Satans Angriffen widerstehen – Auf der Toilette

Nachdruck aus Erbrechet!, Oktober 2009

„Wenn du betest, geh in deinen Privatraum.“ (Matthäus 6:6)

Die meisten Christen denken wahrscheinlich, auf der Toilette wären sie vor Satans Angriffen geschützt. Doch „Satan ist und bleibt ein Meister der Täuschung“ (Der Wachtturm, 1. Februar 2004, Seite 20). Er nimmt viele Namen an. Die Pharisäer der Tage Jesu verwiesen auf „Beelzebub, den Herrscher der Dämonen“, womit natürlich nur Satan gemeint sein konnte (Matthäus 12:24).

Der Name Beelzebub ist wahrscheinlich eine Abwandlung von Baal-Sebub, dem Namen eines Gottes der Philister. Die Israeliten gebrauchten jedoch die abgewandelte Form Beelzeboul, die wahrscheinlich „Herr des Mistes“ oder „Herr des Kots“ bedeutet (siehe Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 315). In Wirklichkeit ist also Satan, der „Herrscher der Dämonen“, der „Herr des Mistes“.

Daher sind wahre Christen auf der Toilette einer besonderen Gefahr ausgesetzt. Leicht könnten sie laut den ‚Herrn des Mistes‘ preisen und ihm „einen beruhigenden Wohlgeruch“ darbringen (3. Mose 6:21). Doch „anderen Göttern zu dienen“ würde bedeuten, „Jehova zu verlassen“ (Josua 24:16). Wie können wir es also vermeiden, auf der Toilette in eine Schlinge Satans zu geraten?

Natürlich ist die Bibel kein Lehrbuch über die Anbetung Beelzebubs. Doch es ist beachtenswert, was Jesus über die Verehrung seines Vaters sagte: „Wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. … Du hingegen, wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten“ (Matthäus 6:5, 6). Jehova wird durch Gebete, die an ihn gerichtet sind, also nur dann gepriesen, wenn diese „im Verborgenen“, im „Privatraum“, geäußert werden.image Gebete, die in der Öffentlichkeit gesprochen werden, erhört er nicht.

Wir können davon ausgehen, dass Satan bzw. Beelzebub ähnliche Maßstäbe an seinen Lobpreis anlegt. Nur dann, wenn man den ‚Herrn des Mistes‘ im „Privatraum“ oder „im Verborgenen“ preist, betrachtet er es als Anbetung, und somit wird man von Jehova abtrünnig. Bringt man den „beruhigenden Wohlgeruch“ jedoch in der Öffentlichkeit dar, wo es jeder hören und riechen kann, fühlt Satan sich davon nicht gepriesen. Auf diese Weise kann man also seine Loyalität gegenüber Jehova bewahren, ohne auf Ausscheidungen zu verzichten.

Interessanterweise wird in der Bibel nur von zwei Fällen berichtet, in denen jemand sein Geschäft „im Verborgenen“ erledigte. Beide Male handelte es sich um Personen, die keine Diener des wahren Gottes waren. Die erste Begebenheit fand in der Richterzeit statt. Eglon, der König von Moab, sammelte „die Söhne Ammons und Amaleks“, und sie „schlugen Israel und nahmen Besitz von der Palmenstadt“ (Richter 3:12, 13). Dieser Feind der wahren Anbetung verrichtete üblicherweise „die Notdurft in der kühlen Innenkammer“, wo ihn niemand hören oder riechen konnte (Richter 3:24). Doch schließlich wurde er von Ehud, einem Richter Israels, getötet (Richter 3:21, 22).

Die zweite Begebenheit, von der berichtet wird, fand einige Jahrhunderte danach statt. Der Bericht in 1. Samuel 24:2, 3 lautet: „Saul ging daran, sich dreitausend auserlesene Männer aus ganz Israel zu nehmen und auszuziehen, um David und seine Männer auf den kahlen Steinbockfelsen zu suchen. Schließlich kam er zu den steinernen Schafhürden längs des Weges, wo sich eine Höhle befand. Da ging Saul hinein, um seine Notdurft zu verrichten.“ Saul war zu dieser Zeit schon abtrünnig und von dem Gedanken besessen, David zu töten.

Was sollen wir von diesen beiden Begebenheiten halten? Ist es rein zufällig, dass sie imageerwähnt werden und dass beide von Personen handeln, die nicht Gottes Billigung hatten? Oder könnte es sein, dass Jehova diese Einzelheiten absichtlich in sein Wort aufnehmen ließ, das „nützlich [ist] zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge“? (2. Timotheus 3:16). Es kann zumindest gesagt werden, dass diese beiden Berichte das Verrichten der Notdurft in geschlossenen Räumen in ein schlechtes Licht rücken und das als einen Brauch erkennen lassen, der von Gott entfremdeten Menschen gepflegt wurde.

Im Gegensatz zu diesen Feinden der wahren Anbetung erledigten Gottes wahre Diener ihr Geschäft nicht „im Verborgenen“, wo niemand sie hören und riechen konnte. Nein, vielmehr hielten sie sich an das Gebot: „Ihr sollt außerhalb des Lagers einen Platz bestimmen, wo ihr eure Notdurft verrichtet. Haltet Schaufeln bereit, grabt ein Loch, ehe ihr euch hinhockt, und macht es nachher wieder zu“ (5. Mose 23:13, 14, Gute Nachricht).

Während der Wildniswanderung waren „wahrscheinlich über drei Millionen Menschen im Lager“ (Der Wachtturm, 1. August 2004, Seite 24). Demzufolge müssen zu jedem Zeitpunkt mehrere Zehntausend Menschen gleichzeitig ihre Notdurft an dem festgelegten Platz verrichtet haben, die sich natürlich gegenseitig sehen, hören und riechen konnten. Auch die Familien, die am Rand des Lagers in der Nähe des Aborts wohnten, konnten die Geräusche und Gerüche bestimmt wahrnehmen. Somit waren sie nicht als Lobpreis für den ‚Herrn des Mistes‘ tauglich, da sie nicht „im Verborgenen“ blieben.image So schafften es die Israeliten, Jehovas „Beharren auf ausschließlicher Ergebenheit“ zu erfüllen (4. Mose 25:11).

Welche Lehre ziehen wir daraus? Wenn wir unsere tägliche Notdurft so verrichten, dass es niemand hört und riecht, preisen wir Beelzebub, was ein anderer Name für Satan ist. Jehova betrachtet uns dann als abtrünnig und wird uns in Harmagedon vernichten. Erledigen wir unser Geschäft stattdessen „an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden“, oder anderswo, wo man uns hören und riechen kann. Dann wird Satan nicht verherrlicht, und Jehova betrachtet uns als treu.

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