Bist du auf das Leben in der neuen Welt vorbereitet?

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2010

„Ein Pflock sollte dir an deinem Gürtel zur Verfügung sein.“ – 5. Mose 23:13, Fußnote

„Die Welt, in der wir leben, wird bald zu Ende gehen“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 2008, Seite 13). Harmagedon ist nahe, und danach werden mit Satans Welt auch all ihre sogenannten „Errungenschaften“ vergehen – Autos, Supermärkte, Wasserleitungen etc. Es kann jeden Moment so weit sein, und wir sollten uns bereitmachen.

Zwar ist davon auszugehen, dass die bisherige Form des Stoffwechsels eine „Begleiterscheinung der über Adam und seine Nachkommenschaft verhängten Todesstrafe“ ist und dass die Ausscheidung von Fäkalien im Paradies „wahrscheinlich verschwinden wird. … Dann müssen die heute den Menschen verunreinigenden, verschiedenen Verdauungsgifte, mit denen Leber und Darm täglich so schwer zu kämpfen haben, … endgültig das Feld räumen, und die Ausscheidungen, die von jeher ein peinliches Kapitel für Stadt und Land bildeten, hören auf natürliche Weise auf“ (Das Goldene Zeitalter, Schweizer Ausgabe, 15. August 1924, Seite 350).

Doch der vollkommene Zustand wird wahrscheinlich erst am Ende der Tausendjahrherrschaft erreicht sein. Daher sollten wir stets ‚einen Pflock an unserem Gürtel‘ mit uns führen, damit wir unsere Exkremente außerhalb vergraben können (5. Mose 23:13, Fußnote; siehe Erbrechet!, April 2008, Seite 15).

Gestank und Ansteckungsgefahr

Der Abort hinter unserem Haus wird jedoch nicht die einzige Quelle für einen „beruhigenden Duft“ sein (3. Mose 1:9, Einheitsübersetzung). Bekanntermaßen werden „.die von Jehova Erschlagenen … schließlich an jenem Tag gewiß von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde sein. Sie werden nicht beklagt, noch werden sie zusammengesammelt, imagenoch begraben werden“ (Jeremia 25:33). „Jehova … wird eine Fülle von Leichen verursachen“ (Psalm 110:4-6).

„Zweifellos werden nach dem Krieg von Har-Magedon so viele Leichen auf der Erde herumliegen, daß nicht genügend Aasvögel dasein werden, die sie schnell genug beseitigen könnten, damit Seuchen verhindert werden“ (Rettung aus der Weltbedrängnis steht bevor!, Seite 273). Daher wäre es weise, eine Nasenklammer griffbereit zu haben, um sich vor dem ‚tödlichen Duft‘ zu schützen (2. Korinther 2:16, Gute Nachricht).

Dynamit

Zwar wird Gott in Harmagedon darangehen, „die Kirchen zu zerstören und die Kirchenmitglieder nach Millionen zu vernichten“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1918, Seite 642). Doch die Kirchengebäude werden teilweise stehenbleiben, genauso wie Gipfelkreuze, Bildstöcke und andere Einrichtungen der falschen Religion. Alles, was mit der falschen Religion zu tun hat, muss beseitigt werden.

Außerdem müssen Gottes Diener „die Erde mit Dynamit zu einem Paradies sprengen“, um die Prophezeiung aus Jesaja 35:1 zu erfüllen (The Golden Age, 1. Oktober 1919, Seite 15) Jeder Christ sollte deshalb einige Stangen Dynamit zur Hand haben.

Häuser bauen

Da alle „Weltmenschen hingerichtet werden“, wird es für die ersten Tage nach Harmagedon genügend Lebensmittel und Wohnmöglichkeiten geben (Rettung aus der Weltbedrängnis steht bevor!, Seite 349). Doch die meisten Häuser sind in Dörfer und Städte zusammengefasst, und die erste Stadt nach der Sintflut wurde imagevon Nimrod, einem Feind Gottes, gebaut (1. Mose 10:10). „Die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob dagegen bauten keine Städte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 1014).

Daher mögen die von den Vernichteten übriggebliebenen Häuser zwar vorübergehend als Behausungen dienen, doch letztendlich werden die Überlebenden selbst „Häuser bauen und sie bewohnen“, und zwar an abgelegenen Orten, damit sie die Schönheit der Natur genießen können (Jesaja 65:21). Selbstverständlich wird es dann keine industriell hergestellten Steine und andere Baustoffe mehr geben, sondern wie in biblischer Zeit werden die Häuser aus Lehm gebaut werden. Wir können bereits jetzt einen Bauplan für eine Lehmhütte erstellen und uns mit den notwendigen Techniken vertraut machen.

Lebensunterhalt

Natürlich werden die Lebensmittel, die von den hingeschlachteten Weltmenschen übrigbleiben, nach kurzer Zeit verderben, zumal es auch keinen elektrischen Strom und somit auch keine Kühlschränke mehr geben wird. Die Überlebenden sollten also keine Zeit verlieren, dort, wo sie ihre Lehmhütte bauen, auch einen Garten anzulegen und einige Pflanzen zu säen. Auch eine Wünschelrute zum Aufspüren von Grundwasser könnte vorteilhaft sein, damit man seinen Brunnen gleich an der richtigen Stelle gräbt.

Geistige Bedürfnisse

Doch „für geistige Bedürfnisse zu sorgen ist noch viel wichtiger als für materielle Bedürfnisse“ (Der Wachtturm, 15. Juni 2005, Seite 20). Da es keinen Strom für Druckmaschinen, keine Straßen und kein Internet mehr geben wird, mögen wir nach Harmagedon eine Zeitlang vom Nachschub an geistiger Speise abgeschnitten sein. Wir sollten daher alle Wachtturm-Ausgaben der letzten Jahrzehnte griffbereit haben, um unser regelmäßiges Bibelstudienprogramm durchführen zu können. Da wir tagsüber vor lauter Haus- und Gartenarbeit wahrscheinlich nicht zum Lesen kommen, sollten wir uns eine Öllampe und ausreichend Öl anschaffen.

Die Überlebenden von Harmagedon werden außerdem „die Verantwortung haben, die Auferstandenen über den richtigen Weg zu belehren“ (Der Wachtturm, 15. Dezember 1976, Seite 752). Wie groß wird das Predigtdienstgebiet dann sein? „Da die Zahl der Glieder der Braut Christi 144 000 betragen soll, so würde es ganz vernünftig sein, anzunehmen, daß jedes Glied diese Klasse die Fürsorge für 144 000 haben soll, da 144 000 mal 144 000 die Summe von 20 736 000 000 beträgt. … Wir können somit hieraus ersehen, daß das Werk der großen Schar ein notwendiges sein wird“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, S. 177, 178).

Letztendlich werden also 20.736.000.000 Menschen auf der Erde leben, und die „große Schar“ oder „große Volksmenge“ wird die Aufgabe haben, diese zu unterweisen. „Die Schriftstellen 4. Mose 4:46-48 und 2. Mose 28:1 weisen auf nur einen Priester im Verhältnis zu 2 860 Leviten hin, und hiernach würde die Zahl der großen Schar sich annähernd auf 411 840 000 belaufen“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, S. 129).

Insgesamt werden also 411.840.000 Menschen Harmagedon imageüberleben und für die Belehrung von 20.324.160.000 Personen zuständig sein. Das sind etwa 50 Personen pro Verkündiger oder 100 pro Ehepaar. Selbstverständlich möchten wir „keine Blutschuld auf uns laden“; daher sollten wir eine ausreichende Anzahl Bücher und Broschüren vorrätig haben (Unser Königreichsdienst, Juni 1971, Seite 2). Nur so können wir den Auferstandenen „die Gesamtheit der wahren Lehren der Bibel“ näherbringen, „einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten“ (Der Wachtturm, 1. April 1986, Seite 31).

Der Predigtdienstbericht

„Über unsere Predigttätigkeit am Ende des Monats Bericht zu erstatten ist wichtig“ (Unser Königreichsdienst, Januar 1973, Seite 4). Bevor die Berichte über das Internet eingegeben wurden, wurden sie mit der Post verschickt. Für den Postversand „gibt es den Weltpostverein, eine UNO-Sonderorganisation“ (Erwachet!, 8. Januar 1995, Seite 16). Doch „sich in Vereinen … zu engagieren“ wäre „in geistiger Hinsicht abträglich“ (Der Wachtturm, 15. Juli 1991, Seite 23). Daher wird es nach Harmagedon zunächst kein Postwesen geben.

Dennoch bleibt es „wichtig, die Zeit, die wir im Predigtdienst verbringen, zu berichten“ (Unser Königreichsdienst, Oktober 1981, Seite 3). Wenn unser Bericht nicht rechtzeitig im Zweigbüro eingeht, könnte man uns für untätig halten. Es wäre daher gut, einige Brieftauben aus Selters zu haben, mit denen wir dann unsere Berichtszettel dorthin senden können.

„Für das Recht als Fürsten herrschen“

Nach Harmagedon „werden ‚Fürsten‘ dasein, Älteste, die überleben“ (Unser Königreichsdienst, September 1975, Seite 6). Diese werden „als Richter dienen“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1992, Seite 15). Sie wissen: „Wer seinen Verpflichtungen gegenüber Jehova … nicht nachkommt, verdient den imageTod“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1972, Seite 337). Da dann kein „Gesetz des Landes“ mehr „verbietet, … Abgefallene zu töten“, müssen Älteste entschieden handeln (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Wie der Richter Ehud sollten sie ihr Schwert jederzeit griffbereit haben (Richter 3:21). Außerdem sollten die Ältesten mehr Brieftauben haben, damit sie die Versammlungspost ans Zweigbüro senden können.

Da „Gottes Krieg von Harmagedon unmittelbar bevorsteht“, dürfen wir keine Zeit verlieren (Der Wachtturm, 1. Februar 1970, Seite 86). Wir sollten schon heute vorsorgen, damit wir jederzeit vorbereitet sind. Das untenstehende Angebot bietet dazu eine gute Gelegenheit.

 

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Was hat Jesu Herrschaft der Menschheit bis heute gebracht?

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2010

Bekanntermaßen herrscht Jesus Christus bereits seit 1914 (bzw. seit 1874, wie Jehovas Zeugen ursprünglich glaubten) vom Himmel aus über die Erde. Gleichzeitig „werden die Weltverhältnisse immer schlimmer“, wie Jehovas Zeugen und andere christliche Gruppen behaupten (Der Wachtturm, 15. Dezember 1979, Seite 2). Heißt das, dass Jesu Herrschaft der Menschheit bis jetzt überhaupt nichts gebracht hat?

Das kann so nicht gesagt werden. Tatsächlich hat Jesus, seit er über die Erde regiert, eine Menge Erfindungen gemacht, die der Menschheit großen Nutzen bringen. Der Apostel Johannes sah in einer Vision einen „Engel aus dem Himmel herabkommen, … und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet“ (Offenbarung 18:1). Es besteht kein Zweifel, dass es sich bei diesem Engel um „den Herrn Jesus“ handelt (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 366; siehe auch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 259).

Inwiefern ‚wurde die Erde von Jesu Herrlichkeit erleuchtet‘? Das geschieht durch „eine Menge großartiger Erfindungen usw., wie: Additionsmaschinen, Aluminium, … Automatische Bahnkuppelung, Automatische Pflüge, … Dynamit, Eisenbahnsignale, … Eskalatoren [Aufzüge], Feuerlose Kochapparate, … Gasmaschinen, Induktions-Motoren, Kassaregistrierapparate, Korrespondenzschulen, Künstliche Farben, … Nordpol, Panamakanal, Pasteursche Schutzimpfung, … Rahm-Separatoren, Rauchloses Pulver, Riesenhohe Geschäftsgebäude, … Schuhnähmaschinen, … Streichholzmaschinen, Südpol, … Vakuum-Teppichreiniger, Zweiräder usw“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 366).

Stellen wir uns vor, wie unsere Welt aussehen würde, wenn Jesus nicht gegenwärtig wäre! Es gäbe kein Dynamit und keine riesenhohen Geschäftsgebäude! Wir müssten ohne Additionsmaschinen, automatische Pflüge, Rahm-Separatoren und Streichholzmaschinen auskommen. Es gäbe noch nicht einmal den Nordpol und den Südpol!

Somit ist deutlich zu erkennen, dass Jesus Christus schon seit Jahrzehnten über die Erde regiert. Seine Erfindungen beweisen deutlich, dass das Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge nahe ist!

image„Durch eine Menge großartiger Erfindungen“ wie den Südpol ‘wurde die Erde von Jesu Herrlichkeit erleuchtet’

Antworten auf biblische Fragen

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2010, September 2010, Oktober 2010

 

Woher kommt das „neue Licht“, das jedes Jahr auf den Kongressen präsentiert wird?

Es kann nicht von Gott kommen, weil bei ihm „keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts“ (Jakobus 1:17, Luther). Der Apostel Paulus offenbarte den wahren Urheber, als er schrieb image„Der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des [neuen] Lichts an“ (2. Korinther 11:14).

In Wirklichkeit ist „neues Licht“ Gott nicht wohlgefällig. Paulus schrieb: „Nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch eine Gute Nachricht bringen, die der widerspricht, die ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein!“ (Galater 1:8, Gute Nachricht). Demgemäß gebot Gott seinen Dienern: „Haltet an dem fest, was ihr habt“ (Offenbarung 2:25).

Ohne Zweifel bringt der „treue und verständige Sklave“ aber immer wieder ‚Nachrichten‘, die denen widersprechen, die er früher gebracht hat. Daher ist er „verflucht“ und wird, zusammen mit dem Urheber des ‚neuen Lichts‘, „in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist“, weggehen (Matthäus 25:41).

 

Wer wird im Paradies leben dürfen?

Wie Gottes Wort deutlich zeigt, werden in Harmagedon die meisten Menschen vernichtet werden, „die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen“ (Jeremia 25:33; Psalm 37:11). Somit dürfen „die Sanftmütigen“ im Paradies leben – die Frage ist aber, wie sanftmütig man sein muss, um diese Belohnung zu erhalten.

„Moses war bei weitem der sanftmütigste aller Menschen, die es auf der Oberfläche des Erdbodens gab“ (4. Mose 12:3). Selbst er war allerdings nicht sanftmütig genug für Jehova; in Bezug auf das Land Israel, das das künftige Paradies vorschattete, sagte Moses: „Sogar gegen mich geriet Jehova … in Zorn, indem er sprach: ‚Auch du wirst nicht dorthin kommen‘“ (5. Mose 1:37).

Daher werden nur Menschen, die noch sanftmütiger sind als Moses, im Paradies leben dürfen. Da Moses „bei weitem der sanftmütigste aller Menschen“ war, die je lebten, wird es so jemanden nicht geben. Im Paradies wird also niemand leben dürfen, und daher wird dann „der Tod … nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

 

Was für Männer eignen sich als Älteste?

Meistens werden bei dieser Frage nur die Erfordernisse aus dem 1. Timotheusbrief zitiert. Jedoch finden wir auch in den Hebräischen Schriften, genauer gesagt in den Psalmen, einen weiteren wichtigen Punkt. David schrieb: „Du bist in die Höhe aufgefahren; du hast Gefangene hinweggeführt; du hast Gaben in Form von Menschen genommen, ja selbst die Störrischen, um unter ihnen zu weilen, o Jah Gott“ (Psalm 68:18). „Diese ‚Gaben in Form von Menschen‘ sind die Aufseher oder Ältesten“ (Der Wachtturm, 1. April 2007, Seite 27).

Jehova hat also besonders „die Störrischen“ auserwählt, als Älteste zu dienen. Störrische, halsstarrige, starrsinnige Männer eignen sich daher besonders gut für dieses Amt; sie lassen sich von Argumenten oder neuen Erkenntnissen nicht so einfach aus der Bahn werfen und eilen der Wahrheit nicht voraus.

Andere Bibelübersetzungen übersetzen den hebräischen Ausdruck, der in der Neuen-Welt-Übersetzung mit „die Störrischen“ widergegeben wird, allerdings mit „die Abtrünnigen“ (Luther) oder „die hartnäckigsten Feinde“ (Hoffnung für Alle). In Übereinstimmung damit sollten deshalb auch Abtrünnige, Katholiken und Atheisten als Älteste eingesetzt werden.

 

Wer bildet heute die Onan-Klasse?

Einige Kommentatoren sind der Meinung, dabei handle es sich um junge Christen, die „in der ‚Blüte der Jugend‘, wenn sich der Geschlechtstrieb stark bemerkbar macht“, unverheiratet bleiben (Der Wachtturm, 1. November 1989, Seite 11). Doch diese Erklärung kann im Licht der Bibel nicht bestehen.

Onan wurde von Jehova zu Tode gebracht, weil „er seinen Samen zur Erde verschwendete“ (1. Mose 38:9). Aber wie Jesus zeigte, ist es inzwischen keine Sünde mehr, buchstäblichen Samen auf die Erde zu werfen (Lukas 4:3, 4). Vielmehr geht es heute um „Königreichsverkündiger, die durch fleißiges Predigen den Königreichssamen aussäen. Der Samen, der auf den Erdboden geworfen wird, ist das Wort, das sie predigen“ (Der Wachtturm, 15. Juli 2008, Seite 15).

Die Onan-Klasse wird daher von Verkündigern gebildet, die im Predigtdienst nicht erfolgreich sind. Statt im Haus-zu-Haus-Dienst bei Personen vorzusprechen, die sich dann als Zeugen Jehovas taufen lassen, gehen sie immer nur zu den ‚manchen, die so bleiben woll‘n wie zuvor‘ (Singt Jehova Loblieder, Lied 32). So ‚verschwenden sie ihren Samen‘, „das Wort, das sie predigen“, an voraussichtliche Böcke (Matthäus 25:33). Somit laden alle Glieder der Onan-Klasse Blutschuld auf sich und werden daher in Harmagedon von Jehova zu Tode gebracht werden.

 

Was war die verbotene Frucht, und wie können wir sie heute meiden?

Schon früh in der Menschheitsgeschichte, noch vor der Erschaffung Evas, führte Gott das folgende universelle Verbot ein: „Was … den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen“ (1. Mose 2:17). Genauso wie das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, bestand dieses Verbot also schon lange vor dem Gesetzesbund – daher wurde es auch nicht mit diesem abgeschafft. Es ist somit immer noch gültig.

Allerdings sagt der Bibelbericht nichts darüber, um welchen Baum und welche Frucht es sich handelte. Da „die ganze Schrift von Gott inspiriert und nützlich“ ist, können wir davon ausgehen, dass Jehova das absichtlich so vorgesehen hat (2. Timotheus 3:16). Er will offensichtlich, dass wir alle Früchte meiden (siehe Erbrechet!, April 2010, Seite 8).

Um Gott wohlzugefallen, müssen wir uns daher vor allem hüten, was an einem Baum gewachsen ist, da es sich dabei um die verbotene Frucht handeln könnte.

 

Wer ist heute der größere Cyrus?

Cyrus leitete das Wasser des Euphrat ab, um Babylon einnehmen zu können. Etwas Ähnliches wird in der Zukunft wieder geschehen, denn Johannes sah in einer Vision folgendes: „Der sechste [Engel] goß seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus, und sein Wasser vertrocknete, damit für die Könige vom Sonnenaufgang der Weg bereitet werde“ (Offenbarung 16:12).

Das neuzeitliche Babylon ist „Babylon die Große“, das „Weltreich der falschen Religion“, das neben den Kirchen der Christenheit auch Jehovas Zeugen einschließt (Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 152). Der ‚große Strom Euphrat‘, der vertrocknen soll, ist der „Strom von Wasser des Lebens“, das in Form der „Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!“ verbreitet wird (Offenbarung 22:1; Der Wachtturm, 15. März 1992, Seite 24).

Wer ist heute der größere Cyrus? Beachten wir, dass es der sechste Engel war, der das Ereignis ankündigte. Im Hebräischen wurden Zahlen mit Buchstaben geschrieben; der Zahl Sechs entsprach der sechste Buchstabe des Alphabets, ו (Waw). Diese Zahl bis zur dritten Steigerungsstufe wäre ו ו ו oder, ins lateinische Alphabet übertragen, WWW. Das ist ein deutlicher Beweis dafür, dass das Internet der größere Cyrus ist (vergleiche Erbrechet!, März 2008, Seite 3 – 6; September 2008, Seite 8). image

„Die Könige vom Sonnenaufgang“, die schließlich das „Wasser des Lebens“ austrocknen und so die Wachtturm-Gesellschaft zu Fall bringen werden, sind daher das Internet und das World Wide Web. Diese beiden Einrichtungen enthalten zahllose Informationen über die Lügen der Wachtturm-Organisation, die zudem für jedermann frei und kostenlos zugänglich sind. Die globalen Informationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, werden sich als Todesstoß für abgeschottete Ideologien wie die der Zeugen Jehovas erweisen.

„Nur noch eine kleine Weile“, und die Wachtturm-Organisation wird aufgrund des Internets mehr und mehr Mitglieder verlieren, bis irgendwann nur noch ‚vertrocknete‘ Greise übrig sind (Psalm 37:10). In den Königreichssälen werden dann nur „noch alte Männer und alte Frauen … sitzen“ (Sacharja 8:4). Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

 

Was sollten Christen tun, wenn einer ihrer Angehörigen die Wahrheit verlässt?

Die Bibel gibt auf diese Frage eine eindeutige Antwort: „Da erhob sich Kain wider seinen Bruder und erschlug ihn. … Gehe hin und tue desgleichen“ (1. Mose 4:8 – Lukas 10:37). Natürlich trifft dieser Grundsatz auch zu, wenn es sich um eine Schwester handelt. Demgemäß forderte Moses die Israeliten auf: „Tötet alle, die schuldig geworden sind, selbst eure Brüder, Verwandten und Freunde!“ (2. Mose 32:27, Gute Nachricht).

Zugegeben, „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch „wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29). Eine Hinrichtung ist die einzige dauerhafte Möglichkeit, ‚den bösen Menschen aus unserer Mitte zu entfernen‘ (1. Korinther 5:13).

 

Sollten Christinnen unverheiratet bleiben?

Jesus Christus empfahl seinen Jüngern die Ehelosigkeit, als er sagte: „Es gibt Eunuchen, die sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen gemacht haben. Wer dafür Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum“ (Matthäus 19:12). Interessant ist jedoch, dass er dies nur zu Männern sagte; es gibt auch keine weiblichen „Eunuchen“.

Der Rat, unverheiratet zu bleiben, gilt deshalb nicht für Schwestern. Ihnen gibt der „treue und verständige Sklave“ vielmehr die folgende Empfehlung: „Jetzt ist die Zeit, … einen Partner zu suchen“ (Unser Königreichsdienst, April 1982, Seite 3). Der Predigtdienst ist zwar wichtig, „aber noch wichtiger ist, sich einen Partner zu suchen“ (Den allein wahren Gott anbeten, Seite 152).

Unser Königreichsdienst vom August 2009 enthält umfangreichen Rat, wie Schwestern dabei vorgehen können. Unter den Überschriften „Nach Männern suchen“ und „Mehr Männer ansprechen“ wird u. a. gesagt, was zu tun ist, wenn „Schwestern Interesse bei Männern vorfinden“. Auch wird der Rat gegeben: „Manche Männer … unterhalten sich … gern mit jemand, der ihnen sympathisch ist. … Warum nicht … solchen Männern Aufmerksamkeit schenken?“ (Seiten 3, 4).

Christinnen sollten sich also beeilen, „einen Partner zu suchen“, bevor es zu spät ist.

 

Warum gehen Jehovas Zeugen in den Predigtdienst?

Niemand läuft gerne bei Wind und Wetter von Haus zu Haus, und niemand lässt sich freiwillig verspotten und beschimpfen. Die meisten Zeugen Jehovas lieben auch ihre Mitmenschen nicht so sehr, dass sie ihnen unbedingt die Hoffnung auf ewiges Leben bringen wollen; vielmehr warten sie sehnsüchtig darauf, dass diese „Weltmenschen“ endlich vernichtet werden, damit sie ihre Häuser in Besitz nehmen können.image

Der wahre Grund, weshalb Jehovas Zeugen regelmäßig in den Dienst gehen, ist vielmehr das folgende Gebot Jesu: „Wenn jemand … dich … zum Dienst zwingt, so gehe“ (Matthäus 5:41). Niemand kann bezweifeln, dass der „treue und verständige Sklave“ Jehovas Zeugen „zum Dienst zwingt“ – so ist die Beteiligung am Predigtdienst sogar eine Voraussetzung für die Taufe (Unser Königreichsdienst, September 1986, Seite 2). Im Wachtturm vom 1. Dezember 2003 heißt es ganz deutlich: „Wir … sind verpflichtet, uns am Predigtdienst und an den Zusammenkünften zu beteiligen. Das ist uns nicht freigestellt“ (Seite 17).

Jehovas Zeugen gehen also in den Predigtdienst, weil die Wachtturm-Gesellschaft sie dazu zwingt. Allerdings ist jeder, der etwas „widerwillig oder aus Zwang“ tut, Gott nicht wohlgefällig (2. Korinther 9:7). Das trifft ganz eindeutig auf Jehovas Zeugen zu.

 

Wie wirkt sich der Segen Jehovas auf seine Zeugen aus?

Freiheit: Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32). Das trifft auf Jehovas Zeugen zweifellos zu, denn umfassende Anweisungen für alle Lebenslagen machen es ihnen leicht, Entscheidungen aufgrund ihres biblisch geschulten Gewissens zu treffen. Da ihr Wandel ununterbrochen von liebevollen Mitchristen überwacht wird, sind sie tatsächlich frei von Freiheit.

Reichtum: Salomo wusste aus eigener Erfahrung: „Der Segen Jehovas – er macht reich“ (Sprüche 10:22). Weil viele Zeugen Jehovas ihre weltliche Arbeit zurückschrauben oder ganz aufgeben, um ihre Zeit der Verbreitung des Wachtturms zu widmen, sind sie tatsächlich reich an Armut.

Segen: Im Wachtturm vom 1. Oktober 2003 heißt es, dass in der Ukraine „viele hervorragende Diener Jehovas … leiden und sogar sterben mussten“ (Seite 30). Anderswo auf der Erde ist das gleiche zu beobachten. Ja, man kann eindeutig feststellen, dass Jehova sein Volk mit Unglück gesegnet hat!

Jehovas Zeugen sind also frei von Freiheit, reich an Armut und gesegnet mit Unglück – erkennen wir nicht die Hand Jehovas hinter diesem paradiesischen Zustand?

 

Warum reden Jehovas Zeugen so schlecht über Abtrünnige?

Jahrzehntelang fühlten sich Menschen, „die in Gemeinschaft mit Christus Jesus in Gottergebenheit leben wollen“, zu Jehovas Zeugen hingezogen. Paulus warnte solche Personen jedoch: „Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden“ (2. Timotheus 3:12, 13)

Das trifft eindeutig auf Jehovas Zeugen zu, die sich von „ernsten Bibelforschern“ zu stupiden Wachtturmunterstreichern entwickelt haben. Durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten erfahren jedoch viele Zeugen Jehovas die Wahrheit über die Wachtturm-Organisation, woraufhin sie „sich reinigen und sich weiß machen und … geläutert werden“, indem sie Jehovas Zeugen verlassen. „Gar keiner der Bösen wird [ihre Entscheidung] verstehen; die aber, die Einsicht haben, imagewerden es verstehen“ (Daniel 12:10).

Den verbleibenden „Bösen“, d. h. Zeugen Jehovas, gefällt es nicht, dass sich die Abtrünnigen ein schönes Leben machen, während sie selber weiterhin von Haus zu Haus trotten und immer wieder „neues Licht“ und neue Lügen schlucken müssen. Deshalb schrieb der Apostel Petrus an Abtrünnige: „Daß ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch“ (1. Petrus 4:4). Ja, Jehovas Zeugen reden „fortgesetzt lästerlich“ über Abtrünnige, weil diese ihren ‚Lauf zu demselben Tiefstand der [geistigen] Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzen‘.

 

Worum geht es in dem Kapitel „Johannes nimmt ab, Jesus nimmt zu“ in dem Buch Der größte Mensch, der je lebte?

Johannes macht die neue Brigitte-Diät. Jesus nicht.

 

Sollte man im Königreichssaal das Licht einschalten?

In der Vergangenheit haben Jehovas Zeugen das getan, doch es ist an der Zeit, diese Frage erneut im Licht der Bibel zu untersuchen. Woher kommt das Licht, das Lampen abgeben? Praktisch alle Lampen werden heute mit Strom betrieben, und „Satan, der Teufel, dargestellt als großer Drache … sprach: ‚Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht‘“ (Licht, Band 1, Seite 298).

Der Teufel selbst steckt also hinter dem Licht, das von elektrisch betriebenen Lampen abgegeben wird. Schon der Apostel Paulus schrieb: „Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt … des Lichts an“ (2. Korinther 11:14). Ja, Glühbirnen, Leuchtstoffröhren und andere Lampen sind „Lichtquellen des irdischen Systems Satans“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 110). Als wahre Christen müssen wir uns von diesen Irrlichtern fernhalten.

Wie sollte der Königreichssaal dann beleuchtet werden? Wie Jesus vorhersagte, „werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne“ (Matthäus 13:43). Auch der Prophet Daniel sagte voraus: „Die, die Einsicht haben, werden leuchten“ (Daniel 12:3). Wir sollten im Königreichssaal darauf vertrauen, dass „die Gerechten“ und „die, die Einsicht haben“, genug Licht abgeben, damit alle Anwesenden gut sehen können.

Was ist zu tun, wenn das nicht der Fall ist? Wenn es dunkel bleibt, ist offenbar niemand anwesend, der von Jehova als ‚gerecht‘ betrachtet wird oder der genügend „Einsicht“ hat. Für so eine Situation sollten im Königreichssaal immer Streichhölzer oder Feuerzeuge vorhanden sein, damit man die Anzüge der Ältesten anzünden und sie so zum Leuchten bringen kann. Auf diese Weise können sie ersatzweise ‚wie Lichtspender in der Welt leuchten‘ und den Königreichssaal erhellen (Philipper 2:15).

 

Welcher Weg führt zum Leben, der breite Weg oder der schmale Weg?

Jesus sagte: „Breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14). Oberflächlich betrachtet, scheint es leichter zu sein, auf dem breiten Weg zu laufen.

imageDoch ist das wirklich der Fall? Beachten wir, dass „Millionen und aber Millionen den breiten Weg gehen, … während nur wenige den schmalen, eingeengten Weg … einschlagen“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1971, Seite 335). In der Tat befinden sich nur etwa 7 Millionen Zeugen Jehovas auf dem ‚schmalen Weg‘, während auf dem ‚breiten Weg‘ rund 7 Milliarden Menschen unterwegs sind.

Wenn der ‚breite Weg‘ ungefähr zehnmal so breit ist wie der schmale Weg, gleichzeitig aber tausendmal so viele Menschen auf ihm gehen, ist es dort zwangsläufig hundertmal so eng wie auf dem ‚schmalen Weg‘. In Wirklichkeit ist es also der ‚breite Weg‘, der „eingeengt ist“ und daher „zum Leben führt“.

 

Wird es im Paradies Homosexualität geben?

Zwar schrieb Paulus, dass „Männer, die bei männlichen Personen liegen, … Gottes Königreich [nicht] erben“ würden (1. Korinther 6:9, 10). Doch offensichtlich ist das Verbot der imageHomosexualität nur eine Folge der Unvollkommenheit, denn ursprünglich waren Frauen in Gottes Vorsatz überhaupt nicht vorgesehen. Wenn im Schöpfungsbericht von „dem Menschen“ die Rede ist, ist damit immer Adam gemeint (1. Mose 2:16). Erst später beschloss Jehova, auch „eine Frau zu bauen“ (1. Mose 2:18, 22). Doch selbst danach bezeichnete er Adam und Eva nicht als „die beiden Menschen“, sondern als „der Mensch und seine Frau“ (1. Mose 2:25).

Im Paradies wird jedoch der ursprüngliche Zustand, der ganz am Anfang im Garten Eden herrschte, wiederhergestellt werden. Demgemäß erklärt der Wachtturm vom 15. Juni 1989: „Jesus beschreibt seinen Jüngern, … welche Situation während seiner künftigen Gegenwart herrschen wird, und sagt: ‚In jener Nacht werden zwei Männer in einem Bett sein‘“ (Seite 9). Im Paradies wird Homosexualität also etwas ganz Normales sein.

 

Sollten Christen fasten?

In biblischer Zeit war „Fasten … angebracht, wenn jemand in großer Gefahr war, dringend Gottes Führung benötigte, Prüfungen erduldete und Versuchungen ausgesetzt war oder wenn jemand studieren, nachsinnen oder sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren wollte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 714). Zweifellos wollen auch heutige Christen „studieren, nachsinnen“ und „sich auf Gottes Vorsätze konzentrieren“. Außerdem sind sie „in großer Gefahr“, auf falsche Lehrer hereinzufallen. Daher ist Fasten auch für heutige Christen bestimmt angebracht.

Welche Art des Fastens ist für Gott annehmbar? Pater Antonius Pfeil erklärte 2006 in einem Interview: „Fasten ist im Kern der Verzicht auf Speisen. … Dabei kann man auf jegliche Nahrung oder nur auf feste Speisen verzichten“ (Pressearchiv des Bistums Magdeburg). Doch da wir als Christen nicht mehr unter dem Gesetzesbund stehen, müssen wir nicht buchstäblich fasten, sondern geistig. Als ersten Schritt könnten wir nicht auf buchstäbliche „feste Speisen verzichten“, sondern auf die „feste geistige Speise, die im Wachtturm-Studium geboten wird“ (Unser Königreichsdienst, März 1994, Seite 1).

Noch besser wäre allerdings der Verzicht „auf jegliche Nahrung“, d. h. auf die ganze „geistige Speise, die der ‚treue und verständige Sklave‘ austeilt“ (Der Wachtturm, 15. September 2005, Seite 20). Schon nach kurzer Zeit wird man dann einen klaren Kopf bekommen und erkennen, dass man jahrelang irregeführt worden war. Nicht umsonst erklärte Gott durch den Propheten Jesaja: „Ein Fasten, das mir gefällt, sieht … [so] aus: Löst die Fesseln der Menschen, die ihr zu Unrecht gefangen haltet, befreit sie vom drückenden Joch der Sklaverei, und gebt ihnen ihre Freiheit wieder! Schafft jede Art von Unterdrückung ab!“ (Jesaja 58:6, Hoffnung für Alle). Ja, durch geistiges Fasten können Menschen, die von Jehovas Zeugen ‚zu Unrecht gefangen gehalten werden‘, befreit werden und „ihre Freiheit“ wiedererlangen!

 

Beweisen die nicht erfüllten Vorhersagen von Jehovas Zeugen, dass sie nicht von Gott geleitet sind?

Das Gegenteil ist der Fall. Durch Moses ließ Gott erklären: „Falls ein Prophet … in deiner Mitte aufsteht und dir tatsächlich ein Zeichen oder ein Wunder gibt, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, … sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten … hören. … Jener Prophet … sollte zu Tode gebracht werden. … Was übel ist, sollst du aus deiner Mitte wegschaffen“ (5. Mose 13:1-5).

Wären die von Jehovas Zeugen vorhergesagten „Zeichen“ eingetroffen – wäre 1914 oder 1975 Harmagedon gekommen, oder wären 1925 Abraham, Isaak und Jakob auferstanden – dann hätten die Verantwortlichen gesteinigt werden müssen. Aber dadurch, dass ihre Vorhersagen nicht eingetroffen sind, reihen sie sich unter die großen Propheten der Bibel ein, deren Prophezeiungen sich ebenfalls nicht erfüllt haben – der Löwe frisst immer noch kein Stroh, der Thron Davids und Salomos besteht nicht mehr, und der „Tag Jehovas“, der schon vor 3000 Jahren „nahe“ war, ist immer noch nicht gekommen (Jesaja 11:7; 2. Samuel 7:16; 1. Chronika 17:14; Joel 1:15).Karl Ranseier ist tot

In der Tat, das Nichteintreffen ihrer Prophezeiungen beweist zweifelsfrei, dass Jehovas Zeugen von Gott geleitet werden. Daher sind wir verpflichtet, „sowohl dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ zu vertrauen … als auch den Männern aus seinen Reihen, die die leitende Körperschaft bilden“ (Der Wachtturm, 15. August 1998, Seite 12).

 

Gibt es mehrere Organisationen, die von Gott beschützt werden?

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Wachtturm-Organisation von Gott beschützt wird. Das Buch Komm Jehova doch näher erklärt dazu: „Wir brauchen nur daran zu denken, dass … der Herrscher dieser Welt nichts lieber täte, als die wahre Anbetung auszulöschen. … Einige der mächtigsten Staaten der Erde haben unser Predigtwerk verboten und versucht uns auszurotten. Doch Jehovas Volk ist standhaft geblieben und hat unbeirrt weitergepredigt. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser … Christen zu stoppen? Weil Jehova uns mit seinen starken Flügeln beschirmt“ (Seite 73).

Das Gleiche kann jedoch auch von der sizilianischen Mafia und ihren Ablegern gesagt werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass ‚die Herrscher dieser Welt nichts lieber täten‘, als die Mafia „auszulöschen“. Nicht nur „einige der mächtigsten Staaten der Erde“, sondern praktisch alle Staaten haben die Mafia ‚verboten und versucht sie auszurotten‘. Doch die Mafia „ist standhaft geblieben“ und ist bis heute aktiv. Warum ist es mächtigen Nationen nicht gelungen, die Tätigkeit dieser Kriminellen zu stoppen? Offensichtlich aus dem gleichen Grund – weil Jehova sie mit seinen starken Flügeln beschirmt.

 

Wann wird Gott seinen Vorsatz verwirklichen, und inwiefern können wir heute auf seine Unterstützung hoffen?

Die Bibel beantwortet diese Fragen eindeutig. Der Prophet Amos sagte: „Gott, der Herr, tut nichts“ (Amos 3:7, Hoffnung für Alle). Es ist daher vergeblich, auf seine Hilfe zu hoffen. Heißt das, wir sollten einfach abwarten, bis Gottes Königreich kommt? Auch das ist nicht ratsam, denn Jesus erklärte: „Das Königreich Gottes kommt nicht“ (Lukas 17:20). Statt von Gott Hilfe zu erwarten, sollten wir also unser Leben selbst in die Hand nehmen.

 

Kommt nach Harmagedon die neue Welt?

Jehovas Zeugen sind überzeugt davon, dass bald „das gegenwärtige böse System Satans vernichtet … werden wird“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1979, Seite 29). Ja, „das unter der Herrschaft Satans stehende gegenwärtige System wird zu seinem Ende kommen“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 835). Bedeutet das, dass Satans Herrschaft ein Ende finden und Gottes Königreich aufgerichtet werden wird?

Nein, denn wie das Buch Singt Lieder für Jehova eindeutig zeigt, müssen vorher „Satans Systeme vergehn“ (Lied 30, siehe auch Singt Jehova Loblieder, Lied 195). Zwar wird „das gegenwärtige … System Satans“ bald beseitigt werden, doch Satan hat offenbar mehrere „Systeme“. Da schon die Vernichtung des gegenwärtigen Systems seit Jahrtausenden auf sich warten lässt, wird die Beseitigung von Satans noch folgenden Systemen wahrscheinlich auch sehr lange Zeit dauern. Erst, wenn das letzte von Satans Systemen verschwunden sein wird, kann Gottes Königreich aufgerichtet werden.

 

Sollten Christen fotografieren?

Einige sind der Ansicht, dass Fotografieren nichts für Christen ist. Sie führen die Zehn Gebote an, in denen es eindeutig heißt: „Du sollst dir kein … Bild machen … wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist“ (2. Mose 20:4). Außerdem verweisen sie darauf, dass Kameras oft zu perversen Zwecken gebraucht werden, etwa zum Fotografieren von nackten Menschen oder Bauwerken der falschen Religion.

Allerdings stehen wir heute nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz, und „wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Daher muss jeder Christ, was das Fotografieren betrifft, eine persönliche Gewissensentscheidung treffen, wobei er die hier dargelegten biblischen Grundsätze sorgfältig abwägen sollte.

imageFalls ein Christ entscheidet, dass er das Fotografieren mit seinem biblisch geschulten Gewissen vereinbaren kann, sollte er allerdings auf zwei Hilfsmittel verzichten, die von weltlichen Fotografen manchmal eingesetzt werden. Das eine davon ist der Blitz, denn Blitze stehen seit jeher mit falschen Gottheiten in Verbindung. So wird der Gott Zeus auch als „Blitzlenker“ bezeichnet, und sogar der falsche Gott Baal wird „dargestellt … mit einem erhobenen Arm, mit dem er Blitze schleudert“ (Wikipedia). Blitze werden auch mit Jupiter, Thor und anderen falschen Göttern in Verbindung gebracht und haben im Fotoapparat eines Christen daher nichts verloren. Ein weiteres Hilfsmittel ist die Blende. Satan hat offenbar mit einem solchen Gerät „den Sinn der Ungläubigen verblendet“ – und wir wollen doch nicht etwa den Teufel nachahmen?

Natürlich sind die meisten Kameras heutzutage von vornherein mit diesen Hilfsmitteln ausgestattet. Ein Christ, der ein solches Gerät besitzt, wäre daher ständig der Versuchung ausgesetzt, diese Einrichtungen doch zu verwenden. Doch in Resterampen und anderen für Christen geeigneten Geschäften sind manchmal noch Fotoapparate ohne Blitz und Blende erhältlich. Wenn wir uns dafür entscheiden, zu fotografieren, wären wir mit so einem Gerät auf der sicheren Seite.

 

Wo ist heute das Zentrum der falschen Anbetung?

Einige glauben, das Zentrum der falschen Anbetung befände sich in Rom, in Lourdes oder in Mekka. Doch der Wachtturm vom 15. Mai 1980 sagt über die Zeit des Amos: „[Das] Bethel war imagedas Zentrum der falschen Anbetung“ (Seite 31). Später wurde deutlich gemacht: „Jehovas Aufruf an die Israeliten … [lautete]: ‚Haßt das Böse, und liebt das Gute‘. … Solche Worte wurden jedoch ignoriert. Abtrünnige gingen lieber nach Bethel und Gilgal, den Zentren des Götzendienstes, und brachten dort falschen Göttern Opfer dar“ (Der Wachtturm, 1. April 1989, Seite 23).

Die „Zentren des Götzendienstes“, in denen die ‚Abtrünnigen‘ versammelt waren, fand man damals also in „Bethel und Gilgal“. Gilgal gibt es heute nicht mehr, doch Bethelheime findet man überall auf der Welt. Das größte befindet sich in Brooklyn, und ein kleineres Bethel befindet sich beispielsweise in Selters. Diese Orte sind die heutigen „Zentren des Götzendienstes“, denn dort werden dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ und anderen „falschen Göttern Opfer dar[gebracht]“ (Matthäus 24:45). Daher gibt Amos den Rat: „Sucht nicht [das] Bethel auf. … Über die Bewohner … wird Unheil kommen“ (Amos 5:5, Neues Leben).

 

Wer sind die „Wölfe“, vor denen Paulus warnte?

Paulus warnte die Christen seiner Zeit: „Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden“ (Apostelgeschichte 20:29, 30). Um wen handelt es sich dabei?

Natürlich versuchen diese „Wölfe“, sich zu tarnen. Doch Wölfe fressen Schafe; man kann die sinnbildlichen „Wölfe“ also daran erkennen, dass sie Lämmer verfolgen. Der Apostel Johannes liefert uns den entscheidenden Hinweis für ihre Identifikation: „Die hundertvierundvierzigtausend … sind es, die dem Lamm beständig folgen“ (Offenbarung 14:3, 4).

Die ‚bedrückenden Wölfe‘, die „verdrehte Dinge reden“, sind also die Gesalbten, von denen ein Überrest noch auf der Erde lebt und den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bildet (Matthäus 24:45).

 

Wie können sich Christen vor vorehelichem Geschlechtsverkehr hüten?

Viele Christen glauben, „daß vorehelicher Geschlechtsverkehr ein schwerwiegendes Vergehen ist“ (Erwachet!, 22. Mai 2000, Seite 14). Wie kann man sich vor dieser Sünde hüten? Paulus gab einen ebenso einfachen wie genialen Rat: „Es [scheint] mir das Beste zu sein, wenn man unverheiratet bleibt. … Wer … entschlossen ist, nicht zu heiraten, der tut gut daran“ (1. Korinther 7:26, 37, Hoffnung für Alle).

Wer nie eine Ehe eingehen wird, kann auch keinen „vorehelichen Geschlechtsverkehr“ haben. Kein Wunder, dass Jesu Jünger sagten: „Dann wäre es ja besser, gar nicht zu heiraten!“ (Matthäus 19:10, Neues Leben). Und genau das ist der Fall. Statt durch eine Heirat „sklavisch gebunden“ zu werden, sollten Christen den Rat des Apostels Johannes befolgen: „Laßt uns lieben, nicht mit Worten, … sondern in Tat“ (1. Korinther 7:15; 1. Johannes 3:18). Ja, „wer seine Verlobte heiratet, handelt gut; aber wer sie nicht heiratet, handelt noch besser“ (1. Korinther 7:38, Gute Nachricht).

 

Werden im Paradies weiterhin die Männer für den Lebensunterhalt ihrer Familien sorgen?

Heutzutage sind christliche Männer verpflichtet, für ihre „Hausgenossen“ zu sorgen (1. Timotheus 5:8). Doch im Paradies wird Gottes ursprünglicher Vorsatz verwirklicht werden, wonach die Frau als „Gehilfin“ des Mannes erschaffen wurde (1. Mose 2:18). Demgemäß erklärte Jesus, unter seiner Herrschaft „werden zwei Männer in einem Bett sein“, aber „zwei Frauen an derselben Mühle mahlen“ (Lukas 17:34, 35).

Im Paradies werden also die Frauen dafür zuständig sein, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie werden früh aufstehen, „während es noch Nacht ist“, und bis in die Nacht mit Kochen, Backen, Spinnen und anderen Haushaltstätigkeiten beschäftigt sein (Sprüche 31:15, 18). Die Männer dagegen werden lang schlafen und dann tagsüber im Tor sitzen und Wein trinken (Psalm 69:12; Matthäus 26:29).

 

Wurde Jesus vollkommen erschaffen?

Viele sogenannte Christen glauben, Jesus sei schon immer vollkommen gewesen und hätte sein vollkommenes Leben als Opfer dargebracht. Dabei lassen sie jedoch außer Acht, dass der Apostel Paulus über ihn schrieb: „Obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt; und nachdem er vollkommen gemacht worden war, wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich, die ihm gehorchen“ (Hebräer 5:8, 9).

Während Jesus auf der Erde war, „lernte er Gehorsam“. Das zeigt eindeutig, dass er davor nicht gehorsam war. Er „spielte auf dem weiten Rund der Erde“ und hatte wohl anderes im Sinn als seinen Eltern immer zu gehorchen (Sprüche 8:31, Gute Nachricht). Erst nach seinem irdischen Lauf und seinem Tod wurde er „vollkommen gemacht“, wie der o. g. Text ganz klar zeigt. Als er starb, war er zwar bereits gehorsam, aber immer noch unvollkommen.

Doch „kein unvollkommener Mensch ‘kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben‘“ (Der Wachtturm, 15. November 2001, Seite 12). Demzufolge konnte auch Jesus uns nicht durch seinen Tod erlösen, und das erklärt, weshalb Gottes Königreich bis heute noch nicht gekommen ist.

 

Wem folgen Jehovas Zeugen?

Das Geschichtswerk Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes stellt auf Seite 618 in Bezug auf die früheren Zeugen Jehovas zu Recht die Frage: „Folgten sie lediglich einem unvollkommenen Menschen?“ Die gleiche Frage wird heute immer noch gestellt – folgen Jehovas Zeugen lediglich einem unvollkommenen Menschen?

Diese Frage muss ganz klar verneint werden. Jehovas Zeugen folgen und folgten nicht nur „einem unvollkommenen Menschen“, sondern vielen unvollkommenen Menschen – anfangs Charles T. Russell, dann Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr und Fred W. Franz. Heute folgen sie einer Gruppe unvollkommener Menschen, die sich „Leitende Körperschaft“ nennt.

Immer noch müssen Jehovas Zeugen „der Führung durch die leitende Körperschaft des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ gehorchen“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1994, Seite 30). Sie werden auch aufgefordert: „Für uns geht kein Weg daran vorbei, dass wir bei allem, was … der treue Sklave sagt, ‚zum Gehorchen bereit‘ sind“ – und das, obwohl „der ‚treue und verständige Sklave‘ … aus unvollkommenen Menschen besteht“ (Unser Königreichsdienst, Juni 2008, Seite 1; Der Wachtturm, 15. November 1981, Seite 28).

Somit kann eindeutig gesagt werden, dass Jehovas Zeugen nicht „lediglich einem unvollkommenen Menschen“ folgen, sondern mehreren unvollkommenen Menschen.

 

Wie können dem Einfluss der Dämonen entkommen?

Gemäß der Zeitschrift Erwachet! müssen Jehovas Zeugen „die Worte des Apostels Paulus beachten: ‚Ich will … nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen‘“ (Ausgabe vom 8. Februar 1998, Seite 24). Es versteht sich eigentlich von selbst, dass wahre Christen sich nicht an Orten aufhalten dürfen, an denen auch Dämonen anwesend sind. Wovon sollten wir uns deshalb fernhalten?

imageDie Antwort gab Charles Taze Russell schon im Jahr 1897, als er schrieb: „Satan … hat ohne Zweifel erfahren, daß die Welt einigermaßen verstehen gelernt hat, daß ‚das Geheimnis Jehovas bei denen ist, die ihn fürchten‘ (Psalm 25:14), und darum sendet er seine Engel sicherlich oft in die kleinen Zusammenkünfte, in denen Gottes Heilige die Bibel studieren, um etwas von den Plänen Gottes zu erfahren“ (Schriftstudien, Band 4: Der Krieg von Harmagedon, Ausgabe 1926, Seite 488).

Die Dämonen sind also in den Zusammenkünften der Bibelforscher – heute Jehovas Zeugen genannt – zu finden. Wer Gott gefallen will, muss sich von dort fernhalten.

 

Sollten Christen einen Locher verwenden?

Aus modernen Büros sind Locher praktisch nicht mehr wegzudenken. Auch im privaten Bereich verwenden Menschen auf der ganzen Welt solche Geräte, um Schriftstücke zu lochenimage und sie in Ordnern abzuheften. Kaum jemand denkt dabei an den religiösen Hintergrund, mit dem der Locher in Verbindung steht.

Die von einem Locher erzeugten Löcher sind jedoch kreisrund, und in der Altertumsforschung werden „Kreise als das heidnische und germanische Zeichen für Sonne gedeutet“ (Werner Brast, Der Bildstein von Niederdollendorf). Die Sonne wurde als Gott verehrt; tatsächlich sind viele Symbole der heidnischen Religion von einer Form abgeleitet, die dem Loch eines modernen Lochers auffallend ähnlich sieht (siehe Bild).

Durch die Verwendung eines Lochers würden wir somit zur Verbreitung eines heidnischen Symbols und letztlich zur Verehrung des Sonnengottes beitragen. Da Jehova „keine Rivalität duldet“, dürfen wir als wahre Christen keinen Locher verwenden (5. Mose 5:9, Fn.). Achten wir auch sorgfältig darauf, kein gelochtes Papier bei uns zu Hause aufzubewahren. Beim Auspacken der Post sollten wir immer eine Schere griffbereit haben, damit wir ggf. den Rand mit den Löchern abschneiden und diese beseitigen können.

Das Familienleben biblisch gestalten

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2010

„Die Bibel [vergleicht] die Stellung eines Kindes mit der eines Sklaven.“
(Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 242)

Als Jehova Gott den ersten Mann und die erste Frau erschuf, brachte er sie zusammen, damit der Mann nicht so alleine war (1. Mose 2:23). Gott wollte, dass Frauen für ihre Männer kochen und backen und außerdem Kinder gebären würden (1. Mose 18:6; Sprüche 31:15; 1. Timotheus 2:15). Gemäß Gottes Vorsatz sollten mit der Zeit überall auf der Erde glückliche Männer leben, die von ihren Frauen und Kindern bedient werden (1. Mose 24:45, 46; 1. Könige 17:10, 11; Markus 15:40, 41; Lukas 10:40). Frauen sollten „ihren Männern gehorchen“ und an diese „sklavisch gebunden“ sein (Titus 2:5, Gute Nachricht; 1. Korinther 7:15)

Doch heute brechen zahlreiche Familien auseinander, und viele, die noch zusammen sind, sind nicht glücklich. Jemand mag daher fragen: „Sollten wir nicht bessere Ergebnisse erwarten, wenn die Familie wirklich eine Einrichtung Gottes ist?“ Doch wenn ein Fabrikant ein Gerät herstellt und eine gute Gebrauchsanweisung mitliefert, ist es bestimmt nicht seine Schuld, dass das Produkt nicht funktioniert, wenn der Käufer die Gebrauchsanweisung nicht beachtet. Ähnlich verhält es sich mit der Familie. Es ist daher unerlässlich, dass wir verstehen, wie Gott die verschiedenen Glieder der Familie geschaffen hat und welche Rolle sie nach seinem Vorsatz erfüllen sollen.

Wie Gott Mann und Frau erschuf

Jeder kann sehen, dass Jehova Mann und Frau nicht gleichgemacht hat. Sie sind zwar in vieler Hinsicht ähnlich. Aber in ihrem Aussehen sind sie offensichtlich verschieden, und Männer haben auch mehr Kraft. Warum diese Unterschiede? Gott erschuf die Frauen so schwach, damit ihre Männer ihre Stellung als Haupt notfalls mit Gewalt durchsetzen können (1. Korinther 11:3). Nachdem Gott den Mann erschaffen hatte und sah, dass ihm die Hausarbeit nicht gefiel, sagte er: „Ich werde ihm eine Gehilfin machen“ (1. Mose 2:18).

imageWie ein Hilfsarbeiter ist eine Gehilfin etwas, das jemand anders die Drecksarbeit abnimmt. Gott erschuf die Frau als eine Gehilfin für den Mann, damit sie für ihn kocht, bäckt, wäscht und putzt, während er im Tor sitzt und Wein trinkt (1. Samuel 8:13; 2. Samuel 13:8; Sprüche 31:23; 1. Mose 9:20, 21). Nachdem Gott also die Frau aus einem Bestandteil des Mannes erschaffen hatte, schloss er die erste Ehe, ohne Eva zu fragen, ob sie damit einverstanden war (1. Mose 2:22). Demgemäß konnte ein israelitischer Mann jedes Mädchen „für den Kaufpreis für sich als Frau erwerben“, wenn er ihrem Vater „das Geld gemäß dem für Jungfrauen festgesetzten Kaufpreis“ bezahlte (2. Mose 22:16, 17). Die Ehe kann eine glückliche Einrichtung sein, wenn sie nach diesem biblischen Vorbild geschlossen wird.

Die Rolle des Mannes

Eine Ehe oder eine Familie braucht Führung. Gott ist ein Mann, und aus diesem Grund sagt die Bibel: „Ein Ehemann ist das Haupt seiner Frau“ (Matthäus 6:8; Epheser 5:23). Das ist praktisch, denn auch, wenn ein Mann ein Dummkopf ist, kann er auf seine biblisch verbriefte Rolle als Haupt pochen. Wenn die Frau ihrem Mann seine Stellung als Haupt streitig machen will, kann er sie jederzeit mit den murrenden Israeliten oder mit der bösen Isebel vergleichen und sie so zum Schweigen bringen (4. Mose 12:1, 9, 10; Offenbarung 2:20).

Vielen Frauen behagt der Gedanke nicht, dass der Mann das Haupt der Familie sein sollte. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass viele Ehemänner ihren Frauen zu viele Freiheiten lassen und sie zu wenig beschäftigen, so dass sie Zeit zum Denken haben. Doch gemäß der Bibel sollen Frauen, wenn sie eine Frage haben, nicht darüber nachdenken, sondern „ihren Mann fragen“ (1. Korinther 14:35; Hoffnung für Alle).

Es ist daher eine anerkannte Tatsache, dass eine Organisation am effizientesten funktioniert, wenn einer die Führung übernimmt und endgültige Entscheidungen trifft, während alle anderen nichts zu sagen haben. Männer sollten ihre Frauen daher den ganzen Tag beschäftigt halten, am besten von „vor Morgengrauen … bis tief in die Nacht hinein“ (Sprüche 31:15, 18, Neues Leben). In einer Gott wohlgefälligen Familie ist der Mann der einzige, der kein Haupt über sich hat. Jeder andere, auch die Ehefrau und die Kinder, muss sich den Entscheidungen des Mannes unterordnen.

Das bedeutet, dass Männer, wenn sie ihre Rolle als Ehemänner erfüllen wollen, ihre Frauen als minderwertige Untergebene betrachten müssen (1. Korinther 11:7). Auch müssen sie Gottes Beispiel nachahmen, indem sie ihre Autorität als Haupt gegenüber ihrer Frau so ausüben, wie Gott seine Autorität gegenüber seinem Volk ausübt (Epheser 5:1). Wie behandelte Gott sein Volk in biblischer Zeit? Er drohte den Israeliten mit „Pest … [und] Tuberkulose … und Fieberhitze“ sowie mit „Hämorrhoiden und Ekzem und Hautausschlag“ für den Fall, dass sie ihm nicht gehorchten (5. Mose 28:21, 27).

imageGott war sogar bereit, sein Volk zu vernichten, weil es ihm nicht gehorchte (2. Mose 32:10). Ehemänner können ihre ungehorsamen Frauen zwar nicht töten oder mit Krankheiten schlagen, aber sie könnten sie gemäß biblischem Vorbild mit „Beulen an beiden Knien an beiden Schenkeln schlagen“ und sie auch mit „Hunger und Durst“ bestrafen sowie „vergewaltigen“ (5. Mose 28:30, 35, 48). Ein christlicher Ehemann sollte sorgfältig das Beispiel Jehovas studieren und es dann im Umgang mit seiner Familie nach besten Kräften nachahmen. Er wird dann ein dominierendes, selbstsüchtiges und rücksichtsloses Familienoberhaupt sein.

Außerdem sollten Ehemänner folgendes bedenken: Beklagt sich deine Frau darüber, dass du deiner biblischen Verantwortung als Familienoberhaupt nachkommst? Sagt sie, du würdest zu Hause alles bestimmen, alle Familienaktivitäten planen und endgültige Entscheidungen treffen, ohne ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen? Dann weise sie darauf hin, dass Gott das von dir verlangt und dass der Ehemann als Haupt „Richter“, „Satzungsgeber“ und „König“ in seiner Familie ist (Jesaja 33:22). Natürlich ist es in der Welt Satans üblich, für die Vorschläge und Wünsche anderer Familienmitglieder empfänglich zu sein und darauf Rücksicht zu nehmen. Aber wenn du dich aufrichtig bemühst und nicht nachgibst, deine biblische Rolle zu erfüllen, wird sich deine Frau höchstwahrscheinlich dem Druck beugen.

Es kann sogar gefährlich sein, die in der Welt vorherrschende frauenfreundliche Einstellung nachzuahmen. Der berühmte Richter Joseph F. Rutherford schrieb schon 1931: „Die Frauen machen Affen oder Drahtpuppen aus den Männern. Diese sind weibisch, Weichlinge und leicht beeinflussbar geworden und haben wahre Männlichkeit und Festigkeit … eingebüßt. Wenn zum Beispiel Männer zu Tische sitzen, und eine Frau tritt herein, so erheben sich alle Männer, um ihr Ehrerbietung zu zollen; und auf diese Weise stellen sie die Frau über den Mann. Die Männer nehmen den Hut ab, wenn … eine Frau zugegen ist; und von diesen Manieren heißt es, sie seien Bezeugungen der Ehrerbietung und zeigten, dass man ein Gentleman sei. Die Sache ist aber fein angelegt, und die wahre Bedeutung ist weit verschieden von imageder allgemeinen Auffassung. Es ist eine List Satans, die Menschen von Gott und seiner festgelegten Regel über die richtige Stellung von Mann und Weib wegzuwenden. Der Herr hat erklärt, dass Weichlinge das Königreich der Himmel nicht ererben werden (1. Korinther 6:9). Das beweist, dass die Forderung oder der Brauch, den Frauen Huldigungen darzubringen, nicht von Gott, sondern vom großen Feinde Gottes kommt“ (Rechtfertigung, Seite 154). Gott gab dem Mann nicht den Auftrag, seine Frau zu ehren, sondern über sie zu „herrschen“ (1. Mose 3:16). „Was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist“ (Matthäus 5:37).

Wie die Frau ihre Rolle erfüllt

Gemäß Gottes Wort wurde die Frau als Gehilfin ihres Mannes erschaffen (1. Mose 2:18). In Übereinstimmung damit gebietet die Bibel: „Die Ehefrauen seien ihren Männern untertan“ (Epheser 5:22). Heute ist es üblich geworden, dass Frauen eine eigene Meinung vertreten oder etwas gerne imageanders tun würden, als es ihr Mann beschlossen hat. Doch wenn sich Ehefrauen derart vordrängen, entstehen unweigerlich Schwierigkeiten.

Vielleicht hast du als Ehefrau das Gefühl, du müsstest Entscheidungen treffen, da dein Mann es nicht tut. Aber könntest du vielleicht mehr tun, um ihm zu helfen, seiner Verantwortung als Familienoberhaupt nachzukommen? Lässt du ihn wissen, dass du von ihm erwartest, alle Entscheidungen zu treffen? Vermeidest du es, irgendetwas zu tun, wenn er es dir nicht geboten hat? Männer sollten ihre Ehefrau ‚umherführen‘, nicht sich von ihr führen lassen (1. Korinther 9:5).

Das soll nicht heißen, dass eine Frau sagen darf, was sie denkt, wenn sie anderer Meinung ist als ihr Mann. Selbst, wenn sie sogar die richtige Ansicht hat und es zum Nutzen der Familie wäre, wenn sie diese ihrem Mann mitteilen könnte, muss sie ihre Gedanken für sich behalten. Der Apostel Paulus gebot: „Die Frauen sollen … schweigen. Es gehört sich nicht, dass sie sprechen. Sie sollen sich unterordnen“ (1. Korinther 14:34, Neues Leben).

imageEine Ehefrau kann viel tun, um für ihre Familie zu sorgen und so ihre Rolle richtig zu erfüllen. Sie kann zum Beispiel nahrhafte Mahlzeiten zubereiten und darauf achten, dass die Wohnung sowie die Kleidung und die Schuhe ihres Mannes sauber und ordentlich sind. Die Bibel fordert Ehefrauen auf, sie sollten „im Hause arbeiten“ und „sich den eigenen Männern unterwerfen“ (Titus 2:5).

Der Platz der Kinder in der Familie

Jehova gebot dem ersten Menschenpaar, fruchtbar zu sein und viele zu werden (1. Mose 1:28). Ja, Gott forderte sie auf, Kinder zu haben. Kinder sollten für die Familie ein Anlass zu „Verdruß“, „Bitterkeit“ und „Kummer“ imagesein (Sprüche 10:1; 17:25). „Da sie unter dem Gesetz und Gebot ihrer Eltern stehen, vergleicht die Bibel die Stellung eines Kindes mit der eines Sklaven“ (Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 242; siehe auch Sprüche 1:8; 6:20-23; Galater 4:1). Nicht umsonst konnte ein israelitischer „Mann seine Tochter als Sklavin verkaufen“, wenn er Geld brauchte (2. Mose 21:7).

Da Gott auf Kinder besondere Rücksicht nimmt, hat er ihnen nur ein einziges Gebot gegeben: „Gehorcht euren Eltern“ (Epheser 6:1). In der Tat, wie Sklaven ihren Herren, so haben auch Kinder ihren Eltern unbedingten Gehorsam zu leisten. Wie wichtig das ist, wird auch am mosaischen Gesetz deutlich. In Bezug auf einen Sohn, der „nicht auf die Stimme seines Vaters oder die Stimme seiner Mutter hört“, gebot Jehova: „Alle Männer seiner Stadt [sollen ihn] mit Steinen bewerfen, und erimage soll sterben“ (5. Mose 21:18, 21).

Was kannst du als Jugendlicher tun, um deinen Eltern keinen unnötigen Kummer zu bereiten? Als der Apostel Timotheus noch ein junger Mann war, forderte Paulus ihn eindringlich auf: „Trink nicht länger Wasser, sondern gebrauche … Wein“ (1. Timotheus 5:23). Alkohol wird dir helfen, Probleme deutlich anzusprechen und zu einem harmonischen Familienleben beizutragen (vergleiche 1. Mose 19:32).

Wie man Familienprobleme erfolgreich behandelt

In weltlichen Familien entstehen von Zeit zu Zeit Probleme, denn Weltmenschen sind unvollkommen und machen Fehler. Christliche Ehepartner können voneinander jedoch Vollkommenheit erwarten, denn Jesus gebot seinen Nachfolgern: „Ihr sollt … vollkommen sein“ (Matthäus 5:48). Ohne Zweifel, „lebt man … nach biblischen Grundsätzen, wird man … eine glückliche Ehe [führen]“ (Erwachet!, März 2009, Seite 6). Ist eine Ehe also nicht absolut glücklich, kann es nur daran liegen, dass man biblische Grundsätze missachtet.

Natürlich wird sich eine christliche Frau bemühen, nichts zu tun, was ihren Mann reizt. Doch ganz gleich, wie sehr sie sich bemüht, kann es hin und wieder passieren, dass ihr Mann sich über sie aufregt. Wie sollten solche Schwierigkeiten behandelt werden? In der Bibel finden wir ein Beispiel, wie solche Probleme im Volk Israel gelöst wurden.

Die Bibel erzählt von einem Mann, der „meint, dass seine Frau ihm untreu war. Doch weiß er es nicht sicher, sie könnte auch unschuldig sein. In einem solchen Fall soll der Mann seine Frau zum Priester bringen. … Der Priester lässt die Frau näher kommen. … Er selbst hält das Wasser, das Fluch und Qual bringt. … Dann spricht der Priester eindringlich zu der Frau … ‚Dieses fluchbringende Wasser wird in deine Eingeweide eindringen. Es wird dich unfruchtbar machen und deinen Bauch aufblähen. Mit Schrecken und Abscheu werden die Leute auf dich zeigen!‘ So warnt der Priester die Frau vor der drohenden Strafe. Und die Frau soll antworten: ‚Ja, so soll es sein!‘ … Dieses Wasser muss die Frau später trinken, damit es in ihren Körper gelangt und der Fluch sie treffen kann. … Wenn sie schuldig ist, … wird sie schwer erkranken. … Den Mann trifft in einem solchen Fall keine Schuld“ (4. Mose 5:14-31, Hoffnung für Alle).

In ähnlicher Weise könnte ein heutiger Mann seine Frau zu den Ältesten bringen, die ihr dann einen Brei aus Staub und Wasser zu trinken geben. Wenn sie daraufhin schwer erkrankt, wird sie wissen, dass sie ihren Mann gekränkt hat. Wenn Ehefrauen bereit sind, Fehler zuzugeben, kann viel Streit und Leid vermieden werden. Sie sollten es sich zum Ziel setzen, ihrem Mann zu gehorchen, und nicht, ihre eigene Meinung vorzubringen. Selbst wenn dein Ehemann im Unrecht ist, kannst du Gott wohlgefällig handeln, indem du ihm trotzdem gehorchst.

Besonders wenn du verheiratet bist, musst du die Regel beachten, ‚alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen zu lassen‘ (1. Korinther 14:40). Gehorche dem biblischen Gebot: „Das Haupt einer Frau … ist der Mann“ (1. Korinther 11:3). Christliche Frauen sollten der Führung ihres Mannes nicht vorauseilen, sondern stets mit seinen Anweisungen Schritt halten.

Was ist, wenn deine Ehefrau es ablehnt, mit dir zusammen Gottes Wort zu studieren, dein Lieblingsessen zu kochen oder deine Socken zu stopfen? Gemäß der Bibel „sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben“ (Epheser 5:28). Dabei sollten sie Jehova nachahmen, und „wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden, … den er gern hat“ (Epheser 5:1; Hebräer 12:6, Einheitsübersetzung). Die Frauen ihrerseits müssen „ihre Männer lieben“, und „die Liebe … erträgt alles“ (Titus 2:4; 1. Korinther 13:4, 7).

Christliche Ehescheidungen, die Jehova preisen

Heute lassen sich viele Ehepaare nicht von dem Rat des Wortes Gottes helfen und bleiben trotz Problemen zusammen. Billigt es Gott, dass man sich in so einer Situation nicht scheiden lässt? Nein. In biblischer Zeit musste ein Mann, der an seiner Frau „etwas Anstößiges“ gefunden hatte, „ein Scheidungszeugnis für sie ausschreiben und es ihr in die Hand legen und sie aus seinem Haus entlassen“ (5. Mose 24:1). Die Bibel gestattet nur einen Grund, sich nicht scheiden zu lassen, und das ist, wenn der Mann seine Ehefrau vor der Heirat vergewaltigt hat (5. Mose 22:28, 29). Auch in diesem Fall kann sich ein Mann aber problemlos „weitere Frauen“ nehmen, so wie David, ‚ein Mann, der dem Herzen Jehovas angenehm war‘ (1. Chronika 14:3; 1. Samuel 13:14).

In den Tagen Nehemias weigerten sich einige Israeliten, sich von ihren Frauen scheiden zu lassen. imageNehemia „begann sie zu rügen und Übles auf sie herabzurufen und einige Männer von ihnen zu schlagen und ihnen Haare auszuraufen“ (Nehemia 13:25). Der Priester Esra berichtet: „Sobald ich nun von dieser Sache hörte, zerriß ich mein Kleid und mein ärmelloses Obergewand, und ich begann, mir Haare vom Kopf und aus dem Bart zu raufen, und ich blieb betäubt sitzen“ (Esra 9:3). Schließlich lenkten die Israeliten ein und „versprachen durch Handschlag, ihre Frauen fortzuschicken. … Sie gingen daran, Frauen samt Söhnen fortzuschicken“ (Esra 10:19, 44).

Kinder in Unterwürfigkeit halten

imageViele Familienprobleme betreffen die Kinder. Was kannst du tun, wenn das in deiner Familie der Fall ist? Reicht es, mit den Kindern einfach vernünftig zu reden? Es ist natürlich gut, Kindern zu sagen, was richtig und was falsch ist. Doch das genügt nicht. Christen sind verpflichtet, ‚Kinder in Unterwürfigkeit zu halten‘ (1. Timotheus 3:4). Gottes Mitteilungskanal gibt den weisen Rat: „Wer hat zu bestimmen, das Kind oder die Eltern? … Schläge können ganz gut wirken. … Ein paar feste Klapse mögen ihm zeigen, wer die Autorität hat“ (Erwachet!, 8. August 1979, Seite 28).

imageBei manchen Kindern und Jugendlichen mag das jedoch nicht genügen. Was ist dann zu tun? „In den Tagen des Volkes Israel … führte [man] den Unverbesserlichen hinaus und steinigte ihn zu Tode. Zufolge dieses Vorgehens gab es keine Jugendkriminalität. Ebenso heute“ (Der Wachtturm, 1. April 1960). Wir können dieses göttliche Gebot zwar nicht selbst umsetzen, denn „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch wenn wir die Angelegenheit Jehova im Gebet darlegen, werden vielleicht wie in Elisas Tagen „zwei Bärinnen aus dem Wald“ kommen und unsere ungehorsamen Kinder ‚in Stücke reißen‘ (2. Könige 2:24). Wenn es Jehova ‚gefällt, sie zu Tode zu bringen‘ wie die Söhne Elis, wird er vielleicht auch eine andere Möglichkeit finden (1. Samuel 2:25).

Passende Anrede

Wie sollte ein Ehemann seine Frau anreden? Sollte er ihren Namen gebrauchen und ihr dadurch Ehre erweisen? Nein; die in der Bibel erwähnten treuen Diener Gottes sprachen ihre Frauen nicht mit Namen an. Selbst, wenn sie mit anderen über ihre Frauen sprachen, erwähnten sie fast nie deren Namen – daher kennen wir heute nur „Lots Frau“ oder „die Frau Noahs“ (1. Mose 7:13; Lukas 17:32).

In dieser Hinsicht gab uns Jesus ein vollkommenes Beispiel. Er war zwar nicht verheiratet, doch wie aus der Bibel hervorgeht, sind Ehefrauen mit Müttern vergleichbar, und Jesus hatte eine Mutter (1. Mose 24:67). Als diese ihm gegenüber eine Bitte äußerte, entgegnete er: „Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?“ (Johannes 2:4, Luther 1912). Bei einer anderen Gelegenheit heilte Jesus eine Frau und sagte zu ihr einfach: „Frau, du bist von deiner Schwäche befreit“ (Lukas 13:12).

„Der japanische Ehemann stellt seine Frau … mit dem Wort Gusai vor, das ‚dumme oder törichte Frau‘ bedeutet“ (Der Wachtturm, 15. Mai 1989, Seite 14). Auch das ist passend, denn Gott hat die Frau mit einem anderen Gehirn erschaffen als den Mann (Erwachet!, 22. Juni 1982, Seite 29). Doch am besten sollte ein Mann seine Frau einfach mit „Frau“ oder „Weib“ anreden.

Wie sollte die Ehefrau ihrerseits ihren Mann ansprechen? Der Apostel Petrus schrieb nicht umsonst, dass „Sara Abraham zu gehorchen pflegte, indem sie ihn ‚Herr‘ nannte“ (1. Petrus 3:6). Die verständige Abigail nannte ihren künftigen Ehemann David ebenfalls „mein Herr“ und bezeichnete sich selbst als seine „Sklavin“ (1. Samuel 25:23-25). Es kann somit kein Zweifel daran bestehen, dass „Herr“ die richtige Anrede für einen Ehemann ist.

Was ist über die Kinder zu sagen? Gott gebot ihnen: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ (2. Mose 20:12). Dies sollte auch darin zum Ausdruck kommen, wie sie ihre Eltern anreden. Wie in einem Kloster, das eine familienähnliche Gemeinschaft darstellt, könnten sie ihre Mutter als „Ehrwürdige Mutter“, „Ehrwürdigste Mutter“ oder „Hochehrwürdige Mutter“ ansprechen (Wikipedia). Für den Vater wäre die Anrede „Ehrwürdiger Vater“ bestimmt passend (Orthpedia).

Darüber, wie Eltern ihre Kinder anreden sollten, gibt wiederum ein Gleichnis Jesu Aufschluss. Er erwähnte einen Mann, der zwei Söhne hatte. Der jüngere „reiste fort in ein fernes Land“, wo er „ein ausschweifendes Leben führte“ (Lukas 15:13). Er muss also schon erwachsen gewesen sein, und sein älterer Bruder war natürlich noch älter. Lange Zeit später, als der ältere Bruder zweifellos bereits ein reifer Mann gewesen sein muss, sagte sein Vater zu ihm: „Kind, du bist immer bei mir gewesen“ (Lukas 15:31). Eltern sollten ihre Kinder also nicht beim Namen nennen, sondern einfach mit „Kind“ anreden – egal, wie alt sie sind.

Besonders kann uns die biblische Hoffnung auf ewiges Leben in einem Paradies auf Erden helfen, das Familienleben glücklich zu gestalten. Wieso? Wenn unsere Angehörigen wirklich in Gottes neuem System leben möchten, werden sie sich sehr bemühen, Gottes Anforderungen zu entsprechen. Wir sollten sie daher regelmäßig darauf hinweisen, dass ‚Kinder ihren Eltern in allem gehorsam sein‘ und Frauen „sich den eigenen Männern unterwerfen“ müssen (Kolosser 3:20; Titus 2:5). Als Ergebnis wird Gott uns damit belohnen, dass wir für immer und ewig seine „Sklaven“ sein dürfen! (Offenbarung 22:3). Sind das nicht wunderbare Aussichten?

Sollten Christen auch im Winter predigen?

„In jener Gegend waren Hirten auf freiem Feld, die hielten Wache bei ihren Herden.“ (Lukas 2:8, Gute Nachricht)

„Jehovas Zeugen … sind bei jedem Wetter in Ihrem Dienst“ (Der Wachtturm, 15. September 1970, Seite 558). Manche predigen im Winter allerdings weniger als im Sommer – „Bruder Risberg“ aus Norwegen beispielsweise verbrachte normalerweise „in einem Monat … vierhundert Stunden“ im Predigtdienst, doch „im Winter setzte er nicht soviel Zeit im Predigtdienst ein“, sondern nur „zwischen zweihundert und zweihundertfünfzig Stunden“ pro Monat (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1977, Seite 212). Aber sollten Christen imageüberhaupt im Winter ins Freie gehen und predigen? Was sagt die Bibel dazu?

Jesus bezeichnete seine Jünger als „Schafe“, und tatsächlich sind „Jehovas Zeugen … schafähnliche Menschen“ (Johannes 10:27; Der Wachtturm, 1. März 1994, Seite 15). In biblischer Zeit blieben Schafe zwar „einen großen Teil des Jahres im Freien“, doch man „holte sie … Mitte November … herein“, und „sie verbrachten den Winter in Schafställen“ (Henri Daniel-Rops, Er kam in sein Eigentum, Seite 226; zitiert nach „Vergewissert euch aller Dinge; haltet an dem fest, was vortrefflich ist“, Seite 168). Im Winter gingen Schafe nicht aufs Feld (ein Beweis dafür, dass Jesu Geburt nicht im Winter stattgefunden haben kann). Auch die gegenbildlichen Schafe sollten den Winter in den gegenbildlichen Schafställen (den Königreichssälen) zubringen und nicht in den Predigtdienst ‚aufs Feld‘ gehen.

Wer sind heute Gottes Hinrichtungsstreitkräfte?

Nachdruck aus Erbrechet!, Oktober 2010


„Gottes Hinrichtungsstreitkräfte werden ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht zuschlagen. Denn Gott gebietet ihnen, keine Barmherzigkeit zu zeigen.“ (Der Wachtturm, 1. Februar 1985, Seite 4)

Der Prophet Hesekiel sagte ein großes „Vernichtungswerk“ voraus, das in unseren Tagen durchgeführt werden sollte (Der Wachtturm, 15. Juli 1972, Seite 433). In „einer Vision, die sich während unserer Zeit erfüllt“, werden „Gottes Hinrichtungsstreitkräfte … von sechs bewaffneten Männern dargestellt“ (Der Wachtturm, 15. April 1987, Seite 11). Wer sind diese „Hinrichtungsstreitkräfte“ heute, und wie lange führen sie ihr „Vernichtungswerk“ schon durch? Das Buch Das vollendete Geheimnis erklärt die Prophezeiung wie folgt:

„[Hesekiel] 9:2. Und siehe, sechs Männer kamen des Weges vom oberen Tore, welches gegen Norden sieht, ein jeder mit seinem Werkzeug zum Zerschlagen in seiner Hand; und ein Mann war in ihrer Mitte, in Linnen gekleidet, mit einem Schreibzeug an seiner Hüfte; und sie kamen und stellten sich neben den ehernen Altar: … Das Schreibzeug bringt symbolisch zum Ausdruck, daß des siebenten Mannes Aufgabe darin bestand, zu schreiben. Gott machte ihn auf folgende Weise kenntlich. Als die Watch Tower Bible & Tract Society sich in Allegheny, Pa., [jetzt zur Stadt Pittsburgh gehörend] befand, sollte an eines der großen Frontfenster des Bibelhauses eine geöffnete Bibel gemalt werden. Ein Schildmaler, der nicht in der Wahrheit war, malte die aufgeschlagene Bibel, und zwar malte er, ohne von irgend jemand dahin beauftragt zu sein, ganz aus freiem Antriebe, die Bibel bei Hesekiel, Kapitel 9, aufgeschlagen. Der in Linnen gekleidete Mann war der Diener der Laodicäa-Periode, des Herrn getreuer und kluger Knecht, Pastor Russell. Als Pastor Russell dies Bild am Fenster sah, erschrak er und wurde ganz bleich. Indem Hesekiel in seiner Vision den Mann in Linnen sieht, stellt er im Vorbilde Pastor Russell dar, der hernach sich selbst als das Gegenbild jenes Mannes [Hesekiel] erkennt – einer der fruchtbarsten Schreiber und Schriftsteller des ganzen Zeitalters“ (Seiten 569, 570).

Der ‚in Linnen gekleidete Mann‘ war also eindeutig Charles Taze Russell, der erste Präsident der Wachtturm-Gesellschaft. Er führte den Auftrag, den Gott ihm übertragen hatte, gewissenhaft aus:

„[Hesekiel] 9:4. Und Jehova sprach zu ihm: Gehe mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem und mache ein Zeichen an die Stirnen der Leute, welche seufzen und jammern über all die Greuel, die in ihrer Mitte geschehen: … Hin- und herreisend und predigend gehorchte Pastor Russell diesem Auftrag beinahe vierzig Jahre lang; und mittelst des gedruckten Wortes in Gestalt von Büchern, Traktaten und Zeitungen kam er gewissermaßen in jede Ecke und in jeden Winkel der ganzen Welt. … [Hesekiel] 9:11. Und siehe, der in Linnen gekleidete Mann, welcher das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, brachte Antwort und sprach: Ich habe getan, wie du mir geboten hast: Pastor Russell verrichtete getreulich sein großes und mühevolles Werk, die Wahrheit zu schreiben. … Im Oktober 1916 starb er, und er hat ohne Zweifel jenseits des Vorhanges in der Gegenwart Christi die Antwort gebracht: ‚Ich habe getan, wie du mir geboten hast‘“ (Das vollendete Geheimnis, Seiten 570, 571).

Doch „nicht der mit Linnen bekleidete Mann führte das Vernichtungswerk durch, sondern die ‚sechs Männer‘ mit den Waffen“ (Der Wachtturm, 1. Februar 1973, Seite 88). „Die sechs Männer mit dem Schwerte … stellen sinnbildlich die ganze Eliaklasse dar“, und „die Elia-Klasse [ist] der treue und verständige Sklave“ (Das vollendete Geheimnis, Seite 569; Der Wachtturm, 15. April 1995, Seite 25).

Das Kennzeichnungswerk, das von Bruder Russell durchgeführt wurde, war demzufolge mit seinem Tod im Jahr 1916 abgeschlossen. Danach begannen die sechs anderen „Männer“ ihr „Vernichtungswerk“. Gottes Hinrichtungsstreitkräfte sind also die Glieder des ‚treuen und verständigen Sklaven‘, die nach 1916 auf den Plan traten, allen voran Joseph F. Rutherford und die nachfolgenden Präsidenten der Wachtturm-Gesellschaft. Hesekiels Prophezeiung beschreibt weiter, welchen Auftrag sie von Gott erhielten:

„[Hesekiel] 9:5. Und zu jenen sprach er vor meinen Ohren: Gehet hinter ihm her durch die Stadt und schlaget; euer Auge schone nicht und erbarmet euch nicht: Wenn Pastor Russells Schriften eine bestimmte Person erreicht haben, so nahen sich dieser Person auch bald die anderen Glieder der Eliaklasse. … [Hesekiel] 9:6. Mordet bis zur Vertilgung Greise, Jünglinge und Jungfrauen und Kinder und Weiber! … Bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen“ (Das vollendete Geheimnis, Seiten 571, 572).

Joseph F. Rutherford und seine Nachfolger ‚gingen hinter Pastor Russell her‘, aber nicht um die Menschen zu kennzeichnen, sondern um sie zu ‚schlagen‘. Bei Gottes „Heiligtum“ – der Organisation, die Charles Taze Russell gegründet hatte – ‚fingen sie an‘. Im Gegensatz zu Bruder Russell, der großen Wert auf christliche Eigenschaften und Freiheit gelegt hatte, führten sie eine diktatorische Organisation einimage und machten Wachtturm-Leser zu Predigtsklaven.

Zwar ‚mordeten‘ sie nicht buchstäblich – weil das weltliche Gesetz das leider verbietet – aber im übertragenen Sinne verloren viele Menschen durch die Aktivitäten dieser „Hinrichtungsstreitkräfte“ ihr Leben (vergleiche Der Wachtturm, 15. Januar 1953, S. 63). Diese Personen atmen zwar noch, doch sie dürfen „nicht mehr für sich selbst leben“ (2. Korinther 5:15). Sie stellen „ihr ganzes Leben in den Dienst [der Zeugen] Jehovas“; viele gehen jahrzehntelang von Haus zu Haus und versuchen, uninteressierten Menschen uninteressante Zeitschriften zu unterbreiten (Der Wachtturm, 1. November 1977, Seite 658).

Manche kündigen ihre Arbeitsstelle oder verlassen ihre Familie, um noch mehr Zeit für die Interessen der Wachtturm-Gesellschaft zu haben (Der Wachtturm, 1. Mai 2007, Seite 9; Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1980, Seiten 18, 19). „Und Gottes Hinrichtungsstreitkräfte werden [weiterhin] ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht zuschlagen. Denn Gott gebietet ihnen, keine Barmherzigkeit zu zeigen“ (Der Wachtturm, 1. Februar 1985, Seite 4). So werden auch in Zukunft „Greise, Jünglinge und Jungfrauen und Kinder und Weiber“ in die Fänge der Wachtturm-Organisation geraten und von dieser für ihre Zwecke ausgebeutet werden.

Was sollte man tun, um den Hinrichtungsstreitkräften zu entgehen? Da sie sich „irgendeinem Menschen, an dem das [von Bruder Russell angebrachte] Kennzeichen ist“, nicht nahen dürfen, sollte man dessen Ratschläge annehmen. Einen entscheidenden Hinweis, wie man sich in Sicherheit bringen kann, gab er als Antwort auf einen Leserbrief: „Hütet euch vor ‚Organisation‘. Sie ist vollkommen unnötig. … Versucht nicht, jemandes Gewissen zu binden, und erlaubt niemandem, eures zu binden“ (Zion’s Watch Tower, 15. September 1895, Seite 216).

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Hüten wir uns also vor der Wachtturm-Gesellschaft und allen anderen religiösen Organisationen. Dann werden uns Gottes „Hinrichtungsstreitkräfte“, die heute den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bilden, nichts anhaben können.

1969 – Die Generation, die nicht vergehen wird

In Lukas 21:24 finden wir folgende Worte Jesu aufgezeichnet: „Jerusalem wird von den Nationen zertreten werden, bis die bestimmten Zeiten der Nationen erfüllt sind.“ Jerusalem war ehemals Herrschaftssitz der Könige aus der Linie König Davids; diese saßen als Stellvertreter Gottes auf dem „Thron Jehovas“ (1. Chronika 29:23). Jerusalem war somit ein Sinnbild der Herrschaft Jehovas.

Wie wurde nun Gottes Herrschaft „von den Nationen zertreten“ und wann begann dieses Zertreten? Es begann im Jahr 587 v. u. Z., als die Babylonier Jerusalem einnahmen. Von da an war der „Thron Jehovas“ nicht mehr besetzt. Das „Zertreten“ würde enden, wenn Jesus als König eingesetzt werden würde. Wann würde dieses große Ereignis stattfinden?

In einem prophetischen Traum sah König Nebukadnezar einen riesenhaften Baum, der dann umgehauen wurde. Sein Wurzelstock wurde durch ein Band aus Eisen und aus Kupfer am Wachsen gehindert. Ein Engel erklärte: „Sieben Zeiten sollen über ihm vergehen“ (Daniel 4:10-16). Das Umhauen dieses symbolischen Baumes stellt dar, dass die Herrschaft, die Gott durch die Könige in Jerusalem ausübte, unterbrochen werden würde – für „sieben Zeiten“. Wie lang ist das?

Das hebräische Wort, das mit „Zeiten“ übersetzt wird, kann auch „Jahre“ bedeuten; die Gute Nachricht übersetzt den Zeitraum als „sieben Jahre“ (Daniel 4:16, Fußnote). Bekanntlich hat „das Jahr 365 Tage“; somit sind „sieben Zeiten“ oder sieben Jahre insgesamt 2555 Tage (Erwachet!, 8. September 2001, Seite 17). Da gemäß 4. Mose 14:34 und Hesekiel 4:6 „ein Tag für ein Jahr“ steht, ergeben die „sieben Zeiten“ insgesamt 2555 Jahre.

imageDie 2555 Jahre begannen im Oktober 587 v. u. Z., als Jerusalem in die Hände der Babylonier fiel und der davidische König gestürzt wurde. Sie endeten im Oktober 1969. Damals gingen die „bestimmten Zeiten der Nationen“ zu Ende und Jesus Christus wurde von Gott als König im Himmel eingesetzt (Psalm 2:1-6; Daniel 7:13, 14).

Wie Jesus voraussagte, wird seine „Gegenwart“ als himmlischer König von dramatischen Entwicklungen auf der Erde begleitet, zum Beispiel von der ersten Mondlandung oder von der Legalisierung der Homosexualität in Deutschland (Lukas 21:25; 1. Korinther 6:9). Das sind eindrucksvolle Beweise dafür, dass im Jahr 1969 tatsächlich Gottes himmlisches Königreich aufgerichtet wurde und die „letzten Tage“ des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge angebrochen sind (2. Timotheus 3:1-5). Jesus sagte, „daß diese Generation auf keinen Fall vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen“ (Matthäus 24:34). Aber was ist mit dem Wort „Generation“ gemeint?

Der Student Scott sprach in dem Film The Generation of 1969 von ‚nackten Leuten, die uns kostenloses Essen geben‘. Doch „eine historische Generation wird nicht durch ihre chronologischen Grenzpunkte oder -linien definiert. … Im wesentlichen bildet sich ein Generationsbewußtsein durch ein gewisses Maß an Gemeinsamkeiten, die das Gefühl vermitteln, eine Ära sei zu Ende gegangen. … Diese Gemeinsamkeiten ergeben sich immer durch große historische Ereignisse“ (Robert Wohl). Von diesem Standpunkt aus gesehen, sind die Mondlandung 1969 und die sexuelle Revolution ab 1968 kennzeichnende „Gemeinsamkeiten“ einer Generation.

Was meinte Jesus, als er von einer Generation sprach, die nicht vergehen werde? Das in der Bibel mit „Generation“ wiedergegebene griechische Wort wird als „die in der gleichen Zeit Geborenen“ definiert. imageDiese Definition schließt sowohl diejenigen ein, die um die Zeit eines historischen Ereignisses geboren werden, als auch diejenigen, die zu jener Zeit am Leben sind.

Wenn Jesus den Begriff „Generation“ in diesem Sinn gebrauchte und wir ihn auf das Jahr 1969 anwenden, dann sind diejenigen, die damals Babys waren, heute 45 Jahre oder älter. Viele andere, die 1969 am Leben waren, sind nun über 50 Jahre alt. Viele Millionen aus jener Generation sind noch am Leben, und einige von ihnen werden am Leben bleiben, so daß man wirklich sagen kann: „Diese Generation wird auf keinen Fall vergehen, bis alle Dinge geschehen“ (Lukas 21:32).

 

Siehe auch: Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 216; Der Wachtturm, 15. Januar 1981, Seite 31