Die Auferstehung – eine sichere Hoffnung

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2010

„Alles hat Jehova zu seinem Zweck gemacht, ja auch den Bösen“ (Sprüche 16:4)

imageDie Auferstehung ist eine zentrale Lehre des Christentums. Schon der Apostel Paulus wusste: „Wenn die Toten nicht auferweckt werden, … sind wir [Christen] die bemitleidenswertesten aller Menschen“ (1. Korinther 15:16, 19). Aber wer wird auferweckt werden, wann, und warum?

Paulus sagte deutlich, „daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird“  (Apostel-geschichte 24:15). Zu den „Gerechten“ werden „treue Männer und Frauen der alten Zeit … [und] auch die gerechten anderen Schafe gehören, die Jehova in der Neuzeit bis in den Tod treu blieben. Wahrscheinlich wird die Auferstehung dieser Bewahrer der Lauterkeit ziemlich früh während der Tausendjahr-herrschaft Jesu erfolgen“ (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 297).

Nach Harmagedon werden also erst einmal nur die Zeugen Jehovas, die überlebt haben oder vor Harmagedon gestorben sind, und die Treuen der alten Zeit auf der Erde leben. Für die Auferstandenen wird dann „der Tod … nicht mehr sein“, und auf der ganzen Erde wird weder „Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

Dieser paradiesische Zustand wird jedoch nicht lange anhalten. Der weise Salomo schrieb, „daß alles, was der wahre Gott macht, auf unabsehbare Zeit währen wird“ (Prediger 3:14). Und „alles hat Jehova zu seinem Zweck gemacht, ja auch den Bösen“ (Sprüche 16:4). Daher kann die Erde nicht für immer ohne Böse bleiben, sondern auch ‚der Böse‘ wird „auf unabsehbare Zeit währen“. Demgemäß erklärt das Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe! weiter: „Wer sind jedoch die ‚Ungerechten‘, die in Apostelgeschichte 24:15 erwähnt werden? Dazu zählt die große Masse der Menschen, die im Laufe der Zeit gestorben sind“ (Seite 297). Diese Menschen, darunter Mörder, Räuber, Erpresser und andere Verbrecher, haben mit dem adamischen Tod für ihre Sünden bezahlt und werden daher auch auferstehen (Römer 6:23).

Spätestens dann wird es mit der Ruhe in der neuen Welt vorbei sein, denn die Auferstandenen werden „die gleiche Persönlichkeit und die gleichen Gewohnheiten beibehalten, die sie vor ihrem Tod hatten“ (Der Wachtturm, 15. August 1989, Seite 6). Möglicherweise werden auferstandene Mörder andere Auferstandene gleich wieder ermorden, so dass Jehova sie erneut an einem anderen Ort auferwecken muss – das erklärt auch, warum die Auferstehung insgesamt tausend Jahre dauern wird.

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In seiner Weisheit sah Jehova diese Entwicklung voraus; in Bezug auf ‚Trauer, Geschrei und Schmerz‘ sagte er: „Die früheren Dinge sind vergangen. … Siehe! Ich mache alle [diese] Dinge neu“ (Offenbarung 21:4, 5). Die auferstandenen Gewalttäter werden also in Wirklichkeit dazu beitragen, Jehovas Vorsatz zu erfüllen, indem sie ‚Trauer, Geschrei und Schmerz‘ zurück auf die Erde bringen.

Wenn die tausend Jahre vorbei sind, wird Jehova noch eine letzte Auferweckung vornehmen, um seinen Vorsatz zum Abschluss zu bringen. Das Buch Licht erklärt, „daß Gott den Leib Satans während der tausend Jahre aufbewahren mag, … worauf Gott am Ende jenes Zeitabschnittes Satan aus dem Tode auferwecken und dessen Leib wieder beleben wird. … Was ist der Zweck der Wiederbringung Satans aus dem Tode? … Daß er den Teufel wieder ins Leben zurückbringen wird, nachdem dieser tausend Jahre lang tot gewesen sein wird, und das wird zu einem bestimmten Zweck geschehen. … Nach seiner Auferweckung wird er wissen müssen, daß er ein Lügner ist“ (Band 2, Seiten 209, 210).

Obwohl natürlich auch der Teufel mit dem Tod für seine Sünden bezahlt hat, wird er nach seiner Auferstehung trotzdem erst einmal bestraft werden: „Seine Strafe wird die sein, daß er, wenn er in den Zeiten der Wiederherstellung aus dem Grabe hervorkommt, die sieben Bände der Schriftstudien zu lesen haben wird“ (Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1925, Seite 451).

Dann wird die „Wiederherstellung aller Dinge“ vollendet sein (Apostelgeschichte 3:21). Die Gerechten und die Ungerechten, der Teufel, Trauer, Geschrei und Schmerz und jede andere Schöpfung werden durch ihr Vorhandensein Gott preisen. Freuen wir uns nicht auf diese Zeit?

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Wird Salomo sich in der Auferstehung an alle Namen seiner 700 Frauen und 300 Nebenfrauen erinnern?

Zu seinen Lebzeiten war Salomo „weiser als irgendein anderer Mensch … und er konnte dreitausend Sprüche reden, und seine Lieder beliefen sich auf tausendundfünf“ (1. Könige 4:31, 32). Wenn Salomo sich 3000 Sprüche und 1005 Lieder merken konnte, waren für ihn 1000 Namen sicher auch kein Problem. Außerdem hatten manche Frauen damals vielleicht gar keinen Namen, so wie z. B. „Lots Frau“ oder „die Frau Noahs und die drei Frauen seiner Söhne“ (Lukas 17:32; 1. Mose 7:13). Vielleicht hat Salomo viele seiner Frauen einfach „Salomos Frau“ genannt.

Salomo „liebte viele fremdländische Frauen … Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen und Hethiterinnen“ (1. Könige 11:1). Aufgrund seiner Lebenserfahrung gab er anderen Männern den weisen Rat: „Freue dich mit der Ehefrau deiner Jugend. … Warum also solltest du … den Busen einer Ausländerin umarmen?“ (Sprüche 5:18, 20).

Wie Jesus zeigte, werden die Auferstandenen sowieso nicht heiraten, sondern einfach zusammenleben, mit wem sie möchten (Markus 12:25, siehe Erbrechet!, Februar 2008, Seite 8). Daher wird es nicht so wichtig sein, ob Salomo sich an jeden einzelnen Namen erinnern kann. Dennoch diente er während seiner irdischen Regentschaft als Vorbild für „den größeren Salomo, Jesus Christus“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1999, Seite 31).

Jesus hat nicht nur 1000 Frauen, sondern eine „Braut, die aus 144 000 … Männern und Frauen besteht“ (Der Wachtturm, 1. Mai 1975, Seite 280). Genauso wie die Frauen Salomos kommen diese „aus allen Nationen“ (Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 2, Seite 409). Da Salomo „siebenhundert Frauen, Fürstinnen, und dreihundert Nebenfrauen“ hatte, werden wohl nur 100.800 Gesalbte zu Fürsten eingesetzt werden (1. Könige 11:3). Die anderen 43.200 Gesalbten gehören zur Nebenfrauen-Klasse und werden die Aufgabe haben, Jesus das Leben angenehm zu machen.

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