweit zugänglich, für „jeden Stamm und jedes Volk und jede Zunge und jede Nation“. Allein die Online-Enzyklopädie Wikipedia existiert mittlerweile in 284 Sprachen – etwa doppelt so viele wie die, in denen der Wachtturm erscheint.

Noch sind es zwar nicht buchstäblich „alle, die auf der Erde wohnen“, die das Internet „anbeten“, d. h. benutzen. Doch im November 2005 erklärten 174 Staaten auf dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft ihr Bestreben, allen Menschen Zugang zu Informationen und Wissen zu geben, wobei das Internet eine wesentliche Rolle spielt. Auch das Programm One Laptop per Child wird dazu beitragen, dass wirklich „alle, die auf der Erde wohnen“, das Internet benutzen werden.

Als Nächstes erfahren wir: „Ein Maul wurde ihm gegeben, das große Dinge und Lästerungen redete, und Gewalt wurde ihm gegeben, zweiundvierzig Monate zu handeln“ (Off. 13:5). 42 Monate – dreieinhalb Jahre – sind die durchschnittliche Einsatzdauer eines Computers, bevor er veraltet ist und durch einen neuen ersetzt werden muss. „Große Dinge und Lästerungen“ würde es also im Internet geben, solange es existiert. Gleich einem „Maul“ ist das Internet ein Sprachrohr für jeden, der der Welt etwas zu sagen hat.

Abtrünnige nutzen das Internet

Johannes sagt in diesem Zusammenhang auch: „Der Drache gab dem Tier seine Macht“ (Off 13:2). Wie im vorherigen Kapitel gezeigt, steht der „Drache“ für Zeugen Jehovas, die angefangen haben, über ihre Religion nachzudenken. Sie kämpfen Seite an Seite mit ‚Michael und seinen Engeln’ – bereits ausgeschlossenen Abtrünnigen – um die Wahrheit über die „Wahrheit“ ans Licht zu bringen.

Sie ‚geben dem Tier ihre Macht’, indem sie es als hauptsächliches Werkzeug für ihren Kampf benutzen. Über das Internet können auch beide Gruppen anonym miteinander kommunizieren, ohne dass die Glieder der Drachen-Klasse Angst vor einem Gemeinschaftsentzug haben müssen.

Weiter heißt es: „Es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und seine Wohnstätte zu lästern, ja die, die im Himmel weilen. Und es wurde ihm gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen“ (Off 13:6, 7). „Die, die im Himmel weilen“, sind die selbsternannten „Gesalbten“ der Zeugen Jehovas, die sich auch als „die Heiligen des Allerhöchsten“ betrachten und behauten, nach ihrem Tod als Könige in den Himmel zu kommen (Dan. 7:18). Sie betrachten Brooklyn als „Wohnstätte“ Gottes und glauben, sie würden „seinen Namen“ tragen. image

Abtrünnige gebrauchen das Internet, um „Lästerungen“ gegen diese Personen zu verbreiten, d. h. deren Lügen und Falschlehren aufzudecken. Sie werden sie schließlich „besiegen“, indem sie dafür sorgen, dass ihnen die Mitglieder weglaufen. Doch nicht alle werden sich aus den Fängen der Sekte befreien lassen: „Wenn jemand für Gefangenschaft bestimmt ist, so geht er hin in Gefangenschaft“ (Off. 13:10). Ja, wer absolut nicht hören will, bleibt eben von Jehovas Zeugen gefangen. Statt ausgeschlossen zu werden, bleibt er eingeschlossen.

Das Internet wird sichtbar

Nun wird Johannes etwas in der Zeit zurückversetzt und erfährt, wie es überhaupt zum Siegeszug des Internet kommen konnte. Er berichtet: „Ich sah ein anderes wildes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm, doch begann es zu reden wie ein Drache“ (Off. 13:11). Dabei handelt es sich um die Europäische Organisation für Kernforschung, als CERN bekannt. Diese Institution erforscht die Grundlagen der Physik, hauptsächlich für friedliche Nutzung, was durch die „zwei Hörner gleich einem Lamm“ angedeutet wird.

Allerdings „begann es zu reden wie ein Drache“, dessen herausragendes Merkmal seine „sieben Köpfe“ sind. Tatsächlich sind Mitteilungen des CERN meistens in einer hochwissenschaftlichen Sprache geschrieben, die nur ein jemand mit einem Superhirn – sozusagen mit „sieben Köpfen“ – wirklich verstehen kann. „Hier kommt es auf Weisheit an“, wie Johannes hinzufügt (Off. 13:18).

Die Zahl und das Bild des wilden Tieres

An dieser Stelle bestätigt er auch noch einmal die Identität des wilden Tieres: „Wer Verstand hat, berechne die Zahl des wilden Tieres, denn sie ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig“ (Off. 13:18). Durch diese exakte Angabe können wir alle Zweifel an der Behauptung, dass das wilde Tier das CERN darstellt, ausräumen, denn der Abstand des Luminositätsdetektors ALFA zum Luminositätsmonitor LUCID am Large Hadron Collider des CERN beträgt exakt 666 Pyramiden-Zoll (oder 17 Meter; zum Pyramiden-Zoll siehe Schriftstudien, Band 3, Dein Königreich komme, Studie 10: Das Zeugnis des Stein-Zeugen und Propheten Gottes, der großen Pyramide in Ägypten). Doch nur „wer Verstand hat“, erkennt, dass das Pyramiden-Zoll „eines Menschen Zahl“ ist und nicht von Gott inspiriert wurde.

Johannes beschreibt, wie das CERN unsere Welt nachhaltig verändert hat: „Es veranlaßt, daß die Erde und die, die darauf wohnen, das erste wilde Tier anbeten, … während es die, die auf der Erde wohnen, beredet, dem wilden Tier … ein Bild zu machen. Und es wurde ihm gewährt, dem Bild des wilden Tieres Odem zu geben, damit das Bild des wilden Tieres … rede“ (Off. 13:12, 14, 15). In den 80er Jahren war das „wilde Tier“ – das Internet – nur wenigen Menschen zugänglich und kompliziert zu bedienen. Es gab noch keine Möglichkeit, dort zu ‚reden’, d. h. sich in Form eines Internetauftritts zu präsentieren.

Doch das CERN ‚machte dem wilden Tier ein Bild’, indem es das World Wide Web erfand. Nun erhielt das Internet eine sichtbare Benutzeroberfläche und konnte seinen Siegeszug antreten. imageTim Berners-Lee vom CERN war es auch, der ‚dem Bild des wilden Tieres Odem gab’, indem er den ersten Webbrowser entwickelte. Dadurch konnte das Internet „reden“, d. h. jeder konnte seine Meinung auf seiner eigenen Homepage sagen.

Durch die Namensgebung wird die Identität des ‚wilden Tieres’ noch einmal bestätigt. Der Buchstabe „W“ entspricht nämlich dem hebräischen Waw; auf hebräisch heißt „WWW“ demnach „Waw Waw Waw“. Da Waw der sechste Buchstabe des hebräischen Alphabets ist, entspricht das der Zahl 666 (siehe Das Internet – Eine Schlinge Satans).

E-Commerce

Die Erfindung des WWW hatte gravierende Folgen für die Wirtschaft. Johannes sagt: „Es übt auf alle Menschen einen Zwang aus, auf die Kleinen und die Großen und die Reichen und die Armen und die Freien und die Sklaven, daß man diesen … ein Kennzeichen anbringe und daß niemand kaufen oder verkaufen könne, ausgenommen jemand, der das Kennzeichen hat, den Namen des wilden Tieres oder die Zahl seines Namens (Off. 13:16, 17). Zum „kaufen oder verkaufen“ wird das Internet immer wichtiger. Wirtschaftsexperten sagen voraus, dass die Verbreitung von Onlineshopping viele örtliche Einzelhändler zur Aufgabe zwingen wird. In absehbarer Zeit wird es daher fast unmöglich sein, gewisse Dinge zu kaufen oder zu verkaufen, ohne das „Kennzeichen“, eine E-Mail-Adresse, und „die Zahl seines Namens“, eine IP-Adresse, zu haben.

Totalitäre Systeme sehen es natürlich nicht gern, dass ihre Untertanen die Möglichkeit haben, sich im Internet Informationen zu beschaffen. Etwas später hört Johannes einen „Engel“ – der den ‚treuen und verständigen Sklaven’ der Zeugen Jehovas darstellt – sagen: „Wenn jemand … ein Kennzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand empfängt, wird er auch von dem Wein des Grimmes Gottes trinken, … und er wird vor den Augen der heiligen Engel und vor den Augen des Lammes mit Feuer und Schwefel gequält werden. … Tag und Nacht haben sie keine Ruhe, … wer immer das Kennzeichen seines Namens empfängt“ (Off. 14:9-11).

Wer als Zeuge Jehovas das Internet weise gebraucht und so in Kontakt mit Abtrünnigen gerät, ‚hat Tag und Nacht keine Ruhe’. Er fängt unweigerlich an, nachzudenken und die Wahrheit über die „Wahrheit“ zu erkennen. Früher oder später wird so jemand „vor den Augen der heiligen Engel“ – der Ältesten, die sich für Boten Gottes halten – „mit Feuer und Schwefel gequält“, d. h. einem quälenden Verhör vor einem Rechtskomitee unterzogen werden.

Jehovas Zeugen drohen ihnen auch mit „dem Wein des Grimmes Gottes“, wenn Unser Königreichsdienst imageschreibt: „Das Internet kann … von Satan benutzt werden, um diejenigen zu überlisten, die er durch dessen Macht verführt hat“ (November 1999, Seite 6). Doch „hier kommt es … auf das Ausharren an“ (Off. 14:12). Aufrichtige Menschen dürfen sich nicht dem Druck der Ältesten beugen, indem sie darauf verzichten würden, von ihrem Grundrecht auf Informations-freiheit Gebrauch zu machen.

Denken wir auch immer daran, dass es in Wirklichkeit die Zeugen Jehovas sind, die ‚Tag und Nacht keine Ruhe haben’, weil sie ständig mit Zusammenkünften, Predigtdienst und anderen „theokratischen Aktivitäten“ beschäftigt gehalten werden. Sie sind es, über die „eine Stimme aus dem Himmel“ sagt: „Glücklich sind die Toten, die … in Gemeinschaft mit dem Herrn sterben. Ja, spricht der Geist, mögen sie ruhen von ihren mühevollen Arbeiten, denn die Dinge, die sie getan haben, gehen gleich mit ihnen“ (Off. 14:13).

Wenn Zeugen Jehovas sterben, können sie sich glücklich schätzen, da sie nun „von ihren mühevollen Arbeiten“ – dem vollgestopften Zeitplan mit Predigtdienst, Zusammenkünften, persönlichem Studium, Tagestextbesprechung usw. – „ruhen“ können. Doch auch die Menschen in ihrem Predigtdienstgebiet können sich glücklich schätzen, weil „die Dinge, die sie getan haben“, „gleich mit ihnen“ gehen. Ja, alte Leute haben Zeit und können den Predigtdienst zu den unmöglichsten Zeiten durchführen. Nach ihrem Tod wird das Gebiet wahrscheinlich einem jüngeren Verkündiger zugeteilt, der nur samstags klingelt, wenn die Wohnungsinhaber sowieso nicht zu Hause sind.

Der größere Dieter Bohlen

Nun wird Johannes Zeuge einer himmlischen Castingshow: „Das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend. … Und ich hörte ein Geräusch aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Geräusch eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Sängern. … Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend“ (Off. 14:1-3).

Das „Rauschen vieler Wasser“ deutet auf die instrumentale Begleitung hin, in der oft Trommeln – die „wie das Geräusch eines lauten Donners“ klingeln – eine bedeutende Rolle spielen. Johannes hörte eine Stimme „wie von Sängern“, denn (berufsmäßige) Sänger waren die 144 000 Teilnehmer ja noch nicht. Ursprünglich war bestimmt eine „große Volksmenge“ zu den Castings auf der Erde gekommen, um ihr Lied vorzusingen, doch nur 144 000 konnten „dieses Lied meistern“ und vor der Jury bestehen. Diese wurden nun in den Himmel eingeladen, wo sie „vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten“ ein „neues Lied“ zum imageBesten geben müssen.

Bei 144 000 Kandidaten kann die Veranstaltung einige Zeit dauern, so dass möglicherweise einzelne Teilnehmer einschlafen. Die Ältesten haben dann die Aufgabe, zu ihnen zu sagen: „Erwache, erwache, trag ein Lied vor!“ (Richter 5:12). Doch die Mühe lohnt sich, denn Jesus Christus – der größere Dieter Bohlen – verspricht den Teilnehmern: „Dem, der siegt, will ich etwas von dem verborgenen Manna geben, und ich will ihm einen weißen Kieselstein geben und auf dem Kieselstein einen neuen Namen geschrieben“ (Off. 2:17). Außer einer Mahlzeit und einem weißen Kieselstein wird der Sieger auch „einen neuen Namen“ bekommen, genauso wie Sänger auf der Erde einen Künstlernamen führen.

Doch die Sieger werden nicht im Himmel musizieren dürfen, denn das ist den Engeln vorbehalten. Sie werden vielmehr beauftragt: „Singt Jehova ein neues Lied, … die ihr hinabgeht zum Meer“ (Jes. 42:10). Sie werden „ins Meer geworfen“, um den Fischen die gute Botschaft zu verkündigen (Mat. 21:21). Was wird die Verlierer erwarten? Da sie behauptet hatten, sie könnten singen, wurden sie als Lügner entlarvt. Und was „alle Lügner [betrifft], ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt“ (Off. 21:8).

„Die Ernte der Erde“image

Nun wechselt Johannes zu einem ganz anderen Thema: „Ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich einem Menschensohn mit … einer scharfen Sichel in seiner Hand. Und ein anderer Engel trat aus dem Tempelheiligtum hervor und rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: ‚Schick deine Sichel hinein und ernte, weil die Stunde zum Ernten gekommen ist’“ (Off. 14:14, 15). Der „Menschensohn“ steht für die Ältesten der Zeugen Jehovas. Diese sind zwar nur gewöhnliche Menschen, aber sie haben sich eine erhabene Stellung angemaßt und sitzen gleichsam „auf der Wolke“. Sie beaufsichtigen das Einbringen der „Königreichsfrucht“, des Predigtwerks. Am Endes jedes Monats gebietet ihnen „ein anderer Engel“ – der „treue und verständige Sklave“ – die ‚Ernte’, d. h. die Predigtdienstberichte, einzusammeln.

Doch es bleibt nicht unbeobachtet, dass die Wachtturm-Gesellschaft ihre Anhänger als Predigtsklaven ausnutzt. „Noch ein anderer Engel trat aus dem Tempelheiligtum, das im Himmel ist, hervor, auch er hatte eine scharfe Sichel. Und noch ein anderer Engel trat vom Altar hervor, und er hatte Gewalt über das Feuer. Und er rief mit lauter Stimme dem zu, der die scharfe Sichel hatte, indem er sprach: ‚Schick deine scharfe Sichel hinein, und sammle die Trauben vom Weinstock der Erde ein, denn seine Traubenbeeren sind reif geworden.’“ (Off. 14:17, 18). Die beiden Engel werden von Gott beauftragt, den Sklaventreibern in Brooklyn ein Ende zu bereiten.

„Der Engel legte seine Sichel an die Erde und erntete den Weinstock der Erde ab, und er schleuderte ihn in die große Kelter des Grimmes Gottes“ (Off. 14:19). Eines Tages werden die führenden Köpfe der Wachtturm-Gesellschaft „in die große Kelter des Grimmes Gottes“ geworfen werden. Warum haben sie diese Strafe verdient? Johannes fährt fort: „Blut kam aus der Kelter heraus bis an die Zäume der Pferde, tausendsechshundert Stadien weit“ (Off. 14:20). Ja, diese Organisation hatte große Blutschuld auf sich geladen. Das erste Buch von Richter Rutherford war Das vollendete Geheimnis, und wie darin selbst zu lesen ist, entsprechen „tausendsechshundert Stadien“ (etwa 222 km) genau der Entfernung von Scranton, wo es geschrieben wurde, nach Brooklyn, wo es gedruckt wurde (Ausgabe 1925, Seite 306). Das zeigt deutlich, dass die Blutschuld mit diesem Präsidenten begann, der einen losen Zusammenschluss von Verrückten in ein straff organisiertes Predigerheer verwandelte.

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Freuen wir uns nicht über das großartige Vorrecht, einen Anteil am Treten der ‚großen Kelter des Grimmes Gottes’ zu haben? Unterstützen wir weiterhin „Michael und seine Engel“ und die Drachen-Klasse! Kämpfen wir Seite an Seite, um die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ aufzudecken und aufrichtige Menschen aus dieser Organisation zu befreien!

Das Oktoberfest in Gottes Vorsatz

In den vorangegangenen Absätzen wurde behandelt, wie die Offenbarung die Entstehung des World Wide Web voraussagte, und wir haben eine himmlische Castingshow beobachtet. Doch langsam aber sicher steuert die Offenbarung nun auf ihren dramatischen Höhepunkt zu. Johannes sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar, sieben Engel mit sieben Plagen“ (Off. 15:1). Ja, er bezeichnet die „Plagen“ als „wunderbar“, denn er freut sich über Gottes Gericht an den Ungläubigen. image

Doch bevor die sieben Engel ihre Plagen über die Erde bringen, wird Johannes in der Vision auf das Münchner Oktoberfest versetzt. Er berichtet: „Ich sah etwas, was ein gläsernes Meer, mit Feuer vermischt, zu sein schien“ (Off. 15:2). Die vielen Maßkrüge am Oktoberfest kann man ohne Übertreibung als ‚gläsernes Meer“ bezeichnen – jeden Tag werden dort über 300 000 Maß Bier getrunken. Und nachts wird das Fest beleuchtet, so dass das „Meer“ aus Maßkrügen gleichsam wie „mit Feuer vermischt“ aussieht.

Beim Oktoberfest sah Johannes „die, die als Sieger über das wilde Tier und über sein Bild und über die Zahl seines Namens hervorgehen“ (Off. 15:2). Viele Kommentatoren sind der Ansicht, mit dem „wilden Tier“ seien die Brathähnchen gemeint, von denen jeden Tag über 25 000 „besiegt“, also verspeist, werden. Doch wie im letzten Kapitel gezeigt wurde, ist das „wilde Tier“ imagedas Internet, und „sein Bild“ ist das World Wide Web. Das Oktoberfest ist nämlich fast immer überfüllt; nur wer „als Sieger“ über das internetbasierte Reservierungssystem hervorgeht und eine Platzreservierung bekommt, kann auch am Abend zum ‚gläsernen Meer’ vordringen.

Über die Menschen, die „am gläsernen Meer stehen“, sagt Johannes: „Sie hatten Harfen Gottes. Und sie singen das Lied Mose“ (Off. 15:2, 3). Viele der Festbesucher sind so betrunken, dass sie ihre Bierkrüge für „Harfen Gottes“ halten; sie fühlen sich wie der „Münchner im Himmel“ und beginnen zu singen.

Gottesdienst

Weiter sagt Johannes zu Gott: „Alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten“ (Off. 15:4). Das Oktoberfest zieht jedes Jahr Millionen Besucher an, „eine große Volksmenge … aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ (Off. 7:9). Sie ‚beten Gott an’, der seinen Dienern gebot, Alkohol zu trinken. Er selbst sagte. „Siehe! Meine eigenen Knechte werden trinken“ (Jes. 65:13). Auch Jesus trank Wein und gebot seinen Jüngern: „Tut dies immer wieder“ (1. Kor. 11:25). Der Besuch des Oktoberfests ist daher als Gottesdienst zu betrachten.

Johannes berichtet weiter: „Nach diesen Dingen sah ich, und das Heiligtum des Zeltes des Zeugnisses wurde … geöffnet“ (Off. 15:5). Das „Heiligtum des Zeltes des Zeugnisses“ stellt die Bierzelte dar, von denen es auf dem Oktoberfest derzeit 29 Stück gibt. Um 22:30 Uhr endet der Bierausschank, und um 23:30 Uhr schließen die Zelte. Zu dieser Zeit werden ihre Türen „geöffnet“, da die Besucher in Scharen herausströmen.

„Die sieben Engel mit den sieben Plagen kamen aus dem Heiligtum heraus“ (Off. 15:6). Die Zahl Sieben steht in der Bibel oft für Vollkommen- oder Vollständigkeit; die „sieben Engel“ stehen daher für die Gesamtzahl der Festbesucher, die spätestens am nächsten Morgen mit den „sieben Plagen“, d. h. allerlei Nachwirkungen ihres Alkoholkonsums, Bekanntschaft machen werden. Sie waren „bekleidet mit reiner, hellglänzender Leinwand und um die Brust gegürtet“, was treffend die Trachtenkleidung beschreibt, in der viele der Besucher erscheinen (Off. 15:6).

Nun beobachtet Johannes einen weiteren Tag des Festes: „Eines der vier lebenden Geschöpfe gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen“ (Off. 15:7). Die „vier lebenden Geschöpfe“ stehen für die Wirte, deren Zelte auf der Theresienwiese in alle vier Himmelsrichtungen verteilt sind. „Engel“ bedeutet Bote, und die „sieben Engel“ sind gleichsam Boten der Wirte, die den Gästen „goldene Schalen“ – Maßkrüge mit golden glänzendem Bier – bringen.

Weitere Einzelheiten

imageJohannes berichtet weiter: „Das Heiligtum wurde … mit Rauch erfüllt“ (Off. 15:8). Ja, in bayerischen Bierzelten ist das Rauchen in diesem Jahr noch erlaubt; im Gegensatz zu normalen Wirtshäusern sind die Oktoberfestzelte daher „mit Rauch erfüllt“, und der Rauch symbolisiert „die Gebete der Heiligen“ (Off. 5:8).

Schließlich erlebt Johannes noch eine Situation, die leider häufig auftritt: „Niemand war imstande, das Heiligtum zu betreten“, weil alle Plätze besetzt waren und keine weiteren Besucher in die Festzelte eingelassen wurden (Off. 15:8).

Das Münchner Oktoberfest gereicht wirklich zur Ehre Jehovas, der selbst einmal „wie vom Schlaf zu erwachen [begann], wie ein Mächtiger, der sich vom Wein ernüchtert“ (Ps. 78:65). Jehova „schlug dann seine Widersacher von hinten nieder“; auch viele Oktoberfestbesucher werden „Nachahmer Gottes“, indem sie nach dem Biergenuss eine Schlägerei beginnen (Ps. 78:66; Eph. 5:1). Ja, Gott gebietet uns, dass wir alle unsere „Feinde auf die Kinnbacke schlagen müssen“ und sagt weiter: „Die Zähne der Bösen wirst du zerbrechen müssen“ (Ps. 3:7). Freuen wir uns nicht über unsere großartigen Vorrechte im Dienst Jehovas?

Gottes wunderbare Plagen

Schon vor der Vision über das Oktoberfest erwähnte Johannes „ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar, sieben Engel mit sieben Plagen“ (Off. 15:1). Nun erläutert er diese Vision näher und erklärt die ‚wunderbaren Plagen’, die Gott über die Erde bringt. Gott selbst befiehlt: „Geht und gießt die sieben Schalen des Grimmes Gottes zur Erde hin aus“ (Off. 16:1).

Johannes berichtet: „Der erste ging weg und goß seine Schale zur Erde hin aus. Und es bildete sich ein schmerzhaftes und bösartiges Geschwür an den Menschen, die das Kennzeichen des wilden Tieres hatten“ (Off. 16:2). Wie bereits erklärt wurde, ist das ‚wilde Tier’ das Internet. und sein „Kennzeichen“, die „Zahl seines Namens“, ist die IP-Adresse. Diese Adresse kennzeichnet jeden Computer, der mit dem Internet verbunden ist.

Das ‚schmerzhafte und bösartige Geschwür’ betrifft also alle Menschen, die das Internet benutzen. Viele werden von Computerviren und anderen Schadprogrammen heimgesucht, die den Computer gleich einem ‚bösartigen Geschwür’ befallen. Und niemand, der Gebrauch vom Internet macht, kann unerwünschten Werbenachrichten entgehen. Man schätzt, dass Spam bis zu 95 Prozent aller E-Mails ausmacht. Wahrhaft „ein schmerzhaftes und bösartiges Geschwür“, das Gott über die Menschheit bringt!

Strafe über China

Die zweite Schale versetzt uns in der Zeit einige Jahrzehnte zurück: „Der zweite goß seine Schale in das Meer aus. Und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und jede lebende Seele starb, ja alles, was im Meer war“ (Off. 16:3). Das „Meer“ steht für China, das im Jahr 1949 bereits fast 600 000 Einwohner hatte – wahrhaft ein großes ‚Menschenmeer’! Damals führte Mao Tse-tung den Kommunismus ein, so dass das Land rot wurde, so wie „Blut wie von einem Toten“. Während seiner Herrschaft starb zwar nicht buchstäblich „jede lebende Seele“, aber immerhin bis zu 76 Millionen Menschen – mehr, als die Bevölkerung vieler Nationen.

China wurde dafür bestraft: „Der dritte goß seine Schale in die Flüsse und die Wasserquellen aus. Und sie wurden zu Blut. … Sie haben das Blut von Heiligen und von Propheten vergossen. … Sie verdienen es“ (Off. 16:4, 6). Ja, auch nach der Herrschaft Maos hat die chinesische Regierung weiterhin „Propheten“, die auf Missstände hingewiesen hatten, getötet. Daher hat Gott sie mit mehreren verheerenden Überschwemmungen geplagt, bei denen jeweils Tausende umgekommen und Millionen obdachlos geworden sind.

Jehova bestrafte das Volk für die Vergehungen der Regierung, genauso wie er es zur Zeit Davids getan hatte (1. Chr. 21:11, 12). Daher preist Johannes ihn: „Wahrhaftig und gerecht sind deine richterlichen Entscheidungen“ (Off. 16:7).

Globale Erwärmung

Nun folgt die vierte Plage, die in Kürze die ganze Erde treffen wird: „Der vierte goß seine Schale auf die Sonne aus; und der Sonne wurde gewährt, die Menschen mit Feuer zu versengen. Und die Menschen wurden mit großer Hitze versengt“ (Off. 16:8, 9). Hier wird die globale Erwärmung beschrieben, die auf der Erde bereits im Gange ist. Wissenschaftler sagen für die nächsten hundert Jahre eine Temperaturerhöhung um zwei bis fünf Grad Celsius vorher, so dass dann viele Menschen wirklich „großer Hitze“ ausgesetzt sein werden. Menschliche Bemühungen werden den Klimawandel nicht aufhalten können, da er in Wirklichkeit nicht vom CO2-Ausstoß, sondern von Gott verursacht wird.

George W. Bush

Schließlich goß der fünfte Engel „seine Schale auf den Thron des wilden Tieres aus. Und sein Königreich wurde verfinstert“ (Off. 16:10). Wie bereits erwähnt, ist das ‚wilde Tier’ das Internet, und dessen „Thron“ oder Zentrum sind die Root-DNS-Server, die größtenteils in den USA stehen. Dieses „Königreich wurde verfinstert“, als George W. Bush am 20. Januar 2001 das Amt des Präsidenten übernahm. Unter seiner Herrschaft erfüllte sich die folgende Prophezeiung: „Sie begannen, vor Schmerz ihre Zunge zu zernagen“ (Off. 16:10). Ja, während der ersten Amtszeit von George W. Bush begannen die Vereinigten Staaten zwei Kriege, was großen „Schmerz“ verursachte. Doch die Amerikaner „bereuten ihre Werke nicht“, sondern wählten ihn erneut zum Präsidenten (Off. 16:11).

Während seiner zweiten Amtszeit wurde das Land von verheerenden Naturkatastrophen heimgesucht, u. a. vom Hurrikan Katrina im Jahr 2005, der etwa 1 800 Menschenleben und 80 Milliarden Dollar kostete. Die Menschen „lästerten den Gott des Himmels“ deswegen (Off. 16:11). Doch in Wirklichkeit war nicht der „Gott des Himmels“, also der Wettergott, dafür verantwortlich. Vielmehr wurden all diese Plagen von Jehova über die Vereinigten Staaten geschickt – möglicherweise als Strafe dafür, dass sie falsche Propheten in ihrer Mitte dulden (Mat. 24:45; Jes. 21:8). Seit der Ablösung Bushs durch Barack Obama im Jahr 2009 gab es in den Vereinigten Staaten keine nennenswerten Naturkatastrophen mehr.

Politische Veränderungen

Nun wird Johannes wieder nach China zurückversetzt: „Der sechste goß seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus, und sein Wasser vertrocknete, damit für die Könige vom Sonnenaufgang der Weg bereitet werde“ (Off. 16:12). Der heutige „Euphrat“ ist der Jangtsekiang, dessen Wasser bisher bei regelmäßigen Überschwemmungen Tod und Leid über die Menschheit gebracht hatten (Off. 16:4). Im Jahr 2006 „vertrocknete“ das Hochwasser sozusagen durch die Fertigstellung des Drei-Schluchten-Staudamms, der solche Katastrophen künftig verhindern soll. Damit wurde „für die Könige vom Sonnenaufgang“ – die Chinesen – „der Weg bereitet“, die wirtschaftliche und technische Vorherrschaft in der Welt zu übernehmen.

Ein Kampf

Nun sieht Johannes eine ganz andere Szene. Er berichtet: „Ich sah drei unreine inspirierte Äußerungen, die aussahen wie Frösche, aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des wilden Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten ausgehen“ (Off. 16:13). In einem Werk wird gesagt: „In China gilt der Drache als Urahn der Menschen“; die Chinesen glauben also, vom Drachen abzustammen. Daher stellt der ‚Drache’, den Johannes sieht, China dar. Das ‚wilde Tier’ ist das Internet.

Der ‚falsche Prophet’ ist die Wachtturm-Gesellschaft, die ständig vor dem „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, warnt, ohne dass dieser wirklich kommt (Off. 16:14). Alle drei reden schlecht übereinander: In China ist die Wachtturm-Religion verboten, und die Regierung fürchtet das Internet. Im Internet sind viele kritische Informationen zu China und zur Wachtturm-Gesellschaft zu finden. Und diese bemängelt die mangelnde Religionsfreiheit in China und warnt vor dem Internet.

Während es sich bei den Verlautbarungen der Wachtturm-Gesellschaft um „tatsächlich von Dämonen inspirierte Äußerungen“ handelt, sind die Inhalte des Internets von sogenannten „Daemons“, also Hintergrundprozessen auf den Webservern, „inspiriert“ (Off. 16:14). Über den Ausgang dieser Auseinandersetzung lässt uns Johannes hier im Ungewissen, doch gemäß einer anderen Vision „wird das wilde Tier … sie besiegen und sie töten“ (Off. 11:7).

Warnung vor Jesus

Nun erinnert uns Johannes wieder daran, dass wir auf der Hut sein müssen, damit Jesus uns nicht ausraubt, der gesagt hat: „Siehe! Ich komme wie ein Dieb“ (Off. 16:15). Wir werden gewarnt: „Glücklich ist, wer wach bleibt und seine äußeren Kleider bewahrt, damit er nicht nackt einhergehe“ (Off. 16:15). Ja, wir sollten auf unsere Wertsachen achtgeben. Wenn wir nachts schlafen, könnte Jesus bei uns einbrechen und unsere Kleidung stehlen, so dass wir am Morgen im Pyjama auf die Straße gehen müssten.

Jehovas Zeugen sind dafür bekannt, sich regelmäßig in Königreichssälen, Kongresshallen und Sportstadien zu versammeln. Schließlich versammeln sie sich jedoch an dem „Ort, der auf hebräisch Har-Magedon genannt wird“ (Off. 16:16). Dort werden sie ihr Ende finden, genauso wie König Josia bei Megiddo zu Tode kam (2. Kön. 23:29).image

Die letzte Plage

Jetzt wird Johannes wieder in eine ganz andere Szene versetzt: „Der siebte goß seine Schale auf die Luft aus . … Und es entstanden Blitze und Stimmen und Donner, und ein großes Erdbeben ereignete sich“ (Off. 16:17, 18). Er sieht einen modernen ICE, an dessen Stromabnehmer bei feuchtem Wetter kleine ‚Blitze’ entstehen. Für die Anwohner der Bahnstrecke hört es sich an wie „Donner“, wenn ein Zug vorbeifährt, und der Boden neben den Gleisen wackelt wie bei einem ‚großen Erdbeben’. Im Innern des ICE sind hingegen die „Stimmen“ der Zugbegleiter zu hören, die sich für die derzeitige Verspätung entschuldigen.

Ja, die sieben Plagen, die Gott über die Menschheit bringt, sind wirklich „groß und wunderbar“ (Off. 16:1). Ist es nicht begeisternd, zu sehen, wie sich die Prophezeiungen heute vor unseren Augen erfüllen?

Das Ende der „großen Hure“ ist nahe!

Nun empfängt Johannes eine weitere Vision, die sich in naher Zukunft erfüllen wird. Ein Engel erklärt ihm: „Babylon der Großen wurde vor Gott gedacht. … Auch entfloh jede Insel, und Berge wurden nicht gefunden“ (Off. 16:19, 20). Wer ist ‚Babylon die Große’? Das werden wir gleich herausfinden. Aber das Gericht über sie schließt offenbar ein, dass „jede Insel“ und „Berge“ verschwinden würden – zweifellos eine Beschreibung des ansteigenden Meeresspiegels.

Johannes fährt fort: „Und ein großer Hagel, jeder Stein ungefähr im Gewicht von einem Talent, kam aus dem Himmel auf die Menschen herab“ (Off. 16:21). Solche Hagelfälle hatte es früher nicht gegeben, doch wegen des Klimawandels wird so etwas in Zukunft vorkommen.

Die „große Hure“ identifiziert

Schließlich sagt ein Engel zu Johannes: „Komm, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die auf vielen Wassern sitzt“ (Off. 17:1). Es besteht kein Zweifel daran, wen die „große Hure“ darstellt: Es sind die Niederlande, in denen ‚Hurerei’ weit verbreitet ist – allein in Amsterdam gibt es über 10 000 Prostituierte, mehr als viermal mal so viele wie in Hamburg. Dieses Land ‚sitzt auf vielen Wassern’ und hat den größten Hafen Europas.

Johannes sagt weiter, dass „die, welche die Erde bewohnen, mit dem Wein ihrer Hurerei trunken gemacht wurden“ (Off. 17:2). Ihm war wohl kein stärkeres Rauschmittel als „Wein“ bekannt, aber gemeint sind die Drogen, die in Holland überall erhältlich sind. Johannes nahm auch selbst davon und berichtet: „In der Kraft des Geistes trug er mich in eine Wildnis hinweg“ (Off. 17:3). Ja, er verlor die Orientierung und fühlte sich, als würde er in einer Wildnis umherfliegen.

Als er wieder klar denken konnte, erblickte er „eine Frau, die auf einem scharlachfarbenen wilden Tier saß“; sie war „mit Gold und kostbaren Steinen und Perlen geschmückt und hatte in ihrer Hand einen goldenen Becher“ (Off. 17:3, 4). Hier werden die Niederlande als eine Frau dargestellt, die ein Kleid mit Leopardenfellmuster trägt. ‚Gold, kostbare Steine und Perlen’ symbolisieren den enormen Reichtum, den die Niederlande einst hatten; die Encyclopaedia Wikipedia schreibt über das sogenannte Goldene Zeitalter im 17. Jahrhundert: „Der Handel mit den Kolonien bescherte den Niederlanden großen Reichtum“.

Johannes sagt: „Auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, ein Geheimnis: ‚Babylon die Große, die Mutter der Huren’“ (Off. 17:5). Ja, Prostitution hat in imageHolland eine lange Tradition, so dass man dieses Land wirklich als „Mutter der Huren“ bezeichnen kann. Natürlich arbeiten die Frauen diskret, so dass es „ein Geheimnis“ bleibt, wenn jemand ihre Dienste in Anspruch nimmt.

Für einen alten Mann von wahrscheinlich fast 100 Jahren, der den größten Teil seines Lebens mit der Bibel verbracht hat, muss der Anblick dieser Frau sehr ungewöhnlich gewesen sein; Johannes berichtet: „Als ich sie nun erblickte, verwunderte ich mich mit großer Verwunderung“ (Off 17:6).

Doch Johannes hat nicht viel Zeit, diese Sinneseindrücke zu verarbeiten. Der Engel sagt zu ihm: „Ich will dir das Geheimnis der Frau und des wilden Tieres kundtun“ (Off. 17:7). Das „wilde Tier“ ist der Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond (KNVB), der die holländische Fußball-Nationalmannschaft stellt. Der Engel erzählt weiter: „Das wilde Tier, das du sahst, war, ist aber nicht und ist doch daran, aus dem Abgrund heraufzusteigen“ (Off. 17:8). Eine Zeitlang sah es für die Mannschaft nicht gut aus; sie hatte zuletzt 1978 ein WM-Finale erreicht und war 1988 zum letzten Mal Europameister. Noch 2009 konnte man sagen, Holland „war, ist aber nicht“ eine große Fußballnation.

imageDoch gemäß der Prophezeiung sollten „die, die auf der Erde wohnen, bewundernd staunen“ (Off. 17:8). Das erfüllte sich im Jahr 2010, als die holländische Nationalmannschaft alle Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft gewann und sich erst im Finale gegen die Spanier geschlagen geben musste. Allerdings wird das Tier, das die holländische Fußball-Nationalmannschaft darstellt, bald darauf „in die Vernichtung hinweggehen“ (Off. 17:8). Über diejenigen, die über seinen Erfolg staunen, wird noch gesagt: „Ihre Namen sind seit Grundlegung der Welt nicht auf die Buchrolle des Lebens geschrieben worden“ (Off. 17:8). Holländische Fußballfans haben also keine Hoffnung auf ewiges Leben.

Einzelheiten über Holland

Als nächstes erwähnt der Engel „sieben Berge, auf denen die Frau sitzt“ (Off. 17:9). Es handelt sich dabei nicht um die „sieben Berge“, hinter denen die Sieben Zwerge wohnen. Vielmehr sind künstliche „Berge“ gemeint; die „sieben Berge“ sind alle Deiche, die große Teile Hollands – auch die Hauptstadt Amsterdam – davor bewahren, im Meer zu versinken.

Nun beschreibt Johannes die niederländische Königslinie und liefert damit einen unumstößlichen Beweis für die imageInspiration seiner Botschaft. Er sagt: „Da sind sieben Könige: fünf sind gefallen, einer ist, der andere ist noch nicht gekommen“ (Off. 17:10). Im Jahr 1813 proklamierten die Niederlande ihre Unabhängigkeit von der französischen Herrschaft; seitdem regierten fünf Königinnen und Könige, die inzwischen durch den Tod „gefallen“ sind: Wilhelm I., Wilhelm II., Wilhelm III., Wilhelmina und Juliana. „Einer ist“, nämlich Königin Beatrix, die seit 1980 auf dem Thron sitzt. Es wird also nur noch ein König auf Beatrix folgen.

Johannes sagt weiter: „Das wilde Tier, das war, aber nicht ist, es ist auch selbst ein achter König“ (Off. 17:11). Ja, auch in Holland ist der Begriff „König Fußball“ bekannt; dieser Sport hat in Holland einen sehr hohen Stellenwert. Doch das wilde Tier „geht hin in die Vernichtung“ (Off. 17:11). Zusammen mit dem Untergang Hollands wird auch der holländische Fußball untergehen.

Bevor es so weit ist, werden die Fußballspieler jedoch vom Volk verehrt: „Sie empfangen Gewalt wie Könige für eine Stunde mit dem wilden Tier. … So geben sie ihre Macht und Gewalt dem wilden Tier“ (Off. 17:12, 13). Ja, sie werden für kurze Zeit sehr erfolgreich sein und von den Fans wie Könige behandelt werden. Allerdings sagt Johannes weiter, sie „werden mit dem Lamm kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen“ (Off. 17:14). Das „Lamm“ steht für die Nationalmannschaft der Türkei, eines Landes, in dem viel Lammfleisch gegessen wird.

Das niederländische Weltreichimage

Weiter erklärt der Engel: „Die Wasser, die du sahst, wo die Hure sitzt, bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen und Zungen.Und die Frau, die du sahst, bedeutet die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde“ (Off. 17:15, 18). „Die Wasser“ des Atlantik und die Schiffe, die darauf fuhren, brachten „Völker und Volksmengen und Nationen und Zungen“ nach Holland. Und dieses Land war wirklich „über die [anderen] Könige der Erde“ erhaben; die Encyclopaedia Wikipedia schreibt: „Der wirtschaftliche Aufstieg des kleinen Staatenbundes von nicht einmal zwei Millionen Niederländern, der über keine Rohstoffe verfügte und in der landwirtschaftlichen Produktion unbedeutend war, zur führenden Groß- und Kolonialmacht des 17. Jahrhunderts ist ein bis heute verblüffendes und faszinierendes Phänomen.“

Doch nach dem siebten König wird für die Niederlande das Ende erreicht sein. Der Engel „rief aus mit starker Stimme, indem er sprach: ‚Sie ist gefallen! Babylon die Große ist gefallen, und sie ist eine Wohnstätte von Dämonen und ein Versteck jeder unreinen Ausdünstung und ein Versteck jedes unreinen und gehaßten Vogels geworden!“ (Off. 18:2). Ja, Holland wird von der Landkarte verschwunden sein! Statt dessen werden dort ‚unreine Vögel’ wie die Möwe leben.

Der Engel kommt jetzt noch einmal auf Hollands „Goldenes Zeitalter“ zurück, wenn er sagt: „Die reisenden Kaufleute der Erde sind zufolge der Macht ihres schamlosen Luxus reich geworden“ (Off. 18:3). Das ist zweifellos zutreffend; die Encyclopaedia Wikipedia sagt dazu: „Um 1670 verfügte die Republik über etwa 15.000 Schiffe, das Fünffache der englischen Flotte, was einem Transportmonopol auf dem Meer gleichkam. Besonders der Handel mit den Kolonien bescherte den Niederlanden großen Reichtum.“

Gottes Gericht

Doch diese Zeiten sind vorbei. „Eine andere Stimme aus dem Himmel“ sagt: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, … wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt“ (Off. 18:4). Jetzt ist die Zeit, Holland zu verlassen! Warum?

Der Engel gebietet: „In den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie“ (Off. 18:6). Holland gewann einen großen Teil seines Landes durch Abpumpen von Wasser ins Meer. In Kürze wird doppelt so viel Wasser aus dem Meer nach Holland fließen und das Land überfluten. Wodurch wird das bewirkt werden?

Der Engel sagt: „Sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden“ (Off. 18:8). Das „Feuer“ der Sonne verursacht wegen des Klimawandels das Abschmelzen der Polkappen, was wiederum einen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge hat. In kurzer Zeit werden Hollands Deiche das Wasser nicht mehr zurückhalten können, und Holland wird vollständig im Meer versinken. Ist das nicht eine freudige Nachricht?

Trauer

Nicht alle werden sich über den Untergang Hollands freuen. „Die reisenden Kaufleute der Erde weinen und trauern über sie, weil niemand mehr da ist, der ihr volles Lager kauft,auch Zimt und indisches Gewürz und Räucherwerk … und Menschenseelen“ (Off. 18:11, 13). Die „reisenden Kaufleute der Erde“ sind heute die Drogenhändler, und Die Zeit bezeichnet Holland als „Zentrum des Drogenhandels in Europa“ und „größten Rauschmittelproduzenten des Kontinents“. Sie werden „weinen und trauern“, weil sie vom Nachschub an „Räucherwerk“ abgeschnitten sein werden. Auch Menschenhändler, die bisher weibliche „Menschenseelen“ aus Osteuropa nach Holland verkauften, werden trauern.

Und „jeder Schiffskapitän und jeder, der zu Schiff irgendwohin reist, und Seeleute und alle, die sich ihren Lebensunterhalt durch das Meer verdienen, standen in der Ferne und schrien, als sie den Rauch ihres Brandes anschauten, und sprachen: ‚Welche Stadt ist gleich der großen Stadt?’ … Wie schade, wie schade!“ (Off. 18:17-19). Der Rotterdamer Hafen ist derzeit der größte in Europa – praktisch „jeder Schiffskapitän“ benutzt ihn. Die Kapazität der anderen Häfen wird nicht ausreichen, um alle Schiffe abzufertigen, so dass viele, „die sich ihren Lebensunterhalt durch das Meer verdienen“, vorerst arbeitslos sein werden.

Preiset Jah!

Dann wird noch einmal demonstriert, auf welche Weise Holland vernichtet werden wird: „Ein starker Engel hob einen Stein auf gleich einem großen Mühlstein und schleuderte ihn ins Meer, indem er sprach: ‚So wird Babylon, die große Stadt, mit Schwung hinabgeschleudert werden, und sie wird nie wieder gefunden werden’“ (Off. 18:21). Holland wird im imageMeer versinken und „nie wieder gefunden werden“!

Nun nennt der Engel auch den Hauptgrund für dieses Urteil, wenn er sagt: „Durch deinen Drogengebrauch wurden alle Nationen irregeführt“ (Off. 18:23, Fußnote). Anschließend hört Johannes „eine laute Stimme einer großen Menge im Himmel“, die sprach: „Preiset Jah! … Denn er hat das Gericht an der großen Hure vollzogen. … Und der Rauch von ihr steigt weiterhin auf für immer und ewig“ (Off. 19:1-3). Die meisten Menschen werden Jehova wegen der Vernichtung Hollands preisen, dessen „Rauch“ als Warnung vor Drogen „für immer und ewig“ aufsteigen wird. Sind das nicht begeisternde Aussichten?

Mit Gott zu Abend essen

In den Kapiteln 17 und 18 der Offenbarung wurde der Untergang Hollands deutlich erklärt. Noch immer sind alle Geschöpfe im Universum begeistert von dieser Nachricht, denn die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebenden Geschöpfe fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sprachen: ‚Amen. Preiset Jah!’ Auch ging eine Stimme vom Thron aus, die sprach: ‚Preiset unseren Gott, ihr alle seine Sklaven, die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen’“ (Off. 19:4, 5).

Doch außer Holland gibt es noch andere Dinge, die die Vernichtung verdienen. Der Apostel Johannes erhielt eine weitere Vision und erklärte: „Ich hörte etwas,image was wie eine Stimme einer großen Volksmenge war und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Geräusch schwerer Donner“ (Off. 19:6). Es handelte sich zweifellos um die „große Volksmenge“ von Zeugen Jehovas, die sich nicht zu den Gesalbten zählen. Sie wird von einem schweren Unwetter hinweggefegt werden, doch ihr Hilferuf – ihre „Stimme“ – wird wegen des ‚Rauschens vieler Wasser’ nicht deutlich zu hören sein. Blitz und „schwerer Donner“ werden ihr übriges tun, um die „große Volksmenge“ ein für allemal von der Erde zu vertilgen.

Die „Hochzeit des Lammes“

Warum wird Gott zulassen, dass ein großer Teil seiner angeblichen irdischen Organisation ums Leben kommt? Die Antwort gibt der nächste Vers, in dem die Engel jubeln: „Freuen wir uns und frohlocken wir, und verherrlichen wir ihn, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht“ (Off. 19:7). Nach dem Tod von Gottes Frau hatte der „treue und verständige Sklave“ deren Aufgaben übernehmen und sich um den „Haushalt des Glaubens“ kümmern müssen (siehe Im Haushalt Jehovas Ordnung schaffen). Doch er war dieser Aufgabe nicht gewachsen und teilte den Hausgenossen nur minderwertige Speise aus. Nun werden alle Hausgenossen Gottes „frohlocken“, dass durch die „Hochzeit des Lammes“ wieder eine Frau in die Familie kommt, die weiß, wie man einen Haushalt richtig führt – genauso, wie Isaak durch die Heirat mit Rebekka „Trost [fand], nachdem er seine Mutter verloren hatte“ (1. Mose 24:67).

Zwar wird die „große Volksmenge“ bereits vernichtet worden sein, aber die gesalbten Zeugen Jehovas werden noch leben. Diese bezeichnen sich selbst als „wahre Heilige“ (Der Wachtturm, 15.09.2002, S. 4). Doch der künftigen Frau des Lammes ist es „gewährt worden, in hellglänzende, reine, feine Leinwand gehüllt zu werden, denn die feine Leinwand stellt die gerechten Taten der Heiligen dar“ (Off. 19:8). Die „gerechten Taten der Heiligen“ – der gesalbten Zeugen Jehovas – sind daher allesamt auf der Leinwand aufgeschrieben. Doch diese ist „rein“, also unbeschrieben – die selbsternannten „Heiligen“ werden also überhaupt keine „gerechten Taten“ vorzuweisen haben.

Abendessen

Trotzdem werden sie zum Abendessen eingeladen. Der Engel spricht zu Johannes: „Schreibe: Glücklich sind diejenigen, die zum Abendessen der Hochzeit des Lammes eingeladen sind“ (Off. 19:9). Doch Jesus sagte auch: „Glücklich seid ihr, die ihr jetzt hungert“ (Luk. 6:21). Somit werden die Gesalbten zwar eingeladen sein, müssen aber dennoch hungern. Für wen ist das „Abendessen“ dann gedacht?

Kurze Zeit später sieht Johannes „einen Engel in der Sonne stehen, und er schrie mit lauter Stimme und sagte zu allen Vögeln, die in der Mitte des Himmels fliegen: ‚Kommt hierher, werdet versammelt zum großen Abendessen Gottes’“ (Off. 19:17). Nicht die angeblichen Gesalbten, sondern die Vögel werden also beim „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ fressen dürfen. Wen?

Der Engel wird ihnen gebieten: „Esst das Fleisch der [angeblichen künftigen himmlischen] Könige und der Hauptleute [Kreis- und Bezirksaufseher] und das Fleisch der [angeblich geistig] Starken und der Pferde [Pioniere] und derer, die darauf sitzen [und sich im Glanz der Pioniere sonnen], und das Fleisch aller [angeblich] Freien und [von treuen und verständigen] Sklaven, der Kleinen und der Großen [Zeugen Jehovas]!“ (Off. 19:18, Lutherbibel).

Die selbsternannten „Heiligen“ aus Brooklyn werden als Hauptgericht zur Hochzeit des Lammes eingeladen – sie werden ja dann nicht mehr gebraucht, weil die neue Frau in der himmlischen Familie den Haushalt übernimmt. „Alle Vögel wurden von ihren Fleischteilen gesättigt“ (Off. 19:21).

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Ärzte in Gottes Vorsatz

Die Bibel zeigt, dass ihre Schreiber – auch der Gott, der sie inspiriert hat – nicht allzu viel von Medizin verstanden. Doch immerhin sagten sie voraus, dass es in späterer Zeit Menschen geben würde, die auf diesem Gebiet mehr Kenntnisse hätten.

Johannes berichtet: „Siehe, ein weißes Pferd. … Seine Augen sind eine Feuerflamme“ (Off. 19:11, 12). Pferde waren damals das übliche Fortbewegungsmittel für Reiche, und weiße Pferde waren besonders wertvoll. Das ‚weiße Pferd’ stellt daher ein teures Auto dar, möglicherweise einen weißen Ferrari oder einen anderen Luxuswagen, wie er heute von vielen Ärzten gefahren wird. Im Gegensatz zu Pferden haben Autos „Augen“ oder Scheinwerfer wie „eine Feuerflamme“.

Über den Fahrer sagt Johannes: „Der, der darauf sitzt, wird Treu und Wahrhaftig genannt“ (Off. 19:11). Ärzte haben im allgemeinen einen guten Ruf und werden von vielen Personen „Treu und Wahrhaftig genannt“ – allerdings nur „genannt“, denn in Wirklichkeit verdienen sie diese Ehrfurcht nicht immer. Beispielsweise kamen in Italien im Jahr 2006 jeden Tag 90 Menschen durch Ärztefehler ums Leben.

„Auf seinem Haupt sind viele Diademe“ (Off. 19:12). Laut der Encyclopaedia Wikipedia dienen Diademe „zum Zusammenhalten der Haare“. Der Oberarzt in dem Auto muss daher viele Haare haben – möglicherweise fand gerade ein Streik der Frisöre statt. „Er trägt einen Namen geschrieben, den niemand außer ihm selbst kennt“ (Off. 19:12). Ja, Ärzte tragen immer Formulare mit sich herum, auf denen sie mit ihrem Namen unterschreiben. Offensichtlich hat der Arzt, den Johannes sieht – genauso, wie die meisten seiner Kollegen – keine schöne Handschrift, so dass „niemand außer ihm selbst“ seine Unterschrift entziffern kann.

Johannes sagt weiter über den Oberarzt: „Er ist in ein mit Blut besprengtes äußeres Kleid gehüllt. … Und aus seinem Mund geht ein scharfes langes Schwert hervor“ (Off. 19:13, 15). Es handelt sich wohl um einen Chirurgen, für den ein „scharfes langes Schwert“ oder Skalpell zur Grundausstattung gehört. Es geht gleichsam „aus seinem Mund“ hervor, da er mit seinem Mund auch Operationsanweisungen an die anderen Ärzte erteilt.

Ärzte werden auch „Götter in Weiß“ genannt. Daher sagt Johannes: „Der Name, nach dem er genannt wird, ist ‚Das Wort Gottes’“, und seine untergebenen Ärzte werden als „die Heere, die im Himmel waren“ bezeichnet (Off. 19:13, 14). Diese „folgten ihm auf weißen Pferden“ – ihren teuren Autos – „und sie waren in weiße, reine, feine Leinwand gekleidet“ (Off. 19:14). Die Ärzte fuhren wahrscheinlich zu einem Ärztekongress und trugen dabei ihren weißen Kittel als Erkennungsmerkmal.

„Auf seinem äußeren Kleid“ – seinem Arztkittel – trägt der Oberarzt „einen Namen geschrieben“, nämlich seinen eigenen (Off. 19:16). Viele Menschen wurden von ihm und seinen Kollegen geheilt. Doch nicht alle Patienten hatten so viel Glück: „Die übrigen aber wurden mit dem langen Schwert getötet, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß“ (Off. 19:21). Viele Patienten sterben auch unter der Hand der Chirurgen – insbesondere, wenn sie aus religiösen Gründen Bluttransfusionen ablehnen.

Ist es nicht wunderbar, zu sehen, wie sich diese biblische Prophezeiung direkt vor unseren Augen erfüllt? Bestimmt sind wir voller Wertschätzung für den Vorsatz, den Gott mit der Erde und mit den Ärzten hat.

Dem „zweiten Tod“ entgehen!

Im zwanzigsten Kapitel der Offenbarung erfahren wir, was es mit der ersten Auferstehung und mit dem zweiten Tod auf sich hat. Doch zunächst sah Johannes „einen Engel aus dem Himmel herabkommen mit dem Schlüssel des Abgrunds und einer großen Kette in seiner Hand“ (Off. 20:1). Es handelte sich offensichtlich um eine Art himmlischen Hausmeister mit einem großen Schlüsselbund.

Der Engel „ergriff den Drachen, die Urschlange, welche der Teufel und der Satan ist, und band ihn für tausend Jahre“ (Off. 20:2). Dies geschah im Jahr 878 u. Z., als die christlichen Angelsachsen London von den heidnischen Dänen zurückeroberten. Seitdem hat die satanische germanische Religion keinen nennenswerten Einfluss auf diese Stadt mehr ausgeübt.

imageDer himmlische Hausmeister „schleuderte ihn in den Abgrund und verschloß diesen und versiegelte ihn über ihm, damit er die Nationen nicht mehr irreführe, bis die tausend Jahre zu Ende wären. Nach diesen Dingen muß er für eine kleine Weile losgelassen werden“ (Off. 20:3). Satan war für tausend Jahre in einem Zustand der Untätigkeit gebunden. Doch „sobald die tausend Jahre zu Ende sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, und er wird ausziehen, um die Nationen, die an den vier Ecken der Erde sind, irrezuführen“ (Off. 20:7, 8). Das erfüllte sich gegen Ende des Jahres 1878. Satan ging geschickt vor, indem er einen amerikanischen Herrenausstatter dazu veranlasste, im Jahr 1879 mit der Herausgabe des Wachtturms zu beginnen.

Satans Irreführung nimmt ihren Lauf

Mit der Zeit entstanden daraus die Bibelforscher, die sich später in „Jehovas Zeugen“ umbenannten. Daher sah Johannes „Throne, und da waren solche, die sich darauf setzten“ (Off. 20:4). Die Bibelforscher glaubten nämlich, bald als Könige mit Jesus Christus zu regieren. Sie „setzten“ sich sozusagen selbst auf den Thron.

Außerdem „wurde ihnen Macht zu richten gegeben“ (Off. 20:4). Das geschah 1952, als der Gemeinschaftsentzug eingeführt wurde – von da an maßten sie sich an, „zu richten“, wer ein wahrer Christ sei und wer nicht. Der Maßstab ist dabei nicht die Bibel, sondern die vermeintlichen Missetäter werden „nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind“ – den Wachtturm-Schriften (Off. 20:12).

Über diese Schriften, die von Charles Taze Russell und seinen Nachfolgern gedruckt wurden, sagt der Engel: „Die Zahl dieser ist wie der Sand am Meer“ (Off. 20:8). Tatsächlich haben Zeugen Jehovas „schon Milliarden von Bibeln, Büchern, Broschüren und Zeitschriften verbreitet“ (Unser Königreichsdienst, März 2004, S. 4). Die Anhänger dieser Organisation „rückten über die Breite der Erde vor“ und belästigen die Menschen in buchstäblich jedem Land der Erde mit ihrer „Guten Botschaft“ von der baldigen Vernichtung fast aller Menschen (Off. 20:9).

Wiederum sah Johannes „einen großen weißen Thron und den, der darauf saß. Vor ihm entflohen die Erde und der Himmel“ (Off. 20:11). Auf dem „Thron“ sitzt immer noch der selbsternannte „treue und verständige Sklave“ (Off. 20:4). Er möchte gerne, dass alle Menschen und alle Regierungen – „die Erde und der Himmel“ – ihm Ehre zollen. Doch diese fliehen vor ihm; ja, die meisten Menschen wollen den von ihm gesandten Verkündigern aus dem Weg gehen. „Keine Stätte wurde für sie gefunden“, weil kaum jemand sie in ihre Wohnung lässt (Off. 20:11). image

Johannes „sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Buchrollen wurden geöffnet“ (Off. 20:12). Er sah einen Bezirkskongress der Zeugen Jehovas. Dabei stehen die geistig „Toten“ sozusagen vor dem „Thron“, wenn Glieder der Leitenden Körperschaft – die sich als künftige Könige sehen – Vorträge halten. „Die Großen und die Kleinen“ – Erwachsene und Kinder – sind anwesend. Dabei werden auch die mitgebrachten „Buchrollen“ – Bibeln und Liederbücher – „geöffnet“. Doch auch „eine andere Buchrolle wurde geöffnet“ (Off. 20:12). Das bezieht sich auf die neuen Veröffentlichungen, die auf den Kongressen freigegeben und sogleich von den Anwesenden durchgeblättert werden.

Abtrünnige

Johannes „sah die Seelen derer, die mit dem Beil hingerichtet worden waren wegen des Zeugnisses, das sie für Jesus abgelegt, und weil sie von Gott geredet hatten“ (Off. 20:4). Das „Beil“ steht für den Gemeinschaftsentzug, mit dem Rechtskomitees der Zeugen Jehovas jemanden für „geistig tot“ erklären (siehe Der Wachtturm, 15.07.1986, S. 17, Abs. 12). Wer Zeugnis „für Jesus“ statt für den Wachtturm ablegt oder im Predigtdienst „von Gott“ statt vom ‚treuen und verständigen Sklaven’ redet, wird von ihnen wegen „Abtrünnigkeit“ ausgeschlossen, was oft die vollständige soziale Isolation zur Folge hat.

Bei ihnen sieht Johannes diejenigen, die früher „weder das wilde Tier noch sein Bild angebetet und die das Kennzeichen nicht auf ihre Stirn und auf ihre Hand empfangen hatten“ (Off. 20:4). Eine Zeitlang hatten sie brav die Anweisungen der Wachtturm-Gesellschaft befolgt, sich vom Internet fernzuhalten. Sie hatten kein „Kennzeichen“, keine IP-Adresse oder E-Mail-Adresse. Doch schließlich änderten sie ihre Haltung, erkannten die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ und verließen die Organisation der Zeugen Jehovas.

Über die beiden letztgenannten Personengruppen sagte Johannes: „Sie kamen zum Leben. … Das ist die erste Auferstehung. Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt“ (Off. 20:4-6). Nachdem sie keine Zeugen Jehovas mehr waren, ließen sie ihr stumpfsinniges Dasein mit Zusammenkünften und Predigtdienst hinter sich. Gleich einer Auferstehung begann für sie nun „das wirkliche Leben“ (1. Tim. 6:19). image

Sie wurden zwar bei ihrer Taufe vom ‚ersten Tod’ getroffen – als sie begannen, ‚nicht mehr für sich selbst zu leben’, sondern für den Willen des ‚treuen und verständigen Sklaven’. Doch der „zweite Tod“ – der buchstäbliche Tod nach einem Leben im Dienst der Wachtturm-Organisation – hat über sie „keine Gewalt“. Wenn sie sterben, werden sie auf ein (zumindest teilweise) erfülltes Leben zurückblicken können, statt darüber verbittert zu sein, dass Harmagedon immer noch nicht gekommen ist.

Der Ausgang

Doch „die übrigen der Toten“ – die Zeugen Jehovas blieben – „kamen nicht zum Leben“ (Off. 20:5). Sie werden schließlich den ‚zweiten Tod’ erleiden, wenn sie kurz vor ihrem buchstäblichen Tod feststellen müssen, dass sie ihr ganzes Leben an eine Lüge verschwendet haben.

Zur gegebenen Zeit wird Gott ihrem Treiben ein Ende setzen: „Feuer kam aus dem Himmel herab und verzehrte sie“ (Off. 20:9). Dann werden sie zusammen mit dem Teufel und dem ‚falschen Propheten’, der Wachtturm-Gesellschaft, „in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert“ werden (Off. 20:10). Dort werden sie weiterpredigen, und dadurch werden die anderen Bewohner des Feuersees „Tag und Nacht gequält werden für immer und ewig“ (Off. 20:10). Diese Leute werden „den Tod suchen, werden ihn aber keinesfalls finden“ (Off. 9:6; siehe Der Feuersee – ein Symbol für Vernichtung?).

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Gottes herrliche neue Welt

Die letzten beiden Kapitel der Offenbarung geben uns einen Einblick in Gottes herrliche neue Welt, die er zur gegebenen Zeit schaffen wird. Gleich zu Beginn erfahren wir, wann das sein wird, wenn es heißt: „Der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr“ (Off. 21:1). In etwa 1,6 Milliarden Jahren wird es auf der Erde so heiß geworden sein, dass „das Meer“ allmählich zu verdampfen beginnt.

Doch danach wird es noch weitere etwa sechs Milliarden Jahre dauern, bis „der frühere Himmel“ – unser Sonnensystem – und mit ihm „die frühere Erde“ vollständig „vergangen“ sein werden. Vorher wird Gott natürlich „einen neuen Himmel und eine neue Erde“ erschaffen und die Menschen dorthin umsiedeln (Off. 21:1).

Gott kümmert sich um die Menschen

imageAls nächstes hörte Johannes „eine laute Stimme vom Thron her sagen: ‚Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein’“ (Off. 21:3). Hier erfahren wir, warum es heute so viel Leid auf der Erde gibt. Gott wohnt nämlich in einem „Zelt“, ist also ein Nomade. Wahrscheinlich zieht er von Universum zu Universum und hält sich in jedem ein paar Jahrtausende oder auch Jahrmillionen auf.

Zu der von Johannes beschriebenen Zeit wird er sich wieder einmal um unser Universum und die Menschen kümmern. Dann wird zwar „der Tod … nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Off. 21:4). Doch Gott hat vor, diesen Zustand zu beenden und verspricht: „Siehe! Ich mache alle [diese] Dinge neu“ (Off. 21:5). Ja, er wird Tod, Trauer, Geschrei und Schmerz wieder erschaffen, um seinen ursprünglichen Vorsatz auszuführen. Kein Wunder, dass die Menschen weinen werden und Gott „jede Träne von ihren Augen abwischen“ muss (Off. 21:4).

Feiglinge und Ungläubige

Doch nicht alle Menschen werden dann leben dürfen. „Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt“ (Off. 21:8). Um wen handelt es sich dabei?

Die „Feiglinge“ sind diejenigen, die sich nicht getraut hatten, die Wachtturm-Organisation zu verlassen, obwohl sie von deren falschen Lehren wussten. Genauso wie die „Ungläubigen“, die den von Abtrünnigen vorgebrachten Argumenten keinen Glauben schenken wollten, werden sie im Feuersee „für immer und ewig“ gequält werden (Off. 20:10). Das gleiche Schicksal erwartet diejenigen, „die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind“. Auch das trifft zweifellos auf Jehovas Zeugen zu, denn durch ihre Zeitschriftenproduktion und -verteilung sowie die Fahrten ins Gebiet haben diese einen erheblichen Anteil an der heutigen Umweltverschmutzung.

Sind Jehovas Zeugen auch „Mörder und Hurer“? Ja, denn sie wünschen sich nicht nur den baldigen Tod von Milliarden Menschen, sondern treiben durch ihre Lehren auch imagemanche ihrer Anhänger in den Selbstmord (siehe Der Wachtturm vom 15.03.2007, S. 25; Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe, S. 145, Abs. 11). Sie begehen geistige Hurerei durch enge Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, der OSZE und anderen politischen Einrichtungen. Sie üben auch „Spiritismus“ aus, denn mehrere ihrer Lehren haben sie von Johannes Greber übernommen, dem sie von Geistermedien vermittelt worden waren (siehe Der Wachtturm, 15.01.1976, S. 64 und 01.07.1983, S. 31).

Da sie ihre „Organisation“ und den „treuen und verständigen Sklaven“ sogar über Gott erheben, sind sie „Götzendiener“. Und ohne Zweifel sind sie Lügner, da sie nicht nur ihre eigene Geschichte fälschen, sondern auch immer wieder falsche Lehren und Vorhersagen als ‚eindeutige biblische Wahrheiten’ verkauft haben. Sie kommen nicht in Gottes neue Welt, sondern müssen im Feuersee weiterpredigen, um dessen andere Bewohner zu quälen.

Die neue Hauptstadt

Nun machte der Engel Johannes betrunken, denn dieser berichtet: „Er trug mich in der Kraft des [Wein-]Geistes weg zu einem großen und hohen Berg, und er zeigte mir die heilige Stadt. … Sie hatte eine große und hohe Mauer“ (Off. 21:10, 12). Offensichtlich hat Gott Angst vor Feinden, die seine Stadt einnehmen könnten, weshalb er „eine große und hohe Mauer“ bauen muss.

Die genaue Größe der Stadt wird nicht angegeben, doch sie muss sehr groß sein, denn es wird dort „zwölftausend Stadien“ geben (Off. 21:16). Sport wird offensichtlich eine große Rolle im Leben der Bewohner spielen. Es werden aber keine Fußballstadien sein, denn „ihre Länge und Breite und Höhe sind gleich“ (Off. 21:16). Wahrscheinlich wird dort eine neuartige Sportart durchgeführt werden, für die man quadratische Stadien benötigt.

In einer früheren Vision hatte Jesus versprochen: „Wer siegt – ihn will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird auf keinen Fall mehr aus ihm hinausgehen, und ich will den Namen meines Gottes … auf ihn schreiben“ (Off. 3:12). Nun erfahren wir, wo diese Säulen dann aufgestellt werden, denn der Engel „maß … ihre Mauer, hundertvierundvierzig Ellen, nach Menschenmaß“ (Off. 21:17). Die Sieger werden in Säulen verwandelt und „nach Menschenmaß“ in 144 Reihen aus jeweils 1000 Säulen aufgestellt werden.

Pfusch am Bau

Gott hätte besser ein Architekturbüro und eine seriöse Baufirma mit den Planungen und dem Bau seiner Hauptstadt beauftragen sollen. Stattdessen macht er alles selbst; es soll eine Stadt werden, „deren Bildner und Erbauer Gott ist“ (Heb. 11:10). Doch wenn beim Bau alles mit rechten Dingen zugeht, wieso heißt es dann: „Die Stadt war lauteres Gold gleich klarem Glas“ (Off. 21:18)? Echtes Gold sieht nicht aus wie ‚klares Glas’. Die Handwerker haben wohl billiges Glas eingebaut, aber Gold abgerechnet. Gott war entweder zu beschäftigt oder nicht kompetent genug, um den Betrug zu erkennen.

Nicht nur beim Material wurde gepfuscht. „Die zwölf Tore waren zwölf Perlen“, also aus wirklich hochwertigem Material gebaut (Off. 21:21). Doch „jedes der Tore bestand aus einer einzigen Perle“ (Off. 21:21). Die größte jemals gefundene Perle hat eine Länge von etwa 24 cm – die Tore sind also viel zu klein! Selbst, wenn es dort größere Perlen gibt, kann man wahrscheinlich nur mit Mühe durch die engen Tore hindurchkriechen.

Interessanterweise heißt es auch: „Ihre Tore werden überhaupt nicht geschlossen werden“ (Off. 21:25). Hier fragt man sich, wozu dann die „große und hohe Mauer“ notwendig ist (Off. 21:12). Eine weitere Fehlplanung, die bestimmt Unsummen an Geld verschlingen und außerdem den Bewohnern die Aussicht rauben wird.

Das gesparte Geld hätte man in mehr Straßen investieren können, denn „die breite Straße der Stadt war lauteres Gold, wie durchsichtiges Glas“ (Off. 21:21). Nicht nur, dass man Gott hier schon wieder Glas als Gold verkauft hat, nein, es gibt in der riesigen Stadt auch nur eine einzige Straße! Vielleicht dachte man, statt vieler schmaler Straßen wäre es effizienter, nur eine einzige breite Straße zu bauen. Doch alle Bewohner, deren Häuser nicht direkt an der Straße liegen, haben das Nachsehen.

An anderer Stelle heißt es über die Stadt: „Draußen sind die Hunde“ (Off. 22:15). Wahrscheinlich wurde für die Straße minderwertiges Material verwendet, so dass der Hundekot sie beschädigen könnte. Daher werden Hunde – und wahrscheinlich auch andere Haustiere – die Stadt nicht betreten dürfen.

Zustände auf der neuen Erde

Die neue Hauptstadt „hat es nicht nötig, daß die Sonne oder der Mond auf sie scheint. … Ihre Lampe war das Lamm“ (Off. 21:21, 23). Wahrscheinlich hat Gott daraus gelernt, dass die Menschen auf der alten Erde Sonne und Mond angebetet haben. Damit so etwas nicht wieder passiert, wird er die neue Erde ohne Himmelskörper erschaffen; statt dessen soll „das Lamm“ für Licht sorgen. Ob es angezündet wird oder ob sein Fell auf andere Weise zum Leuchten gebracht wird, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Johannes sagt über die Stadt: „Die Nationen werden durch ihr Licht wandeln, und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit in sie hineinbringen“ (Off. 21:24). Es wird also auf der neuen Erde „Nationen“ geben, die von Königen beherrscht werden. Die heute übliche Demokratie wird abgeschafft werden, weil sie Gottes Herrschaftsprinzip widerspricht.

Weiter heißt es: „Jeder, der Abscheuliches und Lüge verübt, wird keinesfalls in sie eingehen“ (Off. 21:27). Solche Menschen wird es also auch geben, nur werden sie keinen Einlass in die Hauptstadt bekommen. Angesichts der immer offenen Tore ist allerdings fraglich, ob Gott diese Anordnung durchsetzen kann.

imageOffensichtlich wird Gott nicht nur Tod, Trauer, Geschrei und Schmerz wiedererschaffen, sondern auch Krankheiten. Jedenfalls wird es dort „Bäume des Lebens“ geben, „und die Blätter der Bäume dienten zur Heilung“ (Off. 22:2). In Ermangelung moderner Medikamente werden die Menschen dann also wieder auf pflanzliche Heilmittel zurückgreifen müssen.

Der Zugang zu den heilenden Bäumen muss bei einer Behörde beantragt werden: „Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens zu gehen“ (Off. 22:14). Nur mit sauberer Kleidung wird man eine Chance haben, die Genehmigung zu bekommen.

Ein Paradies?

Johannes berichtet weiter: „Er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, klar wie Kristall“ (Off. 22:1). „Wasser des Lebens“ heißt auf russisch zhizennia voda, wovon das Wort „Wodka“ abgeleitet ist. Tatsächlich ist Wodka „klar wie Kristall“ und wird in der neuen Welt im Überfluss vorhanden sein. „Jeder, den dürstet, komme; jeder, der wünscht, nehme Wasser des Lebens kostenfrei“ (Off. 22:17). Kostenloser Wodka für alle – wahrlich ein Paradies! Allerdings nicht für Diener Gottes.

„Der Thron Gottes“ wird nämlich „in der Stadt sein, und seine Sklaven werden ihm heiligen Dienst darbringen. … Sein Name wird auf ihrer Stirn sein“ (Off. 22:3, 4). Gott wird seine Diener weiterhin als „Sklaven“ halten, die ihm zu bedingungslosem Gehorsam verpflichtet sind. Der Name Gottes wird auf ihre Stirn geschrieben, um sie weithin sichtbar als seine Sklaven zu kennzeichnen. Offensichtlich hat Gott eine ähnliche Meinung über seine Diener wie Aristoteles über die Barbaren. Dieser dachte, Barbaren seien „in ihren geistigen Fähigkeiten eingeschränkt, sodass sie von der Sklaverei profitierten, indem ihr Besitzer für sie denke“ (Wikipedia).

Es ist zwar schon schlimm genug, dass Jehova seine Diener als Sklaven halten wird. Doch „auch wird es keine Nacht mehr geben. … Jehova Gott wird ihnen Licht geben“ (Off. 22:5). Gottes Sklaven dürfen nicht einmal schlafen, sondern müssen rund um die Uhr arbeiten! Er droht ihnen: „Siehe, ich komme eilends!“ (Off. 22:7).

Tag der Abrechnungimage

Schließlich wird Jesus mit den Menschen abrechnen. Er sagt: „Ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist“ (Off. 22:12). Die Menschen werden dann gerichtet werden. Da Jesus selbst „das Lamm“ ist, wird er dumme, folgsame, schafähnliche Menschen belohnen, wohingegen er denkende, selbständige, bockähnliche Menschen bestrafen wird (Off. 14:1; Mat. 25:46). Der Lohn für die Schafe wird ein weißer Kieselstein sein (Off. 2:17).

Nach der Betrachtung der wunderbaren Visionen aus der Offenbarung fragen wir uns bestimmt: Sollte man, falls man derzeit ein bockähnlicher Mensch ist, sein Leben ändern, um Gott wohlzugefallen? Nein, denn Jesus fordert alle Menschen auf: „Wer ungerecht handelt, handle weiterhin ungerecht, und der Unreine verunreinige sich weiterhin, der Gerechte aber handle weiterhin gerecht“ (Off. 22:11). Seien wir daher weiterhin fest entschlossen, unseren bisherigen Lebenswandel fortzusetzen!