Sollten Christen Pfefferminztee trinken?

Nachdruck aus Erbrechet!, Februar 2008

In vielen Ländern der Welt ist man es gewohnt, sich bei einer Tasse Pfefferminztee auszuruhen. Aber obwohl dieser Brauch so weit verbreitet ist, wird manchmal ernsthaft angezweifelt oder gar bestritten, dass das Trinken von Pfefferminztee vernünftig ist. Besonders Christen, die bestrebt sind, ihr Leben nach den guten Ratschlägen und Grundsätzen des Wortes Gottes auszurichten, kommen deswegen gelegentlich Bedenken. Diese beruhen hauptsächlich auf zwei Gesichtspunkten.

Es gibt Leute, die sagen, es sei unvernünftig, ja sogar unchristlich, Pfefferminztee zu trinken, weil dieses Getränke Menthol enthält. Sie weisen darauf hin, dass schon wenige Gramm Menthol lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und Atemnot verursachen können. Sie finden deshalb, wenn es der Christ mit Recht vermeidet, sein von Gott gegebenes Leben zu gefährden, dann sollte er auch das im Pfefferminztee enthaltene Menthol meiden.

Außerdem wird gegen Pfefferminztee eingewandt, er sei gesundheitsschädlich. So sind Sehstörungen, Magenreizungen, Asthmaanfälle und Gallenkoliken mit dem Trinken von Pfefferminztee in Verbindung gebracht worden. Man folgert deshalb, da der Christ sich selbst und somit auch seinen Organismus Gott hingegeben habe, sollte er – soweit es in seiner Macht liege – alles meiden, was ihm schaden könnte (Röm. 12:1).

Wie kann man zu einer vernünftigen Entscheidung kommen, da doch über dieses Thema so viel gesagt wird? Der Rat der Bibel kann dabei eine Hilfe sein.

Verurteilt die Bibel das Essen oder Trinken von Nahrungs- bzw. Genussmitteln, die natürliche Stoffe enthalten, welche stimulierend oder entspannend wirken? Auch der Alkohol ist eine Droge, die beruhigt, d. h., die wie ein Sedativ auf das Gehirn wirkt.

In biblischen Zeiten war es üblich, zu den Mahlzeiten Wein zu trinken (1. Mose 27:25; 1. Sam. 16:20). Jeder Mensch muss Flüssigkeit zu sich nehmen. Und in der Bibel wird oft zum Trinken von Wein, Bier oder ähnlichen Getränken ermuntert. Erkennst du, welche Bedeutung sich daraus ergibt? Dürfte man mit Recht behaupten, weil Pfefferminztee Menthol enthalte, sei es unbiblisch, Pfefferminztee zu trinken?

Pfefferminztee und Gesundheit

Viele Leute haben aufgehört, Pfefferminztee zu trinken, nachdem sie Berichte darüber gelesen hatten, dass dieses Getränk gesundheitsschädigend sein könne. Um gerecht zu sein, muss indessen gesagt werden, dass auch Berichte erschienen sind, in denen diese Gefahren bestritten wurden und aus denen hervorging, dass der mäßige Genuss von Pfefferminztee für die meisten Leute kein wesentliches Risiko darstellt.

Verschiedene weitere gesundheitliche Aspekte in Verbindung mit dem Genuss von Pfefferminztee könnten besprochen werden, doch beachte man, zu welchem Schluss ein anonymer Schreiber in einem Internetforum kam:

Pfefferminze ist eine Heilpflanze und sollte wie alle Heilpflanzen nicht ständig in großen Mengen eingenommen werden.

Auch folgendes sollte nicht übersehen werden: Angenommen, es wäre nachgewiesen, dass ein gewisses Risiko besteht, käme es dann nicht ganz darauf an, wie viel Pfefferminztee jemand trinken würde und wie regelmäßig? Könnte es außerdem sein, dass das „Risiko“ vom Gesundheitszustand des einzelnen abhängt?

In dieser Verbindung sei wieder auf das verwiesen, was die Bibel über alkoholische Getränke sagt. Ist es nicht allgemein bekannt, dass übermäßiger Alkoholgenuss der Gesundheit schaden kann? Dennoch verbietet der Schöpfer, der einen viel umfassenderen Überblick über die Wirkung des Alkohols auf den Menschen hat als irgendein Mensch, den Genuss davon nicht, ja, er gebietet sogar, Wein zu gebrauchen. Sollte das nicht auch auf Pfefferminztee zutreffen?

Beim Trinken von Pfefferminztee spielt das Maßhalten eine wichtige Rolle, aber ebenso wichtig ist das Verständnis. Wer keinen Pfefferminztee trinkt, sollte sich bemühen, die anderen, die das tun, zu verstehen.

Da nirgendwo in der Bibel etwas gesagt wird, was das Trinken von Pfefferminztee kategorisch ausschließen würde, sollte man anderen das Recht einräumen, in dieser Frage selbst zu entscheiden, und ihre Entscheidung sollte man dann auch respektieren. Und die anderen, die Pfefferminztee trinken, sollten sich denen gegenüber, die das nicht tun, ebenso tolerant verhalten. Vom biblischen Standpunkt aus gesehen, ist es die persönliche Angelegenheit eines Christen, ob er maßvoll Pfefferminztee trinken will oder nicht.

 

Weiteren Aufschluss enthält der Artikel „Was sagt die Bibel? Der Christ und das Trinken von Kaffee und Tee“ in der Erwachet!-Ausgabe vom 8. Oktober 1977.

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