Von Gottes wunderbarer Schöpfung lernen

Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, November 2008

Schon der treue Hiob empfahl: „Frag doch bitte die Haustiere, und sie werden dich unterweisen“ (Hiob 12:7). Später gab der weise Salomo den Rat: „Geh zur Ameise, … sieh ihre Wege, und werde weise“ (Spr. 6:6). Ja, die ganze Schöpfung zeugt von der Weisheit Jehovas und dient uns als Anleitung. Wie können wir die „Haustiere“, die „Ameise“ und andere Tiere in unserem Leben nachahmen?

Im Predigtdienst

Eines der beliebtesten „Haustiere“ ist der Hund. Was können Christen von ihm lernen? Beachten wir, was auf der Internetseite der Tierschutzorganisation PETA gesagt wird: „Manchen Hunden macht es nichts aus, von Haus zu Haus zu ziehen“. Auch uns darf es ‚nichts ausmachen, von Haus zu Haus’ verspottet und angefeindet zu werden. Nein, vielmehr schätzen wir dieses großartige Vorrecht, das uns als Diener des wahren Gottes kennzeichnet.

Wir sollen jedoch nicht nur in den Predigtdienst, sondern auch „zur Ameise“ gehen. Die Blattschneiderameise trägt keine ganzen Blätter mit sich herum, sondern nur kleine Teile, die sie herausgebissen hat. Wir können sie im Predigtdienst nachahmen, indem wir keine ganzen Bücher mitnehmen, sondern nur einzelne Seiten daraus. Das wird uns helfen, länger im Predigtdienst zu stehen – im Idealfall ununterbrochen bis zu unserem Tod, so wie einige Ameisenarten ohne Ruhepausen bis zu ihrem Tod arbeiten.

Wenn der Elefant durch den Dschungel läuft, trompetet er oft und erreicht dabei Lautstärken über 100 Dezibel. Wir können ihn nachahmen, indem wir mit dem Auto durch unser Gebiet fahren und dabei ununterbrochen hupen, bevor wir mit dem Predigtdienst beginnen. Die Autohupe erzeugt nicht nur einen ähnlichen Ton wie der Elefant, sondern erreicht auch eine ähnliche Lautstärke.

Gerade, wenn wir schon früh am Morgen im Gebiet ankommen, ist das eine hervorragende Möglichkeit, die Aufmerksamkeit der Leute auf uns zu ziehen. Auch die Zahl der NH-Adressen durch schlafende Wohnungsinhaber kann dadurch verringert werden.

Doch auch von der Hausmaus können wir lernen. In ihrem Revier hinterlässt sie überall, wohin sie kommt, ihre Duftmarke. Wie sieht es mit unserem „Revier“, dem uns zugeteilten Predigtdienstgebiet, aus? Hinterlassen auch wir in jedem Haus unsere „Duftmarke“ in Form von Zeitschriften, Broschüren und Traktaten?

Mäuse und andere Tiere suchen die markierten Stellen regelmäßig wieder auf, um die Duftmarken zu erneuern. Dieses Verhalten sollten wir ebenfalls imitieren, indem wir regelmäßig Rückbesuche machen.

Falls man in einem Haus nicht auf uns hören will, wäre es gut, den Wolf nachzuahmen, indem wir anfangen zu heulen. Weinen wir laut über den Wohnungsinhaber, weil dieser in greifbarer Nähe in Harmagedon vernichtet werden wird. Vielleicht lässt er sich dadurch umstimmen.

Doch unser Ziel ist natürlich, dass die Menschen uns zuhören und wir mit ihnen ein Heimbibelstudium durchführen können. Interessanterweise wurden solche Menschen schon in Unserem Königreichsdienst vom Oktober 1957 mit Beutetieren verglichen. Damals wurde den Verkündigern geraten: „Du [musst] ein fähiger, tüchtiger Jäger sein. … Jäger gehen oft gemeinsam zu Werke, … um ihre Beute aufzuscheuchen. Sie sorgen dafür, dass nichts entwischen kann. Genauso sollten die Verkündiger … arbeiten.“

Wenn wir einen solchen Wohnungsinhaber gefunden haben, der sich auf ein Heimbibelstudium einlässt, sollten wir unbedingt das Krokodil nachahmen. Die Encyclopaedia Wikipedia sagt über Krokodile: „Haben sie ein Opfer erbeutet, ziehen sie es unter Wasser“. Genau das Gleiche müssen wir mit dem Wohnungsinhaber tun, indem wir ihn zur Taufe führen.

Bei der „Jagd“ auf Wohnungsinhaber nehmen wir uns auch den Löwen zum Vorbild. Über ihn heißt es nämlich in der Encyclopaedia Wikipedia: „Die Männchen des Rudels beteiligen sich in der Regel nur in Ausnahmefällen an der Jagd“. Meistens jagen die Weibchen, während die Männchen schlafen. Männer in der Versammlung „schlafen“ zwar nicht buchstäblich, aber sie verbringen viel Zeit mit Hirtenbesuchen, Vorträgen und anderen organisatorischen Tätigkeiten, während die „Verkündigerinnen … ein großes Heer“ sind (Psalm 68:11). Ja, Frauen tragen den Hauptanteil an der „Jagd“, am Predigt- und Lehrwerk.

In der Versammlung: Das Flusspferd ist wahrscheinlich der biblische „Behemoth“, der als „der Anfang der Wege Gottes“ bezeichnet wird. Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia gibt es bei Flusspferden eine „dauerhafte Beziehung … zwischen der Mutter und ihrem Nachwuchs“. Und „Jehovas Organisation ist wie eine Mutter zu uns“, wie es im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1998 heißt. Wir müssen daher auch eine „dauerhafte Beziehung“ zur Organisation aufbauen, die durch nichts und niemanden gestört werden darf – weder durch unerfüllte Hoffnungen noch durch ‚neues Licht’.

Auch vom Hahn können wir lernen. Oft steht er auf dem Misthaufen und kräht. In vergleichbarer Weise ist unsere Organisation „hoch erhaben“ über die „mistigen Götzen“ der anderen Religionen (Psalm 47:9; Hesekiel 6:4). Wie der Hahn sollten wir unsere Mitmenschen das wissen lassen!

Doch auch das Schwein gehört zu Gottes wunderbarer Schöpfung. Wie die Encyclopaedia Wikipedia schreibt, sind Schweine „meist in der Nähe von Gewässern zu finden“ (vgl. Mat. 8:32). Gleichfalls sollten auch wir uns bevorzugt dort aufhalten, wo „Wasser des Lebens“ verteilt wird, nämlich in den Zusammenkünften. Ahmen wir dabei das Krokodil nach, das „50 volle Mahlzeiten im Jahr“ zu sich nimmt, indem wir auch in allen 50 Wochen, in denen kein Kongress stattfindet, das „volle“ Programm der fünf Zusammenkünfte in uns aufnehmen.

In Bezug auf unsere geistige Ernährung können wir besonders viel von den Tieren lernen, beispielsweise vom Koala. „Koalas ernähren sich fast ausschließlich von Blättern und Rinde sowie Früchten ganz bestimmter Eukalyptusarten“ (Encyclopaedia Wikipedia). Wir sollten uns in geistiger Hinsicht „ausschließlich von Blättern“ der Veröffentlichungen des ‚treuen und verständigen Sklaven’ ernähren (Matthäus 24:45).

Ein hervorragendes Vorbild gibt uns die Kuh. Sie ist ein Wiederkäuer; die aufgenommene Nahrung durchläuft vier Mägen. Ahmen wir sie nach, indem wir die geistige Speise im Wachtturm auch viermal ‚durchkauen’ – beim ersten Lesen, beim Vorstudieren, in Wachtturm-Studium und hinterher beim Nachsinnen.

Wenn wir mit Brüdern konfrontiert werden, die Zweifel an gewissen Lehren der Organisation äußern, sollten wir uns den Esel zum Vorbild nehmen. Seine sprichwörtliche Sturheit ist genau das, was wir in so einer Situation brauchen. Halten wir stur wie ein Esel an den durch Gottes Mitteilungskanal geoffenbarten Wahrheiten fest, bis sie vom ‚treuen und verständigen Sklaven’ durch ‚neues Licht’ ersetzt werden!

Im Privatleben

Schon in jungen Jahren können wir eines der wunderbarsten Geschöpfe Gottes nachahmen, nämlich das Schaf. In der Bibel werden Christen oft mit Schafen verglichen; Jesus bezeichnete seine Jünger als „meine Schafe“ (Johannes. 10:14). Und „Schafe stehen seit alters her in dem Ruf, dumm und furchtsam zu sein“ (Encyclopaedia Wikipedia). Um genauso dumm wie Schafe zu sein, sollten wir nur „das gesetzlich geforderte Mindestmaß“ an Schulbildung absolvieren und so früh wie möglich den Vollzeitdienst aufnehmen, ohne unsere besten Jahre für eine Berufsausbildung zu vergeuden.

Wie können Christen die Ziege nachahmen? Ziegen sind für ihren heftigen Gestank bekannt. Gerade gutaussehende junge Christen sollten sich diesen Trick zunutze machen, um unmoralischen Angeboten aus dem Weg zu gehen. Sich mit frischem Mist einzureiben oder mehrere Knoblauchzehen täglich zu essen wäre eine gute Möglichkeit, von der Weisheit der Tiere zu profitieren.

Wenn wir verheiratet sind und eine Familie haben, sollten wir den Hahn nachahmen. Er kräht jeden Tag früh am Morgen, um seine Familie aufzuwecken und zu versammeln. Wecken wir jeden Morgen unsere Angehörigen, um gemeinsam den Tagestext zu betrachten?

Wenn wir auf der Straße unterwegs sind, sollten wir wie das Känguru immer einen Beutel dabeihaben, der mit Traktaten und Broschüren gefüllt ist. So können wir jede Gelegenheit zum Zeugnisgeben ergreifen. Doch es kann auch vorkommen, dass wir unerwartet einem Abtrünnigen begegnen; in diesem Fall wäre es angebracht, den Hasen nachzuahmen und blitzschnell wegzurennen.

Sind wir nicht von tiefer Ehrfurcht ergriffen, wenn wir über Jehovas wunderbare Schöpfungswerke nachdenken? Mögen wir uns immer wieder fragen, wie wir sie noch besser nachahmen und uns ihre Weisheit zunutze machen können.

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