Die Prophezeiung Sacharjas – Licht für alle Zeugen Jehovas

Nachdruck aus Erbrechet!, Juni 2010

„Was eure Väter betrifft, wo sind sie? Und was die Propheten betrifft, lebten sie auf unabsehbare Zeit weiter?“ (Sacharja 1:5)

Erforscher der Bibel sind seit jeher fasziniert von Prophezeiungen. Eine solche ist das Buch Sacharja, das vom gleichnamigen Propheten im 6. Jahrhundert v. u. Z. verfasst wurde. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es sich direkt vor unseren Augen erfüllt, dass es aber auch die nahe Zukunft vorhersagt.

Gleich zu Beginn wird deutlich, um welche Personengruppe sich das Buch dreht. Ein Engel erklärt in Bezug auf die Hauptpersonen: „Diese sind es, die Jehova ausgesandt hat, um auf der Erde umherzugehen“ (Sacharja 1:10). Sie selbst bestätigen das und sagen: „Wir sind auf der Erde umhergegangen“ (Sacharja 1:11). Es handelt sich eindeutig um Personen, die im Auftrag Jehovas ‚auf der Erde umhergehen‘ – Jehovas Zeugen.

Predigtdienst

Tatsächlich ist der Predigtdienst das Hauptmerkmal von Jehovas Zeugen (siehe z. B. Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1998, Seite 108). Sacharja beschreibt, wie sie dabei vorgehen: „Siehe, da waren vier Wagen. … Am ersten Wagen waren rote Pferde und am zweiten Wagen schwarze Pferde. Und am dritten Wagen waren weiße Pferde und am vierten Wagen gefleckte, gescheckte Pferde“ (Sacharja 6:1-3). Die meisten Zeugen Jehovas fahren mit ihrem „Wagen“ ins Predigtdienstgebiet; wenn man auch heute keine Pferdewagen mehr verwendet, so wird die Leistung der Automoren doch immer noch in „Pferdestärken“ (PS) angegeben. Wie man früher auf verschiedenfarbigen Pferden ritt, so fahren Jehovas Zeugen heute verschiedenfarbige Autos.

Die Verkündiger bearbeiten verschiedene Gebiete: „Die schwarzen Rosse ziehen nach Norden, die weißen ziehen nach Westen und die scheckigen ziehen nach Süden“ (Sacharja 6:6, Luther). Hier beschreibt der Prophet treffend, wie sich die Verkündiger nach dem Predigtdiensttreffpunkt aufteilen und in ihre Zuteilungen fahren.

Eine Gruppe tut sich allerdings besonders hervor: „Was die gescheckten betrifft, sie sollen ausziehen und ständig suchen, wohin sie gehen sollen, um auf der Erde umherzuziehen. … Und sie begannen auf der Erde umherzuziehen“ (Sacharja 6:7). Diese Verkündiger gehen nicht einfach einmal pro Woche in den Predigtdienst, sondern sie ‚suchen ständig, wohin sie gehen sollen‘. Es handelt sich offensichtlich um die Pioniere und Missionare, für die der Predigtdienst eine Vollzeitbeschäftigung ist. Oft haben sie wenig Geld und müssen alte, zusammengeflickte Autos fahren, die ein wenig an gescheckte Pferde erinnern.

Viele Menschen schlafen noch, wenn Jehovas Zeugen bei ihnen klingeln. So ging es auch Sacharja; er berichtet: „Der mit mir redete, … weckte mich auf gleich einem Mann, der aus seinem Schlaf aufgeweckt wird“ (Sacharja 4:1). Doch nicht damit zufrieden, den Hausherrn aus dem Schlaf gerissen zu haben, sagte der Verkündiger in seiner Vision weiter: „Ich will deine Söhne wecken!“ (Sacharja 9:13). Wirklich eine passende Beschreibung von Jehovas Zeugen, die bei diesen morgendlichen Besuchen ausgerechnet die Zeitschrift „Erwachet!“ anbieten!

Organisationsstruktur

Auch die hierarchische Struktur der Zeugen Jehovas wird in der Prophezeiung genau beschrieben. Zunächst erwähnt Sacharja die unterste Ebene: „Siehe, da waren vier Hörner“ (Sacharja 1:18). Schafe haben zwei Hörner; somit stehen die „vier Hörner“ für zwei „andere Schafe“ (Johannes 10:16). Sie stellen die Gesamtzahl aller Zeugen Jehovas dar, die zur „großen Volksmenge“ gezählt werden (Offenbarung 7:9).

Auch die andere Gruppe von Zeugen Jehovas wird erwähnt, die den „anderen Schafen“ übergeordnet ist. Sacharja erklärt: „Was bedeuten diese zwei Olivenbäume auf der rechten Seite des Leuchters und auf seiner linken Seite? … Dies sind die zwei Gesalbten“ (Sacharja 4:11, 14). Die „Gesalbten“, die bis zum Wachtturm vom 15. Juli 2013 den ‚treuen und verständigen Sklaven‘ bildeten, stehen auf der rechten und auf der linken Seite „des Leuchters“ – der Stelle, an der das „neue Licht“ und die andere „geistige Speise“ entsteht (Der Wachtturm, 1. März 2004, Seite 10).

Wieso werden die Gesalbten mit Olivenbäumen verglichen? Der Prophet Joel „gebrauchte Olivenöl als Veranschaulichung für … Wohlstand“ (Der Wachtturm, 1. März 1993, Seite 24). Obwohl viele der „Gesalbten“ scheinbar arm sind, werden sie doch von den „anderen Schafen“ in Ehren gehalten und auch großzügig mit Spenden unterstützt. Doch „Olivenbäume“ waren in Israel auch eine Hauptquelle für Fett; somitPhoto-Drama der Schöpfung deutet der Text auch an, dass viele Gesalbte übergewichtig sind.

Außer den „anderen Schafen“ und den „Gesalbten“ gibt es jedoch noch jemanden, der in der Wachtturm-Organisation eine Rolle spielt. Sacharja berichtet über den Engel, der ihm die Vision mitteilte: „Er ging daran, mir Josua, den Hohenpriester, zu zeigen, … und Satan, der zu seiner Rechten stand“ (Sacharja 3:1). Da im alten Israel der Hohepriester der Mittler zwischen Gott und Menschen war, steht ‚Josua, der Hohepriester‘ für die Leitende Körperschaft, die als Vertreter des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ vorgibt, „Gottes Mitteilungskanal“ zu sein. In Wirklichkeit wird sie jedoch von Satan, dem Teufel, geleitet, wie aus Sacharjas Prophezeiung eindeutig hervorgeht.

Saalbau

Auch die weltweite Saalbautätigkeit der Zeugen Jehovas wurde von Sacharja vorhergesagt. Er erklärte: „Überdies zeigte Jehova mir vier Handwerker“ (Sacharja 1:20). Da die Wachtturm-Organisation keine Rücksicht auf ihre Bauhelfer nimmt und auch bei schlechtem Wetter bauen lässt, sagte Sacharja über die Arbeiter: „Sie sollen wie starke Männer werden, die … im Schlamm der Straßen stampfen“ (Sacharja 10:5).

Nur durch Gottes Geist war es Sacharja möglich, sogar die Arbeitsbedingungen bei den Saalbaueinsätzen der Wachtturm-Gesellschaft genau vorherzusagen. Er sagte, in „jenen Tagen wurde nicht veranlaßt, daß es Lohn für die Menschen gab; … so etwas gab es nicht“ (Sacharja 8:10). Tatsächlich erhalten die Bauhelfer keinen Lohn, obwohl die errichteten Gebäude nachher der Wachtturm-Gesellschaft oder einer ihrer Rechtskörperschaften gehören.

Da Verantwortung oft nach „Geistiggesinntsein“ oder Geschlecht, aber nicht nach Fähigkeit vergeben wird, ist auch Streit auf der Baustelle vorprogrammiert. Daher fügte Sacharja noch hinzu: „Für den Hinausgehenden und für den Hineingehenden gab es keinen Frieden“ (Sacharja 8:10).

Zur Zeit Sacharjas gab es noch keine Leuchtstoffröhren. Gottes Geist veranlasste ihn, trotzdem folgendes über die von Jehovas Zeugen gebauten Königreichssäle vorherzusagen: „Seine sieben Lampen sind darauf, ja sieben; und die Lampen, die oben darauf sind, haben sieben Röhren“ (Sacharja 4:2). Tatsächlich sind fast alle Königreichssäle mit Leuchtstoffröhren ausgestattet, und die Zahl Sieben steht für die Gesamtzahl aller Lampen im Gebäude.

Weitere Einzelheiten

Sacharja sagte noch weitere Details über die Methoden der Wachtturm-Organisation vorher. Beispielsweise erklärte er: „Siehe, der Stein, den ich vor Josua gelegt habe! Auf dem einen Stein sind sieben Augen. … Diese sieben sind die Augen Jehovas. Sie schweifen umher auf der ganzen Erde“ (Sacharja 3:9; 4:10). Augen stehen für Beobachtung und Überwachung; die „sieben Augen“ stellen somit dar, dass Jehovas angebliche Organisation das Leben ihrer Anhänger vollständig überwacht. Besonderer Wert wird natürlich auf den Einsatz im Predigtdienst gelegt, und hier sammelt die Wachtturm-Organisation buchstäblich Berichte von „der ganzen Erde“ ein (Der Wachtturm, 15. Juni 1990, Seite 29).

In neuerer Zeit werden diese Berichte meistens nicht mehr per Post verschickt, sondern über das Internet eingegeben. Die Daten werden dabei über Kupferkabel übertragen, und auch das sah Sacharja voraus, denn in der Nähe der Verkündiger sah er „Kupferberge“  (Sacharja 6:1). Auch zur Verteilung der Zeitschriften wird vermehrt das Internet mit seinen Kupferkabeln benutzt.

Jehovas Zeugen verlangen, „daß man die Gesamtheit der wahren Lehren der Bibel akzeptiert, einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten“ (Der Wachtturm, 1. April 1986, Seite 31). Eine solche Lehre, „die nur Jehovas Zeugen vertreten“, wurde von Sacharja ebenfalls imagevorhergesagt. Er prophezeite über die Zeit, in der Jehovas Zeugen die Weltbühne betraten: „An jenem Tag wird sich Jehova als einer erweisen“ (Sacharja 14:9). Bis dahin betrachtete man Jehova als dreieinigen Gott, doch Jehovas Zeugen glauben, er sei nur „einer“. Da sie nicht mit Jehovas Zeugen in Verbindung gebracht werden wollten, hörten die meisten Christen auf, den Namen „Jehova“ zu gebrauchen. Heute denken die Leute bei dem Namen „Jehova“ nicht mehr an den dreieinigen Gott der Christenheit, sondern an den nichtdreieinigen Gott der Zeugen Jehovas.

Nutzen Anhänger aus

Sacharja erklärt, wie Glieder der Leitenden Körperschaft und andere „Gesalbte“ sich ankündigen, wenn sie sich unter die gewöhnlichen „anderen Schafe“ begeben: „Siehe! Dein König selbst kommt zu dir. Er ist gerecht, ja gerettet, demütig“ (Sacharja 9:9). Tatsächlich, die „Gesalbten“ behaupten, dass sie „‘als Könige über die Erde regieren‘ werden“ (Der Wachtturm, 15. April 1992, Seite 17). Sie erklären auch, im Gegensatz zu den anderen Schafen bereits „gerechtgesprochen“ und damit quasi „gerettet“ zu sein (Der Wachtturm, 15. Januar 2008, Seite 21). Schließlich tun sie auch so, als wären sie „demütig“, indem sie sich „Sklave“ nennen (obwohl sie sich eigentlich wie ein Herr benehmen).

Sacharja sagt weiter über die „Gesalbten“, sie seien „auf einem Esel reitend, ja auf … dem Sohn einer Eselin“ (Sacharja 9:9). In der Tat machen die meisten Gesalbten, insbesondere die in Führungspositionen, es sich in ihren Bethelheimen bequem, während sie das mühevolle Predigtwerk von eselgleichen „anderen Schafen“ durchführen lassen. Viele solche „Esel“ sind nicht als Erwachsene Zeugen Jehovas geworden, sondern ihre Eltern waren bereits Zeugen Jehovas – sie sind somit quasi „Sohn einer Eselin“. Nicht umsonst fragte die Wachtturm-Gesellschaft selbst: „Was wären wir nur ohne Esel?“ (Erwachet!, Dezember 2006, Seite 26).

Was wären wir nur ohne Esel?Die „Esel“ – die anderen Schafe – haben auch finanzielle Einbußen. „Das Vermögen aller Nationen ringsum wird gewiß gesammelt werden, Gold und Silber und Kleider in ausnehmend großer Menge“ (Sacharja 14:14). Tatsächlich spenden die eselgleichen Verkündiger Geld – das neuzeitliche „Gold und Silber“ – an die Wachtturm-Gesellschaft; deren Veröffentlichungen erwähnen ausdrücklich die „großzügigen Spenden der Zeugen Jehovas in der ganzen Welt“ (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1970, Seite 48).

Doch außer den Spenden haben Jehovas Zeugen noch andere Ausgaben. Tatsächlich haben alle Zeugen Jehovas „Kleider in ausnehmend großer Menge“ in ihren Schränken, damit sie „zu allen Zusammenkünften … ordentlich und passend gekleidet … erscheinen“ können (Der Wachtturm, 1. Juni 1989, Seite 20). Die australische Autorin Jan Groenveld schrieb: „Du bist vermutlich ein Zeuge Jehovas, wenn du deinen Lebensunterhalt mit Fensterputzen verdienst und trotzdem fünf Anzüge im Schrank hängen hast.“ Wie auf einer Internetseite zu lesen ist, kann der Anspruch einer Zeugin Jehovas, ihre Zugehörigkeit zu Gottes ‚auserwähltem Volk‘ durch ihre Kleidung zum Ausdruck zu bringen, sogar „in Stress und Konkurrenzkampf ausarten“ und „kostet viel Zeit, Kraft und Geld“ (Die Kleiderordnung der Zeugen Jehovas).

Zuweilen führt diese Situation zu seltsamen Anblicken. Sacharja prophezeite über einen Zeugen Jehovas: „Es ergab sich, daß er mit beschmutzten Kleidern bekleidet war“ (Sacharja 3:3). In vielen Versammlungen kann man in der Tat beobachten, dass sich einige Verkündiger zwar formell an die Kleidervorschriften halten – die Männer tragen also Anzüge und Krawatten, die Frauen Röcke oder Kleider – dass sie aber nicht merken, dass ihre Kleidung schmutzig oder kaputt ist, nicht richtig passt oder farblich nicht harmoniert. Dazu tragen auch die Ältesten bei, die jeden Bruder akzeptieren, solange er eine Krawatte trägt (egal, wie schmutzig und unordentlich seine Kleidung ansonsten ist), aber jede Schwester mit einem noch so ordentlichen Hosenanzug scharf zurechtweisen.

Vielleicht spenden nicht alle Anhänger der Wachtturm-Gesellschaft Geld an diese, aber von der Kleiderordnung und den damit verbundenen Ausgaben sind „alle Zeugen Jehovas“ betroffen (Der Wachtturm, 15. November 1989, Seite 14). Sacharja bezeichnet das krankhafte Streben nach „wohlgeordneter Kleidung“ als „schlagartige Plage“ und erklärt: „So wird sich die schlagartige Plage des Pferdes, des Maultiers, des Kamels und des Esels … erweisen“ (Sacharja 14:15). Es betrifft wirklich alle Verkündiger, die man – je nach ihrem Charakter – als ‚Pferde, Maultiere, Kamele oder Esel‘ bezeichnen kann.

Wasser des Lebens?

Nun erklärt Sacharja, welche Wirkung das Geschreibsel der Wachtturm-Gesellschaft auf Menschen außerhalb der Organisation hat: „Es wird nicht Tag sein, noch wird es Nacht sein; und es soll geschehen, daß es zur Abendzeit hell werden wird. Und es soll geschehen an jenem Tag, daß lebendige Wasser von Jerusalem ausgehen werden, die Hälfte davon zum östlichen Meer und die Hälfte davon zum westlichen Meer. Im Sommer und im Winter wird es geschehen“ (Sacharja 14:7, 8).

Hier vergleicht Sacharja das angebliche „Wasser der Wahrheit“, das Jehovas Zeugen austeilen, mit dem buchstäblichen ‚lebendigen Wasser‘ oder „Wasser des Lebens“. Dieser Ausdruck wird traditionell auf Wodka angewandt, und Wodka wird in großen Mengen aus Russland „zum östlichen Meer und … zum westlichen Meer“, d. h. in alle Himmelsrichtungen, exportiert, und zwar „im Sommer und im Winter“. Russland liegt auch teilweise nördlich des Polarkreises, wo es im Winter „nicht Tag“ wird, im Sommer aber nicht „Nacht“ wird, sondern „zur Abendzeit hell“ ist.

imageIm übertragenen Sinne wird heute geistiger Wodka aus Brooklyn, dem gegenbildlichen „Jerusalem“, in die ganze Welt exportiert. Die Schriften der Wachtturm-Gesellschaft machen ihre Leser geistig betrunken; dieser geistige Alkohol „stumpft die Sinne ab, so daß das Urteilsvermögen beeinträchtigt wird und man sein Denkvermögen nicht mehr in der Gewalt hat“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 1975, Seite 596). Wer sich zu viel damit beschäftigt, lässt sich eines Tages vielleicht sogar auf ein „Bibelstudium“ mit Jehovas Zeugen ein und wird schließlich auch von der ‚schlagartigen Plage‘ befallen (Sacharja 14:15).

Sacharja bestätigt diesen Gedanken, denn er sah „eine fliegende Buchrolle“ und erklärte: „Dies ist der Fluch, der über die Oberfläche der ganzen Erde ausgeht“ (Sacharja 5:2, 3). Wie ‚fliegende Buchrollen‘ breiten sich neue Wachtturm-Ausgaben in Windeseile „über die Oberfläche der ganzen Erde“ aus und werden zu einem „Fluch“ für alle, die an ihren Inhalt glauben.

Bosheit

In einer weiteren Vision sah Sacharja ein anderes, bedeutendes Merkmal von Jehovas Zeugen. Er erzählt: „Es ist eine Tonne, die da erscheint. … Als der Bleideckel angehoben wurde, kam eine Frau zum Vorschein, die in der Tonne saß“ (Sacharja 5:6, 7, Neues Leben). Wer ist diese geheimnisvolle Frau in der Tonne? Ein Engel erklärte Sacharja: „Das ist ihr Aussehen auf der ganzen Erde. … Dies ist die Bosheit“ (Sacharja 5:6, 8).

Wieso wird die „Bosheit“ durch eine „Frau“ dargestellt? Zu allen Zeiten betrachteten Anbeter Gottes die Frauen als Ursache des Bösen. In den Spätschriften des Alten Testaments heißt es: „Aus einer Frau kommt Bosheit hervor, ebenso wie aus einem Kleidungsstück Motten. Selbst die Schlechtigkeit eines Mannes ist immer noch besser als die Güte einer Frau“ (Jesus Sirach 42:13, 14, Gute Nachricht). Jahrhunderte später schrieb Papst Pius II: „Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!“

Jehovas Zeugen vertreten ebenfalls die Ansicht, dass die Bosheit im Wesentlichen von Frauen ausgeht. Sie schrieben beispielsweise: „Unter jenen Christen [im 1. Jahrhundert] gab es ‚das Weib Isebel‘ – wahrscheinlich eine Gruppe von Frauen mit Wesenszügen, wie sie die böse Königin Isebel aus dem Zehnstämmekönigreich Israel hatte. … Lassen wir nicht zu, dass eine selbst ernannte Prophetin andere in der Christenversammlung beeinflusst!“ (Der Wachtturm, 15. Mai 2003, Seite 16). Bei anderer Gelegenheit ermahnten sie Frauen: „Gottgefällige Frauen hüten sich davor, wie Isebel oder ihresgleichen zu sein“ (Der Wachtturm, 15. September 1997, Seite 18).

Jeder, der einige Zeit mit Jehovas Zeugen verbracht hat, weiß, dass die „Bosheit“ auch in ihren Versammlungen im Überfluss vorhanden ist. Natürlich ist das nicht nur auf die Frauen zurückzuführen – aber die Wachtturm-Literatur wird von Männern geschrieben oder zumindest überprüft. Daher werden dort auch weiterhin Frauen als Ursache des Bösen dargestellt: „Christliche Frauen sollten ihren Männern untertanimage sein. … Außerdem sollten sie in der Versammlung die ernannten Ältesten respektieren, die ausnahmslos Männer sind. … Das öffentliche Lehren in der Versammlung sollten die christlichen Frauen diesen ernannten ‚älteren Männern‘ überlassen und sich davor hüten, diesen Lehrern öffentlich zu widersprechen. … Jeder unangebrachte weibliche Einfluß in einer Versammlung würde eine Verurteilung durch Christus nach sich ziehen“ (Der Wachtturm, 1. September 1986, Seite 16).

Sacharja prophezeite in Bezug auf den „König“, die „gesalbte“ Führungselite der Zeugen Jehovas: „Er wird tatsächlich Frieden reden zu den Nationen; und seine Herrschaft wird von Meer zu Meer sein und vom Strom bis an die Enden der Erde“ (Sacharja 9:10). Tatsächlich reden Jehovas Zeugen „Frieden … zu den Nationen“ – sie erzählen ständig von einer „friedlichen neuen Welt“ (Leben in einer friedlichen Neuen Welt, Titelseite). Doch in Wirklichkeit herrschen sie „von Meer zu Meer“, und „die Bösen sind … das Meer“ (Jesaja 57:20). Sie herrschen also über „die Bösen“ in den Versammlungen der Zeugen Jehovas.

Außerdem ist die „Herrschaft“ der Leitenden Körperschaft „vom Strom bis an die Enden der Erde“ – was bedeutet das? Der „Strom“ ist zweifellos der Euphrat in Babylonien, was beweist, dass auch die Wachtturm-Gesellschaft ein Teil ‚Babylons der Großen‘ ist (Offenbarung 14:8). Joseph F. Rutherford, ein bekannter Richter, machte deutlich, wer hinter diesem „Strom“ steckt: „Satan, der Teufel, dargestellt als großer Drache, … sprach: ‚Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht‘“ (Licht, Band 1, Seite 298). Außerdem herrscht die Wachtturm-Gesellschaft „bis an die Enden der Erde“, und die Bibel sagt: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ (1. Johannes 5:19). Der „treue und verständige Sklave“ ist also selbst derjenige, „der böse ist“, arbeitet mit Satan zusammen und herrscht über ein Volk von Bösen.

Würde es irgendwann ein Ende der Bosheit in der Versammlung geben? Sacharja „sah, wie zwei Frauen erschienen, deren Flügel vom Wind getragen wurden, … und sie trugen die Tonne zwischen Himmel und Erde davon. ‚Wo bringen sie die Tonne hin?‘ … ‚Ins Land Schinar, um ihr einen Tempel zu errichten und sie auf ein Podest zu stellen‘“ (Sacharja 5:9-11, Neues Leben). Die „Bosheit“ würde also nicht vergehen, sondern im „Land Schinar“ – wo sich „Babylon die Große“ befindet – sollte ihr sogar ein eigener Tempel errichtet werden. Ja, alle falschen Religionen – Jehovas Zeugen eingeschlossen – würden sich im Hervorbringen von Bosheit besonders hervortun.

Der Zustand offenbargemacht

Der schlechte geistige Zustand der Wachtturm-Organisation bleibt nicht für immer verborgen. Gott sagt: „Ich [will] deine Gefangenen aus der Grube heraussenden, in der kein Wasser ist, … ihr Gefangenen der Hoffnung“ (Sacharja 9:11, 12). Jehovas Zeugen sind wirklich ‚Gefangene der Hoffnung‘ auf eine imageneue Welt, die nie kommt. Doch da sich alle bisherigen Vorhersagen der Wachtturm-Gesellschaft nicht erfüllt haben, werden einige Zeugen Jehovas „desillusioniert oder müde, noch länger auf Harmagedon zu warten“ (Der Wachtturm, 1. Januar 1998, Seite 9). Sie merken, dass die „anderen Schafe“, zu denen sie sich zählen, eine „zur Tötung bestimmte Kleinviehherde sind, d. h. dass sie vor Harmagedon sterben werden, „obwohl sie nicht für schuldig gehalten werden“ (Sacharja 11:4, 5).

Einzelne erkennen, dass im Wachtturm in geistiger Hinsicht „kein Wasser ist“, sondern Wodka, der die Leser trunken macht (Sacharja 14:7). Zu ihnen spricht Gott durch Sacharja: „Lauf! … Heda! Heda! Flieht denn! … Entrinne, die du bei der Tochter Babylon wohnst. … Bewahre Schweigen“ (Sacharja 2:4, 6, 7, 13). Durch ihre unbiblischen Lehren und ihre Zusammenarbeit mit der UNO und anderen politischen Einrichtungen haben sich Jehovas Zeugen zu einem Teil ‚Babylons der Großen‘ gemacht (Offenbarung 14:8). Wer das erkannt hat, sollte nicht länger ‚bei der Tochter Babylon wohnen‘, indem er ein Teil der Wachtturm-Organisation bleibt, sondern ‚laufen, fliehen und entrinnen‘. Er sollte „schweigen“, statt weiterhin die „Gute [Vernichtungs]botschaft“ zu predigen.

Außerdem ermuntert Sacharja solche Personen: „Das Fasten des vierten Monats und das Fasten des fünften Monats und das Fasten des siebten Monats und das Fasten des zehnten Monats wird image… zum Frohlocken und zur Freude und zu guten Festzeiten werden“ (Sacharja 8:19). Natürlich ist hier ein geistiges „Fasten“ gemeint; es bezieht sich darauf, den Wachtturm nicht mehr zu lesen und sich nicht länger die langweiligen Vorträge in den Zusammenkünften und auf den Kongressen anzuhören. Wer mit dem geistigen Fasten erst einmal anfängt, wird schon nach kurzer Zeit „frohlocken“ und feststellen, was für eine Last von ihm gewichen ist!

Vorväter

Unter denen, die die Wahrheit über die Wachtturm-Gesellschaft erkennen, befinden sich viele Kinder von Zeugen Jehovas. Sacharja wendet sich an sie mit den Worten: „Jehova wurde zornig über eure Väter – und zwar sehr. … Werdet nicht wie eure Väter, denen die früheren Prophetenimage zuriefen, indem sie sprachen: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat …‘“ (Sacharja 1:2, 4). Ihre Väter hörten auf „die früheren Propheten“ – die Schreiber der Wachtturm-Gesellschaft, die Harmagedon für 1914 und 1975 sowie die Auferstehung Abrahams, Isaaks und Jakobs für 1925 vorhersagten. Gott „wurde zornig“ über sie, weil sie sich von solchen Lügenpropheten irreführen ließen und nicht merkten, dass es gar nicht „Jehova der Heerscharen“ war, der das „gesagt hat“, was im Wachtturm stand.

Dann trifft der Prophet den Nagel auf den Kopf, wenn er fragt: „Was eure Väter betrifft, wo sind sie? Und was die Propheten betrifft, lebten sie auf unabsehbare Zeit weiter?“ (Sacharja 1:5). Ja, wo sind die früheren Bibelforscher und Zeugen Jehovas heute? Im Paradies, das 1914, 1925, in den 1940er Jahren, 1975, vor 1995, im 20. Jahrhundert auf der Erde aufgerichtet wurde? Und „was die Propheten betrifft“ – Charles Taze Russell, Joseph F. Rutherford, Nathan H. Knorr (und sein Ghostwriter F. W. Franz) – wo sind sie heute? Herrschen sie vom Himmel aus über die Menschheit? Werden wenigstens ihre Bücher noch gelesen und in Ehren gehalten?

imageGott fordert Kinder von Zeugen Jehovas auf: „Kehrt um!“ (Sacharja 1:3). Auch „Paulus hatte … seine Religion gewechselt, nachdem er festgestellt hatte, daß die ‚Überlieferungen seiner Väter‘ mit den heiligen Schriften nicht übereinstimmten“ (Der Wachtturm, Januar 1971, Seite 37). Das Gleiche sollten alle tun, die als Zeugen Jehovas erzogen wurden.

Sacharja erinnert an anderer Stelle noch einmal an die vielen falschen Vorhersagen der Wachtturmpropheten: „Die, die Wahrsagerei treiben, haben ihrerseits in einer Vision Falschheit geschaut, und wertlose Träume reden sie ständig, und vergeblich versuchen sie zu trösten. … Mit den bockgleichen Führern werde ich Abrechnung halten“ (Sacharja 10:2, 3).

Ja, alle Prophezeiungen in den unzähligen Veröffentlichungen der Zeugen Jehovas haben sich als „Falschheit“, als „wertlose Träume“ erwiesen. „Vergeblich versuchen“ die Ältesten, diejenigen „zu trösten“, die aufgrund dessen enttäuscht sind. Doch Sacharja prophezeite über diese: „Darum werden sie gewiß wegziehen“ (Sacharja 10:2). Viele sind mit den fadenscheinigen „Erklärungen“ nicht zufrieden und verlassen die Organisation.

 

Altes Licht

Gespräche mit den Ältesten

Manche verstehen gleich, dass die Wachtturm-Organisation auf Lügen aufgebaut ist, und verlassen sie einfach. Andere jedoch stören sich nur an einzelnen Punkten und versuchen, mit den Ältesten über ihre Zweifel zu reden. Einige lesen in alten Wachtturm-Publikationen, etwa in den Büchern von Charles Taze Russell und Joseph F. Rutherford oder im Goldenen Zeitalter. Sie sind entsetzt von den Lehren über die Pyramide von Gizeh, der Einstellung zum Krieg, den Erwartungen für 1925 oder den medizinischen Ratschlägen, die damals von Gottes Mitteilungskanal verbreitet wurden, und sagen dann zu den Ältesten: „Kennt ihr nicht die Botschaft, die der Herr durch die früheren Propheten verkündigen ließ?“ (Sacharja 7:7, Luther).

Die Reaktion der Ältesten auf solche Gespräche wurde aber ebenfalls von Sacharja vorhergesagt: „Es soll geschehen an jenem Tag, daß die Propheten beschämt werden, jeder seiner Vision wegen, wenn er prophezeit … zu dem Zweck des Betrügens. Und er wird gewiß sagen: ‚Ich bin kein Prophet‘“ (Sacharja 13:4, 5). Die gleiche Ausrede, die zweifellos von den Ältesten in so einer Situation zitiert wird, gebraucht auch der Führungszirkel der Zeugen Jehovas: „Heute inspiriert Jehova keine Propheten mehr wie in früherer Zeit; stattdessen hat er eine treue Sklavenklasse beauftragt. … Wie wichtig ist für uns daher der Gehorsam gegenüber dem ‚Sklaven‘!“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 2002, Seite 17).

Gott verspottet die Ältesten und fordert sie durch Sacharja auf: „Nimm dir noch die Geräte eines unbrauchbaren Hirten“ (Sacharja 11:15). Da viele Älteste keine feste innere Überzeugung haben, sondern lediglich gute Befehlsempfänger sind, fehlt es ihnen bei Diskussionen mit Zweiflern meistens an Argumenten. Dann nehmen sie „die Geräte eines unbrauchbaren Hirten“ zur Hand, worunter möglicherweise ihre Bücher und die Briefe der Wachtturm-Gesellschaft zu verstehen sind, in denen detaillierte Anweisungen für alle möglichen Situationen gegeben werden.

Vielleicht ist mit den ‚Geräten eines unbrauchbaren Hirten‘ aber auch die Drohung gemeint, die viele Älteste in solchen Gesprächen aussprechen. Sie drohen dem Zweifler mit dem geistigen (und später buchstäblichen) Tod durch den Gemeinschaftsentzug, wenn er mit irgendjemandem über seine Zweifel spricht. Wahrlich imageeine ‚unbrauchbare‘ Maßnahme – welcher liebevolle buchstäbliche Hirte würde ein Schaf töten oder aus der Herde ausschließen?

Spätestens in dieser Situation begreifen viele Zeugen Jehovas, dass die Wachtturm-Gesellschaft ein falscher Prophet ist und dass sie ihr bisheriges Leben an eine Lüge verschwendet haben. Gott sagte durch Sacharja voraus: „An jenem Tag … werde ich jedes Pferd mit Verwirrung schlagen und seinen Reiter mit Wahnsinn“ (Sacharja 12:4). Tatsächlich sind einige ‚verwirrt‘, wenn sie die Wahrheit über die „Wahrheit“ erkennen. Sie wissen nicht so recht, was sie nun tun sollen. Andere werden ‚wahnsinnig‘, wenn ihnen bewusst wird, dass sie ihr ganzes Leben an eine Gruppe seniler Lügner verschwendet haben.

Das Ende naht

Sacharja prophezeite: „Es wird sich erweisen, daß an jenem Tag kein Kanaanter mehr im Haus Jehovas der Heerscharen ist“ (Sacharja 14:21). Der Name „Kanaan“ bedeutet „Kaufmannsland“ oder „Land des Händlers“; die „Kanaaniter“ sind somit Kaufleute, Händler und andereimage gebildete Personen (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 23). Sie alle werden schon bald nicht mehr „im Haus Jehovas“, d. h. im Königreichssaal sein, sondern die Wachtturm-Organisation verlassen haben.

In Kürze wird es in den Königreichssälen so aussehen, wie von Sacharja prophezeit: „Es werden [nur] noch alte Männer und alte Frauen … sitzen“ (Sacharja 8:4). Alle jungen und vernünftigen Leute werden die Gemeinschaft verlassen haben. Die verbleibenden Alten haben vielleicht auch schon erkannt, dass sie irregeführt wurden, aber wollen kein neues Leben mehr beginnen. Lieber lassen sie sich Woche für Woche von den aktuellen Harmagedonvorhersagen einlullen, bis sie friedlich im Tod entschlafen.

Letzter Versuch

Die Leitende Körperschaft wird diese Entwicklung mit großer Sorge betrachten. Die alten Herren werden aber nicht wahrhaben wollen, dass ihre Stunde geschlagen hat, sondern sich gegenseitig mit den Worten trösten: „Es wird noch sein, daß Völker und die Bewohner vieler Städte kommen werden … und sagen: ‚Laßt uns allen Ernstes hingehen, um das Angesicht Jehovas zu besänftigen und Jehova der Heerscharen zu suchen‘“ (Sacharja 8:20, 21). Ja, sie glauben trotzdem, dass es noch eine große Mehrung geben wird.

imageSie fragen sich, was sie falsch machen, so dass die Mehrung ausbleibt. Schließlich werden sie dabei auf den folgenden Bibeltext stoßen: „Es wird in jenen Tagen sein, daß zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen ergreifen, ja sie werden tatsächlich den Rocksaum eines Mannes ergreifen, der ein Jude ist“ (Sacharja 8:23). Diese Prophezeiung wenden sie seit jeher auf sich selbst an: „Dieser Mann, ‚der ein Jude ist‘, … [stellt] den Überrest geistgesalbter Christen dar“ (Der Wachtturm, 15. Februar 2009, Seite 27).

In einer ihrer Besprechungen wird es ihnen wie Schuppen von den Augen fallen: Wie sollen die Leute „den Rocksaum eines Mannes ergreifen“, der ein Zeuge Jehovas ist, wenn Männer bei Jehovas Zeugen überhaupt keine Röcke tragen dürfen? Sofort werden sie einen Wachtturm-Artikel in Auftrag geben, der auf der Grundlage von Sacharja 8:23 eine neue Kleiderordnung einführt. Alle Brüder werden im Predigtdienst Röcke tragen müssen, um den Wohnungsinhabern Gelegenheit zu geben, die Prophezeiung zu erfüllen.

„Dann wird das Ende kommen“

Durch Sacharja ließ Gott vorhersagen: „Ich werde bestimmt alle Nationen gegen Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird tatsächlich eingenommen und die Häuser werden geplündert werden, und die Frauen, sie werden vergewaltigt werden“ (Sacharja 14:2). Ja, „alle Nationen“ werden gegen die Sektenführer aus Brooklyn, dem neuzeitlichen „Jerusalem“, und ihre Anhänger in den verschiedenen Ländern vorgehen. Sie werden diese Organisation verbieten und ihre „Häuser“ – die Bethelheime, Königreichssäle und andere Einrichtungen – ‚plündern‘ und gemeinnützigen Zwecken zuführen.

Inwiefern werden „die Frauen … vergewaltigt werden“? Nicht buchstäblich. Doch „da in der Bibel das Sichenthalten von Blut moralisch auf die gleiche Stufe gestellt wird wie das Sichenthalten von Hurerei, wäre eine Bluttransfusion … dasselbe wie …Vergewaltigung“ (Wie kann Blut dein Leben retten?, Seite 20). Sacharjas Aussage bedeutet also, dass niemand mehr Repressalien zu befürchten hat, weil er eine Bluttransfusion akzeptiert.

Auch die Drucktätigkeit der Zeugen Jehovas wird vollständig zum Erliegen kommen. „An jenem Tag wird es kein Licht mehr geben“ (Sacharja 14:6, Gute Nachricht). Es wird keine Schreibabteilung mehr geben, die sich „neues Licht“ ausdenkt. Außerdem prophezeite Sacharja mit Bezug auf Gottes Urteilsvollstrecker: „Die Hufe der Schafe wird er abreißen“ (Sacharja 11:16). Die „Hufe der Schafe“ stehen für die Schuhe, mit denen die „anderen Schafe“ immer in den Predigtdienst gegangen sind. Doch es wird keinen Predigtdienst mehr geben.

Jehova weist seinen Urteilsvollstrecker an: „Schlag den Hirten, und mögen die Schafe … zerstreut werden“ (Sacharja 13:7). Strafe wird nur über die „Hirten“, die Führer der Wachtturm-Gesellschaft, kommen. Die „anderen Schafe“ werden „zerstreut werden“ und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. „An jenem Tag wird schließlich … den Bewohnern Jerusalems ein Brunnen für Sünde und für Abscheuliches geöffnet werden“ (Sacharja 13:1). Die früheren Sektenopfer sind dann frei, ihr Leben nach eigenen Maßstäben zu gestalten und auch Dinge zu tun, die von Jehovas Zeugen als „Sünde“ oder „Abscheuliches“ bezeichnet wurden – etwa Geburtstag feiern, den Herrn der Ringe lesen oder ein Los vom Tierschutzverein kaufen.

Was wird nach der Vernichtung der Wachtturm-Organisation aus „dem geistigenimage Land, in dem Gottes [angebliches] Volk wohnt“, werden? (Der Wachtturm, 1. September 2005, Seite 31). Sacharja erklärte: „Das ganze Land wird umgewandelt werden wie die Araba, von Geba bis Rimmon“ (Sacharja 14:10). Fälschlicherweise wurden die Begriffe in diesem Text als Eigennamen übersetzt; korrekt wäre: „Das ganze Land wird umgewandelt werden in eine Wüstenebene, vom Hügel bis zum Granatapfelbaum“ (siehe Einsichten über die Heilige Schrift). Das fruchtbare „Land“, das seit über hundert Jahren die Wachtturmführer mit Spendengeldern und Annehmlichkeiten versorgt hat, wird zu einer „Wüstenebene“ werden, in der es nichts mehr gibt.

Trauer

Diese verbliebenen Sektenführer werden an den Profit denken, der ihnen jetzt entgeht, „und sie werden sicherlich um ihn klagen wie bei der Klage um einen einzigen Sohn; und es wird bittere Wehklage um ihn geben. … An jenem Tag wird das Klagen in Jerusalem groß sein“ (Sacharja 12:10, 11). Sie müssen nun selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen, etwas, das sie seit Jahrzehnten nicht getan hatten.

Die Vernichtung der Wachtturmsekte wird endgültig sein. Sacharja sagte voraus: „Ihrer wird nicht mehr gedacht werden; und auch die Propheten … werde ich aus dem Land verschwinden lassen. Und es soll geschehen, falls ein Mann fernerhin prophezeien sollte, daß sein Vater und seine Mutter … dann zu ihm sprechen sollen: ‚Du wirst nicht leben, weil du im Namen Jehovas … geredet hast.‘ Und sein Vater und seine Mutter … sollen ihn wegen seines Prophezeiens durchstechen“ (Sacharja 13:2, 3). Ja, wer immer versuchen wird, die Wachtturmreligion wiederzubeleben, wird sofort hingerichtet werden. Sind das nicht großartige Aussichten für alle, die die Wahrheit lieben?

 


Zahnersatz für uneheliche Kinder

In der Zeitschrift Erwachet! hieß es, dass „unehelich geborene Kinder … in mehrfacher Hinsicht benachteiligt sind. … Sie haben auch kaum Aussicht, der Armut zu entkommen“ (Ausgabe vom
22. Mai 2000, Seite 14). Daher können sie sich oftmals keinen vernünftigen Zahnersatz leisten.

Die Prophezeiung Sacharjas zeigt deutlich, dass diese Situation nicht mehr lange bestehen wird. Gott wird sich aller unehelichen Kinder mit Zahnproblemen annehmen und verspricht: „Ein illegitimer Sohn wird sich tatsächlich … niedersetzen. … Und ich will seine blutbefleckten Dinge aus seinem Mund entfernen und seine abscheulichen Dinge zwischen seinen Zähnen hinweg“ (Sacharja 9:6, 7).

Gott wird nicht nur die „abscheulichen Dinge zwischen seinen Zähnen“ wie Zahnstein oder Karies entfernen, sondern auch für Zahnersatz sorgen; er wird sogar seine Diener anweisen: „Du sollst Silber und Gold nehmen und eine prächtige Krone machen“ (Sacharja 6:11). Ja, bald wird Gott auch unehelichen Kindern „Reinheit der Zähne“ geben (Amos 4:6).

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