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Sollten Christen eine Fremdsprache lernen?

„Es stimmt natürlich, dass Gott bald eine neue Welt herbeiführt“ (Der Wachtturm, 01.07.2009, S. 12)

Im Jahr 1919 wurden „die gesalbten Christen … von vielen religiösen Bräuchen babylonischen Ursprungs befreit“ (Der Wachtturm, 15. Mai 1998, Seite 17). „Da die falsche Religion im alten Babylon ihren Anfang nahm“, müssen wahre Christen alles meiden, was „babylonischen Ursprungs“ ist (Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 2, Seite 105).

Was hat das mit Fremdsprachen zu tun? Nun, der Stadt, die wir heute Babylon nennen, „gab man … den Namen Babel, weil dort Jehova die Sprache der ganzen Erde verwirrt hatte“ (1. Mose 11:9). Daher sind alle heutigen Sprachen „babylonischen Ursprungs“, mit Ausnahme des Hebräischen, denn „in der Bibel findet man Hinweise darauf, daß die Sprache, die später als ‚Hebräisch‘ bezeichnet wurde, die ‚e i n e Sprache‘ war, die die Menschen ursprünglich gesprochen hatten“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 1000).

Es wäre daher eine schwere Sünde gegen Gott, wenn wir irgendeine Fremdsprache lernen würden, die heidnischen Ursprungs ist. Lernen wir stattdessen Hebräisch, denn „es stimmt natürlich, dass Gott bald eine neue Welt herbeiführt, die unter seiner Regierung stehen wird“, und bei der Sprache, die von dieser „Weltregierung anerkannt und gebraucht“ werden wird, „handelt [es] sich … um die ursprüngliche Sprache der Menschheit“, also Hebräisch (Der Wachtturm, 1. Juli 2009, Seite 12; Die herannahende Weltregierung – Gottes Königreich, Seite 6).

Schon bald wird also die Erde „mit Menschen gefüllt werden, die alle dieselbe Sprache sprechen, … die Sprache ihres irdischen Stammvaters, des vollkommenen Menschen Adam“ (Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht, Seite 49). Wir müssen uns schon „heute auf das Leben in Gottes neuer Welt vorbereiten“, und daher wird die Studienausgabe des Wachtturms ab dem Jahr 2013 nur noch in Hebräisch erscheinen (Erwachet!, 8. Juli 2003, Seite 11). Es besteht kein Zweifel, dass alle anderen Sprachen „heidnischen Ursprungs sind und deshalb zu meiden sind“ (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1970, Seite 130).

Beachten wir außerdem folgendes: In der „Sprache, die Gott dem ersten Menschen ursprünglich gegeben hatte“, gab es keine Wörter für „Internet“, „Fernseher“ oder „Rockkonzert“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1973, Seite 717). Sollte uns das nicht zu denken geben? Bestimmt sollten wir als Christen nicht nur alle Sprachimageen meiden, die „babylonischen Ursprungs“ sind, sondern auch alles, wofür es ausschließlich in diesen Sprachen Begriffe gibt. (Zwar gibt es im modernen Hebräisch, das die abtrünnigen Juden sprechen, Wörter für solche Dinge; diese wurden aber aus babylonischen Sprachen übernommen und ziemen sich nicht für Diener Jehovas.)

Freuen wir uns nicht heute schon auf den Bezirkskongress 2016, bei dem wir die wunderbaren Königreichslieder gemeinsam auf Hebräisch
singen werden?

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Antworten auf biblische Fragen

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2010, September 2010, Oktober 2010

 

Woher kommt das „neue Licht“, das jedes Jahr auf den Kongressen präsentiert wird?

Es kann nicht von Gott kommen, weil bei ihm „keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts“ (Jakobus 1:17, Luther). Der Apostel Paulus offenbarte den wahren Urheber, als er schrieb image„Der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des [neuen] Lichts an“ (2. Korinther 11:14).

In Wirklichkeit ist „neues Licht“ Gott nicht wohlgefällig. Paulus schrieb: „Nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein!“ (Galater 1:8, Gute Nachricht). Demgemäß gebot Gott seinen Dienern: „Haltet an dem fest, was ihr habt“ (Offenbarung 2:25).

Ohne Zweifel bringt der „treue und verständige Sklave“ aber immer wieder ‚Nachrichten‘, die denen widersprechen, die er früher gebracht hat. Daher ist er „verflucht“ und wird, zusammen mit dem Urheber des ‚neuen Lichts‘, „in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist“, weggehen (Matthäus 25:41).

 

Wer wird im Paradies leben dürfen?

Wie Gottes Wort deutlich zeigt, werden in Harmagedon die meisten Menschen vernichtet werden, „die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen“ (Jeremia 25:33; Psalm 37:11). Somit dürfen „die Sanftmütigen“ im Paradies leben – die Frage ist aber, wie sanftmütig man sein muss, um diese Belohnung zu erhalten.

„Moses war bei weitem der sanftmütigste aller Menschen, die es auf der Oberfläche des Erdbodens gab“ (4. Mose 12:3). Selbst er war allerdings nicht sanftmütig genug für Jehova; in Bezug auf das Land Israel, das das künftige Paradies vorschattete, sagte Moses: „Sogar gegen mich geriet Jehova … in Zorn, indem er sprach: ‚Auch du wirst nicht dorthin kommen‘“ (5. Mose 1:37).

Daher werden nur Menschen, die noch sanftmütiger sind als Moses, im Paradies leben dürfen. Da Moses „bei weitem der sanftmütigste aller Menschen“ war, die je lebten, wird es so jemanden nicht geben. Im Paradies wird also niemand leben dürfen, und daher wird dann „der Tod … nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

 

Was für Männer eignen sich als Älteste?

Meistens werden bei dieser Frage nur die Erfordernisse aus dem 1. Timotheusbrief zitiert. Jedoch finden wir auch in den Hebräischen Schriften, genauer gesagt in den Psalmen, einen weiteren wichtigen Punkt. David schrieb: „Du bist in die Höhe aufgefahren; du hast Gefangene hinweggeführt; du hast Gaben in Form von Menschen genommen, ja selbst die Störrischen, um unter ihnen zu weilen, o Jah Gott“ (Psalm 68:18). „Diese ‚Gaben in Form von Menschen‘ sind die Aufseher oder Ältesten“ (Der Wachtturm, 1. April 2007, Seite 27).

Jehova hat also besonders „die Störrischen“ auserwählt, als Älteste zu dienen. Störrische, halsstarrige, starrsinnige Männer eignen sich daher besonders gut für dieses Amt; sie lassen sich von Argumenten oder neuen Erkenntnissen nicht so einfach aus der Bahn werfen und eilen der Wahrheit nicht voraus.

Andere Bibelübersetzungen übersetzen den hebräischen Ausdruck, der in der Neuen-Welt-Übersetzung mit „die Störrischen“ widergegeben wird, allerdings mit „die Abtrünnigen“ (Luther) oder „die hartnäckigsten Feinde“ (Hoffnung für Alle). In Übereinstimmung damit sollten deshalb auch Abtrünnige, Katholiken und Atheisten als Älteste eingesetzt werden.

 

Wer bildet heute die Onan-Klasse?

Einige Kommentatoren sind der Meinung, dabei handle es sich um junge Christen, die „in der ‚Blüte der Jugend‘, wenn sich der Geschlechtstrieb stark bemerkbar macht“, unverheiratet bleiben (Der Wachtturm, 1. November 1989, Seite 11). Doch diese Erklärung kann im Licht der Bibel nicht bestehen.

Onan wurde von Jehova zu Tode gebracht, weil „er seinen Samen zur Erde verschwendete“ (1. Mose 38:9). Aber wie Jesus zeigte, ist es inzwischen keine Sünde mehr, buchstäblichen Samen auf die Erde zu werfen (Lukas 4:3, 4). Vielmehr geht es heute um „Königreichsverkündiger, die durch fleißiges Predigen den Königreichssamen aussäen. Der Samen, der auf den Erdboden geworfen wird, ist das Wort, das sie predigen“ (Der Wachtturm, 15. Juli 2008, Seite 15).

Die Onan-Klasse wird daher von Verkündigern gebildet, die im Predigtdienst nicht erfolgreich sind. Statt im Haus-zu-Haus-Dienst bei Personen vorzusprechen, die sich dann als Zeugen Jehovas taufen lassen, gehen sie immer nur zu den ‚manchen, die so bleiben woll‘n wie zuvor‘ (Singt Jehova Loblieder, Lied 32). So ‚verschwenden sie ihren Samen‘, „das Wort, das sie predigen“, an voraussichtliche Böcke (Matthäus 25:33). Somit laden alle Glieder der Onan-Klasse Blutschuld auf sich und werden daher in Harmagedon von Jehova zu Tode gebracht werden.

 

Was war die verbotene Frucht, und wie können wir sie heute meiden?

Schon früh in der Menschheitsgeschichte, noch vor der Erschaffung Evas, führte Gott das folgende universelle Verbot ein: „Was … den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen“ (1. Mose 2:17). Genauso wie das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, bestand dieses Verbot also schon lange vor dem Gesetzesbund – daher wurde es auch nicht mit diesem abgeschafft. Es ist somit immer noch gültig.

Allerdings sagt der Bibelbericht nichts darüber, um welchen Baum und welche Frucht es sich handelte. Da „die ganze Schrift von Gott inspiriert und nützlich“ ist, können wir davon ausgehen, dass Jehova das absichtlich so vorgesehen hat (2. Timotheus 3:16). Er will offensichtlich, dass wir alle Früchte meiden (siehe Erbrechet!, April 2010, Seite 8).

Um Gott wohlzugefallen, müssen wir uns daher vor allem hüten, was an einem Baum gewachsen ist, da es sich dabei um die verbotene Frucht handeln könnte.

 

Wer ist heute der größere Cyrus?

Cyrus leitete das Wasser des Euphrat ab, um Babylon einnehmen zu können. Etwas Ähnliches wird in der Zukunft wieder geschehen, denn Johannes sah in einer Vision folgendes: „Der sechste [Engel] goß seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus, und sein Wasser vertrocknete, damit für die Könige vom Sonnenaufgang der Weg bereitet werde“ (Offenbarung 16:12).

Das neuzeitliche Babylon ist „Babylon die Große“, das „Weltreich der falschen Religion“, das neben den Kirchen der Christenheit auch Jehovas Zeugen einschließt (Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 152). Der ‚große Strom Euphrat‘, der vertrocknen soll, ist der „Strom von Wasser des Lebens“, das in Form der „Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!“ verbreitet wird (Offenbarung 22:1; Der Wachtturm, 15. März 1992, Seite 24).

Wer ist heute der größere Cyrus? Beachten wir, dass es der sechste Engel war, der das Ereignis ankündigte. Im Hebräischen wurden Zahlen mit Buchstaben geschrieben; der Zahl Sechs entsprach der sechste Buchstabe des Alphabets, ו (Waw). Diese Zahl bis zur dritten Steigerungsstufe wäre ו ו ו oder, ins lateinische Alphabet übertragen, WWW. Das ist ein deutlicher Beweis dafür, dass das Internet der größere Cyrus ist (vergleiche Erbrechet!, März 2008, Seite 3 – 6; September 2008, Seite 8). image

„Die Könige vom Sonnenaufgang“, die schließlich das „Wasser des Lebens“ austrocknen und so die Wachtturm-Gesellschaft zu Fall bringen werden, sind daher das Internet und das World Wide Web. Diese beiden Einrichtungen enthalten zahllose Informationen über die Lügen der Wachtturm-Organisation, die zudem für jedermann frei und kostenlos zugänglich sind. Die globalen Informationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, werden sich als Todesstoß für abgeschottete Ideologien wie die der Zeugen Jehovas erweisen.

„Nur noch eine kleine Weile“, und die Wachtturm-Organisation wird aufgrund des Internets mehr und mehr Mitglieder verlieren, bis irgendwann nur noch ‚vertrocknete‘ Greise übrig sind (Psalm 37:10). In den Königreichssälen werden dann nur „noch alte Männer und alte Frauen … sitzen“ (Sacharja 8:4). Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

 

Was sollten Christen tun, wenn einer ihrer Angehörigen die Wahrheit verlässt?

Die Bibel gibt auf diese Frage eine eindeutige Antwort: „Da erhob sich Kain wider seinen Bruder und erschlug ihn. … Gehe hin und tue desgleichen“ (1. Mose 4:8 – Lukas 10:37). Natürlich trifft dieser Grundsatz auch zu, wenn es sich um eine Schwester handelt. Demgemäß forderte Moses die Israeliten auf: „Tötet alle, die schuldig geworden sind, selbst eure Brüder, Verwandten und Freunde!“ (2. Mose 32:27, Gute Nachricht).

Zugegeben, „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch „wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29). Eine Hinrichtung ist die einzige dauerhafte Möglichkeit, ‚den bösen Menschen aus unserer Mitte zu entfernen‘ (1. Korinther 5:13).

 

Sollten Christinnen unverheiratet bleiben?

Jesus Christus empfahl seinen Jüngern die Ehelosigkeit, als er sagte: „Es gibt Eunuchen, die sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen gemacht haben. Wer dafür Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum“ (Matthäus 19:12). Interessant ist jedoch, dass er dies nur zu Männern sagte; es gibt auch keine weiblichen „Eunuchen“.

Der Rat, unverheiratet zu bleiben, gilt deshalb nicht für Schwestern. Ihnen gibt der „treue und verständige Sklave“ vielmehr die folgende Empfehlung: „Jetzt ist die Zeit, … einen Partner zu suchen“ (Unser Königreichsdienst, April 1982, Seite 3). Der Predigtdienst ist zwar wichtig, „aber noch wichtiger ist, sich einen Partner zu suchen“ (Den allein wahren Gott anbeten, Seite 152).

Unser Königreichsdienst vom August 2009 enthält umfangreichen Rat, wie Schwestern dabei vorgehen können. Unter den Überschriften „Nach Männern suchen“ und „Mehr Männer ansprechen“ wird u. a. gesagt, was zu tun ist, wenn „Schwestern Interesse bei Männern vorfinden“. Auch wird der Rat gegeben: „Manche Männer … unterhalten sich … gern mit jemand, der ihnen sympathisch ist. … Warum nicht … solchen Männern Aufmerksamkeit schenken?“ (Seiten 3, 4).

Christinnen sollten sich also beeilen, „einen Partner zu suchen“, bevor es zu spät ist.

 

Warum gehen Jehovas Zeugen in den Predigtdienst?

Niemand läuft gerne bei Wind und Wetter von Haus zu Haus, und niemand lässt sich freiwillig verspotten und beschimpfen. Die meisten Zeugen Jehovas lieben auch ihre Mitmenschen nicht so sehr, dass sie ihnen unbedingt die Hoffnung auf ewiges Leben bringen wollen; vielmehr warten sie sehnsüchtig darauf, dass diese „Weltmenschen“ endlich vernichtet werden, damit sie ihre Häuser in Besitz nehmen können.image

Der wahre Grund, weshalb Jehovas Zeugen regelmäßig in den Dienst gehen, ist vielmehr das folgende Gebot Jesu: „Wenn jemand … dich … zum Dienst zwingt, so gehe“ (Matthäus 5:41). Niemand kann bezweifeln, dass der „treue und verständige Sklave“ Jehovas Zeugen „zum Dienst zwingt“ – so ist die Beteiligung am Predigtdienst sogar eine Voraussetzung für die Taufe (Unser Königreichsdienst, September 1986, Seite 2). Im Wachtturm vom 1. Dezember 2003 heißt es ganz deutlich: „Wir … sind verpflichtet, uns am Predigtdienst und an den Zusammenkünften zu beteiligen. Das ist uns nicht freigestellt“ (Seite 17).

Jehovas Zeugen gehen also in den Predigtdienst, weil die Wachtturm-Gesellschaft sie dazu zwingt. Allerdings ist jeder, der etwas „widerwillig oder aus Zwang“ tut, Gott nicht wohlgefällig (2. Korinther 9:7). Das trifft ganz eindeutig auf Jehovas Zeugen zu.

 

Wie wirkt sich der Segen Jehovas auf seine Zeugen aus?

Freiheit: Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Das trifft auf Jehovas Zeugen zweifellos zu, denn umfassende Anweisungen für alle Lebenslagen machen es ihnen leicht, Entscheidungen aufgrund ihres biblisch geschulten Gewissens zu treffen. Da ihr Wandel ununterbrochen von liebevollen Mitchristen überwacht wird, sind sie tatsächlich frei von Freiheit.

Reichtum: Salomo wusste aus eigener Erfahrung: „Der Segen Jehovas – er macht reich“ (Sprüche 10:22). Weil viele Zeugen Jehovas ihre weltliche Arbeit zurückschrauben oder ganz aufgeben, um ihre Zeit der Verbreitung des Wachtturms zu widmen, sind sie tatsächlich reich an Armut.

Segen: Im Wachtturm vom 1. Oktober 2003 heißt es, dass in der Ukraine „viele hervorragende Diener Jehovas … leiden und sogar sterben mussten“ (Seite 30). Anderswo auf der Erde ist das gleiche zu beobachten. Ja, man kann eindeutig feststellen, dass Jehova sein Volk mit Unglück gesegnet hat!

Jehovas Zeugen sind also frei von Freiheit, reich an Armut und gesegnet mit Unglück – erkennen wir nicht die Hand Jehovas hinter diesem paradiesischen Zustand?

 

Warum reden Jehovas Zeugen so schlecht über Abtrünnige?

Jahrzehntelang fühlten sich Menschen, „die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen“, zu Jehovas Zeugen hingezogen. Paulus warnte solche Personen jedoch: „Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden“ (2. Timotheus 3:12, 13)

Das trifft eindeutig auf Jehovas Zeugen zu, die sich von „ernsten Bibelforschern“ zu stupiden Wachtturmunterstreichern entwickelt haben. Durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten erfahren jedoch viele Zeugen Jehovas die Wahrheit über die Wachtturm-Organisation, woraufhin sie „sich reinigen und sich weiß machen und … geläutert werden“, indem sie Jehovas Zeugen verlassen. „Gar keiner der Bösen wird [ihre Entscheidung] verstehen; die aber, die Einsicht haben, imagewerden es verstehen“ (Daniel 12:10).

Den verbleibenden „Bösen“, d. h. Zeugen Jehovas, gefällt es nicht, dass sich die Abtrünnigen ein schönes Leben machen, während sie selber weiterhin von Haus zu Haus trotten und immer wieder „neues Licht“ und neue Lügen schlucken müssen. Deshalb schrieb der Apostel Petrus an Abtrünnige: „Daß ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch“ (1. Petrus 4:4). Ja, Jehovas Zeugen reden „fortgesetzt lästerlich“ über Abtrünnige, weil diese ihren ‚Lauf zu demselben Tiefstand der [geistigen] Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzen‘.

 

Worum geht es in dem Kapitel „Johannes nimmt ab, Jesus nimmt zu“ in dem Buch Der größte Mensch, der je lebte?

Johannes macht die neue Brigitte-Diät. Jesus nicht.

 

Sollte man im Königreichssaal das Licht einschalten?

In der Vergangenheit haben Jehovas Zeugen das getan, doch es ist an der Zeit, diese Frage erneut im Licht der Bibel zu untersuchen. Woher kommt das Licht, das Lampen abgeben? Praktisch alle Lampen werden heute mit Strom betrieben, und „Satan, der Teufel, dargestellt als großer Drache … sprach: ‚Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht‘“ (Licht, Band 1, Seite 298).

Der Teufel selbst steckt also hinter dem Licht, das von elektrisch betriebenen Lampen abgegeben wird. Schon der Apostel Paulus schrieb: „Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt … des Lichts an“ (2. Korinther 11:14). Ja, Glühbirnen, Leuchtstoffröhren und andere Lampen sind „Lichtquellen des irdischen Systems Satans“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 110). Als wahre Christen müssen wir uns von diesen Irrlichtern fernhalten.

Wie sollte der Königreichssaal dann beleuchtet werden? Wie Jesus vorhersagte, „werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne“ (Matthäus 13:43). Auch der Prophet Daniel sagte voraus: „Die, die Einsicht haben, werden leuchten“ (Daniel 12:3). Wir sollten im Königreichssaal darauf vertrauen, dass „die Gerechten“ und „die, die Einsicht haben“, genug Licht abgeben, damit alle Anwesenden gut sehen können.

Was ist zu tun, wenn das nicht der Fall ist? Wenn es dunkel bleibt, ist offenbar niemand anwesend, der von Jehova als ‚gerecht‘ betrachtet wird oder der genügend „Einsicht“ hat. Für so eine Situation sollten im Königreichssaal immer Streichhölzer oder Feuerzeuge vorhanden sein, damit man die Anzüge der Ältesten anzünden und sie so zum Leuchten bringen kann. Auf diese Weise können sie ersatzweise ‚wie Lichtspender in der Welt leuchten‘ und den Königreichssaal erhellen (Philipper 2:15).

 

Welcher Weg führt zum Leben, der breite Weg oder der schmale Weg?

Jesus sagte: „Breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14). Oberflächlich betrachtet, scheint es leichter zu sein, auf dem breiten Weg zu laufen.

imageDoch ist das wirklich der Fall? Beachten wir, dass „Millionen und aber Millionen den breiten Weg gehen, … während nur wenige den schmalen, eingeengten Weg … einschlagen“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1971, Seite 335). In der Tat befinden sich nur etwa 7 Millionen Zeugen Jehovas auf dem ‚schmalen Weg‘, während auf dem ‚breiten Weg‘ rund 7 Milliarden Menschen unterwegs sind.

Wenn der ‚breite Weg‘ ungefähr zehnmal so breit ist wie der schmale Weg, gleichzeitig aber tausendmal so viele Menschen auf ihm gehen, ist es dort zwangsläufig hundertmal so eng wie auf dem ‚schmalen Weg‘. In Wirklichkeit ist es also der ‚breite Weg‘, der „eingeengt ist“ und daher „zum Leben führt“.

 

Wird es im Paradies Homosexualität geben?

Zwar schrieb Paulus, dass „Männer, die bei männlichen Personen liegen, … Gottes Königreich [nicht] erben“ würden (1. Korinther 6:9, 10). Doch offensichtlich ist das Verbot der imageHomosexualität nur eine Folge der Unvollkommenheit, denn ursprünglich waren Frauen in Gottes Vorsatz überhaupt nicht vorgesehen. Wenn im Schöpfungsbericht von „dem Menschen“ die Rede ist, ist damit immer Adam gemeint (1. Mose 2:16). Erst später beschloss Jehova, auch „eine Frau zu bauen“ (1. Mose 2:18, 22). Doch selbst danach bezeichnete er Adam und Eva nicht als „die beiden Menschen“, sondern als „der Mensch und seine Frau“ (1. Mose 2:25).

Im Paradies wird jedoch der ursprüngliche Zustand, der ganz am Anfang im Garten Eden herrschte, wiederhergestellt werden. Demgemäß erklärt der Wachtturm vom 15. Juni 1989: „Jesus beschreibt seinen Jüngern, … welche Situation während seiner künftigen Gegenwart herrschen wird, und sagt: ‚In jener Nacht werden zwei Männer in einem Bett sein‘“ (Seite 9). Im Paradies wird Homosexualität also etwas ganz Normales sein.

 

Sollten Christen fasten?

In biblischer Zeit war „Fasten … angebracht, wenn jemand in großer Gefahr war, dringend Gottes Führung benötigte, Prüfungen erduldete und Versuchungen ausgesetzt war oder wenn jemand studieren, nachsinnen oder sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren wollte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 714). Zweifellos wollen auch heutige Christen „studieren, nachsinnen“ und „sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren“. Außerdem sind sie „in großer Gefahr“, auf falsche Lehrer hereinzufallen. Daher ist Fasten auch für heutige Christen bestimmt angebracht.

Welche Art des Fastens ist für Gott annehmbar? Pater Antonius Pfeil erklärte 2006 in einem Interview: „Fasten ist im Kern der Verzicht auf Speisen. … Dabei kann man auf jegliche Nahrung oder nur auf feste Speisen verzichten“ (Pressearchiv des Bistums Magdeburg). Doch da wir als Christen nicht mehr unter dem Gesetzesbund stehen, müssen wir nicht buchstäblich fasten, sondern geistig. Als ersten Schritt könnten wir nicht auf buchstäbliche „feste Speisen verzichten“, sondern auf die „feste geistige Speise, die im Wachtturm-Studium geboten wird“ (Unser Königreichsdienst, März 1994, Seite 1).

Noch besser wäre allerdings der Verzicht „auf jegliche Nahrung“, d. h. auf die ganze „geistige Speise, die der ‚treue und verständige Sklave‘ austeilt“ (Der Wachtturm, 15. September 2005, Seite 20). Schon nach kurzer Zeit wird man dann einen klaren Kopf bekommen und erkennen, dass man jahrelang irregeführt worden war. Nicht umsonst erklärte Gott durch den Propheten Jesaja: „Ein Fasten, das mir gefällt, sieht … [so] aus: Löst die Fesseln der Menschen, die ihr zu Unrecht gefangen haltet, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei, und gebt ihnen ihre Freiheit wieder! Schafft jede Art von Unterdrückung ab!“ (Jesaja 58:6, Hoffnung für Alle). Ja, durch geistiges Fasten können Menschen, die von Jehovas Zeugen ‚zu Unrecht gefangen gehalten werden‘, befreit werden und „ihre Freiheit“ wiedererlangen!

 

Beweisen die nicht erfüllten Vorhersagen von Jehovas Zeugen, dass sie nicht von Gott geleitet sind?

Das Gegenteil ist der Fall. Durch Moses ließ Gott erklären: „Falls ein Prophet … in deiner Mitte aufsteht und dir tatsächlich ein Zeichen oder ein Wunder gibt, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, … sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten … hören. … Jener Prophet … sollte zu Tode gebracht werden. … Was übel ist, sollst du aus deiner Mitte wegschaffen“ (5. Mose 13:1-5).

Wären die von Jehovas Zeugen vorhergesagten „Zeichen“ eingetroffen – wäre 1914 oder 1975 Harmagedon gekommen, oder wären 1925 Abraham, Isaak und Jakob auferstanden – dann hätten die Verantwortlichen gesteinigt werden müssen. Aber dadurch, dass ihre Vorhersagen nicht eingetroffen sind, reihen sie sich unter die großen Propheten der Bibel ein, deren Prophezeiungen sich ebenfalls nicht erfüllt haben – der Löwe frisst immer noch kein Stroh, der Thron Davids und Salomos besteht nicht mehr, und der „Tag Jehovas“, der schon vor 3000 Jahren „nahe“ war, ist immer noch nicht gekommen (Jesaja 11:7; 2. Samuel 7:16; 1. Chronika 17:14; Joel 1:15).Karl Ranseier ist tot

In der Tat, das Nichteintreffen ihrer Prophezeiungen beweist zweifelsfrei, dass Jehovas Zeugen von Gott geleitet werden. Daher sind wir verpflichtet, „sowohl dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ zu vertrauen … als auch den Männern aus seinen Reihen, die die leitende Körperschaft bilden“ (Der Wachtturm, 15. August 1998, Seite 12).

 

Gibt es mehrere Organisationen, die von Gott beschützt werden?

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Wachtturm-Organisation von Gott beschützt wird. Das Buch Komm Jehova doch näher erklärt dazu: „Wir brauchen nur daran zu denken, dass … der Herrscher dieser Welt nichts lieber täte, als die wahre Anbetung auszulöschen. … Einige der mächtigsten Staaten der Erde haben unser Predigtwerk verboten und versucht uns auszurotten. Doch Jehovas Volk ist standhaft geblieben und hat unbeirrt weitergepredigt. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser … Christen zu stoppen? Weil Jehova uns mit seinen starken Flügeln beschirmt“ (Seite 73).

Das Gleiche kann jedoch auch von der sizilianischen Mafia und ihren Ablegern gesagt werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass ‚die Herrscher dieser Welt nichts lieber täten‘, als die Mafia „auszulöschen“. Nicht nur „einige der mächtigsten Staaten der Erde“, sondern praktisch alle Staaten haben die Mafia ‚verboten und versucht sie auszurotten‘. Doch die Mafia „ist standhaft geblieben“ und ist bis heute aktiv. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser Kriminellen zu stoppen? Offensichtlich aus dem gleichen Grund – weil Jehova sie mit seinen starken Flügeln beschirmt.

 

Wann wird Gott seinen Vorsatz verwirklichen, und inwiefern können wir heute auf seine Unterstützung hoffen?

Die Bibel beantwortet diese Fragen eindeutig. Der Prophet Amos sagte: „Gott, der Herr, tut nichts“ (Amos 3:7, Hoffnung für Alle). Es ist daher vergeblich, auf seine Hilfe zu hoffen. Heißt das, wir sollten einfach abwarten, bis Gottes Königreich kommt? Auch das ist nicht ratsam, denn Jesus erklärte: „Das Königreich Gottes kommt nicht“ (Lukas 17:20). Statt von Gott Hilfe zu erwarten, sollten wir also unser Leben selbst in die Hand nehmen.

 

Kommt nach Harmagedon die neue Welt?

Jehovas Zeugen sind überzeugt davon, dass bald „das gegenwärtige böse System Satans vernichtet … werden wird“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1979, Seite 29). Ja, „das unter der Herrschaft Satans stehende gegenwärtige System wird zu seinem Ende kommen“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 835). Bedeutet das, dass Satans Herrschaft ein Ende finden und Gottes Königreich aufgerichtet werden wird?

Nein, denn wie das Buch Singt Lieder für Jehova eindeutig zeigt, müssen vorher „Satans Systeme vergehn“ (Lied 30, siehe auch Singt Jehova Loblieder, Lied 195). Zwar wird „das gegenwärtige … System Satans“ bald beseitigt werden, doch Satan hat offenbar mehrere „Systeme“. Da schon die Vernichtung des gegenwärtigen Systems seit Jahrtausenden auf sich warten lässt, wird die Beseitigung von Satans noch folgenden Systemen wahrscheinlich auch sehr lange Zeit dauern. Erst, wenn das letzte von Satans Systemen verschwunden sein wird, kann Gottes Königreich aufgerichtet werden.

 

Sollten Christen fotografieren?

Einige sind der Ansicht, dass Fotografieren nichts für Christen ist. Sie führen die Zehn Gebote an, in denen es eindeutig heißt: „Du sollst dir kein … Bild machen … wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist“ (2. Mose 20:4). Außerdem verweisen sie darauf, dass Kameras oft zu perversen Zwecken gebraucht werden, etwa zum Fotografieren von nackten Menschen oder Bauwerken der falschen Religion.

Allerdings stehen wir heute nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz, und „wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Daher muss jeder Christ, was das Fotografieren betrifft, eine persönliche Gewissensentscheidung treffen, wobei er die hier dargelegten biblischen Grundsätze sorgfältig abwägen sollte.

imageFalls ein Christ entscheidet, dass er das Fotografieren mit seinem biblisch geschulten Gewissen vereinbaren kann, sollte er allerdings auf zwei Hilfsmittel verzichten, die von weltlichen Fotografen manchmal eingesetzt werden. Das eine davon ist der Blitz, denn Blitze stehen seit jeher mit falschen Gottheiten in Verbindung. So wird der Gott Zeus auch als „Blitzlenker“ bezeichnet, und sogar der falsche Gott Baal wird „dargestellt … mit einem erhobenen Arm, mit dem er Blitze schleudert“ (Wikipedia). Blitze werden auch mit Jupiter, Thor und anderen falschen Göttern in Verbindung gebracht und haben im Fotoapparat eines Christen daher nichts verloren. Ein weiteres Hilfsmittel ist die Blende. Satan hat offenbar mit einem solchen Gerät „den Sinn der Ungläubigen verblendet“ – und wir wollen doch nicht etwa den Teufel nachahmen?

Natürlich sind die meisten Kameras heutzutage von vornherein mit diesen Hilfsmitteln ausgestattet. Ein Christ, der ein solches Gerät besitzt, wäre daher ständig der Versuchung ausgesetzt, diese Einrichtungen doch zu verwenden. Doch in Resterampen und anderen für Christen geeigneten Geschäften sind manchmal noch Fotoapparate ohne Blitz und Blende erhältlich. Wenn wir uns dafür entscheiden, zu fotografieren, wären wir mit so einem Gerät auf der sicheren Seite.

 

Wo ist heute das Zentrum der falschen Anbetung?

Einige glauben, das Zentrum der falschen Anbetung befände sich in Rom, in Lourdes oder in Mekka. Doch der Wachtturm vom 15. Mai 1980 sagt über die Zeit des Amos: „[Das] Bethel war imagedas Zentrum der falschen Anbetung“ (Seite 31). Später wurde deutlich gemacht: „Jehovas Aufruf an die Israeliten … [lautete]: ‚Haßt das Böse, und liebt das Gute‘. … Solche Worte wurden jedoch ignoriert. Abtrünnige gingen lieber nach Bethel und Gilgal, den Zentren des Götzendienstes, und brachten dort falschen Göttern Opfer dar“ (Der Wachtturm, 1. April 1989, Seite 23).

Die „Zentren des Götzendienstes“, in denen die ‚Abtrünnigen‘ versammelt waren, fand man damals also in „Bethel und Gilgal“. Gilgal gibt es heute nicht mehr, doch Bethelheime findet man überall auf der Welt. Das größte befindet sich in Brooklyn, und ein kleineres Bethel befindet sich beispielsweise in Selters. Diese Orte sind die heutigen „Zentren des Götzendienstes“, denn dort werden dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ und anderen „falschen Göttern Opfer dar[gebracht]“ (Matthäus 24:45). Daher gibt Amos den Rat: „Sucht nicht [das] Bethel auf. … Über die Bewohner … wird Unheil kommen“ (Amos 5:5, Neues Leben).

 

Wer sind die „Wölfe“, vor denen Paulus warnte?

Paulus warnte die Christen seiner Zeit: „Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden“ (Apostelgeschichte 20:29, 30). Um wen handelt es sich dabei?

Natürlich versuchen diese „Wölfe“, sich zu tarnen. Doch Wölfe fressen Schafe; man kann die sinnbildlichen „Wölfe“ also daran erkennen, dass sie Lämmer verfolgen. Der Apostel Johannes liefert uns den entscheidenden Hinweis für ihre Identifikation: „Die hundertvierundvierzigtausend … sind es, die dem Lamm beständig folgen“ (Offenbarung 14:3, 4).

Die ‚bedrückenden Wölfe‘, die „verdrehte Dinge reden“, sind also die Gesalbten, von denen ein Überrest noch auf der Erde lebt und den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bildet (Matthäus 24:45).

 

Wie können sich Christen vor vorehelichem Geschlechtsverkehr hüten?

Viele Christen glauben, „daß vorehelicher Geschlechtsverkehr ein schwerwiegendes Vergehen ist“ (Erwachet!, 22. Mai 2000, Seite 14). Wie kann man sich vor dieser Sünde hüten? Paulus gab einen ebenso einfachen wie genialen Rat: „Es [scheint] mir das Beste zu sein, wenn man unverheiratet bleibt. … Wer … entschlossen ist, nicht zu heiraten, der tut gut daran“ (1. Korinther 7:26, 37, Hoffnung für Alle).

Wer nie eine Ehe eingehen wird, kann auch keinen „vorehelichen Geschlechtsverkehr“ haben. Kein Wunder, dass Jesu Jünger sagten: „Dann wäre es ja besser, gar nicht zu heiraten!“ (Matthäus 19:10, Neues Leben). Und genau das ist der Fall. Statt durch eine Heirat „sklavisch gebunden“ zu werden, sollten Christen den Rat des Apostels Johannes befolgen: „Laßt uns lieben, nicht mit Worten, … sondern in Tat“ (1. Korinther 7:15; 1. Johannes 3:18). Ja, „wer seine Verlobte heiratet, handelt gut; aber wer sie nicht heiratet, handelt noch besser“ (1. Korinther 7:38, Gute Nachricht).

 

Werden im Paradies weiterhin die Männer für den Lebensunterhalt ihrer Familien sorgen?

Heutzutage sind christliche Männer verpflichtet, für ihre „Hausgenossen“ zu sorgen (1. Timotheus 5:8). Doch im Paradies wird Gottes ursprünglicher Vorsatz verwirklicht werden, wonach die Frau als „Gehilfin“ des Mannes erschaffen wurde (1. Mose 2:18). Demgemäß erklärte Jesus, unter seiner Herrschaft „werden zwei Männer in einem Bett sein“, aber „zwei Frauen an derselben Mühle mahlen“ (Lukas 17:34, 35).

Im Paradies werden also die Frauen dafür zuständig sein, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie werden früh aufstehen, „während es noch Nacht ist“, und bis in die Nacht mit Kochen, Backen, Spinnen und anderen Haushaltstätigkeiten beschäftigt sein (Sprüche 31:15, 18). Die Männer dagegen werden lang schlafen und dann tagsüber im Tor sitzen und Wein trinken (Psalm 69:12; Matthäus 26:29).

 

Wurde Jesus vollkommen erschaffen?

Viele sogenannte Christen glauben, Jesus sei schon immer vollkommen gewesen und hätte sein vollkommenes Leben als Opfer dargebracht. Dabei lassen sie jedoch außer Acht, dass der Apostel Paulus über ihn schrieb: „Obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt; und nachdem er vollkommen gemacht worden war, wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich, die ihm gehorchen“ (Hebräer 5:8, 9).

Während Jesus auf der Erde war, „lernte er Gehorsam“. Das zeigt eindeutig, dass er davor nicht gehorsam war. Er „spielte auf dem weiten Rund der Erde“ und hatte wohl anderes im Sinn als seinen Eltern immer zu gehorchen (Sprüche 8:31, Gute Nachricht). Erst nach seinem irdischen Lauf und seinem Tod wurde er „vollkommen gemacht“, wie der o. g. Text ganz klar zeigt. Als er starb, war er zwar bereits gehorsam, aber immer noch unvollkommen.

Doch „kein unvollkommener Mensch ‘kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben‘“ (Der Wachtturm, 15. November 2001, Seite 12). Demzufolge konnte auch Jesus uns nicht durch seinen Tod erlösen, und das erklärt, weshalb Gottes Königreich bis heute noch nicht gekommen ist.

 

Wem folgen Jehovas Zeugen?

Das Geschichtswerk Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes stellt auf Seite 618 in Bezug auf die früheren Zeugen Jehovas zu Recht die Frage: „Folgten sie lediglich einem unvollkommenen Menschen?“ Die gleiche Frage wird heute immer noch gestellt – folgen Jehovas Zeugen lediglich einem unvollkommenen Menschen?

Diese Frage muss ganz klar verneint werden. Jehovas Zeugen folgen und folgten nicht nur „einem unvollkommenen Menschen“, sondern vielen unvollkommenen Menschen – anfangs Charles T. Russell, dann Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr und Fred W. Franz. Heute folgen sie einer Gruppe unvollkommener Menschen, die sich „Leitende Körperschaft“ nennt.

Immer noch müssen Jehovas Zeugen „der Führung durch die leitende Körperschaft des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ gehorchen“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1994, Seite 30). Sie werden auch aufgefordert: „Für uns geht kein Weg daran vorbei, dass wir bei allem, was … der treue Sklave sagt, ‚zum Gehorchen bereit‘ sind“ – und das, obwohl „der ‚treue und verständige Sklave‘ … aus unvollkommenen Menschen besteht“ (Unser Königreichsdienst, Juni 2008, Seite 1; Der Wachtturm, 15. November 1981, Seite 28).

Somit kann eindeutig gesagt werden, dass Jehovas Zeugen nicht „lediglich einem unvollkommenen Menschen“ folgen, sondern mehreren unvollkommenen Menschen.

 

Wie können dem Einfluss der Dämonen entkommen?

Gemäß der Zeitschrift Erwachet! müssen Jehovas Zeugen „die Worte des Apostels Paulus beachten: ‚Ich will … nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen‘“ (Ausgabe vom 8. Februar 1998, Seite 24). Es versteht sich eigentlich von selbst, dass wahre Christen sich nicht an Orten aufhalten dürfen, an denen auch Dämonen anwesend sind. Wovon sollten wir uns deshalb fernhalten?

imageDie Antwort gab Charles Taze Russell schon im Jahr 1897, als er schrieb: „Satan … hat ohne Zweifel erfahren, daß die Welt einigermaßen verstehen gelernt hat, daß ‚das Geheimnis Jehovas bei denen ist, die ihn fürchten‘ (Psalm 25:14), und darum sendet er seine Engel sicherlich oft in die kleinen Zusammenkünfte, in denen Gottes Heilige die Bibel studieren, um etwas von den Plänen Gottes zu erfahren“ (Schriftstudien, Band 4: Der Krieg von Harmagedon, Ausgabe 1926, Seite 488).

Die Dämonen sind also in den Zusammenkünften der Bibelforscher – heute Jehovas Zeugen genannt – zu finden. Wer Gott gefallen will, muss sich von dort fernhalten.

 

Sollten Christen einen Locher verwenden?

Aus modernen Büros sind Locher praktisch nicht mehr wegzudenken. Auch im privaten Bereich verwenden Menschen auf der ganzen Welt solche Geräte, um Schriftstücke zu lochenimage und sie in Ordnern abzuheften. Kaum jemand denkt dabei an den religiösen Hintergrund, mit dem der Locher in Verbindung steht.

Die von einem Locher erzeugten Löcher sind jedoch kreisrund, und in der Altertumsforschung werden „Kreise als das heidnische und germanische Zeichen für Sonne gedeutet“ (Werner Brast, Der Bildstein von Niederdollendorf). Die Sonne wurde als Gott verehrt; tatsächlich sind viele Symbole der heidnischen Religion von einer Form abgeleitet, die dem Loch eines modernen Lochers auffallend ähnlich sieht (siehe Bild).

Durch die Verwendung eines Lochers würden wir somit zur Verbreitung eines heidnischen Symbols und letztlich zur Verehrung des Sonnengottes beitragen. Da Jehova „keine Rivalität duldet“, dürfen wir als wahre Christen keinen Locher verwenden (5. Mose 5:9, Fn.). Achten wir auch sorgfältig darauf, kein gelochtes Papier bei uns zu Hause aufzubewahren. Beim Auspacken der Post sollten wir immer eine Schere griffbereit haben, damit wir ggf. den Rand mit den Löchern abschneiden und diese beseitigen können.

Sollten Christen essen?

Wenn ja, welche Nahrung ist geeignet?

Nachdruck aus Erbrechet!, April 2010

„Sie sind … wie das Brot; … alle, die es essen, werden sich verunreinigen.“ (Hosea 9:4)

Einige sind der Meinung, Christen sollten überhaupt nicht essen. Sie stützen sich u. a. auf die Erwachet!-Ausgabe vom 22. Juli 2001, in der es heißt: „Bei einer Meinungsumfrage in den Vereinigten Staaten unter 13- bis 17jährigen gaben 56 Prozent an, daß sie vor dem Essen beten“ (Seite 13). Jonathan, ein junger Mann aus Deutschland, gab zu verstehen: „In Verbindung mit dem Essen beten die meisten Menschen zu falschen Göttern. Da sich wahre Christen von allem getrennt halten müssen, was mit der falschen Anbetung zu tun hat, steht für mich außer Frage, dass sich ein Anbeter Gottes durch Essen veruneinigen würde.“

Schon im ersten Jahrhundert hatten einige Diener Gottes die gleiche Ansicht. Die Bibel berichtet: „Die Pharisäer und alle Juden essen nicht“ (Markus 7:3). Aber ist diese ablehnende Haltung gegenüber dem Essen biblisch begründet? Offensichtlich nicht, denn die Pharisäer und Schriftgelehrten sagten zu Jesus:image „Die Jünger des Johannes fasten … und ebenso die der Pharisäer, die deinigen aber essen“ (Lukas 5:33). In der Tat, Christen „haben … die Befugnis, zu essen“, wie Paulus später schrieb (1. Korinther 9:4).

Es steht somit außer Frage, dass Christen essen dürfen. Aber können sie auch freiwillig auf Essen verzichten? Oder müssen sie essen? Es ist interessant, wie Jesus bei der Auferweckung der Tochter des Jairus vorging. Der Berichtet lautet: „Ihr Geist kehrte zurück, und sie erhob sich augenblicklich, und er befahl, daß ihr etwas zu essen gegeben werde“ (Lukas 8:55). Das Essen war für Jesus also das Wichtigste.

Jesus ahmte in dieser Hinsicht seinen himmlischen Vater nach. Moses warnte die Israeliten vor den Göttern der Nachbarnationen und bezeichnete sie als ein „Erzeugnis von Menschenhänden, Holz und Stein, die nicht sehen oder hören oder essen oder riechen können“ (5. Mose 4:28) Zweifellos hätte er nicht hervorgehoben, dass diese Götter ‚nicht essen können‘, wenn das auf den wahren Gott auch zuträfe. Jehova kann also essen, und als Christen müssen wir „Nachahmer Gottes“ sein (Epheser 5:1).

Ein göttlicher Auftrag

imageTatsächlich ist das Essen ein göttliches Gebot, denn wie der Prophet Jesaja deutlich erklärte, „hat der Souveräne Herr Jehova dies gesprochen: ‚Siehe! Meine eigenen Knechte werden essen‘“ (Jesaja 65:13). Bei einer anderen Gelegenheit forderte er seine Leser auf: „Man richte den Tisch her, man stelle die Sitze zurecht, Essen, Trinken!“ (Jesaja 21:5).

Einige mögen einwenden, sie seien bereits übergewichtig und müssten eine Diät machen. Doch gemäß Jesaja 11:6 wird es unter Gottes Volk auch „das wohlgenährte Tier“ geben, und diese Passage bezieht sich auf mit „Tieren vergleichbare Menschen“ (Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 1, Seite 164). Tatsächlich wäre eine Diät unvereinbar mit Gottes gerechten Grundsätzen, denn er sagte: „Alle Fetten der Erde werden essen“ (Psalm 22:29). Gott legt Wert darauf, dass alle seine Diener essen, ob sie dünn sind oder dick.

imageDer Prophet Sacharja erklärte: „Jeder Kochtopf … in Jerusalem und in Juda soll etwas Heiliges werden, was Jehova der Heerscharen gehört, und alle … sollen darin kochen“ (Sacharja 14:21). Essen ist eine heilige Pflicht für Anbeter Gottes. Ja, „wer ißt, ißt für Jehova“ (Römer 14:6). Die Frage lautet also nicht, ob, sondern was Diener Gottes essen sollten.

In der Vergangenheit sorgte Jehova manchmal für ungewöhnliche Nahrung. Der Prophet Hesekiel war wahrscheinlich gerade auf der Toilette, als Gott zu ihm sprach: „Menschensohn, was du findest, iß. Iß diese Rolle“ (Hesekiel 3:1). In Notzeiten können wir Hesekiel nachahmen, doch es gibt noch ein anderes, für Christen geeignetes Nahrungsmittel.

Fleisch

Christen müssen „Nachahmer Gottes“ sein, und Gott aß Fleisch, als er bei seinem Freund Abraham zu Besuch war (Epheser 5:1; 1. Mose 18:3, 8). Auch sein Sohn Isaak aß Fleisch, denn er sagte zu Jakob, den er für Esau hielt: „Bring mir etwas Wildbret, und mache mir ein schmackhaftes Gericht, und, ah, laß mich essen“ (1. Mose 27:7).

Später wurde das Essen im Gesetz geregelt. Durch Moses ließ Jehova den Israeliten sagen: „Was das Fleisch betrifft, so darf jeder … Fleisch essen“ (3. Mose 7:19). Später fügte er hinzu: „Weil deine Seele danach verlangt, Fleisch zu essen, so darfst du Fleisch essen, wann immer deine Seele danach verlangt“ (5. Mose 12:20) War das lediglich eine Empfehlung? Nein, denn Gott gebot ausdrücklich: „Du sollst Fleisch essen“ (5. Mose 12:15). Vegetarier hätten in Israel das Gebot Gottes übertreten, und wer das tat, musste gesteinigt werden.

Durch den Propheten Jeremia bestätigte Gott diesen Auftrag, als er wiederum befahl: „Eßt Fleisch“ (Jeremia 7:21). Noch später erwähnte Jesus einen König, der sagte: „Ich habe mein Essen zubereitet, imagemeine Stiere und Masttiere sind geschlachtet“ (Matthäus 22:4). In der Tat, „Fleisch ist wahre Speise“ (Johannes 6:55).

Auch im Paradies wird Fleisch gegessen werden. Jesus sagte vorher, wie ein Vater im Paradies reagieren wird, wenn sein Sohn aufersteht: „Bringt den gemästeten jungen Stier her, schlachtet ihn, und laßt uns essen und fröhlich sein, denn dieser mein Sohn war tot und kam wieder zum Leben“ (Lukas 15:23, 24).

Brot

Es besteht somit kein Zweifel, dass Fleisch ein geeignetes Nahrungsmittel für Christen ist. Was kann aber über Brot gesagt werden? Beachten wir, wie König Saul reagierte, als ihn eine Hexe dazu verleiten wollte, Brot zu essen. Sie sprach zu ihm: „‘Laß mich dir ein Stück Brot vorsetzen, und du, iß, damit du zu Kraft kommst, weil du deines Weges weitergehen wirst.‘ Er aber weigerte sich und sagte: ‚Ich werde nicht essen.‘“ (1. Samuel 28:22, 23). Da er hartnäckig darauf bestand, kein Brot zu essen, blieb der Frau nur ein Ausweg: „Die Frau nun hatte ein gemästetes Kalb im Haus. So schlachtete sie es rasch. … Dann setzte sie es Saul und seinen Dienern vor, und sie aßen“ (1. Samuel 28:24, 25).

Saul hielt sich an seine eigenen Regeln, denn er hatte geboten:image „Verflucht ist der Mann, der Brot ißt“ (1. Samuel 14:24). Er wiederholte damit jedoch nur einen Grundsatz aus dem mosaischen Gesetz, denn schon dort befahl Jehova: „Ihr sollt weder Brot noch geröstetes Korn, noch Jungkorn essen“ (3. Mose 23:14). Moses selbst „aß kein Brot“ (2. Mose 34:28). Die Israeliten folgten seinem Beispiel und wurden von Gott dafür gesegnet, so dass er zu ihnen sagen konnte: „Während ich euch vierzig Jahre in der Wildnis ständig leitete, nutzten sich eure Kleider an euch nicht ab, und deine Sandale nutzte sich an deinem Fuß nicht ab. Brot habt ihr nicht gegessen“ (5. Mose 29:5, 6).

Es stimmt zwar, dass König David in einem schwachen Moment einmal „Brote … aß, die zu essen niemandem erlaubt ist“ (Markus 2:26). Doch er wusste, dass Diener Gottes normalerweise kein Brot aßen; als er alt war, schrieb er: „Ein junger Mann bin ich gewesen, ich bin auch alt geworden, und doch habe ich keinen Gerechten gänzlich verlassen gesehen noch seine Nachkommen nach Brot suchen“ (Psalm 37:25). Gerechte und ihre „Nachkommen“ suchten auf dem Markt nach Fleisch, nicht nach Brot. Eine tüchtige Frau, die die Mutter des Königs Lemuel beschrieb, hielt sich an diesen göttlichen Grundsatz: „Sie überwacht die Vorgänge ihres Haushalts, und das Brot … ißt sie nicht“ (Sprüche 31:27).

Versuchungen

Einige Zeit später versuchte der abtrünnige König Jerobeam einen Propheten Gottes zum Unrechttun zu verleiten, weil dieser ihn bei der Anbetung eines goldenen Kalbes ertappt hatte. „Aber der Mann des wahren Gottes sprach zum König: ‚Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, würde ich nicht mit dir kommen und Brot essen. … Denn so hat er mir durch das Wort Jehovas geboten“ (1. Könige 13:8, 9). Später ließ der Prophet sich jedoch zum Brotessen überreden und wurde durch Gottes Eingreifen zu Tode gebracht (1. Könige 13:23-26).

imageAuch dem Propheten Hesekiel gebot Jehova: „Brot … solltest du nicht essen“ (Hesekiel 24:17). Schließlich wurde Jesus Christus vom Teufel persönlich versucht, Brot zu essen. Satan sprach zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage zu diesem Stein, daß er ein Brot werde“ (Lukas 4:3) Jesus machte jedoch deutlich auf den göttlichen Grundsatz aufmerksam und antwortete: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot … soll der Mensch leben‘“ (Lukas 4:4). Später ermahnte seine Jünger, „kein Brot“ auf ihre Reisen mitzunehmen (Lukas 9:3, Einheitsübersetzung).

Die Jünger erklärten auch selbst, „daß sie keine Brote hatten“ (Markus 8:16).
imageManche Diener Gottes versuchten, heimlich Brot zu essen. Zur Zeit Salomos sagte eine Frau: „Heimlich gegessenes Brot – es ist lieblich“ (Sprüche 9:17). Später schmuggelten einige Israeliten Brot in ihre Dörfer und sagten: „Unter Einsatz unserer Seele bringen wir unser Brot herbei“ (Klagelieder 5:9). Aber Jehova ließ sie nicht ungestraft. Die Bibel sagt über solche Leute: „Sie hatten keinen Glauben an Gott. … Menschen aßen gar das Brot … Sie hatten sich von ihrem Begehren nicht abgewandt, … als Gottes Zorn selbst gegen sie aufstieg“ (Psalm 78:22-31). Ja, „Brot ist einem Mann angenehm, aber danach wird sich sein Mund mit Kies füllen“ (Sprüche 20:17).

Sich vor Brot hüten

Darüber hinaus gebraucht die Bibel Brot als ein Symbol für Schlechtigkeit. Der weise Salomo bezeichnete die Nahrung der Bösen als das „Brot der Bosheit“ (Sprüche 4:17). Der Prophet Jesaja warnte die Israeliten vor „Brot in Form von Bedrängnis“ (Jesaja 30:20). Schließlich ermahnte auch Jesus seine Jünger: „Nehmt euch vor dem Sauerteig … in acht“ (Lukas 12:1). Brot wird in der Bibel häufig in einem negativen Kontext erwähnt und sogar als „das verächtliche Brot“ bezeichnet (4. Mose 21:5).

Für Anbeter Gottes kommt es also nicht in Frage, Brot zu essen. Doch „im ganzen Land Ägypten gab es Brot“, und „in der Bibel stellt … Ägypten oftmals sinnbildlich die Welt Satans dar“ (1. Mose 41:54; Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 1, Seite 201). Für Weltmenschen ist Brot geeignet, und ihnen können wir es anbieten.

Der Prophet Hosea sagte außerdem in Bezug auf Abtrünnige: „Sie sind … wie das Brot; … alle, die es essen, werden sich verunreinigen“ (Hosea 9:4). imageJesus bezeichnete Judas Iskariot, seinen Verräter, als jemanden, „der sich stets von … Brot ernährte“ (Johannes 13:18). Daher gibt die Bibel den Rat: „Wenn der dich Hassende hungrig ist, gib ihm Brot zu essen“ (Sprüche 25:21). Über die abtrünnigen Israeliten, die schon bald bei der Zerstörung Jerusalems umkommen sollten, sagte Jehova: „Sie werden Brot essen müssen“ (Hesekiel 4:16).

Bald, nachdem der letzte Weltmensch in Harmagedon vernichtet wurde, wird es kein Brot mehr geben. Jehova wird dann „einen Hunger in das Land senden, einen Hunger, nicht nach Brot“ (Amos 8:11). Der Prophet Jeremia sagte über den künftigen Regierungssitz, das Neue Jerusalem, voraus: „Es gibt kein Brot mehr in der Stadt“ (Jeremia 38:9).

imageKuchen

Gelten für Kuchen die gleichen Grundsätze wie für Brot? Zugegeben, der Prophet Hesekiel aß Kuchen. Er tat dies jedoch als prophetisches Beispiel für die abtrünnigen Israeliten. Jehova gebot ihm: „Als einen runden Gerstenkuchen wirst du es essen; … auf Fladen aus Dung des von Menschen Ausgeschiedenen wirst du es vor ihren Augen backen“ (Hesekiel 4:12). Es handelte sich um eine einmalige Angelegenheit, durch die Jehova den Israeliten eine Lektion erteilen wollte.

Ansonsten spricht die Bibel über Kuchen genauso wie über Brot. Einmal wollte Tamar ihren Bruder Amnon zum Kuchenessen verleiten: „Dann nahm sie den Mehlteig und knetete ihn und machte die Kuchen unter seinen Augen und sott die herzförmigen Kuchen. Schließlich nahm sie die tiefe Pfanne und schüttete sie vor ihm aus“ (2. Samuel 13:8, 9). Doch offensichtlich kannte er die göttlichen Grundsätze: „Amnon weigerte sich zu essen“ (2. Samuel 13:9). image

Später verdächtigte der Prophet Elia eine Witwe, heimlich Kuchen zu essen. Sie war jedoch unschuldig und beteuerte: „So wahr Jehova, dein Gott, lebt, ich habe keinen runden Kuchen.“ Sie wusste auch, welche Folgen es hätte, Kuchen zu essen: „Wir werden es essen und sterben müssen“ (1. Könige 17:12). Der Psalmist schrieb, dass sich nur Abtrünnige mit Kuchen beschäftigen (Psalm 35:16).

In Wirklichkeit steht Kuchen sogar mit der falschen Anbetung in Verbindung. Jeremia berichtet davon, dass Götzendienerinnen mit dem Einverständnis ihrer Männer „Opferkuchen“ für die „Himmelskönigin“ machten (Jeremia 7:18; 44:19). Bestimmt ließ Gott diesen Bericht nicht umsonst in sein Wort aufnehmen. Kuchen ist also ganz sicher keine geeignete Nahrung für Diener Gottes.

Obst und Gemüse

Da Brot, Kuchen und andere Arten von Gebäck nicht in Frage kommen: Was ist über Obst und Gemüse zu sagen? Interessanterweise gab Jehova Gott schon dem ersten Menschenpaar das Gebot: „Was aber den Baum … betrifft, davon sollst du nicht essen“ (1. Mose 2:17). Später wiederholte Gott diesen Grundsatz und untersagte seinem Volk, Feldfrüchte selbst zu essen. Er sagte: „Den Fruchtertrag deines Bodens … wird ein Volk essen, das du nicht gekannt hast“ (5. Mose 28:33). Genauso wie Brot durften die Israeliten Obst und Gemüse also an Ausländer verkaufen.

Im mosaischen Gesetz fasste Gott treffend zusammen, wie die Nahrungskette in seinem Volk aussehen sollte: „Ich werde gewiß Pflanzenwuchs auf deinem Feld für deine Haustiere geben, und du wirst imagebestimmt essen und satt werden“ (5. Mose 11:15). Jehova gab den „Pflanzenwuchs“ nicht für die Menschen, sondern für die „Haustiere“; die Menschen sollten dann das Fleisch dieser Tiere „essen und satt werden“.

Das wird auch durch die Erfahrung Nebukadnezars bestätigt. Wäre es damals üblich gewesen, dass Menschen Obst und Gemüse aßen, hätte Gott nicht zu ihm gesagt: „Pflanzen wird man auch dir zu essen geben so wie Stieren“ (Daniel 4:25). Das Essen von Feldfrüchten war eine Strafe für diesen heidnischen Herrscher, der im Widerstand gegen Jehova gewandelt war. Noch heute fragen Kinder ihre Eltern, wenn sie eine Kuh sehen: „Ich denke an König Nebukadnezar, der wahnsinnig wurde. … Glaubst du, daß er auch ein Wiederkäuer war?“ (Erwachet!, 8. April 1983, Seite 26).

Obst und Gemüse war also für Tiere vorgesehen, nicht für Menschen. Zur Zeit des Propheten Elisa beging „ein gewisser Mann“ einen verhängnisvollen Fehler. Elisa beauftragte ihn: „Setz den großen Kochtopf auf, und koch ein Gericht für die Söhne der Propheten“ (2. Könige 4:38). Offensichtlich kannte dieser Mann das Gesetz Gottes nicht richtig, denn er „pflückte dann wilde Kürbisse … und schnitt sie in Scheibenimage in den Kochtopf hinein“ (2. Könige 4:40). Glücklicherweise wussten die Söhne der Propheten, dass das Essen von Gemüse gemäß Gottes Gesetz mit dem Tod bestraft werden musste: „Es geschah, sobald sie von dem Gericht aßen, daß sie ihrerseits schrien und zu sagen begannen: ‚Der Tod ist im Topf‘. … Und sie konnten nicht essen“ (2. Könige 4:40). Elisa erkannte den Ernst der Lage, und sofort wies er den Koch an: „Schütte es … aus“ (2. Könige 4:41).

imageAbtrünnige

Der abtrünnige König Ahab, der mit der bösen Isebel verheiratet war, hielt sich absichtlich nicht an Gottes Grundsätze bezüglich Gemüse. Er redete „zu Naboth, indem er sprach: ‚Gib mir doch deinen Weingarten, damit er mir als Gemüsegarten diene, denn er ist in der Nähe meines Hauses‘“ (1. Könige 21:2). Naboth gehorchte Gott und baute in seinem Garten Wein an, der von Jehova als Getränk für seine Diener vorgesehen war (Johannes 15:1; 1. Timotheus 5:23). Der böse Ahab wollte dagegen den Weingarten in einen „Gemüsegarten“ umwandeln.

Naboth wusste, dass das eine Sünde gegen Gott wäre, und schlug Ahabs Angebot daher mit den Worten aus: „Es ist im Hinblick auf Jehovas Standpunkt für mich undenkbar“ (1. Könige 21:3). Isebel ließ ihn daher durch Falschanklage zu Tode bringen, damit Ahab sein ungesetzliches Vorhaben zu Ende bringen konnte (1. Könige 21:11-16). Wegen iimagehm und anderer Obstesser musste Jehova später ein Gericht über Israel bringen, das Jeremia wie folgt beschrieb: „Ich sah, und siehe, der Obstgarten selbst war eine Wildnis. … Es war Jehovas wegen, seiner Zornglut wegen“ (Jeremia 4:26).

Es erregte also Jehovas Zorn, wenn die Israeliten Obst und Gemüse aßen. Jesus ahmte seinen himmlischen Vater nach. Als er an einem Feigenbaum vorbeikam und erfuhr, dass Juden davon gegessen hatten, verfluchte er ihn und sprach: „Niemand esse mehr Frucht von dir immerdar“ (Markus 11:14). Somit kann kein Zweifel daran bestehen, dass Diener Gottes sich des Obstes und Gemüses enthalten müssen.

Die richtige Nahrung

Fleisch ist also das einzige Nahrungsmittel, das für Anbeter Jehovas geeignet ist. Bevor jemand ein Zeuge Jehovas wurde, war er Teil der Welt, des gegenbildlichen Ägypten, und mag Obst und Gemüse gegessen haben. Er muss seine Ernährung dann umstellen, um Jehovas Anforderungen zu genügen. Dabei muss er sich vor einer murrenden Einstellung hüten und darf nicht gewisse Israeliten nachahmen, die sich darüber beklagten, dass sie immer Fleisch essen mussten: „In Ägypten war das anders! … Da gab es Gurken, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch“ (4. Mose 11:5, Hoffnung für Alle). Doch als heiliges Volk für Jehova durften sich die Israeliten danach nicht mehr mit Obst und Gemüse verunreinigen.

Dass er Fleisch als Nahrung für sein Volk ausgewählt hat, ist ein eindrucksvoller Beweis für Jehovas Weisheit und Güte. Viele Menschen mögen kein Gemüse, andere reagieren allergisch auf Obst. Aber „kein Mensch hat je … Fleisch gehaßt“ (Epheser 5:29). Zwar behaupten einige weltliche Wissenschaftler, es wäre gesundheitsschädlich, viel Fleisch zu essen. Doch David, ein treuer Diener Gottes, wusste, dass vom Fleischkonsum keine Gefahr ausgeht. Er sang unter Inspiration: „Was kann Fleisch mit antun?“ (Psalm 56:4).

Eine Ernährung, die nur aus Fleisch besteht, muss nicht eintönig sein. Der Apostel Paulus wies die Korinther auf diesen Umstand hin, als er schrieb: „Nicht alles Fleisch ist dasselbe imageFleisch“ (1. Korinther 15:39). Außer Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügel gibt es in Deutschland auch Lammfleisch oder Straußenfleisch zu kaufen. Man kann das Fleisch auch auf verschiedene Weise zubereiten, so dass eine abwechslungsreiche Ernährung möglich ist. Auf jeden Fall wollen wir treue Israeliten zur Zeit Mose nachahmen, die sagten: „Gib uns doch Fleisch, und laß uns essen!“ (4. Mose 11:13).

Fleisch – aber richtig

Wie sollte das Fleisch zubereitet werden? Dem Propheten Hesekiel gab Jehova Gott die Anweisung: „Mache viele Holzscheite. Zünd das Feuer an. Koche das Fleisch gar. Und leer die Brühe aus, und die Knochen laß zischend heiß werden“ (Hesekiel 24:10). Er sollte sein Fleisch also in einem Topf über einem Holzfeuer kochen. Auch im mosaischen Gesetz gebot Gott seinem Volk: „Kocht das Fleisch“ (3. Mose 8:31).

Kochen ist somit die klassische Zubereitungsmethode für Fleisch, und sie ist zweifellos Gott wohlgefällig. Allerdings werden andere Methoden, wie Grillen oder Braten, in der Bibel nicht ausdrücklich erwähnt. Wir können deshalb annehmen, dass es für Gott nicht so wichtig ist, wie wir unser Fleisch zubereiten, solange wir uns an seine Aufforderung halten: „Steh auf, friß viel Fleisch“ (Daniel 7:5).

Beim Einkauf müssen wir jedoch den folgenden Grundsatz beachten: „Keinerlei Fett von einem Stier oder einem jungen Widder oder einer Ziege sollt ihr essen“ (3. Mose 7:23). Zwar gilt das mosaische Gesetz für uns nicht mehr, aber Jehova hat sich nicht geändert (Maleachi 3:6). Wir sollten daher beim Einkauf von Rind-, Lamm- und Ziegenfleisch nur magere Stücke auswählen. Bei Schweinefleisch können wir auch fette Stücke essen, denn das Fett von Schweinen wurde den Israeliten nicht ausdrücklich verboten.

Wo sollen wir essen?

In Israel war es offensichtlich unüblich, in der Öffentlichkeit zu essen. Der Hethiter Uria fragte: „Soll ich in mein eigenes Haus gehen, um zu essen?“ (2. Samuel 11:11). Viele Jahrhunderte später hatten einige Christen jedoch eine falsche Haltung und aßen in der Öffentlichkeit. Der Apostel Paulus wies sie scharf zurecht mit den Worten: „Habt ihr denn nicht Häuser, um dort zu essen?“ (1. Korinther 11:22). Anbeter Gottes sollten also nur zuhause essen.

Die heutige, von Satan beherrschte Welt bietet viele Verlockungen, wozu auch Imbissstände gehören, die einen Christen leicht zum Essen in der Öffentlichkeit verleiten können. Lassen wir uns davon nicht ablenken, sondern ahmen wir Uria nach, der nur in seinem eigenen Haus essen wollte.

Gott treu bleiben

imageWie wir uns ernähren, hat einen direkten Einfluss auf unser Verhältnis zu Gott. Der Apostel Paulus schrieb über Anhänger falscher Religionen: „Der eine hat den Glauben, alles essen zu können, der Schwache aber ißt vegetarische Kost“ (Römer 14:2). Einige Christen des ersten Jahrhunderts glaubten fälschlicherweise, „alles essen zu können“, ohne ihren gerechten Stand vor Gott zu verlieren. Andere waren schwach im Glauben und ließen sich zum Essen von Obst und Gemüse verleiten. Beide Gruppen werden zusammen mit anderen, „die Gott [und seine Grundsätze in Bezug auf das Essen] nicht kennen, … die richterliche Strafe ewiger Vernichtung erleiden“ (2. Thessalonicher 1:8, 9).

imageWenn wir Jehova Gott treu bleiben und uns stets von Obst, Gemüse, Brot, Kuchen und anderen vegetarischen Lebensmitteln enthalten, werden wir die Gelegenheit bekommen, ewig in einem Paradies zu leben. Gott wird dann seinen ursprünglichen Vorsatz verwirklichen, wonach die Tiere „dazu geboren sind, eingefangen und vernichtet zu werden“ (2. Petrus 2:12). Die Welt Satans mit ihren Tierschutzorganisationen, die versuchen, Menschen vom Fleischessen abzuhalten, wird dann der Vergangenheit angehören. Freuen wir uns nicht über diese großartigen Zukunftsaussichten?

Die Auferstehung – eine sichere Hoffnung

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2010

„Alles hat Jehova zu seinem Zweck gemacht, ja auch den Bösen“ (Sprüche 16:4)

imageDie Auferstehung ist eine zentrale Lehre des Christentums. Schon der Apostel Paulus wusste: „Wenn die Toten nicht auferweckt werden, … sind wir [Christen] die bemitleidenswertesten aller Menschen“ (1. Korinther 15:16, 19). Aber wer wird auferweckt werden, wann, und warum?

Paulus sagte deutlich, „daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird“  (Apostel-geschichte 24:15). Zu den „Gerechten“ werden „treue Männer und Frauen der alten Zeit … [und] auch die gerechten anderen Schafe gehören, die Jehova in der Neuzeit bis in den Tod treu blieben. Wahrscheinlich wird die Auferstehung dieser Bewahrer der Lauterkeit ziemlich früh während der Tausendjahr-herrschaft Jesu erfolgen“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 297).

Nach Harmagedon werden also erst einmal nur die Zeugen Jehovas, die überlebt haben oder vor Harmagedon gestorben sind, und die Treuen der alten Zeit auf der Erde leben. Für die Auferstandenen wird dann „der Tod … nicht mehr sein“, und auf der ganzen Erde wird weder „Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

Dieser paradiesische Zustand wird jedoch nicht lange anhalten. Der weise Salomo schrieb, „daß alles, was der wahre Gott macht, auf unabsehbare Zeit währen wird“ (Prediger 3:14). Und „alles hat Jehova zu seinem Zweck gemacht, ja auch den Bösen“ (Sprüche 16:4). Daher kann die Erde nicht für immer ohne Böse bleiben, sondern auch ‚der Böse‘ wird „auf unabsehbare Zeit währen“. Demgemäß erklärt das Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe! weiter: „Wer sind jedoch die ‚Ungerechten‘, die in Apostelgeschichte 24:15 erwähnt werden? Dazu zählt die große Masse der Menschen, die im Laufe der Zeit gestorben sind“ (Seite 297). Diese Menschen, darunter Mörder, Räuber, Erpresser und andere Verbrecher, haben mit dem adamischen Tod für ihre Sünden bezahlt und werden daher auch auferstehen (Römer 6:23).

Spätestens dann wird es mit der Ruhe in der neuen Welt vorbei sein, denn die Auferstandenen werden „die gleiche Persönlichkeit und die gleichen Gewohnheiten beibehalten, die sie vor ihrem Tod hatten“ (Der Wachtturm, 15. August 1989, Seite 6). Möglicherweise werden auferstandene Mörder andere Auferstandene gleich wieder ermorden, so dass Jehova sie erneut an einem anderen Ort auferwecken muss – das erklärt auch, warum die Auferstehung insgesamt tausend Jahre dauern wird.

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In seiner Weisheit sah Jehova diese Entwicklung voraus; in Bezug auf ‚Trauer, Geschrei und Schmerz‘ sagte er: „Die früheren Dinge sind vergangen. … Siehe! Ich mache alle [diese] Dinge neu“ (Offenbarung 21:4, 5). Die auferstandenen Gewalttäter werden also in Wirklichkeit dazu beitragen, Jehovas Vorsatz zu erfüllen, indem sie ‚Trauer, Geschrei und Schmerz‘ zurück auf die Erde bringen.

Wenn die tausend Jahre vorbei sind, wird Jehova noch eine letzte Auferweckung vornehmen, um seinen Vorsatz zum Abschluss zu bringen. Das Buch Licht erklärt, „daß Gott den Leib Satans während der tausend Jahre aufbewahren mag, … worauf Gott am Ende jenes Zeitabschnittes Satan aus dem Tode auferwecken und dessen Leib wieder beleben wird. … Was ist der Zweck der Wiederbringung Satans aus dem Tode? … Daß er den Teufel wieder ins Leben zurückbringen wird, nachdem dieser tausend Jahre lang tot gewesen sein wird, und das wird zu einem bestimmten Zweck geschehen. … Nach seiner Auferweckung wird er wissen müssen, daß er ein Lügner ist“ (Band 2, Seiten 209, 210).

Obwohl natürlich auch der Teufel mit dem Tod für seine Sünden bezahlt hat, wird er nach seiner Auferstehung trotzdem erst einmal bestraft werden: „Seine Strafe wird die sein, daß er, wenn er in den Zeiten der Wiederherstellung aus dem Grabe hervorkommt, die sieben Bände der Schriftstudien zu lesen haben wird“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 451).

Dann wird die „Wiederherstellung aller Dinge“ vollendet sein (Apostelgeschichte 3:21). Die Gerechten und die Ungerechten, der Teufel, Trauer, Geschrei und Schmerz und jede andere Schöpfung werden durch ihr Vorhandensein Gott preisen. Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

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Wird Salomo sich in der Auferstehung an alle Namen seiner 700 Frauen und 300 Nebenfrauen erinnern?

Zu seinen Lebzeiten war Salomo „weiser als irgendein anderer Mensch … und er konnte dreitausend Sprüche reden, und seine Lieder beliefen sich auf tausendundfünf“ (1. Könige 4:31, 32). Wenn Salomo sich 3000 Sprüche und 1005 Lieder merken konnte, waren für ihn 1000 Namen sicher auch kein Problem. Außerdem hatten manche Frauen damals vielleicht gar keinen Namen, so wie z. B. „Lots Frau“ oder „die Frau Noahs und die drei Frauen seiner Söhne“ (Lukas 17:32; 1. Mose 7:13). Vielleicht hat Salomo viele seiner Frauen einfach „Salomos Frau“ genannt.

Salomo „liebte viele fremdländische Frauen … Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen und Hethiterinnen“ (1. Könige 11:1). Aufgrund seiner Lebenserfahrung gab er anderen Männern den weisen Rat: „Freue dich mit der Ehefrau deiner Jugend. … Warum also solltest du … den Busen einer Ausländerin umarmen?“ (Sprüche 5:18, 20).

Wie Jesus zeigte, werden die Auferstandenen sowieso nicht heiraten, sondern einfach zusammenleben, mit wem sie möchten (Markus 12:25, siehe Erbrechet!, Februar 2008, Seite 8). Daher wird es nicht so wichtig sein, ob Salomo sich an jeden einzelnen Namen erinnern kann. Dennoch diente er während seiner irdischen Regentschaft als Vorbild für „den größeren Salomo, Jesus Christus“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1999, Seite 31).

Jesus hat nicht nur 1000 Frauen, sondern eine „Braut, die aus 144 000 … Männern und Frauen besteht“ (Der Wachtturm, 1. Mai 1975, Seite 280). Genauso wie die Frauen Salomos kommen diese „aus allen Nationen“ (Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 2, Seite 409). Da Salomo „siebenhundert Frauen, Fürstinnen, und dreihundert Nebenfrauen“ hatte, werden wohl nur 100.800 Gesalbte zu Fürsten eingesetzt werden (1. Könige 11:3). Die anderen 43.200 Gesalbten gehören zur Nebenfrauen-Klasse und werden die Aufgabe haben, Jesus das Leben angenehm zu machen.

Auf wessen Versprechungen vertraust du?

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2009

Wie die New York Times im Oktober 1995 schrieb, machen „die Politiker Versprechungen, die sie nicht halten werden“ (zitiert nach Erwachet!, 22. April 1996, Seite 28). Besonders vor Wahlen ist dies der Fall. Auf der wissenschaftlichen Plattform Lycos IQ ist zu lesen: „Wahlversprechen kann man nicht mit dem Maßstab von ‚wahr‘ oder ‚falsch‘ messen. Sie dienen als taktisches Mittel, um die Wähler an die Urne zu locken und zur Stimmabgabe für die eigene Partei zu bewegen. Sie sind ein Mittel der Werbung.“

Auch Gott hat seinen Anhängern immer wieder Versprechungen gemacht. Der Wachtturm vom 1. Mai 1979 erklärte, dass er seine Verheißungen „im Verlauf von über 4 000 Jahren mehrmals wiederholt“ hat und stellte dann die Behauptung auf: „Sie sind nicht mit den Versprechungen der Politiker zu vergleichen, die das eine zu tun versprechen, dann aber etwas ganz anderes tun“ (Seite 6). Stimmen die Tatsachen damit überein? Hat Gott seine Versprechungen immer gehalten?

Vor fast viertausend Jahren sprach Jehova zu Abraham, als er in Palästina umherwanderte: „Erhebe bitte deine Augen, und schaue von dem Ort, wo du bist, nordwärts und südwärts und ostwärts und westwärts, denn das ganze Land, das du siehst, dir und deinem Samen werde ich es bis auf unabsehbare Zeit geben. Und ich will deinen Samen gleich den Staubkörnchen der Erde machen“ (1. Mose 13:14-16). Hat Jehova sein Versprechen erfüllt?

Rund zweitausend Jahre später schrieb der Apostel Paulus: „Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vorvater Abraham, … und er sprach zu ihm: ‚Zieh aus deinem Land und von deinen Verwandten weg, und komm her in das Land, das ich dir zeigen werde.‘ … Und doch gab er ihm keinen Erbbesitz darin, nein, nicht einen Fußbreit; aber er verhieß, als er noch kein Kind hatte, es ihm und seinem Samen nach ihm zum Besitz zu geben. Überdies sprach Gott in dem Sinne, daß seine Nachkommen ansässige Fremdlinge in einem fremden Land sein würden und daß man sie versklaven und sie vierhundert Jahre lang niederdrücken würde“ (Apostelgeschichte 7:2-6).

Jehova „verhieß“ Abraham, ihm das Land zu geben, doch in Wirklichkeit gab er ihm „nicht einen Fußbreit“. Er versprach seinen Nachkommen, sie würden das Land „auf unabsehbare Zeit“ besitzen, doch stattdessen wurden sie jahrhundertelang ‚versklavt und niedergedrückt‘. Seit der Eroberung Jerusalems durch Babylon im Jahr 587 v. Chr. bis zur Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 wurde Palästina von nichtjüdischen Mächten beherrscht. Jahrhundertelang wohnten dort überhaupt keine Nachkommen Abrahams.

Außerdem wurde Abrahams Same keineswegs „den Staubkörnchen der Erde“ gleich. Wie der Apostel Paulus schrieb, gibt es nur „einen einzigen, … welcher Christus ist“ (Galater 3:16). Selbst, wenn man die 144.000 Gesalbten dazu zählt, kann man wohl kaum von einer Zahl wie die „Staubkörnchen der Erde“ sprechen. Jehova hat Abraham eine schöne Versprechung gegeben, aber erfüllt hat er sie nicht. Natürlich lebt Abraham nicht mehr und weiß nicht, was aus seinen Nachkommen geworden ist.

Etwa 800 Jahre später wandte Jehova wieder die gleiche Strategie an. Er versprach König David: „Dein Haus und dein Königtum werden gewiß bis auf unabsehbare Zeit vor dir beständig sein; ja dein Thron wird bis auf unabsehbare Zeit gefestigt werden“ (2. Samuel 7:16). Über seinen Sohn Salomo sagte er zu David: „Sein Thron, er wird bis auf unabsehbare Zeit Bestand haben“ (1. Chronika 17:14). Aber wo ist Salomos Thron heute? Noch nicht einmal im Museum, geschweige denn in Jerusalem. Rund 450 Jahre nach Salomos Thronbesteigung wurde Jerusalem mitsamt Salomos Thron von Nebukadnezar zerstört. Wieder hatte Jehova ein schönes Versprechen gegeben, es aber nicht gehalten.

Noch später versprach Jehova seinem Volk, den Israeliten: „Die Augen der Blinden [werden] geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan“ (Jesaja 35:5). Doch mehr als 700 Jahre später, als Jesus in Israel predigte, gab es immer noch Blinde und Taube (Matthäus 9:27; 11:5). Zwar heilte er ein paar von ihnen, aber auch heute gibt es immer noch Blinde und Taube in Israel. Auch dieses Versprechen hat Jehova nicht gehalten. Nicht umsonst sagte der Apostel Paulus später über vorchristliche Diener Gottes: „Alle diese starben im Glauben, ohne die Erfüllung der Verheißungen erhalten zu haben“ (Hebräer 11:13).

Was ist somit von den anderen Versprechungen Gottes und seiner Anbeter zu halten? Wenn wir berücksichtigen, wie oft Jehova in der Vergangenheit sein Wort gebrochen hat, können wir nur zu einem Schluss kommen: Parolen wie „Unter dieser Regierung wird bald alles Leid der Vergangenheit angehören und auf der Erde wird ein Paradies entstehen“ oder „Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben“ sind nichts anderes als Wahlversprechen. Sobald die Leute „Gottes Königreich gewählt“ haben, haben sie ihren Zweck erreicht (Erwachet!, 22. April 1999, Seite 23). Bevor Gottes Diener merken können, dass sie einem leeren Versprechen aufgesessen sind, sind sie längst tot.

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Unsere Erkenntnis über Jesus Christus vertiefen

Nachdruck aus Erbrechet, Oktober 2009

„Salomo ging daran, sich mit Pharao, dem König von Ägypten, zu verschwägern und Pharaos Tochter zu nehmen.“ (1. Könige 3:1)

Als Sohn Gottes und König des himmlischen Königreiches spielt Jesus Christus zweifellos die zentrale Rolle im Glauben jedes Christen. Doch leider verrät die Bibel – zumindest oberflächlich betrachtet – nicht allzu viel über ihn. Über sein Familienleben oder die Art und Weise, wie die Welt unter seiner Herrschaft aussehen wird, gibt es nur wenige Aussagen.

Glücklicherweise lässt uns Gottes Wort aber trotzdem nicht im Dunkeln. „Jesus Christus [ist] der größere Salomo“ (Erwachet!, 22. Februar 2002, Seite 9). Ja, „Salomo … stellte passenderweise Jesus Christus dar“ (Überleben – und dann eine neue Erde, Seite 40). Somit können wir viele Einzelheiten über Jesus Christus erfahren, indem wir das Leben Salomos, seines prophetischen Vorbilds, untersuchen.

Herkunft

Der Vater Salomos war David, ein Mörder und Ehebrecher, ein ‚Mann, der dem Herzen Jehovas angenehm war‘ (2. Samuel 12:9, 24; Apostelgeschichte 13:22). Nachdem Bathsebas erstes Kind starb, begann David „Bathseba, seine Frau, zu trösten. Auch kam er zu ihr herein und lag bei ihr. Im Laufe der Zeit gebar sie einen Sohn, und man gab ihm den Namen Salomo“ (2. Samuel 12:24).

Die Bibel sagt eindeutig, „daß Jesus der Sohn Gottes ist“ (1. Johannes 5:5). Doch genauso, wie Salomo der Sohn Davids war, so ist natürlich auch der größere Salomo der Sohn des größeren David. Allerdings heißt es in dem Werk Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich, dass der Apostel Petrus „bewies, daß Christus Jesus der größere David ist“ (Seite 105). Somit ist Jesus sowohl der Sohn Gottes als auch sein eigener Sohn. Das ist ein starker Beweis für die Dreieinigkeit.

Allerdings sind Jesus und Gott erst zwei Personen. Wer ist der dritte Teil in der Trinität? Der Bericht über Salomo enthält einen deutlichen Hinweis: „Das Gewicht des Goldes, das bei Salomo in einem Jahr einging, belief sich auf sechshundertsechsundsechzig Talente Gold, ohne das von den Reisenden und vom Gewinn der Händler“ (1. Könige 10:14, 15). Erforschern der Bibel fällt natürlich sofort auf, dass es sich bei der Zahl 666 um „die Zahl des wilden Tieres“ handelt (Offenbarung 13:18).

imageEs ist nicht verwunderlich, dass Salomos jährliches Einkommen genau mit dieser Zahl angegeben wird, denn die Bibel sagt, „daß niemand kaufen oder verkaufen könne, ausgenommen jemand, der das Kennzeichen hat, den Namen des wilden Tieres oder die Zahl seines Namens“ (Offenbarung 13:17). Da Salomo auch „vom Gewinn der Händler“ profitierte, hat er offensichtlich mit dem wilden Tier zusammengearbeitet, und das gleiche trifft dann auch auf den größeren Salomo, Jesus Christus, zu. Die Dreieinigkeit besteht also in Wirklichkeit aus Gott, Jesus Christus und dem wilden Tier.

Die Königin von Scheba

In der Bibel heißt es: „Die Königin von Scheba hörte ihrerseits den Bericht über Salomo, und sie kam dann nach Jerusalem, zusammen mit … Kamelen, die … Steine trugen“ (2. Chronika 9:1). Sie versuchte, Salomo mit schweren Steinen zu beeindrucken. Doch sie schleppte die Steine natürlich nicht selbst, sondern ließ dies von Kamelen tun.

imageDie Königin von Scheba stellt den gesalbten Überrest dar, dessen Glieder angeblich bald „im Himmel als Könige und Priester wirken“ werden (Der Wachtturm, 1. Februar 2002, Seite 23). Auch sie wollen Jesus Christus mit ihrem Predigtdienst beeindrucken, den viele „als eine schwere Last empfinden“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 1991, Seite 21). Daher lassen sie ihn von gegenbildlichen Kamelen durchführen. Der Wachtturm vom 1. Februar 1975 sagt über die „anderen Schafe“, d. h. die Zeugen Jehovas, die nicht zum gesalbten Überrest zählen: „Tatsächlich verrichten sie heute den größten Teil des Predigtwerkes“ (Seite 73). Sie sind also die größeren Kamele.

Wie Kamele die Last der Königin von Scheba trugen, so lassen die gesalbten Könige den Predigtdienst von der kamelgleichen „großen Volksmenge“ durchführen

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Harmagedon

Der Bau des Tempels in Jerusalem „nahm siebeneinhalb Jahre in Anspruch“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 762). Das sind 2700 Tage, und nach der prophetischen Regel „ein Tag für ein Jahr“ können wir davon ausgehen, dass der Bau des großen geistigen Tempels 2700 Jahre dauern wird. Begonnen werden konnte damit natürlich erst, nachdem der buchstäbliche Tempel im Jahr 607 v. u. Z. zerstört worden war.

Die Aufrichtung des Königreiches Gottes und die damit verbundene Vernichtung aller Ungläubigen in Harmagedon können demzufolge erst stattfinden, wenn der geistige Tempel fertig ist. Dies wird frühestens im Jahr 2094 der Fall sein. Der buchstäbliche Tempel wurde von Salomo allerdings erst elf Monate oder 330 Tage nach seiner Fertigstellung eingeweiht, so dass Harmagedon vielleicht auch erst im Jahr 2424 kommt.

imageDie „anderen Schafe“ rechnen natürlich nicht damit, in Harmagedon vernichtet zu werden. Der Wachtturm vom 15. April 1995 sagt: „Die anderen Schafe hoffen heute vielmehr, zu überleben und in das Paradies auf der Erde zu gelangen“ (Seite 31). Doch sie übersehen offensichtlich, dass bei der Einweihung des Tempels Salomos „120 000 Schafe als Brandopfer und Gemeinschaftsschlachtopfer dargebracht wurden“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 763). Da der geistige Tempel weitaus größer ist als der Tempel Salomos, werden bei der Einweihung wohl mehrere Millionen „andere Schafe“ auf dem Altar geopfert werden müssen.

Unter Jesu Herrschaft

Wie wird Jesus Christus regieren? Als er noch auf der Erde war, sagte er, „daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, … in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat“, was damals mit dem Tod durch Steinigung bestraft wurde (Matthäus 5:28). Wird diese Regelung auch im Paradies gelten? Salomo war auch einmal mit einem Mann konfrontiert, der offensichtlich ‚fortwährend eine Frau ansah‘ und sich in sie verliebte. Es handelte sich um Adonia, seinen Halbbruder. Dieser beauftragte Bathseba: „Bitte sage zu Salomo, dem König, … daß er mir Abischag, die Sunamitin, zur Frau gebe“ (1. Könige 2:17) Wie reagierte Salomo? Er schwor „bei Jehova, indem er sagte: … ‚Heute wird Adonia zu Tode gebracht werden.‘ imageSofort sandte König Salomo durch Benaja, den Sohn Jehojadas, hin; und er fiel dann über ihn her, so daß er starb“ (1. Könige 2:23-25). Für Romantik wird im Paradies also kein Platz sein.

Da Männer sterben müssen, wenn sie die gleiche Frau ‚fortwährend ansehen‘, haben sie keine andere Wahl, als ihre Partnerinnen regelmäßig zu wechseln. Daher wird es wohl auch im Paradies Prostituierte und uneheliche Kinder geben, genauso wie in Israel zur Zeit Salomos (1. Könige 3:16-18).

Einige Christen werden jedoch zu himmlischem Leben auferweckt werden (Johannes 14:2). Müssen auch sie Angst davor haben, von Jesus getötet zu werden, wenn sie etwas tun, was ihm nicht passt? Als Joab um sein Leben fürchtete, floh er zur Stiftshütte und „erfaßte die Hörner des Altars“ im Allerheiligsten (1. Könige 2:28). Trotzdem ließ Salomo ihn an dieser Stelle zu Tode bringen (1. Könige 2:34). Da „das Allerheiligste innerhalb des inneren Vorhangs den ‚Himmel selbst‘ veranschaulicht“, wird der größere Salomo auch im Himmel jeden beseitigen, der ihm im Weg steht (Der Wachtturm, 1. März 1973, Seite 138).

Zwangsarbeit

Im Paradies wird es viel zu tun geben, genauso wie zur Zeit Salomos in imageIsrael. „König Salomo brachte fortwährend die aus ganz Israel zur Zwangsarbeit Ausgehobenen herauf; und die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen beliefen sich auf dreißigtausend Mann“ (1. Könige 5:13) „Was alles übriggebliebene Volk … betrifft, die nicht zu den Söhnen Israels gehörten, … sie hob Salomo fortgesetzt zu sklavischer Zwangsarbeit aus“ (1. Könige 9:20, 21). Es gab „siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinhauer“ (1. Könige 5:15). Auch Jesus Christus, der größere Salomo, wird im Paradies Menschen zur Zwangsarbeit einziehen. Wer nicht richtig arbeitet und sich als „träger Sklave“ erweist, wird „in die Finsternis draußen“ geworfen, d. h. hingerichtet (Matthäus 25:26, 30).

Zwar werden wohl Millionen Menschen als Zwangsarbeiter eingezogen werden, aber diese werden nur einen Bruchteil der gesamten Menschheit ausmachen. Zur imageZeit Salomos waren „Juda und Israel … so viele wie die Sandkörner, die am Meer sind, an Menge“ (1. Könige 4:20). Gemäß einer groben Schätzung würde das einer weltweiten Bevölkerungsdichte von 671.591.672.263 Menschen pro m² entsprechen. Daher handelt es sich bei dem Bericht wahrscheinlich um eine Übertreibung, genauso wie bei zahlreichen anderen biblischen Versprechen.

Die diktatorische Herrschaft des größeren Salomo wird wohl nur durch regelmäßigen Alkoholkonsum zu ertragen sein. Schon im alten Israel war „ein jeder unter seinem eigenen Weinstock“ anzutreffen (1. Könige 4:25). Als er auf der Erde war, verwandelte Jesus Wasser in Wein (Johannes 2:9). Später machte der Apostel Paulus ebenfalls deutlich, dass Wein das richtige Getränk für Christen ist (1. Timotheus 5:23). Wir können daher davon ausgehen, dass Jesu Wunder in Kana nur ein Vorgeschmack darauf war, dass er im Paradies das gesamte Wasser auf der Erde in Wein verwandeln wird. In manchen Flüssen wird stattdessen Wodka fließen, der von jeher als „Wasser des Lebens“ bezeichnet wird und „klar wie Kristall“ ist (Offenbarung 22:1).

Jesu Familienleben

Jesus „liebte Martha und ihre Schwester“ (Johannes 11:5). Die Evangelien berichten auch von „Frauen, … die ihn gewöhnlich begleiteten und ihm dienten“ (Markus 15:40, 41). Doch genauso wie Salomo wird er erst dann heiraten, wenn er seine Herrschaft angetreten hat, und zwar die „144 000 gesalbten Christen, die die Braut Christi sein werden“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1996, Seite 31). Aus dem Bericht über Salomo können wir einiges über die Identität dieser Braut erfahren.

Der Bericht über das alttestamentliche Vorbild für die „Hochzeit des Lammes“ lautet wie folgt: „Salomo ging daran, sich mit Pharao, dem König von Ägypten, zu verschwägern und Pharaos Tochter zu nehmen“ (1. Könige 3:1; Offenbarung 19:7). Daraus können wir schließen, dass der größere Salomo die Tochter des größeren Pharao, des Königs des gegenbildlichen Ägypten, zur Frau nehmen wird.

Das wird für die „anderen Schafe“ eine große Enttäuschung sein, denn gemäß dem Wachtturm vom 1. September 1989 „blicken sie der völligen Befreiung aus dem gegenbildlichen Ägypten, dem System der Dinge dieser Welt, entgegen, dessen Gott der größere Pharao, Satan, der Teufel, ist“ (Seite 15). Doch Jesus, der größere Salomo, wird mit Satan gemeinsame Sache machen und eine Tochter Satans – die gesalbten Zeugen Jehovas – zur Frau nehmen. Satan ist schließlich der „Vater der Lüge“, und der gesalbte Überrest ist in seine Fußstapfen getreten (Johannes 8:44).

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Allerdings wird die in der Bibel erwähnte „Frau des Lammes“ nur Jesu erste Braut sein (Offenbarung 21:9). „Salomo seinerseits liebte viele fremdländische Frauen neben der Tochter Pharaos: Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen und Hethiterinnen. … Er hatte schließlich siebenhundert Frauen … und dreihundert Nebenfrauen“ (1. Könige 11:1, 3). Auch der größere Salomo wird daher außer den gesalbten Zeugen Jehovas noch weitere Frauen nehmen. „1914 behaupteten Tausende von Kirchen, christlich zu sein“, so dass Jesus genügend Auswahl haben wird (Der Wachtturm, 1. Dezember 1992, Seite 13).

Das Ende

„Als Salomo alt wurde, … erwies [es] sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war. … Und Salomo begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach“ (1. Könige 11:4, 6). Bei Jesus, dem größeren Salomo, war schon während seines irdischen Dienstes eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Bei mehreren Gelegenheiten sagte er: „Ihr habt gehört, daß gesagt wurde …“, führte etwas aus dem Gesetz Gottes an, und widersprach dann mit den Worten: „Doch ich sage euch …“ (Matthäus 5:21, 27, 38, 43).

Das Werk Einsichten über die Heilige Schrift sagt: „Anscheinend versuchte er, eine Art Interkonfessionalismus zu praktizieren. … Deswegen ‚geriet Jehova in Zorn über Salomo‘“ (Band 2, Seite 766). Desgleichen wird auch Jehova über Jesus in Zorn geraten. Darauf bezog sich der Apostel Paulus mit den Worten: „Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt“ (1. Korinther 15:24). Jehova wird über Jesus in Zorn geraten und verlangen, dass er ihm „das Königreich übergibt“. Da Gott sich nicht darauf verlassen kann, dass Jesus während seiner Herrschaft alles richtig gemacht hat, müssen dann „alle … ‚Dinge auf der Erde‘ einer Schlussprüfung unterzogen“ werden (Der Wachtturm, 15. Februar 2006, Seite 25).

Sind wir nicht begeistert, welche Einzelheiten über Jesu Persönlichkeit wir aus dem Bericht über Salomo lernen konnten? Doch Jesus ist auch der größere Melchisedek, der größere Isaak, der größere Joseph, der größere Moses, der größere Hohe Priester, der größere Josua, der größere Gideon, der größere David, der größere Josaphat, der größere Hiskia, der größere Jesaja, der größere Cyrus und der größere Serubbabel.