Unsere Erkenntnis über Jesus Christus vertiefen

Nachdruck aus Erbrechet, Oktober 2009

„Salomo ging daran, sich mit Pharao, dem König von Ägypten, zu verschwägern und Pharaos Tochter zu nehmen.“ (1. Könige 3:1)

Als Sohn Gottes und König des himmlischen Königreiches spielt Jesus Christus zweifellos die zentrale Rolle im Glauben jedes Christen. Doch leider verrät die Bibel – zumindest oberflächlich betrachtet – nicht allzu viel über ihn. Über sein Familienleben oder die Art und Weise, wie die Welt unter seiner Herrschaft aussehen wird, gibt es nur wenige Aussagen.

Glücklicherweise lässt uns Gottes Wort aber trotzdem nicht im Dunkeln. „Jesus Christus [ist] der größere Salomo“ (Erwachet!, 22. Februar 2002, Seite 9). Ja, „Salomo … stellte passenderweise Jesus Christus dar“ (Überleben – und dann eine neue Erde, Seite 40). Somit können wir viele Einzelheiten über Jesus Christus erfahren, indem wir das Leben Salomos, seines prophetischen Vorbilds, untersuchen.

Herkunft

Der Vater Salomos war David, ein Mörder und Ehebrecher, ein ‚Mann, der dem Herzen Jehovas angenehm war‘ (2. Samuel 12:9, 24; Apostelgeschichte 13:22). Nachdem Bathsebas erstes Kind starb, begann David „Bathseba, seine Frau, zu trösten. Auch kam er zu ihr herein und lag bei ihr. Im Laufe der Zeit gebar sie einen Sohn, und man gab ihm den Namen Salomo“ (2. Samuel 12:24).

Die Bibel sagt eindeutig, „daß Jesus der Sohn Gottes ist“ (1. Johannes 5:5). Doch genauso, wie Salomo der Sohn Davids war, so ist natürlich auch der größere Salomo der Sohn des größeren David. Allerdings heißt es in dem Werk Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich, dass der Apostel Petrus „bewies, daß Christus Jesus der größere David ist“ (Seite 105). Somit ist Jesus sowohl der Sohn Gottes als auch sein eigener Sohn. Das ist ein starker Beweis für die Dreieinigkeit.

Allerdings sind Jesus und Gott erst zwei Personen. Wer ist der dritte Teil in der Trinität? Der Bericht über Salomo enthält einen deutlichen Hinweis: „Das Gewicht des Goldes, das bei Salomo in einem Jahr einging, belief sich auf sechshundertsechsundsechzig Talente Gold, ohne das von den Reisenden und vom Gewinn der Händler“ (1. Könige 10:14, 15). Erforschern der Bibel fällt natürlich sofort auf, dass es sich bei der Zahl 666 um „die Zahl des wilden Tieres“ handelt (Offenbarung 13:18).

imageEs ist nicht verwunderlich, dass Salomos jährliches Einkommen genau mit dieser Zahl angegeben wird, denn die Bibel sagt, „daß niemand kaufen oder verkaufen könne, ausgenommen jemand, der das Kennzeichen hat, den Namen des wilden Tieres oder die Zahl seines Namens“ (Offenbarung 13:17). Da Salomo auch „vom Gewinn der Händler“ profitierte, hat er offensichtlich mit dem wilden Tier zusammengearbeitet, und das gleiche trifft dann auch auf den größeren Salomo, Jesus Christus, zu. Die Dreieinigkeit besteht also in Wirklichkeit aus Gott, Jesus Christus und dem wilden Tier.

Die Königin von Scheba

In der Bibel heißt es: „Die Königin von Scheba hörte ihrerseits den Bericht über Salomo, und sie kam dann nach Jerusalem, zusammen mit … Kamelen, die … Steine trugen“ (2. Chronika 9:1). Sie versuchte, Salomo mit schweren Steinen zu beeindrucken. Doch sie schleppte die Steine natürlich nicht selbst, sondern ließ dies von Kamelen tun.

imageDie Königin von Scheba stellt den gesalbten Überrest dar, dessen Glieder angeblich bald „im Himmel als Könige und Priester wirken“ werden (Der Wachtturm, 1. Februar 2002, Seite 23). Auch sie wollen Jesus Christus mit ihrem Predigtdienst beeindrucken, den viele „als eine schwere Last empfinden“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 1991, Seite 21). Daher lassen sie ihn von gegenbildlichen Kamelen durchführen. Der Wachtturm vom 1. Februar 1975 sagt über die „anderen Schafe“, d. h. die Zeugen Jehovas, die nicht zum gesalbten Überrest zählen: „Tatsächlich verrichten sie heute den größten Teil des Predigtwerkes“ (Seite 73). Sie sind also die größeren Kamele.

Wie Kamele die Last der Königin von Scheba trugen, so lassen die gesalbten Könige den Predigtdienst von der kamelgleichen „großen Volksmenge“ durchführen

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Harmagedon

Der Bau des Tempels in Jerusalem „nahm siebeneinhalb Jahre in Anspruch“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 762). Das sind 2700 Tage, und nach der prophetischen Regel „ein Tag für ein Jahr“ können wir davon ausgehen, dass der Bau des großen geistigen Tempels 2700 Jahre dauern wird. Begonnen werden konnte damit natürlich erst, nachdem der buchstäbliche Tempel im Jahr 607 v. u. Z. zerstört worden war.

Die Aufrichtung des Königreiches Gottes und die damit verbundene Vernichtung aller Ungläubigen in Harmagedon können demzufolge erst stattfinden, wenn der geistige Tempel fertig ist. Dies wird frühestens im Jahr 2094 der Fall sein. Der buchstäbliche Tempel wurde von Salomo allerdings erst elf Monate oder 330 Tage nach seiner Fertigstellung eingeweiht, so dass Harmagedon vielleicht auch erst im Jahr 2424 kommt.

imageDie „anderen Schafe“ rechnen natürlich nicht damit, in Harmagedon vernichtet zu werden. Der Wachtturm vom 15. April 1995 sagt: „Die anderen Schafe hoffen heute vielmehr, zu überleben und in das Paradies auf der Erde zu gelangen“ (Seite 31). Doch sie übersehen offensichtlich, dass bei der Einweihung des Tempels Salomos „120 000 Schafe als Brandopfer und Gemeinschaftsschlachtopfer dargebracht wurden“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 763). Da der geistige Tempel weitaus größer ist als der Tempel Salomos, werden bei der Einweihung wohl mehrere Millionen „andere Schafe“ auf dem Altar geopfert werden müssen.

Unter Jesu Herrschaft

Wie wird Jesus Christus regieren? Als er noch auf der Erde war, sagte er, „daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, … in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat“, was damals mit dem Tod durch Steinigung bestraft wurde (Matthäus 5:28). Wird diese Regelung auch im Paradies gelten? Salomo war auch einmal mit einem Mann konfrontiert, der offensichtlich ‚fortwährend eine Frau ansah‘ und sich in sie verliebte. Es handelte sich um Adonia, seinen Halbbruder. Dieser beauftragte Bathseba: „Bitte sage zu Salomo, dem König, … daß er mir Abischag, die Sunamitin, zur Frau gebe“ (1. Könige 2:17) Wie reagierte Salomo? Er schwor „bei Jehova, indem er sagte: … ‚Heute wird Adonia zu Tode gebracht werden.‘ imageSofort sandte König Salomo durch Benaja, den Sohn Jehojadas, hin; und er fiel dann über ihn her, so daß er starb“ (1. Könige 2:23-25). Für Romantik wird im Paradies also kein Platz sein.

Da Männer sterben müssen, wenn sie die gleiche Frau ‚fortwährend ansehen‘, haben sie keine andere Wahl, als ihre Partnerinnen regelmäßig zu wechseln. Daher wird es wohl auch im Paradies Prostituierte und uneheliche Kinder geben, genauso wie in Israel zur Zeit Salomos (1. Könige 3:16-18).

Einige Christen werden jedoch zu himmlischem Leben auferweckt werden (Johannes 14:2). Müssen auch sie Angst davor haben, von Jesus getötet zu werden, wenn sie etwas tun, was ihm nicht passt? Als Joab um sein Leben fürchtete, floh er zur Stiftshütte und „erfaßte die Hörner des Altars“ im Allerheiligsten (1. Könige 2:28). Trotzdem ließ Salomo ihn an dieser Stelle zu Tode bringen (1. Könige 2:34). Da „das Allerheiligste innerhalb des inneren Vorhangs den ‚Himmel selbst‘ veranschaulicht“, wird der größere Salomo auch im Himmel jeden beseitigen, der ihm im Weg steht (Der Wachtturm, 1. März 1973, Seite 138).

Zwangsarbeit

Im Paradies wird es viel zu tun geben, genauso wie zur Zeit Salomos in imageIsrael. „König Salomo brachte fortwährend die aus ganz Israel zur Zwangsarbeit Ausgehobenen herauf; und die zur Zwangsarbeit Ausgehobenen beliefen sich auf dreißigtausend Mann“ (1. Könige 5:13) „Was alles übriggebliebene Volk … betrifft, die nicht zu den Söhnen Israels gehörten, … sie hob Salomo fortgesetzt zu sklavischer Zwangsarbeit aus“ (1. Könige 9:20, 21). Es gab „siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinhauer“ (1. Könige 5:15). Auch Jesus Christus, der größere Salomo, wird im Paradies Menschen zur Zwangsarbeit einziehen. Wer nicht richtig arbeitet und sich als „träger Sklave“ erweist, wird „in die Finsternis draußen“ geworfen, d. h. hingerichtet (Matthäus 25:26, 30).

Zwar werden wohl Millionen Menschen als Zwangsarbeiter eingezogen werden, aber diese werden nur einen Bruchteil der gesamten Menschheit ausmachen. Zur imageZeit Salomos waren „Juda und Israel … so viele wie die Sandkörner, die am Meer sind, an Menge“ (1. Könige 4:20). Gemäß einer groben Schätzung würde das einer weltweiten Bevölkerungsdichte von 671.591.672.263 Menschen pro m² entsprechen. Daher handelt es sich bei dem Bericht wahrscheinlich um eine Übertreibung, genauso wie bei zahlreichen anderen biblischen Versprechen.

Die diktatorische Herrschaft des größeren Salomo wird wohl nur durch regelmäßigen Alkoholkonsum zu ertragen sein. Schon im alten Israel war „ein jeder unter seinem eigenen Weinstock“ anzutreffen (1. Könige 4:25). Als er auf der Erde war, verwandelte Jesus Wasser in Wein (Johannes 2:9). Später machte der Apostel Paulus ebenfalls deutlich, dass Wein das richtige Getränk für Christen ist (1. Timotheus 5:23). Wir können daher davon ausgehen, dass Jesu Wunder in Kana nur ein Vorgeschmack darauf war, dass er im Paradies das gesamte Wasser auf der Erde in Wein verwandeln wird. In manchen Flüssen wird stattdessen Wodka fließen, der von jeher als „Wasser des Lebens“ bezeichnet wird und „klar wie Kristall“ ist (Offenbarung 22:1).

Jesu Familienleben

Jesus „liebte Martha und ihre Schwester“ (Johannes 11:5). Die Evangelien berichten auch von „Frauen, … die ihn gewöhnlich begleiteten und ihm dienten“ (Markus 15:40, 41). Doch genauso wie Salomo wird er erst dann heiraten, wenn er seine Herrschaft angetreten hat, und zwar die „144 000 gesalbten Christen, die die Braut Christi sein werden“ (Der Wachtturm, 1. Juni 1996, Seite 31). Aus dem Bericht über Salomo können wir einiges über die Identität dieser Braut erfahren.

Der Bericht über das alttestamentliche Vorbild für die „Hochzeit des Lammes“ lautet wie folgt: „Salomo ging daran, sich mit Pharao, dem König von Ägypten, zu verschwägern und Pharaos Tochter zu nehmen“ (1. Könige 3:1; Offenbarung 19:7). Daraus können wir schließen, dass der größere Salomo die Tochter des größeren Pharao, des Königs des gegenbildlichen Ägypten, zur Frau nehmen wird.

Das wird für die „anderen Schafe“ eine große Enttäuschung sein, denn gemäß dem Wachtturm vom 1. September 1989 „blicken sie der völligen Befreiung aus dem gegenbildlichen Ägypten, dem System der Dinge dieser Welt, entgegen, dessen Gott der größere Pharao, Satan, der Teufel, ist“ (Seite 15). Doch Jesus, der größere Salomo, wird mit Satan gemeinsame Sache machen und eine Tochter Satans – die gesalbten Zeugen Jehovas – zur Frau nehmen. Satan ist schließlich der „Vater der Lüge“, und der gesalbte Überrest ist in seine Fußstapfen getreten (Johannes 8:44).

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Allerdings wird die in der Bibel erwähnte „Frau des Lammes“ nur Jesu erste Braut sein (Offenbarung 21:9). „Salomo seinerseits liebte viele fremdländische Frauen neben der Tochter Pharaos: Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen und Hethiterinnen. … Er hatte schließlich siebenhundert Frauen … und dreihundert Nebenfrauen“ (1. Könige 11:1, 3). Auch der größere Salomo wird daher außer den gesalbten Zeugen Jehovas noch weitere Frauen nehmen. „1914 behaupteten Tausende von Kirchen, christlich zu sein“, so dass Jesus genügend Auswahl haben wird (Der Wachtturm, 1. Dezember 1992, Seite 13).

Das Ende

„Als Salomo alt wurde, … erwies [es] sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war. … Und Salomo begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach“ (1. Könige 11:4, 6). Bei Jesus, dem größeren Salomo, war schon während seines irdischen Dienstes eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Bei mehreren Gelegenheiten sagte er: „Ihr habt gehört, daß gesagt wurde …“, führte etwas aus dem Gesetz Gottes an, und widersprach dann mit den Worten: „Doch ich sage euch …“ (Matthäus 5:21, 27, 38, 43).

Das Werk Einsichten über die Heilige Schrift sagt: „Anscheinend versuchte er, eine Art Interkonfessionalismus zu praktizieren. … Deswegen ‚geriet Jehova in Zorn über Salomo‘“ (Band 2, Seite 766). Desgleichen wird auch Jehova über Jesus in Zorn geraten. Darauf bezog sich der Apostel Paulus mit den Worten: „Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt“ (1. Korinther 15:24). Jehova wird über Jesus in Zorn geraten und verlangen, dass er ihm „das Königreich übergibt“. Da Gott sich nicht darauf verlassen kann, dass Jesus während seiner Herrschaft alles richtig gemacht hat, müssen dann „alle … ‚Dinge auf der Erde‘ einer Schlussprüfung unterzogen“ werden (Der Wachtturm, 15. Februar 2006, Seite 25).

Sind wir nicht begeistert, welche Einzelheiten über Jesu Persönlichkeit wir aus dem Bericht über Salomo lernen konnten? Doch Jesus ist auch der größere Melchisedek, der größere Isaak, der größere Joseph, der größere Moses, der größere Hohe Priester, der größere Josua, der größere Gideon, der größere David, der größere Josaphat, der größere Hiskia, der größere Jesaja, der größere Cyrus und der größere Serubbabel.

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