Micha – mutiger Verfechter der Wahrheit

Nachdruck aus Erbrechet!, April 2009

„Darum wirst du schließlich niemand haben … in der Versammlung“ (Micha 2:5)

Der Prophet Micha lebte im 8. Jahrhundert v. u. Z. in Israel. Gemäß dem Werk Einsichten über die Heilige Schrift prophezeite er „in sehr unruhigen Zeiten, in einer Zeit, als in Israel und Juda die falsche Anbetung und sittliche Verderbtheit gedieh, und in der Zeit, als König Hiskia religiöse Neuerungen einführte.“ Seine Worte treffen genauso auf die heutige Zeit zu, in der unter Jehovas Volk die falsche Anbetung gedeiht und die Wachtturm-Gesellschaft religiöse Neuerungen einführt.

Wie Jehova tut er „von Anfang an den Ausgang kund“, indem er gleich zu Beginn offenbart, welche Zukunft der Wachtturm-Gesellschaft bevorsteht (Jesaja 46:10). Er sagt über die Bethelgebäude in Brooklyn, Selters und anderswo: Ich will ihre Steine ins Tal hinabschütten, und ihre Grundmauern werde ich bloßlegen“ (Micha 1:6). Letztendlich wird von diesen Gebäuden, die in lästerlicher Weise „Bethel“ oder „Haus Gottes“ genannt werden, nichts übrig bleiben.

Auch „ihre gehauenen Bilder werden alle zerschlagen werden“ (Micha 1:7). Zur Zeit Michas wurden Bilder nicht gedruckt, sondern gehauen. Die Wachtturm-Gesellschaft hat wirklich die ganze Welt mit ihren ‚gedruckten Bildern‘ überschwemmt, die in leichtgläubigen Menschen eine trügerische Hoffnung auf ein künftiges Paradies wecken.

imageDoch Micha sagte auch vorher: „Alle Gaben, die ihr als ihr Lohn gegeben wurden, werden im Feuer verbrannt werden“ (Micha 1:7). Die Sparmaßnahmen, die die Wachtturm-Organisation überall einführt, deuten darauf hin, dass auch ein Teil ihres Vermögens „im Feuer“ der weltweiten Finanzkrise „verbrannt“ worden ist. Sie denkt, damit noch mal davonzukommen, weil ihre Anhänger bestimmt wieder genug Geld spenden werden. Doch „der über sie gekommene Schlag ist unheilbar“ (Micha 1:9).

Predigtdienst

Micha sagt über Jehovas Zeugen: „Wehe denen, die Schaden zu stiften planen, und denen, die Schlechtes treiben! … Beim Morgenlicht gehen sie daran, es zu tun“ (Micha 2:1). Tatsächlich gehen die meisten Zeugen Jehovas vormittags – „beim Morgenlicht“ – in den Predigtdienst. Und sie tun dies nicht ziellos, sondern „planen“ ihr schadenstiftendes Predigtwerk genau; so heißt es in Unserem Königreichsdienst vom November 1975: „Um einen wirkungsvollen Anteil am Predigtdienst zu haben, muß man gut planen“ (Seite 7).

Natürlich haben viele Menschen in den Predigtdienstgebieten schönere Häuser als die Verkündiger. Es ist daher ein offenes Geheimnis, dass viele Zeugen Jehovas insgeheim hoffen, nach der Vernichtung der Weltmenschen in Harmagedon deren Häuser und Grundstücke zu erben. Tatsächlich ist diese Haltung
in Übereinstimmung mit der Wachtturm-Literatur; so heißt es in dem Werk Einsichten über die Heilige Schrift: „Die Besitztümer der Bösen werden an die Gerechten übergehen, so wie es in den Sprüchen heißt: ‚Das Vermögen des Sünders ist etwas für den Gerechten Aufbewahrtes‘ (Spr. 13:22; 21:18)“ (Seite 871). Doch Micha deckte diese selbstsüchtige Einstellung bereits vor rund 2800 Jahren auf: „Sie haben Felder begehrt, … auch Häuser und haben sie genommen“ (Micha 2:2).

Weiter sagt Micha, Jehovas Zeugen „haben einen kräftigen Mann und seine Hausgemeinschaft übervorteilt, einen Mann und seinen Erbbesitz“ (Micha 2:2). Ja, wie das Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1995 zugibt, „dienen häufig ganze Familien Jehova gemeinsam“ (Seite 228). Über eine Familie, die gemeinsam die sogenannte „Wahrheit“ angenommen hat, heißt es in der Prophezeiung: „Dies ist darum, was Jehova gesagt hat: ‚Siehe, ich erdenke gegen diese Familie ein Unglück‘“ (Micha 2:3). Natürlich verursacht Jehova nicht das Unglück, aber er lässt zu, dass es von seinen angeblichen Zeugen in seinem Namen über diese Familie gebracht wird.

Der Abfall beginnt

Doch einige Familien lassen sich nicht für immer für dumm verkaufen. Sie merken irgendwann, dass sie auf eine gefährliche Sekte hereingefallen sind, und stellen fest: „Es ist eine Zeit des Unglücks“ (Micha 2:3). Ja, „an jenem Tag wird man … gewiß in einer Wehklage klagen, ja einer Wehklage. Man wird sprechen müssen: ‚Wir sind ganz bestimmt verheert worden!‘“ (Micha 2:4). Oft tragen Informationen, die Abtrünnige im Internet veröffentlichen, zu dieser Entwicklung bei.

Den Ältesten gefällt das natürlich nicht. Sie klagen: „Selbst den Anteil meines Volkes ändert er. Wie er ihn mir entzieht! Dem Untreuen teilt er unsere eigenen Felder zu“ (Micha 2:4). Sie fragen sich, wieso Jehova zulässt, dass Teile ‚ihres Volkes‘ sich von der angeblich einzig wahren Religion abwenden. Sie betrachten ihre Predigtdienstgebiete als ihre „Felder“ (daher auch die frühere Bezeichnung „Felddienst“) und sind entsetzt darüber, dass auch ‚Untreue‘ – also Abtrünnige – über das Internet die Menschen dort erreichen.

Der Niedergang nimmt seinen Lauf

Micha prophezeit ihnen: „Darum wirst du schließlich niemand haben … in der Versammlung“ (Micha 2:5). Die Ältesten betrachten diese Entwicklung zwar mit Sorge, doch sie möchten nicht darüber sprechen. „Sie lassen Worte fallen. Sie werden keine Worte über diese Dinge fallenlassen“ (Micha 2:6). Ja, an den Türen der Menschen „lassen“ sie jede Menge „Worte fallen“. Doch „über diese Dinge“ – das Gedankengut der Abtrünnigen und ihren Einfluss – verlieren sie „keine Worte“. Dieses Thema ist für sie tabu. Manchmal werden auch innerhalb der Versammlung Stimmen laut, die sagen, vielleicht sei an den Gedanken der Abtrünnigen doch etwas dran. Doch „‘Schluss mit dem Gerede!‘, empören sich die falschen Propheten“ (Micha 2:6, Hoffnung für Alle).

Im Auftrag Jehovas sagt Micha zu den Ältesten und zur Leitenden Körperschaft: „Die Frauen meines Volkes vertreibt ihr aus dem Haus, an dem eine Frau ihre Wonne hat“ (Micha 2:9). Wie tun sie das? Zum einen durch die fortlaufende Reduzierung des Stundenziels für Pioniere. Im Jahr 1977 wurde das Stundenziel von 100 auf 90 Stunden reduziert, 1999 auf 70 Stunden. Es gibt sogar Gerüchte, die besagen, dass eine Reduzierung auf 50 Stunden bevorsteht.

Dadurch nutzen sich die Schuhe der Pionierinnen und ihrer Predigtdienstpartnerinnen weniger ab, so dass sie auch weniger Zeit im Schuhgeschäft – „dem Haus, an dem eine Frau ihre Wonne hat“ – verbringen. Hinzu kommt allerdings, dass viele Schwestern auch gar kein Geld mehr für Schuhe haben, weil sie gemäß den Wachtturm-Empfehlungen überhaupt keinen und auch ihre Ehemänner nur einen einfachen Beruf gelernt haben.

Jehova beschuldigt die Wachtturm-Organisation außerdem: „Die Kinder beraubt ihr für immer ihrer Heimat“ (Micha 2:9, Hoffnung für Alle). In einigen Fällen geschieht diesimage buchstäblich – etwa, wenn die ganze Familie um der „Königreichsinteressen“ willen in eine andere Gegend oder gar in ein anderes Land zieht. Andere Eltern schicken ihre Kinder ins Bethel. Aber selbst, wenn die Kinder an ihrem Geburtsort wohnen bleiben, werden sie trotzdem auf gewisse Weise ‚ihrer Heimat beraubt‘ – dadurch, dass sie keine zu enge Freundschaft mit ihren Schulkameraden und Nachbarskindern pflegen dürfen. Auf diese Weise werden sie automatisch zu Außenseitern, und selbst in ihrem Heimatort mögen sie sich fremd fühlen.

Micha erklärt weiter: „Ich weiß sehr wohl, was für Propheten ihr euch wünscht: solche, die euch nach dem Mund reden, die das Blaue vom Himmel herunterlügen“ (Micha 2:11, Hoffnung für Alle). Ja, wenn die früheren Falschlehren auch damals als „gegenwärtige Wahrheit“ bezeichnet wurden, so waren sie doch in Wirklichkeit Lügen. Dass die Vernichtung aller menschlichen Reiche und der Kirchen im Jahr 1914 zu Ende gehen würde, dass Abraham, Isaak und Jakob 1925 auferstehen und die Herrschaft über Palästina übernehmen würden oder dass im Herbst 1975 Harmagedon käme – all das war ‚das Blaue vom Himmel heruntergelogen‘. Keine einzige dieser Vorhersagen hat sich erfüllt, obwohl es damals „eindeutige Beweise“ dafür gegeben hatte. Viele Zeugen Jehovas wissen nicht einmal davon.

Das Ende

Kein Wunder, dass Jehova alle Zeugen Jehovas durch seinen Propheten Micha eindringlich auffordert: „Macht euch auf und geht!“ (Micha 2:10). Er sagt: „Fort mit euch! Weg von hier! … Ein Befreier geht euch voran, um euch den Weg aus der Gefangenschaft zu bahnen. Die Stadttore werdet ihr durchbrechen und in die Freiheit ziehen“ (Micha 2:10, 13, Hoffnung für Alle). Man sollte also die Wachtturm-Organisation verlassen, je schneller, desto besser. Der primäre „Befreier“ ist Raymond Franz, dessen Buch Der Gewissenskonflikt erstmals vielen Zeugen Jehovas die Augen geöffnet hat. Inzwischen gibt es noch viele andere Bücher und Internetseiten, die ebenfalls zur „Befreier“-Klasse gehören. Auf diese Weise konnten viele Zeugen Jehovas „aus der [geistigen] Gefangenschaft“ der Wachtturm-Organisation entkommen und „in die Freiheit ziehen“.

Die Ältesten erwartet ein schweres Gericht. Jehova sagt zu ihnen: „Ihr müsstet wahrhaftig das Recht kennen! Aber ihr hasst das Gute und liebt das Böse. Ihr behandelt die Menschen meines Volkes wie das Schlachtvieh, dem man die Haut abzieht, das Fleisch von den Knochen reißt, die Knochen zerschlägt und sie samt dem Fleisch in den Kessel wirft. So beutet ihr das Volk aus! Ihr werdet noch zum Herrn um Hilfe schreien, doch er wird euch nicht hören“ (Micha 3:1-4, Gute Nachricht). Statt sich liebevoll um ihre Mitchristen zu kümmern, treiben die Ältesten sie nur zu mehr Predigtdienst an und reden ihnen Schuldgefühle ein. Wer seine Leistung in Form von Predigtdienststunden nicht mehr bringen kann, wird fallengelassen. Das trifft zugegebenermaßen nicht auf alle Ältesten zu; es gibt einzelne, die ihre Menschlichkeit bewahrt haben, genauso wie es auch unter den Pharisäern aufrichtige Menschen gab (Johannes 3:1). Doch als Gruppe gesehen, haben die Ältesten dieses Urteil voll und ganz verdient.

„So spricht der Herr gegen die Propheten, die mit ihren Prophezeiungen meinem Volk vollständig die Sinne vernebeln: ‚Frieden verheißt ihr denjenigen, die euch etwas zu essen geben; wer euch aber nichts gibt, dem droht ihr Gottes Strafgericht an‘“ (Micha 3:5, Hoffnung für Alle). Die führenden Köpfe der Wachtturm-Organisation „vernebeln“ ihren Anhängern „vollständig die Sinne“, indem sie sie tagein, tagaus mit dem „Studieren“ ihrer „Literatur“, Predigtdienst und anderen sinnlosen Tätigkeiten beschäftigt halten. Doch inwiefern ‚verheißen sie denen Frieden, die ihnen etwas zu essen geben‘?

imageAuch Jesus sagte: „Ihr gabt mir etwas zu essen“  (Matthäus 25:35). Wie der Wachtturm vom 1. Februar 2002 erklärt, beziehen Jehovas Zeugen diesen Ausspruch „auf die liebevolle Unterstützung der geistgesalbten Brüder Christi, … besonders bei der Erfüllung des göttlichen Auftrags, … ‘diese gute Botschaft vom Königreich auf der ganzen bewohnten Erde allen Nationen zu einem Zeugnis zu predigen’“ (Seite 22). Diejenigen, die den Ältesten „etwas zu essen geben“, sind also Verkündiger, die genug spenden und genügend Predigtdienststunden auf ihrem Bericht stehen haben. Diese Personen „freuen sich darauf, ewig in Frieden und Sicherheit im Paradies auf der Erde zu leben“, wie es ihnen der Wachtturm vom 1. Dezember 2007 verheißt (Seite 29).

Wer ihnen „aber nichts gibt“, dem ‚drohen sie Gottes Strafgericht an‘. So heißt es im Wachtturm vom 1. August 1988: „Schon sehr bald werden alle vernichtet werden, die Gottes heiligen Namen entweihen“ (Seite 7). Und darunter verstehen sie alle, die nicht ihrer Organisation angehören und imagesich an deren Regeln halten (vgl. Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, S. 255). Aber auch Zeugen Jehovas, die nicht genug predigen, gehören ihrer Meinung nach zu denen, die beseitigt werden. Gemäß der Broschüre Von Kurukshetra nach Harmagedon – Wie kannst du überleben? „wird es zu einer Massenvernichtung kommen. … ‚Die von Jehova Erschlagenen werden schließlich an jenem Tag gewißlich von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde sein‘“ (Seite 7).

Kein „neues Licht“ mehr

Jehova kündigt diesen falschen Propheten an: „Darum wird es Nacht bei euch sein, so daß es keine Vision geben wird; und Finsternis werdet ihr haben, um nicht Wahrsagerei zu treiben“ (Micha 3:6). Es wird kein „neues Licht“ mehr geben, sondern „Finsternis“. So können die Wachtturm-Propheten „keine [trügerische] Vision“ sehen und neue Daten für Harmagedon verbreiten. In der Vergangenheit hatten sie das mehrmals getan, doch jetzt erklärt Jehova ihnen deutlich: „Mit eurer Wahrsagerei und euren Prophezeiungen ist es dann endgültig vorbei, ihr müsst euch in Grund und Boden schämen!“ (Micha 3:7, Hoffnung für Alle).

Glücklicherweise haben schon viele die Wachtturm-Organisation verlassen, und weitere werden noch folgen. Aber eine große Zahl ihrer Anhänger wird mit ihr in die Vernichtung gehen: „Auf Jehova stützen sie sich imageständig, indem sie sprechen: ‚Ist nicht Jehova in unserer Mitte? Es wird kein Unglück über uns kommen‘“ (Micha 3:11). Sie glauben tatsächlich, „es wird nur eine Organisation – die sichtbare Organisation Gottes [d. h. die Wachtturm-Organisation] – geben, die die schnell herannahende ‚große Drangsal‘ überleben wird“ (Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, Seite 255). Ihrer Vorstellung nach werden „nur Menschen, die Gott und seine Familie, seine Organisation, lieben, überleben“ (Der Wachtturm, 15. März 1983, Seite 28).

Durch seinen Propheten Micha kündigt Jehova an: „Darum wird euretwegen Zion als bloßes Feld umgepflügt werden, und Jerusalem, es wird zu nichts als Trümmerhaufen werden, und der Berg des Hauses wird zu Waldeshöhen werden“ (Micha 3:12). Gemäß dem Wachtturm vom 15. Juni 1972
ist es „die sichtbare, irdische [Wachtturm-]Organisation, die Zion vertritt“ (S. 376; vgl. Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen, Band 1, S. 364). Die Wachtturm-Gesellschaft, die mit ihr verbundenen Organisationen und ihr Hauptbüro in Brooklyn werden also „als bloßes Feld umgepflügt werden“, so dass man nach einiger Zeit nichts mehr davon finden wird.

Laut dem Wachtturm vom 1. April 1984 sind Jehovas Zeugen „die irdischen Repräsentanten des ‚Jerusalem droben‘“ (Seite 26). Ihre Königreichssäle werden „zu nichts als Trümmerhaufenimage werden“. Niemand wird ein Gebäude kaufen wollen, das vorher den Zeugen Jehovas gehörte, daher wird nur der Abriss möglich sein. „Der Berg des Hauses“ ist der Steinfels in Selters. Er wird „zu Waldeshöhen werden“. Wahrscheinlich werden die Gebäude der Wachtturm-Gesellschaft einem Waldgebiet weichen müssen, in dem sich Sektenopfer erholen können. Zwar werden einige Unbelehrbare „bestimmt hingehen und sagen: ‚Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen‘“, doch sie werden nur „Waldeshöhen“ vorfinden (Micha 4:2).

Frieden für die Menschheit

Jehova wird „die Dinge richtigstellen. … Nicht werden sie das Schwert erheben, … auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen“ (Micha 4:3). Welches „Schwert“ werden Jehovas Zeugen nicht mehr „erheben“? Im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1975 heißt es: „Als N. H. Knorr im Jahre 1942 auf dem ‚Theokratischen Neue-Welt-Kongreß‘ … sprach, bezeichnete er die Bibel als die größte Angriffswaffe, als das ‚Schwert des Geistes‘ … und sagte sinngemäß: ‚Wenn wir nur den Text finden könnten, den wir suchen, dann könnten wir unsere Gegner in Schach halten‘“ (Seite 218).

Es wird also niemand mehr mit der Bibel in der Hand Menschen belästigen. „Der Krieg, den Jehovas Zeugen führen, ist strikt geistiger Natur“, heißt es im Wachtturm vom 1. Oktober 1999 (Seite 11). imageUnd diesen „Krieg“ werden Jehovas Zeugen „nicht mehr lernen“. Sie werden nicht mehr versuchen, andere Menschen zu bekehren, weil es sie nicht mehr geben wird. Die Menschen „werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der sie aufschreckt“, auch nicht am Samstagmorgen (Micha 4:4).

Jehova kündigte schon vor langer Zeit an: „Der Tag wird kommen, an dem ich die verirrten und hinkenden Schafe meiner Herde von überall her zusammenhole. Ich habe Unglück über sie gebracht“ (Micha 4:6, Gute Nachricht). Ja, Jehovas Zeugen bezeichnen sich selbst als „schafähnliche Menschen“. Sie sind geistig ‚verirrt‘ und ‚hinken‘ durch ihre Predigtdienstgebiete. Jehova wird sie „von überall her“ zusammentreiben und „Unglück über sie“ bringen.

Unglücksbotschaften

Die aufdringlichen Unglücksbotschaften im Wachtturm gehen ihm schon heute auf die Nerven: „Du Wachtturm, … warum schreist du so? … Ist dein eigener Ratgeber umgekommen?“ (Micha 4:8, 9, Gute Nachricht). Die Zeiten, als im Wachtturm noch etwas Interessantes zu lesen war, sind schon lange vorbei. Und damals war das „neue Licht“ zwar interessant, aber trotzdem falsch. Die Schreiber des Wachtturms „sind nicht zur Erkenntnis der Gedanken Jehovas gelangt, und sie sind nicht zum Verständnis seines Beschlusses gelangt“ (Micha 4:12).

Jehovas Urteil steht bereits fest: „Winde dich in Schmerzen. … Du wirst bis nach Babylon kommen müssen“ (Micha 4:10). Ja, die Wachtturm-Gesellschaft hat sich durch ihre Menschengebote, ihre Zusammenarbeit mit der UNO und der OSZE sowie durch ihre Beteiligung am Ersten Weltkrieg zu einem Teil image‚Babylons der Großen‘ gemacht. Daher muss sie sich ‚in Schmerzen winden‘, bevor sie schließlich endgültig vernichtet werden wird. Er wird sie nur bestehen lassen „bis zur der Zeit, da die Gebärende tatsächlich gebiert“ (Micha 5:2). Da heutzutage etwa drei Kinder pro Sekunde geboren werden, kann es sich nur um eine sehr kurze Zeit handeln.

Heutige Verhältnisse

Nun wird Micha wieder in die nahe Zukunft versetzt. Obwohl das Gericht über die Wachtturm-Gesellschaft bereits begonnen haben wird, wird es immer noch viele Zeugen Jehovas geben. Über sie sagt Micha: „Die überlebt haben und unter den anderen Völkern wohnen, sind für sie wie der Löwe unter den Tieren des Waldes, wie ein junger Löwe in einer Schafherde. Er fällt über die Tiere her und zerreißt sie“ (Micha 5:7, Hoffnung für Alle). Jehovas Zeugen benehmen sich wie ein Löwe. Sie sagen: „Viele werden nicht zuhören, doch das stört uns nicht. Wir suchen schafähnliche Menschen“ (Unser Königreichsdienst, September 1979, Seite 3). Wenn sie jemanden gefunden haben, der Interesse an ihrer Botschaft zeigt, ‚fallen sie über ihn her‘ wie ein Löwe und lassen ihn nicht in Ruhe, bis er sich schließlich taufen lässt.

Währenddessen beten sie zu Gott: „Erhebe deine Hand gegen deine Feinde und vernichte sie“ (Micha 5:8, Gute Nachricht). Schon im Wachtturm vom 1. Dezember 1952 erklärten Jehovas Zeugen: „Wir beten eindringlich und schreien dieses Gebet hinaus, damit Jehova nicht länger zögere, und rufen zu ihm, dass sein Zorn geoffenbart werden möchte. Zeige deinen Arm und lass die Feinde ihn sehen und gebrauche ihn zu ihrem Schaden und zu ihrer Vernichtung!“ (Seite 362). Doch sie ahnen nicht, dass Jehova ihr Gebet durch ihre eigene Vernichtung erhören wird. Micha sprach zu Jehova: „Alle deine Feinde werden weggetilgt werden“, und dieser warnte seine angeblichen Zeugen: „Es soll geschehen an jenem Tag, … daß ich deine Pferde aus deiner Mitte wegtilgen und deine Wagen vernichten will“ (Micha 5:9, 10). Unabhängig von der Zahl ihrer Pferdestärken wird er die Autos der übriggebliebenen Zeugen Jehovas unschädlich machen, so dass sie nicht mehr in ihre Predigtdienstgebiete fahren können. Ja, „Jehova hat einen Rechtsfall mit seinem Volk“ (Micha 6:2).

Viele Zeugen Jehovas stellen fest, dass der straff durchorganisierte „heilige Dienst“ sie Gott nicht näherbringt. Sie erkennen wie der Prophet Micha: „Womit soll ich mich imagebeugen vor Gott in der Höhe? Soll ich mit Ganzbrandopfern vor ihn treten, mit einjährigen Kälbern? Wird Jehova an Tausenden von Widdern Gefallen haben? … Soll ich meinen erstgeborenen Sohn für meine Auflehnung geben?“ (Micha 6:6, 7). Sinngemäß fragen sie: „Soll ich vor ihn treten mit einjährigen Bibelstudien? Wird Jehova an Tausenden von Stunden Gefallen haben? Soll ich meinen erstgeborenen Sohn ins Bethel schicken?“

Sie begreifen auch, welches Leid durch Artikel wie „Zurück zu altbewährten Erziehungsmethoden“ oder „Sollte man Kinder körperlich züchtigen?“ über unzählige Kinder gebracht wurde. Sie beachten den Rat Michas: „Hört die Rute und wer es war, der sie bestimmt hat“ (Micha 6:9). Es war nämlich nicht Jehova, der ‚die Rute als Erziehungsmethode bestimmt hat‘, sondern der selbsternannte ‚treue und verständige Sklave‘.

Die Zukunft des Bethels

Wie Jehova durch den Propheten erklärt, „sind im Haus eines Bösen noch die Schätze der Bosheit vorhanden“ (Micha 6:10). Das „Haus eines Bösen“ ist das Bethel, das heute auch die Schreibabteilung beherbergt. Jehovas Zeugen betrachten ihre Lehre „als einen kostbaren Schatz“, und in den Häusern der Schreibabteilung wurden im Lauf der Jahrzehnte viele „Schätze der Bosheit“ hervorgebracht (vgl. Der Wachtturm, 1. August 1995, S. 23). „Ihre Bewohner, sie haben Falschheit geredet, und ihre Zunge ist trügerisch in ihrem Mund“ (Micha 6:12). Tatsächlich haben sich die Prophezeiungen, die im Wachtturm veröffentlicht wurden, alle als „Falschheit“ erwiesen. „Unter den Menschen“ im Bethel „gibt es keinen Rechtschaffenen“ (Micha 7:2).

Der Prophet Micha sagt den Verkündigern: „Du deinerseits wirst Samen säen, aber du wirst nicht ernten“ (Micha 6:15). Es besteht kein Zweifel daran, was mit diesem „Samen“ gemeint ist. In Unserem Königreichsdienst vom April 1970 wird dem Leser erklärt: „Du hast die Möglichkeit, den Samen der Wahrheit zu säen, wenn du Zeitschriften zurückläßt“ (Seite 3). Und gemäß dem Wachtturm vom 15. Juni 1992 bringen Jehovas Zeugen eine „große Ernte an Menschen“ ein (Seite 15). Michas Prophezeiung zielt also darauf ab, dass Jehovas Zeugen zwar viele Zeitschriften drucken und verbreiten, aber keine Menschen einsammeln werden.

Niemand wird mehr auf sie hören wollen. Stattdessen sollen sie „zu einem Gegenstand des Entsetzens“ werden „und ihre Bewohner zu etwas, was man auspfeift“ (Micha 6:16). Schon heute werden Jehovas Zeugen hin und wieder ausgepfiffen; so erging es auch Francesco Zortea aus Italien. Im Jahr 1937 wurden er und andere Zeugen Jehovas „ausgelacht, ausgepfiffen und verhöhnt“ (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1982, Seite 148). In kurzer Zeit wird sie niemand mehr ernstnehmen.

Guter Umgang

Wenn man das sinnlose Leben der Zeugen Jehovas nicht mehr mitmachen möchte, wird man aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Sogar von seinen Familienangehörigen wird man strengstens gemieden. Im Wachtturm vom 15. Dezember 1981 heißt es: „Christen, die mit einem Ausgeschlossenen verwandt sind, der nicht in derselben Wohnung lebt, sollten demnach jeden unnötigen Umgang mit dem Betreffenden vermeiden und selbst geschäftliche Kontakte auf ein Minimum beschränken“ (Seite 29). Diese Entwicklung wurde vom Propheten Micha vorhergesehen: „Ein Sohn verachtet den Vater; eine Tochter erhebt sich gegen ihre Mutter, eine Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter; eines Mannes Feinde sind seine Hausgenossen“ (Micha 7:6).

Manchmal kommt es aber auch vor, dass Verwandte einen Ausgeschlossenen nicht vollständig meiden, obwohl sie nach der Wachtturm-Lehre eigentlich dazu verpflichtet wären. Aber trotzdem rät Jehova allen Ausgeschlossenen: „Setzt euren Glauben nicht auf einen Gefährten. Setzt euer Vertrauen nicht auf einen vertrauten Freund“, wenn dieser noch ein Zeuge Jehovas ist (Micha 7:5).

Jehova verspricht einem aufrichtigen Menschen, er werde ihn aus der Versammlung „herausführen ans Licht“ (Micha 7:9). Mit Bezug auf Zeugen Jehovas sagt er zu ihm: „Sie werden sich vor dir fürchten“  (Micha 7:17). Ja, Abtrünnige müssen keine Angst vor Jehovas Zeugen haben – vielmehr haben diese Angst vor ihnen. Der Prophet betet schließlich zu Jehova: „Du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen“ (Micha 7:19).Die „Sünden“ der Wachtturm-Gesellschaft sind hauptsächlich ihre falschen Lehren und trügerischen Prophezeiungen, die in ihren unzähligen Schriften abgedruckt sind. Jehova wird alle Wachtturm-Veröffentlichungen „in die Tiefen des Meeres werfen“, so dass nie wieder Menschen dadurch zu Schaden kommen können.

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