Unsere Zeit weise auskaufen

Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, Oktober 2008

Wie die Bibel zeigt, ist der „Tag Jehovas“ sehr nahe (Joel 1:15). Als Diener Gottes müssen wir daher ‚die gelegene Zeit auskaufen’ (Kolosser 4:5). Wie können wir das tun, so dass uns noch mehr Zeit für das lebensrettende, nie wiederkehrende Königreichspredigtwerk zur Verfügung steht?

Zähneputzen: Weltliche Zahnärzte empfehlen, zwei- bis dreimal täglich die Zähne für drei bis fünf Minuten zu putzen. Wer sich an ihren Rat hält, verbringt jeden Monat bis zu sieben Stunden mit Zähneputzen! Das ist sogar mehr, als manche Verkündiger im Predigtdienst einsetzen! Nehmen wir uns selbst wirklich für so wichtig, dass wir diese kostbare Zeit mit selbstsüchtigem Zähneputzen verschwenden, statt Mitmenschen über die kostbare Wahrheit aus Gottes Wort zu belehren?

Archäologische Funde zeigen, dass die Ägypter – Feinde Jehovas und seines Volkes – schon vor etwa 5 000 Jahren eine Art Zahnbürste benutzten. Doch die Bibel berichtet von keinem Diener Gottes, dass er Zeit mit Zähneputzen verschwendet hätte. Die umfangreichen Reinigungsvorschriften des mosaischen Gesetzes schlossen keinerlei Reinigung der Zähne ein, nicht einmal für die Priester (4. Mose 19:7).

Statt uns an weltliche Weisheit zu halten, sollten wir Gottes Wort zu Rate ziehen, wenn es um Mundhygiene geht. Der Prophet Jeremia sagte: „Jeder Mensch, der unreife Trauben ißt, dessen Zähne werden stumpf werden“ (Jeremia 31:30). Somit müssen wir lediglich den Genuss unreifer Trauben meiden, um unsere Zähne sauber zu erhalten. Tatsächlich ist dies wirksamer als Zähneputzen, denn „man schätzt, daß 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung in den USA ‚durch zuviel Zähneputzen ihre Zähne oder das Zahnfleisch geschädigt haben’“ (Erwachet!, 22. September 2000, S. 29).

Die Gesundheit der Zähne hängt nicht von zeitaufwändigen Prozeduren ab, sondern von Jehova, der zum Volk Israel sagte: „Ich meinerseits gab euch Reinheit der Zähne“ (Amos 4:6). Wenn wir die kostbare Zeit, die wir für theokratische Interessen einsetzen könnten, mit Zähneputzen verschwenden, stehen wir sogar in der Gefahr, abtrünnig zu werden. Dann werden uns unsere gepflegten Zähne nichts nützen, denn der Psalmist betete in Bezug auf Abtrünnige: „O Gott, schlag ihnen die Zähne in ihrem Mund aus!“ (Psalm 58:6). Ja, schon David betete: „Die Zähne der Bösen wirst du zerbrechen müssen“ (Psalm 3:7).

Um ‚die gelegene Zeit auszukaufen’, ist es also notwendig, auf Zähneputzen zu verzichten. Doch es gibt noch andere Tätigkeiten, die uns vom Predigtdienst abhalten und daher so kurz vor Harmagedon nicht mehr notwendig sind. Dazu gehört zum Beispiel auch Duschen und Baden.

Duschen und Baden: Die meisten Weltmenschen duschen jeden Tag ungefähr drei Minuten lang, und viele nehmen sogar jede Woche ein Vollbad. Rechnet man die Zeit für das Aus- und Anziehen dazu, kann das Duschen und Baden jeden Monat bis zu fünf Stunden in Anspruch nehmen – Zeit, die man auch sinnvoller einsetzen könnte.

Duschen und Baden gefährdet sogar die Gesundheit. Die Zeitschrift Erwachet! zitiert in der Ausgabe vom 22. Juli 1987 aus International Wildlife: „Warm zu duschen … kann gesundheitsschädlich sein. Das ergab eine Untersuchung. … Einige Vorsichtsmaßnahmen sind: nicht so lange duschen oder baden … “ (Seite 14). Die Erwachet!-Ausgabe vom 22. Mai 2004 zitiert die Zeitung The Daily Telegraph mit den Worten: „Es wird zu oft, zu lange … geduscht“ (Seite 28).

Doch viel schlimmer als die gesundheitlichen Schäden, die Duschen und Baden verursachen kann, sind die geistigen Gefahren. Gerade beim Baden wird nicht nur kostbare Zeit verschwendet, sondern es kann sogar schwere Sünden nach sich ziehen. David „erblickte … eine sich badende Frau“, was letztendlich zu Ehebruch und Mord führte (2. Samuel 11:2).

Interessanterweise waren Bäder im mosaischen Gesetz nur für bestimmte Situationen vorgesehen – beispielsweise, wenn sich ein Mann von einem Ausfluss reinigen musste (3. Mose 15). Doch nirgendwo in der Bibel wird berichtet, dass Diener Gottes regelmäßig gebadet hätten. Selbst die Priester mussten nur „ihre Hände und ihre Füße waschen“, bevor sie den Dienst antraten, nicht den ganzen Körper (2. Mose 30:21). Auch jemand, der vom Aussatz geheilt wurde oder in einem Haus gegessen hatte, das unter Quarantäne stand, musste nur „seine Kleider waschen“, aber nicht seinen Körper (3. Mose 13:6; 14:47).

Der Psalmist nennt einen wichtigen Grund dafür, wenn er schreibt: „Der Gerechte wird sich freuen. … Seine Schritte wird er im Blut des Bösen baden“ (Psalm 58:10). Ja, Jehovas Anbeter sollen nicht im Wasser, sondern im Blut Abtrünniger und Ungläubiger baden. Doch „das Gesetz des Landes … verbietet uns, Abgefallene zu töten“, wie im Wachtturm vom 15. Januar 1953 festgestellt wurde. Daher können wir erst nach Harmagedon, wenn die heutigen Ältesten als „Fürsten“ über die Erde herrschen werden, auf die von Jehova vorgesehene Weise baden (Psalm 45:16).

Bis dahin sollten wir uns an den Rat von Dr. med Darius Alamouti halten: „Zwei bis dreimaliges Duschen in der Woche [jeweils vor den Zusammenkünften] reicht also aus. … Um unangenehmen Körpergeruch zu vermeiden, ist es ausreichend, sich morgens die Achselhöhlen, den Intimbereich und die Füße zu waschen.“

Haarewaschen: Immer noch gibt es viele Menschen, die jeden Tag ihre Haare waschen. Doch auch das ist Zeitverschwendung, und „durch zu häufiges Haarewaschen können der Kopfhaut die schützenden Fette entzogen werden“, wie in der Erwachet!-Ausgabe vom 8. April 2001 zu lesen war.

Der Apostel Paulus gab christlichen Frauen die Anweisung, sich „nicht mit Flechten der Haare“ zu schmücken (1. Timotheus 2:9). Auch Petrus gab einen ähnlichen Rat (1. Petrus 3:3). Wie oft sollten Christen also ihre Haare waschen?

Die Bibel gibt uns einen Hinweis im Hohen Lied. Der Hirtenjunge sagte zur Sulamith: „Dein Haar ist gleich einer Herde Ziegen“ (Hohes Lied 4:1). Haben wir schon einmal eine „Herde Ziegen“ gerochen? Das Werk Einsichten über die Heilige Schrift sagt dazu: „In biblischen Zeiten waren einige Ziegenherden wahrscheinlich ziemlich groß. Nabal beispielsweise hatte 1 000 Ziegen“ (Band 2, Seie 1357). Ja, erst wenn der Geruch unseres Haares mit dem von etwa „1 000 Ziegen“ vergleichbar ist, können wir eine Haarwäsche in Betracht ziehen.

Allein für ihre persönliche Hygiene verwenden manche Christen bis zu 17 Stunden im Monat – wahrhaft eine Art Götzendienst, wenn man bedenkt, dass sie im Durchschnitt nur 10 Stunden monatlich im Predigtdienst stehen. Wie viel mehr Gutes kann bewirkt werden, wenn alle Verkündiger die richtigen Prioritäten setzen! Durch weniger Hygiene wird nicht nur Zeit eingespart, sondern auch warmes Wasser, wodurch der CO2-Ausstoß reduziert wird. Dadurch können mehr Bäume abgeholzt und zu Papier für das Drucken unserer lebensrettenden Zeitschriften, Broschüren und Bücher verarbeitet werden.

Wäsche: Viele haben es sich zur Angewohnheit gemacht, jeden Tag etwas anderes anzuziehen. Ja, einige wechseln sogar ihre Unterwäsche jeden Tag! Dabei wird nicht nur durch das Umziehen Zeit verschwendet, sondern auch durch das Waschen, Trocknen und Aufräumen der Wäsche. Um ‚die gelegene Zeit auszukaufen’, sollten wir die Kleidung nur wechseln, wenn sie erkennbar verschmutzt ist.

Bei der Unterwäsche können wir über kleinere Flecken hinwegsehen, da diese von außen sowieso nicht erkennbar sind. Als Jesus die Apostel aussandte, gebot er ihnen, „nicht zwei untere Kleider zu tragen“ (Markus 6:9). Ja, obwohl ihre Reisen längere Zeit dauern würden, würde ein ‚unteres Kleid’ – vergleichbar mit einer heutigen Unterhose – für die gesamte Reise ausreichen. Wir leben heute nicht in so einer staubigen Umgebung, so dass man eine Unterhose problemlos einen Monat lang tragen kann.

Küche: Es gibt noch andere Bereiche, in denen viel zu viel Zeit verschwendet wird. In vielen Haushalten wird zum Beispiel jeden Tag gekocht. Das nimmt leicht 50 Stunden monatlich in Anspruch. Wie weise wäre es, nur einmal in der Woche eine größere Menge zu kochen und dann den Rest der Woche davon zu essen! Daher gebot der Prophet Elisa seinem Diener: „Setz den großen Kochtopf auf“ (2. Könige 4:38). Auch gibt die Bibel den Rat: „Was ihr backen könnt, backt, und was ihr kochen könnt, kocht“ (2. Mose 16:23).

Viele Verkündiger können sich keine Geschirrspülmaschine leisten und machen daher ihren Abwasch
von Hand. Das sind pro Person bis zu 8 Stunden im Monat! Wir können auch hier wertvolle Zeit sparen, indem wir Teller zwei- oder dreimal verwenden und sie erst dann abwaschen.

Schließlich sollten wir uns überlegen, ob wir wirklich jeden Tag dreimal essen müssen. Vielleicht könnten wir einmal am Tag oder alle zwei Tage eine größere Menge essen. Das würde uns ermöglichen, noch mehr Zeit für das lebensrettende Königreichspredigtwerk einzusetzen. Wir könnten dann auch einen ganzen Tag im Predigtdienst verbringen, ohne eine Pause zum Essen einzulegen. In den Sommermonaten könnten wir unseren Dienst sogar bis in die späten Abendstunden ausdehnen.

Einkaufen: Viele haben es sich zur Gewohnheit gemacht, mehrmals in der Woche einzukaufen. Manche gehen sogar jeden Morgen zur Bäckerei, um frische Brötchen zu besorgen. Doch der Apostel Paulus fordert uns auf, „weltliche Begierden von uns zu weisen und inmitten dieses gegenwärtigen Systems der Dinge mit gesundem Sinn und Gerechtigkeit und Gottergebenheit zu leben“ (Titus 2:12).

Ein ‚gesunder Sinn’ wird uns erkennen lassen, wie selbstsüchtig es wäre, den Menschen in unserem Gebiet die lebensrettende gute Botschaft vorzuenthalten, nur um frische Brötchen zum Frühstück zu haben! Viel wertvolle Zeit kann eingespart werden, wenn wir nur alle vier Wochen zum Supermarkt fahren und dort Obst und Gemüse für den ganzen Monat einkaufen. Brot und Brötchen können wir einmal pro Woche oder alle zwei Wochen besorgen.

Schlaf: Die meisten Menschen schlafen etwa acht Stunden täglich, das sind rund 240 Stunden im
Monat. Doch wir müssen uns immer vor Augen halten, in was für einer Zeit wir leben! Der „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“ steht kurz bevor! (Offenbarung 16:14). Passenderweise schalt Jesus seine Jünger: „Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus! Es ist genug! … Warum schlaft ihr? Steht auf!“ (Markus 14:41; Lukas 22:46).

Auch der Apostel Paulus schrieb, „daß die Stunde für euch schon da ist, aus dem Schlaf zu erwachen“  (Römer 13:11). Und der weise Salomo fragte: „Wie lange wirst du liegenbleiben, du Fauler? Wann wirst du von deinem Schlaf aufstehen?“ (Sprüche 6:9).

Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia ergab eine Studie, dass viele Menschen zwar acht Stunden schlafen, aber „das Optimum eher zwischen sechs und sieben Stunden liegt“. Beachten wir daher den Rat des Paulus, der schrieb: „So laßt uns denn nicht weiterschlafen wie die übrigen“ (1. Thessalonicher 5:6). Werden wir vielmehr „Nachahmer Gottes“, über den der Psalmist schrieb: „Er wird nicht schläfrig sein noch schlafen gehen“ (Epheser 5:1; Psalm 121:4).

Wenn wir unsere Schlafdauer von acht auf sechseinhalb Stunden reduzieren, können wir jeden Monat 45 Stunden gewinnen, die uns für vermehrten Predigtdienst zur Verfügung stehen. Sind wir dem ‚treuen und verständigen Sklaven’ nicht dankbar für den wunderbaren Rat, den er uns zukommen lässt? Bestimmt werden wir alles daransetzen, die vielen zusätzlichen Stunden, die uns nun zur Verfügung stehen werden, im lebensrettenden Königreichspredigtwerk einzusetzen!

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