Christen erwarten die Befreiung

Nachdruck aus Erbrechet!, März 2008

„Ich war im Gefängnis“ (Matthäus 25:36)

In früherer Zeit haben viele Diener Jehovas geglaubt, Jesus Christus und seine Apostel hätten in Judäa und Samaria gepredigt. Doch für Jehova ist jetzt die Zeit gekommen, die Wahrheit über seinen Sohn zu offenbaren. Wo lebten und predigten Jesus und seine Jünger? Wie sollte sich das auf unser Leben als Christen auswirken?

Einen interessanten Hinweis finden wir im sogenannten „Mustergebet“, in dem Jesus spricht: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ (Matthäus 6:11, Lutherbibel). Brot war damals jedoch nicht die normale Nahrung der Bevölkerung. Wie heute auch, so war es vielmehr üblich, Gefängnisinsassen mit Brot (und Wasser) zu verköstigen.

Jesus und seine Apostel lebten also als Gefangene. Abtrünnige Geistliche der Christenheit verstanden ihr Gespräch mit dem Gefängnisaufseher später als Gebet. Bestätigt der Zusammenhang diese Schlussfolgerung? Aber ja. Jesus fuhr fort: „Vergib uns unsere Schulden“, was auf finanzielle Probleme als Ursache der Inhaftierung schließen lässt (Matthäus 6:12). Schließlich flehte er seinen Gesprächspartner an: „Befreie uns“ (Matthäus 6:13). Obwohl Jesus selbst erklärte: „Ich war im Gefängnis“, wird diese Lehre von vielen Kirchgängern bis heute nicht richtig verstanden (Matthäus 25:36).

Wie führte Jesus unter diesen Umständen das Predigtwerk durch? Die Bibel gibt auf diese Frage eine eindeutige Antwort: Christus „predigte den Geistern im Gefängnis“ (1. Petrus 3:19). Ja, offensichtlich betrachtete er das Gefängnis als sein Predigtdienstgebiet. Schließlich hatte auch Johannes „im Gefängnis von den Werken des Christus gehört“ (Matthäus 11:2).

Welche Hoffnung bot Jesus seinen Jüngern? Er war von Jehova gesandt, „um den Gefangenen Freilassung zu predigen“ (Lukas 4:18). Schließlich sagte er: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8:32).

Als wahre Christen wollen wir sicherlich Jesus in jeder Hinsicht nachahmen. Wir sollten daher nach Möglichkeiten suchen, ein Gesetz des Landes, in dem wir leben, zu brechen, ohne das „Gesetz des Christus“ zu übertreten (Galater 6:2). Dann können wir uns wie die ersten Christen erweisen, die von Saulus ‚jeweils ins Gefängnis eingeliefert’ worden waren (Apostelgeschichte 8:3).

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