Archiv der Kategorie: Tod

Lebensmittelvergiftung – Gott übersieht Mindesthaltbarkeitsdatum!

Ist die geistige Speise gesundheitlich unbedenklich?

Nachdruck aus Erbrechet!, Dezember 2009

 

Brooklyn – Ein geistiger Gammelfleischskandal ungekannten Ausmaßes erschüttert Gottes Organisation. Um körperlich gesund zu bleiben, braucht der Mensch gesunde Nahrung. „Ebenso ist gesunde geistige Speise erforderlich, um geistig gesund zu bleiben“ (Die Suche der Menschheit nach Gott, Seite 28). Zu Menschen, die geistig gesund bleiben möchten, sagen Jehovas Zeugen: „Wir haben, was sie brauchen: nahrhafte geistige Speise“ (Komm, folge mir nach, Seite 159).

Doch hält diese Behauptung einer kritischen Überprüfung stand? Oder ist das Mindesthaltbarkeitsdatum der geistigen Speise schon abgelaufen? Beachten wir, was in dem Buch Die Harfe Gottes schon 1922 gesagt wurde: „Weiter sagte Jesus mit Bezug auf seine zweite Gegenwart: ‚Denn wo irgend das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden‘ (Matthäus 24:28). Und so ist es auch. Das Aas hier bezieht sich auf die geistige Speise, die für den Haushalt des Glaubens bereit gehalten wird“ (Seite 235).

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Etwas Ähnliches lehrte auch Pastor Russell. Unter der Überschrift „Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier“ schrieb er, „daß der Herr … seine Auserwählten … anziehen wird, wie Geier angezogen werden, nämlich durch Speise, für die sie ein klares Auge und Eßlust haben.“ Mit Bezug auf die von ihm im Wachtturm veröffentlichten Lehren und die Bibelforscher fügte er hinzu: „Die Speise der ‚gegenwärtigen Wahrheit‘ und die Sammlung der Heiligen um dieselbe entspricht durchaus dem hier gebrauchten Bilde“ (Schriftstudien, Bd. 4, Der Krieg von Harmagedon, Ausgabe 1926, S. 486).

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Russell und Rutherford, die ersten beiden Präsidenten der Wachtturm-Gesellschaft, zeigten also deutlich, dass ihre Schriften geistiges Aas waren. Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia versteht man unser Aas „die verwesenden Kadaver von Tieren. … Durch die Verwesung des Leichnams kommt es zur Bildung von Leichengiften und zu starkem Aasgeruch, … zusätzlich wird das Aas durch bakterielle Gifte … mit der Zeit immer giftiger.“

imageDiese Lehre wurde nicht, wie so viele andere, durch „neues Licht“ ersetzt. Vielmehr wurde sie mehr als 50 Jahre später noch einmal im Wachtturm bekräftigt: „Die ‚Auserwählten‘ würden, wie Jesus sagte, von falschen Christussen nicht irregeführt und betrogen werden können. Sie wären, bildlich gesprochen, ‚Adlern‘ gleich und hätten ein gutes geistiges Sehvermögen. Wie ein Adler wüßte, wo der Kadaver, der ihm als Nahrung dient, zu finden ist, so würden sich die weitsichtigen ‚Auserwählten‘ um den erwarteten Messias, Jesus, versammeln, um an der richtigen Stätte geistige Speise zu sich zu nehmen“  (Ausgabe vom 15. März 1975, Seite 174). Auch in dem Buch Der größte Mensch, der je lebte wird Matthäus 24:28 auf die „geistige Speise“ angewandt (Kapitel 111).

Somit besteht kein Zweifel daran, dass die gesalbten Zeugen Jehovas – die angeblichen „Auserwählten“ – geistige Aasfresser sind, und dass sie ihren Anhängern vergammelte Speise austeilen. Dies wird auch in dem Buch Licht bestätigt, in dem es heißt: „Der Anfang des Ausgießens der dritten Schale trifft zusammen mit dem 25. Juli 1924. … Die Wasserquellen sind rhetorische Ergüsse, Redeschwall, … die von denen, die da vorgeben, dass sie imstande wären, die Erde zu einem Paradies herzurichten, wie Ströme unter das Volk gesandt werden. … Die Wirkung auf diese ‚Ströme und Wasserquellen‘ war, dass sie ‚zu Blut wurden‘, das will sagen, dass sie wie totes und verwestes Zeug wurden“ (Band 2, Seite 25).

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Jehovas Zeugen glauben, sie würden nach Harmagedon „die Erde nach und nach zu einem Paradies umgestalten“ (Erwachet!, April 2007, Seite 10). In der Tat füllen ihre „rhetorischen Ergüsse“ ganze Bibliotheken, und ihr „Redeschwall“ belästigt imageWohnungsinhaber auf der ganzen Erde. Wie vorausgesagt, sind all ihre Veröffentlichungen „totes und verwestes Zeug“ oder „Aas“. Genau wie buchstäbliches Aas werden ihre Schriften „mit der Zeit immer giftiger“, weshalb sich nicht einmal ihre Anhänger selbst trauen, in älteren Büchern zu lesen. Tatsächlich enthalten diese viele Behauptungen, die aus heutiger Sicht lächerlich und absurd sind, damals aber angeblich mit absoluter Sicherheit feststanden und über jeden Zweifel erhaben in Gottes Wort verankert waren. Trotzdem wird jahrzehntealtes, schon damals längst verdorbenes „Fleisch“ immer wieder einfach neu verpackt (d. h. mit einem neuen Titelbild versehen) und mit neuer Datumsangabe gedruckt.

Kein Wunder, dass jeder, der über längere Zeit von der geistigen Speise isst, geistig krank wird. Welcher normale Mensch hat schon „Eßlust“ auf Aas, wie Russell schrieb? Viele Betroffene schotten sich mit der Zeit immer mehr von der Außenwelt ab und sind für diese kaum noch ansprechbar. Hüten wir uns also vor dem geistigen Gammelfleisch, das Jehovas Zeugen milliardenfach in der Welt verbreiten!

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Die „Adler“, die gesalbten Zeugen Jehovas, fressen nicht nur geistiges Aas. Jehova selbst sagte über den Adler: „Wo die Erschlagenen sind, da ist er“ (Hiob 39:30). Demzufolge heißt es in dem Buch Licht: „In diesem Bilde [aus Offenbarung 8:17] sind die Glieder des Überrestes ‚die Vögel, die inmitten des Himmels fliegen‘. … Die Getreuen werden ‚zu dem großen Mahle Gottes‘ versammelt. Es ist also Jehovas Mahl, das er bereitet; und der Überrest wird geehrt, daran teilzunehmen. … Diese Vögel sind eingeladen, von den gefallenen Heerscharen der feindlichen Organisation zu fressen; somit müssen sie des Herrn Überrest auf der Erde darstellen. … Die Treuen sind Adlern verglichen. … Adler nähren sich vom Fleisch toter Tiere. ‚Wo irgend das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden.‘ (Matthäus 24:28) … Alle diese Veranschaulichungen der Schrift passen auf die treue Knechtsklasse auf der Erde. … Jehova ist es, der durch seinen mächtigen Feldmarschall die Schlacht schlägt und die Erde mit Leichen füllt. … Sie werden somit die Schlacht sehen, und das wird für die, die auf des Herrn Seite stehen, ein Festmahl sein“ (Band 2, Seite 170 – 172).

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In dem Buch Das vollendete Geheimnis wird diese Ansicht bestätigt. Dort wird erklärt, dass die „Vögel“ aus Offenbarung 8:17 den ‚Adlern‘ aus Matthäus 24:28 entsprechen, und „daß diese Schriftstellen auch auf entsetzliche Art buchstäblich in Erfüllung gehen werden, und zwar in einer Sturmflut wirklichen Blutvergießens.“ Über die „Könige“, die gefressen werden sollen, heißt es: „Sie sind da, um gegessen zu werden“ (Ausgabe 1925, Seite 395).

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Die gesalbten Zeugen Jehovas freuen sich also darauf, dass Gott in Kürze alle Menschen, die keine Zeugen Jehovas sind, schlachten wird. Ihre überall herumliegenden Leichen werden für sie „ein Festmahl sein“. Auf welcher Seite werden wir stehen?

 

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Wessen Tod ist für Jehova annehmbar?

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2008

Der erste Tote in der Menschheitsgeschichte war Abel, von dem der Apostel Paulus schrieb, „daß er gerecht war“ (Hebräer 11:4). Sein Mörder, Kain, wurde jedoch von Jehova nur milde bestraft. Er setzte sogar „für Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage“ (1. Mose 4:15). Ja, das Leben des bösen Kain wurde von Gott beschützt – dasjenige des gerechten Abel nicht. Sein Tod war für Jehova annehmbar.

Das erste Menschenopfer, das Jehova forderte, war Isaak. Er gebot Abraham: „Nimm bitte deinen Sohn … und mache eine Reise nach dem Land Moria, und opfere ihn dort als ein Brandopfer“ (1. Mose 22:2). Er überlegte es sich zwar noch anders und gab sich mit einem Schaf zufrieden, aber seine ursprüngliche Forderung war ein Mensch, der später der „großen Wolke von Zeugen“ zugerechnet wurde (Hebräer 11:20; 12:1).

Der Apostel Paulus bezeichnet auch Simson als Teil der „großen Wolke von Zeugen“ (Hebräer 11:33). Simson bat Jehova: „Meine Seele sterbe mit den Philistern“ (Richter 16:30). Dieser gewährte ihm seine Bitte, und so wurde Simson der erste bekannte Selbstmordattentäter der Geschichte. Sein Tod war für Gott annehmbar.

Über all die gerechten Propheten schrieb Paulus: „Sie wurden gesteinigt, … sie wurden zersägt, sie starben durch Hinschlachtung mit dem Schwert“ (Hebräer 11:37). Der annehmbarste Tod für Gott war derjenige Jesu Christi, des gerechtesten aller Menschen.

Jehova erklärte deutlich: „Ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen“ (Hesekiel 33:11). Nein, vielmehr ist es der Tod des Gerechten, der ihn erfreut.

Die Erfüllung der Verheißungen

Nachdruck aus Erbrechet!, Juni 2008

Eine der bekanntesten Prophezeiungen der Bibel steht in Offenbarung 21:4:

Der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.

Wann werden sich diese Worte erfüllen? Die moderne Wissenschaft liefert hierauf eine eindeutige Antwort. In dem Werk Wikipedia heißt es: „In 0,9 Milliarden Jahren … überschreitet die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche den für höhere Lebewesen kritischen Wert von 30 °C. … Eine weitere Milliarde Jahre später werden 100 °C erreicht.“

Spätestens in 900 Millionen Jahren wird also niemand mehr sterben, da bereits alle tot sein werden. Niemand wird mehr da sein, der noch trauern, schreien oder Schmerz empfinden könnte.

Spätestens nach 6 weiteren Milliarden Jahren wird „die Erdkruste … zu einem einzigen Lava-Ozean aufgeschmolzen“ werden. Dann werden endgültig ‚die früheren Dinge vergangen’ sein. Sind wir nicht dankbar dafür, dass unser Schöpfer uns schon heute die Dinge offenbart, „die in kurzem geschehen sollen“ (Off. 1:1)?

Möchten Sie gern vernichtet werden?

Nachdruck aus Erbrechet!, Juni 2008

Auch in unserer aufgeklärten Welt kann man Angst davor haben, von Gott vernichtet zu werden. Der Schlüssel dazu ist ein gründliches Studium der Bibel mit Jehovas Zeugen. Aus dem Wachtturm erfahren Sie, wer der „treue und verständige Sklave“ ist, was es mit dem Predigtwerk auf sich hat und dass das Überleben von der Zugehörigkeit zu Gottes Organisation abhängt. Wenn Sie gern von jemandem besucht werden möchten, der Ihnen kostenlos noch mehr Angst macht, drucken Sie bitte diese Seite aus und geben sie im nächstgelegenen Königreichssaal ab.

Jehova an dem uns zugedachten Platz dienen

Nachdruck aus Erbrechet!, Juni 2008

Nach gehabtem Mahl schliefen sie sich die Haut voll bis den andern Morgen“ (Bratwurst 1:8)

In diesem Artikel werden wir eine Prophezeiung der Gebrüder Grimm behandeln, die von Erforschern der Bibel im allgemeinen nur wenig beachtet wird. Es handelt sich um die Prophezeiung von dem Mäuschen, Vögelchen und der Bratwurst. Der Bericht enthält eine deutliche Warnung für heutige Christen, die Jehova mit seinem Volk vereint anbeten. Er zeigt, wie leicht die kostbare Einheit, die unter Gottes Volk herrscht, durch selbständiges Denken und den Geist der Unabhängigkeit zerstört werden kann (Eph. 4:13).

Zu Beginn werden die wunderbaren Verhältnisse geschildert, die auch im geistigen Paradies des Volkes Jehovas vorherrschen: „Es waren einmal ein Mäuschen, ein Vögelchen und eine Bratwurst in Gesellschaft gerathen, hatten einen Haushalt geführt, lang wohl und köstlich im Frieden gelebt und trefflich an Gütern zugenommen“ (Bratwurst 1:1) .[*]

Die drei Personen in diesem prophetischen Drama stellen drei Christen dar, die Jehova dort dienten, wo er sie hingestellt hatte. Sie führten gemeinsam den „Haushalt des Glaubens“ und hatten „trefflich an Gütern zugenommen“, d. h. sich durch eifriges Predigen „Schätze im Himmel“ aufgehäuft (Mat. 6:20).

Die Personen

Über die erste Person wird gesagt: „Des Vögelchens Arbeit war, daß es täglich in Wald fliegen und Holz beibringen müßte“ (Bratwurst 1:2). Vögel sehen gut aus, haben eine schöne Stimme und sind fleißig. Der Psalmist forderte alle Vögel auf, Jehova zu preisen (Ps. 148:7, 10). Das „Vögelchen“ stellt treffend eine junge, gutaussehende Pionierschwester dar, die um des Königreichs willen unverheiratet geblieben ist. Sie muss „täglich“ ins Gebiet fahren und „Königreichsfrucht“ hervorbringen (Mat. 13:23; 24:14).

Weiter heißt es: „Die Maus sollte Wasser tragen, Feuer anmachen und Tisch decken“ (Bratwurst 1:3a). Nach dem mosaischen Gesetz war die Maus „unrein“, und Dienstamtgehilfen sind meistens junge Männer in der Pubertät, mit unreiner Haut (3. Mose 11:29). Daher symbolisiert das „Mäuschen“ zweifellos einen jungen Dienstamtgehilfen.

„Wasser tragen“ steht für das Abholen der Literatur, die die „Wasser der Wahrheit“ enthält. Dienstamtgehilfen sind oft frühzeitig im Königreichssaal, um die Heizung einzuschalten, was in der Prophezeiung als „Feuer anmachen“ bezeichnet wird. Außerdem müssen sie den „Tisch decken“, d. h. sich der Aufgaben im Ordnungsdienst annehmen, damit die geistige Speise in den Zusammenkünften wirkungsvoll dargeboten werden kann.

imageSchließlich wird gesagt: „Die Bratwurst aber sollte kochen“ (Bratwurst 1:3b). Das „Kochen“, d. h. das Zubereiten der geistigen Speise für die Zusammenkünfte, fällt natürlich in den Aufgabenbereich der Ältesten. Außerdem werden Bratwürste meistens aus Schweinefleisch hergestellt, und Älteste weisen oft schweineähnliche Eigenschaften auf. Die „Bratwurst“ steht also für einen Ältesten, möglicherweise für den Leiter des Wachtturmstudiums.

Gift dringt ein

Durch den Segen Jehovas gedieh die Versammlung. Doch „eines Tages stieß dem Vöglein unterweges ein anderer Vogel auf, dem es seine treffliche Gelegenheit erzählet und gerühmet. Derselbe andere Vogel schalt es aber einen armen Tropfen, der große Arbeit, die beiden zu Haus aber gute Tage hätten“ (Bratwurst 1:4). Die Pionierschwester wurde im Predigtdienst von einem Wohnungsinhaber hereingebeten und erzählte ihm voller Stolz von der geistigen Wohlfahrt ihrer Versammlung.

Sie wusste nicht, dass es sich um einen Abtrünnigen handelte, der aus einer anderen Versammlung zugezogen war. Er ging listig vor und erzählte ihr, dass sie nur die Drecksarbeit machen würde. Die Ältesten und Dienstamtgehilfen würden den größten Teil der Woche ihren eigenen Interessen nachgehen und hätten ein großes Haus, ein schönes Auto und eine glückliche Familie. Sie dagegen hatte auf all das verzichtet und geht in den Pionierdienst.

Der Abtrünnige erzählte weiter: „Wenn die Maus ihr Feuer angemacht und Wasser getragen hatte, so begab sie sich in ihr Kämmerlein zur Ruhe“ (Bratwurst 2:1). Er behauptete, Dienstamtgehilfen würden nur wenige Stunden pro Woche einsetzen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Oft wohnten sie sogar noch bei ihren Eltern und gingen nicht auf die Arbeit, sondern verbrächten viele Stunden in ihrem „Kämmerlein“.

Er fügte hinzu: „Das Würstlein blieb beim Hafen [Topf], sahe zu, daß die Speise wohl kochte, und wann es bald Essenszeit war, schlingte es sich ein mal viere durch den Brei oder das Gemüß, so war es geschmalzen, gesalzen und bereitet“ (Bratwurst 2:2). Wie sein Vater, der Teufel, ging der Abtrünnige geschickt vor und säte Zweifel (Joh. 8:44; 1. Mose 3:1). Er behauptete, der Älteste sähe den Verkündigern nur beim Predigen zu. Die geistige „Speise zur rechten Zeit“ erhalte er sowieso fertig vom ‚treuen und verständigen Sklaven’, er würde sich den Wachtturm-Artikel einfach kurz vor dem Studium ein paar Mal durchsehen und schon wäre er vorbereitet.

Die Pionierschwester erkannte langsam, wer ihr gegenübersaß. Der Abtrünnige erzählte weiter über die Ältesten und Dienstamtgehilfen: „Kame dann das Vöglein heim und legte seine Bürde ab, so saßen sie zu Tisch und nach gehabtem Mahl schliefen sie sich die Haut voll bis den andern Morgen, und das war ein herrlich Leben“ (Bratwurst 2:3).

Er behauptete, die Ältesten würden einfach zu den Zusammenkünften kommen, die Berichte der Pioniere und der anderen Verkündiger einsammeln, sich zwei Stunden Programm anhören und dann wieder nach Hause gehen. Dort würden sie in geistiger Hinsicht „schlafen“, da sie ihre Zeit weltlichen Tätigkeiten widmeten. Es sei „ein herrlich Leben“, da sie selbst nur wenige Stunden pro Monat in den Predigtdienst gingen und dennoch den Ruhm für den hohen Versammlungsdurchschnitt ernteten.

Die Rebellion nimmt ihren Lauf

Die Pionierschwester verabschiedete sich endlich, doch der teuflische Geist der Unabhängigkeit hatte sich bereits festgesetzt (Eph. 2:2). Durch das abtrünnige Gedankengut aufgewühlt und entmutigt, rebellierte sie gegen die von Jehova festgesetzte Ordnung in der Versammlung: „Das Vöglein anderes Tages wollte aus Anstiftung nicht mehr ins Holz, sprechend: es wäre lang genug Knecht gewest, und hätte gleichsam ihr Narr seyn müssen, sie sollten einmal umwechseln und es auf eine andere Weise auch versuchen“  (Bratwurst 2:4). Die abtrünnigen Gedanken schnitten sie von Jehovas Geist ab, so dass ihr keine Kraft mehr für den Predigtdienst blieb.

Im weiteren Verlauf schattet die Prophezeiung vor, was passieren kann, wenn man den von Jehova zugeteilten Platz verlässt. Es heißt: „Die Bratwurst die mußte Holz tragen, die Maus ward Koch, und der Vogel sollte Wasser holen. Was geschicht? das Bratwürstchen zog fort gen Holz, das Vöglein machte Feuer an, die Maus stellte den Topf zu“ (Bratwurst 3:1).

Der Älteste, der zur Bratwurst-Klasse gehört, würde also mehr predigen, und der mausgleiche Dienstamtgehilfe sollte das Wachtturmstudium leiten. Die vogelähnliche Pionierschwester sollte den Ordnungsdienst durchführen und schaltete schon am Montag die Heizung für die Freitagszusammenkunft ein.

Am Monatsende warteten Mäuschen und Vögelchen, „bis Bratwürstchen heim käme und Holz für den andern Tag brächte. Es blieb aber das Würstlein so lang unterweg daß ihnen beiden nichts guts vorkam, und das Vöglein ein Stück Lufts hinaus entgegen floge“ (Bratwurst 3:2). Der Dienstamtgehilfe und die Pionierschwester erwarteten mit Spannung den Predigtdienstbericht des Ältesten, doch dieser war bereits seit einigen Wochen nicht zu den Zusammenkünften gekommen. Dass er „so lang“ fort blieb und sogar den Termin für die Abgabe des Predigtdienstberichtes versäumte, kam den beiden merkwürdig vor.

Daher beschloss das „Vöglein“, die Pionierschwester, einen Hirtenbesuch bei dem Ältesten durchzuführen. Sie musste jedoch eine traurige Entdeckung machen: „Unfern aber findet es einen Hund am Weg, der das
arme Bratwürstlein als freie Beut angetroffen, angepackt und niedergemacht“ (Bratwurst 3:3).
Der „Hund“ war ein Abtrünniger, der den unerfahrenen Ältesten mit Scheinargumenten aus einem Internetforum vom Glauben abgebracht hatte.

Ohne richtige Führung

Für den Ältesten bedeutete das den geistigen Tod, und in Harmagedon wird er auch den buchstäblichen Tod finden. Er hatte eine wichtige Schutzmaßnahme vernachlässigt, denn „das Vöglein beschwerte sich auch dessen als eines offenbaren Raubs sehr gegen den Hund, aber es half kein Wort, denn sprach der Hund, er hätte falsche Briefe [Papiere] bei der Bratwurst gefunden, deswegen wäre sie ihm des Lebens verfallen gewesen“ (Bratwurst 3:4). Mit den ‚falschen Briefen’ oder Papieren kann nur der Berichtszettel gemeint sein, der offenbar zu wenige Stunden aufwies. Hätte der Älteste mehr Zeit im Predigtdienst verbracht, wäre sein Geistiggesinntsein gestärkt worden, und er wäre nicht auf die Propaganda der mit der Wolf-Klasse verwandten Hund-Klasse hereingefallen.

Die Pionierschwester war sich der Dringlichkeit des Predigtwerkes bewußt. Daher ließ sie erst einmal alles stehen und liegen und verbrachte einige Tage ununterbrochen im Predigtdienst: „Das Vögelein, traurig, nahm das Holz auf sich“ (Bratwurst 3:5). Danach ging das „Vögelein“, das die eifrige Pionierschwester darstellt, „heim und erzählete, was es gesehn und gehöret. Sie waren sehr betrübt, verglichen sich aber das beste zu thun und beisammen zu bleiben“ (Bratwurst 3:6). Der Dienstamtgehilfe und die Pionierschwester beschlossen, die Versammlung ohne den Ältesten am Laufen zu halten. Der junge Dienstamtgehilfe würde dessen Aufgaben übernehmen.

Selbständiges Denken – eine Gefahr

„So deckte das Vöglein den Tisch und die Maus rüstete das Essen und wollte anrichten, und in den Hafen [Topf], wie zuvor das Würstlein, und durch das Gemüß schlingen und schlupfen, dasselbige zu schmelzen“ (Bratwurst 4:1). Der Dienstamtgehilfe, der zur Maus-Klasse gehört, dachte sich, ein kurzes Durchgehen des Wachtturm-Artikels genüge als Vorbereitung auf die Zusammenkunft. Er dachte, die Worte würden schnell „schmelzen“ und ihm den tieferen Sinn des Artikels offenbaren.

Doch „ehe sie [die Maus] in die Mitte kame, ward sie angehalten und mußte Haut und Haar und dabei das Leben lassen“ (Bratwurst 4:2). Zum ersten Mal in seiner theokratischen Karriere musste er selbst über die Aussagen im Wachtturm nachdenken. Schon in den ersten Absätzen fielen ihm zahlreiche Ungereimtheiten, sinnentstellende Zitate und aus dem Zusammenhang gerissene Bibeltexte auf. So musste auch er „das Leben lassen“, d. h. er erlitt den geistigen Tod und kann seiner Vernichtung im „Krieg des großen Tages Gottes“ nicht mehr entgehen (Off. 16:14).

Am Monatsende kam die Pionierschwester als Erste in den Königreichsaal und bereitete alles für das Wachtturm-Studium vor. Doch „als das Vöglein kam, wollte das Essen auftragen, da war kein Koch vorhanden. Das Vöglein warf bestürzt das Holz hin und her, rufte und suchte, kunnte aber seinen imageKoch nit mehr finden“ (Bratwurst 4:3). Erschüttert musste die Schwester feststellen, dass auch der Dienstamtgehilfe vom Glauben abgefallen war. Sie machte einen verhängnisvollen Fehler, als sie „rufte und suchte, um ihn zu finden“, d. h. sie rief ihn an und suchte herauszufinden, warum er weggegangen war. „Aus Unachtsamkeit kam das Feuer in das Holz, also daß eine Brunst entstunde“ (Bratwurst 4:4).

Das Ende

Jetzt war alles zu spät. Das abtrünnige Gedankengut hatte auch sie infiziert; es entstand eine geistige Feuersbrunst, die auch ihren Glauben verzehrte. Sie erkannte noch, dass sie geistige Speise aus dem Wachtturm benötigt hätte, denn der Bericht sagt: „Das Vöglein eilte Wasser zu langen“ (Bratwurst 4:5a). Doch es war zu spät: „Da entfiel ihm der Eimer in den Brunnen, und es mit hinab, daß es sich nit konnte mehr erholen, und da ersaufen musste“ (Bratwurst 4:5b). Ja, die Pionierschwester musste „ersaufen“, d. h. sie erlitt „an ihrem Glauben Schiffbruch“ (1. Tim. 1:19). Sie wird in Harmagedon vernichtet werden, genauso wie die Menschen, die in der Sintflut ertranken.

Bestimmt sind wir Jehova dankbar dafür, dass er uns vor den Gefahren warnt, die von selbstständigem Denken ausgehen! Leicht könnte abtrünniges Gedankengut durch das Internet oder durch Fernsehsendungen auch in unsere Versammlung Einzug halten und die Einheit untergraben.

Lassen wir das niemals geschehen! Vertrauen wir auf den ‚treuen und verständigen Sklaven’, nicht auf unseren „eigenen Verstand“! (Spr. 3:5). Meiden wir höhere Bildung! Dann werden wir Jehova für alle Zeit mit seinem Volk anbeten dürfen.


[*] Die Zitate in diesem Artikel sind der Ausgabe Kinder- und Hausmärchen, Band 1, 1. Auflage 1812 entnommen.

Welche Hoffnung gibt es für geliebte Verstorbene?

Nachdruck aus Erbrechet!, Oktober 2008

Die Bibel erklärt eindeutig, dass es keine Auferstehung geben wird. Hiob fragte: „Kommt ein Toter je zurück ins Leben? Ich hielte gerne diese Qualen aus, wenn ich auf bessere Zeiten hoffen könnte. Du würdest rufen, ich dir Antwort geben“ (Hiob 14:14, 15; Gute Nachricht). Ja, wenn es eine Auferstehung gäbe, würde Gott die Toten rufen.

Doch Hiob wusste: „Für einen Baum gibt es noch eine Hoffnung: Wenn man ihn fällt, dann schlägt er wieder aus. … Doch stirbt ein Mensch, so ist es mit ihm aus. Wenn er gestorben ist, wo bleibt er dann? Vielleicht geschieht’s, dass Ströme nicht mehr fließen, dass auch das Wasser aus dem Meer verschwindet; doch tote Menschen stehen nicht mehr auf, sie werden nie aus ihrem Schlaf erwachen. Noch eher stürzt der ganze Himmel ein!“ (Hiob 14:7, 10-12, Gute Nachricht). Wer gestorben ist, wird also „nie mehr“ aufwachen.

Einen ähnlichen Gedanken äußerte der weise König Salomo: „Die Lebenden wissen wenigstens, dass sie einmal sterben müssen. Die Toten wissen überhaupt nichts mehr. Ihre Verdienste werden nicht belohnt; denn niemand denkt mehr an sie“ (Prd. 9:5, 6, Gute Nachricht). Ja, Verdienste im Leben werden nach dem Tod „nicht belohnt“. „Niemand“ – auch nicht Gott – „denkt mehr an sie“.

Salomo fährt fort: „Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheol, dem Ort, wohin du gehst“ (Prd. 9:10). An anderer Stelle erklärte er: „Da ist kein Mensch gerecht auf der Erde, der ständig Gutes tut und nicht sündigt“, und Hesekiel machte deutlich: „Die Seele, die sündigt – sie selbst wird sterben“ (Prd. 7:20; Hes. 18:4).

Ja, die Bibel zeigt deutlich, dass es für Verstorbene keinerlei Hoffnung gibt. Sie werden für immer und ewig nicht mehr existieren.

 

Die Bibel erklärt eindeutig, dass es eine Auferstehung geben wird. Hiob fragte: „Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben?“ und gibt die Antwort: „Alle Tage meiner Fronarbeit werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten“ (Hiob 14:14, 15). Ja, Gott wird die Toten zur Auferstehung „rufen“.

Hiob wusste: „Es gibt Hoffnung selbst für einen Baum. Wenn er umgehauen wird, wird er nämlich wieder sprossen. … Er wird nicht aufhören zu bestehen“ (Hiob 14:7). Bäume werden „nicht aufhören zu bestehen“, und durch Jesaja ließ Jehova erklären: „Alt wie Bäume sollen sie werden, die Menschen in meinem Volk“ (Jes. 65:22, Gute Nachricht). Wer gestorben ist, wird also „wieder sprossen“ und ewig leben. Auch Jesus sagte: „Wer glaubt, hat ewiges Leben“ (Joh. 6:47).

Der Apostel Paulus erklärte, „daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird“ (Apg. 24:15). Und durch den Propheten Jesaja ließ Jehova sagen: „Deine Toten werden leben, deine Leichname werden auferstehen“ (Jes. 26:19).

Ja, die Bibel zeigt deutlich, dass es für Verstorbene eine Hoffnung gibt. Sie werden nicht für immer und ewig tot bleiben, sondern auferstehen.