Trunken vom wahren Weinstock

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2009

„Da ist ein Becher in der Hand Jehovas, und der Wein schäumt, er ist voll Mischtrank.“ (Psalm 75:8)

imageAn vielen Stellen warnt Gottes Wort vor der Gefahr, die von Wein ausgeht. Beispielsweise stellte der weise Salomo fest: „Wer hat Weh? Wer hat Unbehagen? … Die sich lange Zeit beim Wein aufhalten“ (Sprüche 23:29, 30). Ja, „der Wein ist ein Spötter, … und jeder, der davon irregeht, ist nicht weise“ (Sprüche 20:1).

Hatte es „der weiseste Mann des Altertums, König Salomo“, wirklich nötig, uns vor buchstäblichem Wein zu warnen? (Der Wachtturm, 1. Januar 1970, Seite 12). Nein, denn der Wein ist ein Geschenk Gottes, und laut seinen Zeitgenossen war auch Jesus „dem Weintrinken ergeben“ (Psalm 104:15; Matthäus 11:19). Genauso wenig, wie Jesus vor buchstäblichem Sauerteig warnte, wollte Salomo auf die Gefahren des buchstäblichen Weins aufmerksam machen (Matthäus 16:12). Vielmehr geht es um den sinnbildlichen Wein, der für Menschen zu einer großen Gefahr werden kann.

Der wahre Weinstock

Jesus Christus erklärte, wer die Menschen in geistiger Hinsicht trunken macht, als er sagte: „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner“ (Johannes 15:1). Ja, „da ist ein Becher in der Hand Jehovas, und der Wein schäumt, er ist voll Mischtrank“ (Psalm 75:8). „In den Tagen Jojakims“ beauftragte Jehova seinen Propheten Jeremia: „Geh zum Hause der Rechabịter, … und du sollst ihnen Wein zu trinken geben“ (Jeremia 35:1, 2). Offensichtlich braucht er Anbeter, die in geistiger Hinsicht betrunken sind, daher ließ er durch den Propheten Jesaja über sein Volk sagen: „Sie werden bestimmt Weingärten pflanzen“ (Jesaja 65:21).

imageJehova, der große Weingärtner, und Jesus, der wahre Weinstock, machen die Menschen nicht allein trunken. Ein Weingärtner pflanzt seinen Weinstock in einen Weingarten, und das tat auch Jehova. „Der Weingarten Jehovas der Heerscharen ist das Haus Israel“, erklärte der Prophet Jesaja (Jesaja 5:7). Heute ist „das geistige Israel die Versammlung gesalbter Christen“, und die Gesalbten unterstützen Jehova und Jesus dabei, die Menschen trunken zu machen (Der Wachtturm, 1. Juli 1987, Seite 13). Der „treue und verständige Sklave“ der Zeugen Jehovas ist wirklich „ein Weingarten schäumenden Weines! Ich, Jehova, behüte ihn. Jeden Augenblick werde ich ihn tränken“ (Matthäus 24:45; Jesaja 27:2, 3).

„Die sich lange Zeit beim Wein aufhalten“ sind also Personen, die sich intensiv mit Gott und Jesus Christus beschäftigen oder die sich den Schriften der gesalbten Zeugen Jehovas widmen. Salomo beschrieb diese Gruppe wie folgt: „Willst du wissen, wer ständig stöhnt und sich selbst bemitleidet? Wer immer Streit hat und sich über andere beklagt? … Das sind die, die bis spät in die Nacht beim Wein sitzen“ (Sprüche 23:29, 30, Gute Nachricht).

Seufzen und stöhnen

Im Wachtturm vom 1. März 2004 heißt es: „Wenn Sie zu den Menschen gehören, die ‚seufzen und stöhnen‘, … dann laden wir Sie ein, sich Jehovas Zeugen … anzuschließen“ (Seite 7). Es ist tatsächlich vor allem die Gruppe der Zeugen Jehovas, die „ständig stöhnt und sich selbst bemitleidet“. Im Wachtturm vom 1. Januar 1990 und anderen Schriften klagen sie darüber, „daß Jehovas Zeugen in allen Nationen der Erde gehaßt werden und auf Gegnerschaft stoßen“ (Seite 12). Doch schon der Apostel Paulus schrieb, er und seine Mitchristen wären „die bemitleidenswertesten aller Menschen“ (1. Korinther 15:19).

Weiter sagte Salomo zu einem Menschen, der sich zu intensiv mit dem ‚wahren Weinstock‘ beschäftigt: „Du siehst Dinge, die es gar nicht gibt, und redest imagedummes Zeug“ (Sprüche 23:33, Gute Nachricht). Das erfüllte sich bereits im ersten Jahrhundert, als einige von Jesu Aposteln Moses und Elia sahen – eindeutig „Dinge, die es gar nicht gibt“, denn die beiden waren zu dieser Zeit schon seit Jahrhunderten tot. Später wurde Paulus „außerhalb des Leibes … bis zum dritten Himmel entrückt“ (2. Korinther 12:2). Der Apostel Johannes sah sogar Drachen mit sieben Köpfen und andere fantastische Kreaturen (Offenbarung 12:3; 13:1).

Jehovas Zeugen schreiben in dem Buch Die gute Botschaft, die Menschen glücklich macht: „Vor unserem geistigen Auge können wir sehen, wie das Paradies auf der Erde wiederhergestellt wird“ (Seite 122). In ihren Zeitschriften zeigen sie Löwen, die Stroh fressen, und Kinder, die mit giftigen Schlangen spielen. Wahrhaft „Dinge, die es gar nicht gibt“!

„Dummes Zeug“

Tatsächlich redet auch niemand so viel „dummes Zeug“ wie Menschen, die sich intensiv mit Jesus Christus und Gott beschäftigen. Beispielsweise schrieb der heilige Odo von Cluny, der im 9. und 10. Jahrhundert lebte, es würde „nur Erbrechen verursachen, Weiber anzuschauen.“ Im 13. Jahrhundert schrieb der heilige Thomas von Aquin: „Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde. … Die Frau ist ein Missgriff der Natur, … eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann.“

Rudolf Graber, katholischer Bischof von Regensburg, sagte im Jahr 1980: „Sexualität führt zur Bestialität.“ Und der evangelische Manager Klaus Gerth schrieb, dass AIDS „nicht in erster Linie ein Gericht Gottes ist (das natürlich auch), sondern eine besondere Gnade Gottes, um den Menschen … ihr falsches Verhalten vor Augen zu führen.“ Thomas J. Schaum behauptet sogar auf seiner Website: „Kein Kind kann eine staatliche Schule besuchen, ohne dabei zu sündigen!“ Ja, „Wein und Most“ – die christliche Lehre und die damit verbundenen Gedankengänge – „vernebeln ihnen den Verstand“ (Hosea 4:11, Hoffnung für Alle).

Wie bereits erwähnt, hat der „treue und verständige Sklave“ als Gottes „Weingarten“ einen besonderen Anteil daran, Menschen geistig trunken zu machen. Dementsprechend redet er auch besonders viel „dummes Zeug“, wie in seinen unzähligen Schriften überall zu lesen ist. Schon der erste Präsident der Wachtturm-Gesellschaft, Charles Taze Russell, schrieb im Photo-Drama der Schöpfung: „Die Abydostafel … weist Adam als den ersten Pharao nach und Noah als den zwanzigsten“ (Seite 21).

image

Später schrieben seine Nachfolger in der Zeitschrift The Golden Age: „Wer hätte, als der Prophet sagte ‚Die Wüste soll jubeln und blühen wie die Rose‘ (Jesaja 35:1) gedacht, dass eines der Mittel, die der Herr benutzen wird, um die Erfüllung dieser Prophezeiung herbeizuführen, … Dynamit sein würde?“ (1. Oktober 1919, Seite 16). In einer anderen Ausgabe wurde gesagt: „Es gibt einige gut bezeugte Fälle, in denen Frauen in Männer umgewandelt wurden, und es ist möglich, dass diese Umwandlung allgemein stattfindet und wir alle als Brüder miteinander leben werden“ (2. April 1930, Seite 446).

Fünf Jahre später war zu lesen: „Das nächste Jahr, in dem die Sonne genauso oft verfinstert wird, wird 2485 sein, in 550 Jahren, und Millionen jetzt Lebender werden das Vorrecht haben, Zeuge dieses Ereignisses zu sein“ (Ausgabe vom 27. Februar 1935, Seite 339). In der Ausgabe vom 15. Januar 1936 wird schließlich behauptet, Nahrung aus Weißmehl hätte auf den Menschen „ungefähr die gleiche Wirkung wie Gips“ und dann festgestellt: „Die allererste Tätigkeit eines gesunden Tieres am Morgen ist die imageAusscheidung. Da der Mensch das weiß, ist es seine Verpflichtung, sich entsprechend zu trainieren“ (Seite 227).

Auch in neuerer Zeit redet der „treue und verständige Sklave“ genügend „dummes Zeug“, etwa: „Ein ‚Schaufensterbummel‘… ist ein billiges Vergnügen, besonders wenn man ihn nach Ladenschluß unternimmt“ (Erwachet!, 22. April 1979, Seite 6). Und in dem Kinderbuch Lerne von dem großen Lehrer heißt es: „Die Dämonen haben ihren Spaß, wenn die Menschen etwas tun, was Jehova verbietet. Zum Beispiel gefällt es den Dämonen, wenn Jungs und Mädchen gegenseitig mit ihrem Penis oder ihrer Scheide spielen“ (Seite 60).

Widersprüche

Weiter sagte Salomo zu einem Gläubigen: „Du fühlst dich wie auf stürmischer See“ (Sprüche 23:34, Gute Nachricht). Tatsächlich liegt es in der unklaren Natur der christlichen Religion, dass ihre Anhänger „von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden“ (Epheser 4:14). Ist Gott dreieinig oder nicht? Was geschieht beim Tod? Zu wem sollte man beten? Schon auf diese grundlegenden Fragen geben verschiedene Bibeltexte – und verschiedene christliche Gruppen – verschiedene Antworten. Hurerei wird mit dem Tod bestraft, aber treue Diener Gottes der alten Zeit gingen zu Prostituierten. Jesus sagte: „Wer kein Schwert hat, verkaufe sein äußeres Kleid und kaufe eins“ und kurz darauf: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Lukas 22:36; Matthäus 26:52).

Nicht nur die verschiedenen christlichen Gruppierungen haben unterschiedliche Lehren, sondern auch innerhalb derselben Gruppe gibt es verschiedene Ansichten. Besonders deutlich ist das bei Jehovas imageZeugen, deren Lehre immer wieder durch „neues Licht“ geändert wird: Einmal sind die „Generation“ aus Matthäus 24:34 die gesalbten Christen, dann Menschen, die das Jahr 1914 erlebt haben, dann die bösen Menschen unserer Zeit und dann wieder die Gesalbten. Kein Wunder, dass man sich fühlt „wie auf stürmischer See“, wenn man versucht, in diesem Gewirr die „Wahrheit“ herauszufinden.

Es ist verständlich, dass Jeremia, ein Anbeter Gottes, sagte: „Ich bin wie ein Mann geworden, der betrunken ist, und wie ein kräftiger Mann, den der Wein überwältigt hat, Jehovas wegen und seiner heiligen Worte wegen“ (Jeremia 23:9). Zu versuchen, die „heiligen Worte“ Gottes zu verstehen, kann einen wirklich in den Wahnsinn treiben. „Es werden viel zu viele Bücher geschrieben“, vor allem von Jehovas Zeugen, „und das viele Grübeln kann dich bis zur Erschöpfung ermüden“ (Prediger 12:12, Gute Nachricht).

Von Jehova gezogen

Wenn es so gefährlich ist, sich mit der Lehre von Jesus Christus, dem ‚wahren Weinstock‘, zu beschäftigen, wieso tun das dann so viele Menschen? Jehova, der große Weingärtner, offenbarte durch König Lemuel seine Strategie: „Gebt Rauschtrank dem Mutlosen und Wein den Verbitterten“ (Sprüche 31:6, Neues Leben). In der Tat, gerade ‚Mutlose und Verbitterte‘ fallen oft auf die Versprechungen von Jehovas Zeugen oder anderen christlichen Sekten herein, die ihnen „ein sorgenfreies Leben im Paradies“ oder „wahres und ewiges Glück“ versprechen (Der Wachtturm, 1. März 1996, Seite 29; 15. September 2001, Seite 23). image

Jesus Christus sagte: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn“ (Johannes 6:44). Der Prophet Jesaja deckte eine weitere Methode auf, wie Jehova Menschen zu sich und zu Jesus zieht: „Jehova der Heerscharen wird bestimmt … ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen, ein Festmahl von Wein“ (Jesaja 25:6). Dadurch werden Menschen angezogen, die im übertragenen Sinne Wein und Öl lieben.

Der weise Salomo wusste allerdings: „Wer Wein und Öl liebt, wird keinen Reichtum gewinnen“ (Sprüche 21:17). Daher gab er den Rat: „Begib dich nicht unter starke Weintrinker“ (Sprüche 23:20). Er wusste: „Auf sie wartet die Armut“ (Sprüche 23:21, Hoffnung für Alle).

„Wehe denen, die am Morgen früh aufstehen!“

Einige Warnungen in der Bibel sind speziell an Jehovas Zeugen gerichtet, beispielsweise die des imagePropheten Jesaja: „Wehe denen, die am Morgen früh aufstehen, um nur nach berauschendem Getränk zu suchen, die bis spät im Abenddunkel verweilen, so daß der Wein selbst sie erhitzt!“ (Jesaja 5:11). Tatsächlich stehen Jehovas Zeugen „früh auf, um jeden Morgen den Tagestext zu betrachten“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1992, Seite 29). Sie suchen „nach berauschendem Getränk“, nach der Broschüre Täglich in den Schriften forschen. Nicht umsonst sagte David über Jehova: „Du hast dein Volk Hartes sehen lassen. Du hast uns mit Wein getränkt, der uns taumeln macht“ (Psalm 60:3).

Ungläubige schlafen am Wochenende meistens aus, doch Jehovas Zeugen stehen auch samstags „am Morgen früh auf“, um den Predigtdienst durchzuführen. Über einige Verkündiger wird auch gesagt, „dass sie an einigen Tagen für die Hausarbeit etwas früher aufstehen“ um „am Tag mehr Zeit für die Predigt- und Lehrtätigkeit“ zu haben (Unser Königreichsdienst, März 2002, Seite 3). Viele Versammlungen haben am Sonntagmorgen das Wachtturm-Studium, so dass kein einziger Tag zum Ausschlafen bleibt.image

Regelmäßig verweilen Jehovas Zeugen außerdem „bis spät im Abenddunkel“, um sich der Lehre des ‚wahren Weinstocks‘ zu widmen. In den 1920er Jahren konnten Zusammenkünfte in Rumänien schon mal „von 10 Uhr abends bis 2 Uhr morgens“ dauern (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2006, Seite 108). Heute ist die Dienstzusammenkunft zwar normalerweise früher zu Ende, aber viele Familien kommen trotzdem erst „spät im Abenddunkel“ nach Hause. Bevor die Leute wegen der Terrorgefahr misstrauischer wurden, hatten Jehovas Zeugen in Irland auch regelmäßig noch „nach Einbruch der Dunkelheit“ den Predigtdienst durchgeführt (siehe Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988, Seite 114).

Im Besonderen erfüllt sich die Prophezeiung aus Jesaja 5:11 jedoch in Verbindung mit den jährlichen Bezirkskongressen. Besucher des Kongresses „Göttlicher Name“ berichteten, dass „man täglich eine ziemlich weite Strecke zum Kongreßgelände zurückzulegen hatte und man früh aufstehen mußte und spät ins Bett kam“ (Erwachet!, 22. Januar 1972, Seite 18). Auch heute müssen Jehovas Zeugen früh aufstehen, um mit dem Bus zum Kongress zu fahren, und kommen trotzdem erst „spät im Abenddunkel“ nach Hause. Die Atmosphäre auf diesen Propagandaveranstaltungen ‚berauscht‘ sie; sie werden „erhitzt“ und fühlen sich nach so einem Kongress „glühend im Geist“ (Römer 12:11).

Leidtragende Kinderimage

Der Prophet Joel schildert auf anschauliche Weise, wozu es führen kann, wenn man den Glauben an Jesus über alles andere stellt: „Das weibliche Kind verkauften sie um Wein, damit sie trinken konnten“ (Joel 3:3). Natürlich „verkaufen“ Jehovas Zeugen ihre Töchter nicht buchstäblich. Doch „wenn Eltern ihre Kinder ermuntern, den Pionierdienst aufzunehmen, kann gesagt werden, daß sie diese Jehova opfern, genauso wie Jephtha seine Tochter Gott, der ihm den Sieg geschenkt hatte, als ein ‚Brandopfer‘ opferte“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1992, Seite 12).

Viele christliche Väter vernachlässigen ihre Kinder, um sich ‚theokratischen Verpflichtungen‘ zu widmen. Sie sitzen bis „spät im Abenddunkel“ bei Ältestenbesprechungen und sind mehr um ihren Predigtdienstbericht und ihre Interessierten als um ihre eigenen Söhne und Töchter besorgt. Und falls ihre Kinder sich eines Tages entschließen, dem „Weingarten Jehovas“, dem „treuen und verständigen Sklaven“, nicht länger zu folgen, werden sie völlig von der Familiengemeinschaft abgeschnitten. In dem Buch Bewahrt euch in Gottes Liebe wird deutlich gesagt: „Wer Jehova treu sein möchte, sucht nicht nach Vorwänden für Kontakte mit einem ausgeschlossenen Verwandten, der eine eigene Wohnung hat“ (Seite 209). Jehovas Zeugen ‚verkaufen‘ sozusagen ihre Kinder um der Menschengebote der Wachtturm-Organisation willen.

Ihr Ende

Der Prophet Habakuk zeigt, welche Folgen es hat, sich mit dem von Jehova, Jesus und dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ ausgeteilten symbolischen Wein zu befassen: „Weil der Wein verräterisch wirkt, ist ein kräftiger Mann anmaßend; und er wird sein Ziel nicht erreichen“ (Habakuk 2:5). Nicht nur Jehovas Zeugen, sondern auch andere religiöse Menschen werden schnell „anmaßend“ und halten sich für „das auserwählte Volk Gottes“. Sie treffen dann Aussagen wie: „Für die Menschen, die die von uns übermittelte Botschaft hören, geht es um Leben oder Tod. Sie werden auf der Grundlage ihrer Reaktion auf die gute Botschaft gerichtet“ (Unser Königreichsdienst, Februar 2002, Seite 8).

In ihrer Anmaßung wünschen sie anderen Menschen die baldige Vernichtung: „Panischer Schrecken wird sich der Menschenmassen bemächtigen, so daß sie nicht mehr wissen, was sie tun, und daher beginnen, sich gegenseitig umzubringen. … Verwesen wird die Zunge derer, die über die Warnung vor Harmagedon gespottet und gelacht haben! … Verwesen wird das Fleisch derer, die nicht begreifen wollten, dass der lebendige und wahre Gott Jehova heißt! Ja, verwesen werden sie, während sie auf ihren Füßen stehen. Von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende werden Leichen umherliegen“ (Vom verlorenen Paradies zum wiedererlangten Paradies, Seite 208).

imageDoch jemand, dessen Wunsch die Vernichtung fast aller seiner Mitmenschen ist, „wird sein Ziel nicht erreichen“. Nein, „der Wein ist ein Spötter“ (Sprüche 20:1). Wer die Worte Jesu, des ‚wahren Weinstocks‘, zu ernst nimmt, wird unweigerlich zu einem Gegenstand des Spotts werden. Der Apostel Petrus wusste, dass Jesu Vorhersagen über seine künftige Gegenwart sich nicht erfüllen würden. Daher erklärte er, dass „Spötter mit ihrem Spott kommen werden, die … sagen: ‚Wo ist diese seine verheißene Gegenwart?‘“ (2. Petrus 3:3, 4).

Wer auf Jesus hört, macht sich also zum Gespött. Deshalb sagte der Apostel Paulus: „Es ist gut, nicht Fleisch zu essen noch Wein zu trinken“ (Römer 14:21). Hüten wir uns vor allem, was mit dem ‚wahren Weinstock‘ Jesus, dem großen „Weingärtner“ Jehova oder seinem „Weingarten“, dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘, zu tun hat! Ja, „wehe denen, die im Weintrinken stark sind!“ (Jesaja 5:22).

Wer sich zu viel mit Gott, Jesus und dem Wachtturm beschäftigt, „dem wird es schlecht ergehen“ (Sprüche 13:20). „Betrinkt euch nicht mit Wein; sonst ruiniert ihr damit euer Leben!“ (Epheser 5:18, Neues Leben).

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s