Lasst uns wach und besonnen bleiben!

Nachdruck aus Erbrechet!, Dezember 2008

„Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus!“ (Matthäus 26:45)

Die meisten Menschen verbringen etwa ein Drittel ihrer Lebenszeit im Bett. Ist das vernünftig? Sollten wir als Christen auch schlafen, gerade angesichts der Dringlichkeit der heutigen Zeit?

Die Bibel warnt: „Wehe denen, die Schaden zu stiften planen, und denen, die Schlechtes treiben auf ihren Betten!“ (Micha 2:1). Ja, viele Sünden werden im Bett verübt. Jedes Jahr wird zigtausenden Zeugen Jehovas die Gemeinschaft entzogen, „der Mehrzahl von ihnen, weil sie geschlechtliche Unmoral trieben“, wie im Wachtturm vom 15. September 1987 zu lesen war. Gemäß der selben Quelle werden noch mehr Zeugen Jehovas „wegen Unmoral zurechtgewiesen, aber nicht ausgeschlossen“ (Seite 13). Geschehen diese Sünden nicht fast immer im Bett? Wie viel Leid hätte vermieden werden können, wenn diese Christen sich des Schlafs enthalten hätten!

Gefahren

Doch unmoralische Handlungen sind nicht die einzige Sünde, die im Bett verübt wird. Es wurde auch berichtet, dass viele Christen im Bett wach liegen und über abtrünniges Gedankengut nachdenken! Über so jemanden schrieb David: „Schädlichkeit plant er ständig auf seinem Bett. Er stellt sich auf einen Weg, der nicht gut ist“ (Psalm 36:4). An ihm erfüllt sich die Prophezeiung Salomos: „Ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten, um dazuliegen, und wie ein Wegelagerer wird deine Armut gewiß kommen und dein Mangel wie ein bewaffneter Mann“ (Sprüche 24:33, 34). Tatsächlich hören viele dieser unvorsichtigen Christen auf, die Zusammenkünfte zu besuchen und den Predigtdienst durchzuführen. Sie werden von einem „Mangel“ an Geistiggesinntsein geplagt.

imageBeachten wir, dass Salomo schon vor „ein wenig Schlaf“ warnte! An anderer Stelle gebot er: „Gib deinen Augen keinen Schlaf noch deinen glänzenden Augen irgendwelchen Schlummer“ (Sprüche 6:4). Sogar, wenn wir im Bett keine unmoralischen Handlungen vornehmen und nicht über abtrünniges Gedankengut nachsinnen, könnte unser Bett schmutzig werden – insbesondere, wenn wir Jesu Jünger nachahmen und uns nicht waschen (Matthäus 15:2). Doch der Apostel Paulus stellte klar: „Das Ehebett sei unbefleckt“ (Hebräer 13:4). Das sind nur einige der praktischen Gründe, weshalb es weise wäre, nicht zu schlafen und kein Bett zu benutzen.

Unsere Vorbilder

Als Christen wollen wir außerdem „Nachahmer Gottes“ sein (Epheser 5:1). Und über ihn sagt die Bibel: „Er wird nicht schläfrig sein noch schlafen gehen“ (Psalm 121:4). Jehova ist jemand, „der mit seinen Augen keinen Schlaf sieht, weder bei Tag noch bei Nacht“ (Prediger 8:16). Demgemäß sangen auch die Tempelsänger: „Ich will meinen Augen nicht Schlaf gönnen noch Schlummer meinen eigenen glänzenden Augen“ (Psalm 132:4).

Jesus ahmte das Beispiel seines Vaters in vollkommener Weise nach. Er erklärte seinen Jüngern: „Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels haben Schlafsitze, der Menschensohn aber hat keine Stätte, wo er sein Haupt niederlegen kann“ (Matthäus 8:20). Statt zu schlafen, „verbrachte [er] die ganze Nacht im Gebet zu Gott“ (Lukas 6:12). Er erwartete von seinen Jüngern den gleichen Eifer und gebot ihnen: „Wacht also beharrlich, denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob spät am Tag oder um Mitternacht oder beim Hahnenschrei oder frühmorgens, damit er euch, wenn er plötzlich eintrifft, nicht schlafend finde. Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht beständig“ (Markus 13:35-37).

Einmal enttäuschten sie ihn, so dass er sie schelten musste: „Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus!“ (Matthäus 26:45). Aufgrund der Dringlichkeit der Zeit war es im höchsten Maße verantwortungslos, die Zeit mit Schlafen zu verschwenden. Zum Glück lernten die Jünger aus diesem Vorfall, denn später sagten römische Beamte: „Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen ihn, während wir schliefen“ (Matthäus 28:13). Während die übrige Bevölkerung schlief, waren Jesu Jünger im Werk des Herrn tätig.

Auch der Apostel Paulus sprach davon, dass sein „Ausharren … in schlaflosen Nächten“ ihn als „Gottes Diener“ qualifizierte (2. Korinther 6:4, 5). Er schrieb: „Die da schlafen, sind gewohnt, bei Nacht zu schlafen“ (1. Thessalonicher 5:7). Er wusste also, dass es Menschen ab, die schliefen, doch Christen sollten nicht dazu gehören. Schließlich war schon damals „die Nacht … vorgerückt; der Tag … [hatte] sich genaht“ (Römer 13:12). Doch heute befinden wir uns bereits am „Tag des Herrn“! (Offenbarung 1:10).

Nicht weiterschlafen

Was sollten wir daher tun, wenn wir bisher regelmäßig geschlafen haben? Paulus ermahnt uns: „Laßt uns daher die Werke, die zur Finsternis gehören, ablegen“ – und zu den ‚Werken der Finsternis’ gehört zweifellos das Schlafen (Römer 13:12). Er weist darauf hin, „daß die Stunde für euch schon da ist, aus dem Schlaf zu erwachen, denn jetzt ist unsere Rettung näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden“ (Römer 13:11). „So laßt uns denn nicht weiterschlafen wie die übrigen, sondern laßt uns wach und besonnen bleiben“ (1. Thessalonicher 5:6).

Die Ältesten sollten regelmäßig kontrollieren, ob die Verkündiger in ihrer Versammlung den Rat des Paulus befolgen. Es wäre gut, einen Plan für die nächtlichen Kontrollfahrten aufzustellen. Wenn sie jemanden antreffen, der schläft, sollten sie ihn mit einem passenden Bibeltext aufwecken, etwa: „Wie lange wirst du liegenbleiben, du Fauler? Wann wirst du von deinem Schlaf aufstehen?“ (Sprüche 6:9).

Das Ende derer, die schlafen

Welches Ende werden diejenigen nehmen, die trotz der ‚kritischen Zeiten’ ihre Zeit mit Schlafen verschwenden? Kaum war der Heerführer Sisera „fest eingeschlafen“, nahm seine imageGastgeberin einen Hammer und einen Zeltpflock und „stieß den Pflock durch seine Schläfen und schlug ihn in die Erde“, so dass er starb (Richter 4:21). Schlafenden Christen wird es ähnlich ergehen: „Sie sollen einen auf unabsehbare Zeit dauernden Schlaf schlafen, aus dem sie nicht mehr erwachen werden“ (Jeremia 51:39).

Wie wichtig ist es daher, den Rat Jesu zu beachten: „Bleibt also wach, und fleht allezeit, damit es euch gelingt, all diesen Dingen, die geschehen sollen, zu entgehen und vor dem Menschensohn zu stehen“ (Lukas 21:36). Wollen wir niemals zulassen, dass wir uns durch Schlaf vom Dienst für Jehova abhalten lassen!

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