Wie Gott für uns sorgt

Nachdruck aus Erbrechet!, Juli 2010

„Macht euch nie Sorgen!“ (Matthäus 6:31)

Durch den Wachtturm werden Christen häufig aufgefordert, „ihre weltliche Arbeit zurückzuschrauben“ (Der Wachtturm, 15. Januar 2008, Seite 18). Hin und wieder wird auch dazu ermuntert, seine Arbeitsstelle ganz zu „kündigen, um ein Prediger zu werden“ (Der Wachtturm, 1. September 1989, Seite 25). Wer diesen Rat befolgt, verringert natürlich sein Einkommen und hat weniger Geld – oder gar keines mehr – zur Verfügung, um Lebensmittel und Kleidung zu kaufen.

In dieser Situation könnte man sich natürlich Sorgen machen, aber Jesus ermahnte alle Christen: „Macht euch nie Sorgen und sprecht: ‚Was sollen wir essen?‘ oder: ‚Was sollen wir trinken?‘“ (Matthäus 6:31). Auf den ersten Blick scheint das unmöglich zu sein, doch Jesus erklärte auch, weshalb man sich keine Sorgen machen sollte: „Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie etwas in Vorratshäuser ein; dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater“ (Matthäus 6:26). Ja, „wenn Jehova für die Vögel … sorgt, dann wird er sich doch erst recht um Menschen kümmern“ („Komm, folge mir nach“, Seite 115).

Den Schlüssel zum Verständnis dieses Bibeltextes enthüllte der Wachtturm vom 15. Oktober 2007, in dem über Christen gesagt wurde, „Gott würde für sie sorgen, wie er auch für ‚die Vögel des Himmels‘ sorgt“ (Seite 6). Jehova sorgt für Christen also in der gleichen Weise, wie er es auch für die Vögel tut.

Wie sorgt er für die Vögel? Lässt er sie auf eine weltliche Arbeit gehen, damit sie Geld verdienen und dann Lebensmittel im Supermarkt kaufen können? Lässt er sie Würmer züchten und Obst anbauen? Nein, vielmehr hat er es für die Vögel so eingerichtet, wie es Gerd Winterfeld auf seiner Internetseite beschreibt: „In Deutschland klauen sie die Kirschen, auf den Philippinen fressen sie uns die Bananen weg!“ Auch die Zeitschrift Erwachet! berichtete, dass Blaumeisen und elf weitere Vogelarten Milchwagen überfielen; „als in einer Schule … einmal 300 Milchflaschen angeliefert wurden, hatten die Blaumeisen schon 50 Flaschen aufgehackt, ehe der Hausmeister sie ins Haus schaffen konnte“ (Ausgabe vom 8. Juli 1972, Seiten 20, 22).

Gott sorgt also für die Vögel, indem er ihnen erlaubt, Nahrungsmittel von Menschen zu stehlen. Genau so sorgt er daher auch für Christen, die den Rat seines Mitteilungskanals beachten und ihre weltliche Arbeit aufgeben bzw. verringern. Im Predigtdienst bietet sich reichlich Gelegenheit, Obst und Gemüse aus den Gärten der Wohnungsinhaber zu stehlen, insbesondere bei denen, die nicht zu Hause sind. Bei verschlossenen Gartentüren können wir uns auch die Blaumeisen zum Vorbild nehmen und uns gewaltsam Zugang verschaffen; es empfiehlt sich daher, immer entsprechendes Werkzeug in der Predigtdiensttasche zu haben.

In einigen Ländern verbietet das weltliche Gesetz, Lebensmittel von Ungläubigen zu stehlen. Doch vergessen wir nie: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:29). Sollten wir tatsächlich festgenommen und vor Gericht gestellt werden – wie von Jesus vorhergesagt – können wir uns auf die Religionsfreiheit berufen, die in den meisten Staaten inzwischen durch die Verfassung garantiert wird (Matthäus 10:17).

Erkennen wir Jehovas Weisheit in dieser Vorkehrung? Die Weltmenschen werden ohnehin „bald vernichtet“; danach gehört ihr ganzer Besitz sowieso Jehovas Zeugen (Der Wachtturm, 15. Mai 2006, Seite 5). Daher erlaubt Gott uns schon jetzt, sozusagen einen Vorschuss von unserer Beute in Empfang zu nehmen. Sind wir nicht dankbar für diese liebevolle Vorkehrung?

 

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