Fragen von Lesern: Sollten Christen eine Sonnenbrille tragen?

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2009

Gemäß einer forsa-Umfrage von 2008 tragen 64 Prozent der befragten Männer und 74 Prozent der Frauen eine Sonnenbrille. Doch nur, weil viele etwas tun, muss es noch lange nicht richtig sein. Viele Menschen lügen auch, und trotzdem ist Lügen verkehrt (Offenbarung 21:8). Als wahre Christen möchten wir herausfinden, wie Gott über das Tragen von Sonnenbrillen denkt.

Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia hat eine Sonnenbrille die Aufgabe, „die Augen vor unangenehmen oder schädlichen Auswirkungen des Sonnenlichtes zu schützen.“ Doch imagewer hat die Sonne und ihr Licht geschaffen? War es nicht Jehova? (1. Mose 1:16). „Jehova Gott ist Sonne“ (Psalm 84:11). Er ist es, „der die Sonne gibt zum Licht bei Tag“ (Jeremia 31:35). Nur ein Anhänger des Teufels kann auf die Idee kommen, das von Jehova stammende Sonnenlicht könnte ‚unangenehme oder schädliche Auswirkungen‘ haben!

Eine Sonnenbrille „schützt“ aber nicht nur vor buchstäblichem Licht. Die Zeitschrift Erwachet! schrieb in der Ausgabe vom 22. Dezember 1993, dass „die Sonne … neues Licht bringt“ (Seite 19). Der Schöpfer der Sonne belehrt sein Volk, und „sein ‚treuer Sklave‘ zeigt uns neues Licht“ (Singt Jehova Loblieder, Lied 203). „Die Kluft zwischen Jehovas Dienern, die von ihm stetig helleres Licht erhalten, und der Welt wird immer größer“ (Der Wachtturm, 15. Februar 2006, Seite 30).

Daher schrieb der Apostel Paulus über wahre Christen: „Ihr alle seid Söhne des Lichts“ (1. Thessalonicher 5:5). Aber mit einer Sonnenbrille ist es nicht möglich, „mit dem zunehmenden Licht der Wahrheit Schritt zu halten“ (Unser Königreichsdienst, Februar 1995, Seite 2). Asaph schrieb über die Träger von Sonnenbrillen: „Sie haben nicht erkannt, und sie verstehen nicht, in Finsternis wandeln sie weiterhin umher“ (Psalm 82:5). Salomo schrieb: „Der Dummkopf … tappt im Dunkeln umher“ (Prediger 2:14, Neues Leben).

Was bringt Menschen dazu, Sonnenbrillen zu tragen und auf Jehovas Licht zu verzichten? Jesus erklärte: „Die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse“ (Johannes 3:19). Böse Menschen tragen oft eine Sonnenbrille, „damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle“ (2. Korinther 4:4). image

Zur Zeit Hiobs gab es noch keine Sonnenbrillen, daher sagte er: „Was das Auge des Ehebrechers betrifft, es hat nach dem Abenddunkel Ausschau gehalten. … Sie haben das Tageslicht nicht gekannt“ (Hiob 24:15, 16). Heute müssen Ehebrecher jedoch nicht mehr bis zum Abend warten, sondern können stattdessen eine Sonnenbrille tragen, um nicht erkannt zu werden. David warnte aber vor „denen, die verhehlen, was sie sind“ – und dazu gehören alle, die eine Sonnenbrille tragen (Psalm 26:4). Nicht umsonst sagt die Encyclopaedia Wikipedia: „Pokerspieler benutzen oft Sonnenbrillen um ihre Augenreaktionen während des Spiels zu verdecken.“

Mit manchen Sonnenbrillen sieht man aus wie eine Fliege. Ohne es zu merken, würde man Beelzebub preisen, dessen Name „Besitzer der Fliegen“ bedeutet. Doch von einer Sonnenbrille geht nicht nur für ihren Träger Gefahr aus. Verspiegelte Sonnenbrillen sind auch gefährlich für Personen, die ihrem Träger auf der Straße begegnen. Sie werden dazu verleitet, ihr Spiegelbild anzusehen, was zu Selbstverliebtheit und sogar zu Egomanie führen kann. Aber Christen dürfen sich gar nicht lieben, sondern müssen ‚sich selbst hassen‘ (Lukas 14:26, Luther).

In der Tat berichtet die Bibel von keinem Diener Gottes, der eine Sonnenbrille trug. Doch unmoralische Menschen wie Pornodarsteller oder Mafiabosse sind für das Tragen von Sonnenbrillen bekannt. Was sollten wir daher tun, wenn imagewir in der Vergangenheit eine Sonnenbrille benutzt haben? Der Apostel Paulus empfiehlt, dass wir „von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott umkehren“ (Apostelgeschichte 26:18). Der Psalmist schrieb: „Da waren welche, die in Finsternis … wohnten. … Sie hatten sich rebellisch benommen gegen die Reden Gottes; und den Rat des Höchsten hatten sie mißachtet. Und in ihrer Not begannen sie, zu Jehova um Hilfe zu rufen. … Er ging daran, sie aus der Finsternis und aus tiefem Schatten herauszuführen“ (Psalm 107:10-14).

Vernichten wir daher unsere Sonnenbrillen, denn „Gott [ist] Licht, … und in Gemeinschaft mit ihm gibt es gar keine Finsternis“ (1. Johannes 1:5). Laßt uns stattdessen „im Licht wandeln“ und in die Worte des Eisbären einstimmen: „Wir brauchen keine Sonnenbrille!“ (1. Johannes 1:7; Erwachet!, 8. September 1984, Seite 17).

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