Wer sind heute Gottes Hinrichtungsstreitkräfte?

Nachdruck aus Erbrechet!, Oktober 2010


„Gottes Hinrichtungsstreitkräfte werden ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht zuschlagen. Denn Gott gebietet ihnen, keine Barmherzigkeit zu zeigen.“ (Der Wachtturm, 1. Februar 1985, Seite 4)

Der Prophet Hesekiel sagte ein großes „Vernichtungswerk“ voraus, das in unseren Tagen durchgeführt werden sollte (Der Wachtturm, 15. Juli 1972, Seite 433). In „einer Vision, die sich während unserer Zeit erfüllt“, werden „Gottes Hinrichtungsstreitkräfte … von sechs bewaffneten Männern dargestellt“ (Der Wachtturm, 15. April 1987, Seite 11). Wer sind diese „Hinrichtungsstreitkräfte“ heute, und wie lange führen sie ihr „Vernichtungswerk“ schon durch? Das Buch Das vollendete Geheimnis erklärt die Prophezeiung wie folgt:

„[Hesekiel] 9:2. Und siehe, sechs Männer kamen des Weges vom oberen Tore, welches gegen Norden sieht, ein jeder mit seinem Werkzeug zum Zerschlagen in seiner Hand; und ein Mann war in ihrer Mitte, in Linnen gekleidet, mit einem Schreibzeug an seiner Hüfte; und sie kamen und stellten sich neben den ehernen Altar: … Das Schreibzeug bringt symbolisch zum Ausdruck, daß des siebenten Mannes Aufgabe darin bestand, zu schreiben. Gott machte ihn auf folgende Weise kenntlich. Als die Watch Tower Bible & Tract Society sich in Allegheny, Pa., [jetzt zur Stadt Pittsburgh gehörend] befand, sollte an eines der großen Frontfenster des Bibelhauses eine geöffnete Bibel gemalt werden. Ein Schildmaler, der nicht in der Wahrheit war, malte die aufgeschlagene Bibel, und zwar malte er, ohne von irgend jemand dahin beauftragt zu sein, ganz aus freiem Antriebe, die Bibel bei Hesekiel, Kapitel 9, aufgeschlagen. Der in Linnen gekleidete Mann war der Diener der Laodicäa-Periode, des Herrn getreuer und kluger Knecht, Pastor Russell. Als Pastor Russell dies Bild am Fenster sah, erschrak er und wurde ganz bleich. Indem Hesekiel in seiner Vision den Mann in Linnen sieht, stellt er im Vorbilde Pastor Russell dar, der hernach sich selbst als das Gegenbild jenes Mannes [Hesekiel] erkennt – einer der fruchtbarsten Schreiber und Schriftsteller des ganzen Zeitalters“ (Seiten 569, 570).

Der ‚in Linnen gekleidete Mann‘ war also eindeutig Charles Taze Russell, der erste Präsident der Wachtturm-Gesellschaft. Er führte den Auftrag, den Gott ihm übertragen hatte, gewissenhaft aus:

„[Hesekiel] 9:4. Und Jehova sprach zu ihm: Gehe mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem und mache ein Zeichen an die Stirnen der Leute, welche seufzen und jammern über all die Greuel, die in ihrer Mitte geschehen: … Hin- und herreisend und predigend gehorchte Pastor Russell diesem Auftrag beinahe vierzig Jahre lang; und mittelst des gedruckten Wortes in Gestalt von Büchern, Traktaten und Zeitungen kam er gewissermaßen in jede Ecke und in jeden Winkel der ganzen Welt. … [Hesekiel] 9:11. Und siehe, der in Linnen gekleidete Mann, welcher das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, brachte Antwort und sprach: Ich habe getan, wie du mir geboten hast: Pastor Russell verrichtete getreulich sein großes und mühevolles Werk, die Wahrheit zu schreiben. … Im Oktober 1916 starb er, und er hat ohne Zweifel jenseits des Vorhanges in der Gegenwart Christi die Antwort gebracht: ‚Ich habe getan, wie du mir geboten hast‘“ (Das vollendete Geheimnis, Seiten 570, 571).

Doch „nicht der mit Linnen bekleidete Mann führte das Vernichtungswerk durch, sondern die ‚sechs Männer‘ mit den Waffen“ (Der Wachtturm, 1. Februar 1973, Seite 88). „Die sechs Männer mit dem Schwerte … stellen sinnbildlich die ganze Eliaklasse dar“, und „die Elia-Klasse [ist] der treue und verständige Sklave“ (Das vollendete Geheimnis, Seite 569; Der Wachtturm, 15. April 1995, Seite 25).

Das Kennzeichnungswerk, das von Bruder Russell durchgeführt wurde, war demzufolge mit seinem Tod im Jahr 1916 abgeschlossen. Danach begannen die sechs anderen „Männer“ ihr „Vernichtungswerk“. Gottes Hinrichtungsstreitkräfte sind also die Glieder des ‚treuen und verständigen Sklaven‘, die nach 1916 auf den Plan traten, allen voran Joseph F. Rutherford und die nachfolgenden Präsidenten der Wachtturm-Gesellschaft. Hesekiels Prophezeiung beschreibt weiter, welchen Auftrag sie von Gott erhielten:

„[Hesekiel] 9:5. Und zu jenen sprach er vor meinen Ohren: Gehet hinter ihm her durch die Stadt und schlaget; euer Auge schone nicht und erbarmet euch nicht: Wenn Pastor Russells Schriften eine bestimmte Person erreicht haben, so nahen sich dieser Person auch bald die anderen Glieder der Eliaklasse. … [Hesekiel] 9:6. Mordet bis zur Vertilgung Greise, Jünglinge und Jungfrauen und Kinder und Weiber! … Bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen“ (Das vollendete Geheimnis, Seiten 571, 572).

Joseph F. Rutherford und seine Nachfolger ‚gingen hinter Pastor Russell her‘, aber nicht um die Menschen zu kennzeichnen, sondern um sie zu ‚schlagen‘. Bei Gottes „Heiligtum“ – der Organisation, die Charles Taze Russell gegründet hatte – ‚fingen sie an‘. Im Gegensatz zu Bruder Russell, der großen Wert auf christliche Eigenschaften und Freiheit gelegt hatte, führten sie eine diktatorische Organisation einimage und machten Wachtturm-Leser zu Predigtsklaven.

Zwar ‚mordeten‘ sie nicht buchstäblich – weil das weltliche Gesetz das leider verbietet – aber im übertragenen Sinne verloren viele Menschen durch die Aktivitäten dieser „Hinrichtungsstreitkräfte“ ihr Leben (vergleiche Der Wachtturm, 15. Januar 1953, S. 63). Diese Personen atmen zwar noch, doch sie dürfen „nicht mehr für sich selbst leben“ (2. Korinther 5:15). Sie stellen „ihr ganzes Leben in den Dienst [der Zeugen] Jehovas“; viele gehen jahrzehntelang von Haus zu Haus und versuchen, uninteressierten Menschen uninteressante Zeitschriften zu unterbreiten (Der Wachtturm, 1. November 1977, Seite 658).

Manche kündigen ihre Arbeitsstelle oder verlassen ihre Familie, um noch mehr Zeit für die Interessen der Wachtturm-Gesellschaft zu haben (Der Wachtturm, 1. Mai 2007, Seite 9; Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1980, Seiten 18, 19). „Und Gottes Hinrichtungsstreitkräfte werden [weiterhin] ohne Rücksicht auf Alter oder Geschlecht zuschlagen. Denn Gott gebietet ihnen, keine Barmherzigkeit zu zeigen“ (Der Wachtturm, 1. Februar 1985, Seite 4). So werden auch in Zukunft „Greise, Jünglinge und Jungfrauen und Kinder und Weiber“ in die Fänge der Wachtturm-Organisation geraten und von dieser für ihre Zwecke ausgebeutet werden.

Was sollte man tun, um den Hinrichtungsstreitkräften zu entgehen? Da sie sich „irgendeinem Menschen, an dem das [von Bruder Russell angebrachte] Kennzeichen ist“, nicht nahen dürfen, sollte man dessen Ratschläge annehmen. Einen entscheidenden Hinweis, wie man sich in Sicherheit bringen kann, gab er als Antwort auf einen Leserbrief: „Hütet euch vor ‚Organisation‘. Sie ist vollkommen unnötig. … Versucht nicht, jemandes Gewissen zu binden, und erlaubt niemandem, eures zu binden“ (Zion’s Watch Tower, 15. September 1895, Seite 216).

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Hüten wir uns also vor der Wachtturm-Gesellschaft und allen anderen religiösen Organisationen. Dann werden uns Gottes „Hinrichtungsstreitkräfte“, die heute den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bilden, nichts anhaben können.

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Ein Gedanke zu „Wer sind heute Gottes Hinrichtungsstreitkräfte?

  1. yvonne

    DANKE!!!!
    Vielen Dank für Eure Recherche.
    Ihr schreibt mir aus der Seele! – und trefft in den „Bekanntmachungen“ nicht nur den Punkt, sondern beweißt einen zauberhaften Humor! Bitte macht weiter!!
    lg Yvonne

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