Archiv der Kategorie: Harmagedon

Wann kommt Harmagedon?

Revidierter Nachdruck aus Erbrechet!, Oktober 2010

„Satan [glaubte], daß das tausendjährige Königreich im Jahre 1915 aufgerichtet werden sollte.“
(Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 164)

In Zion’s Watch Tower vom 1. März 1907 wurde auf Seite 97 das Datum für Harmagedon wie folgt berechnet: Gemäß 1. Mose 15:9 opferte Abraham „eine dreijährige Färse und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eineimage junge Taube“. Man ging davon aus, dass ein Vogel bis zum Alter von einem Jahr als „jung“ betrachtet wird, und dass die beiden Tauben deshalb ein Jahr alt waren. Somit hätte das Gesamtalter der Tiere elf Jahre (3 + 3 + 3 + 1 + 1) betragen.

Wenn man 360 Tage für ein Jahr rechnet, ergeben elf Jahre 3960 Tage. Nach der Regel „ein Tag für ein Jahr“ kommt man so auf 3960 Jahre, die von der Schließung des abrahamischen Bundes im Jahre 2045 v. u. Z. bis zum Jahr 1915 u. Z. dauern sollten. Die Laien-Heim Missionsbewegung erkannte später einen Rechenfehler und korrigierte das Datum auf den 17. April 1916, 18 Uhr (Die gegenwärtige Wahrheit und Herold der Epiphania Christi, Sommer 2003, Seiten 37, 38).

Nach Russells Tod im Jahr 1916 wurde Joseph F. Rutherford der neue Präsident der Wachtturm-Gesellschaft, und er wollte natürlich nicht, dass gleich nach seinem Herrschaftsantritt Harmagedon kommt oder daß die Patriarchen der alten Zeit auferstehen und ihm seine Herrschaft streitig machen. Daher stellte er fest, „daß Abrahams Vision, wann er das Königreich empfangen sollte, erst zehn Jahre nach dem Abschluß des Bundes gewährt wurde, das heißt, im Jahre 2035 vor Chr.“ und fügte hinzu: „Das Gesamtalter der zum Opfer dargebrachten Tiere betrug elf Jahre, die, wenn prophetisch nach der Rechnung von einem Jahre für einen Tag berechnet, 3960 Jahre ausmachen würden, und dies ist die Zeitlänge von der Zeit der Visionen bis zum Jahre 1925 n. Chr.“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 165).

Er verschob also den Beginn der 3960 Jahre um 10 Jahre nach hinten und gewann so Zeit bis zum Jahr 1925. Erst in diesem Jahr würden Abraham, Isaak und Jakob auferstehen und von Palästina und Beth-Sarim aus die Herrschaft über die ganze Erde übernehmen (siehe Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben, Seiten 79, 80; Die neue Welt, Seite 104). Glücklicherweise erfüllte sich die Prophezeiung nicht, und so konnte Joseph F. Rutherford bis zu seinem Tod selbst in Beth-Sarim residieren.

John Edgar, ein alter Freund von Charles Taze Russell, wollte sich mit Rutherfords Erklärung nicht zufrieden geben und fand eine andere Lösung: „Das Alter der beiden Tauben je ein Jahr rechnend, ergeben die fünf Tiere zusammen elf Jahre. Diese elf Jahre als prophetische betrachtend, bekommen wir eine Periode von 3960 Jahren (11 mal 360). Diese Zeitperiode beginnt mit dem Jahr 2026 v. Chr., da der Bund das erste Mal mit Abraham gemacht wurde, und endet mit dem völligen Schluss der Zeiten der Nationen“ (Abrahams Lebensgeschichte, 3. Ausgabe 1922, Seite 19). Statt zu behaupten, die 3960 Jahre hätten erst zehn Jahre nach der Einsetzung des abrahamischen Bundes begonnen, verlegte er diese Einsetzung einfach 19 Jahre nach vorne. Somit kam er, da er im Gegensatz zu Rutherford auch das nicht existierende Jahr 0 berücksichtigt hatte, auf das Jahr 1935.

Das Ende der „Zeiten der Nationen“, die Auferstehung Abrahams und somit der Beginn von Harmagedon wurden also für 1915, 1925 und 1935 vorhergesagt, doch in diesen Jahren ist nichts Besonderes passiert. Heißt das, dass die Grundlage für die Berechnung falsch ist? Haben Charles Taze Russell, Clayton J. Woodworth, Joseph F. Rutherford, John Edgar, Fred Franz und andere treue Männer eine Berechnung angestellt, die so gar nicht vorgesehen war? Nein, es ist absolut unvorstellbar, dass solche geisterfüllten Männer einem Fantasiegebilde hinterhergelaufen wären.

In Wirklichkeit waren die Berechnungen korrekt, doch aufgrund fehlender archäologischer Erkenntnisse konnte man damals die Lebenszeit Abrahams noch nicht richtig berechnen. Heute wissen wir, dass der abrahamische Bund weder 2045, noch 2035, noch 2026 eingesetzt wurde, sondern erst „am 14. Nisan 1943 v. u. Z. … trat offenbar der abrahamische Bund in Kraft“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 446). Demgemäß wird Harmagedon am 29. März 2018 kommen.

Sieben Jahre

imageWir müssen aber nicht acht Jahre warten, um die Erfüllung biblischer Verheißungen zu erleben. Wie in Band 2 der Schriftstudien angedeutet wird, las damals auch der Teufel den Wachtturm, und deshalb „glaubte Satan, daß das tausendjährige Königreich im Jahre 1915 aufgerichtet werden sollte; und ohne Zweifel wußte er auch, daß sieben Jahre vor der Zeit der Einsetzung dieses Königreiches die Fesseln, welche die bösen Geister so lange in Schranken gehalten hatten, gelöst werden sollten“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 164). Außerdem glaubten er und die Bibelforscher, „daß die Stunde der Wehen des Namen-Zions für das Passah im Jahre 1918 festgesetzt ist“, nämlich „sieben Jahre vor 1925“. Zu dieser Zeit sollten viele Namenschristen „der Vernichtung vonseiten der erbosten Volksmassen zum Opfer fallen, die später von demselben Schicksal ereilt werden“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 165).

Sieben Jahre vor dem Ende der „Zeiten der Nationen“ würden also die Dämonen freigelassen werden und für Verwirrung unter den Bibelforschern sorgen. Außerdem würde Gott zu dieser Zeit anfangen, „die Kirchen zu zerstören und die Kirchenmitglieder nach Millionen zu vernichten“; die Überlebenden würden danach „die Schriften Pastor Russells in die Hände bekommen“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1918, Seite 642).

Da die „Zeiten der Nationen“ erst 2018 vorbei sein werden, begannen diese Ereignisse am 14. Nisan oder 17. April 2011 (nach Sonnenuntergang). An diesem Abend feierten Jehovas Zeugen das Gedächtnismahl, und bestimmt stöberten einige der Anwesenden in der Versammlungsbibliothek, wo sie ‚die Schriften Pastor Russells in die Hände bekamen‘ und daraufhin beschlossen, die Gemeinschaft zu verlassen.

Nach dem 17. April 2011 fing Gott schließlich an, die Kirchen und ihre Mitglieder zu vernichten. Er bedient sich dabei der Atheisten, die sich schon seit einigen Jahren um Richard Dawkins, Michael Schmitt-Salomon und andere antireligiöse Vordenker versammeln.

imageWas ist, wenn das Jahr 2018 verstreicht, ohne dass Harmagedon kommt? Das ist zwar nicht möglich, weil dieses Jahr eindeutig in der Schrift gekennzeichnet ist (vergleiche Der Wachtturm, Januar 1923, Seite 15). Doch falls es trotzdem so käme, wären die Berechnungen dennoch nicht falsch. In diesem Fall hätten Russell und seine Nachfolger lediglich eine Kleinigkeit übersehen.

Die ursprüngliche Berechnung der elf Jahre stammte nämlich gar nicht von Russell selbst, sondern entspringt einem Leserbrief von Geo. Matthews aus Ohio. Dabei handelte es sich zweifellos um einen treuen Bibelforscher, aber im Gegensatz zu Russell war dieser Mann kein Mitteilungskanal Gottes. Daher unterlief ihm möglicherweise ein Fehler, als er behauptete: „Ein Vogel wird üblicherweise bis zum Alter von einem Jahr als jung betrachtet.“

In Wirklichkeit handelte es sich nämlich nicht um irgendwelche ‚Vögel‘, sondern um Tauben. Tauben können bis zu 20 Jahre alt werden, somit könnte man sie auch im Alter von drei Jahren noch als „jung“ betrachten. Vielleicht waren die Tauben also zwei Jahre alt, oder drei Jahre, so wie die anderen Tiere. Das Gesamtalter hätte dann nicht elf, sondern dreizehn oder fünfzehn Jahre betragen; die vorgeschattete Zeitspanne betrüge dementsprechend nicht 3960, sondern 4680 oder 5400 Jahre.

Das würde bedeuten, dass die „Zeiten der Nationen“, je nachdem, welches Jahr man für die Einsetzung des abrahamischen Bundes ansetzt, im Jahr 2636, 2645, 2655 oder 2738 bzw. im Jahr 3356, 3365, 3375 oder 3458 enden. Die Freilassung der Dämonen und Vernichtung der Namenschristen würde entsprechend sieben Jahre vorher, also im Jahre 2629, 2638, 2648 oder 2731 bzw. 3349, 3358, 3368 oder 3451 erfolgen.

Natürlich werden sich die führenden Köpfe der Wachtturm-Organisation im Jahr 2019 aber nicht trauen, die Gläubigen auf das Jahr 2636 zu vertrösten. Stattdessen könnte man gleich davon ausgehen, dass alle Opfertiere drei Jahre alt waren, so dass die prophetisch dargestellte Zeitspanne 5400 Jahre beträgt, und diese dafür bei der Geburt Methusalahs im Jahr 3339 v. Chr. beginnen lassen. Demnach wird Harmagedon am 23. April 2062 kommen, und die Vernichtung der Scheinchristen wird vom 11. Mai 2055 an ihren Lauf nehmen.

Es besteht somit nicht der geringste Zweifel daran, dass die Berechnungen von Charles Taze Russell, John Edgar und ihren Mitstreitern völlig korrekt waren. Die Vernichtung der Christenheit sowie die Aufrichtung des Königreiches Gottes stehen unmittelbar bevor. Wie Joseph F. Rutherford schon 1937 sagte, wäre es daher für die „die jetzt ans Heiraten denken“, gut, „einige wenige Jahre zu warten, bis der feurige Sturm Harmagedons vorüber ist, und dann die ehelichen Beziehungen aufzunehmen“ (vergleiche Trost, 15. Januar 1939).

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Das Zeugnis der Ernährungspyramide

Überarbeiteter Nachdruck aus Erbrechet!, Dezember 2010

„Die … Pyramide … erweist sich als eine Vorratskammer wichtiger Wahrheiten.“
(Schriftstudien, Band 3, Dein Königreich komme, Ausgabe 1926, Seite 305)

Bekanntlich „dachte Pastor Russell, die Cheopspyramide von Giseh sei Gottes Steinzeuge, durch den biblische Zeitperioden bestätigt würden“ (Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes, Seite 201). Er glaubte, die Pyramide sei von Melchisedek anhand eines göttlichen Bauplans errichtet worden (Schriftstudien, Band 3, Dein Königreich komme, Ausgabe 1926, Seite 312). Aber neuere Forschungen haben ergeben, dass die Cheops-Pyramide nicht von Melchisedek, sondern von Pharao Cheops erbaut wurde, und zwar unter der Leitung Satans (Der Wachtturm, 1929, Seite 80).

Doch „man muß im Auge behalten, daß es außer der Großen Pyramide noch andere gibt“ (Schriftstudien, Band 3, Dein Königreich komme, Ausgabe 1926, Seite 304). Der Göttliche Plan offenbart sich in Wirklichkeit in der Ernährungspyramide, die allen Menschen weltweit zugänglich ist und deren Aufbau von Gott bei der Erschaffung des Menschen für alle Zeiten vorgegeben wurde. In der Tat, die Ernährungspyramide „erweist sich als eine Vorratskammer wichtiger Wahrheiten – in wissenschaftlicher, historischer und prophetischer Beziehung – und ihr Zeugnis befindet sich in völliger Harmonie mit der Bibel, deren Wahrheiten sie in ihren Hauptzügen in schönen und passenden Symbolen zum Ausdruck bringt. … Sie ist ein starker bestätigender Zeuge für Gottes Plan“ (Schriftstudien, Band 3, Dein Königreich komme, Ausgabe 1926, Seite 305).

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Wie bestätigt nun die Ernährungspyramide den göttlichen Zeitplan? Beginnen wir mit der untersten Stufe, die als „Getränke – hauptsächlich Wasser“ beschrieben wird. Die Grundlinie der Ernährungspyramide hat eine Länge von 5910 Ernährungspyramiden-Zoll und gibt die Länge der Wasserheilszeitordnung an, d. h. der Ära, in der Menschen durch das „Wasser des Lebens“ gerettet werden können.

In einem Nachschlagewerk heißt es, dass „die Welt der erlösbaren Menschen … ins Dasein kam, als Adam und Eva Kinder geboren wurden“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 425). Das erste Kind Adams und Evas, dessen Geburtsjahr bekannt ist, war Seth. Er wurde geboren, als Adam „hundertdreißig Jahre“ als war, d. h. im Jahre 3896 v. u. Z. (1. Mose 5:3; Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 915). In diesem Jahr begann die Wasserheilszeitordnung.

Wir haben allen Grund zu der Annahme, dass ein Ernährungspyramiden-Zoll in der Wasserheilszeitordnung einem Jahr entspricht, so dass die Länge von 5910 Ernährungspyramiden-Zoll einen Zeitraum von 5910 Jahren ergibt – von 3896 v. u. Z. bis 2015 u. Z. In diesem Jahr wird die Möglichkeit, gerettet zu werden, durch Harmagedon zu Ende gehen. Wir befinden uns demzufolge in den letzten Tagen der Wasserheilszeitordnung.

Das Brotzeitalter

Auf der zweiten Stufe der Ernährungspyramide finden wir Brot. Von Adams Sünde bis zur Sintflut mussten die Menschen ‚im Schweiße ihres Angesichts Brot essen‘, weil ‚der Erdboden verflucht‘ war (1. Mose 3:17, 19). Das Brotzeitalter begann daher nach der Sintflut, als „der Fluch, der auf dem Erdboden lastete, aufgehoben wurde“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 157). Das war im „Jahr 2369 v. u. Z.“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 490). In diesem Jahr begann das Brotzeitalter.

Wie lange sollte es dauern? Die Grundlinie der Brotstufe auf der Ernährungspyramide hat eine Länge von 4909 Ernährungspyramiden-Zoll, was 4909 Jahren entspricht. Das Brotzeitalter dauert daher von 2369 v. u. Z. bis 2541 u. Z. – 526 Jahre nach Harmagedon. In diesem Jahr wird wahrscheinlich die Auferstehung und damit die Möglichkeit, durch „Jesus, ‚das Brot des Lebens‘“, wieder zum Leben zu kommen, abgeschlossen sein (Der Wachtturm, 1. Dezember 1978, Seite 21).

Obst und Gemüse

Weiter oben auf der Ernährungspyramide kommen Obst und Gemüse. Interessanterweise hat Gemüse einen etwas höheren Anteil, so dass offensichtlich zwei überlappende Zeiträume dargestellt werden, wobei das Gemüsezeitalter etwas länger dauert als das Obstzeitalter. Wann begannen diese beiden Perioden, und wie lange dauerten bzw. dauern sie?

Obst und Gemüse sind Früchte, und wahre Christen denken in diesem Zusammenhang bestimmt an die „Königreichsfrüchte“, d. h. „Äußerungen über das Königreich“ (Der Wachtturm, 1. Februar 2003, Seite 21). Ohne Zweifel begann das Zeitalter der Früchte im August 1121 u. Z., als der größere David, der georgische König David der Erbauer, in der Schlacht von Didgori mit Gottes Hilfe das zahlenmäßig überlegene Heer der muslimischen Seldschuken besiegte. Nicht umsonst wird David der Erbauer auf zeitgenössischen Münzen als „König der Könige“ und „Schwert des Messias“ bezeichnet (Wikipedia; vgl. Georgien – Geld aus einem christlichen Land zwischen Orient und Okzident, Geldgeschichtliche Sammlung der Kreissparkasse Köln, April 2005).

Der Obstteil der Ernährungspyramide hat eine Breite von 1819 Ernährungspyramiden-Zoll, und die Breite der Gemüseteils beträgt 2145 Ernährungspyramiden-Zoll. Da es sich um eine Veranschaulichung des Predigtwerks handelt, entspricht ein Ernährungspyramiden-Zoll der Zeit, die ein Zeuge Jehovas mit Predigen verbringt – sein „ganzes Leben“ (Der Wachtturm, 1. Mai 1993, Seite 31). In Offenbarung 9:5 wird diese Zeit symbolisch mit „fünf Monate“ angegeben (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 144). Im Zusammenhang mit den Königreichsfrüchten entspricht ein Ernährungspyramiden-Zoll also fünf Monaten; somit dauert das Obstzeitalter 757 Jahre und 11 Monate, während das Gemüsezeitalter 893 Jahre und 9 Monate währt.

Das Obstzeitalter dauerte also vom August 1121 bis zum Juli 1879. Obst ist leicht verderblich; das Obstzeitalter symbolisiert demzufolge die Zeit, in der überwiegend „faule Früchte“ eingesammelt wurden (Der Wachtturm, 15. Juli 1983, Seite 14). Um wahre Christen einzusammeln, war „gute geistige Speise“ erforderlich (Der Wachtturm, 15. April 1997, Seite 28). Diese wurde schließlich vom Juli 1879 an bereitgestellt, als Charles Taze Russell begann, Zion’s Watch Tower zu veröffentlichen (Die Suche der Menschheit nach Gott, Seite 352). Ist dies nicht eine überaus bezeichnende Übereinstimmung zwischen der Ernährungspyramide und der von Jehovas Zeugen gelehrten Wahrheit? Das Datum stimmt genau überein.

Das Gemüsezeitalter begann ebenfalls im August 1221, denn auch vor 1879 gab es einzelne wahre Christen. Es endet im März 2015 mit der „Ernte … beim Abschluß des Systems der Dinge“ (Matthäus 13:39, 40). Zu dieser Zeit wird „der Menschensohn“, d. h. Jesus, alle Ungläubigen und alle Abtrünnigen „in den Feuerofen werfen“ (Matthäus 13:41, 42). Das Gemüsezeitalter wird in der „Schlacht von Harmagedon gipfeln, wenn Jehova seine Urteilsvollstrecker aussendet“ (Der Wachtturm, 15. März 2009, Seite 18).

Das Werk der Menschenfischer

Doch die nächste Stufe der Ernährungspyramide, auf der Fische und Milchprodukte dargestellt sind, symbolisiert eine Zeit, die sich mit dem Gemüsezeitalter überschneidet. Sie begann im Jahr 1879, als der Grundstein für das weltweite „Predigtwerk“ gelegt wurde, das dazu dient, „Fische an Land zu ziehen“ (Der Wachtturm, 15. Juni 1992, Seite 21). Und da Jehovas Zeugen immer wieder neue Fische haben, müssen sie ständig „die Milch des Wortes Gottes austeilen“ (Der Wachtturm, 1. Januar 1996, Seite 29).

Beide Abschnitte haben eine Länge von 1455 Ernährungspyramiden-Zoll. Aber weil „Zeugen Jehovas zu zweit predigen“ – weshalb in der Ernährungspyramide auch zwei Fische und zwei Packungen Milch dargestellt sind – handelt es sich nicht um 1455 Jahre, sondern um zwei gleichzeitig verlaufende Abschnitte von 727 Jahren und 6 Monaten (Der Wachtturm, 1. März 1998, Seite 31). Sie enden somit im Januar 2607, 66 Jahre nach dem Ende der Auferstehung.

Das ist zweifellos passend, denn dadurch haben die zuletzt Auferstandenen noch 66 Jahre Zeit, auf die Belehrung durch die Harmagedon-Überlebenden zu reagieren, Zeugen Jehovas zu werden und schließlich „das Milchstadium“ hinter sich zu lassen (Das Leben hat doch einen Sinn, Seite 167; Der Wachtturm, 15. Juni 1985, Seite 8). Vom Ende der Fisch- und Milchheilszeitordnung im Januar 2607 an wird es dann kein organisiertes Predigt- und Lehrwerk mehr geben.

Gericht

Auf der zweitobersten Stufe der Ernährungspyramide sind Fleischteile und Eier dargestellt. Ohne Zweifel steht diese Stufe für die Schlacht von Harmagedon, in der Vögel „die Fleischteile von Königen … und die Fleischteile von Militärbefehlshabern und die Fleischteile von Starken und die Fleischteile von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und die Fleischteile von allen [Ungläubigen]“ fressen werden (Offenbarung 19:18). Zu dieser Zeit werden alle Abtrünnigen wie Eier ‚in die Pfanne gehauen‘ werden.

Zwar sind Fleischteile und Eier jeweils in einer Breite von 1000 Ernährungspyramiden-Zoll dargestellt, so dass man zu dem Schluss kommen könnte, Harmagedon würde 1000 Jahre dauern. Doch bekanntlich sind „tausend Jahre wie ein Tag“ für Jehova (2. Petrus 3:8). Die Fleisch- und Eierstufe der Ernährungspyramide stellt deshalb passend den „Tag Jehovas“ dar, „den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen“ (Apostelgeschichte 2:20; 2. Petrus 3:7).

Den Abschluss der Ernährungspyramide bilden Süßigkeiten. Zweifellos stellen die Süßigkeiten das Paradies dar, in dem treue Zeugen Jehovas für 1000 Jahre leben dürfen – kein Wunder, dass die Breite dieser Stufe exakt 1000 Ernährungspyramiden-Zoll beträgt! Das Süßigkeitenzeitalter beginnt nach Harmagedon im Jahr 2015 und endet im Jahr 3015 mit der Schlussprüfung.

„Und nun, nachdem wir ihn reden hörten, was sollen wir von dem … ‚Zeugen‘ und seinem Zeugnis sagen? Solches Zeugnis würde in der Tat selbst dann eigentümlich und schlagend sein, wenn es keine Schriftstellen gäbe, welche die unterstützten Gegenstände stützen. Doch nun, da die Schrift uns dieselben Umstände und Daten bereits deutlich und bestimmt verkündigt hatte, bevor das Zeugnis der [Ernährungs-]Pyramide gehört wurde, wird ihre wunderbare Übereinstimmung und Bestätigung doppelt bedeutsam und schlagend. Jetzt, da die Weisen der Welt Gottes Wort als ‚veraltet‘ und ‚unwissenschaftlich‘ verwerfen, ist diesen … ‚Zeugen‘ reden und das Zeugnis der Bibel bestätigen zu hören, wahrlich erstaunlich“ (Schriftstudien, Band 3, Dein Königreich komme, Ausgabe 1926, Seite 363).

Ja, die Ernährungspyramide beweist zweifelsfrei, dass Harmagedon im März 2015 über die Erde hereinbrechen wird. Wie gut wäre es daher, unsere Häuser und unser Eigentum zu verkaufen und zu planen, den Rest unserer Tage in diesem alten System im Pionierdienst zu verbringen, so wie es viele Zeugen Jehovas vor 1975 getan haben (Our Kingdom Ministry, Mai 1974, Seite 3).

 

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Bist du auf das Leben in der neuen Welt vorbereitet?

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2010

„Ein Pflock sollte dir an deinem Gürtel zur Verfügung sein.“ – 5. Mose 23:13, Fußnote

„Die Welt, in der wir leben, wird bald zu Ende gehen“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 2008, Seite 13). Harmagedon ist nahe, und danach werden mit Satans Welt auch all ihre sogenannten „Errungenschaften“ vergehen – Autos, Supermärkte, Wasserleitungen etc. Es kann jeden Moment so weit sein, und wir sollten uns bereitmachen.

Zwar ist davon auszugehen, dass die bisherige Form des Stoffwechsels eine „Begleiterscheinung der über Adam und seine Nachkommenschaft verhängten Todesstrafe“ ist und dass die Ausscheidung von Fäkalien im Paradies „wahrscheinlich verschwinden wird. … Dann müssen die heute den Menschen verunreinigenden, verschiedenen Verdauungsgifte, mit denen Leber und Darm täglich so schwer zu kämpfen haben, … endgültig das Feld räumen, und die Ausscheidungen, die von jeher ein peinliches Kapitel für Stadt und Land bildeten, hören auf natürliche Weise auf“ (Das Goldene Zeitalter, Schweizer Ausgabe, 15. August 1924, Seite 350).

Doch der vollkommene Zustand wird wahrscheinlich erst am Ende der Tausendjahrherrschaft erreicht sein. Daher sollten wir stets ‚einen Pflock an unserem Gürtel‘ mit uns führen, damit wir unsere Exkremente außerhalb vergraben können (5. Mose 23:13, Fußnote; siehe Erbrechet!, April 2008, Seite 15).

Gestank und Ansteckungsgefahr

Der Abort hinter unserem Haus wird jedoch nicht die einzige Quelle für einen „beruhigenden Duft“ sein (3. Mose 1:9, Einheitsübersetzung). Bekanntermaßen werden „.die von Jehova Erschlagenen … schließlich an jenem Tag gewiß von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde sein. Sie werden nicht beklagt, noch werden sie zusammengesammelt, imagenoch begraben werden“ (Jeremia 25:33). „Jehova … wird eine Fülle von Leichen verursachen“ (Psalm 110:4-6).

„Zweifellos werden nach dem Krieg von Har-Magedon so viele Leichen auf der Erde herumliegen, daß nicht genügend Aasvögel dasein werden, die sie schnell genug beseitigen könnten, damit Seuchen verhindert werden“ (Rettung aus der Weltbedrängnis steht bevor!, Seite 273). Daher wäre es weise, eine Nasenklammer griffbereit zu haben, um sich vor dem ‚tödlichen Duft‘ zu schützen (2. Korinther 2:16, Gute Nachricht).

Dynamit

Zwar wird Gott in Harmagedon darangehen, „die Kirchen zu zerstören und die Kirchenmitglieder nach Millionen zu vernichten“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1918, Seite 642). Doch die Kirchengebäude werden teilweise stehenbleiben, genauso wie Gipfelkreuze, Bildstöcke und andere Einrichtungen der falschen Religion. Alles, was mit der falschen Religion zu tun hat, muss beseitigt werden.

Außerdem müssen Gottes Diener „die Erde mit Dynamit zu einem Paradies sprengen“, um die Prophezeiung aus Jesaja 35:1 zu erfüllen (The Golden Age, 1. Oktober 1919, Seite 15) Jeder Christ sollte deshalb einige Stangen Dynamit zur Hand haben.

Häuser bauen

Da alle „Weltmenschen hingerichtet werden“, wird es für die ersten Tage nach Harmagedon genügend Lebensmittel und Wohnmöglichkeiten geben (Rettung aus der Weltbedrängnis steht bevor!, Seite 349). Doch die meisten Häuser sind in Dörfer und Städte zusammengefasst, und die erste Stadt nach der Sintflut wurde imagevon Nimrod, einem Feind Gottes, gebaut (1. Mose 10:10). „Die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob dagegen bauten keine Städte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 1014).

Daher mögen die von den Vernichteten übriggebliebenen Häuser zwar vorübergehend als Behausungen dienen, doch letztendlich werden die Überlebenden selbst „Häuser bauen und sie bewohnen“, und zwar an abgelegenen Orten, damit sie die Schönheit der Natur genießen können (Jesaja 65:21). Selbstverständlich wird es dann keine industriell hergestellten Steine und andere Baustoffe mehr geben, sondern wie in biblischer Zeit werden die Häuser aus Lehm gebaut werden. Wir können bereits jetzt einen Bauplan für eine Lehmhütte erstellen und uns mit den notwendigen Techniken vertraut machen.

Lebensunterhalt

Natürlich werden die Lebensmittel, die von den hingeschlachteten Weltmenschen übrigbleiben, nach kurzer Zeit verderben, zumal es auch keinen elektrischen Strom und somit auch keine Kühlschränke mehr geben wird. Die Überlebenden sollten also keine Zeit verlieren, dort, wo sie ihre Lehmhütte bauen, auch einen Garten anzulegen und einige Pflanzen zu säen. Auch eine Wünschelrute zum Aufspüren von Grundwasser könnte vorteilhaft sein, damit man seinen Brunnen gleich an der richtigen Stelle gräbt.

Geistige Bedürfnisse

Doch „für geistige Bedürfnisse zu sorgen ist noch viel wichtiger als für materielle Bedürfnisse“ (Der Wachtturm, 15. Juni 2005, Seite 20). Da es keinen Strom für Druckmaschinen, keine Straßen und kein Internet mehr geben wird, mögen wir nach Harmagedon eine Zeitlang vom Nachschub an geistiger Speise abgeschnitten sein. Wir sollten daher alle Wachtturm-Ausgaben der letzten Jahrzehnte griffbereit haben, um unser regelmäßiges Bibelstudienprogramm durchführen zu können. Da wir tagsüber vor lauter Haus- und Gartenarbeit wahrscheinlich nicht zum Lesen kommen, sollten wir uns eine Öllampe und ausreichend Öl anschaffen.

Die Überlebenden von Harmagedon werden außerdem „die Verantwortung haben, die Auferstandenen über den richtigen Weg zu belehren“ (Der Wachtturm, 15. Dezember 1976, Seite 752). Wie groß wird das Predigtdienstgebiet dann sein? „Da die Zahl der Glieder der Braut Christi 144 000 betragen soll, so würde es ganz vernünftig sein, anzunehmen, daß jedes Glied diese Klasse die Fürsorge für 144 000 haben soll, da 144 000 mal 144 000 die Summe von 20 736 000 000 beträgt. … Wir können somit hieraus ersehen, daß das Werk der großen Schar ein notwendiges sein wird“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, S. 177, 178).

Letztendlich werden also 20.736.000.000 Menschen auf der Erde leben, und die „große Schar“ oder „große Volksmenge“ wird die Aufgabe haben, diese zu unterweisen. „Die Schriftstellen 4. Mose 4:46-48 und 2. Mose 28:1 weisen auf nur einen Priester im Verhältnis zu 2 860 Leviten hin, und hiernach würde die Zahl der großen Schar sich annähernd auf 411 840 000 belaufen“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, S. 129).

Insgesamt werden also 411.840.000 Menschen Harmagedon imageüberleben und für die Belehrung von 20.324.160.000 Personen zuständig sein. Das sind etwa 50 Personen pro Verkündiger oder 100 pro Ehepaar. Selbstverständlich möchten wir „keine Blutschuld auf uns laden“; daher sollten wir eine ausreichende Anzahl Bücher und Broschüren vorrätig haben (Unser Königreichsdienst, Juni 1971, Seite 2). Nur so können wir den Auferstandenen „die Gesamtheit der wahren Lehren der Bibel“ näherbringen, „einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten“ (Der Wachtturm, 1. April 1986, Seite 31).

Der Predigtdienstbericht

„Über unsere Predigttätigkeit am Ende des Monats Bericht zu erstatten ist wichtig“ (Unser Königreichsdienst, Januar 1973, Seite 4). Bevor die Berichte über das Internet eingegeben wurden, wurden sie mit der Post verschickt. Für den Postversand „gibt es den Weltpostverein, eine UNO-Sonderorganisation“ (Erwachet!, 8. Januar 1995, Seite 16). Doch „sich in Vereinen … zu engagieren“ wäre „in geistiger Hinsicht abträglich“ (Der Wachtturm, 15. Juli 1991, Seite 23). Daher wird es nach Harmagedon zunächst kein Postwesen geben.

Dennoch bleibt es „wichtig, die Zeit, die wir im Predigtdienst verbringen, zu berichten“ (Unser Königreichsdienst, Oktober 1981, Seite 3). Wenn unser Bericht nicht rechtzeitig im Zweigbüro eingeht, könnte man uns für untätig halten. Es wäre daher gut, einige Brieftauben aus Selters zu haben, mit denen wir dann unsere Berichtszettel dorthin senden können.

„Für das Recht als Fürsten herrschen“

Nach Harmagedon „werden ‚Fürsten‘ dasein, Älteste, die überleben“ (Unser Königreichsdienst, September 1975, Seite 6). Diese werden „als Richter dienen“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1992, Seite 15). Sie wissen: „Wer seinen Verpflichtungen gegenüber Jehova … nicht nachkommt, verdient den imageTod“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1972, Seite 337). Da dann kein „Gesetz des Landes“ mehr „verbietet, … Abgefallene zu töten“, müssen Älteste entschieden handeln (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Wie der Richter Ehud sollten sie ihr Schwert jederzeit griffbereit haben (Richter 3:21). Außerdem sollten die Ältesten mehr Brieftauben haben, damit sie die Versammlungspost ans Zweigbüro senden können.

Da „Gottes Krieg von Harmagedon unmittelbar bevorsteht“, dürfen wir keine Zeit verlieren (Der Wachtturm, 1. Februar 1970, Seite 86). Wir sollten schon heute vorsorgen, damit wir jederzeit vorbereitet sind. Das untenstehende Angebot bietet dazu eine gute Gelegenheit.

 

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Antworten auf biblische Fragen

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2010, September 2010, Oktober 2010

 

Woher kommt das „neue Licht“, das jedes Jahr auf den Kongressen präsentiert wird?

Es kann nicht von Gott kommen, weil bei ihm „keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts“ (Jakobus 1:17, Luther). Der Apostel Paulus offenbarte den wahren Urheber, als er schrieb image„Der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des [neuen] Lichts an“ (2. Korinther 11:14).

In Wirklichkeit ist „neues Licht“ Gott nicht wohlgefällig. Paulus schrieb: „Nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein!“ (Galater 1:8, Gute Nachricht). Demgemäß gebot Gott seinen Dienern: „Haltet an dem fest, was ihr habt“ (Offenbarung 2:25).

Ohne Zweifel bringt der „treue und verständige Sklave“ aber immer wieder ‚Nachrichten‘, die denen widersprechen, die er früher gebracht hat. Daher ist er „verflucht“ und wird, zusammen mit dem Urheber des ‚neuen Lichts‘, „in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist“, weggehen (Matthäus 25:41).

 

Wer wird im Paradies leben dürfen?

Wie Gottes Wort deutlich zeigt, werden in Harmagedon die meisten Menschen vernichtet werden, „die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen“ (Jeremia 25:33; Psalm 37:11). Somit dürfen „die Sanftmütigen“ im Paradies leben – die Frage ist aber, wie sanftmütig man sein muss, um diese Belohnung zu erhalten.

„Moses war bei weitem der sanftmütigste aller Menschen, die es auf der Oberfläche des Erdbodens gab“ (4. Mose 12:3). Selbst er war allerdings nicht sanftmütig genug für Jehova; in Bezug auf das Land Israel, das das künftige Paradies vorschattete, sagte Moses: „Sogar gegen mich geriet Jehova … in Zorn, indem er sprach: ‚Auch du wirst nicht dorthin kommen‘“ (5. Mose 1:37).

Daher werden nur Menschen, die noch sanftmütiger sind als Moses, im Paradies leben dürfen. Da Moses „bei weitem der sanftmütigste aller Menschen“ war, die je lebten, wird es so jemanden nicht geben. Im Paradies wird also niemand leben dürfen, und daher wird dann „der Tod … nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

 

Was für Männer eignen sich als Älteste?

Meistens werden bei dieser Frage nur die Erfordernisse aus dem 1. Timotheusbrief zitiert. Jedoch finden wir auch in den Hebräischen Schriften, genauer gesagt in den Psalmen, einen weiteren wichtigen Punkt. David schrieb: „Du bist in die Höhe aufgefahren; du hast Gefangene hinweggeführt; du hast Gaben in Form von Menschen genommen, ja selbst die Störrischen, um unter ihnen zu weilen, o Jah Gott“ (Psalm 68:18). „Diese ‚Gaben in Form von Menschen‘ sind die Aufseher oder Ältesten“ (Der Wachtturm, 1. April 2007, Seite 27).

Jehova hat also besonders „die Störrischen“ auserwählt, als Älteste zu dienen. Störrische, halsstarrige, starrsinnige Männer eignen sich daher besonders gut für dieses Amt; sie lassen sich von Argumenten oder neuen Erkenntnissen nicht so einfach aus der Bahn werfen und eilen der Wahrheit nicht voraus.

Andere Bibelübersetzungen übersetzen den hebräischen Ausdruck, der in der Neuen-Welt-Übersetzung mit „die Störrischen“ widergegeben wird, allerdings mit „die Abtrünnigen“ (Luther) oder „die hartnäckigsten Feinde“ (Hoffnung für Alle). In Übereinstimmung damit sollten deshalb auch Abtrünnige, Katholiken und Atheisten als Älteste eingesetzt werden.

 

Wer bildet heute die Onan-Klasse?

Einige Kommentatoren sind der Meinung, dabei handle es sich um junge Christen, die „in der ‚Blüte der Jugend‘, wenn sich der Geschlechtstrieb stark bemerkbar macht“, unverheiratet bleiben (Der Wachtturm, 1. November 1989, Seite 11). Doch diese Erklärung kann im Licht der Bibel nicht bestehen.

Onan wurde von Jehova zu Tode gebracht, weil „er seinen Samen zur Erde verschwendete“ (1. Mose 38:9). Aber wie Jesus zeigte, ist es inzwischen keine Sünde mehr, buchstäblichen Samen auf die Erde zu werfen (Lukas 4:3, 4). Vielmehr geht es heute um „Königreichsverkündiger, die durch fleißiges Predigen den Königreichssamen aussäen. Der Samen, der auf den Erdboden geworfen wird, ist das Wort, das sie predigen“ (Der Wachtturm, 15. Juli 2008, Seite 15).

Die Onan-Klasse wird daher von Verkündigern gebildet, die im Predigtdienst nicht erfolgreich sind. Statt im Haus-zu-Haus-Dienst bei Personen vorzusprechen, die sich dann als Zeugen Jehovas taufen lassen, gehen sie immer nur zu den ‚manchen, die so bleiben woll‘n wie zuvor‘ (Singt Jehova Loblieder, Lied 32). So ‚verschwenden sie ihren Samen‘, „das Wort, das sie predigen“, an voraussichtliche Böcke (Matthäus 25:33). Somit laden alle Glieder der Onan-Klasse Blutschuld auf sich und werden daher in Harmagedon von Jehova zu Tode gebracht werden.

 

Was war die verbotene Frucht, und wie können wir sie heute meiden?

Schon früh in der Menschheitsgeschichte, noch vor der Erschaffung Evas, führte Gott das folgende universelle Verbot ein: „Was … den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen“ (1. Mose 2:17). Genauso wie das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, bestand dieses Verbot also schon lange vor dem Gesetzesbund – daher wurde es auch nicht mit diesem abgeschafft. Es ist somit immer noch gültig.

Allerdings sagt der Bibelbericht nichts darüber, um welchen Baum und welche Frucht es sich handelte. Da „die ganze Schrift von Gott inspiriert und nützlich“ ist, können wir davon ausgehen, dass Jehova das absichtlich so vorgesehen hat (2. Timotheus 3:16). Er will offensichtlich, dass wir alle Früchte meiden (siehe Erbrechet!, April 2010, Seite 8).

Um Gott wohlzugefallen, müssen wir uns daher vor allem hüten, was an einem Baum gewachsen ist, da es sich dabei um die verbotene Frucht handeln könnte.

 

Wer ist heute der größere Cyrus?

Cyrus leitete das Wasser des Euphrat ab, um Babylon einnehmen zu können. Etwas Ähnliches wird in der Zukunft wieder geschehen, denn Johannes sah in einer Vision folgendes: „Der sechste [Engel] goß seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus, und sein Wasser vertrocknete, damit für die Könige vom Sonnenaufgang der Weg bereitet werde“ (Offenbarung 16:12).

Das neuzeitliche Babylon ist „Babylon die Große“, das „Weltreich der falschen Religion“, das neben den Kirchen der Christenheit auch Jehovas Zeugen einschließt (Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 152). Der ‚große Strom Euphrat‘, der vertrocknen soll, ist der „Strom von Wasser des Lebens“, das in Form der „Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!“ verbreitet wird (Offenbarung 22:1; Der Wachtturm, 15. März 1992, Seite 24).

Wer ist heute der größere Cyrus? Beachten wir, dass es der sechste Engel war, der das Ereignis ankündigte. Im Hebräischen wurden Zahlen mit Buchstaben geschrieben; der Zahl Sechs entsprach der sechste Buchstabe des Alphabets, ו (Waw). Diese Zahl bis zur dritten Steigerungsstufe wäre ו ו ו oder, ins lateinische Alphabet übertragen, WWW. Das ist ein deutlicher Beweis dafür, dass das Internet der größere Cyrus ist (vergleiche Erbrechet!, März 2008, Seite 3 – 6; September 2008, Seite 8). image

„Die Könige vom Sonnenaufgang“, die schließlich das „Wasser des Lebens“ austrocknen und so die Wachtturm-Gesellschaft zu Fall bringen werden, sind daher das Internet und das World Wide Web. Diese beiden Einrichtungen enthalten zahllose Informationen über die Lügen der Wachtturm-Organisation, die zudem für jedermann frei und kostenlos zugänglich sind. Die globalen Informationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, werden sich als Todesstoß für abgeschottete Ideologien wie die der Zeugen Jehovas erweisen.

„Nur noch eine kleine Weile“, und die Wachtturm-Organisation wird aufgrund des Internets mehr und mehr Mitglieder verlieren, bis irgendwann nur noch ‚vertrocknete‘ Greise übrig sind (Psalm 37:10). In den Königreichssälen werden dann nur „noch alte Männer und alte Frauen … sitzen“ (Sacharja 8:4). Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

 

Was sollten Christen tun, wenn einer ihrer Angehörigen die Wahrheit verlässt?

Die Bibel gibt auf diese Frage eine eindeutige Antwort: „Da erhob sich Kain wider seinen Bruder und erschlug ihn. … Gehe hin und tue desgleichen“ (1. Mose 4:8 – Lukas 10:37). Natürlich trifft dieser Grundsatz auch zu, wenn es sich um eine Schwester handelt. Demgemäß forderte Moses die Israeliten auf: „Tötet alle, die schuldig geworden sind, selbst eure Brüder, Verwandten und Freunde!“ (2. Mose 32:27, Gute Nachricht).

Zugegeben, „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch „wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29). Eine Hinrichtung ist die einzige dauerhafte Möglichkeit, ‚den bösen Menschen aus unserer Mitte zu entfernen‘ (1. Korinther 5:13).

 

Sollten Christinnen unverheiratet bleiben?

Jesus Christus empfahl seinen Jüngern die Ehelosigkeit, als er sagte: „Es gibt Eunuchen, die sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen gemacht haben. Wer dafür Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum“ (Matthäus 19:12). Interessant ist jedoch, dass er dies nur zu Männern sagte; es gibt auch keine weiblichen „Eunuchen“.

Der Rat, unverheiratet zu bleiben, gilt deshalb nicht für Schwestern. Ihnen gibt der „treue und verständige Sklave“ vielmehr die folgende Empfehlung: „Jetzt ist die Zeit, … einen Partner zu suchen“ (Unser Königreichsdienst, April 1982, Seite 3). Der Predigtdienst ist zwar wichtig, „aber noch wichtiger ist, sich einen Partner zu suchen“ (Den allein wahren Gott anbeten, Seite 152).

Unser Königreichsdienst vom August 2009 enthält umfangreichen Rat, wie Schwestern dabei vorgehen können. Unter den Überschriften „Nach Männern suchen“ und „Mehr Männer ansprechen“ wird u. a. gesagt, was zu tun ist, wenn „Schwestern Interesse bei Männern vorfinden“. Auch wird der Rat gegeben: „Manche Männer … unterhalten sich … gern mit jemand, der ihnen sympathisch ist. … Warum nicht … solchen Männern Aufmerksamkeit schenken?“ (Seiten 3, 4).

Christinnen sollten sich also beeilen, „einen Partner zu suchen“, bevor es zu spät ist.

 

Warum gehen Jehovas Zeugen in den Predigtdienst?

Niemand läuft gerne bei Wind und Wetter von Haus zu Haus, und niemand lässt sich freiwillig verspotten und beschimpfen. Die meisten Zeugen Jehovas lieben auch ihre Mitmenschen nicht so sehr, dass sie ihnen unbedingt die Hoffnung auf ewiges Leben bringen wollen; vielmehr warten sie sehnsüchtig darauf, dass diese „Weltmenschen“ endlich vernichtet werden, damit sie ihre Häuser in Besitz nehmen können.image

Der wahre Grund, weshalb Jehovas Zeugen regelmäßig in den Dienst gehen, ist vielmehr das folgende Gebot Jesu: „Wenn jemand … dich … zum Dienst zwingt, so gehe“ (Matthäus 5:41). Niemand kann bezweifeln, dass der „treue und verständige Sklave“ Jehovas Zeugen „zum Dienst zwingt“ – so ist die Beteiligung am Predigtdienst sogar eine Voraussetzung für die Taufe (Unser Königreichsdienst, September 1986, Seite 2). Im Wachtturm vom 1. Dezember 2003 heißt es ganz deutlich: „Wir … sind verpflichtet, uns am Predigtdienst und an den Zusammenkünften zu beteiligen. Das ist uns nicht freigestellt“ (Seite 17).

Jehovas Zeugen gehen also in den Predigtdienst, weil die Wachtturm-Gesellschaft sie dazu zwingt. Allerdings ist jeder, der etwas „widerwillig oder aus Zwang“ tut, Gott nicht wohlgefällig (2. Korinther 9:7). Das trifft ganz eindeutig auf Jehovas Zeugen zu.

 

Wie wirkt sich der Segen Jehovas auf seine Zeugen aus?

Freiheit: Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Das trifft auf Jehovas Zeugen zweifellos zu, denn umfassende Anweisungen für alle Lebenslagen machen es ihnen leicht, Entscheidungen aufgrund ihres biblisch geschulten Gewissens zu treffen. Da ihr Wandel ununterbrochen von liebevollen Mitchristen überwacht wird, sind sie tatsächlich frei von Freiheit.

Reichtum: Salomo wusste aus eigener Erfahrung: „Der Segen Jehovas – er macht reich“ (Sprüche 10:22). Weil viele Zeugen Jehovas ihre weltliche Arbeit zurückschrauben oder ganz aufgeben, um ihre Zeit der Verbreitung des Wachtturms zu widmen, sind sie tatsächlich reich an Armut.

Segen: Im Wachtturm vom 1. Oktober 2003 heißt es, dass in der Ukraine „viele hervorragende Diener Jehovas … leiden und sogar sterben mussten“ (Seite 30). Anderswo auf der Erde ist das gleiche zu beobachten. Ja, man kann eindeutig feststellen, dass Jehova sein Volk mit Unglück gesegnet hat!

Jehovas Zeugen sind also frei von Freiheit, reich an Armut und gesegnet mit Unglück – erkennen wir nicht die Hand Jehovas hinter diesem paradiesischen Zustand?

 

Warum reden Jehovas Zeugen so schlecht über Abtrünnige?

Jahrzehntelang fühlten sich Menschen, „die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen“, zu Jehovas Zeugen hingezogen. Paulus warnte solche Personen jedoch: „Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden“ (2. Timotheus 3:12, 13)

Das trifft eindeutig auf Jehovas Zeugen zu, die sich von „ernsten Bibelforschern“ zu stupiden Wachtturmunterstreichern entwickelt haben. Durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten erfahren jedoch viele Zeugen Jehovas die Wahrheit über die Wachtturm-Organisation, woraufhin sie „sich reinigen und sich weiß machen und … geläutert werden“, indem sie Jehovas Zeugen verlassen. „Gar keiner der Bösen wird [ihre Entscheidung] verstehen; die aber, die Einsicht haben, imagewerden es verstehen“ (Daniel 12:10).

Den verbleibenden „Bösen“, d. h. Zeugen Jehovas, gefällt es nicht, dass sich die Abtrünnigen ein schönes Leben machen, während sie selber weiterhin von Haus zu Haus trotten und immer wieder „neues Licht“ und neue Lügen schlucken müssen. Deshalb schrieb der Apostel Petrus an Abtrünnige: „Daß ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch“ (1. Petrus 4:4). Ja, Jehovas Zeugen reden „fortgesetzt lästerlich“ über Abtrünnige, weil diese ihren ‚Lauf zu demselben Tiefstand der [geistigen] Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzen‘.

 

Worum geht es in dem Kapitel „Johannes nimmt ab, Jesus nimmt zu“ in dem Buch Der größte Mensch, der je lebte?

Johannes macht die neue Brigitte-Diät. Jesus nicht.

 

Sollte man im Königreichssaal das Licht einschalten?

In der Vergangenheit haben Jehovas Zeugen das getan, doch es ist an der Zeit, diese Frage erneut im Licht der Bibel zu untersuchen. Woher kommt das Licht, das Lampen abgeben? Praktisch alle Lampen werden heute mit Strom betrieben, und „Satan, der Teufel, dargestellt als großer Drache … sprach: ‚Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht‘“ (Licht, Band 1, Seite 298).

Der Teufel selbst steckt also hinter dem Licht, das von elektrisch betriebenen Lampen abgegeben wird. Schon der Apostel Paulus schrieb: „Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt … des Lichts an“ (2. Korinther 11:14). Ja, Glühbirnen, Leuchtstoffröhren und andere Lampen sind „Lichtquellen des irdischen Systems Satans“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 110). Als wahre Christen müssen wir uns von diesen Irrlichtern fernhalten.

Wie sollte der Königreichssaal dann beleuchtet werden? Wie Jesus vorhersagte, „werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne“ (Matthäus 13:43). Auch der Prophet Daniel sagte voraus: „Die, die Einsicht haben, werden leuchten“ (Daniel 12:3). Wir sollten im Königreichssaal darauf vertrauen, dass „die Gerechten“ und „die, die Einsicht haben“, genug Licht abgeben, damit alle Anwesenden gut sehen können.

Was ist zu tun, wenn das nicht der Fall ist? Wenn es dunkel bleibt, ist offenbar niemand anwesend, der von Jehova als ‚gerecht‘ betrachtet wird oder der genügend „Einsicht“ hat. Für so eine Situation sollten im Königreichssaal immer Streichhölzer oder Feuerzeuge vorhanden sein, damit man die Anzüge der Ältesten anzünden und sie so zum Leuchten bringen kann. Auf diese Weise können sie ersatzweise ‚wie Lichtspender in der Welt leuchten‘ und den Königreichssaal erhellen (Philipper 2:15).

 

Welcher Weg führt zum Leben, der breite Weg oder der schmale Weg?

Jesus sagte: „Breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14). Oberflächlich betrachtet, scheint es leichter zu sein, auf dem breiten Weg zu laufen.

imageDoch ist das wirklich der Fall? Beachten wir, dass „Millionen und aber Millionen den breiten Weg gehen, … während nur wenige den schmalen, eingeengten Weg … einschlagen“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1971, Seite 335). In der Tat befinden sich nur etwa 7 Millionen Zeugen Jehovas auf dem ‚schmalen Weg‘, während auf dem ‚breiten Weg‘ rund 7 Milliarden Menschen unterwegs sind.

Wenn der ‚breite Weg‘ ungefähr zehnmal so breit ist wie der schmale Weg, gleichzeitig aber tausendmal so viele Menschen auf ihm gehen, ist es dort zwangsläufig hundertmal so eng wie auf dem ‚schmalen Weg‘. In Wirklichkeit ist es also der ‚breite Weg‘, der „eingeengt ist“ und daher „zum Leben führt“.

 

Wird es im Paradies Homosexualität geben?

Zwar schrieb Paulus, dass „Männer, die bei männlichen Personen liegen, … Gottes Königreich [nicht] erben“ würden (1. Korinther 6:9, 10). Doch offensichtlich ist das Verbot der imageHomosexualität nur eine Folge der Unvollkommenheit, denn ursprünglich waren Frauen in Gottes Vorsatz überhaupt nicht vorgesehen. Wenn im Schöpfungsbericht von „dem Menschen“ die Rede ist, ist damit immer Adam gemeint (1. Mose 2:16). Erst später beschloss Jehova, auch „eine Frau zu bauen“ (1. Mose 2:18, 22). Doch selbst danach bezeichnete er Adam und Eva nicht als „die beiden Menschen“, sondern als „der Mensch und seine Frau“ (1. Mose 2:25).

Im Paradies wird jedoch der ursprüngliche Zustand, der ganz am Anfang im Garten Eden herrschte, wiederhergestellt werden. Demgemäß erklärt der Wachtturm vom 15. Juni 1989: „Jesus beschreibt seinen Jüngern, … welche Situation während seiner künftigen Gegenwart herrschen wird, und sagt: ‚In jener Nacht werden zwei Männer in einem Bett sein‘“ (Seite 9). Im Paradies wird Homosexualität also etwas ganz Normales sein.

 

Sollten Christen fasten?

In biblischer Zeit war „Fasten … angebracht, wenn jemand in großer Gefahr war, dringend Gottes Führung benötigte, Prüfungen erduldete und Versuchungen ausgesetzt war oder wenn jemand studieren, nachsinnen oder sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren wollte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 714). Zweifellos wollen auch heutige Christen „studieren, nachsinnen“ und „sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren“. Außerdem sind sie „in großer Gefahr“, auf falsche Lehrer hereinzufallen. Daher ist Fasten auch für heutige Christen bestimmt angebracht.

Welche Art des Fastens ist für Gott annehmbar? Pater Antonius Pfeil erklärte 2006 in einem Interview: „Fasten ist im Kern der Verzicht auf Speisen. … Dabei kann man auf jegliche Nahrung oder nur auf feste Speisen verzichten“ (Pressearchiv des Bistums Magdeburg). Doch da wir als Christen nicht mehr unter dem Gesetzesbund stehen, müssen wir nicht buchstäblich fasten, sondern geistig. Als ersten Schritt könnten wir nicht auf buchstäbliche „feste Speisen verzichten“, sondern auf die „feste geistige Speise, die im Wachtturm-Studium geboten wird“ (Unser Königreichsdienst, März 1994, Seite 1).

Noch besser wäre allerdings der Verzicht „auf jegliche Nahrung“, d. h. auf die ganze „geistige Speise, die der ‚treue und verständige Sklave‘ austeilt“ (Der Wachtturm, 15. September 2005, Seite 20). Schon nach kurzer Zeit wird man dann einen klaren Kopf bekommen und erkennen, dass man jahrelang irregeführt worden war. Nicht umsonst erklärte Gott durch den Propheten Jesaja: „Ein Fasten, das mir gefällt, sieht … [so] aus: Löst die Fesseln der Menschen, die ihr zu Unrecht gefangen haltet, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei, und gebt ihnen ihre Freiheit wieder! Schafft jede Art von Unterdrückung ab!“ (Jesaja 58:6, Hoffnung für Alle). Ja, durch geistiges Fasten können Menschen, die von Jehovas Zeugen ‚zu Unrecht gefangen gehalten werden‘, befreit werden und „ihre Freiheit“ wiedererlangen!

 

Beweisen die nicht erfüllten Vorhersagen von Jehovas Zeugen, dass sie nicht von Gott geleitet sind?

Das Gegenteil ist der Fall. Durch Moses ließ Gott erklären: „Falls ein Prophet … in deiner Mitte aufsteht und dir tatsächlich ein Zeichen oder ein Wunder gibt, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, … sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten … hören. … Jener Prophet … sollte zu Tode gebracht werden. … Was übel ist, sollst du aus deiner Mitte wegschaffen“ (5. Mose 13:1-5).

Wären die von Jehovas Zeugen vorhergesagten „Zeichen“ eingetroffen – wäre 1914 oder 1975 Harmagedon gekommen, oder wären 1925 Abraham, Isaak und Jakob auferstanden – dann hätten die Verantwortlichen gesteinigt werden müssen. Aber dadurch, dass ihre Vorhersagen nicht eingetroffen sind, reihen sie sich unter die großen Propheten der Bibel ein, deren Prophezeiungen sich ebenfalls nicht erfüllt haben – der Löwe frisst immer noch kein Stroh, der Thron Davids und Salomos besteht nicht mehr, und der „Tag Jehovas“, der schon vor 3000 Jahren „nahe“ war, ist immer noch nicht gekommen (Jesaja 11:7; 2. Samuel 7:16; 1. Chronika 17:14; Joel 1:15).Karl Ranseier ist tot

In der Tat, das Nichteintreffen ihrer Prophezeiungen beweist zweifelsfrei, dass Jehovas Zeugen von Gott geleitet werden. Daher sind wir verpflichtet, „sowohl dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ zu vertrauen … als auch den Männern aus seinen Reihen, die die leitende Körperschaft bilden“ (Der Wachtturm, 15. August 1998, Seite 12).

 

Gibt es mehrere Organisationen, die von Gott beschützt werden?

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Wachtturm-Organisation von Gott beschützt wird. Das Buch Komm Jehova doch näher erklärt dazu: „Wir brauchen nur daran zu denken, dass … der Herrscher dieser Welt nichts lieber täte, als die wahre Anbetung auszulöschen. … Einige der mächtigsten Staaten der Erde haben unser Predigtwerk verboten und versucht uns auszurotten. Doch Jehovas Volk ist standhaft geblieben und hat unbeirrt weitergepredigt. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser … Christen zu stoppen? Weil Jehova uns mit seinen starken Flügeln beschirmt“ (Seite 73).

Das Gleiche kann jedoch auch von der sizilianischen Mafia und ihren Ablegern gesagt werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass ‚die Herrscher dieser Welt nichts lieber täten‘, als die Mafia „auszulöschen“. Nicht nur „einige der mächtigsten Staaten der Erde“, sondern praktisch alle Staaten haben die Mafia ‚verboten und versucht sie auszurotten‘. Doch die Mafia „ist standhaft geblieben“ und ist bis heute aktiv. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser Kriminellen zu stoppen? Offensichtlich aus dem gleichen Grund – weil Jehova sie mit seinen starken Flügeln beschirmt.

 

Wann wird Gott seinen Vorsatz verwirklichen, und inwiefern können wir heute auf seine Unterstützung hoffen?

Die Bibel beantwortet diese Fragen eindeutig. Der Prophet Amos sagte: „Gott, der Herr, tut nichts“ (Amos 3:7, Hoffnung für Alle). Es ist daher vergeblich, auf seine Hilfe zu hoffen. Heißt das, wir sollten einfach abwarten, bis Gottes Königreich kommt? Auch das ist nicht ratsam, denn Jesus erklärte: „Das Königreich Gottes kommt nicht“ (Lukas 17:20). Statt von Gott Hilfe zu erwarten, sollten wir also unser Leben selbst in die Hand nehmen.

 

Kommt nach Harmagedon die neue Welt?

Jehovas Zeugen sind überzeugt davon, dass bald „das gegenwärtige böse System Satans vernichtet … werden wird“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1979, Seite 29). Ja, „das unter der Herrschaft Satans stehende gegenwärtige System wird zu seinem Ende kommen“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 835). Bedeutet das, dass Satans Herrschaft ein Ende finden und Gottes Königreich aufgerichtet werden wird?

Nein, denn wie das Buch Singt Lieder für Jehova eindeutig zeigt, müssen vorher „Satans Systeme vergehn“ (Lied 30, siehe auch Singt Jehova Loblieder, Lied 195). Zwar wird „das gegenwärtige … System Satans“ bald beseitigt werden, doch Satan hat offenbar mehrere „Systeme“. Da schon die Vernichtung des gegenwärtigen Systems seit Jahrtausenden auf sich warten lässt, wird die Beseitigung von Satans noch folgenden Systemen wahrscheinlich auch sehr lange Zeit dauern. Erst, wenn das letzte von Satans Systemen verschwunden sein wird, kann Gottes Königreich aufgerichtet werden.

 

Sollten Christen fotografieren?

Einige sind der Ansicht, dass Fotografieren nichts für Christen ist. Sie führen die Zehn Gebote an, in denen es eindeutig heißt: „Du sollst dir kein … Bild machen … wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist“ (2. Mose 20:4). Außerdem verweisen sie darauf, dass Kameras oft zu perversen Zwecken gebraucht werden, etwa zum Fotografieren von nackten Menschen oder Bauwerken der falschen Religion.

Allerdings stehen wir heute nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz, und „wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Daher muss jeder Christ, was das Fotografieren betrifft, eine persönliche Gewissensentscheidung treffen, wobei er die hier dargelegten biblischen Grundsätze sorgfältig abwägen sollte.

imageFalls ein Christ entscheidet, dass er das Fotografieren mit seinem biblisch geschulten Gewissen vereinbaren kann, sollte er allerdings auf zwei Hilfsmittel verzichten, die von weltlichen Fotografen manchmal eingesetzt werden. Das eine davon ist der Blitz, denn Blitze stehen seit jeher mit falschen Gottheiten in Verbindung. So wird der Gott Zeus auch als „Blitzlenker“ bezeichnet, und sogar der falsche Gott Baal wird „dargestellt … mit einem erhobenen Arm, mit dem er Blitze schleudert“ (Wikipedia). Blitze werden auch mit Jupiter, Thor und anderen falschen Göttern in Verbindung gebracht und haben im Fotoapparat eines Christen daher nichts verloren. Ein weiteres Hilfsmittel ist die Blende. Satan hat offenbar mit einem solchen Gerät „den Sinn der Ungläubigen verblendet“ – und wir wollen doch nicht etwa den Teufel nachahmen?

Natürlich sind die meisten Kameras heutzutage von vornherein mit diesen Hilfsmitteln ausgestattet. Ein Christ, der ein solches Gerät besitzt, wäre daher ständig der Versuchung ausgesetzt, diese Einrichtungen doch zu verwenden. Doch in Resterampen und anderen für Christen geeigneten Geschäften sind manchmal noch Fotoapparate ohne Blitz und Blende erhältlich. Wenn wir uns dafür entscheiden, zu fotografieren, wären wir mit so einem Gerät auf der sicheren Seite.

 

Wo ist heute das Zentrum der falschen Anbetung?

Einige glauben, das Zentrum der falschen Anbetung befände sich in Rom, in Lourdes oder in Mekka. Doch der Wachtturm vom 15. Mai 1980 sagt über die Zeit des Amos: „[Das] Bethel war imagedas Zentrum der falschen Anbetung“ (Seite 31). Später wurde deutlich gemacht: „Jehovas Aufruf an die Israeliten … [lautete]: ‚Haßt das Böse, und liebt das Gute‘. … Solche Worte wurden jedoch ignoriert. Abtrünnige gingen lieber nach Bethel und Gilgal, den Zentren des Götzendienstes, und brachten dort falschen Göttern Opfer dar“ (Der Wachtturm, 1. April 1989, Seite 23).

Die „Zentren des Götzendienstes“, in denen die ‚Abtrünnigen‘ versammelt waren, fand man damals also in „Bethel und Gilgal“. Gilgal gibt es heute nicht mehr, doch Bethelheime findet man überall auf der Welt. Das größte befindet sich in Brooklyn, und ein kleineres Bethel befindet sich beispielsweise in Selters. Diese Orte sind die heutigen „Zentren des Götzendienstes“, denn dort werden dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ und anderen „falschen Göttern Opfer dar[gebracht]“ (Matthäus 24:45). Daher gibt Amos den Rat: „Sucht nicht [das] Bethel auf. … Über die Bewohner … wird Unheil kommen“ (Amos 5:5, Neues Leben).

 

Wer sind die „Wölfe“, vor denen Paulus warnte?

Paulus warnte die Christen seiner Zeit: „Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden“ (Apostelgeschichte 20:29, 30). Um wen handelt es sich dabei?

Natürlich versuchen diese „Wölfe“, sich zu tarnen. Doch Wölfe fressen Schafe; man kann die sinnbildlichen „Wölfe“ also daran erkennen, dass sie Lämmer verfolgen. Der Apostel Johannes liefert uns den entscheidenden Hinweis für ihre Identifikation: „Die hundertvierundvierzigtausend … sind es, die dem Lamm beständig folgen“ (Offenbarung 14:3, 4).

Die ‚bedrückenden Wölfe‘, die „verdrehte Dinge reden“, sind also die Gesalbten, von denen ein Überrest noch auf der Erde lebt und den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bildet (Matthäus 24:45).

 

Wie können sich Christen vor vorehelichem Geschlechtsverkehr hüten?

Viele Christen glauben, „daß vorehelicher Geschlechtsverkehr ein schwerwiegendes Vergehen ist“ (Erwachet!, 22. Mai 2000, Seite 14). Wie kann man sich vor dieser Sünde hüten? Paulus gab einen ebenso einfachen wie genialen Rat: „Es [scheint] mir das Beste zu sein, wenn man unverheiratet bleibt. … Wer … entschlossen ist, nicht zu heiraten, der tut gut daran“ (1. Korinther 7:26, 37, Hoffnung für Alle).

Wer nie eine Ehe eingehen wird, kann auch keinen „vorehelichen Geschlechtsverkehr“ haben. Kein Wunder, dass Jesu Jünger sagten: „Dann wäre es ja besser, gar nicht zu heiraten!“ (Matthäus 19:10, Neues Leben). Und genau das ist der Fall. Statt durch eine Heirat „sklavisch gebunden“ zu werden, sollten Christen den Rat des Apostels Johannes befolgen: „Laßt uns lieben, nicht mit Worten, … sondern in Tat“ (1. Korinther 7:15; 1. Johannes 3:18). Ja, „wer seine Verlobte heiratet, handelt gut; aber wer sie nicht heiratet, handelt noch besser“ (1. Korinther 7:38, Gute Nachricht).

 

Werden im Paradies weiterhin die Männer für den Lebensunterhalt ihrer Familien sorgen?

Heutzutage sind christliche Männer verpflichtet, für ihre „Hausgenossen“ zu sorgen (1. Timotheus 5:8). Doch im Paradies wird Gottes ursprünglicher Vorsatz verwirklicht werden, wonach die Frau als „Gehilfin“ des Mannes erschaffen wurde (1. Mose 2:18). Demgemäß erklärte Jesus, unter seiner Herrschaft „werden zwei Männer in einem Bett sein“, aber „zwei Frauen an derselben Mühle mahlen“ (Lukas 17:34, 35).

Im Paradies werden also die Frauen dafür zuständig sein, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie werden früh aufstehen, „während es noch Nacht ist“, und bis in die Nacht mit Kochen, Backen, Spinnen und anderen Haushaltstätigkeiten beschäftigt sein (Sprüche 31:15, 18). Die Männer dagegen werden lang schlafen und dann tagsüber im Tor sitzen und Wein trinken (Psalm 69:12; Matthäus 26:29).

 

Wurde Jesus vollkommen erschaffen?

Viele sogenannte Christen glauben, Jesus sei schon immer vollkommen gewesen und hätte sein vollkommenes Leben als Opfer dargebracht. Dabei lassen sie jedoch außer Acht, dass der Apostel Paulus über ihn schrieb: „Obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt; und nachdem er vollkommen gemacht worden war, wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich, die ihm gehorchen“ (Hebräer 5:8, 9).

Während Jesus auf der Erde war, „lernte er Gehorsam“. Das zeigt eindeutig, dass er davor nicht gehorsam war. Er „spielte auf dem weiten Rund der Erde“ und hatte wohl anderes im Sinn als seinen Eltern immer zu gehorchen (Sprüche 8:31, Gute Nachricht). Erst nach seinem irdischen Lauf und seinem Tod wurde er „vollkommen gemacht“, wie der o. g. Text ganz klar zeigt. Als er starb, war er zwar bereits gehorsam, aber immer noch unvollkommen.

Doch „kein unvollkommener Mensch ‘kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben‘“ (Der Wachtturm, 15. November 2001, Seite 12). Demzufolge konnte auch Jesus uns nicht durch seinen Tod erlösen, und das erklärt, weshalb Gottes Königreich bis heute noch nicht gekommen ist.

 

Wem folgen Jehovas Zeugen?

Das Geschichtswerk Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes stellt auf Seite 618 in Bezug auf die früheren Zeugen Jehovas zu Recht die Frage: „Folgten sie lediglich einem unvollkommenen Menschen?“ Die gleiche Frage wird heute immer noch gestellt – folgen Jehovas Zeugen lediglich einem unvollkommenen Menschen?

Diese Frage muss ganz klar verneint werden. Jehovas Zeugen folgen und folgten nicht nur „einem unvollkommenen Menschen“, sondern vielen unvollkommenen Menschen – anfangs Charles T. Russell, dann Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr und Fred W. Franz. Heute folgen sie einer Gruppe unvollkommener Menschen, die sich „Leitende Körperschaft“ nennt.

Immer noch müssen Jehovas Zeugen „der Führung durch die leitende Körperschaft des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ gehorchen“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1994, Seite 30). Sie werden auch aufgefordert: „Für uns geht kein Weg daran vorbei, dass wir bei allem, was … der treue Sklave sagt, ‚zum Gehorchen bereit‘ sind“ – und das, obwohl „der ‚treue und verständige Sklave‘ … aus unvollkommenen Menschen besteht“ (Unser Königreichsdienst, Juni 2008, Seite 1; Der Wachtturm, 15. November 1981, Seite 28).

Somit kann eindeutig gesagt werden, dass Jehovas Zeugen nicht „lediglich einem unvollkommenen Menschen“ folgen, sondern mehreren unvollkommenen Menschen.

 

Wie können dem Einfluss der Dämonen entkommen?

Gemäß der Zeitschrift Erwachet! müssen Jehovas Zeugen „die Worte des Apostels Paulus beachten: ‚Ich will … nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen‘“ (Ausgabe vom 8. Februar 1998, Seite 24). Es versteht sich eigentlich von selbst, dass wahre Christen sich nicht an Orten aufhalten dürfen, an denen auch Dämonen anwesend sind. Wovon sollten wir uns deshalb fernhalten?

imageDie Antwort gab Charles Taze Russell schon im Jahr 1897, als er schrieb: „Satan … hat ohne Zweifel erfahren, daß die Welt einigermaßen verstehen gelernt hat, daß ‚das Geheimnis Jehovas bei denen ist, die ihn fürchten‘ (Psalm 25:14), und darum sendet er seine Engel sicherlich oft in die kleinen Zusammenkünfte, in denen Gottes Heilige die Bibel studieren, um etwas von den Plänen Gottes zu erfahren“ (Schriftstudien, Band 4: Der Krieg von Harmagedon, Ausgabe 1926, Seite 488).

Die Dämonen sind also in den Zusammenkünften der Bibelforscher – heute Jehovas Zeugen genannt – zu finden. Wer Gott gefallen will, muss sich von dort fernhalten.

 

Sollten Christen einen Locher verwenden?

Aus modernen Büros sind Locher praktisch nicht mehr wegzudenken. Auch im privaten Bereich verwenden Menschen auf der ganzen Welt solche Geräte, um Schriftstücke zu lochenimage und sie in Ordnern abzuheften. Kaum jemand denkt dabei an den religiösen Hintergrund, mit dem der Locher in Verbindung steht.

Die von einem Locher erzeugten Löcher sind jedoch kreisrund, und in der Altertumsforschung werden „Kreise als das heidnische und germanische Zeichen für Sonne gedeutet“ (Werner Brast, Der Bildstein von Niederdollendorf). Die Sonne wurde als Gott verehrt; tatsächlich sind viele Symbole der heidnischen Religion von einer Form abgeleitet, die dem Loch eines modernen Lochers auffallend ähnlich sieht (siehe Bild).

Durch die Verwendung eines Lochers würden wir somit zur Verbreitung eines heidnischen Symbols und letztlich zur Verehrung des Sonnengottes beitragen. Da Jehova „keine Rivalität duldet“, dürfen wir als wahre Christen keinen Locher verwenden (5. Mose 5:9, Fn.). Achten wir auch sorgfältig darauf, kein gelochtes Papier bei uns zu Hause aufzubewahren. Beim Auspacken der Post sollten wir immer eine Schere griffbereit haben, damit wir ggf. den Rand mit den Löchern abschneiden und diese beseitigen können.

Die Prophezeiung Sacharjas – Licht für alle Zeugen Jehovas

Nachdruck aus Erbrechet!, Juni 2010

„Was eure Väter betrifft, wo sind sie? Und was die Propheten betrifft, lebten sie auf unabsehbare Zeit weiter?“ (Sacharja 1:5)

Erforscher der Bibel sind seit jeher fasziniert von Prophezeiungen. Eine solche ist das Buch Sacharja, das vom gleichnamigen Propheten im 6. Jahrhundert v. u. Z. verfasst wurde. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es sich direkt vor unseren Augen erfüllt, dass es aber auch die nahe Zukunft vorhersagt.

Gleich zu Beginn wird deutlich, um welche Personengruppe sich das Buch dreht. Ein Engel erklärt in Bezug auf die Hauptpersonen: „Diese sind es, die Jehova ausgesandt hat, um auf der Erde umherzugehen“ (Sacharja 1:10). Sie selbst bestätigen das und sagen: „Wir sind auf der Erde umhergegangen“ (Sacharja 1:11). Es handelt sich eindeutig um Personen, die im Auftrag Jehovas ‚auf der Erde umhergehen‘ – Jehovas Zeugen.

Predigtdienst

Tatsächlich ist der Predigtdienst das Hauptmerkmal von Jehovas Zeugen (siehe z. B. Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1998, Seite 108). Sacharja beschreibt, wie sie dabei vorgehen: „Siehe, da waren vier Wagen. … Am ersten Wagen waren rote Pferde und am zweiten Wagen schwarze Pferde. Und am dritten Wagen waren weiße Pferde und am vierten Wagen gefleckte, gescheckte Pferde“ (Sacharja 6:1-3). Die meisten Zeugen Jehovas fahren mit ihrem „Wagen“ ins Predigtdienstgebiet; wenn man auch heute keine Pferdewagen mehr verwendet, so wird die Leistung der Automoren doch immer noch in „Pferdestärken“ (PS) angegeben. Wie man früher auf verschiedenfarbigen Pferden ritt, so fahren Jehovas Zeugen heute verschiedenfarbige Autos.

Die Verkündiger bearbeiten verschiedene Gebiete: „Die schwarzen Rosse ziehen nach Norden, die weißen ziehen nach Westen und die scheckigen ziehen nach Süden“ (Sacharja 6:6, Luther). Hier beschreibt der Prophet treffend, wie sich die Verkündiger nach dem Predigtdiensttreffpunkt aufteilen und in ihre Zuteilungen fahren.

Eine Gruppe tut sich allerdings besonders hervor: „Was die gescheckten betrifft, sie sollen ausziehen und ständig suchen, wohin sie gehen sollen, um auf der Erde umherzuziehen. … Und sie begannen auf der Erde umherzuziehen“ (Sacharja 6:7). Diese Verkündiger gehen nicht einfach einmal pro Woche in den Predigtdienst, sondern sie ‚suchen ständig, wohin sie gehen sollen‘. Es handelt sich offensichtlich um die Pioniere und Missionare, für die der Predigtdienst eine Vollzeitbeschäftigung ist. Oft haben sie wenig Geld und müssen alte, zusammengeflickte Autos fahren, die ein wenig an gescheckte Pferde erinnern.

Viele Menschen schlafen noch, wenn Jehovas Zeugen bei ihnen klingeln. So ging es auch Sacharja; er berichtet: „Der mit mir redete, … weckte mich auf gleich einem Mann, der aus seinem Schlaf aufgeweckt wird“ (Sacharja 4:1). Doch nicht damit zufrieden, den Hausherrn aus dem Schlaf gerissen zu haben, sagte der Verkündiger in seiner Vision weiter: „Ich will deine Söhne wecken!“ (Sacharja 9:13). Wirklich eine passende Beschreibung von Jehovas Zeugen, die bei diesen morgendlichen Besuchen ausgerechnet die Zeitschrift „Erwachet!“ anbieten!

Organisationsstruktur

Auch die hierarchische Struktur der Zeugen Jehovas wird in der Prophezeiung genau beschrieben. Zunächst erwähnt Sacharja die unterste Ebene: „Siehe, da waren vier Hörner“ (Sacharja 1:18). Schafe haben zwei Hörner; somit stehen die „vier Hörner“ für zwei „andere Schafe“ (Johannes 10:16). Sie stellen die Gesamtzahl aller Zeugen Jehovas dar, die zur „großen Volksmenge“ gezählt werden (Offenbarung 7:9).

Auch die andere Gruppe von Zeugen Jehovas wird erwähnt, die den „anderen Schafen“ übergeordnet ist. Sacharja erklärt: „Was bedeuten diese zwei Olivenbäume auf der rechten Seite des Leuchters und auf seiner linken Seite? … Dies sind die zwei Gesalbten“ (Sacharja 4:11, 14). Die „Gesalbten“, die bis zum Wachtturm vom 15. Juli 2013 den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bildeten, stehen auf der rechten und auf der linken Seite „des Leuchters“ – der Stelle, an der das „neue Licht“ und die andere „geistige Speise“ entsteht (Der Wachtturm, 1. März 2004, Seite 10).

Wieso werden die Gesalbten mit Olivenbäumen verglichen? Der Prophet Joel „gebrauchte Olivenöl als Veranschaulichung für … Wohlstand“ (Der Wachtturm, 1. März 1993, Seite 24). Obwohl viele der „Gesalbten“ scheinbar arm sind, werden sie doch von den „anderen Schafen“ in Ehren gehalten und auch großzügig mit Spenden unterstützt. Doch „Olivenbäume“ waren in Israel auch eine Hauptquelle für Fett; somitPhoto-Drama der Schöpfung deutet der Text auch an, dass viele Gesalbte übergewichtig sind.

Außer den „anderen Schafen“ und den „Gesalbten“ gibt es jedoch noch jemanden, der in der Wachtturm-Organisation eine Rolle spielt. Sacharja berichtet über den Engel, der ihm die Vision mitteilte: „Er ging daran, mir Josua, den Hohenpriester, zu zeigen, … und Satan, der zu seiner Rechten stand“ (Sacharja 3:1). Da im alten Israel der Hohepriester der Mittler zwischen Gott und Menschen war, steht ‚Josua, der Hohepriester‘ für die Leitende Körperschaft, die als Vertreter des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ vorgibt, „Gottes Mitteilungskanal“ zu sein. In Wirklichkeit wird sie jedoch von Satan, dem Teufel, geleitet, wie aus Sacharjas Prophezeiung eindeutig hervorgeht.

Saalbau

Auch die weltweite Saalbautätigkeit der Zeugen Jehovas wurde von Sacharja vorhergesagt. Er erklärte: „Überdies zeigte Jehova mir vier Handwerker“ (Sacharja 1:20). Da die Wachtturm-Organisation keine Rücksicht auf ihre Bauhelfer nimmt und auch bei schlechtem Wetter bauen lässt, sagte Sacharja über die Arbeiter: „Sie sollen wie starke Männer werden, die … im Schlamm der Straßen stampfen“ (Sacharja 10:5).

Nur durch Gottes Geist war es Sacharja möglich, sogar die Arbeitsbedingungen bei den Saalbaueinsätzen der Wachtturm-Gesellschaft genau vorherzusagen. Er sagte, in „jenen Tagen wurde nicht veranlaßt, daß es Lohn für die Menschen gab; … so etwas gab es nicht“ (Sacharja 8:10). Tatsächlich erhalten die Bauhelfer keinen Lohn, obwohl die errichteten Gebäude nachher der Wachtturm-Gesellschaft oder einer ihrer Rechtskörperschaften gehören.

Da Verantwortung oft nach „Geistiggesinntsein“ oder Geschlecht, aber nicht nach Fähigkeit vergeben wird, ist auch Streit auf der Baustelle vorprogrammiert. Daher fügte Sacharja noch hinzu: „Für den Hinausgehenden und für den Hineingehenden gab es keinen Frieden“ (Sacharja 8:10).

Zur Zeit Sacharjas gab es noch keine Leuchtstoffröhren. Gottes Geist veranlasste ihn, trotzdem folgendes über die von Jehovas Zeugen gebauten Königreichssäle vorherzusagen: „Seine sieben Lampen sind darauf, ja sieben; und die Lampen, die oben darauf sind, haben sieben Röhren“ (Sacharja 4:2). Tatsächlich sind fast alle Königreichssäle mit Leuchtstoffröhren ausgestattet, und die Zahl Sieben steht für die Gesamtzahl aller Lampen im Gebäude.

Weitere Einzelheiten

Sacharja sagte noch weitere Details über die Methoden der Wachtturm-Organisation vorher. Beispielsweise erklärte er: „Siehe, der Stein, den ich vor Josua gelegt habe! Auf dem einen Stein sind sieben Augen. … Diese sieben sind die Augen Jehovas. Sie schweifen umher auf der ganzen Erde“ (Sacharja 3:9; 4:10). Augen stehen für Beobachtung und Überwachung; die „sieben Augen“ stellen somit dar, dass Jehovas angebliche Organisation das Leben ihrer Anhänger vollständig überwacht. Besonderer Wert wird natürlich auf den Einsatz im Predigtdienst gelegt, und hier sammelt die Wachtturm-Organisation buchstäblich Berichte von „der ganzen Erde“ ein (Der Wachtturm, 15. Juni 1990, Seite 29).

In neuerer Zeit werden diese Berichte meistens nicht mehr per Post verschickt, sondern über das Internet eingegeben. Die Daten werden dabei über Kupferkabel übertragen, und auch das sah Sacharja voraus, denn in der Nähe der Verkündiger sah er „Kupferberge“  (Sacharja 6:1). Auch zur Verteilung der Zeitschriften wird vermehrt das Internet mit seinen Kupferkabeln benutzt.

Jehovas Zeugen verlangen, „daß man die Gesamtheit der wahren Lehren der Bibel akzeptiert, einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten“ (Der Wachtturm, 1. April 1986, Seite 31). Eine solche Lehre, „die nur Jehovas Zeugen vertreten“, wurde von Sacharja ebenfalls imagevorhergesagt. Er prophezeite über die Zeit, in der Jehovas Zeugen die Weltbühne betraten: „An jenem Tag wird sich Jehova als einer erweisen“ (Sacharja 14:9). Bis dahin betrachtete man Jehova als dreieinigen Gott, doch Jehovas Zeugen glauben, er sei nur „einer“. Da sie nicht mit Jehovas Zeugen in Verbindung gebracht werden wollten, hörten die meisten Christen auf, den Namen „Jehova“ zu gebrauchen. Heute denken die Leute bei dem Namen „Jehova“ nicht mehr an den dreieinigen Gott der Christenheit, sondern an den nichtdreieinigen Gott der Zeugen Jehovas.

Nutzen Anhänger aus

Sacharja erklärt, wie Glieder der Leitenden Körperschaft und andere „Gesalbte“ sich ankündigen, wenn sie sich unter die gewöhnlichen „anderen Schafe“ begeben: „Siehe! Dein König selbst kommt zu dir. Er ist gerecht, ja gerettet, demütig“ (Sacharja 9:9). Tatsächlich, die „Gesalbten“ behaupten, dass sie „‘als Könige über die Erde regieren‘ werden“ (Der Wachtturm, 15. April 1992, Seite 17). Sie erklären auch, im Gegensatz zu den anderen Schafen bereits „gerechtgesprochen“ und damit quasi „gerettet“ zu sein (Der Wachtturm, 15. Januar 2008, Seite 21). Schließlich tun sie auch so, als wären sie „demütig“, indem sie sich „Sklave“ nennen (obwohl sie sich eigentlich wie ein Herr benehmen).

Sacharja sagt weiter über die „Gesalbten“, sie seien „auf einem Esel reitend, ja auf … dem Sohn einer Eselin“ (Sacharja 9:9). In der Tat machen die meisten Gesalbten, insbesondere die in Führungspositionen, es sich in ihren Bethelheimen bequem, während sie das mühevolle Predigtwerk von eselgleichen „anderen Schafen“ durchführen lassen. Viele solche „Esel“ sind nicht als Erwachsene Zeugen Jehovas geworden, sondern ihre Eltern waren bereits Zeugen Jehovas – sie sind somit quasi „Sohn einer Eselin“. Nicht umsonst fragte die Wachtturm-Gesellschaft selbst: „Was wären wir nur ohne Esel?“ (Erwachet!, Dezember 2006, Seite 26).

Was wären wir nur ohne Esel?Die „Esel“ – die anderen Schafe – haben auch finanzielle Einbußen. „Das Vermögen aller Nationen ringsum wird gewiß gesammelt werden, Gold und Silber und Kleider in ausnehmend großer Menge“ (Sacharja 14:14). Tatsächlich spenden die eselgleichen Verkündiger Geld – das neuzeitliche „Gold und Silber“ – an die Wachtturm-Gesellschaft; deren Veröffentlichungen erwähnen ausdrücklich die „großzügigen Spenden der Zeugen Jehovas in der ganzen Welt“ (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1970, Seite 48).

Doch außer den Spenden haben Jehovas Zeugen noch andere Ausgaben. Tatsächlich haben alle Zeugen Jehovas „Kleider in ausnehmend großer Menge“ in ihren Schränken, damit sie „zu allen Zusammenkünften … ordentlich und passend gekleidet … erscheinen“ können (Der Wachtturm, 1. Juni 1989, Seite 20). Die australische Autorin Jan Groenveld schrieb: „Du bist vermutlich ein Zeuge Jehovas, wenn du deinen Lebensunterhalt mit Fensterputzen verdienst und trotzdem fünf Anzüge im Schrank hängen hast.“ Wie auf einer Internetseite zu lesen ist, kann der Anspruch einer Zeugin Jehovas, ihre Zugehörigkeit zu Gottes ‚auserwähltem Volk‘ durch ihre Kleidung zum Ausdruck zu bringen, sogar „in Stress und Konkurrenzkampf ausarten“ und „kostet viel Zeit, Kraft und Geld“ (Die Kleiderordnung der Zeugen Jehovas).

Zuweilen führt diese Situation zu seltsamen Anblicken. Sacharja prophezeite über einen Zeugen Jehovas: „Es ergab sich, daß er mit beschmutzten Kleidern bekleidet war“ (Sacharja 3:3). In vielen Versammlungen kann man in der Tat beobachten, dass sich einige Verkündiger zwar formell an die Kleidervorschriften halten – die Männer tragen also Anzüge und Krawatten, die Frauen Röcke oder Kleider – dass sie aber nicht merken, dass ihre Kleidung schmutzig oder kaputt ist, nicht richtig passt oder farblich nicht harmoniert. Dazu tragen auch die Ältesten bei, die jeden Bruder akzeptieren, solange er eine Krawatte trägt (egal, wie schmutzig und unordentlich seine Kleidung ansonsten ist), aber jede Schwester mit einem noch so ordentlichen Hosenanzug scharf zurechtweisen.

Vielleicht spenden nicht alle Anhänger der Wachtturm-Gesellschaft Geld an diese, aber von der Kleiderordnung und den damit verbundenen Ausgaben sind „alle Zeugen Jehovas“ betroffen (Der Wachtturm, 15. November 1989, Seite 14). Sacharja bezeichnet das krankhafte Streben nach „wohlgeordneter Kleidung“ als „schlagartige Plage“ und erklärt: „So wird sich die schlagartige Plage des Pferdes, des Maultiers, des Kamels und des Esels … erweisen“ (Sacharja 14:15). Es betrifft wirklich alle Verkündiger, die man – je nach ihrem Charakter – als ‚Pferde, Maultiere, Kamele oder Esel‘ bezeichnen kann.

Wasser des Lebens?

Nun erklärt Sacharja, welche Wirkung das Geschreibsel der Wachtturm-Gesellschaft auf Menschen außerhalb der Organisation hat: „Es wird nicht Tag sein, noch wird es Nacht sein; und es soll geschehen, daß es zur Abendzeit hell werden wird. Und es soll geschehen an jenem Tag, daß lebendige Wasser von Jerusalem ausgehen werden, die Hälfte davon zum östlichen Meer und die Hälfte davon zum westlichen Meer. Im Sommer und im Winter wird es geschehen“ (Sacharja 14:7, 8).

Hier vergleicht Sacharja das angebliche „Wasser der Wahrheit“, das Jehovas Zeugen austeilen, mit dem buchstäblichen ‚lebendigen Wasser‘ oder „Wasser des Lebens“. Dieser Ausdruck wird traditionell auf Wodka angewandt, und Wodka wird in großen Mengen aus Russland „zum östlichen Meer und … zum westlichen Meer“, d. h. in alle Himmelsrichtungen, exportiert, und zwar „im Sommer und im Winter“. Russland liegt auch teilweise nördlich des Polarkreises, wo es im Winter „nicht Tag“ wird, im Sommer aber nicht „Nacht“ wird, sondern „zur Abendzeit hell“ ist.

imageIm übertragenen Sinne wird heute geistiger Wodka aus Brooklyn, dem gegenbildlichen „Jerusalem“, in die ganze Welt exportiert. Die Schriften der Wachtturm-Gesellschaft machen ihre Leser geistig betrunken; dieser geistige Alkohol „stumpft die Sinne ab, so daß das Urteilsvermögen beeinträchtigt wird und man sein Denkvermögen nicht mehr in der Gewalt hat“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 1975, Seite 596). Wer sich zu viel damit beschäftigt, lässt sich eines Tages vielleicht sogar auf ein „Bibelstudium“ mit Jehovas Zeugen ein und wird schließlich auch von der ‚schlagartigen Plage‘ befallen (Sacharja 14:15).

Sacharja bestätigt diesen Gedanken, denn er sah „eine fliegende Buchrolle“ und erklärte: „Dies ist der Fluch, der über die Oberfläche der ganzen Erde ausgeht“ (Sacharja 5:2, 3). Wie ‚fliegende Buchrollen‘ breiten sich neue Wachtturm-Ausgaben in Windeseile „über die Oberfläche der ganzen Erde“ aus und werden zu einem „Fluch“ für alle, die an ihren Inhalt glauben.

Bosheit

In einer weiteren Vision sah Sacharja ein anderes, bedeutendes Merkmal von Jehovas Zeugen. Er erzählt: „Es ist eine Tonne, die da erscheint. … Als der Bleideckel angehoben wurde, kam eine Frau zum Vorschein, die in der Tonne saß“ (Sacharja 5:6, 7, Neues Leben). Wer ist diese geheimnisvolle Frau in der Tonne? Ein Engel erklärte Sacharja: „Das ist ihr Aussehen auf der ganzen Erde. … Dies ist die Bosheit“ (Sacharja 5:6, 8).

Wieso wird die „Bosheit“ durch eine „Frau“ dargestellt? Zu allen Zeiten betrachteten Anbeter Gottes die Frauen als Ursache des Bösen. In den Spätschriften des Alten Testaments heißt es: „Aus einer Frau kommt Bosheit hervor, ebenso wie aus einem Kleidungsstück Motten. Selbst die Schlechtigkeit eines Mannes ist immer noch besser als die Güte einer Frau“ (Jesus Sirach 42:13, 14, Gute Nachricht). Jahrhunderte später schrieb Papst Pius II: „Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!“

Jehovas Zeugen vertreten ebenfalls die Ansicht, dass die Bosheit im Wesentlichen von Frauen ausgeht. Sie schrieben beispielsweise: „Unter jenen Christen [im 1. Jahrhundert] gab es ‚das Weib Isebel‘ – wahrscheinlich eine Gruppe von Frauen mit Wesenszügen, wie sie die böse Königin Isebel aus dem Zehnstämmekönigreich Israel hatte. … Lassen wir nicht zu, dass eine selbst ernannte Prophetin andere in der Christenversammlung beeinflusst!“ (Der Wachtturm, 15. Mai 2003, Seite 16). Bei anderer Gelegenheit ermahnten sie Frauen: „Gottgefällige Frauen hüten sich davor, wie Isebel oder ihresgleichen zu sein“ (Der Wachtturm, 15. September 1997, Seite 18).

Jeder, der einige Zeit mit Jehovas Zeugen verbracht hat, weiß, dass die „Bosheit“ auch in ihren Versammlungen im Überfluss vorhanden ist. Natürlich ist das nicht nur auf die Frauen zurückzuführen – aber die Wachtturm-Literatur wird von Männern geschrieben oder zumindest überprüft. Daher werden dort auch weiterhin Frauen als Ursache des Bösen dargestellt: „Christliche Frauen sollten ihren Männern untertanimage sein. … Außerdem sollten sie in der Versammlung die ernannten Ältesten respektieren, die ausnahmslos Männer sind. … Das öffentliche Lehren in der Versammlung sollten die christlichen Frauen diesen ernannten ‚älteren Männern‘ überlassen und sich davor hüten, diesen Lehrern öffentlich zu widersprechen. … Jeder unangebrachte weibliche Einfluß in einer Versammlung würde eine Verurteilung durch Christus nach sich ziehen“ (Der Wachtturm, 1. September 1986, Seite 16).

Sacharja prophezeite in Bezug auf den „König“, die „gesalbte“ Führungselite der Zeugen Jehovas: „Er wird tatsächlich Frieden reden zu den Nationen; und seine Herrschaft wird von Meer zu Meer sein und vom Strom bis an die Enden der Erde“ (Sacharja 9:10). Tatsächlich reden Jehovas Zeugen „Frieden … zu den Nationen“ – sie erzählen ständig von einer „friedlichen neuen Welt“ (Leben in einer friedlichen Neuen Welt, Titelseite). Doch in Wirklichkeit herrschen sie „von Meer zu Meer“, und „die Bösen sind … das Meer“ (Jesaja 57:20). Sie herrschen also über „die Bösen“ in den Versammlungen der Zeugen Jehovas.

Außerdem ist die „Herrschaft“ der Leitenden Körperschaft „vom Strom bis an die Enden der Erde“ – was bedeutet das? Der „Strom“ ist zweifellos der Euphrat in Babylonien, was beweist, dass auch die Wachtturm-Gesellschaft ein Teil ‚Babylons der Großen‘ ist (Offenbarung 14:8). Joseph F. Rutherford, ein bekannter Richter, machte deutlich, wer hinter diesem „Strom“ steckt: „Satan, der Teufel, dargestellt als großer Drache, … sprach: ‚Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht‘“ (Licht, Band 1, Seite 298). Außerdem herrscht die Wachtturm-Gesellschaft „bis an die Enden der Erde“, und die Bibel sagt: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Johannes 5:19). Der „treue und verständige Sklave“ ist also selbst derjenige, „der böse ist“, arbeitet mit Satan zusammen und herrscht über ein Volk von Bösen.

Würde es irgendwann ein Ende der Bosheit in der Versammlung geben? Sacharja „sah, wie zwei Frauen erschienen, deren Flügel vom Wind getragen wurden, … und sie trugen die Tonne zwischen Himmel und Erde davon. ‚Wo bringen sie die Tonne hin?‘ … ‚Ins Land Schinar, um ihr einen Tempel zu errichten und sie auf ein Podest zu stellen‘“ (Sacharja 5:9-11, Neues Leben). Die „Bosheit“ würde also nicht vergehen, sondern im „Land Schinar“ – wo sich „Babylon die Große“ befindet – sollte ihr sogar ein eigener Tempel errichtet werden. Ja, alle falschen Religionen – Jehovas Zeugen eingeschlossen – würden sich im Hervorbringen von Bosheit besonders hervortun.

Der Zustand offenbargemacht

Der schlechte geistige Zustand der Wachtturm-Organisation bleibt nicht für immer verborgen. Gott sagt: „Ich [will] deine Gefangenen aus der Grube heraussenden, in der kein Wasser ist, … ihr Gefangenen der Hoffnung“ (Sacharja 9:11, 12). Jehovas Zeugen sind wirklich ‚Gefangene der Hoffnung‘ auf eine imageneue Welt, die nie kommt. Doch da sich alle bisherigen Vorhersagen der Wachtturm-Gesellschaft nicht erfüllt haben, werden einige Zeugen Jehovas „desillusioniert oder müde, noch länger auf Harmagedon zu warten“ (Der Wachtturm, 1. Januar 1998, Seite 9). Sie merken, dass die „anderen Schafe“, zu denen sie sich zählen, eine „zur Tötung bestimmte Kleinviehherde sind, d. h. dass sie vor Harmagedon sterben werden, „obwohl sie nicht für schuldig gehalten werden“ (Sacharja 11:4, 5).

Einzelne erkennen, dass im Wachtturm in geistiger Hinsicht „kein Wasser ist“, sondern Wodka, der die Leser trunken macht (Sacharja 14:7). Zu ihnen spricht Gott durch Sacharja: „Lauf! … Heda! Heda! Flieht denn! … Entrinne, die du bei der Tochter Babylon wohnst. … Bewahre Schweigen“ (Sacharja 2:4, 6, 7, 13). Durch ihre unbiblischen Lehren und ihre Zusammenarbeit mit der UNO und anderen politischen Einrichtungen haben sich Jehovas Zeugen zu einem Teil ‚Babylons der Großen‘ gemacht (Offenbarung 14:8). Wer das erkannt hat, sollte nicht länger ‚bei der Tochter Babylon wohnen‘, indem er ein Teil der Wachtturm-Organisation bleibt, sondern ‚laufen, fliehen und entrinnen‘. Er sollte „schweigen“, statt weiterhin die „Gute [Vernichtungs]botschaft“ zu predigen.

Außerdem ermuntert Sacharja solche Personen: „Das Fasten des vierten Monats und das Fasten des fünften Monats und das Fasten des siebten Monats und das Fasten des zehnten Monats wird image… zum Frohlocken und zur Freude und zu guten Festzeiten werden“ (Sacharja 8:19). Natürlich ist hier ein geistiges „Fasten“ gemeint; es bezieht sich darauf, den Wachtturm nicht mehr zu lesen und sich nicht länger die langweiligen Vorträge in den Zusammenkünften und auf den Kongressen anzuhören. Wer mit dem geistigen Fasten erst einmal anfängt, wird schon nach kurzer Zeit „frohlocken“ und feststellen, was für eine Last von ihm gewichen ist!

Vorväter

Unter denen, die die Wahrheit über die Wachtturm-Gesellschaft erkennen, befinden sich viele Kinder von Zeugen Jehovas. Sacharja wendet sich an sie mit den Worten: „Jehova wurde zornig über eure Väter – und zwar sehr. … Werdet nicht wie eure Väter, denen die früheren Prophetenimage zuriefen, indem sie sprachen: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat …‘“ (Sacharja 1:2, 4). Ihre Väter hörten auf „die früheren Propheten“ – die Schreiber der Wachtturm-Gesellschaft, die Harmagedon für 1914 und 1975 sowie die Auferstehung Abrahams, Isaaks und Jakobs für 1925 vorhersagten. Gott „wurde zornig“ über sie, weil sie sich von solchen Lügenpropheten irreführen ließen und nicht merkten, dass es gar nicht „Jehova der Heerscharen“ war, der das „gesagt hat“, was im Wachtturm stand.

Dann trifft der Prophet den Nagel auf den Kopf, wenn er fragt: „Was eure Väter betrifft, wo sind sie? Und was die Propheten betrifft, lebten sie auf unabsehbare Zeit weiter?“ (Sacharja 1:5). Ja, wo sind die früheren Bibelforscher und Zeugen Jehovas heute? Im Paradies, das 1914, 1925, in den 1940er Jahren, 1975, vor 1995, im 20. Jahrhundert auf der Erde aufgerichtet wurde? Und „was die Propheten betrifft“ – Charles Taze Russell, Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr (und sein Ghostwriter F. W. Franz) – wo sind sie heute? Herrschen sie vom Himmel aus über die Menschheit? Werden wenigstens ihre Bücher noch gelesen und in Ehren gehalten?

imageGott fordert Kinder von Zeugen Jehovas auf: „Kehrt um!“ (Sacharja 1:3). Auch „Paulus hatte … seine Religion gewechselt, nachdem er festgestellt hatte, daß die ‚Überlieferungen seiner Väter‘ mit den heiligen Schriften nicht übereinstimmten“ (Der Wachtturm, Januar 1971, Seite 37). Das Gleiche sollten alle tun, die als Zeugen Jehovas erzogen wurden.

Sacharja erinnert an anderer Stelle noch einmal an die vielen falschen Vorhersagen der Wachtturmpropheten: „Die, die Wahrsagerei treiben, haben ihrerseits in einer Vision Falschheit geschaut, und wertlose Träume reden sie ständig, und vergeblich versuchen sie zu trösten. … Mit den bockgleichen Führern werde ich Abrechnung halten“ (Sacharja 10:2, 3).

Ja, alle Prophezeiungen in den unzähligen Veröffentlichungen der Zeugen Jehovas haben sich als „Falschheit“, als „wertlose Träume“ erwiesen. „Vergeblich versuchen“ die Ältesten, diejenigen „zu trösten“, die aufgrund dessen enttäuscht sind. Doch Sacharja prophezeite über diese: „Darum werden sie gewiß wegziehen“ (Sacharja 10:2). Viele sind mit den fadenscheinigen „Erklärungen“ nicht zufrieden und verlassen die Organisation.

 

Altes Licht

Gespräche mit den Ältesten

Manche verstehen gleich, dass die Wachtturm-Organisation auf Lügen aufgebaut ist, und verlassen sie einfach. Andere jedoch stören sich nur an einzelnen Punkten und versuchen, mit den Ältesten über ihre Zweifel zu reden. Einige lesen in alten Wachtturm-Publikationen, etwa in den Büchern von Charles Taze Russell und Joseph F. Rutherford oder im Goldenen Zeitalter. Sie sind entsetzt von den Lehren über die Pyramide von Gizeh, der Einstellung zum Krieg, den Erwartungen für 1925 oder den medizinischen Ratschlägen, die damals von Gottes Mitteilungskanal verbreitet wurden, und sagen dann zu den Ältesten: „Kennt ihr nicht die Botschaft, die der Herr durch die früheren Propheten verkündigen ließ?“ (Sacharja 7:7, Luther).

Die Reaktion der Ältesten auf solche Gespräche wurde aber ebenfalls von Sacharja vorhergesagt: „Es soll geschehen an jenem Tag, daß die Propheten beschämt werden, jeder seiner Vision wegen, wenn er prophezeit … zu dem Zweck des Betrügens. Und er wird gewiß sagen: ‚Ich bin kein Prophet‘“ (Sacharja 13:4, 5). Die gleiche Ausrede, die zweifellos von den Ältesten in so einer Situation zitiert wird, gebraucht auch der Führungszirkel der Zeugen Jehovas: „Heute inspiriert Jehova keine Propheten mehr wie in früherer Zeit; stattdessen hat er eine treue Sklavenklasse beauftragt. … Wie wichtig ist für uns daher der Gehorsam gegenüber dem ‚Sklaven‘!“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 2002, Seite 17).

Gott verspottet die Ältesten und fordert sie durch Sacharja auf: „Nimm dir noch die Geräte eines unbrauchbaren Hirten“ (Sacharja 11:15). Da viele Älteste keine feste innere Überzeugung haben, sondern lediglich gute Befehlsempfänger sind, fehlt es ihnen bei Diskussionen mit Zweiflern meistens an Argumenten. Dann nehmen sie „die Geräte eines unbrauchbaren Hirten“ zur Hand, worunter möglicherweise ihre Bücher und die Briefe der Wachtturm-Gesellschaft zu verstehen sind, in denen detaillierte Anweisungen für alle möglichen Situationen gegeben werden.

Vielleicht ist mit den ‚Geräten eines unbrauchbaren Hirten‘ aber auch die Drohung gemeint, die viele Älteste in solchen Gesprächen aussprechen. Sie drohen dem Zweifler mit dem geistigen (und später buchstäblichen) Tod durch den Gemeinschaftsentzug, wenn er mit irgendjemandem über seine Zweifel spricht. Wahrlich imageeine ‚unbrauchbare‘ Maßnahme – welcher liebevolle buchstäbliche Hirte würde ein Schaf töten oder aus der Herde ausschließen?

Spätestens in dieser Situation begreifen viele Zeugen Jehovas, dass die Wachtturm-Gesellschaft ein falscher Prophet ist und dass sie ihr bisheriges Leben an eine Lüge verschwendet haben. Gott sagte durch Sacharja voraus: „An jenem Tag … werde ich jedes Pferd mit Verwirrung schlagen und seinen Reiter mit Wahnsinn“ (Sacharja 12:4). Tatsächlich sind einige ‚verwirrt‘, wenn sie die Wahrheit über die „Wahrheit“ erkennen. Sie wissen nicht so recht, was sie nun tun sollen. Andere werden ‚wahnsinnig‘, wenn ihnen bewusst wird, dass sie ihr ganzes Leben an eine Gruppe seniler Lügner verschwendet haben.

Das Ende naht

Sacharja prophezeite: „Es wird sich erweisen, daß an jenem Tag kein Kanaanter mehr im Haus Jehovas der Heerscharen ist“ (Sacharja 14:21). Der Name „Kanaan“ bedeutet „Kaufmannsland“ oder „Land des Händlers“; die „Kanaaniter“ sind somit Kaufleute, Händler und andereimage gebildete Personen (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 23). Sie alle werden schon bald nicht mehr „im Haus Jehovas“, d. h. im Königreichssaal sein, sondern die Wachtturm-Organisation verlassen haben.

In Kürze wird es in den Königreichssälen so aussehen, wie von Sacharja prophezeit: „Es werden [nur] noch alte Männer und alte Frauen … sitzen“ (Sacharja 8:4). Alle jungen und vernünftigen Leute werden die Gemeinschaft verlassen haben. Die verbleibenden Alten haben vielleicht auch schon erkannt, dass sie irregeführt wurden, aber wollen kein neues Leben mehr beginnen. Lieber lassen sie sich Woche für Woche von den aktuellen Harmagedonvorhersagen einlullen, bis sie friedlich im Tod entschlafen.

Letzter Versuch

Die Leitende Körperschaft wird diese Entwicklung mit großer Sorge betrachten. Die alten Herren werden aber nicht wahrhaben wollen, dass ihre Stunde geschlagen hat, sondern sich gegenseitig mit den Worten trösten: „Es wird noch sein, daß Völker und die Bewohner vieler Städte kommen werden … und sagen: ‚Laßt uns allen Ernstes hingehen, um das Angesicht Jehovas zu besänftigen und Jehova der Heerscharen zu suchen‘“ (Sacharja 8:20, 21). Ja, sie glauben trotzdem, dass es noch eine große Mehrung geben wird.

imageSie fragen sich, was sie falsch machen, so dass die Mehrung ausbleibt. Schließlich werden sie dabei auf den folgenden Bibeltext stoßen: „Es wird in jenen Tagen sein, daß zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen ergreifen, ja sie werden tatsächlich den Rocksaum eines Mannes ergreifen, der ein Jude ist“ (Sacharja 8:23). Diese Prophezeiung wenden sie seit jeher auf sich selbst an: „Dieser Mann, ‚der ein Jude ist‘, … [stellt] den Überrest geistgesalbter Christen dar“ (Der Wachtturm, 15. Februar 2009, Seite 27).

In einer ihrer Besprechungen wird es ihnen wie Schuppen von den Augen fallen: Wie sollen die Leute „den Rocksaum eines Mannes ergreifen“, der ein Zeuge Jehovas ist, wenn Männer bei Jehovas Zeugen überhaupt keine Röcke tragen dürfen? Sofort werden sie einen Wachtturm-Artikel in Auftrag geben, der auf der Grundlage von Sacharja 8:23 eine neue Kleiderordnung einführt. Alle Brüder werden im Predigtdienst Röcke tragen müssen, um den Wohnungsinhabern Gelegenheit zu geben, die Prophezeiung zu erfüllen.

„Dann wird das Ende kommen“

Durch Sacharja ließ Gott vorhersagen: „Ich werde bestimmt alle Nationen gegen Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird tatsächlich eingenommen und die Häuser werden geplündert werden, und die Frauen, sie werden vergewaltigt werden“ (Sacharja 14:2). Ja, „alle Nationen“ werden gegen die Sektenführer aus Brooklyn, dem neuzeitlichen „Jerusalem“, und ihre Anhänger in den verschiedenen Ländern vorgehen. Sie werden diese Organisation verbieten und ihre „Häuser“ – die Bethelheime, Königreichssäle und andere Einrichtungen – ‚plündern‘ und gemeinnützigen Zwecken zuführen.

Inwiefern werden „die Frauen … vergewaltigt werden“? Nicht buchstäblich. Doch „da in der Bibel das Sichenthalten von Blut moralisch auf die gleiche Stufe gestellt wird wie das Sichenthalten von Hurerei, wäre eine Bluttransfusion … dasselbe wie …Vergewaltigung“ (Wie kann Blut dein Leben retten?, Seite 20). Sacharjas Aussage bedeutet also, dass niemand mehr Repressalien zu befürchten hat, weil er eine Bluttransfusion akzeptiert.

Auch die Drucktätigkeit der Zeugen Jehovas wird vollständig zum Erliegen kommen. „An jenem Tag wird es kein Licht mehr geben“ (Sacharja 14:6, Gute Nachricht). Es wird keine Schreibabteilung mehr geben, die sich „neues Licht“ ausdenkt. Außerdem prophezeite Sacharja mit Bezug auf Gottes Urteilsvollstrecker: „Die Hufe der Schafe wird er abreißen“ (Sacharja 11:16). Die „Hufe der Schafe“ stehen für die Schuhe, mit denen die „anderen Schafe“ immer in den Predigtdienst gegangen sind. Doch es wird keinen Predigtdienst mehr geben.

Jehova weist seinen Urteilsvollstrecker an: „Schlag den Hirten, und mögen die Schafe … zerstreut werden“ (Sacharja 13:7). Strafe wird nur über die „Hirten“, die Führer der Wachtturm-Gesellschaft, kommen. Die „anderen Schafe“ werden „zerstreut werden“ und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. „An jenem Tag wird schließlich … den Bewohnern Jerusalems ein Brunnen für Sünde und für Abscheuliches geöffnet werden“ (Sacharja 13:1). Die früheren Sektenopfer sind dann frei, ihr Leben nach eigenen Maßstäben zu gestalten und auch Dinge zu tun, die von Jehovas Zeugen als „Sünde“ oder „Abscheuliches“ bezeichnet wurden – etwa Geburtstag feiern, den Herrn der Ringe lesen oder ein Los vom Tierschutzverein kaufen.

Was wird nach der Vernichtung der Wachtturm-Organisation aus „dem geistigenimage Land, in dem Gottes [angebliches] Volk wohnt“, werden? (Der Wachtturm, 1. September 2005, Seite 31). Sacharja erklärte: „Das ganze Land wird umgewandelt werden wie die Araba, von Geba bis Rimmon“ (Sacharja 14:10). Fälschlicherweise wurden die Begriffe in diesem Text als Eigennamen übersetzt; korrekt wäre: „Das ganze Land wird umgewandelt werden in eine Wüstenebene, vom Hügel bis zum Granatapfelbaum“ (siehe Einsichten über die Heilige Schrift). Das fruchtbare „Land“, das seit über hundert Jahren die Wachtturmführer mit Spendengeldern und Annehmlichkeiten versorgt hat, wird zu einer „Wüstenebene“ werden, in der es nichts mehr gibt.

Trauer

Diese verbliebenen Sektenführer werden an den Profit denken, der ihnen jetzt entgeht, „und sie werden sicherlich um ihn klagen wie bei der Klage um einen einzigen Sohn; und es wird bittere Wehklage um ihn geben. … An jenem Tag wird das Klagen in Jerusalem groß sein“ (Sacharja 12:10, 11). Sie müssen nun selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen, etwas, das sie seit Jahrzehnten nicht getan hatten.

Die Vernichtung der Wachtturmsekte wird endgültig sein. Sacharja sagte voraus: „Ihrer wird nicht mehr gedacht werden; und auch die Propheten … werde ich aus dem Land verschwinden lassen. Und es soll geschehen, falls ein Mann fernerhin prophezeien sollte, daß sein Vater und seine Mutter … dann zu ihm sprechen sollen: ‚Du wirst nicht leben, weil du im Namen Jehovas … geredet hast.‘ Und sein Vater und seine Mutter … sollen ihn wegen seines Prophezeiens durchstechen“ (Sacharja 13:2, 3). Ja, wer immer versuchen wird, die Wachtturmreligion wiederzubeleben, wird sofort hingerichtet werden. Sind das nicht großartige Aussichten für alle, die die Wahrheit lieben?

 


Zahnersatz für uneheliche Kinder

In der Zeitschrift Erwachet! hieß es, dass „unehelich geborene Kinder … in mehrfacher Hinsicht benachteiligt sind. … Sie haben auch kaum Aussicht, der Armut zu entkommen“ (Ausgabe vom
22. Mai 2000, Seite 14). Daher können sie sich oftmals keinen vernünftigen Zahnersatz leisten.

Die Prophezeiung Sacharjas zeigt deutlich, dass diese Situation nicht mehr lange bestehen wird. Gott wird sich aller unehelichen Kinder mit Zahnproblemen annehmen und verspricht: „Ein illegitimer Sohn wird sich tatsächlich … niedersetzen. … Und ich will seine blutbefleckten Dinge aus seinem Mund entfernen und seine abscheulichen Dinge zwischen seinen Zähnen hinweg“ (Sacharja 9:6, 7).

Gott wird nicht nur die „abscheulichen Dinge zwischen seinen Zähnen“ wie Zahnstein oder Karies entfernen, sondern auch für Zahnersatz sorgen; er wird sogar seine Diener anweisen: „Du sollst Silber und Gold nehmen und eine prächtige Krone machen“ (Sacharja 6:11). Ja, bald wird Gott auch unehelichen Kindern „Reinheit der Zähne“ geben (Amos 4:6).

Sollten Christen essen?

Wenn ja, welche Nahrung ist geeignet?

Nachdruck aus Erbrechet!, April 2010

„Sie sind … wie das Brot; … alle, die es essen, werden sich verunreinigen.“ (Hosea 9:4)

Einige sind der Meinung, Christen sollten überhaupt nicht essen. Sie stützen sich u. a. auf die Erwachet!-Ausgabe vom 22. Juli 2001, in der es heißt: „Bei einer Meinungsumfrage in den Vereinigten Staaten unter 13- bis 17jährigen gaben 56 Prozent an, daß sie vor dem Essen beten“ (Seite 13). Jonathan, ein junger Mann aus Deutschland, gab zu verstehen: „In Verbindung mit dem Essen beten die meisten Menschen zu falschen Göttern. Da sich wahre Christen von allem getrennt halten müssen, was mit der falschen Anbetung zu tun hat, steht für mich außer Frage, dass sich ein Anbeter Gottes durch Essen veruneinigen würde.“

Schon im ersten Jahrhundert hatten einige Diener Gottes die gleiche Ansicht. Die Bibel berichtet: „Die Pharisäer und alle Juden essen nicht“ (Markus 7:3). Aber ist diese ablehnende Haltung gegenüber dem Essen biblisch begründet? Offensichtlich nicht, denn die Pharisäer und Schriftgelehrten sagten zu Jesus:image „Die Jünger des Johannes fasten … und ebenso die der Pharisäer, die deinigen aber essen“ (Lukas 5:33). In der Tat, Christen „haben … die Befugnis, zu essen“, wie Paulus später schrieb (1. Korinther 9:4).

Es steht somit außer Frage, dass Christen essen dürfen. Aber können sie auch freiwillig auf Essen verzichten? Oder müssen sie essen? Es ist interessant, wie Jesus bei der Auferweckung der Tochter des Jairus vorging. Der Berichtet lautet: „Ihr Geist kehrte zurück, und sie erhob sich augenblicklich, und er befahl, daß ihr etwas zu essen gegeben werde“ (Lukas 8:55). Das Essen war für Jesus also das Wichtigste.

Jesus ahmte in dieser Hinsicht seinen himmlischen Vater nach. Moses warnte die Israeliten vor den Göttern der Nachbarnationen und bezeichnete sie als ein „Erzeugnis von Menschenhänden, Holz und Stein, die nicht sehen oder hören oder essen oder riechen können“ (5. Mose 4:28) Zweifellos hätte er nicht hervorgehoben, dass diese Götter ‚nicht essen können‘, wenn das auf den wahren Gott auch zuträfe. Jehova kann also essen, und als Christen müssen wir „Nachahmer Gottes“ sein (Epheser 5:1).

Ein göttlicher Auftrag

imageTatsächlich ist das Essen ein göttliches Gebot, denn wie der Prophet Jesaja deutlich erklärte, „hat der Souveräne Herr Jehova dies gesprochen: ‚Siehe! Meine eigenen Knechte werden essen‘“ (Jesaja 65:13). Bei einer anderen Gelegenheit forderte er seine Leser auf: „Man richte den Tisch her, man stelle die Sitze zurecht, Essen, Trinken!“ (Jesaja 21:5).

Einige mögen einwenden, sie seien bereits übergewichtig und müssten eine Diät machen. Doch gemäß Jesaja 11:6 wird es unter Gottes Volk auch „das wohlgenährte Tier“ geben, und diese Passage bezieht sich auf mit „Tieren vergleichbare Menschen“ (Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 1, Seite 164). Tatsächlich wäre eine Diät unvereinbar mit Gottes gerechten Grundsätzen, denn er sagte: „Alle Fetten der Erde werden essen“ (Psalm 22:29). Gott legt Wert darauf, dass alle seine Diener essen, ob sie dünn sind oder dick.

imageDer Prophet Sacharja erklärte: „Jeder Kochtopf … in Jerusalem und in Juda soll etwas Heiliges werden, was Jehova der Heerscharen gehört, und alle … sollen darin kochen“ (Sacharja 14:21). Essen ist eine heilige Pflicht für Anbeter Gottes. Ja, „wer ißt, ißt für Jehova“ (Römer 14:6). Die Frage lautet also nicht, ob, sondern was Diener Gottes essen sollten.

In der Vergangenheit sorgte Jehova manchmal für ungewöhnliche Nahrung. Der Prophet Hesekiel war wahrscheinlich gerade auf der Toilette, als Gott zu ihm sprach: „Menschensohn, was du findest, iß. Iß diese Rolle“ (Hesekiel 3:1). In Notzeiten können wir Hesekiel nachahmen, doch es gibt noch ein anderes, für Christen geeignetes Nahrungsmittel.

Fleisch

Christen müssen „Nachahmer Gottes“ sein, und Gott aß Fleisch, als er bei seinem Freund Abraham zu Besuch war (Epheser 5:1; 1. Mose 18:3, 8). Auch sein Sohn Isaak aß Fleisch, denn er sagte zu Jakob, den er für Esau hielt: „Bring mir etwas Wildbret, und mache mir ein schmackhaftes Gericht, und, ah, laß mich essen“ (1. Mose 27:7).

Später wurde das Essen im Gesetz geregelt. Durch Moses ließ Jehova den Israeliten sagen: „Was das Fleisch betrifft, so darf jeder … Fleisch essen“ (3. Mose 7:19). Später fügte er hinzu: „Weil deine Seele danach verlangt, Fleisch zu essen, so darfst du Fleisch essen, wann immer deine Seele danach verlangt“ (5. Mose 12:20) War das lediglich eine Empfehlung? Nein, denn Gott gebot ausdrücklich: „Du sollst Fleisch essen“ (5. Mose 12:15). Vegetarier hätten in Israel das Gebot Gottes übertreten, und wer das tat, musste gesteinigt werden.

Durch den Propheten Jeremia bestätigte Gott diesen Auftrag, als er wiederum befahl: „Eßt Fleisch“ (Jeremia 7:21). Noch später erwähnte Jesus einen König, der sagte: „Ich habe mein Essen zubereitet, imagemeine Stiere und Masttiere sind geschlachtet“ (Matthäus 22:4). In der Tat, „Fleisch ist wahre Speise“ (Johannes 6:55).

Auch im Paradies wird Fleisch gegessen werden. Jesus sagte vorher, wie ein Vater im Paradies reagieren wird, wenn sein Sohn aufersteht: „Bringt den gemästeten jungen Stier her, schlachtet ihn, und laßt uns essen und fröhlich sein, denn dieser mein Sohn war tot und kam wieder zum Leben“ (Lukas 15:23, 24).

Brot

Es besteht somit kein Zweifel, dass Fleisch ein geeignetes Nahrungsmittel für Christen ist. Was kann aber über Brot gesagt werden? Beachten wir, wie König Saul reagierte, als ihn eine Hexe dazu verleiten wollte, Brot zu essen. Sie sprach zu ihm: „‘Laß mich dir ein Stück Brot vorsetzen, und du, iß, damit du zu Kraft kommst, weil du deines Weges weitergehen wirst.‘ Er aber weigerte sich und sagte: ‚Ich werde nicht essen.‘“ (1. Samuel 28:22, 23). Da er hartnäckig darauf bestand, kein Brot zu essen, blieb der Frau nur ein Ausweg: „Die Frau nun hatte ein gemästetes Kalb im Haus. So schlachtete sie es rasch. … Dann setzte sie es Saul und seinen Dienern vor, und sie aßen“ (1. Samuel 28:24, 25).

Saul hielt sich an seine eigenen Regeln, denn er hatte geboten:image „Verflucht ist der Mann, der Brot ißt“ (1. Samuel 14:24). Er wiederholte damit jedoch nur einen Grundsatz aus dem mosaischen Gesetz, denn schon dort befahl Jehova: „Ihr sollt weder Brot noch geröstetes Korn, noch Jungkorn essen“ (3. Mose 23:14). Moses selbst „aß kein Brot“ (2. Mose 34:28). Die Israeliten folgten seinem Beispiel und wurden von Gott dafür gesegnet, so dass er zu ihnen sagen konnte: „Während ich euch vierzig Jahre in der Wildnis ständig leitete, nutzten sich eure Kleider an euch nicht ab, und deine Sandale nutzte sich an deinem Fuß nicht ab. Brot habt ihr nicht gegessen“ (5. Mose 29:5, 6).

Es stimmt zwar, dass König David in einem schwachen Moment einmal „Brote … aß, die zu essen niemandem erlaubt ist“ (Markus 2:26). Doch er wusste, dass Diener Gottes normalerweise kein Brot aßen; als er alt war, schrieb er: „Ein junger Mann bin ich gewesen, ich bin auch alt geworden, und doch habe ich keinen Gerechten gänzlich verlassen gesehen noch seine Nachkommen nach Brot suchen“ (Psalm 37:25). Gerechte und ihre „Nachkommen“ suchten auf dem Markt nach Fleisch, nicht nach Brot. Eine tüchtige Frau, die die Mutter des Königs Lemuel beschrieb, hielt sich an diesen göttlichen Grundsatz: „Sie überwacht die Vorgänge ihres Haushalts, und das Brot … ißt sie nicht“ (Sprüche 31:27).

Versuchungen

Einige Zeit später versuchte der abtrünnige König Jerobeam einen Propheten Gottes zum Unrechttun zu verleiten, weil dieser ihn bei der Anbetung eines goldenen Kalbes ertappt hatte. „Aber der Mann des wahren Gottes sprach zum König: ‚Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, würde ich nicht mit dir kommen und Brot essen. … Denn so hat er mir durch das Wort Jehovas geboten“ (1. Könige 13:8, 9). Später ließ der Prophet sich jedoch zum Brotessen überreden und wurde durch Gottes Eingreifen zu Tode gebracht (1. Könige 13:23-26).

imageAuch dem Propheten Hesekiel gebot Jehova: „Brot … solltest du nicht essen“ (Hesekiel 24:17). Schließlich wurde Jesus Christus vom Teufel persönlich versucht, Brot zu essen. Satan sprach zu ihm: „Wenn du ein Sohn Gottes bist, so sage zu diesem Stein, daß er ein Brot werde“ (Lukas 4:3) Jesus machte jedoch deutlich auf den göttlichen Grundsatz aufmerksam und antwortete: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot … soll der Mensch leben‘“ (Lukas 4:4). Später ermahnte seine Jünger, „kein Brot“ auf ihre Reisen mitzunehmen (Lukas 9:3, Einheitsübersetzung).

Die Jünger erklärten auch selbst, „daß sie keine Brote hatten“ (Markus 8:16).
imageManche Diener Gottes versuchten, heimlich Brot zu essen. Zur Zeit Salomos sagte eine Frau: „Heimlich gegessenes Brot – es ist lieblich“ (Sprüche 9:17). Später schmuggelten einige Israeliten Brot in ihre Dörfer und sagten: „Unter Einsatz unserer Seele bringen wir unser Brot herbei“ (Klagelieder 5:9). Aber Jehova ließ sie nicht ungestraft. Die Bibel sagt über solche Leute: „Sie hatten keinen Glauben an Gott. … Menschen aßen gar das Brot … Sie hatten sich von ihrem Begehren nicht abgewandt, … als Gottes Zorn selbst gegen sie aufstieg“ (Psalm 78:22-31). Ja, „Brot ist einem Mann angenehm, aber danach wird sich sein Mund mit Kies füllen“ (Sprüche 20:17).

Sich vor Brot hüten

Darüber hinaus gebraucht die Bibel Brot als ein Symbol für Schlechtigkeit. Der weise Salomo bezeichnete die Nahrung der Bösen als das „Brot der Bosheit“ (Sprüche 4:17). Der Prophet Jesaja warnte die Israeliten vor „Brot in Form von Bedrängnis“ (Jesaja 30:20). Schließlich ermahnte auch Jesus seine Jünger: „Nehmt euch vor dem Sauerteig … in acht“ (Lukas 12:1). Brot wird in der Bibel häufig in einem negativen Kontext erwähnt und sogar als „das verächtliche Brot“ bezeichnet (4. Mose 21:5).

Für Anbeter Gottes kommt es also nicht in Frage, Brot zu essen. Doch „im ganzen Land Ägypten gab es Brot“, und „in der Bibel stellt … Ägypten oftmals sinnbildlich die Welt Satans dar“ (1. Mose 41:54; Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 1, Seite 201). Für Weltmenschen ist Brot geeignet, und ihnen können wir es anbieten.

Der Prophet Hosea sagte außerdem in Bezug auf Abtrünnige: „Sie sind … wie das Brot; … alle, die es essen, werden sich verunreinigen“ (Hosea 9:4). imageJesus bezeichnete Judas Iskariot, seinen Verräter, als jemanden, „der sich stets von … Brot ernährte“ (Johannes 13:18). Daher gibt die Bibel den Rat: „Wenn der dich Hassende hungrig ist, gib ihm Brot zu essen“ (Sprüche 25:21). Über die abtrünnigen Israeliten, die schon bald bei der Zerstörung Jerusalems umkommen sollten, sagte Jehova: „Sie werden Brot essen müssen“ (Hesekiel 4:16).

Bald, nachdem der letzte Weltmensch in Harmagedon vernichtet wurde, wird es kein Brot mehr geben. Jehova wird dann „einen Hunger in das Land senden, einen Hunger, nicht nach Brot“ (Amos 8:11). Der Prophet Jeremia sagte über den künftigen Regierungssitz, das Neue Jerusalem, voraus: „Es gibt kein Brot mehr in der Stadt“ (Jeremia 38:9).

imageKuchen

Gelten für Kuchen die gleichen Grundsätze wie für Brot? Zugegeben, der Prophet Hesekiel aß Kuchen. Er tat dies jedoch als prophetisches Beispiel für die abtrünnigen Israeliten. Jehova gebot ihm: „Als einen runden Gerstenkuchen wirst du es essen; … auf Fladen aus Dung des von Menschen Ausgeschiedenen wirst du es vor ihren Augen backen“ (Hesekiel 4:12). Es handelte sich um eine einmalige Angelegenheit, durch die Jehova den Israeliten eine Lektion erteilen wollte.

Ansonsten spricht die Bibel über Kuchen genauso wie über Brot. Einmal wollte Tamar ihren Bruder Amnon zum Kuchenessen verleiten: „Dann nahm sie den Mehlteig und knetete ihn und machte die Kuchen unter seinen Augen und sott die herzförmigen Kuchen. Schließlich nahm sie die tiefe Pfanne und schüttete sie vor ihm aus“ (2. Samuel 13:8, 9). Doch offensichtlich kannte er die göttlichen Grundsätze: „Amnon weigerte sich zu essen“ (2. Samuel 13:9). image

Später verdächtigte der Prophet Elia eine Witwe, heimlich Kuchen zu essen. Sie war jedoch unschuldig und beteuerte: „So wahr Jehova, dein Gott, lebt, ich habe keinen runden Kuchen.“ Sie wusste auch, welche Folgen es hätte, Kuchen zu essen: „Wir werden es essen und sterben müssen“ (1. Könige 17:12). Der Psalmist schrieb, dass sich nur Abtrünnige mit Kuchen beschäftigen (Psalm 35:16).

In Wirklichkeit steht Kuchen sogar mit der falschen Anbetung in Verbindung. Jeremia berichtet davon, dass Götzendienerinnen mit dem Einverständnis ihrer Männer „Opferkuchen“ für die „Himmelskönigin“ machten (Jeremia 7:18; 44:19). Bestimmt ließ Gott diesen Bericht nicht umsonst in sein Wort aufnehmen. Kuchen ist also ganz sicher keine geeignete Nahrung für Diener Gottes.

Obst und Gemüse

Da Brot, Kuchen und andere Arten von Gebäck nicht in Frage kommen: Was ist über Obst und Gemüse zu sagen? Interessanterweise gab Jehova Gott schon dem ersten Menschenpaar das Gebot: „Was aber den Baum … betrifft, davon sollst du nicht essen“ (1. Mose 2:17). Später wiederholte Gott diesen Grundsatz und untersagte seinem Volk, Feldfrüchte selbst zu essen. Er sagte: „Den Fruchtertrag deines Bodens … wird ein Volk essen, das du nicht gekannt hast“ (5. Mose 28:33). Genauso wie Brot durften die Israeliten Obst und Gemüse also an Ausländer verkaufen.

Im mosaischen Gesetz fasste Gott treffend zusammen, wie die Nahrungskette in seinem Volk aussehen sollte: „Ich werde gewiß Pflanzenwuchs auf deinem Feld für deine Haustiere geben, und du wirst imagebestimmt essen und satt werden“ (5. Mose 11:15). Jehova gab den „Pflanzenwuchs“ nicht für die Menschen, sondern für die „Haustiere“; die Menschen sollten dann das Fleisch dieser Tiere „essen und satt werden“.

Das wird auch durch die Erfahrung Nebukadnezars bestätigt. Wäre es damals üblich gewesen, dass Menschen Obst und Gemüse aßen, hätte Gott nicht zu ihm gesagt: „Pflanzen wird man auch dir zu essen geben so wie Stieren“ (Daniel 4:25). Das Essen von Feldfrüchten war eine Strafe für diesen heidnischen Herrscher, der im Widerstand gegen Jehova gewandelt war. Noch heute fragen Kinder ihre Eltern, wenn sie eine Kuh sehen: „Ich denke an König Nebukadnezar, der wahnsinnig wurde. … Glaubst du, daß er auch ein Wiederkäuer war?“ (Erwachet!, 8. April 1983, Seite 26).

Obst und Gemüse war also für Tiere vorgesehen, nicht für Menschen. Zur Zeit des Propheten Elisa beging „ein gewisser Mann“ einen verhängnisvollen Fehler. Elisa beauftragte ihn: „Setz den großen Kochtopf auf, und koch ein Gericht für die Söhne der Propheten“ (2. Könige 4:38). Offensichtlich kannte dieser Mann das Gesetz Gottes nicht richtig, denn er „pflückte dann wilde Kürbisse … und schnitt sie in Scheibenimage in den Kochtopf hinein“ (2. Könige 4:40). Glücklicherweise wussten die Söhne der Propheten, dass das Essen von Gemüse gemäß Gottes Gesetz mit dem Tod bestraft werden musste: „Es geschah, sobald sie von dem Gericht aßen, daß sie ihrerseits schrien und zu sagen begannen: ‚Der Tod ist im Topf‘. … Und sie konnten nicht essen“ (2. Könige 4:40). Elisa erkannte den Ernst der Lage, und sofort wies er den Koch an: „Schütte es … aus“ (2. Könige 4:41).

imageAbtrünnige

Der abtrünnige König Ahab, der mit der bösen Isebel verheiratet war, hielt sich absichtlich nicht an Gottes Grundsätze bezüglich Gemüse. Er redete „zu Naboth, indem er sprach: ‚Gib mir doch deinen Weingarten, damit er mir als Gemüsegarten diene, denn er ist in der Nähe meines Hauses‘“ (1. Könige 21:2). Naboth gehorchte Gott und baute in seinem Garten Wein an, der von Jehova als Getränk für seine Diener vorgesehen war (Johannes 15:1; 1. Timotheus 5:23). Der böse Ahab wollte dagegen den Weingarten in einen „Gemüsegarten“ umwandeln.

Naboth wusste, dass das eine Sünde gegen Gott wäre, und schlug Ahabs Angebot daher mit den Worten aus: „Es ist im Hinblick auf Jehovas Standpunkt für mich undenkbar“ (1. Könige 21:3). Isebel ließ ihn daher durch Falschanklage zu Tode bringen, damit Ahab sein ungesetzliches Vorhaben zu Ende bringen konnte (1. Könige 21:11-16). Wegen iimagehm und anderer Obstesser musste Jehova später ein Gericht über Israel bringen, das Jeremia wie folgt beschrieb: „Ich sah, und siehe, der Obstgarten selbst war eine Wildnis. … Es war Jehovas wegen, seiner Zornglut wegen“ (Jeremia 4:26).

Es erregte also Jehovas Zorn, wenn die Israeliten Obst und Gemüse aßen. Jesus ahmte seinen himmlischen Vater nach. Als er an einem Feigenbaum vorbeikam und erfuhr, dass Juden davon gegessen hatten, verfluchte er ihn und sprach: „Niemand esse mehr Frucht von dir immerdar“ (Markus 11:14). Somit kann kein Zweifel daran bestehen, dass Diener Gottes sich des Obstes und Gemüses enthalten müssen.

Die richtige Nahrung

Fleisch ist also das einzige Nahrungsmittel, das für Anbeter Jehovas geeignet ist. Bevor jemand ein Zeuge Jehovas wurde, war er Teil der Welt, des gegenbildlichen Ägypten, und mag Obst und Gemüse gegessen haben. Er muss seine Ernährung dann umstellen, um Jehovas Anforderungen zu genügen. Dabei muss er sich vor einer murrenden Einstellung hüten und darf nicht gewisse Israeliten nachahmen, die sich darüber beklagten, dass sie immer Fleisch essen mussten: „In Ägypten war das anders! … Da gab es Gurken, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch“ (4. Mose 11:5, Hoffnung für Alle). Doch als heiliges Volk für Jehova durften sich die Israeliten danach nicht mehr mit Obst und Gemüse verunreinigen.

Dass er Fleisch als Nahrung für sein Volk ausgewählt hat, ist ein eindrucksvoller Beweis für Jehovas Weisheit und Güte. Viele Menschen mögen kein Gemüse, andere reagieren allergisch auf Obst. Aber „kein Mensch hat je … Fleisch gehaßt“ (Epheser 5:29). Zwar behaupten einige weltliche Wissenschaftler, es wäre gesundheitsschädlich, viel Fleisch zu essen. Doch David, ein treuer Diener Gottes, wusste, dass vom Fleischkonsum keine Gefahr ausgeht. Er sang unter Inspiration: „Was kann Fleisch mit antun?“ (Psalm 56:4).

Eine Ernährung, die nur aus Fleisch besteht, muss nicht eintönig sein. Der Apostel Paulus wies die Korinther auf diesen Umstand hin, als er schrieb: „Nicht alles Fleisch ist dasselbe imageFleisch“ (1. Korinther 15:39). Außer Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügel gibt es in Deutschland auch Lammfleisch oder Straußenfleisch zu kaufen. Man kann das Fleisch auch auf verschiedene Weise zubereiten, so dass eine abwechslungsreiche Ernährung möglich ist. Auf jeden Fall wollen wir treue Israeliten zur Zeit Mose nachahmen, die sagten: „Gib uns doch Fleisch, und laß uns essen!“ (4. Mose 11:13).

Fleisch – aber richtig

Wie sollte das Fleisch zubereitet werden? Dem Propheten Hesekiel gab Jehova Gott die Anweisung: „Mache viele Holzscheite. Zünd das Feuer an. Koche das Fleisch gar. Und leer die Brühe aus, und die Knochen laß zischend heiß werden“ (Hesekiel 24:10). Er sollte sein Fleisch also in einem Topf über einem Holzfeuer kochen. Auch im mosaischen Gesetz gebot Gott seinem Volk: „Kocht das Fleisch“ (3. Mose 8:31).

Kochen ist somit die klassische Zubereitungsmethode für Fleisch, und sie ist zweifellos Gott wohlgefällig. Allerdings werden andere Methoden, wie Grillen oder Braten, in der Bibel nicht ausdrücklich erwähnt. Wir können deshalb annehmen, dass es für Gott nicht so wichtig ist, wie wir unser Fleisch zubereiten, solange wir uns an seine Aufforderung halten: „Steh auf, friß viel Fleisch“ (Daniel 7:5).

Beim Einkauf müssen wir jedoch den folgenden Grundsatz beachten: „Keinerlei Fett von einem Stier oder einem jungen Widder oder einer Ziege sollt ihr essen“ (3. Mose 7:23). Zwar gilt das mosaische Gesetz für uns nicht mehr, aber Jehova hat sich nicht geändert (Maleachi 3:6). Wir sollten daher beim Einkauf von Rind-, Lamm- und Ziegenfleisch nur magere Stücke auswählen. Bei Schweinefleisch können wir auch fette Stücke essen, denn das Fett von Schweinen wurde den Israeliten nicht ausdrücklich verboten.

Wo sollen wir essen?

In Israel war es offensichtlich unüblich, in der Öffentlichkeit zu essen. Der Hethiter Uria fragte: „Soll ich in mein eigenes Haus gehen, um zu essen?“ (2. Samuel 11:11). Viele Jahrhunderte später hatten einige Christen jedoch eine falsche Haltung und aßen in der Öffentlichkeit. Der Apostel Paulus wies sie scharf zurecht mit den Worten: „Habt ihr denn nicht Häuser, um dort zu essen?“ (1. Korinther 11:22). Anbeter Gottes sollten also nur zuhause essen.

Die heutige, von Satan beherrschte Welt bietet viele Verlockungen, wozu auch Imbissstände gehören, die einen Christen leicht zum Essen in der Öffentlichkeit verleiten können. Lassen wir uns davon nicht ablenken, sondern ahmen wir Uria nach, der nur in seinem eigenen Haus essen wollte.

Gott treu bleiben

imageWie wir uns ernähren, hat einen direkten Einfluss auf unser Verhältnis zu Gott. Der Apostel Paulus schrieb über Anhänger falscher Religionen: „Der eine hat den Glauben, alles essen zu können, der Schwache aber ißt vegetarische Kost“ (Römer 14:2). Einige Christen des ersten Jahrhunderts glaubten fälschlicherweise, „alles essen zu können“, ohne ihren gerechten Stand vor Gott zu verlieren. Andere waren schwach im Glauben und ließen sich zum Essen von Obst und Gemüse verleiten. Beide Gruppen werden zusammen mit anderen, „die Gott [und seine Grundsätze in Bezug auf das Essen] nicht kennen, … die richterliche Strafe ewiger Vernichtung erleiden“ (2. Thessalonicher 1:8, 9).

imageWenn wir Jehova Gott treu bleiben und uns stets von Obst, Gemüse, Brot, Kuchen und anderen vegetarischen Lebensmitteln enthalten, werden wir die Gelegenheit bekommen, ewig in einem Paradies zu leben. Gott wird dann seinen ursprünglichen Vorsatz verwirklichen, wonach die Tiere „dazu geboren sind, eingefangen und vernichtet zu werden“ (2. Petrus 2:12). Die Welt Satans mit ihren Tierschutzorganisationen, die versuchen, Menschen vom Fleischessen abzuhalten, wird dann der Vergangenheit angehören. Freuen wir uns nicht über diese großartigen Zukunftsaussichten?

Die Auferstehung – eine sichere Hoffnung

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2010

„Alles hat Jehova zu seinem Zweck gemacht, ja auch den Bösen“ (Sprüche 16:4)

imageDie Auferstehung ist eine zentrale Lehre des Christentums. Schon der Apostel Paulus wusste: „Wenn die Toten nicht auferweckt werden, … sind wir [Christen] die bemitleidenswertesten aller Menschen“ (1. Korinther 15:16, 19). Aber wer wird auferweckt werden, wann, und warum?

Paulus sagte deutlich, „daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird“  (Apostel-geschichte 24:15). Zu den „Gerechten“ werden „treue Männer und Frauen der alten Zeit … [und] auch die gerechten anderen Schafe gehören, die Jehova in der Neuzeit bis in den Tod treu blieben. Wahrscheinlich wird die Auferstehung dieser Bewahrer der Lauterkeit ziemlich früh während der Tausendjahr-herrschaft Jesu erfolgen“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 297).

Nach Harmagedon werden also erst einmal nur die Zeugen Jehovas, die überlebt haben oder vor Harmagedon gestorben sind, und die Treuen der alten Zeit auf der Erde leben. Für die Auferstandenen wird dann „der Tod … nicht mehr sein“, und auf der ganzen Erde wird weder „Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

Dieser paradiesische Zustand wird jedoch nicht lange anhalten. Der weise Salomo schrieb, „daß alles, was der wahre Gott macht, auf unabsehbare Zeit währen wird“ (Prediger 3:14). Und „alles hat Jehova zu seinem Zweck gemacht, ja auch den Bösen“ (Sprüche 16:4). Daher kann die Erde nicht für immer ohne Böse bleiben, sondern auch ‚der Böse‘ wird „auf unabsehbare Zeit währen“. Demgemäß erklärt das Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe! weiter: „Wer sind jedoch die ‚Ungerechten‘, die in Apostelgeschichte 24:15 erwähnt werden? Dazu zählt die große Masse der Menschen, die im Laufe der Zeit gestorben sind“ (Seite 297). Diese Menschen, darunter Mörder, Räuber, Erpresser und andere Verbrecher, haben mit dem adamischen Tod für ihre Sünden bezahlt und werden daher auch auferstehen (Römer 6:23).

Spätestens dann wird es mit der Ruhe in der neuen Welt vorbei sein, denn die Auferstandenen werden „die gleiche Persönlichkeit und die gleichen Gewohnheiten beibehalten, die sie vor ihrem Tod hatten“ (Der Wachtturm, 15. August 1989, Seite 6). Möglicherweise werden auferstandene Mörder andere Auferstandene gleich wieder ermorden, so dass Jehova sie erneut an einem anderen Ort auferwecken muss – das erklärt auch, warum die Auferstehung insgesamt tausend Jahre dauern wird.

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In seiner Weisheit sah Jehova diese Entwicklung voraus; in Bezug auf ‚Trauer, Geschrei und Schmerz‘ sagte er: „Die früheren Dinge sind vergangen. … Siehe! Ich mache alle [diese] Dinge neu“ (Offenbarung 21:4, 5). Die auferstandenen Gewalttäter werden also in Wirklichkeit dazu beitragen, Jehovas Vorsatz zu erfüllen, indem sie ‚Trauer, Geschrei und Schmerz‘ zurück auf die Erde bringen.

Wenn die tausend Jahre vorbei sind, wird Jehova noch eine letzte Auferweckung vornehmen, um seinen Vorsatz zum Abschluss zu bringen. Das Buch Licht erklärt, „daß Gott den Leib Satans während der tausend Jahre aufbewahren mag, … worauf Gott am Ende jenes Zeitabschnittes Satan aus dem Tode auferwecken und dessen Leib wieder beleben wird. … Was ist der Zweck der Wiederbringung Satans aus dem Tode? … Daß er den Teufel wieder ins Leben zurückbringen wird, nachdem dieser tausend Jahre lang tot gewesen sein wird, und das wird zu einem bestimmten Zweck geschehen. … Nach seiner Auferweckung wird er wissen müssen, daß er ein Lügner ist“ (Band 2, Seiten 209, 210).

Obwohl natürlich auch der Teufel mit dem Tod für seine Sünden bezahlt hat, wird er nach seiner Auferstehung trotzdem erst einmal bestraft werden: „Seine Strafe wird die sein, daß er, wenn er in den Zeiten der Wiederherstellung aus dem Grabe hervorkommt, die sieben Bände der Schriftstudien zu lesen haben wird“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 451).

Dann wird die „Wiederherstellung aller Dinge“ vollendet sein (Apostelgeschichte 3:21). Die Gerechten und die Ungerechten, der Teufel, Trauer, Geschrei und Schmerz und jede andere Schöpfung werden durch ihr Vorhandensein Gott preisen. Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

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Wird Salomo sich in der Auferstehung an alle Namen seiner 700 Frauen und 300 Nebenfrauen erinnern?

Zu seinen Lebzeiten war Salomo „weiser als irgendein anderer Mensch … und er konnte dreitausend Sprüche reden, und seine Lieder beliefen sich auf tausendundfünf“ (1. Könige 4:31, 32). Wenn Salomo sich 3000 Sprüche und 1005 Lieder merken konnte, waren für ihn 1000 Namen sicher auch kein Problem. Außerdem hatten manche Frauen damals vielleicht gar keinen Namen, so wie z. B. „Lots Frau“ oder „die Frau Noahs und die drei Frauen seiner Söhne“ (Lukas 17:32; 1. Mose 7:13). Vielleicht hat Salomo viele seiner Frauen einfach „Salomos Frau“ genannt.

Salomo „liebte viele fremdländische Frauen … Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen und Hethiterinnen“ (1. Könige 11:1). Aufgrund seiner Lebenserfahrung gab er anderen Männern den weisen Rat: „Freue dich mit der Ehefrau deiner Jugend. … Warum also solltest du … den Busen einer Ausländerin umarmen?“ (Sprüche 5:18, 20).

Wie Jesus zeigte, werden die Auferstandenen sowieso nicht heiraten, sondern einfach zusammenleben, mit wem sie möchten (Markus 12:25, siehe Erbrechet!, Februar 2008, Seite 8). Daher wird es nicht so wichtig sein, ob Salomo sich an jeden einzelnen Namen erinnern kann. Dennoch diente er während seiner irdischen Regentschaft als Vorbild für „den größeren Salomo, Jesus Christus“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1999, Seite 31).

Jesus hat nicht nur 1000 Frauen, sondern eine „Braut, die aus 144 000 … Männern und Frauen besteht“ (Der Wachtturm, 1. Mai 1975, Seite 280). Genauso wie die Frauen Salomos kommen diese „aus allen Nationen“ (Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 2, Seite 409). Da Salomo „siebenhundert Frauen, Fürstinnen, und dreihundert Nebenfrauen“ hatte, werden wohl nur 100.800 Gesalbte zu Fürsten eingesetzt werden (1. Könige 11:3). Die anderen 43.200 Gesalbten gehören zur Nebenfrauen-Klasse und werden die Aufgabe haben, Jesus das Leben angenehm zu machen.