In einer gefährlichen Welt Kinder bekommen

Nachdruck aus Erbrechet!, August 2009

„Sie hinterließen keine Kinder, sondern starben“ (Lukas 20:31).

Schon in biblischer Zeit bekamen Frauen Kinder (1. Mose 4:1, 17, 18, 20; 5:3, 6, 9, 12, 15, 19, 21, 25, 28, 32). Aber nur, weil etwas weit verbreitet ist, muss es nicht richtig sein. Was sagt die Bibel über die Frage, ob man Kinder bekommen sollte? Wenn man welche hat, wie soll man sie erziehen?

Vieles spricht dafür, dass es Gott wohlgefällig ist, ein Kind zu gebären. Schließlich sprach Gott selbst zu Adam und Eva: „Seid fruchtbar, und werdet viele“ (1. Mose 1:28) Das ist ein göttlichesimage Gebot. Einige Christen sind sogar der Meinung, man müsse dieser Aufforderung unbedingt Folge leisten, sobald man dazu in der Lage ist – auch ohne verheiratet zu sein.

Wer ist befähigt, Mutter zu sein?

Zwar kann „Hurerei … zu einer unerwünschten Schwangerschaft führen“, wie im Wachtturm vom 1. Januar 1972 gesagt wurde. Wenn man das Gebot aus 1. Mose 1:28 berücksichtigt, so ist es in der Tat eine Sünde, sich eine Schwangerschaft nicht zu wünschen. „Die meisten Jugendlichen verhüten“ sogar, wie in der Fachzeitschrift Men’s Health vom 3. November 2006 gesagt wurde. Solche „Hurer … werden Gottes Königreich [nicht] erben“ (1. Korinther 6:9, 10).

Der Apostel Paulus, der vor dieser Form der Hurerei warnte, wusste auch, dass Mehrung wichtig für den Fortbestand der Christenheit wäre. Er schrieb: „Daher möchte ich, daß die jüngeren Witwen … Kinder gebären“ (1. Timotheus 5:14). Noch heute entsteht der Großteil der weltweiten Mehrung auf diese Weise.

imageEin Familienleben, das müde macht

Gott forderte Abraham auf: „Nimm bitte deinen Sohn, … und mache eine Reise nach dem Land Moria, und opfere ihn dort als ein Brandopfer auf einem der Berge“ (1. Mose 22:2). Heute bringen Christen ihre Kinder natürlich nicht buchstäblich als „Brandopfer“ dar, sondern als „Schlachtopfer der Lobpreisung“ (Hebräer 13:15). Statt selbst in den Predigtdienst zu gehen, berichten sie das Studium mit ihren Kindern und schicken diese in den Haus-zu-Haus-Dienst (vgl. Unser Königreichsdienst, September 2008, Seite 3).

Allerdings opfern Jehovas Zeugen ihre Kinder natürlich nicht „auf [irgend]einem der Berge“, sondern „auf dem Berg des Hauses Jehovas“ (2. Chronika 33:15). Sie enthalten ihnen eine Bildung, „die über das gesetzlich geforderte Mindestmaß hinausgeht“, vor (Der Wachtturm, 1. Dezember 1996, Seite 19). Ihnen ist es wichtiger, dass ihr Kind „auf den Bergen die … gute Botschaft … verkündigt“, als dass es eine vernünftige Berufsausbildung erhält (Jesaja 52:7).

imageDer Soziologe spacedrummer schrieb in einem Kommentar zur WDR-Sendung Panorama: „Was glauben denn Sie, wieviele heute Kinder bekommen nur wegen des Kindergeldes?“ Auch wenn das für Christinnen nicht der Hauptgrund sein sollte, Kinder zu bekommen, sagt Gottes Wort doch eindeutig, dass „Geld zum Schutz dient“ (Prediger 7:12). Tatsächlich kann man durch großzügige Geldspenden beispielsweise das Wohlgefallen der Ältesten erlangen, wenn man auf ein Rechtskomitee zusteuert.

Vater, Mutter und Kind – Sind sie Teil einer Dreieinigkeit?

Der weise König Salomo nennt einen weiteren Grund, warum man Kinder bekommen sollte: „Zwei sind besser als einer. … Wenn zwei beisammenliegen, so werden sie gewiß warm werden; wie aber kann sich einer allein warm halten? … Und eine dreifache Schnur kann nicht so schnell entzweigerissen werden. Besser ist ein bedürftiges, aber weises Kind als ein alter, aber unvernünftiger“ Ehemann (Prediger 4:9, 11-13).

In der Tat kann eine „dreifache Schnur“ – also eine Familie mit Kind – nicht so leicht „entzweigerissen“ werden. Die Erwachet!-Ausgabe imagevom 8. Dezember 1997 beschreibt die Erfahrung vieler Zeugen Jehovas mit den Worten: „Auch wenn die Ehe nicht glücklich war, blieb man doch der Kinder wegen gewöhnlich zusammen“ (Seite 3). Und selbst, wenn man sich trennt, hat man durch das gemeinsame Kind meistens noch gewissen Kontakt mit seinem Ex-Partner.

„Frauen frieren schneller als Männer“, stellte das WDR-Magazin Quarks und Co in der Sendung vom 22. Januar 2008 fest. Doch in den meisten Fällen bleibt ein Kind nach einer Scheidung bei der Mutter, und so werden die beiden „gewiß warm werden“. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum eine Person in Jesu Gleichnis sagte: „Meine kleinen Kinder sind mit mir im Bett“ (Lukas 11:7).

imageDie zwei Seiten der Schwangerschaft

Es gibt jedoch auch einige Stellen in Gottes Wort, die von einer Schwangerschaft eher abraten. Jesus sagte beispielsweise: „Wehe den schwangeren Frauen und denen, die ein Kleinkind stillen in jenen Tagen!“ (Matthäus 24:19). Aber meinte er damit wirklich, dass eine Schwangerschaft etwas Schlechtes wäre? Er sagte auch: „Wehe euch, ihr Reichen! … Wehe euch, ihr Satten! … Wehe euch, die ihr jetzt sorglos lacht!“ (Lukas 6:24, 25, Hoffnung für Alle). Und ist es etwa schlecht, reich und satt und sorglos zu sein?

Allerdings äußerte sich auch der Prophet Jeremia negativ über das Kindergebären, wenn er die folgenden Personengruppen in einem Atemzug erwähnt: „Der Blinde und der Lahme, … die Schwangere und die Gebärende“ (Jeremia 31:8). Der Psalmist spricht außerdem über „jemand, der schwanger ist mit Schädlichem“ (Psalm 7:14). Und Kinder sind schädlich; in der wissenschaftlichen Veröffentlichung Simsforum schrieb der Experte Haribo: „Kinder machen alles kaputt.“

imageEinige Christen führen auch an, dass Kinder mit heidnischen Zeremonien in Verbindung stehen. Moses schrieb über die Kanaaniter: „Ihre Söhne und ihre Töchter pflegen sie ihren Göttern im Feuer zu verbrennen“ (5. Mose 12:31). Das Kindergebären steht also in engem Zusammenhang mit der Dämonenanbetung.

Der Psalmist nennt noch ein weiteres Detail, das manchmal als Argument dafür angeführt wird, dass Christinnen keine Kinder bekommen sollten: „Wie Pfeile in der Hand eines Starken, so sind die Söhne der Jugend“ (Psalm 127:4). Pfeile sind Waffen, und „wahre Christen tragen … keine Waffen“ (Erwachet!, 22. September 1995, Seite 14). Zwar handelt sich nicht um buchstäbliche Waffen aus Metall, sondern um „Waffen“ aus Fleisch und Blut, doch „echte Christen sind kein Teil der Welt und greifen deshalb nicht zu fleischlichen Waffen“ (Unser Königreichsdienst, Dezember 1994, Seite 6).

Teilen wir Gottes Ansicht über die Partnerwahl?

Falls eine Christin sich entschließt, ein Kind zu bekommen, benötigt sie einen männlichen Partner. Zwar hielt J. F. Rutherford im Sommer 1941 einen Vortrag, der speziell an Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis achtzehn Jahren gerichtet war. Er sagte damals, sie sollten warten, bis Abraham, Isaak, Jakob und andere treue Männer der alten Zeit auferstehen würden, denn diese könnten ihnen bei der Auswahl eines passenden Partners behilflich sein.

imageDoch wie wir inzwischen wissen, werden diese treuen Männer erst nach Harmagedon auferstehen, aber dann wird weder „Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ – es wird also keine Geburten mehr geben (Offenbarung 21:4). Heißt das, eine Christin sollte ihren Partner selbst wählen?

Nein. Das Nachschlagewerk Mache deine Jugend zu einem Erfolg rät jungen Menschen: „Wenn du natürlich in einem Land lebst, in dem es üblich ist, daß junge Menschen miteinander gehen und sich ihren Ehepartner selbst wählen, mag es dir unbegreiflich erscheinen, daß es in anderen Ländern nicht so ist. Doch Personen, die in solchen Ländern wohnen, wundern sich vielleicht über einige Sitten und Bräuche, die dort herrschen, wo du lebst. Sie mögen feste Bekanntschaften und Partnerwahl unter jungen Leuten unvernünftig oder sogar anstößig finden. Ein Mädchen aus Indien erklärte einem bekannten westlichen Eheberater: ‚Wie könnten wir den Charakter eines Jungen beurteilen, den wir treffen und mit demimage wir uns befreunden? Wir sind jung und unerfahren. … Ich finde es so wichtig, daß ich den richtigen Mann heirate. Ich könnte leicht einen Fehler machen, wenn ich ihn mir selbst suchen müßte‘“ (Seite 142, 143).

Da Abraham und die anderen Treuen der alten Zeit nicht zur Verfügung stehen, könnten wir unsere Eltern, unsere Großeltern, einen Ältesten oder den Bürgermeister bitten, einen geeigneten Partner für uns auszuwählen. Falls du in einem Land lebst, in dem es verboten ist, sich den Partner von jemandem auswählen zu lassen, musst du es wohl oder übel selber tun. Beachte dann aber unbedingt den Rat aus dem Buch Junge Leute plagen sich nicht länger: „Seien wir uns daher immer bewußt, daß es vor allem auf das Äußere ankommt. Im alten Israel musste man nur die vorgeschriebenen Opfer darbringen; die innerliche Einstellung war dabei ohne Belang. Ebenso spielen auch Charaktereigenschaften nur eine untergeordnete Rolle in einer Beziehung. Wichtig sind vielmehr Aussehen, körperliche Reize und richtige Kleidung“ (Seiten 6, 7).

Hast du den Geruch eines Evangeliumsverkündigers?

Zwar ist die Bibel kein Lehrbuch für die Partnerwahl, aber sie gibt dennoch einige wertvolle Hinweise, worauf Anbeterinnen Gottes bei der Auswahl eines Mannes achten sollten. Beispielsweise heißt es über fast alle treuen Anbeter Gottes der alten Zeit, dass sie große Herden Schafe, Ziegen und Rinder besaßen. Außerdem gab es damals noch keine Dusche und kein Deo. Wir können uns bestimmt gut vorstellen, wie man solche treuen Menschen schon von weitem an ihrem Geruch erkennen konnte. Auch heute sollten Christinnen einen Mann wählen, den man schon von weitem riechen kann.image

Ein Faktor, der schon viele Beziehungen zerstört hat, ist „die Begierde der Augen“ (1. Johannes 2:16). Dieser Gefahr können wir vorbeugen, indem wir einen Partner auswählen, der schlecht sieht. Eine Christin sollte sich ggf. den Brillenpass oder eine Bescheinigung des Augenarztes zeigen lassen, um sicherzugehen, dass der potentielle Partner gegen die „Begierde der Augen“ immun ist.

Außerdem äußerte der weise Salomo die Warnung: „Ein Bericht, der gut ist, macht das Gebein fett“ (Sprüche 15:30). Und ein fetter Mann ist nicht besonders geeignet, wenn man Kinder bekommen will. „Übergewicht kann die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen“, meldete N24 am 9. Juli 2008. Achten wir also darauf, keinen Mann mit einem guten Predigtdienstbericht auszuwählen.

Kinder – Woher zu erwarten?

In der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Oktober 2004 war zu lesen: „Manche sind sich offensichtlich über den Zusammenhang zwischen Sex und Schwangerschaft gar nicht im Klaren“ (Seite 5). Tatsächlich meinen einige Frauen, wenn man ein Kind bekommen will, müsse man nur mit einem Mann zusammenleben, die Zusammenkünfte besuchen und sich am Predigtdienst beteiligen.

Doch eine Christin, die schwanger werden möchte, sollte sich unbedingt an den Rat aus der Erwachet!-Ausgabe vom März 2007 halten: „Wie du ja weißt, sieht Jehova Sex nicht als Nebensächlichkeit an – du solltest das auch nicht tun“ (Seite 29). Ein Paar in Deutschland, das in einer fundamentalistisch-christlichen Glaubensgemeinschaft aufgewachsen war, konnte jahrelang keine Kinder bekommen. Nach etwa acht Jahren wandten sie sich 2004 an einen Arzt, der ihnen riet, es einmal mit Sex zu probieren. Kurz darauf ging ihr Kinderwunsch in Erfüllung.

Glücklich trotz Schwangerschaft – Wie ist das möglich?

Ist eine Christin erst einmal schwanger, muss sie auf bestimmte Gefahren achten und diesen aus dem Weg gehen. Einen Hinweis, wodurch ihr Kind gefährdet werden könnte, gibt uns der Prophet Jesaja. Er berichtet davon, dass jemand „in das Haus Jehovas kam“ (Jesaja 37:1). Was war die Folge? „Dieser Tag ist ein Tag der Bedrängnis, … und da ist keine Kraft zum Gebären“ (Jesaja 37:3). Schwangere Frauen sollten also um das „Haus Jehovas“, das die heutigen Königreichssäle der Zeugen Jehovas darstellt, einen großen Bogen machen.

Auch die Ernährung spielt für das Wohl des ungeborenen Kindes eine große Rolle. Jehova spricht durch sein Wort zu Christinnen: „Du wirst bestimmt schwanger werden. … Nun nimm dich bitte in acht, und trinke keinen Wein noch berauschendes Getränk, und iß nichts Unreines“ (Richter 13:3, 4). Wir müssen allerdings berücksichtigen, dass das mosaische Gesetz mit Jesus an den Pfahl genagelt wurde (Kolosser 2:14). Das Gebot, ‚keinen Wein zu trinken‘, wurde durch das „Gesetz des Christus“ ersetzt, wonach das Weintrinken eine Verpflichtung für alle Diener Gottes darstellt (Galater 6:2; 1. Timotheus 5:23; Johannes 15:1).

Halte standhaft bis zur Geburt an deiner Zuversicht fest

imageDie Aufforderung, ‚nichts Unreines zu essen‘, gilt allerdings noch, denn Paulus schrieb: „Gott hat uns nicht mit der Erlaubnis zur Unreinheit berufen“ (1. Thessalonicher 4:7). Zu den Tieren, die Christen also keinesfalls essen dürfen, gehört „das Schwein. … Es ist für euch unrein. Ihr [Schwangeren] sollt nichts von ihrem Fleisch essen“ (3. Mose 11:7, 8).

Nicht nur die Schwangeren müssen sich vor unreinen Tieren hüten. Auch ihre Partner müssen, zumindest im übertragenen Sinne, den folgenden Text beachten: „Auch den Hasen. … Er ist für euch unrein“ (3. Mose 11:6). Heutzutage versteht man unter „Häschen“ (engl. „bunnies“) keine buchstäblichen Tiere, sondern leichtbekleidete Frauen in Herrenmagazinen. Würde sich ein Mann mit solchem Material beschäftigen, liefe er Gefahr, seine Partnerin noch vor der Geburt zu verlassen.

imageDie Geburt – ein Anlass zur Furcht oder zur Freude?

Doch dieses Recht hat er erst nach der Geburt, denn der Psalmist schrieb: „Söhne sind ein Erbe von Jehova“ (Psalm 127:3). Und „innerhalb von sechs Wochen nach Kenntniserlangung von der Erbschaft kann der Erbe die Erbschaft ausschlagen“, heißt es in der Encyclopaedia Wikipedia. Innerhalb dieser Zeit kann der Vater also entscheiden, seinen Sohn der Mutter zu überlassen und eigene Wege zu gehen. Wenn er sich entscheidet, das Erbe auszuschlagen, wird über die Kinder gesagt: „Sie sind nicht seine Kinder“ (5. Mose 32:5).

Aber meistens entscheiden sich die Väter, bei ihren Söhnen zu bleiben. Daher sagte ein Engel über eine Frau, die einen Jungen zur Welt bringt: „Freude und Jubel werden dir zuteil werden, und viele werden sich über seine Geburt freuen“ (Lukas 1:14). Allerdings kam es schon in biblischer Zeit vor, dass jemand „keine Söhne hatte, sondern Töchter“ (Josua 17:3). Wie lange hat der Vater dann Zeit, sich zu überlegen, ob er bei seinem Kind und der Mutter bleibt?

Die Bibel sagt das zwar nicht direkt, aber sie gibt uns einen wichtigen Hinweis: „Falls eine Frau imageSamen empfängt und ein männliches Kind gebiert, soll sie sieben Tage unrein sein. … Dreiunddreißig weitere Tage wird sie im Reinigungsblut bleiben. … Sollte sie nun ein weibliches Kind gebären, dann soll sie vierzehn Tage unrein sein. … Sechsundsechzig weitere Tage wird sie mit dem Reinigungsblut zu Hause bleiben“ (1. Mose 12:1-5).

Die Unreinheit einer Frau nach der Geburt eines Sohnes dauert 40 Tage – knapp sechs Wochen. Der Mann musste kurz nach dem Ende der Unreinheit seine Entscheidung treffen. Wir können daraus schließen, dass das bei der Geburt einer Tochter genauso ist, d. h. der Mann hat dann zwölf Wochen Zeit für seine Entscheidung. Im alten Israel durfte außerdem kein Unreiner in die Versammlung Jehovas kommen; deshalb dürfen Eltern auch innerhalb von sechs bzw. zwölf Wochen nach einer Geburt keinen Königreichssaal betreten.

Ihr Eltern, füttert ihr mit dem richtigen Material?

Der Apostel Paulus schrieb an seine geistigen Kinder: „Ich nährte euch mit Milch, nicht mit etwas zum Essen“ (1. Korinther 3:2). Dementsprechend haben Eltern die Verantwortung, ihre Kinder mit Milch zu ernähren. Dabei müssen sie allerdings aufpassen, denn Gott sagte über ein Kind gottesfürchtiger Eltern: „Du wirst tatsächlich die Milch der Nationen saugen“ (Jesaja 60:16).

imageGlücklicherweise ist es heute dank der Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln relativ einfach, einheimische Milch im Geschäft als solche zu erkennen und zu meiden. Nur ausländische Milchprodukte sind für die Kinder der Anbeter Gottes geeignet.

Das Schreien der Kinder – Wann wird es enden?

In der Zeitschrift Erwachet! vom 22. Juli 1976 erzählte eine Mutter: „Ich meinte, daß das Kind jedesmal, wenn es schrie, hungrig sei. Kinder schreien aber auch aus anderen Gründen“ (Seite 5). Einer dieser ‚anderen Gründe‘ wird vom Propheten Jesaja erwähnt: „Da ist ein Geschrei … wegen des Mangels an Wein“ (Jesaja 24:11). Ja, wie bereits erwähnt, ist jeder Christ – egal welchen Alters – verpflichtet, Wein zu trinken (1. Timotheus 5:23). Daher spricht Jehova zu Eltern:image „Kommt her, kauft Wein und Milch“ (Jesaja 55:1). Der Verlobte der Sulamith erinnerte sich an seine unbeschwerte Kindheit und erzählte: „Ich habe meinen Wein samt meiner Milch getrunken“ (Hohes Lied 5:1).

In dem Werk Singt Jehova Loblieder heißt es über Kinder: „Gott sie gab. Er spricht: ‚Spar die Rute nicht‘“ (Lied 164). Wann sollte ein Christ Gebrauch von der „Rute“ machen? Ein in der Zeitschrift Buffalo News nicht erschienener Bericht zeigte, daß schon das Vorhandensein von Magazinen mit leicht religiösem Inhalt in der Wohnung das Denkvermögen eines Kindes herabsetzen kann, so dass es in größerem Maße gefährdet ist. Eine solche Laxheit läuft dem selbständigen Denken zuwider. Eltern sollten ihre Kinder anhalten, sich von jedem fernzuhalten, der ihnen religiöse Zeitschriften zeigen will, und solche Vorfälle sofort den Eltern zu berichten (vergleiche Der Wachtturm, 15. September 1984, Seite 21). Daher sollten Eltern nicht zögern, die „Rute der Zucht“ zu gebrauchen, wenn ihre Kinder anfangen, heimlich den Wachtturm zu lesen (Sprüche 22:15).

Eine ungebildete Versammlung unter der Führung des ‚treuen und verständigen Sklaven‘

imageEinige Jahre nach der Geburt werden christliche Eltern sich die Frage stellen, welche Schulbildung für ihr Kind angemessen wäre. Gemäß dem Wachtturm vom 1. Februar 1996 hat eine „sinnvolle Bildung“ vier Ziele: „1. flüssig zu lesen, 2. deutlich zu schreiben, 3. Verstand und Sittlichkeitsempfinden zu fördern und 4. praktische Schulung für das Alltagsleben zu erhalten“ (Seite 10).

Wenn dein Kind einen Absatz aus dem Wachtturm flüssig vorlesen und den Predigtdienstbericht deutlich ausfüllen kann, musst du dir über die ersten beiden Punkte schon keine Gedanken mehr machen. Auch werden „Verstand und Sittlichkeitsempfinden“ nirgendwo mehr gefördert als in den Versammlungszusammenkünften. Tatsächlich kann so manches Kind von sich sagen: „Ich benehme mich mit mehr Verstand als ältere Männer [oder Älteste]“ (Psalm 119:100). Was ist aber über „praktische Schulung für das Alltagsleben“ zu sagen?

Gemäß dem Wachtturm vom 1. Oktober 1998 gehören „die Beteiligung am Predigtdienst, der Besuch der Zusammenkünfte oder das Bibelstudium“ zum Alltag eines Christen (Seite 30). imageDie einzige Schule, die die Kinder wahrer Christen wirklich benötigen, ist somit die Theokratische Predigtdienstschule. Zu Recht wurde in Unserem Königreichsdienst für August 1996 gesagt, dass Jehovas Zeugen in ihren Zusammenkünften „die beste Schulung erhalten, die es gibt“ (Seite 2).

Befreiung aus einer gebildeten Welt

Wenn du in einem Land lebst, in dem der Besuch einer weltlichen Schule gesetzlich vorgeschrieben ist, solltest du den Besuch deines Kindes auf „das gesetzlich geforderte Mindestmaß“ beschränken (Der Wachtturm, 1. Dezember 1996, Seite 19). Obwohl „nicht jeder, der zur Universität geht, seinen christlichen Glauben verliert oder an einer Überdosis von Drogen stirbt“, kann solche Bildung doch leicht „zu etwas Wertlosem werden“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 1982, Seite 14; 15. April 2008, Seite 4).

Viele Eltern meinen, sie müssten ihre Kinder aufklären. Doch wie das Buch Das Geheimnis des Familienglücks sagt, „sollte man zum Beispiel nicht mit seinem Sohn oder seiner Tochter über den Teil ‚Sex und Moral‘ in dem Buch Fragen junger Leute Praktische Antworten sprechen“ (Seite 68). Laut der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Mai 1972 sollten Christen vielmehr die „Aufklärung der Schule überlassen“ (Seite 8). Das mag dich als liebevollenimage Vater oder besorgte Mutter zwar befremden, doch gemäß der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Juli 1978 „bist nicht du derjenige, der entscheiden sollte, wann dein Kind etwas über Sex, Schwangerschaft und Abtreibung erfahren sollte“ (Seite 20).

Die Erziehung eines Kindes ist ein langwieriges Projekt. Wenn es abgeschlossen ist, d. h. wenn das Kind entweder das Elternhaus oder die Christenversammlung oder beides verlässt, wird Gott im übertragenen Sinne zu den Eltern sprechen: „Mögen sie ruhen von ihren mühevollen Arbeiten“ (Offenbarung 14:13). Dann können sie ‚in Gottes Ruhe eingehen‘ und „das wirkliche Leben fest ergreifen“ (Hebräer 4:10; 1. Timotheus 6:19).

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