Der „König des Nordens“ identifiziert!

Nachdruck aus Erbrechet!, Dezember 2008

Aufrichtige Erforscher der Bibel waren schon immer an biblischen Prophezeiungen interessiert, und es hat viele Bemühungen gegeben, ihre Bedeutung herauszufinden. Doch schon Joseph erkannte in alter Zeit: „Sind Deutungen nicht Sache Gottes?“ (1. Mose 40:8).

Eine der Prophezeiungen, deren Bedeutung den Menschen lange Zeit verschlossen war, ist die Prophezeiung über den „König des Nordens“ aus dem Buch Daniel. Nicht einmal Daniel selbst konnte sie verstehen. Dennoch muss er über ihre Bedeutung nachgedacht haben, denn er wollte wissen: „Was wird der Schlußteil dieser Dinge sein?“ Der Engel antwortete: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. … Gar keiner der Bösen wird es verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden es verstehen“ (Dan. 12:8-10).

Ein König aus dem Norden

Gemäß dem Buch Die Prophezeiung Daniels – Achte darauf! bezieht sich die Bezeichnung „König des Nordens“ auf einen König nördlich vom Land des Volkes Daniels, das dann aus babylonischer Gefangenschaft befreit und in das Land Juda zurückgekehrt wäre. Doch ist es vernünftig anzunehmen, dass die Herkunft des „Königs des Nordens“ lediglich von der geographischen Lage des Landes Juda bestimmt wird, da Jehova doch sein neuzeitliches Volk „aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ herausführt? (Offenbarung 7:9). Nein, vielmehr muss sich der Aufenthaltsort des „Königs des Nordens“ nördlich aller Nationen befinden.

Wer hält sich gewöhnlich am nördlichsten Punkt der Erde auf? Auf der Internetseite nordpol.de ist zu lesen: „Am nördlichsten Punkt der Erde – dem Nordpol – wohnt bekanntlich der Weihnachtsmann“. Daher besteht kein Zweifel, dass der „König des Nordens“ der Weihnachtsmann ist. Er steht nur einmal im Jahr auf, doch wenn er aufgestanden sein wird, wird sein Königreich … nach den vier Winden der Himmel hin verteilt werden“ (Dan. 11:4). Während er die meiste Zeit des Jahres nur über den Nordpol herrscht, wird seine „Herrschaft“ zur Weihnachtszeit über die ganze Erde ausgedehnt.

Daniel sagt auch: „Und der König des Südens wird stark werden. … Und am Ende einiger Jahre werden sie sich miteinander verbünden“ (Dan. 11:5, 6). Der „König des Südens“ ist der Nikolaus, der aus Myra stammt, das in der heutigen Türkei – also südlich vom Nordpol – liegt. Ursprünglich waren Weihnachtsmann und Nikolaus zwei völlig getrennte Personen, doch inzwischen verschwimmen die Unterschiede zwischen ihnen immer mehr. Viele Kinder sprechen heute vom Nikolaus, wenn sie den Weihnachtsmann meinen, oder umgekehrt.

Jährliche Wiederkehr

Der König des Nordens „wird tatsächlich in das Königreich des Königs des Südens kommen und zu seinem eigenen Boden zurückkehren“ (Dan. 11:9). Jahr für Jahr kommt der Weihnachtsmann für einige Wochen „in das Königreich des Königs des Südens“ – die Türkei und andere Länder südlich des Nordpols – und kehrt nach der Bescherung braver Kinder zu seinem eigenen Boden zurück.

Er kann sich natürlich nicht allein um alle Kinder kümmern, sondern was nun seine Söhne betrifft, sie werden … tatsächlich eine Menge großer Streitkräfte versammeln. Und kommend wird er gewiß kommen und überfluten und hindurchziehen“ (Dan. 11:10). Die „Söhne“ des Weihnachtsmannes sind seine Statthalter in den jeweiligen Regionen, beispielsweise Santa Claus in Amerika oder Väterchen Frost in Russland. Diese rekrutieren „tatsächlich eine Menge großer Streitkräfte“, die sie in Kostüme stecken und Fußgängerzonen und Einkaufszentren mit ihnen „überfluten“.

Nach dem Ende der Weihnachtszeit „wird er [nach Hause] zurückkehren“ (Dan. 11:10). Doch im nächsten Jahr wird er wieder auftauchen: „Der König des Nordens soll zurückkehren und eine Menge aufstellen, größer als die erste“ (Dan. 11:13). Ja, aufgrund der Bevölkerungsexplosion und des zunehmenden Wohlstands müssen der Weihnachtsmann und seine Söhne jedes Jahr eine größere Menge ihrer Vertreter „aufstellen“.

Geschenke

imageDaniel sagt über den König des Nordens: „Am Ende … [der] Jahre wird er kommen, und zwar mit einer großen Streitmacht und mit sehr viel Habe“ (Dan. 11:13). Tatsächlich kommt der Weihnachtsmann am Jahresende, und zwar „mit einer großen Streitmacht“ von Hilfsweihnachtsmännern. Zweifellos führen diese „sehr viel Habe“ mit sich, die sie an brave Kinder austeilen.

Doch nicht alle Kinder sind brav. „Die Söhne der Räuber … werden ihrerseits mitgerissen werden in dem Versuch, eine Vision wahr werden zu lassen; und sie werden straucheln müssen“ (Dan. 11:14). Es ist wohl ein alter Kindheitstraum, den Weihnachtsmann auszurauben und alle Geschenke für sich zu behalten. Doch solche Kinder – die als „Söhne der Räuber“ bezeichnet werden, was ihrem Elternhaus eine Mitschuld an ihrem Verhalten gibt – „werden straucheln müssen“, denn es ist noch niemandem gelungen, den Weihnachtsmann auszurauben.

Die Vorherrschaft des Weihnachtsmannes

Tatsächlich kann dem Weihnachtsmann niemand entgehen. „Der König des Nordens wird kommen und einen Belagerungswall aufwerfen und tatsächlich eine befestigte Stadt einnehmen. … Niemand wird vor ihm bestehen“ (Dan. 11:15, 16). Ja, gerade die ‚befestigten Städte’ werden jedes Jahr im Dezember von Weihnachtsmännern ‚belagert’. Wo sie nicht persönlich anwesend sind, wird Weihnachtsschmuck verkauft oder es laufen Weihnachtslieder.

Daniel sagt über den Weihnachtsmann: „Was die Tochter der Frauen betrifft, es wird ihm gewährt werden, sie ins Verderben zu bringen“ (Dan. 11:17). Wie ist das zu verstehen? Die Encyclopaedia Wikipedia sagt: „In der heutigen Zeit verdrängt der Weihnachtsmann immer stärker das vor allem im Süden Deutschlands und in Österreich und der Schweiz verbreitete Christkind“, das „traditionell als Mädchen … dargestellt wird“. Die Stellung des Christkinds wird durch den Weihnachtsmann immer mehr zurückgedrängt.

Trotz seiner marktbeherrschenden Stellung im Winter zieht sich der Weihnachtsmann im Sommer vollständig zurück. Er wird nicht zu finden sein“ (Dan. 11:19). Doch auch im Winter ist nicht jeder, der ein Weihnachtsmannkostüm trägt, vom echten Weihnachtsmann autorisiert. Daniel sagt: „Es soll in seiner Stellung einer aufstehen, der zu verachten ist … und er wird tatsächlich während einer Zeit der Sorglosigkeit hereinkommen“ (Dan. 11:21).

Manchmal verkleiden sich Kriminelle als Weihnachtsmänner und brechen in Häuser ein, wobei sie die weihnachtliche „Zeit der Sorglosigkeit“ ausnutzen. Im November 2004 wurde „ein als Weihnachtsmann verkleideter Bankräuber“ von der Polizei erschossen, wie das Hamburger Abendblatt vom 27. November 2004 berichtete.

imageDer echte Weihnachtsmann raubt natürlich niemanden aus, sondern er wird „tun, was seine Väter und die Väter seiner Väter nicht getan haben. … Habe wird er unter ihnen ausstreuen“ (Dan. 11:24). Er bringt den Menschen Gaben, und jedes Jahr sieht man viele Weihnachtsmänner, die in Fußgängerzonen wahllos Bonbons und andere kleine Geschenke „ausstreuen“.

Zur Geschäftspraxis des Weihnachtsmannes gehört es auch, nicht ganz ehrlich zu sein. Was diese beiden Könige betrifft, … Lüge werden sie an einem Tisch ständig reden“ (Dan. 11:27). Ja, sowohl der Weihnachtsmann als auch der Nikolaus erzählen den Kindern, dass sie brav waren, obwohl sie oft genau wissen, dass das nicht stimmt.

Doch „das Ende ist noch für die bestimmte Zeit“ (Dan. 11:27). Das Ende der Weihnachtszeit kommt jedes Jahr zum gleichen Zeitpunkt, und der Weihnachtsmann „wird in sein Land zurückkehren mit einer großen Menge Habe“, den nicht verteilten Geschenken (Dan. 11:28). Der Weihnachtsmann wird gewiß in sein Land zurückkehren“, doch „zur bestimmten Zeit wird er zurückkehren“ (Dan. 11:28, 29). 

Weitreichender Einfluss

Im Zuge der Globalisierung breitet der Weihnachtsmann sein Einflussgebiet immer weiter aus. Er wird fortwährend seine Hand gegen die Länder ausstrecken; und was das Land Ägypten betrifft, es wird sich nicht als eine Entronnene erweisen“ (Dan. 11:42). Auch im überwiegend muslimischen Ägypten trifft man im Dezember den Weihnachtsmann.

Doch „das Land Ägypten“ steht in der Bibel häufig als Symbol für „die ganze Welt“ außer Jehovas Zeugen, wie u. a. im Wachtturm vom 1. März 1994 zu lesen ist. Demgemäß erfüllt sich auch die folgende Aussage an allen Nationen: „Er wird tatsächlich über die verborgenen Schätze des Goldes und des Silbers und über all die begehrenswerten Dinge Ägyptens herrschen“ (Dan. 11:43). Ja, die Menschen geben einen großen Teil ihrer „Schätze“ für Weihnachtsgeschenke aus. Die Anschaffung von ‚begehrenswerten Dingen’ wird oft mit Weihnachten verbunden.

Das Ende des Weihnachtsmannes

Daniel sagt eine unerwartete Wendung vorher: Der Weihnachtsmann „wird völlig zu seinem Ende kommen müssen, und es wird für ihn keinen Helfer geben“ (Dan. 11:45). Wodurch diese Entwicklung herbeigeführt werden wird, wissen wir noch nicht. Vielleicht werden die Menschen wegen der weltweiten Finanzkrise kein Geld mehr für Geschenke haben, oder der Islam wird die Weltherrschaft übernehmen und alle christlichen Feste verbieten. Auch die Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken könnte eine Rolle spielen. Jedenfalls wird es für den Weihnachtsmann „keinen Helfer geben“, d. h. auch keine Hilfsweihnachtsmänner mehr in den Fußgängerzonen.

Statt zur Weihnachtszeit nur an Geschenke zu denken, werden die Menschen wieder zur ursprünglichen Besinnlichkeit der Winterzeit zurückkehren: „Viele werden sich reinigen und sich weiß machen“ (Dan. 12:10). Ja, die Menschen werden sich von materiellen Wünschen „reinigen“ und sich statt dessen bei einem Spaziergang durch den Schnee „weiß machen“. Freuen wir uns nicht auf diese Zeit, die nahe bevorsteht?

 

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