Im Predigtdienst biblische Grundsätze beachten

Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, Februar 2008

Im Predigtdienst treffen wir gelegentlich Menschen, die nicht auf unsere Botschaft hören wollen. Wie sollten wir in solchen Fällen vorgehen? Die Bibel gibt uns eine Fülle von Anregungen.

Wenn jemand spottet

Als der Prophet Elisa von ungläubigen Kindern „verhöhnt“ wurde, „rief er im Namen Jehovas Übles auf sie herab“ (2. Kön. 2:23, 24). Auch dieser Bericht gehört zu den ‚Schriften, die zu unserer Unterweisung geschrieben wurden’ (Röm. 15:4). Daher sollten wir, wenn wir verspottet werden, ebenso handeln. Es mag sein, dass keine Bärinnen aus dem Wald kommen und die Spötter fressen, insbesondere dann, wenn wir in einer waldarmen Gegend predigen. Aber wir sind zuversichtlich, dass Jehova eine andere Möglichkeit finden wird, unsere Gegner zum Schweigen zu bringen.

Wenn jemand sich nicht entscheiden kann

Manchmal treffen wir Menschen, die uns in vielen Punkten zustimmen, aber dennoch bei ihrer bestehenden Religion bleiben. Eine ähnliche Situation bestand im 10. Jhd. v. u. Z., als der Prophet Elia fragen musste: „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken?“ (1. Kön. 18:21). Auch heute können wir eine Feuerprobe durchführen, wobei wir den Ablauf an die örtlichen Gegebenheiten anpassen sollten.

Wir wünschen uns, dass der Wohnungsinhaber danach ‚auf sein Angesicht fällt’ und in die Worte einstimmt: „Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!“ (1.Kön. 18:39). Mit Wohnungsinhabern, die innerhalb von drei Monaten nach dieser Machtdemonstration Jehovas noch nicht getauft sind, sollten wir so verfahren, wie Elia mit den Baalspropheten: Er „führte sie dann hinab zum Wildbachtal … und schlachtete sie dort hin“ (1. Kön. 18:40).

Wenn jemand nicht hören will

Einige Menschen wollen unsere Botschaft einfach nicht hören. Wir können Ihnen die folgenden Worte Jehovas mitteilen: „Wenn ihr nicht auf mich hören werdet, … indem ihr auf die Worte meiner … [Zeugen] hört, die ich zu euch sende, … will ich meinerseits dieses Haus dem … [Erdboden] gleichmachen“ (Jer. 26:4-6). Aus Liebe zu den Menschen wünschen wir uns sehr, dass sie auf dieses barmherzige Angebot eingehen und wir den Fall nicht dem Baggerkomitee übergeben müssen.

Doch was ist, wenn jemand trotzdem nicht hören will? Ahmen wir Jehova nach, der sagte: „Wenn ihr aber weiterhin im Widerstand gegen mich wandelt und nicht auf mich zu hören wünscht, dann werde ich euch siebenmal mehr Schläge auferlegen müssen. … Und ich will die wilden Tiere des Feldes unter euch senden, und sie werden euch bestimmt der Kinder berauben“ (3. Mo. 26:21, 22). Zu solchen Rückbesuchen sollten wir am besten einen kräftigen Bruder mitnehmen.

Paulus schrieb über diesen Zweig des Predigtdienstes: „Ich führe meine Schläge so, dass ich nicht die Luft schlage; sondern ich zerschlage … [den Wohnungsinhaber] und mache ihn zum Sklaven“ (1. Kor. 9:26, 27). Hüten wir uns jedoch davor, die Pharisäer nachzuahmen, die „von den Menschen gesehen“ werden wollten (Mat. 6:5). Wir sind zuversichtlich, dass dieses eindrucksvolle Zeugnis der Barmherzigkeit den Wohnungsinhaber zur Einsicht bringen bringt.

Wenn jemand jedoch dann immer noch nicht hört, halten wir uns an die weitere Warnung Jehovas: „Wenn ihr jedoch bei diesem nicht auf mich hören werdet und ihr einfach im Widerstand gegen mich wandeln werdet, dann werde ich in hitzigem Widerstand gegen euch wandeln müssen, und ich, ja ich, werde euch siebenmal für eure Sünden züchtigen müssen“ (3. Mo. 26:27, 28). Wiederholen wir also das Zeugnis aus Absatz 7 bis zu siebenmal, bevor wir den Wohnungsinhaber endgültig „dem Satan übergeben“ (1. Tim. 1:20).

In selten bearbeitetem Gebiet

Wenn wir bspw. im Ferngebiet tätig sind, mögen wir keine Gelegenheit haben, bei liebevollen Rückbesuchen die o. g. Schritte auszuführen. Für solche Fälle sieht die Bibel eine Alternative vor. Als Jesu Jünger im Ferngebiet auf ablehnende Wohnungsinhaber stießen, empfahlen sie, zu „sagen, es solle Feuer vom Himmel herabkommen und sie vertilgen“ (Luk 9:54).

Schmutzige Menschen

Hin und wieder treffen wir Menschen an, deren Geruch bereits auf der Straße wahrzunehmen ist. So erging es auch dem Propheten Elisa; ein schmutziger Mann „stand am Eingang des Hauses“ (2. Kön. 5:9). Er befahl ihm: „Geh hin, du sollst siebenmal im Jordan baden“ (2. Kön. 5:10). Wir sollten dem Wohnungsinhaber in so einer Situation ein Bad im nächstgelegenen Fluss empfehlen. Falls wir in einem Land leben, in dem Badewannen verbreitet sind, könnten wir deren Benutzung als Alternative vorschlagen.

Die Bibel bietet uns wirklich eine Fülle von Informationen, um mit Widerstand und Ablehnung im Predigtdienst fertig zu werden. Halten wir uns genau an ihre Anweisungen, um das große Glück zu verspüren, das aus erfolgreichem Predigtdienst erwächst.

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