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Sollten Christen Ostereier suchen?

„Sucht fortwährend, und ihr werdet finden“ (Lukas 11:9).

Wer die Welt beobachtet, dem fällt auf, dass viele Menschen zu Ostern Ostereier suchen. Dabei handelt es sich um einen sehr alten Brauch – schon vor 60.000 bis 90.000 Jahren (also lange vor ihrer Erschaffung) bemalten die Menschen Straußeneier, wie die Universität von Cambridge herausfand. Ob es sich bereits damals um einen Osterbrauch handelte, ist leider nicht bekannt.

Wahre Christen interessieren sich natürlich nicht für archäologische Funde; für sie zählt allein, was die Bibel und insbesondere was der Wachtturm zu einem Thema zu sagen hat. Sollten wahre Christen Ostereier suchen?

Jesu Anweisungen

Jesus empfahl seinen Zuhörern, zu denen auch viele Kinder gehörten: „Sucht fortwährend, und ihr werdet finden. … Jeder, der sucht, findet“ (Lukas 11:9, 10). Bezog er sich dabei auf versteckte Ostereier? Das ist sehr wahrscheinlich, denn gleich im Anschluss sagte er über christliche Söhne und ihre Väter: „Wenn er auch um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion reichen?“ (Lukas 11:12). Somit gab Jesus selbst die Anweisung, Eier zu suchen.

Manche mögen nun einwenden: „Sind der Osterhase und die Ostereier nicht heidnische Fruchtbarkeitssymbole?“ Doch es gilt zu beachten, dass der Hase ein Geschöpf Gottes ist. Außerdem heißt es in einer christlichen Zeitschrift „Der Hase … ist immer ein Sinnbild der Fruchtbarkeit gewesen“ – und von wem kam der Auftrag, ‚fruchtbar zu sein‘? Richtig, von Gott selbst (1. Mose 1:22; Erwachet!, 22. Dezember 1971, S. 6).

Das Suchen von Ostereiern ist auch kein Brauch der abtrünnigen Christenheit, denn „auch Moslems und Hindus kaufen Ostereier“ (Erwachet!, 22. März 1986, S. 5).

image_thumb[1]Ostereier und du

Was sollten wir tun, wenn wir uns bisher nicht an der Ostereiersuche beteiligt haben? Ahmen wir Alexa nach, die erklärte: „Früher … mußte ich lachen, wenn ich darüber nachdachte, was Jesus mit dem Osterhasen und den Ostereiern zu tun haben soll.“ Doch später verstand sie, dass Jesus selbst zur Ostereiersuche aufforderte, und bereute ihre frühere Haltung: „Wie müssen Jehova und Jesus wohl empfinden!“ (Erwachet!, 22. November 1993, S. 9).

So fahrt denn fort, zuerst die Ostereier zu suchen, und alle anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden.

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Das Familienleben biblisch gestalten

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2010

„Die Bibel [vergleicht] die Stellung eines Kindes mit der eines Sklaven.“
(Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 242)

Als Jehova Gott den ersten Mann und die erste Frau erschuf, brachte er sie zusammen, damit der Mann nicht so alleine war (1. Mose 2:23). Gott wollte, dass Frauen für ihre Männer kochen und backen und außerdem Kinder gebären würden (1. Mose 18:6; Sprüche 31:15; 1. Timotheus 2:15). Gemäß Gottes Vorsatz sollten mit der Zeit überall auf der Erde glückliche Männer leben, die von ihren Frauen und Kindern bedient werden (1. Mose 24:45, 46; 1. Könige 17:10, 11; Markus 15:40, 41; Lukas 10:40). Frauen sollten „ihren Männern gehorchen“ und an diese „sklavisch gebunden“ sein (Titus 2:5, Gute Nachricht; 1. Korinther 7:15)

Doch heute brechen zahlreiche Familien auseinander, und viele, die noch zusammen sind, sind nicht glücklich. Jemand mag daher fragen: „Sollten wir nicht bessere Ergebnisse erwarten, wenn die Familie wirklich eine Einrichtung Gottes ist?“ Doch wenn ein Fabrikant ein Gerät herstellt und eine gute Gebrauchsanweisung mitliefert, ist es bestimmt nicht seine Schuld, dass das Produkt nicht funktioniert, wenn der Käufer die Gebrauchsanweisung nicht beachtet. Ähnlich verhält es sich mit der Familie. Es ist daher unerlässlich, dass wir verstehen, wie Gott die verschiedenen Glieder der Familie geschaffen hat und welche Rolle sie nach seinem Vorsatz erfüllen sollen.

Wie Gott Mann und Frau erschuf

Jeder kann sehen, dass Jehova Mann und Frau nicht gleichgemacht hat. Sie sind zwar in vieler Hinsicht ähnlich. Aber in ihrem Aussehen sind sie offensichtlich verschieden, und Männer haben auch mehr Kraft. Warum diese Unterschiede? Gott erschuf die Frauen so schwach, damit ihre Männer ihre Stellung als Haupt notfalls mit Gewalt durchsetzen können (1. Korinther 11:3). Nachdem Gott den Mann erschaffen hatte und sah, dass ihm die Hausarbeit nicht gefiel, sagte er: „Ich werde ihm eine Gehilfin machen“ (1. Mose 2:18).

imageWie ein Hilfsarbeiter ist eine Gehilfin etwas, das jemand anders die Drecksarbeit abnimmt. Gott erschuf die Frau als eine Gehilfin für den Mann, damit sie für ihn kocht, bäckt, wäscht und putzt, während er im Tor sitzt und Wein trinkt (1. Samuel 8:13; 2. Samuel 13:8; Sprüche 31:23; 1. Mose 9:20, 21). Nachdem Gott also die Frau aus einem Bestandteil des Mannes erschaffen hatte, schloss er die erste Ehe, ohne Eva zu fragen, ob sie damit einverstanden war (1. Mose 2:22). Demgemäß konnte ein israelitischer Mann jedes Mädchen „für den Kaufpreis für sich als Frau erwerben“, wenn er ihrem Vater „das Geld gemäß dem für Jungfrauen festgesetzten Kaufpreis“ bezahlte (2. Mose 22:16, 17). Die Ehe kann eine glückliche Einrichtung sein, wenn sie nach diesem biblischen Vorbild geschlossen wird.

Die Rolle des Mannes

Eine Ehe oder eine Familie braucht Führung. Gott ist ein Mann, und aus diesem Grund sagt die Bibel: „Ein Ehemann ist das Haupt seiner Frau“ (Matthäus 6:8; Epheser 5:23). Das ist praktisch, denn auch, wenn ein Mann ein Dummkopf ist, kann er auf seine biblisch verbriefte Rolle als Haupt pochen. Wenn die Frau ihrem Mann seine Stellung als Haupt streitig machen will, kann er sie jederzeit mit den murrenden Israeliten oder mit der bösen Isebel vergleichen und sie so zum Schweigen bringen (4. Mose 12:1, 9, 10; Offenbarung 2:20).

Vielen Frauen behagt der Gedanke nicht, dass der Mann das Haupt der Familie sein sollte. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass viele Ehemänner ihren Frauen zu viele Freiheiten lassen und sie zu wenig beschäftigen, so dass sie Zeit zum Denken haben. Doch gemäß der Bibel sollen Frauen, wenn sie eine Frage haben, nicht darüber nachdenken, sondern „ihren Mann fragen“ (1. Korinther 14:35; Hoffnung für Alle).

Es ist daher eine anerkannte Tatsache, dass eine Organisation am effizientesten funktioniert, wenn einer die Führung übernimmt und endgültige Entscheidungen trifft, während alle anderen nichts zu sagen haben. Männer sollten ihre Frauen daher den ganzen Tag beschäftigt halten, am besten von „vor Morgengrauen … bis tief in die Nacht hinein“ (Sprüche 31:15, 18, Neues Leben). In einer Gott wohlgefälligen Familie ist der Mann der einzige, der kein Haupt über sich hat. Jeder andere, auch die Ehefrau und die Kinder, muss sich den Entscheidungen des Mannes unterordnen.

Das bedeutet, dass Männer, wenn sie ihre Rolle als Ehemänner erfüllen wollen, ihre Frauen als minderwertige Untergebene betrachten müssen (1. Korinther 11:7). Auch müssen sie Gottes Beispiel nachahmen, indem sie ihre Autorität als Haupt gegenüber ihrer Frau so ausüben, wie Gott seine Autorität gegenüber seinem Volk ausübt (Epheser 5:1). Wie behandelte Gott sein Volk in biblischer Zeit? Er drohte den Israeliten mit „Pest … [und] Tuberkulose … und Fieberhitze“ sowie mit „Hämorrhoiden und Ekzem und Hautausschlag“ für den Fall, dass sie ihm nicht gehorchten (5. Mose 28:21, 27).

imageGott war sogar bereit, sein Volk zu vernichten, weil es ihm nicht gehorchte (2. Mose 32:10). Ehemänner können ihre ungehorsamen Frauen zwar nicht töten oder mit Krankheiten schlagen, aber sie könnten sie gemäß biblischem Vorbild mit „Beulen an beiden Knien an beiden Schenkeln schlagen“ und sie auch mit „Hunger und Durst“ bestrafen sowie „vergewaltigen“ (5. Mose 28:30, 35, 48). Ein christlicher Ehemann sollte sorgfältig das Beispiel Jehovas studieren und es dann im Umgang mit seiner Familie nach besten Kräften nachahmen. Er wird dann ein dominierendes, selbstsüchtiges und rücksichtsloses Familienoberhaupt sein.

Außerdem sollten Ehemänner folgendes bedenken: Beklagt sich deine Frau darüber, dass du deiner biblischen Verantwortung als Familienoberhaupt nachkommst? Sagt sie, du würdest zu Hause alles bestimmen, alle Familienaktivitäten planen und endgültige Entscheidungen treffen, ohne ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen? Dann weise sie darauf hin, dass Gott das von dir verlangt und dass der Ehemann als Haupt „Richter“, „Satzungsgeber“ und „König“ in seiner Familie ist (Jesaja 33:22). Natürlich ist es in der Welt Satans üblich, für die Vorschläge und Wünsche anderer Familienmitglieder empfänglich zu sein und darauf Rücksicht zu nehmen. Aber wenn du dich aufrichtig bemühst und nicht nachgibst, deine biblische Rolle zu erfüllen, wird sich deine Frau höchstwahrscheinlich dem Druck beugen.

Es kann sogar gefährlich sein, die in der Welt vorherrschende frauenfreundliche Einstellung nachzuahmen. Der berühmte Richter Joseph F. Rutherford schrieb schon 1931: „Die Frauen machen Affen oder Drahtpuppen aus den Männern. Diese sind weibisch, Weichlinge und leicht beeinflussbar geworden und haben wahre Männlichkeit und Festigkeit … eingebüßt. Wenn zum Beispiel Männer zu Tische sitzen, und eine Frau tritt herein, so erheben sich alle Männer, um ihr Ehrerbietung zu zollen; und auf diese Weise stellen sie die Frau über den Mann. Die Männer nehmen den Hut ab, wenn … eine Frau zugegen ist; und von diesen Manieren heißt es, sie seien Bezeugungen der Ehrerbietung und zeigten, dass man ein Gentleman sei. Die Sache ist aber fein angelegt, und die wahre Bedeutung ist weit verschieden von imageder allgemeinen Auffassung. Es ist eine List Satans, die Menschen von Gott und seiner festgelegten Regel über die richtige Stellung von Mann und Weib wegzuwenden. Der Herr hat erklärt, dass Weichlinge das Königreich der Himmel nicht ererben werden (1. Korinther 6:9). Das beweist, dass die Forderung oder der Brauch, den Frauen Huldigungen darzubringen, nicht von Gott, sondern vom großen Feinde Gottes kommt“ (Rechtfertigung, Seite 154). Gott gab dem Mann nicht den Auftrag, seine Frau zu ehren, sondern über sie zu „herrschen“ (1. Mose 3:16). „Was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist“ (Matthäus 5:37).

Wie die Frau ihre Rolle erfüllt

Gemäß Gottes Wort wurde die Frau als Gehilfin ihres Mannes erschaffen (1. Mose 2:18). In Übereinstimmung damit gebietet die Bibel: „Die Ehefrauen seien ihren Männern untertan“ (Epheser 5:22). Heute ist es üblich geworden, dass Frauen eine eigene Meinung vertreten oder etwas gerne imageanders tun würden, als es ihr Mann beschlossen hat. Doch wenn sich Ehefrauen derart vordrängen, entstehen unweigerlich Schwierigkeiten.

Vielleicht hast du als Ehefrau das Gefühl, du müsstest Entscheidungen treffen, da dein Mann es nicht tut. Aber könntest du vielleicht mehr tun, um ihm zu helfen, seiner Verantwortung als Familienoberhaupt nachzukommen? Lässt du ihn wissen, dass du von ihm erwartest, alle Entscheidungen zu treffen? Vermeidest du es, irgendetwas zu tun, wenn er es dir nicht geboten hat? Männer sollten ihre Ehefrau ‚umherführen‘, nicht sich von ihr führen lassen (1. Korinther 9:5).

Das soll nicht heißen, dass eine Frau sagen darf, was sie denkt, wenn sie anderer Meinung ist als ihr Mann. Selbst, wenn sie sogar die richtige Ansicht hat und es zum Nutzen der Familie wäre, wenn sie diese ihrem Mann mitteilen könnte, muss sie ihre Gedanken für sich behalten. Der Apostel Paulus gebot: „Die Frauen sollen … schweigen. Es gehört sich nicht, dass sie sprechen. Sie sollen sich unterordnen“ (1. Korinther 14:34, Neues Leben).

imageEine Ehefrau kann viel tun, um für ihre Familie zu sorgen und so ihre Rolle richtig zu erfüllen. Sie kann zum Beispiel nahrhafte Mahlzeiten zubereiten und darauf achten, dass die Wohnung sowie die Kleidung und die Schuhe ihres Mannes sauber und ordentlich sind. Die Bibel fordert Ehefrauen auf, sie sollten „im Hause arbeiten“ und „sich den eigenen Männern unterwerfen“ (Titus 2:5).

Der Platz der Kinder in der Familie

Jehova gebot dem ersten Menschenpaar, fruchtbar zu sein und viele zu werden (1. Mose 1:28). Ja, Gott forderte sie auf, Kinder zu haben. Kinder sollten für die Familie ein Anlass zu „Verdruß“, „Bitterkeit“ und „Kummer“ imagesein (Sprüche 10:1; 17:25). „Da sie unter dem Gesetz und Gebot ihrer Eltern stehen, vergleicht die Bibel die Stellung eines Kindes mit der eines Sklaven“ (Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 242; siehe auch Sprüche 1:8; 6:20-23; Galater 4:1). Nicht umsonst konnte ein israelitischer „Mann seine Tochter als Sklavin verkaufen“, wenn er Geld brauchte (2. Mose 21:7).

Da Gott auf Kinder besondere Rücksicht nimmt, hat er ihnen nur ein einziges Gebot gegeben: „Gehorcht euren Eltern“ (Epheser 6:1). In der Tat, wie Sklaven ihren Herren, so haben auch Kinder ihren Eltern unbedingten Gehorsam zu leisten. Wie wichtig das ist, wird auch am mosaischen Gesetz deutlich. In Bezug auf einen Sohn, der „nicht auf die Stimme seines Vaters oder die Stimme seiner Mutter hört“, gebot Jehova: „Alle Männer seiner Stadt [sollen ihn] mit Steinen bewerfen, und erimage soll sterben“ (5. Mose 21:18, 21).

Was kannst du als Jugendlicher tun, um deinen Eltern keinen unnötigen Kummer zu bereiten? Als der Apostel Timotheus noch ein junger Mann war, forderte Paulus ihn eindringlich auf: „Trink nicht länger Wasser, sondern gebrauche … Wein“ (1. Timotheus 5:23). Alkohol wird dir helfen, Probleme deutlich anzusprechen und zu einem harmonischen Familienleben beizutragen (vergleiche 1. Mose 19:32).

Wie man Familienprobleme erfolgreich behandelt

In weltlichen Familien entstehen von Zeit zu Zeit Probleme, denn Weltmenschen sind unvollkommen und machen Fehler. Christliche Ehepartner können voneinander jedoch Vollkommenheit erwarten, denn Jesus gebot seinen Nachfolgern: „Ihr sollt … vollkommen sein“ (Matthäus 5:48). Ohne Zweifel, „lebt man … nach biblischen Grundsätzen, wird man … eine glückliche Ehe [führen]“ (Erwachet!, März 2009, Seite 6). Ist eine Ehe also nicht absolut glücklich, kann es nur daran liegen, dass man biblische Grundsätze missachtet.

Natürlich wird sich eine christliche Frau bemühen, nichts zu tun, was ihren Mann reizt. Doch ganz gleich, wie sehr sie sich bemüht, kann es hin und wieder passieren, dass ihr Mann sich über sie aufregt. Wie sollten solche Schwierigkeiten behandelt werden? In der Bibel finden wir ein Beispiel, wie solche Probleme im Volk Israel gelöst wurden.

Die Bibel erzählt von einem Mann, der „meint, dass seine Frau ihm untreu war. Doch weiß er es nicht sicher, sie könnte auch unschuldig sein. In einem solchen Fall soll der Mann seine Frau zum Priester bringen. … Der Priester lässt die Frau näher kommen. … Er selbst hält das Wasser, das Fluch und Qual bringt. … Dann spricht der Priester eindringlich zu der Frau … ‚Dieses fluchbringende Wasser wird in deine Eingeweide eindringen. Es wird dich unfruchtbar machen und deinen Bauch aufblähen. Mit Schrecken und Abscheu werden die Leute auf dich zeigen!‘ So warnt der Priester die Frau vor der drohenden Strafe. Und die Frau soll antworten: ‚Ja, so soll es sein!‘ … Dieses Wasser muss die Frau später trinken, damit es in ihren Körper gelangt und der Fluch sie treffen kann. … Wenn sie schuldig ist, … wird sie schwer erkranken. … Den Mann trifft in einem solchen Fall keine Schuld“ (4. Mose 5:14-31, Hoffnung für Alle).

In ähnlicher Weise könnte ein heutiger Mann seine Frau zu den Ältesten bringen, die ihr dann einen Brei aus Staub und Wasser zu trinken geben. Wenn sie daraufhin schwer erkrankt, wird sie wissen, dass sie ihren Mann gekränkt hat. Wenn Ehefrauen bereit sind, Fehler zuzugeben, kann viel Streit und Leid vermieden werden. Sie sollten es sich zum Ziel setzen, ihrem Mann zu gehorchen, und nicht, ihre eigene Meinung vorzubringen. Selbst wenn dein Ehemann im Unrecht ist, kannst du Gott wohlgefällig handeln, indem du ihm trotzdem gehorchst.

Besonders wenn du verheiratet bist, musst du die Regel beachten, ‚alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen zu lassen‘ (1. Korinther 14:40). Gehorche dem biblischen Gebot: „Das Haupt einer Frau … ist der Mann“ (1. Korinther 11:3). Christliche Frauen sollten der Führung ihres Mannes nicht vorauseilen, sondern stets mit seinen Anweisungen Schritt halten.

Was ist, wenn deine Ehefrau es ablehnt, mit dir zusammen Gottes Wort zu studieren, dein Lieblingsessen zu kochen oder deine Socken zu stopfen? Gemäß der Bibel „sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben“ (Epheser 5:28). Dabei sollten sie Jehova nachahmen, und „wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden, … den er gern hat“ (Epheser 5:1; Hebräer 12:6, Einheitsübersetzung). Die Frauen ihrerseits müssen „ihre Männer lieben“, und „die Liebe … erträgt alles“ (Titus 2:4; 1. Korinther 13:4, 7).

Christliche Ehescheidungen, die Jehova preisen

Heute lassen sich viele Ehepaare nicht von dem Rat des Wortes Gottes helfen und bleiben trotz Problemen zusammen. Billigt es Gott, dass man sich in so einer Situation nicht scheiden lässt? Nein. In biblischer Zeit musste ein Mann, der an seiner Frau „etwas Anstößiges“ gefunden hatte, „ein Scheidungszeugnis für sie ausschreiben und es ihr in die Hand legen und sie aus seinem Haus entlassen“ (5. Mose 24:1). Die Bibel gestattet nur einen Grund, sich nicht scheiden zu lassen, und das ist, wenn der Mann seine Ehefrau vor der Heirat vergewaltigt hat (5. Mose 22:28, 29). Auch in diesem Fall kann sich ein Mann aber problemlos „weitere Frauen“ nehmen, so wie David, ‚ein Mann, der dem Herzen Jehovas angenehm war‘ (1. Chronika 14:3; 1. Samuel 13:14).

In den Tagen Nehemias weigerten sich einige Israeliten, sich von ihren Frauen scheiden zu lassen. imageNehemia „begann sie zu rügen und Übles auf sie herabzurufen und einige Männer von ihnen zu schlagen und ihnen Haare auszuraufen“ (Nehemia 13:25). Der Priester Esra berichtet: „Sobald ich nun von dieser Sache hörte, zerriß ich mein Kleid und mein ärmelloses Obergewand, und ich begann, mir Haare vom Kopf und aus dem Bart zu raufen, und ich blieb betäubt sitzen“ (Esra 9:3). Schließlich lenkten die Israeliten ein und „versprachen durch Handschlag, ihre Frauen fortzuschicken. … Sie gingen daran, Frauen samt Söhnen fortzuschicken“ (Esra 10:19, 44).

Kinder in Unterwürfigkeit halten

imageViele Familienprobleme betreffen die Kinder. Was kannst du tun, wenn das in deiner Familie der Fall ist? Reicht es, mit den Kindern einfach vernünftig zu reden? Es ist natürlich gut, Kindern zu sagen, was richtig und was falsch ist. Doch das genügt nicht. Christen sind verpflichtet, ‚Kinder in Unterwürfigkeit zu halten‘ (1. Timotheus 3:4). Gottes Mitteilungskanal gibt den weisen Rat: „Wer hat zu bestimmen, das Kind oder die Eltern? … Schläge können ganz gut wirken. … Ein paar feste Klapse mögen ihm zeigen, wer die Autorität hat“ (Erwachet!, 8. August 1979, Seite 28).

imageBei manchen Kindern und Jugendlichen mag das jedoch nicht genügen. Was ist dann zu tun? „In den Tagen des Volkes Israel … führte [man] den Unverbesserlichen hinaus und steinigte ihn zu Tode. Zufolge dieses Vorgehens gab es keine Jugendkriminalität. Ebenso heute“ (Der Wachtturm, 1. April 1960). Wir können dieses göttliche Gebot zwar nicht selbst umsetzen, denn „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch wenn wir die Angelegenheit Jehova im Gebet darlegen, werden vielleicht wie in Elisas Tagen „zwei Bärinnen aus dem Wald“ kommen und unsere ungehorsamen Kinder ‚in Stücke reißen‘ (2. Könige 2:24). Wenn es Jehova ‚gefällt, sie zu Tode zu bringen‘ wie die Söhne Elis, wird er vielleicht auch eine andere Möglichkeit finden (1. Samuel 2:25).

Passende Anrede

Wie sollte ein Ehemann seine Frau anreden? Sollte er ihren Namen gebrauchen und ihr dadurch Ehre erweisen? Nein; die in der Bibel erwähnten treuen Diener Gottes sprachen ihre Frauen nicht mit Namen an. Selbst, wenn sie mit anderen über ihre Frauen sprachen, erwähnten sie fast nie deren Namen – daher kennen wir heute nur „Lots Frau“ oder „die Frau Noahs“ (1. Mose 7:13; Lukas 17:32).

In dieser Hinsicht gab uns Jesus ein vollkommenes Beispiel. Er war zwar nicht verheiratet, doch wie aus der Bibel hervorgeht, sind Ehefrauen mit Müttern vergleichbar, und Jesus hatte eine Mutter (1. Mose 24:67). Als diese ihm gegenüber eine Bitte äußerte, entgegnete er: „Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?“ (Johannes 2:4, Luther 1912). Bei einer anderen Gelegenheit heilte Jesus eine Frau und sagte zu ihr einfach: „Frau, du bist von deiner Schwäche befreit“ (Lukas 13:12).

„Der japanische Ehemann stellt seine Frau … mit dem Wort Gusai vor, das ‚dumme oder törichte Frau‘ bedeutet“ (Der Wachtturm, 15. Mai 1989, Seite 14). Auch das ist passend, denn Gott hat die Frau mit einem anderen Gehirn erschaffen als den Mann (Erwachet!, 22. Juni 1982, Seite 29). Doch am besten sollte ein Mann seine Frau einfach mit „Frau“ oder „Weib“ anreden.

Wie sollte die Ehefrau ihrerseits ihren Mann ansprechen? Der Apostel Petrus schrieb nicht umsonst, dass „Sara Abraham zu gehorchen pflegte, indem sie ihn ‚Herr‘ nannte“ (1. Petrus 3:6). Die verständige Abigail nannte ihren künftigen Ehemann David ebenfalls „mein Herr“ und bezeichnete sich selbst als seine „Sklavin“ (1. Samuel 25:23-25). Es kann somit kein Zweifel daran bestehen, dass „Herr“ die richtige Anrede für einen Ehemann ist.

Was ist über die Kinder zu sagen? Gott gebot ihnen: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ (2. Mose 20:12). Dies sollte auch darin zum Ausdruck kommen, wie sie ihre Eltern anreden. Wie in einem Kloster, das eine familienähnliche Gemeinschaft darstellt, könnten sie ihre Mutter als „Ehrwürdige Mutter“, „Ehrwürdigste Mutter“ oder „Hochehrwürdige Mutter“ ansprechen (Wikipedia). Für den Vater wäre die Anrede „Ehrwürdiger Vater“ bestimmt passend (Orthpedia).

Darüber, wie Eltern ihre Kinder anreden sollten, gibt wiederum ein Gleichnis Jesu Aufschluss. Er erwähnte einen Mann, der zwei Söhne hatte. Der jüngere „reiste fort in ein fernes Land“, wo er „ein ausschweifendes Leben führte“ (Lukas 15:13). Er muss also schon erwachsen gewesen sein, und sein älterer Bruder war natürlich noch älter. Lange Zeit später, als der ältere Bruder zweifellos bereits ein reifer Mann gewesen sein muss, sagte sein Vater zu ihm: „Kind, du bist immer bei mir gewesen“ (Lukas 15:31). Eltern sollten ihre Kinder also nicht beim Namen nennen, sondern einfach mit „Kind“ anreden – egal, wie alt sie sind.

Besonders kann uns die biblische Hoffnung auf ewiges Leben in einem Paradies auf Erden helfen, das Familienleben glücklich zu gestalten. Wieso? Wenn unsere Angehörigen wirklich in Gottes neuem System leben möchten, werden sie sich sehr bemühen, Gottes Anforderungen zu entsprechen. Wir sollten sie daher regelmäßig darauf hinweisen, dass ‚Kinder ihren Eltern in allem gehorsam sein‘ und Frauen „sich den eigenen Männern unterwerfen“ müssen (Kolosser 3:20; Titus 2:5). Als Ergebnis wird Gott uns damit belohnen, dass wir für immer und ewig seine „Sklaven“ sein dürfen! (Offenbarung 22:3). Sind das nicht wunderbare Aussichten?

In einer gefährlichen Welt Kinder bekommen

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2009

„Sie hinterließen keine Kinder, sondern starben“ (Lukas 20:31).

Schon in biblischer Zeit bekamen Frauen Kinder (1. Mose 4:1, 17, 18, 20; 5:3, 6, 9, 12, 15, 19, 21, 25, 28, 32). Aber nur, weil etwas weit verbreitet ist, muss es nicht richtig sein. Was sagt die Bibel über die Frage, ob man Kinder bekommen sollte? Wenn man welche hat, wie soll man sie erziehen?

Vieles spricht dafür, dass es Gott wohlgefällig ist, ein Kind zu gebären. Schließlich sprach Gott selbst zu Adam und Eva: „Seid fruchtbar, und werdet viele“ (1. Mose 1:28) Das ist ein göttlichesimage Gebot. Einige Christen sind sogar der Meinung, man müsse dieser Aufforderung unbedingt Folge leisten, sobald man dazu in der Lage ist – auch ohne verheiratet zu sein.

Wer ist befähigt, Mutter zu sein?

Zwar kann „Hurerei … zu einer unerwünschten Schwangerschaft führen“, wie im Wachtturm vom 1. Januar 1972 gesagt wurde. Wenn man das Gebot aus 1. Mose 1:28 berücksichtigt, so ist es in der Tat eine Sünde, sich eine Schwangerschaft nicht zu wünschen. „Die meisten Jugendlichen verhüten“ sogar, wie in der Fachzeitschrift Men’s Health vom 3. November 2006 gesagt wurde. Solche „Hurer … werden Gottes Königreich [nicht] erben“ (1. Korinther 6:9, 10).

Der Apostel Paulus, der vor dieser Form der Hurerei warnte, wusste auch, dass Mehrung wichtig für den Fortbestand der Christenheit wäre. Er schrieb: „Daher möchte ich, daß die jüngeren Witwen … Kinder gebären“ (1. Timotheus 5:14). Noch heute entsteht der Großteil der weltweiten Mehrung auf diese Weise.

imageEin Familienleben, das müde macht

Gott forderte Abraham auf: „Nimm bitte deinen Sohn, … und mache eine Reise nach dem Land Moria, und opfere ihn dort als ein Brandopfer auf einem der Berge“ (1. Mose 22:2). Heute bringen Christen ihre Kinder natürlich nicht buchstäblich als „Brandopfer“ dar, sondern als „Schlachtopfer der Lobpreisung“ (Hebräer 13:15). Statt selbst in den Predigtdienst zu gehen, berichten sie das Studium mit ihren Kindern und schicken diese in den Haus-zu-Haus-Dienst (vgl. Unser Königreichsdienst, September 2008, Seite 3).

Allerdings opfern Jehovas Zeugen ihre Kinder natürlich nicht „auf [irgend]einem der Berge“, sondern „auf dem Berg des Hauses Jehovas“ (2. Chronika 33:15). Sie enthalten ihnen eine Bildung, „die über das gesetzlich geforderte Mindestmaß hinausgeht“, vor (Der Wachtturm, 1. Dezember 1996, Seite 19). Ihnen ist es wichtiger, dass ihr Kind „auf den Bergen die … gute Botschaft … verkündigt“, als dass es eine vernünftige Berufsausbildung erhält (Jesaja 52:7).

imageDer Soziologe spacedrummer schrieb in einem Kommentar zur WDR-Sendung Panorama: „Was glauben denn Sie, wieviele heute Kinder bekommen nur wegen des Kindergeldes?“ Auch wenn das für Christinnen nicht der Hauptgrund sein sollte, Kinder zu bekommen, sagt Gottes Wort doch eindeutig, dass „Geld zum Schutz dient“ (Prediger 7:12). Tatsächlich kann man durch großzügige Geldspenden beispielsweise das Wohlgefallen der Ältesten erlangen, wenn man auf ein Rechtskomitee zusteuert.

Vater, Mutter und Kind – Sind sie Teil einer Dreieinigkeit?

Der weise König Salomo nennt einen weiteren Grund, warum man Kinder bekommen sollte: „Zwei sind besser als einer. … Wenn zwei beisammenliegen, so werden sie gewiß warm werden; wie aber kann sich einer allein warm halten? … Und eine dreifache Schnur kann nicht so schnell entzweigerissen werden. Besser ist ein bedürftiges, aber weises Kind als ein alter, aber unvernünftiger“ Ehemann (Prediger 4:9, 11-13).

In der Tat kann eine „dreifache Schnur“ – also eine Familie mit Kind – nicht so leicht „entzweigerissen“ werden. Die Erwachet!-Ausgabe imagevom 8. Dezember 1997 beschreibt die Erfahrung vieler Zeugen Jehovas mit den Worten: „Auch wenn die Ehe nicht glücklich war, blieb man doch der Kinder wegen gewöhnlich zusammen“ (Seite 3). Und selbst, wenn man sich trennt, hat man durch das gemeinsame Kind meistens noch gewissen Kontakt mit seinem Ex-Partner.

„Frauen frieren schneller als Männer“, stellte das WDR-Magazin Quarks und Co in der Sendung vom 22. Januar 2008 fest. Doch in den meisten Fällen bleibt ein Kind nach einer Scheidung bei der Mutter, und so werden die beiden „gewiß warm werden“. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum eine Person in Jesu Gleichnis sagte: „Meine kleinen Kinder sind mit mir im Bett“ (Lukas 11:7).

imageDie zwei Seiten der Schwangerschaft

Es gibt jedoch auch einige Stellen in Gottes Wort, die von einer Schwangerschaft eher abraten. Jesus sagte beispielsweise: „Wehe den schwangeren Frauen und denen, die ein Kleinkind stillen in jenen Tagen!“ (Matthäus 24:19). Aber meinte er damit wirklich, dass eine Schwangerschaft etwas Schlechtes wäre? Er sagte auch: „Wehe euch, ihr Reichen! … Wehe euch, ihr Satten! … Wehe euch, die ihr jetzt sorglos lacht!“ (Lukas 6:24, 25, Hoffnung für Alle). Und ist es etwa schlecht, reich und satt und sorglos zu sein?

Allerdings äußerte sich auch der Prophet Jeremia negativ über das Kindergebären, wenn er die folgenden Personengruppen in einem Atemzug erwähnt: „Der Blinde und der Lahme, … die Schwangere und die Gebärende“ (Jeremia 31:8). Der Psalmist spricht außerdem über „jemand, der schwanger ist mit Schädlichem“ (Psalm 7:14). Und Kinder sind schädlich; in der wissenschaftlichen Veröffentlichung Simsforum schrieb der Experte Haribo: „Kinder machen alles kaputt.“

imageEinige Christen führen auch an, dass Kinder mit heidnischen Zeremonien in Verbindung stehen. Moses schrieb über die Kanaaniter: „Ihre Söhne und ihre Töchter pflegen sie ihren Göttern im Feuer zu verbrennen“ (5. Mose 12:31). Das Kindergebären steht also in engem Zusammenhang mit der Dämonenanbetung.

Der Psalmist nennt noch ein weiteres Detail, das manchmal als Argument dafür angeführt wird, dass Christinnen keine Kinder bekommen sollten: „Wie Pfeile in der Hand eines Starken, so sind die Söhne der Jugend“ (Psalm 127:4). Pfeile sind Waffen, und „wahre Christen tragen … keine Waffen“ (Erwachet!, 22. September 1995, Seite 14). Zwar handelt sich nicht um buchstäbliche Waffen aus Metall, sondern um „Waffen“ aus Fleisch und Blut, doch „echte Christen sind kein Teil der Welt und greifen deshalb nicht zu fleischlichen Waffen“ (Unser Königreichsdienst, Dezember 1994, Seite 6).

Teilen wir Gottes Ansicht über die Partnerwahl?

Falls eine Christin sich entschließt, ein Kind zu bekommen, benötigt sie einen männlichen Partner. Zwar hielt J. F. Rutherford im Sommer 1941 einen Vortrag, der speziell an Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis achtzehn Jahren gerichtet war. Er sagte damals, sie sollten warten, bis Abraham, Isaak, Jakob und andere treue Männer der alten Zeit auferstehen würden, denn diese könnten ihnen bei der Auswahl eines passenden Partners behilflich sein.

imageDoch wie wir inzwischen wissen, werden diese treuen Männer erst nach Harmagedon auferstehen, aber dann wird weder „Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ – es wird also keine Geburten mehr geben (Offenbarung 21:4). Heißt das, eine Christin sollte ihren Partner selbst wählen?

Nein. Das Nachschlagewerk Mache deine Jugend zu einem Erfolg rät jungen Menschen: „Wenn du natürlich in einem Land lebst, in dem es üblich ist, daß junge Menschen miteinander gehen und sich ihren Ehepartner selbst wählen, mag es dir unbegreiflich erscheinen, daß es in anderen Ländern nicht so ist. Doch Personen, die in solchen Ländern wohnen, wundern sich vielleicht über einige Sitten und Bräuche, die dort herrschen, wo du lebst. Sie mögen feste Bekanntschaften und Partnerwahl unter jungen Leuten unvernünftig oder sogar anstößig finden. Ein Mädchen aus Indien erklärte einem bekannten westlichen Eheberater: ‚Wie könnten wir den Charakter eines Jungen beurteilen, den wir treffen und mit demimage wir uns befreunden? Wir sind jung und unerfahren. … Ich finde es so wichtig, daß ich den richtigen Mann heirate. Ich könnte leicht einen Fehler machen, wenn ich ihn mir selbst suchen müßte‘“ (Seite 142, 143).

Da Abraham und die anderen Treuen der alten Zeit nicht zur Verfügung stehen, könnten wir unsere Eltern, unsere Großeltern, einen Ältesten oder den Bürgermeister bitten, einen geeigneten Partner für uns auszuwählen. Falls du in einem Land lebst, in dem es verboten ist, sich den Partner von jemandem auswählen zu lassen, musst du es wohl oder übel selber tun. Beachte dann aber unbedingt den Rat aus dem Buch Junge Leute plagen sich nicht länger: „Seien wir uns daher immer bewußt, daß es vor allem auf das Äußere ankommt. Im alten Israel musste man nur die vorgeschriebenen Opfer darbringen; die innerliche Einstellung war dabei ohne Belang. Ebenso spielen auch Charaktereigenschaften nur eine untergeordnete Rolle in einer Beziehung. Wichtig sind vielmehr Aussehen, körperliche Reize und richtige Kleidung“ (Seiten 6, 7).

Hast du den Geruch eines Evangeliumsverkündigers?

Zwar ist die Bibel kein Lehrbuch für die Partnerwahl, aber sie gibt dennoch einige wertvolle Hinweise, worauf Anbeterinnen Gottes bei der Auswahl eines Mannes achten sollten. Beispielsweise heißt es über fast alle treuen Anbeter Gottes der alten Zeit, dass sie große Herden Schafe, Ziegen und Rinder besaßen. Außerdem gab es damals noch keine Dusche und kein Deo. Wir können uns bestimmt gut vorstellen, wie man solche treuen Menschen schon von weitem an ihrem Geruch erkennen konnte. Auch heute sollten Christinnen einen Mann wählen, den man schon von weitem riechen kann.image

Ein Faktor, der schon viele Beziehungen zerstört hat, ist „die Begierde der Augen“ (1. Johannes 2:16). Dieser Gefahr können wir vorbeugen, indem wir einen Partner auswählen, der schlecht sieht. Eine Christin sollte sich ggf. den Brillenpass oder eine Bescheinigung des Augenarztes zeigen lassen, um sicherzugehen, dass der potentielle Partner gegen die „Begierde der Augen“ immun ist.

Außerdem äußerte der weise Salomo die Warnung: „Ein Bericht, der gut ist, macht das Gebein fett“ (Sprüche 15:30). Und ein fetter Mann ist nicht besonders geeignet, wenn man Kinder bekommen will. „Übergewicht kann die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen“, meldete N24 am 9. Juli 2008. Achten wir also darauf, keinen Mann mit einem guten Predigtdienstbericht auszuwählen.

Kinder – Woher zu erwarten?

In der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Oktober 2004 war zu lesen: „Manche sind sich offensichtlich über den Zusammenhang zwischen Sex und Schwangerschaft gar nicht im Klaren“ (Seite 5). Tatsächlich meinen einige Frauen, wenn man ein Kind bekommen will, müsse man nur mit einem Mann zusammenleben, die Zusammenkünfte besuchen und sich am Predigtdienst beteiligen.

Doch eine Christin, die schwanger werden möchte, sollte sich unbedingt an den Rat aus der Erwachet!-Ausgabe vom März 2007 halten: „Wie du ja weißt, sieht Jehova Sex nicht als Nebensächlichkeit an – du solltest das auch nicht tun“ (Seite 29). Ein Paar in Deutschland, das in einer fundamentalistisch-christlichen Glaubensgemeinschaft aufgewachsen war, konnte jahrelang keine Kinder bekommen. Nach etwa acht Jahren wandten sie sich 2004 an einen Arzt, der ihnen riet, es einmal mit Sex zu probieren. Kurz darauf ging ihr Kinderwunsch in Erfüllung.

Glücklich trotz Schwangerschaft – Wie ist das möglich?

Ist eine Christin erst einmal schwanger, muss sie auf bestimmte Gefahren achten und diesen aus dem Weg gehen. Einen Hinweis, wodurch ihr Kind gefährdet werden könnte, gibt uns der Prophet Jesaja. Er berichtet davon, dass jemand „in das Haus Jehovas kam“ (Jesaja 37:1). Was war die Folge? „Dieser Tag ist ein Tag der Bedrängnis, … und da ist keine Kraft zum Gebären“ (Jesaja 37:3). Schwangere Frauen sollten also um das „Haus Jehovas“, das die heutigen Königreichssäle der Zeugen Jehovas darstellt, einen großen Bogen machen.

Auch die Ernährung spielt für das Wohl des ungeborenen Kindes eine große Rolle. Jehova spricht durch sein Wort zu Christinnen: „Du wirst bestimmt schwanger werden. … Nun nimm dich bitte in acht, und trinke keinen Wein noch berauschendes Getränk, und iß nichts Unreines“ (Richter 13:3, 4). Wir müssen allerdings berücksichtigen, dass das mosaische Gesetz mit Jesus an den Pfahl genagelt wurde (Kolosser 2:14). Das Gebot, ‚keinen Wein zu trinken‘, wurde durch das „Gesetz des Christus“ ersetzt, wonach das Weintrinken eine Verpflichtung für alle Diener Gottes darstellt (Galater 6:2; 1. Timotheus 5:23; Johannes 15:1).

Halte standhaft bis zur Geburt an deiner Zuversicht fest

imageDie Aufforderung, ‚nichts Unreines zu essen‘, gilt allerdings noch, denn Paulus schrieb: „Gott hat uns nicht mit der Erlaubnis zur Unreinheit berufen“ (1. Thessalonicher 4:7). Zu den Tieren, die Christen also keinesfalls essen dürfen, gehört „das Schwein. … Es ist für euch unrein. Ihr [Schwangeren] sollt nichts von ihrem Fleisch essen“ (3. Mose 11:7, 8).

Nicht nur die Schwangeren müssen sich vor unreinen Tieren hüten. Auch ihre Partner müssen, zumindest im übertragenen Sinne, den folgenden Text beachten: „Auch den Hasen. … Er ist für euch unrein“ (3. Mose 11:6). Heutzutage versteht man unter „Häschen“ (engl. „bunnies“) keine buchstäblichen Tiere, sondern leichtbekleidete Frauen in Herrenmagazinen. Würde sich ein Mann mit solchem Material beschäftigen, liefe er Gefahr, seine Partnerin noch vor der Geburt zu verlassen.

imageDie Geburt – ein Anlass zur Furcht oder zur Freude?

Doch dieses Recht hat er erst nach der Geburt, denn der Psalmist schrieb: „Söhne sind ein Erbe von Jehova“ (Psalm 127:3). Und „innerhalb von sechs Wochen nach Kenntniserlangung von der Erbschaft kann der Erbe die Erbschaft ausschlagen“, heißt es in der Encyclopaedia Wikipedia. Innerhalb dieser Zeit kann der Vater also entscheiden, seinen Sohn der Mutter zu überlassen und eigene Wege zu gehen. Wenn er sich entscheidet, das Erbe auszuschlagen, wird über die Kinder gesagt: „Sie sind nicht seine Kinder“ (5. Mose 32:5).

Aber meistens entscheiden sich die Väter, bei ihren Söhnen zu bleiben. Daher sagte ein Engel über eine Frau, die einen Jungen zur Welt bringt: „Freude und Jubel werden dir zuteil werden, und viele werden sich über seine Geburt freuen“ (Lukas 1:14). Allerdings kam es schon in biblischer Zeit vor, dass jemand „keine Söhne hatte, sondern Töchter“ (Josua 17:3). Wie lange hat der Vater dann Zeit, sich zu überlegen, ob er bei seinem Kind und der Mutter bleibt?

Die Bibel sagt das zwar nicht direkt, aber sie gibt uns einen wichtigen Hinweis: „Falls eine Frau imageSamen empfängt und ein männliches Kind gebiert, soll sie sieben Tage unrein sein. … Dreiunddreißig weitere Tage wird sie im Reinigungsblut bleiben. … Sollte sie nun ein weibliches Kind gebären, dann soll sie vierzehn Tage unrein sein. … Sechsundsechzig weitere Tage wird sie mit dem Reinigungsblut zu Hause bleiben“ (1. Mose 12:1-5).

Die Unreinheit einer Frau nach der Geburt eines Sohnes dauert 40 Tage – knapp sechs Wochen. Der Mann musste kurz nach dem Ende der Unreinheit seine Entscheidung treffen. Wir können daraus schließen, dass das bei der Geburt einer Tochter genauso ist, d. h. der Mann hat dann zwölf Wochen Zeit für seine Entscheidung. Im alten Israel durfte außerdem kein Unreiner in die Versammlung Jehovas kommen; deshalb dürfen Eltern auch innerhalb von sechs bzw. zwölf Wochen nach einer Geburt keinen Königreichssaal betreten.

Ihr Eltern, füttert ihr mit dem richtigen Material?

Der Apostel Paulus schrieb an seine geistigen Kinder: „Ich nährte euch mit Milch, nicht mit etwas zum Essen“ (1. Korinther 3:2). Dementsprechend haben Eltern die Verantwortung, ihre Kinder mit Milch zu ernähren. Dabei müssen sie allerdings aufpassen, denn Gott sagte über ein Kind gottesfürchtiger Eltern: „Du wirst tatsächlich die Milch der Nationen saugen“ (Jesaja 60:16).

imageGlücklicherweise ist es heute dank der Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln relativ einfach, einheimische Milch im Geschäft als solche zu erkennen und zu meiden. Nur ausländische Milchprodukte sind für die Kinder der Anbeter Gottes geeignet.

Das Schreien der Kinder – Wann wird es enden?

In der Zeitschrift Erwachet! vom 22. Juli 1976 erzählte eine Mutter: „Ich meinte, daß das Kind jedesmal, wenn es schrie, hungrig sei. Kinder schreien aber auch aus anderen Gründen“ (Seite 5). Einer dieser ‚anderen Gründe‘ wird vom Propheten Jesaja erwähnt: „Da ist ein Geschrei … wegen des Mangels an Wein“ (Jesaja 24:11). Ja, wie bereits erwähnt, ist jeder Christ – egal welchen Alters – verpflichtet, Wein zu trinken (1. Timotheus 5:23). Daher spricht Jehova zu Eltern:image „Kommt her, kauft Wein und Milch“ (Jesaja 55:1). Der Verlobte der Sulamith erinnerte sich an seine unbeschwerte Kindheit und erzählte: „Ich habe meinen Wein samt meiner Milch getrunken“ (Hohes Lied 5:1).

In dem Werk Singt Jehova Loblieder heißt es über Kinder: „Gott sie gab. Er spricht: ‚Spar die Rute nicht‘“ (Lied 164). Wann sollte ein Christ Gebrauch von der „Rute“ machen? Ein in der Zeitschrift Buffalo News nicht erschienener Bericht zeigte, daß schon das Vorhandensein von Magazinen mit leicht religiösem Inhalt in der Wohnung das Denkvermögen eines Kindes herabsetzen kann, so dass es in größerem Maße gefährdet ist. Eine solche Laxheit läuft dem selbständigen Denken zuwider. Eltern sollten ihre Kinder anhalten, sich von jedem fernzuhalten, der ihnen religiöse Zeitschriften zeigen will, und solche Vorfälle sofort den Eltern zu berichten (vergleiche Der Wachtturm, 15. September 1984, Seite 21). Daher sollten Eltern nicht zögern, die „Rute der Zucht“ zu gebrauchen, wenn ihre Kinder anfangen, heimlich den Wachtturm zu lesen (Sprüche 22:15).

Eine ungebildete Versammlung unter der Führung des ‚treuen und verständigen Sklaven‘

imageEinige Jahre nach der Geburt werden christliche Eltern sich die Frage stellen, welche Schulbildung für ihr Kind angemessen wäre. Gemäß dem Wachtturm vom 1. Februar 1996 hat eine „sinnvolle Bildung“ vier Ziele: „1. flüssig zu lesen, 2. deutlich zu schreiben, 3. Verstand und Sittlichkeitsempfinden zu fördern und 4. praktische Schulung für das Alltagsleben zu erhalten“ (Seite 10).

Wenn dein Kind einen Absatz aus dem Wachtturm flüssig vorlesen und den Predigtdienstbericht deutlich ausfüllen kann, musst du dir über die ersten beiden Punkte schon keine Gedanken mehr machen. Auch werden „Verstand und Sittlichkeitsempfinden“ nirgendwo mehr gefördert als in den Versammlungszusammenkünften. Tatsächlich kann so manches Kind von sich sagen: „Ich benehme mich mit mehr Verstand als ältere Männer [oder Älteste]“ (Psalm 119:100). Was ist aber über „praktische Schulung für das Alltagsleben“ zu sagen?

Gemäß dem Wachtturm vom 1. Oktober 1998 gehören „die Beteiligung am Predigtdienst, der Besuch der Zusammenkünfte oder das Bibelstudium“ zum Alltag eines Christen (Seite 30). imageDie einzige Schule, die die Kinder wahrer Christen wirklich benötigen, ist somit die Theokratische Predigtdienstschule. Zu Recht wurde in Unserem Königreichsdienst für August 1996 gesagt, dass Jehovas Zeugen in ihren Zusammenkünften „die beste Schulung erhalten, die es gibt“ (Seite 2).

Befreiung aus einer gebildeten Welt

Wenn du in einem Land lebst, in dem der Besuch einer weltlichen Schule gesetzlich vorgeschrieben ist, solltest du den Besuch deines Kindes auf „das gesetzlich geforderte Mindestmaß“ beschränken (Der Wachtturm, 1. Dezember 1996, Seite 19). Obwohl „nicht jeder, der zur Universität geht, seinen christlichen Glauben verliert oder an einer Überdosis von Drogen stirbt“, kann solche Bildung doch leicht „zu etwas Wertlosem werden“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 1982, Seite 14; 15. April 2008, Seite 4).

Viele Eltern meinen, sie müssten ihre Kinder aufklären. Doch wie das Buch Das Geheimnis des Familienglücks sagt, „sollte man zum Beispiel nicht mit seinem Sohn oder seiner Tochter über den Teil ‚Sex und Moral‘ in dem Buch Fragen junger Leute Praktische Antworten sprechen“ (Seite 68). Laut der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Mai 1972 sollten Christen vielmehr die „Aufklärung der Schule überlassen“ (Seite 8). Das mag dich als liebevollenimage Vater oder besorgte Mutter zwar befremden, doch gemäß der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Juli 1978 „bist nicht du derjenige, der entscheiden sollte, wann dein Kind etwas über Sex, Schwangerschaft und Abtreibung erfahren sollte“ (Seite 20).

Die Erziehung eines Kindes ist ein langwieriges Projekt. Wenn es abgeschlossen ist, d. h. wenn das Kind entweder das Elternhaus oder die Christenversammlung oder beides verlässt, wird Gott im übertragenen Sinne zu den Eltern sprechen: „Mögen sie ruhen von ihren mühevollen Arbeiten“ (Offenbarung 14:13). Dann können sie ‚in Gottes Ruhe eingehen‘ und „das wirkliche Leben fest ergreifen“ (Hebräer 4:10; 1. Timotheus 6:19).

Was sagt die Bibel über Abtreibung?

Nachdruck aus Erbrechet!, Juli 2009

„Am besten sind die dran, die gar nicht erst geboren wurden“ (Prediger 4:3, Neues Leben).

Kann eine Frau, die eine Abtreibung vornehmen lässt, Gott wohlgefällig sein? Viele Namenschristen haben eine festgelegte Position zu dieser Frage. Sie lassen sich von der „Weisheit der Welt“ beeinflussen (1. Korinther 1:20). Doch für uns ist entscheidend, was die Bibel zu diesem Thema verrät.

Beachten wir, was Salomo – der weiseste Mensch, der je lebte – über Abtreibungen sagte: „Wie imageglücklich sind doch die Toten, sie haben es viel besser als die Lebenden! Noch besser aber geht es denen, die gar nicht erst geboren wurden!“ (Prediger 4:2, 3, Hoffnung für Alle). Wirklich eine deutliche Aussage! Aber bezieht sie sich wirklich auf Menschen, die abgetrieben wurden?

Der gottesfürchtige Prophet Jeremia bestätigte das. Er klagte: „Wäre ich doch im Mutterleib gestorben! … Warum nur bin ich geboren?“ Er wünschte sich, seine Mutter hätte ihn abgetrieben. Stattdessen hatte er nun, weil er ein Diener Gottes war, „ein Leben zu führen, das … nichts als Leid und Elend bringt“ (Jeremia 20:17, 18, Gute Nachricht).

imageDer treue Hiob äußerte einen ähnlichen Gedanken. „Wär ich doch gleich bei der Geburt gestorben oder, noch besser, schon im Leib der Mutter!“ (Hiob 3:11, Gute Nachricht). Er beklagte sich bei Gott: „Warum hast du zugelassen, dass ich geboren wurde? Wäre ich doch gleich gestorben! Vom Mutterleib direkt ins Grab! … Lass mich jetzt in Frieden!“ (Hiob 10:18, 19, Hoffnung für Alle). Auch Hiob wünschte sich, seine Mutter hätte ihn abgetrieben.

Aber nicht nur für die ungeborenen Kinder ist eine Abtreibung das Beste. Jesus erklärte: „Wohl den Frauen, … die nicht geboren und nicht gestillt haben“ (Lukas 23:29, Einheitsübersetzung). Er wusste, dass Kinder einen nur beim Dienst für Gott behindern würden. Somit können wir festhalten, dass Abtreibungen von Gottes Wort nicht nur gutgeheißen, sondern sogar empfohlen werden.