Durch die Königreichsmelodien Trost finden

Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, April 2008

Diener Gottes sind gegen die Widrigkeiten des Lebens nicht immun. Die wunderbaren Königreichsmelodien haben jedoch schon vielen Christen geholfen, in schwierigen Situationen Trost zu finden.

Vor einigen Jahren gab es in Asien heftige Regenfälle, die eine große Flutkatastrophe auslösten. Auch Arpad und Muriba aus Indien verloren ihr gesamtes Hab und Gut, die ganze Ernte wurde zerstört, und einige ihrer Angehörigen kamen in den Fluten um.

Die Familie sang daraufhin gemeinsam das Königreichslied 108*), in dem es heißt: „So, wie der Regen fällt sanft hernieder, sättigt das Land, läßt Ertrag gedeihn, so wird Jehovas Wort sich erweisen.“ Ja, sie priesen Jehova Gott, weil er „es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt“ und „Regen vom Himmel gibt“ (Matthäus 5:45; Apostelgeschichte 14:17). Sie betrachteten die Überschwemmung als eine Vorschau auf die herrlichen Segnungen im Paradies.

Mbele und Tabitha aus Eritrea hatten mit einem anderen Problem zu kämpfen. Eine fürchterliche Dürre verwüstete ihr Land; die Sonne schien monatelang unerbittlich. All ihre Tiere verdursteten, die Ernte wurde zerstört, und ihre Kinder wurden todkrank. Sie priesen Gott mit dem Königreichslied 5 und sangen: „Sonne, Mond und Sternenhimmel machen Gottes Ruhm bekannt.“ Sie dachten auch daran, dass die gesalbten Christen „so hell leuchten wie die Sonne“, indem sie die Menschheit mit lebengebender geistiger Speise versorgen (Matthäus 13:43).

Einen schweren Schicksalsschlag mussten Hassan und Cleopatra aus Ägypten hinnehmen. Während eines Ausflugs zum Nil wurde ihr fünfjähriger Sohn von einem Krokodil gefressen. Als die Familie in Panik davonrannte, schreckte sie eine Herde Flusspferde auf, die daraufhin auch noch ihre Tochter angriff.

Da Flusspferde Vegetarier sind, haben sie das Mädchen zwar nicht gefressen, sondern wieder ausgespuckt, aber dennoch kam für sie jede Hilfe zu spät. Auf dem Nachhauseweg sangen die Eltern das Königreichslied 34, in dem über Jehova gesagt wird: „Wunder der Schöpfung erzählen von dir.“

Wie der treue Hiob betrachteten sie das Flusspferd als ein Wunderwerk der Schöpfung, als den „Anfang der Wege Gottes“ (Hiob 40:19). Zu Gottes wunderbarer Schöpfung gehört auch das Krokodil. Nachdem der Schöpfer auf die zerstörerische Kraft des Krokodils hinweist, fährt er fort: „Und wer ist es, der vor mir standhalten kann? Wer hat mir zuerst etwas gegeben, daß ich ihn belohnen müßte?“ (Hiob 41:10, 11). Dieser wunderbare Text hat den beiden viel Kraft in dieser schweren Situation gegeben.

Madeleine aus New York verlor ihren Ehemann bei einem Reitunfall. Während eines Hurrikans war er über die Brooklyn Bridge geritten, als er von einer heftigen Böe erfasst wurde und sein Pferd über das Geländer sprang. Wenn sie die Einsamkeit überkommt, singt unsere Schwester oft das Königreichslied 171, in dem es heißt: „Singet Jehova. … Das Roß und den Reiter hat er tief ins Meer gestürzt.“ Sie freut sich auf die Zeit, in der ‚das Meer die Toten herausgibt’ (Offenbarung 20:13).

Jukka-Pekka aus Finnland war zum Klettern im Gebirge, als sich plötzlich ein großer Felsbrocken löste und auf ihn fiel. Dabei wurden seine beiden Beine abgetrennt, doch er konnte schwerverletzt geborgen werden. Noch im Rettungshubschrauber begann er, das Königreichslied 41 zu singen: „Preiset den Felsen. … Jehova, der Fels, ist liebreich und treu.“ Er denkt auch oft daran, dass Jehova „unser Retter, Fels und Erlöser“ ist, wie es im Königreichslied 49 zum Ausdruck gebracht wird.

Mit ganz anderen Problemen kämpfen Helmut und Erika aus Deutschland. Ihnen macht vor allem die Gleichgültigkeit der Menschen in ihrem Predigtdienstgebiet zu schaffen. Viele wollen ihnen nicht zuhören, obwohl sie schon seit 50 Jahren jeden Samstag dieselbe lebensrettende Botschaft bringen.

Sie trösten sich mit dem Königreichslied 53, wo zum Ausdruck gebracht wird: „Christus, der König, auch amtet als Richter; Völkern, Nationen gebietet er Halt. Bald tritt er auf als ein großer Vernichter, straft jeden Feind mit gerechter Gewalt.“ Wenn jemand gegnerisch eingestellt ist, singen sie oft noch vor der Haustür das Königreichslied 168: „Für Christus endlich kam die Zeit, als König zu regieren. Bald lecken seine Feinde Staub, und er wird triumphieren.“

Sandra aus Österreich geht es ähnlich. Immer, wenn sie glaubt, das Predigen lohnt sich nicht mehr, singt sie Lied 212: „Hab Dank, Herr Jehova, daß wir Wahrheitswort stets predigen dürfen, ja immerfort.“

Bei allem Nutzen, den wir aus den wunderbaren Königreichsmelodien ziehen können, ist auch ein Wort zur Vorsicht angebracht. Eine junge Christin aus Holland sang gern das Königreichslied 128, in dem es heißt: „Prüfe es, ja sorgsam bedenk es! Diese Zeit geht zu Ende bald.“ Sie nahm dieses Lied als Vorwand, zu prüfen und sorgsam zu bedenken, ob „diese Zeit“ wirklich bald zu Ende geht.

Ihre Prüfung ergab, dass damit nicht zu rechnen ist, und sie zog sich von Jehovas Volk zurück. Ihre Eltern waren sehr betrübt, aber sie trösten sich mit der wunderbaren Verheißung, gemäß der Jesus bald über ihre Tochter sagen wird: „Bringt sie her, und schlachtet sie vor mir!“ (Lukas 19:17).

Lassen auch wir uns in schwierigen Zeiten von den Königreichsmelodien trösten!


*) Die Lieder stammen aus dem Buch Singt Jehova Loblieder, das von 1986 bis 2009 verwendet wurde.

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