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Im Urlaub Jehova verherrlichen

Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, Juli 2008

In der Welt wird der Urlaub oft als „die schönste Zeit des Jahres“ betrachtet. Doch für wahre Christen ist der Urlaub zweifellos die beste Zeit, um Jehova im vermehrten Maß zu verherrlichen. „Die Urlaubszeit gibt uns … Gelegenheit, einen volleren Anteil am Predigen des Königreiches zu haben“, schrieb Unser Königreichsdienst vom Juli 1984.

Sollten Christen überhaupt Urlaub machen? Die Bibel berichtet von keinem Diener Gottes, der Urlaub gemacht hätte. Zwar kommt das Wort „Urlaub“ in der Bibel vor, doch in beiden Fällen handelte sich um Reisen zur Förderung der wahren Anbetung (1. Samuel 20:6; Nehemia 13:6). Auch die ersten Christen reisten offenbar nur, um zu predigen. Allerdings werden Urlaubsreisen in Gottes Wort nicht ausdrücklich verboten.

Jeder Christ muss daher selbst entscheiden, ob er Urlaub machen will. Doch zweifellos wollen wir alle Anweisungen des ‚treuen und verständigen Sklaven’ befolgen, den Jesus „über seine ganze Habe“ – also auch über uns – gesetzt hat. Dazu gehört auch die Anweisung, uns „im Urlaub … unbedingt vor[zu]nehmen, die Zusammenkünfte der Versammlung am Urlaubsort zu besuchen“ und uns „auch am Predigtdienst zu beteiligen“ (Unser Königreichsdienst, Juli 1987, Seite 1).

Ziel und Dauer

Da wir nur in einem deutschsprachigen Land einen sinnvollen Anteil an den Zusammenkünften haben können, sollten wir längere Urlaubsreisen auf Deutschland, Österreich und den deutschsprachigen Teil der Schweiz beschränken.

Falls wir planen, in andere Länder zu fahren, müssen wir darauf achten, keine Zusammenkünfte in unserer Heimatversammlung zu versäumen. Wenn die Zusammenkünfte am Sonntag und am Freitag stattfinden, könnten wir beispielsweise von Montag bis Donnerstag verreisen.

Im Reisebüro

Zeugnis geben können wir immer und überall, denn „wir alle sind 24 Stunden am Tag Zeugen für Jehova [bei einer langen Flugreise in westlicher Richtung sogar mehr als 24 Stunden] und sind deshalb bereit, bei jeder Gelegenheit unser Licht leuchten zu lassen“ (Der Wachtturm, 15. Mai 1998, Seite 19). Wir können damit bereits im Reisebüro beginnen.

Erzählen wir doch dem Verkäufer von unserer wunderbaren Hoffnung, dass man bald keine Urlaubsreisen mehr braucht, weil es überall auf der Erde gleich schön sein wird! Wir könnten auch erwähnen, dass es keine Flugzeuge mehr geben wird, die die Luft verschmutzen und eine Erfindung des Systems Satans sind.

Vorbereitet sein

Um im Ausland Zeugnis zu geben, sollten wir gut vorbereitet sein. Achten wir darauf, die wichtigste Literatur (Bibeln, Erkenntnis-Bücher, die Broschüren Was erwartet Gott von uns?, Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist und Kümmert sich Gott wirklich um uns usw.) sowie das aktuelle Monatsangebot in unserer eigenen Sprache, in der Sprache des Urlaubslandes und in den Sprachen anderer Touristen, die in dieser Gegend Urlaub machen, jederzeit bei uns zu haben. So können wir jede Gelegenheit zum Zeugnisgeben nutzen und vielleicht gleich ein Bibelstudium einrichten.

Persönliches Studium

Unsere eigenen geistigen Bedürfnisse dürfen natürlich auch nicht zu kurz kommen. Sicherlich möchte kein wahrer Christ ohne seine wichtigsten Hilfsmittel in den Urlaub fahren, wozu u. a. die Studierbibel, die Einsichten-Bücher und die Konkordanz gehören. Auch die Broschüre Täglich in den Schriften forschen sowie alle Wachtturm-Ausgaben, aus denen die Kommentare entnommen sind, dürfen im Reisegepäck nicht fehlen.

Wenn wir für mehrere Tage verreisen, wäre es auch sinnvoll, die letzten Wachtturm-Jahrgänge mitzunehmen. Bei unerwartet auftretenden Fragen – etwa „Dürfen Christen Eis essen, wenn der Verkäufer sich vorher die Hände in der Moschee gewaschen hat“ oder „Dürfen wahre Christen zusammen mit Abtrünnigen im selben Meer baden“ – können wir dann sofort nachforschen, um eine biblisch fundierte Antwort zu finden. Es wäre auch empfehlenswert, immer einen Laptop mit der aktuellen Watchtower Library griffbereit zu haben.

Diebe mit der guten Botschaft erreichen

In vielen Urlaubsländern ist Diebstahl an der Tagesordnung. Stecken wir daher immer einige Traktate in der Landessprache in unseren Geldbeutel. Auf diese Weise können auch Taschendiebe ein Zeugnis erhalten, die im Haus-zu-Haus-Dienst oftmals nur schwer zu erreichen sind.

Im Flugzeug

Falls wir unsere Reise mit dem Flugzeug durchführen, können wir die Flugzeit zum Zeugnisgeben nutzen. Sprechen wir mit anderen Passagieren darüber, dass Flugzeuge viel häufiger abstürzen als Vögel, was die Überlegenheit der Schöpfungswerke Jehovas zeigt.

Gehen wir von Reihe zu Reihe und erzählen wir von der wunderbaren Auferstehungshoffnung! Es empfiehlt sich, eine ausreichende Menge des Traktats Welche Hoffnung gibt es für verliebte Gestorbene? in verschiedenen Sprachen bei uns zu haben.

Beim Badeurlaub

Auch am Urlaubsort gibt es zahllose Gelegenheiten zum Zeugnisgeben. Wenn wir am Wasser Urlaub machen – sei am Meer, an einem See oder im örtlichen Freibad – könnten wir die anderen Gäste darauf hinweisen, dass nur das „Wasser des Lebens“ echte Abkühlung bringen wird, und ihnen ein Bibelstudium anbieten (Offenbarung 22:1).

Wir könnten auch Bibeltexte oder Wachtturm-Zitate auf unsere Handtücher oder Gummitiere schreiben und auf diese Weise Zeugnis von unserer Hoffnung ablegen. Andere haben es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Morgen den Tagestext und den Kommentar am Strand in den Sand zu schreiben.

Wenn wir uns am Meer aufhalten, könnten wir statt Burgen Wachttürme aus Sand bauen. Erzählen wir den anderen Gästen, wie sehr wir uns auf die Erfüllung der Prophezeiung freuen, dass ‚das Meer nicht mehr ist’ (Offenbarung 21:1). Warnen wir sie eindringlich davor, dass „aus dem Meer ein wildes Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen aufsteigen“ wird (Offenbarung 13:1).

Eine gute Möglichkeit wäre auch, unsere Liegen statt mit Handtüchern mit älteren Wachtturm– und Erwachet!-Ausgaben zu belegen. Es wäre jedoch nicht angebracht, am Strand Muscheln zu sammeln, da diese in manchen Kulturen als Glücksbringer verwendet werden. Gerade am Mittelmeer sollten wir uns außerdem an den Propheten Jona erinnern, der von diesem Meer verschlungen wurde, weil er nicht predigen wollte (Jona 1:15).

Am See

Verbringst du den Urlaub dagegen an einem See, etwa am Gardasee oder am Chiemsee? Lass die anderen Gäste wissen, dass sie bald „in den Feuersee geschleudert“ werden, wenn sie nicht mit dir die Bibel studieren (Offenbarung 20:14).

Im Restaurant

Wenn wir in einem Hotel oder Restaurant essen, sollten wir vorher laut zu Jehova beten. Erwähnen wir dabei auch, dass er den anderen Gästen helfen möge, rechtzeitig zur Wahrheit zu kommen, bevor sein Strafgericht hereinbricht. Danken wir ihm dafür, dass er uns Erkenntnis gegeben hat, die allen anderen Gästen des Lokals bisher verwehrt geblieben ist.

Gibt es abends Animation im Hotel, könnten wir dem Hoteldirektor vorschlagen, statt dessen einen biblischen Vortrag zu halten. Die Gäste werden sich über diese Abwechslung sicherlich freuen. Die Zeit kann auch als Predigtdienst berichtet werden.

Im Gebirge

Der Prophet Jesaja sagte: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt“ (Jesaja 52:7). Ja, auch wenn wir unseren Urlaub in den Bergen verbringen, können wir die „gute Botschaft“ predigen.

Erzählen wir anderen Wanderern davon, dass im Paradies niemand mehr in den Bergen verunglücken wird. Wenn jemand nicht auf uns hören will, könnten wir die Worte des Engels zitieren: „Sie [solche Menschen wie er] sagen fortgesetzt zu den Bergen und zu den Felsen: ‚Fallt über uns, und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes, denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen’“ (Offenbarung 6:16, 17).

Machen wir deutlich, dass es dann zu spät sein wird. Wir könnten auch das Beispiel Gideons nachahmen, indem wir das Gipfelkreuz „umhauen“ und im Feuer verbrennen (Richter 6:25-27). Bei einem Urlaub im Gebirge sollten wir außerdem nur im Tal essen, denn über einen treuen Diener Jehovas wird gesagt: „Auf den Bergen aß er nicht“ (Hesekiel 18:6).

Andere Möglichkeiten

Auch an anderen Urlaubsorten können wir Zeugnis geben. Unser Königreichsdienst hat regelmäßig davon abgeraten, im Straßendienst zu nahe beieinander zu stehen – warum diesem wunderbaren Dienstzweig nicht einmal in der Wüste nachgehen? In der Mongolei könnten wir den Haus-zu-Haus-Dienst mit ausgedehnten Spaziergängen verbinden.

Falls wir in einem Land Urlaub machen, in dem das Werk verboten ist, könnten wir zunächst bei der nächstgelegenen Polizeiwache vorsprechen und dann den Straßendienst durchführen. Sprechen wir darüber, dass Gott bald alle menschlichen Regierungen beseitigen wird. Auf diese Weise können wir das Beispiel der ersten Christen nachahmen (Apostelgeschichte 7:59; 14:19).

Bestimmt möchten wir alles daransetzen, auch in Verbindung mit unserem Urlaub Jehova zu preisen und von unserer wunderbaren Hoffnung Zeugnis abzulegen, damit noch mehr Menschen zu uns ins geistige Paradies kommen!

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