Das Familienleben biblisch gestalten

Nachdruck aus Erbrechet!, November 2010

„Die Bibel [vergleicht] die Stellung eines Kindes mit der eines Sklaven.“
(Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 242)

Als Jehova Gott den ersten Mann und die erste Frau erschuf, brachte er sie zusammen, damit der Mann nicht so alleine war (1. Mose 2:23). Gott wollte, dass Frauen für ihre Männer kochen und backen und außerdem Kinder gebären würden (1. Mose 18:6; Sprüche 31:15; 1. Timotheus 2:15). Gemäß Gottes Vorsatz sollten mit der Zeit überall auf der Erde glückliche Männer leben, die von ihren Frauen und Kindern bedient werden (1. Mose 24:45, 46; 1. Könige 17:10, 11; Markus 15:40, 41; Lukas 10:40). Frauen sollten „ihren Männern gehorchen“ und an diese „sklavisch gebunden“ sein (Titus 2:5, Gute Nachricht; 1. Korinther 7:15)

Doch heute brechen zahlreiche Familien auseinander, und viele, die noch zusammen sind, sind nicht glücklich. Jemand mag daher fragen: „Sollten wir nicht bessere Ergebnisse erwarten, wenn die Familie wirklich eine Einrichtung Gottes ist?“ Doch wenn ein Fabrikant ein Gerät herstellt und eine gute Gebrauchsanweisung mitliefert, ist es bestimmt nicht seine Schuld, dass das Produkt nicht funktioniert, wenn der Käufer die Gebrauchsanweisung nicht beachtet. Ähnlich verhält es sich mit der Familie. Es ist daher unerlässlich, dass wir verstehen, wie Gott die verschiedenen Glieder der Familie geschaffen hat und welche Rolle sie nach seinem Vorsatz erfüllen sollen.

Wie Gott Mann und Frau erschuf

Jeder kann sehen, dass Jehova Mann und Frau nicht gleichgemacht hat. Sie sind zwar in vieler Hinsicht ähnlich. Aber in ihrem Aussehen sind sie offensichtlich verschieden, und Männer haben auch mehr Kraft. Warum diese Unterschiede? Gott erschuf die Frauen so schwach, damit ihre Männer ihre Stellung als Haupt notfalls mit Gewalt durchsetzen können (1. Korinther 11:3). Nachdem Gott den Mann erschaffen hatte und sah, dass ihm die Hausarbeit nicht gefiel, sagte er: „Ich werde ihm eine Gehilfin machen“ (1. Mose 2:18).

imageWie ein Hilfsarbeiter ist eine Gehilfin etwas, das jemand anders die Drecksarbeit abnimmt. Gott erschuf die Frau als eine Gehilfin für den Mann, damit sie für ihn kocht, bäckt, wäscht und putzt, während er im Tor sitzt und Wein trinkt (1. Samuel 8:13; 2. Samuel 13:8; Sprüche 31:23; 1. Mose 9:20, 21). Nachdem Gott also die Frau aus einem Bestandteil des Mannes erschaffen hatte, schloss er die erste Ehe, ohne Eva zu fragen, ob sie damit einverstanden war (1. Mose 2:22). Demgemäß konnte ein israelitischer Mann jedes Mädchen „für den Kaufpreis für sich als Frau erwerben“, wenn er ihrem Vater „das Geld gemäß dem für Jungfrauen festgesetzten Kaufpreis“ bezahlte (2. Mose 22:16, 17). Die Ehe kann eine glückliche Einrichtung sein, wenn sie nach diesem biblischen Vorbild geschlossen wird.

Die Rolle des Mannes

Eine Ehe oder eine Familie braucht Führung. Gott ist ein Mann, und aus diesem Grund sagt die Bibel: „Ein Ehemann ist das Haupt seiner Frau“ (Matthäus 6:8; Epheser 5:23). Das ist praktisch, denn auch, wenn ein Mann ein Dummkopf ist, kann er auf seine biblisch verbriefte Rolle als Haupt pochen. Wenn die Frau ihrem Mann seine Stellung als Haupt streitig machen will, kann er sie jederzeit mit den murrenden Israeliten oder mit der bösen Isebel vergleichen und sie so zum Schweigen bringen (4. Mose 12:1, 9, 10; Offenbarung 2:20).

Vielen Frauen behagt der Gedanke nicht, dass der Mann das Haupt der Familie sein sollte. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass viele Ehemänner ihren Frauen zu viele Freiheiten lassen und sie zu wenig beschäftigen, so dass sie Zeit zum Denken haben. Doch gemäß der Bibel sollen Frauen, wenn sie eine Frage haben, nicht darüber nachdenken, sondern „ihren Mann fragen“ (1. Korinther 14:35; Hoffnung für Alle).

Es ist daher eine anerkannte Tatsache, dass eine Organisation am effizientesten funktioniert, wenn einer die Führung übernimmt und endgültige Entscheidungen trifft, während alle anderen nichts zu sagen haben. Männer sollten ihre Frauen daher den ganzen Tag beschäftigt halten, am besten von „vor Morgengrauen … bis tief in die Nacht hinein“ (Sprüche 31:15, 18, Neues Leben). In einer Gott wohlgefälligen Familie ist der Mann der einzige, der kein Haupt über sich hat. Jeder andere, auch die Ehefrau und die Kinder, muss sich den Entscheidungen des Mannes unterordnen.

Das bedeutet, dass Männer, wenn sie ihre Rolle als Ehemänner erfüllen wollen, ihre Frauen als minderwertige Untergebene betrachten müssen (1. Korinther 11:7). Auch müssen sie Gottes Beispiel nachahmen, indem sie ihre Autorität als Haupt gegenüber ihrer Frau so ausüben, wie Gott seine Autorität gegenüber seinem Volk ausübt (Epheser 5:1). Wie behandelte Gott sein Volk in biblischer Zeit? Er drohte den Israeliten mit „Pest … [und] Tuberkulose … und Fieberhitze“ sowie mit „Hämorrhoiden und Ekzem und Hautausschlag“ für den Fall, dass sie ihm nicht gehorchten (5. Mose 28:21, 27).

imageGott war sogar bereit, sein Volk zu vernichten, weil es ihm nicht gehorchte (2. Mose 32:10). Ehemänner können ihre ungehorsamen Frauen zwar nicht töten oder mit Krankheiten schlagen, aber sie könnten sie gemäß biblischem Vorbild mit „Beulen an beiden Knien an beiden Schenkeln schlagen“ und sie auch mit „Hunger und Durst“ bestrafen sowie „vergewaltigen“ (5. Mose 28:30, 35, 48). Ein christlicher Ehemann sollte sorgfältig das Beispiel Jehovas studieren und es dann im Umgang mit seiner Familie nach besten Kräften nachahmen. Er wird dann ein dominierendes, selbstsüchtiges und rücksichtsloses Familienoberhaupt sein.

Außerdem sollten Ehemänner folgendes bedenken: Beklagt sich deine Frau darüber, dass du deiner biblischen Verantwortung als Familienoberhaupt nachkommst? Sagt sie, du würdest zu Hause alles bestimmen, alle Familienaktivitäten planen und endgültige Entscheidungen treffen, ohne ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen? Dann weise sie darauf hin, dass Gott das von dir verlangt und dass der Ehemann als Haupt „Richter“, „Satzungsgeber“ und „König“ in seiner Familie ist (Jesaja 33:22). Natürlich ist es in der Welt Satans üblich, für die Vorschläge und Wünsche anderer Familienmitglieder empfänglich zu sein und darauf Rücksicht zu nehmen. Aber wenn du dich aufrichtig bemühst und nicht nachgibst, deine biblische Rolle zu erfüllen, wird sich deine Frau höchstwahrscheinlich dem Druck beugen.

Es kann sogar gefährlich sein, die in der Welt vorherrschende frauenfreundliche Einstellung nachzuahmen. Der berühmte Richter Joseph F. Rutherford schrieb schon 1931: „Die Frauen machen Affen oder Drahtpuppen aus den Männern. Diese sind weibisch, Weichlinge und leicht beeinflussbar geworden und haben wahre Männlichkeit und Festigkeit … eingebüßt. Wenn zum Beispiel Männer zu Tische sitzen, und eine Frau tritt herein, so erheben sich alle Männer, um ihr Ehrerbietung zu zollen; und auf diese Weise stellen sie die Frau über den Mann. Die Männer nehmen den Hut ab, wenn … eine Frau zugegen ist; und von diesen Manieren heißt es, sie seien Bezeugungen der Ehrerbietung und zeigten, dass man ein Gentleman sei. Die Sache ist aber fein angelegt, und die wahre Bedeutung ist weit verschieden von imageder allgemeinen Auffassung. Es ist eine List Satans, die Menschen von Gott und seiner festgelegten Regel über die richtige Stellung von Mann und Weib wegzuwenden. Der Herr hat erklärt, dass Weichlinge das Königreich der Himmel nicht ererben werden (1. Korinther 6:9). Das beweist, dass die Forderung oder der Brauch, den Frauen Huldigungen darzubringen, nicht von Gott, sondern vom großen Feinde Gottes kommt“ (Rechtfertigung, Seite 154). Gott gab dem Mann nicht den Auftrag, seine Frau zu ehren, sondern über sie zu „herrschen“ (1. Mose 3:16). „Was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist“ (Matthäus 5:37).

Wie die Frau ihre Rolle erfüllt

Gemäß Gottes Wort wurde die Frau als Gehilfin ihres Mannes erschaffen (1. Mose 2:18). In Übereinstimmung damit gebietet die Bibel: „Die Ehefrauen seien ihren Männern untertan“ (Epheser 5:22). Heute ist es üblich geworden, dass Frauen eine eigene Meinung vertreten oder etwas gerne imageanders tun würden, als es ihr Mann beschlossen hat. Doch wenn sich Ehefrauen derart vordrängen, entstehen unweigerlich Schwierigkeiten.

Vielleicht hast du als Ehefrau das Gefühl, du müsstest Entscheidungen treffen, da dein Mann es nicht tut. Aber könntest du vielleicht mehr tun, um ihm zu helfen, seiner Verantwortung als Familienoberhaupt nachzukommen? Lässt du ihn wissen, dass du von ihm erwartest, alle Entscheidungen zu treffen? Vermeidest du es, irgendetwas zu tun, wenn er es dir nicht geboten hat? Männer sollten ihre Ehefrau ‚umherführen‘, nicht sich von ihr führen lassen (1. Korinther 9:5).

Das soll nicht heißen, dass eine Frau sagen darf, was sie denkt, wenn sie anderer Meinung ist als ihr Mann. Selbst, wenn sie sogar die richtige Ansicht hat und es zum Nutzen der Familie wäre, wenn sie diese ihrem Mann mitteilen könnte, muss sie ihre Gedanken für sich behalten. Der Apostel Paulus gebot: „Die Frauen sollen … schweigen. Es gehört sich nicht, dass sie sprechen. Sie sollen sich unterordnen“ (1. Korinther 14:34, Neues Leben).

imageEine Ehefrau kann viel tun, um für ihre Familie zu sorgen und so ihre Rolle richtig zu erfüllen. Sie kann zum Beispiel nahrhafte Mahlzeiten zubereiten und darauf achten, dass die Wohnung sowie die Kleidung und die Schuhe ihres Mannes sauber und ordentlich sind. Die Bibel fordert Ehefrauen auf, sie sollten „im Hause arbeiten“ und „sich den eigenen Männern unterwerfen“ (Titus 2:5).

Der Platz der Kinder in der Familie

Jehova gebot dem ersten Menschenpaar, fruchtbar zu sein und viele zu werden (1. Mose 1:28). Ja, Gott forderte sie auf, Kinder zu haben. Kinder sollten für die Familie ein Anlass zu „Verdruß“, „Bitterkeit“ und „Kummer“ imagesein (Sprüche 10:1; 17:25). „Da sie unter dem Gesetz und Gebot ihrer Eltern stehen, vergleicht die Bibel die Stellung eines Kindes mit der eines Sklaven“ (Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 242; siehe auch Sprüche 1:8; 6:20-23; Galater 4:1). Nicht umsonst konnte ein israelitischer „Mann seine Tochter als Sklavin verkaufen“, wenn er Geld brauchte (2. Mose 21:7).

Da Gott auf Kinder besondere Rücksicht nimmt, hat er ihnen nur ein einziges Gebot gegeben: „Gehorcht euren Eltern“ (Epheser 6:1). In der Tat, wie Sklaven ihren Herren, so haben auch Kinder ihren Eltern unbedingten Gehorsam zu leisten. Wie wichtig das ist, wird auch am mosaischen Gesetz deutlich. In Bezug auf einen Sohn, der „nicht auf die Stimme seines Vaters oder die Stimme seiner Mutter hört“, gebot Jehova: „Alle Männer seiner Stadt [sollen ihn] mit Steinen bewerfen, und erimage soll sterben“ (5. Mose 21:18, 21).

Was kannst du als Jugendlicher tun, um deinen Eltern keinen unnötigen Kummer zu bereiten? Als der Apostel Timotheus noch ein junger Mann war, forderte Paulus ihn eindringlich auf: „Trink nicht länger Wasser, sondern gebrauche … Wein“ (1. Timotheus 5:23). Alkohol wird dir helfen, Probleme deutlich anzusprechen und zu einem harmonischen Familienleben beizutragen (vergleiche 1. Mose 19:32).

Wie man Familienprobleme erfolgreich behandelt

In weltlichen Familien entstehen von Zeit zu Zeit Probleme, denn Weltmenschen sind unvollkommen und machen Fehler. Christliche Ehepartner können voneinander jedoch Vollkommenheit erwarten, denn Jesus gebot seinen Nachfolgern: „Ihr sollt … vollkommen sein“ (Matthäus 5:48). Ohne Zweifel, „lebt man … nach biblischen Grundsätzen, wird man … eine glückliche Ehe [führen]“ (Erwachet!, März 2009, Seite 6). Ist eine Ehe also nicht absolut glücklich, kann es nur daran liegen, dass man biblische Grundsätze missachtet.

Natürlich wird sich eine christliche Frau bemühen, nichts zu tun, was ihren Mann reizt. Doch ganz gleich, wie sehr sie sich bemüht, kann es hin und wieder passieren, dass ihr Mann sich über sie aufregt. Wie sollten solche Schwierigkeiten behandelt werden? In der Bibel finden wir ein Beispiel, wie solche Probleme im Volk Israel gelöst wurden.

Die Bibel erzählt von einem Mann, der „meint, dass seine Frau ihm untreu war. Doch weiß er es nicht sicher, sie könnte auch unschuldig sein. In einem solchen Fall soll der Mann seine Frau zum Priester bringen. … Der Priester lässt die Frau näher kommen. … Er selbst hält das Wasser, das Fluch und Qual bringt. … Dann spricht der Priester eindringlich zu der Frau … ‚Dieses fluchbringende Wasser wird in deine Eingeweide eindringen. Es wird dich unfruchtbar machen und deinen Bauch aufblähen. Mit Schrecken und Abscheu werden die Leute auf dich zeigen!‘ So warnt der Priester die Frau vor der drohenden Strafe. Und die Frau soll antworten: ‚Ja, so soll es sein!‘ … Dieses Wasser muss die Frau später trinken, damit es in ihren Körper gelangt und der Fluch sie treffen kann. … Wenn sie schuldig ist, … wird sie schwer erkranken. … Den Mann trifft in einem solchen Fall keine Schuld“ (4. Mose 5:14-31, Hoffnung für Alle).

In ähnlicher Weise könnte ein heutiger Mann seine Frau zu den Ältesten bringen, die ihr dann einen Brei aus Staub und Wasser zu trinken geben. Wenn sie daraufhin schwer erkrankt, wird sie wissen, dass sie ihren Mann gekränkt hat. Wenn Ehefrauen bereit sind, Fehler zuzugeben, kann viel Streit und Leid vermieden werden. Sie sollten es sich zum Ziel setzen, ihrem Mann zu gehorchen, und nicht, ihre eigene Meinung vorzubringen. Selbst wenn dein Ehemann im Unrecht ist, kannst du Gott wohlgefällig handeln, indem du ihm trotzdem gehorchst.

Besonders wenn du verheiratet bist, musst du die Regel beachten, ‚alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen zu lassen‘ (1. Korinther 14:40). Gehorche dem biblischen Gebot: „Das Haupt einer Frau … ist der Mann“ (1. Korinther 11:3). Christliche Frauen sollten der Führung ihres Mannes nicht vorauseilen, sondern stets mit seinen Anweisungen Schritt halten.

Was ist, wenn deine Ehefrau es ablehnt, mit dir zusammen Gottes Wort zu studieren, dein Lieblingsessen zu kochen oder deine Socken zu stopfen? Gemäß der Bibel „sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben“ (Epheser 5:28). Dabei sollten sie Jehova nachahmen, und „wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden, … den er gern hat“ (Epheser 5:1; Hebräer 12:6, Einheitsübersetzung). Die Frauen ihrerseits müssen „ihre Männer lieben“, und „die Liebe … erträgt alles“ (Titus 2:4; 1. Korinther 13:4, 7).

Christliche Ehescheidungen, die Jehova preisen

Heute lassen sich viele Ehepaare nicht von dem Rat des Wortes Gottes helfen und bleiben trotz Problemen zusammen. Billigt es Gott, dass man sich in so einer Situation nicht scheiden lässt? Nein. In biblischer Zeit musste ein Mann, der an seiner Frau „etwas Anstößiges“ gefunden hatte, „ein Scheidungszeugnis für sie ausschreiben und es ihr in die Hand legen und sie aus seinem Haus entlassen“ (5. Mose 24:1). Die Bibel gestattet nur einen Grund, sich nicht scheiden zu lassen, und das ist, wenn der Mann seine Ehefrau vor der Heirat vergewaltigt hat (5. Mose 22:28, 29). Auch in diesem Fall kann sich ein Mann aber problemlos „weitere Frauen“ nehmen, so wie David, ‚ein Mann, der dem Herzen Jehovas angenehm war‘ (1. Chronika 14:3; 1. Samuel 13:14).

In den Tagen Nehemias weigerten sich einige Israeliten, sich von ihren Frauen scheiden zu lassen. imageNehemia „begann sie zu rügen und Übles auf sie herabzurufen und einige Männer von ihnen zu schlagen und ihnen Haare auszuraufen“ (Nehemia 13:25). Der Priester Esra berichtet: „Sobald ich nun von dieser Sache hörte, zerriß ich mein Kleid und mein ärmelloses Obergewand, und ich begann, mir Haare vom Kopf und aus dem Bart zu raufen, und ich blieb betäubt sitzen“ (Esra 9:3). Schließlich lenkten die Israeliten ein und „versprachen durch Handschlag, ihre Frauen fortzuschicken. … Sie gingen daran, Frauen samt Söhnen fortzuschicken“ (Esra 10:19, 44).

Kinder in Unterwürfigkeit halten

imageViele Familienprobleme betreffen die Kinder. Was kannst du tun, wenn das in deiner Familie der Fall ist? Reicht es, mit den Kindern einfach vernünftig zu reden? Es ist natürlich gut, Kindern zu sagen, was richtig und was falsch ist. Doch das genügt nicht. Christen sind verpflichtet, ‚Kinder in Unterwürfigkeit zu halten‘ (1. Timotheus 3:4). Gottes Mitteilungskanal gibt den weisen Rat: „Wer hat zu bestimmen, das Kind oder die Eltern? … Schläge können ganz gut wirken. … Ein paar feste Klapse mögen ihm zeigen, wer die Autorität hat“ (Erwachet!, 8. August 1979, Seite 28).

imageBei manchen Kindern und Jugendlichen mag das jedoch nicht genügen. Was ist dann zu tun? „In den Tagen des Volkes Israel … führte [man] den Unverbesserlichen hinaus und steinigte ihn zu Tode. Zufolge dieses Vorgehens gab es keine Jugendkriminalität. Ebenso heute“ (Der Wachtturm, 1. April 1960). Wir können dieses göttliche Gebot zwar nicht selbst umsetzen, denn „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Doch wenn wir die Angelegenheit Jehova im Gebet darlegen, werden vielleicht wie in Elisas Tagen „zwei Bärinnen aus dem Wald“ kommen und unsere ungehorsamen Kinder ‚in Stücke reißen‘ (2. Könige 2:24). Wenn es Jehova ‚gefällt, sie zu Tode zu bringen‘ wie die Söhne Elis, wird er vielleicht auch eine andere Möglichkeit finden (1. Samuel 2:25).

Passende Anrede

Wie sollte ein Ehemann seine Frau anreden? Sollte er ihren Namen gebrauchen und ihr dadurch Ehre erweisen? Nein; die in der Bibel erwähnten treuen Diener Gottes sprachen ihre Frauen nicht mit Namen an. Selbst, wenn sie mit anderen über ihre Frauen sprachen, erwähnten sie fast nie deren Namen – daher kennen wir heute nur „Lots Frau“ oder „die Frau Noahs“ (1. Mose 7:13; Lukas 17:32).

In dieser Hinsicht gab uns Jesus ein vollkommenes Beispiel. Er war zwar nicht verheiratet, doch wie aus der Bibel hervorgeht, sind Ehefrauen mit Müttern vergleichbar, und Jesus hatte eine Mutter (1. Mose 24:67). Als diese ihm gegenüber eine Bitte äußerte, entgegnete er: „Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?“ (Johannes 2:4, Luther 1912). Bei einer anderen Gelegenheit heilte Jesus eine Frau und sagte zu ihr einfach: „Frau, du bist von deiner Schwäche befreit“ (Lukas 13:12).

„Der japanische Ehemann stellt seine Frau … mit dem Wort Gusai vor, das ‚dumme oder törichte Frau‘ bedeutet“ (Der Wachtturm, 15. Mai 1989, Seite 14). Auch das ist passend, denn Gott hat die Frau mit einem anderen Gehirn erschaffen als den Mann (Erwachet!, 22. Juni 1982, Seite 29). Doch am besten sollte ein Mann seine Frau einfach mit „Frau“ oder „Weib“ anreden.

Wie sollte die Ehefrau ihrerseits ihren Mann ansprechen? Der Apostel Petrus schrieb nicht umsonst, dass „Sara Abraham zu gehorchen pflegte, indem sie ihn ‚Herr‘ nannte“ (1. Petrus 3:6). Die verständige Abigail nannte ihren künftigen Ehemann David ebenfalls „mein Herr“ und bezeichnete sich selbst als seine „Sklavin“ (1. Samuel 25:23-25). Es kann somit kein Zweifel daran bestehen, dass „Herr“ die richtige Anrede für einen Ehemann ist.

Was ist über die Kinder zu sagen? Gott gebot ihnen: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ (2. Mose 20:12). Dies sollte auch darin zum Ausdruck kommen, wie sie ihre Eltern anreden. Wie in einem Kloster, das eine familienähnliche Gemeinschaft darstellt, könnten sie ihre Mutter als „Ehrwürdige Mutter“, „Ehrwürdigste Mutter“ oder „Hochehrwürdige Mutter“ ansprechen (Wikipedia). Für den Vater wäre die Anrede „Ehrwürdiger Vater“ bestimmt passend (Orthpedia).

Darüber, wie Eltern ihre Kinder anreden sollten, gibt wiederum ein Gleichnis Jesu Aufschluss. Er erwähnte einen Mann, der zwei Söhne hatte. Der jüngere „reiste fort in ein fernes Land“, wo er „ein ausschweifendes Leben führte“ (Lukas 15:13). Er muss also schon erwachsen gewesen sein, und sein älterer Bruder war natürlich noch älter. Lange Zeit später, als der ältere Bruder zweifellos bereits ein reifer Mann gewesen sein muss, sagte sein Vater zu ihm: „Kind, du bist immer bei mir gewesen“ (Lukas 15:31). Eltern sollten ihre Kinder also nicht beim Namen nennen, sondern einfach mit „Kind“ anreden – egal, wie alt sie sind.

Besonders kann uns die biblische Hoffnung auf ewiges Leben in einem Paradies auf Erden helfen, das Familienleben glücklich zu gestalten. Wieso? Wenn unsere Angehörigen wirklich in Gottes neuem System leben möchten, werden sie sich sehr bemühen, Gottes Anforderungen zu entsprechen. Wir sollten sie daher regelmäßig darauf hinweisen, dass ‚Kinder ihren Eltern in allem gehorsam sein‘ und Frauen „sich den eigenen Männern unterwerfen“ müssen (Kolosser 3:20; Titus 2:5). Als Ergebnis wird Gott uns damit belohnen, dass wir für immer und ewig seine „Sklaven“ sein dürfen! (Offenbarung 22:3). Sind das nicht wunderbare Aussichten?

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