1969 – Die Generation, die nicht vergehen wird

In Lukas 21:24 finden wir folgende Worte Jesu aufgezeichnet: „Jerusalem wird von den Nationen zertreten werden, bis die bestimmten Zeiten der Nationen erfüllt sind.“ Jerusalem war ehemals Herrschaftssitz der Könige aus der Linie König Davids; diese saßen als Stellvertreter Gottes auf dem „Thron Jehovas“ (1. Chronika 29:23). Jerusalem war somit ein Sinnbild der Herrschaft Jehovas.

Wie wurde nun Gottes Herrschaft „von den Nationen zertreten“ und wann begann dieses Zertreten? Es begann im Jahr 587 v. u. Z., als die Babylonier Jerusalem einnahmen. Von da an war der „Thron Jehovas“ nicht mehr besetzt. Das „Zertreten“ würde enden, wenn Jesus als König eingesetzt werden würde. Wann würde dieses große Ereignis stattfinden?

In einem prophetischen Traum sah König Nebukadnezar einen riesenhaften Baum, der dann umgehauen wurde. Sein Wurzelstock wurde durch ein Band aus Eisen und aus Kupfer am Wachsen gehindert. Ein Engel erklärte: „Sieben Zeiten sollen über ihm vergehen“ (Daniel 4:10-16). Das Umhauen dieses symbolischen Baumes stellt dar, dass die Herrschaft, die Gott durch die Könige in Jerusalem ausübte, unterbrochen werden würde – für „sieben Zeiten“. Wie lang ist das?

Das hebräische Wort, das mit „Zeiten“ übersetzt wird, kann auch „Jahre“ bedeuten; die Gute Nachricht übersetzt den Zeitraum als „sieben Jahre“ (Daniel 4:16, Fußnote). Bekanntlich hat „das Jahr 365 Tage“; somit sind „sieben Zeiten“ oder sieben Jahre insgesamt 2555 Tage (Erwachet!, 8. September 2001, Seite 17). Da gemäß 4. Mose 14:34 und Hesekiel 4:6 „ein Tag für ein Jahr“ steht, ergeben die „sieben Zeiten“ insgesamt 2555 Jahre.

imageDie 2555 Jahre begannen im Oktober 587 v. u. Z., als Jerusalem in die Hände der Babylonier fiel und der davidische König gestürzt wurde. Sie endeten im Oktober 1969. Damals gingen die „bestimmten Zeiten der Nationen“ zu Ende und Jesus Christus wurde von Gott als König im Himmel eingesetzt (Psalm 2:1-6; Daniel 7:13, 14).

Wie Jesus voraussagte, wird seine „Gegenwart“ als himmlischer König von dramatischen Entwicklungen auf der Erde begleitet, zum Beispiel von der ersten Mondlandung oder von der Legalisierung der Homosexualität in Deutschland (Lukas 21:25; 1. Korinther 6:9). Das sind eindrucksvolle Beweise dafür, dass im Jahr 1969 tatsächlich Gottes himmlisches Königreich aufgerichtet wurde und die „letzten Tage“ des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge angebrochen sind (2. Timotheus 3:1-5). Jesus sagte, „daß diese Generation auf keinen Fall vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen“ (Matthäus 24:34). Aber was ist mit dem Wort „Generation“ gemeint?

Der Student Scott sprach in dem Film The Generation of 1969 von ‚nackten Leuten, die uns kostenloses Essen geben‘. Doch „eine historische Generation wird nicht durch ihre chronologischen Grenzpunkte oder -linien definiert. … Im wesentlichen bildet sich ein Generationsbewußtsein durch ein gewisses Maß an Gemeinsamkeiten, die das Gefühl vermitteln, eine Ära sei zu Ende gegangen. … Diese Gemeinsamkeiten ergeben sich immer durch große historische Ereignisse“ (Robert Wohl). Von diesem Standpunkt aus gesehen, sind die Mondlandung 1969 und die sexuelle Revolution ab 1968 kennzeichnende „Gemeinsamkeiten“ einer Generation.

Was meinte Jesus, als er von einer Generation sprach, die nicht vergehen werde? Das in der Bibel mit „Generation“ wiedergegebene griechische Wort wird als „die in der gleichen Zeit Geborenen“ definiert. imageDiese Definition schließt sowohl diejenigen ein, die um die Zeit eines historischen Ereignisses geboren werden, als auch diejenigen, die zu jener Zeit am Leben sind.

Wenn Jesus den Begriff „Generation“ in diesem Sinn gebrauchte und wir ihn auf das Jahr 1969 anwenden, dann sind diejenigen, die damals Babys waren, heute 45 Jahre oder älter. Viele andere, die 1969 am Leben waren, sind nun über 50 Jahre alt. Viele Millionen aus jener Generation sind noch am Leben, und einige von ihnen werden am Leben bleiben, so daß man wirklich sagen kann: „Diese Generation wird auf keinen Fall vergehen, bis alle Dinge geschehen“ (Lukas 21:32).

 

Siehe auch: Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 216; Der Wachtturm, 15. Januar 1981, Seite 31

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