Gottes Herrschaft – Etwas für dich?

„Ein Thron war im Himmel aufgestellt, und auf dem Thron saß einer.“ (Offenbarung 4:2)

Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass das „Reich Gottes“ eine Monarchie sein wird, denn „zu einem Königreich gehört ein König“ (Der Wachtturm, 1. Juli 2011, Seite 16). Es gibt jedoch verschiedene Arten der Monarchie; das Spektrum reicht von „fast keiner (parlamentarische Monarchie) über durch eine Verfassung begrenzte (konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (absolute Monarchie)“ für den König (Wikipedia). Der Prophet Jesaja zeigte deutlich, um welche Art der Monarchie es sich bei Gottes Königreich handeln imagewird, als er sagte: „Jehova ist unser Richter, Jehova ist unser Satzungsgeber, Jehova ist unser König“ (Jesaja 33:22). Gott wird in seinem Königreich also als absolutistischer Herrscher in der Tradition Ludwigs XIV. regieren.

Da Jehova zwischenzeitlich „seinen Sohn als König eingesetzt“ hat, handelt es sich außerdem um eine Erbmonarchie, und „in Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt. Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs ist möglich“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1972, Seite 59; Wikipedia). Die Herrscher von Gottes Königreich erwarten ebenfalls, als „eigenständige Gottheit“ (Jehova) bzw. als „Person göttlichen Ursprungs“ (Jesus) verehrt zu werden.

Die renommierte Fachzeitschrift Erwachet! schrieb über Monarchien wie das Königreich Gottes: „Autoritäre Regierungen sind reich an Kontrollen und arm an individueller Freiheit; dazu fallen einem sofort Adjektive wie ‚bedrückend‘, ‚tyrannisch‘ und ‚despotisch‘ ein. … Solche Regime [kontrollieren] jeden Teil des Staates, wachen streng über alle ihre Untertanen und unterbinden jegliche Tätigkeit – wie harmlos sie auch sein mag –, die den … [eigenen] Interessen nicht förderlich ist“ (Ausgabe vom 8. Oktober 1990, Seite 19). Diese Herrschaftsform passt zweifellos hervorragend zur Persönlichkeit Jehovas und seines Sohnes. In Bezug auf seine politischen Gegner wird Jesus eines Tages seinen Bediensteten den Auftrag geben, ganz wie ein menschlicher Diktator: „Holt meine Feinde her, die mich nicht als König anerkennen wollten: Sie sollen vor meinen Augen hingerichtet werden!“ (Lukas 19:27, Hoffnung für Alle). Andere Kritiker werden nicht getötet, sondern „Tag und Nacht gequält“, d. h. gefoltert werden.

Man kann sich nun zu Recht fragen: „Warum hat Gott denn vor, die ganze Erde durch eine Monarchie zu regieren? Weiß er nicht, daß Monarchien in der heutigen Zeit … unmodern sind?“ (Erwachet!, 22. November 1982, Seite 11). Natürlich weiß er das, denn „Gott weiß alles“ (Höre auf Gott und lebe für immer, Seite 4) Wieso hat er sich dann trotzdem für diese tyrannische Herrschaftsform entschieden, die für die Menschen so bedrückend ist? Die Antwort ist ganz einfach: „Die Heiligung des Namens Jehovas ist … weit wichtiger als die Rettung von Menschen“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 2008, Seite 15). Es geht ihm also nicht um das Wohl seiner Untertanen – wichtig ist einzig imageund allein, dass sein Name geheiligt wird. Und dies ist am besten in einer Diktatur möglich, in der man politische Gegner beseitigen und Kritiker verschwinden lassen kann.

Gottes Königreich wird also eine Diktatur mit einem gottgleichen König und privilegierten „Fürsten“ sein; es wird dort aber auch „Gefangene“ und „Sklaven“ geben (Psalm 45:16; Epheser 4:8; Offenbarung 22:3). Kein Wunder, dass schon der Prophet Samuel diejenigen warnte, die sich nach der Regierung Gottes sehnten: „Ihr werdet an jenem Tag bestimmt schreien wegen eures Königs, den ihr für euch erwählt habt“ (1. Samuel 8:18).

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