Archiv der Kategorie: Widersprüche

Die Bibel und Mathematik

Nachdruck aus Erbrechet!, Januar 2009

Kritiker werfen Jehovas Zeugen oft vor, sie hätten sich verrechnet und ihre Prophezeiungen wären nicht eingetroffen. Doch kann man ihnen wirklich diesen Vorwurf machen? Sind ihre Berechnungen tatsächlich falsch?

Die Grundlage ihres Glaubens ist schließlich die Bibel. Wie steht die Bibel zur Mathematik? Ein schönes Beispiel finden wir in Esra 1:9-11:

Dies nun sind ihre Zahlen: dreißig korbförmige Gefäße aus Gold, tausend korbförmige Gefäße aus Silber, neunundzwanzig Ersatzgefäße, dreißig kleine Schalen aus Gold, vierhundertzehn kleine, zweitrangige Schalen aus Silber, tausend andere Geräte. Alle Geräte aus Gold und aus Silber waren an Zahl fünftausendvierhundert.

Nach unserem mathematischen Verständnis liegt hier ein Rechenfehler vor: 30 + 1000 + 29 + 30 + 410 + 1000 = 2499. Doch die Bibel – Gottes unfehlbares Wort – lehrt, dass es insgesamt 5400 Gefäße waren. Da ausdrücklich „tausend andere Geräte“ erwähnt werden, kann man auch ausschließen, dass die 2901 scheinbar fehlenden Geräte nicht extra aufgezählt wurden.

Vielmehr müssen wir akzeptieren, dass unsere Mathematik von Menschen ausgedacht wurde und daher nicht vollkommen ist. Gott sagt: „Wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ (Jesaja 55:9). Und er legte fest: 30 + 1000 + 29 + 30 + 410 + 1000 = 5400.

Ein weiterer Text, der die Schwäche der menschlichen Mathematik aufzeigt, ist in Josua 15:21-36 zu finden:

Und die Städte am äußersten Ende des Stammes der Söhne Judas gegen die Grenze Edoms im Süden wurden [1] Kabzeël und [2] Eder und [3] Jagur, ferner [4] Kina und [5] Dimona und [6] Adada, außerdem [7] Kedesch und [8] Hazor und [9] Jithnan, [10] Siph und [11] Telem und [12] Bealoth, des weiteren [13] Hazor-Hadatta und [14] Kerijoth-Hezron, das heißt Hazor, [15] Amam und [16] Schema und [17] Molada, ferner [18] Hazar-Gadda und [19] Heschmon und [20] Beth-Pelet, außerdem [21] Hazar-Schual und [22] Beërscheba und [23] Bisjothja, [24] Baala und [25] Ijim und [26] Ezem, des weiteren [27] Eltolad und [28] Kesil und [29] Horma, ferner [30] Ziklag und [31] Madmanna und [32] Sansanna, außerdem [33] Lebaoth und [34] Schilhim und [35] Ajin und [36] Rimmon; alle Städte waren an Zahl neunundzwanzig, zusammen mit ihren Siedlungen. In der Schephela waren [1] Eschtaol und [2] Zora und [3] Aschna, des weiteren [4] Sanoach und [5] En-Gannim, [6] Tappuach und [7] Enam, [8] Jarmuth und [9] Adullam, [10] Socho und [11] Aseka, ferner [12] Schaarajim und [13] Adithajim und [14] Gedera und [15] Gederothajim; vierzehn Städte und ihre Siedlungen.

Obwohl wir mit unserer unvollkommenen Mathematik 36 bzw. 15 Städte zählen würden, sagt die Bibel eindeutig, dass es 29 bzw. 14 waren. Uns erscheint das zwar unmöglich, doch „bei Gott sind alle Dinge möglich“ (Markus 10:27). Oder wollen wir dem Wort unvollkommener Mathematiker, die gar nicht an Gott glauben oder eine falsche Religion ausüben, mehr Glauben schenken als dem Wort Jehovas, des Schöpfers des Universums?

Jehova hat die Wahrheit über die Mathematik „vor den Weisen und Intellektuellen verborgen und sie Unmündigen geoffenbart“ (Matthäus 11:25). Zu diesen „Unmündigen“, die scheinbar nicht richtig rechnen können, zählt auch der „treue und verständige Sklave“ der Zeugen Jehovas. Jehova offenbarte ihnen, wie Zeitabschnitte richtig zu berechnen sind, doch auch sie ließen sich in der Vergangenheit von weltlicher Mathematik irreführen. So dachten sie, das Jahr 607 v. u. Z. wäre 70 Jahre vor 537 v. u. Z. gewesen, oder von 607 v. u. Z. bis 1914 u. Z. wären 2520 Jahre vergangen. Sie erkannten auch richtigerweise, dass Gottes Königreich 6000 Jahre nach dem Jahr 4026 v. u. Z. die Herrschaft über die Erde übernehmen wird, aber sie nahmen fälschlicherweise an, dies wäre im Jahr 1975 u. Z.

Ein tieferes Studium der biblischen Mathematik wird uns befähigen, göttliche Berechnungen noch genauer zu verstehen und die korrekten Daten für die Ereignisse zu ermitteln, die von Jehovas Zeugen richtig vorhergesagt worden sind.

Abraham – ein treuer Zeuge Jehovas

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2008

„Wir haben Abraham zum Vater“ (Lukas 3:8)

Abraham war ein Mann des Glaubens. Er wusste, dass für Gott nichts unmöglich ist. Die Bibel sagt, „daß Abraham zwei Söhne hatte“ (Galater 4:22). Als er etwa 75 Jahre alt war, führte Terach, Abrahams Vater, ihn mit seiner Familie aus Ur hinaus. Sie wussten, wohin die Reise führte, nämlich „in das Land Kanaan“ (1. Mose 11:31). Dort hatte Abraham den Söhnen Hamors in Sichem ein Feld abgekauft, auf dem später Joseph begraben wurde (Apostelgeschichte 7:16).

Im Alter von 100 Jahren konnten Männer normalerweise keine Kinder mehr zeugen. Sara lachte: „Wird einem Mann im Alter von hundert Jahren ein Kind geboren werden?“ (1. Mose 17:17). Nur durch ein Wunder konnten „einem so gut wie Erstorbenen … Kinder geboren“ werden (Hebräer 11:12).

Gott gab Abraham „das ganze Land Kanaan“ als Erbe (1. Mose 17:8). Er versprach ihm: „Dir und deinem Samen werde ich es bis auf unabsehbare Zeit geben. … Dir werde ich es geben“ (1. Mose 13:15, 17).

Abraham war ein Mann des Glaubens. Die Bibel sagt, dass er „versuchte, seinen einziggezeugten Sohn als Opfer darzubringen“ (Hebräer 11:17). Er hatte also nur einen Sohn. Als er etwa 75 Jahre alt war, führte er seine Familie aus Ur hinaus. Sie wussten nicht, wohin die Reise führte, denn „er zog aus, ohne zu wissen, wohin er ging“ (1. Mose 12:5; Hebräer 11:8). Viele Jahre danach kaufte sein Enkel Jakob den Söhnen Hamors in Sichem ein Feld ab, auf dem später Joseph begraben wurde (Josua 24:32).

Frühestens im Alter von 140 Jahren nahm Abraham Ketura zur Frau. Ohne, dass Gott ein Wunder wirken musste, „gebar sie ihm Simran und Jokschan und Medan und Midian und Jischbak und Schuach“ – sechs Söhne, vielleicht auch noch unerwähnte Töchter (1. Mose 25:1, 2).

Gott gab Abraham „keinen Erbbesitz“ in Kanaan, „nein, nicht einen Fußbreit“ (Apostelgeschichte 7:5). Statt dessen „weilte er als Fremdling“ dort, ebenso wie „Isaak und Jakob“, seine Nachkommen (Hebräer 11:9). Sie alle „erklärten öffentlich, daß sie Fremde und zeitweilig Ansässige im Land seien“ und „starben im Glauben, ohne die Erfüllung der Verheißungen empfangen zu haben“ (Hebräer 11:13).

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Welche Hoffnung gibt es für geliebte Verstorbene?

Nachdruck aus Erbrechet!, Oktober 2008

Die Bibel erklärt eindeutig, dass es keine Auferstehung geben wird. Hiob fragte: „Kommt ein Toter je zurück ins Leben? Ich hielte gerne diese Qualen aus, wenn ich auf bessere Zeiten hoffen könnte. Du würdest rufen, ich dir Antwort geben“ (Hiob 14:14, 15; Gute Nachricht). Ja, wenn es eine Auferstehung gäbe, würde Gott die Toten rufen.

Doch Hiob wusste: „Für einen Baum gibt es noch eine Hoffnung: Wenn man ihn fällt, dann schlägt er wieder aus. … Doch stirbt ein Mensch, so ist es mit ihm aus. Wenn er gestorben ist, wo bleibt er dann? Vielleicht geschieht’s, dass Ströme nicht mehr fließen, dass auch das Wasser aus dem Meer verschwindet; doch tote Menschen stehen nicht mehr auf, sie werden nie aus ihrem Schlaf erwachen. Noch eher stürzt der ganze Himmel ein!“ (Hiob 14:7, 10-12, Gute Nachricht). Wer gestorben ist, wird also „nie mehr“ aufwachen.

Einen ähnlichen Gedanken äußerte der weise König Salomo: „Die Lebenden wissen wenigstens, dass sie einmal sterben müssen. Die Toten wissen überhaupt nichts mehr. Ihre Verdienste werden nicht belohnt; denn niemand denkt mehr an sie“ (Prd. 9:5, 6, Gute Nachricht). Ja, Verdienste im Leben werden nach dem Tod „nicht belohnt“. „Niemand“ – auch nicht Gott – „denkt mehr an sie“.

Salomo fährt fort: „Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheol, dem Ort, wohin du gehst“ (Prd. 9:10). An anderer Stelle erklärte er: „Da ist kein Mensch gerecht auf der Erde, der ständig Gutes tut und nicht sündigt“, und Hesekiel machte deutlich: „Die Seele, die sündigt – sie selbst wird sterben“ (Prd. 7:20; Hes. 18:4).

Ja, die Bibel zeigt deutlich, dass es für Verstorbene keinerlei Hoffnung gibt. Sie werden für immer und ewig nicht mehr existieren.

 

Die Bibel erklärt eindeutig, dass es eine Auferstehung geben wird. Hiob fragte: „Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben?“ und gibt die Antwort: „Alle Tage meiner Fronarbeit werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten“ (Hiob 14:14, 15). Ja, Gott wird die Toten zur Auferstehung „rufen“.

Hiob wusste: „Es gibt Hoffnung selbst für einen Baum. Wenn er umgehauen wird, wird er nämlich wieder sprossen. … Er wird nicht aufhören zu bestehen“ (Hiob 14:7). Bäume werden „nicht aufhören zu bestehen“, und durch Jesaja ließ Jehova erklären: „Alt wie Bäume sollen sie werden, die Menschen in meinem Volk“ (Jes. 65:22, Gute Nachricht). Wer gestorben ist, wird also „wieder sprossen“ und ewig leben. Auch Jesus sagte: „Wer glaubt, hat ewiges Leben“ (Joh. 6:47).

Der Apostel Paulus erklärte, „daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird“ (Apg. 24:15). Und durch den Propheten Jesaja ließ Jehova sagen: „Deine Toten werden leben, deine Leichname werden auferstehen“ (Jes. 26:19).

Ja, die Bibel zeigt deutlich, dass es für Verstorbene eine Hoffnung gibt. Sie werden nicht für immer und ewig tot bleiben, sondern auferstehen.