Unsere Tage auf die richtige Weise zählen

Nachdruck aus Erbrechet!, Mai 2008

„Zeige uns, wie wir unsere Tage … zählen sollen“ (Psalm 90:12)

Hast du dich nicht auch schon einmal gefragt, warum es zwölf Monate und sieben Wochentage gibt? Wer legte eigentlich unseren heutigen Kalender fest? Und wie sollten Christen dazu eingestellt sein?

Ein Papst

Der Kalender, der heute in der westlichen Welt gebraucht wird, wird als Gregorianischer Kalender bezeichnet, weil er im Jahr 1582 von Papst Gregor XIII. eingeführt wurde. Ausgearbeitet wurde er von Christophorus Clavius, einem Jesuiten. Beide waren prominente Vertreterimage Babylons der Großen, des Weltreichs der falschen Religion (Off. 17:5). Gottes Wort fordert uns deutlich auf: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt“ (Off. 18:4).

Das Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe! erklärt, was es für die Juden in alter Zeit bedeutet hatte, aus dem buchstäblichen Babylon hinauszugehen: „Sie mußten jegliche unreinen Bräuche der babylonischen Religion … aufgeben“ (Seite 265). Dazu gehört zweifellos auch der Gregorianische Kalender. Zwar haben Christen in der Vergangenheit diesen Kalender gebraucht, doch der Apostel Paulus mahnt uns: „Hört auf, das Unreine anzuführen“ (2. Kor. 6:17). Wahre Diener Gottes hüten sich vor dem Gebrauch eines Kalenders Babylons der Großen.

Andere Kalender

Welcher Kalender wäre für Christen geeignet? Der Julianische Kalender geht auf Julius Cäsar zurück, den Begründer des Römischen Reiches, das sich später durch grausame Christenverfolgung auszeichnete. Es käme einer Verspottung der frühchristlichen Märtyrer gleich, wenn heutige Christen diesen Kalender benutzten.

Der Jüdische Kalender wurde zwar ursprünglich von Gott gegeben, doch dieser hat die Juden inzwischen als sein Volk verworfen. Das Gesetz wurde – mitsamt seinen Kalendervorschriften – mit Jesus an den Pfahl geschlagen. Einen Kalender zu verwenden, den Gott abgeschafft hat und der nur noch von einem Teil Babylons der Großen gebraucht wird, wäre ebenfalls ungeeignet für wahre Christen.

Verehrung falscher Götter

Praktisch alle existierenden Kalendersysteme orientieren sich am Sonnen- oder Mondzyklus. Durch ihren Gebrauch werden die zahlreichen Sonnen- und Mondgötter gepriesen, darunter Ra, Aton, Schamasch, Helios, Mithras, Apollon, Sin, Thot und Kuschuch. Durch den Propheten Hesekiel bezeichnete Jehova es als eine ‚große Abscheulichkeit’, sich ‚vor der Sonne niederzubeugen’ (Hes. 8:15, 16).

Einige mögen einwenden, dass Jehova Gott selbst sagte: „Es sollen Lichter in der Ausdehnung der Himmel werden … und sie sollen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeitabschnitten und Tagen und Jahren dienen“ (1. Mose 1:14). Doch die Annahme, dieser Text beziehe sich auf die buchstäblichen Himmelskörper, ist ein weitverbreiteter Irrtum.

imageIn Wirklichkeit ist „das größere Licht zur Beherrschung des Tages“ der Wachtturm und „das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht“ ist die Zeitschrift Erwachet!. Diese beiden „Lichter“ geben seit vielen Jahren immer „helleres Licht“ und ermöglichen so, „Tag und Nacht“ die Gedanken Gottes zu lesen (Ps. 1:2). Diese kostbaren Zeitschriften dienen „zur Bestimmung von Zeitabschnitten und Tagen und Jahren“, denn sie zeigen, wann Harmagedon kommt, an welchen Tagen Bezirkskongresse stattfinden und welche Jahre von besonderer prophetischer Bedeutung sind.

Weitere Fallstricke

Auch durch die Tages- und Monatsnamen werden falsche Götter verehrt, etwa Thor (Donnerstag), Freya (Freitag), Saturn (Samstag, engl. Saturday), Janus (Januar) oder Mars (März). Sogar heidnische Herrscher wie Julius Cäsar (Juli) oder Augustus (August) werden durch den Gebrauch des Gregorianischen Kalenders gepriesen. Es besteht kein Zweifel daran, dass Christen sich durch so einen Kalender verunreinigen würden.

Wer wirklich hinter den derzeit gebräuchlichen Kalendern steckt, lässt sich leicht ausrechnen. Warum hat das Jahr 365 Tage? Diese Zahl berechnet sich aus der Formel:

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Satan, der Teufel, der „Herrscher der Gewalt der Luft“, hat dafür gesorgt, dass solche widerlichen Kalendersysteme verwendet werden, die Jehova Gott schmähen (Eph. 2:2). Er hat es erreicht, dass die ganze Welt die von ihm ins Leben gerufenen falschen Götter preist. Er hat es sogar eine Zeitlang geschafft, „selbst die Auserwählten irrezuführen“ (Mat. 24:24). Sogar Jehovas Diener haben den Gregorianischen Kalender benutzt, ohne sich der Folgen bewusst zu sein, die das auf ihr Verhältnis zu Gott haben würde.

Ein theokratischer Kalender

Moses betete zu Gott: „Zeige uns, wie wir unsere Tage … zählen sollen“ (Psalm 90:12). Unter Inspiration des Geistes hat die Leitende Körperschaft daher die Einführung eines neuen, theokratischen Kalenders beschlossen. Es wurde streng vermieden, einen Bezug zu den Umlaufzeiten von Sonne und Mond herzustellen. Statt heidnischer Götter und weltlicher Herrscher werden durch diesen Kalender treue Diener Jehovas gepriesen.

Das neue Jahr wird aus sieben Monaten bestehen, die an sie sieben Schöpfungstage und die sieben fetten Kühe aus dem Traum Pharaohs erinnern (1. Mose 2:3; 41:20). Die Monate werden nach den sieben Sendboten aus Off. 1:11 benannt: Pauluber, Johannust, Ariust, Waldust, Wyclifer, Luthber und Russelar (siehe Das vollendete Geheimnis, Seite 454).[*]

Jeder Monat hat nominell 40 Tage, entsprechend den 40 Tagen, die Moses auf dem Berg war und die es während der Sintflut regnete (1. Mose 7:12; 5. Mose 9:9). Die letzten drei Tage jedes Monats fallen jedoch aus, was die drei Tage veranschaulicht, die Jona „im Bauch des riesigen Fischs“ und Jesus „im Herzen der Erde“ war (Mat. 12:40). Somit dauert jeder Monat effektiv 37 Tage.

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Weitere Einzelheiten

Weder die Länge der Monate noch die Dauer der Jahre (259 Tage) stehen in irgendeiner Beziehung zu den Sonnen- und Mondgöttern, die durch die heidnischen Kalendersysteme verherrlicht werden. Da das theokratische Jahr kürzer ist als das weltliche (Gregorianische) Jahr, wird auch das jährliche Stundenziel für Pioniere von 840 auf 830 Stunden reduziert. Es wird jedoch weiterhin drei Kongresse pro Jahr geben, denn Gottes Volk soll sich ja „umso mehr“ versammeln, je mehr es „den Tag herannahen“ sieht (Heb. 10:25).

Die Woche besteht aus 12 Tagen, die nach bedeutenden Persönlichkeiten des neuzeitlichen Volkes Gottes benannt sind: Rutherfordtag, Knorrtag, Henscheltag, Barbertag, Barrtag, Jaracztag, Herdtag, Löschtag, Splanetag, Letttag, Morristag, Jacksontag.[†]

Während die Schwestern gehalten sind, zumindest an jedem Herdtag ein köstliches Essen für ihre Familie zuzubereiten, sollten sie sich am Knorrtag Zeit für den Predigtdienst nehmen und ihre Familie mit imageTütensuppe versorgen. Die Ältesten sollten sich vornehmen, den Löschtag für das Löschen geistiger Brände zu verwenden.[‡] Für Familienväter bietet der Löschtag eine gute Gelegenheit, mit ihren Kindern über die Nachteile weltlicher Bildung zu sprechen.[§]

Als Ausgangspunkt für den neuen Kalender gilt der Erscheinungstag des ersten Wachtturms, nach dem Gregorianischen Kalender der 1. Juli 1879. Die Jahre werden jedoch nicht fortlaufend gezählt, sondern – gemäß biblischem Brauch – nach den Antrittsjahren der Präsidenten der Wachtturm-Gesellschaft. Wir leben also jetzt im 15. Jahr Adams’, der sein Amt am 13. Johannust des 12. Jahres Henschels antrat.

Bedeutung für die Prophetie

Der neue Kalender wirft auch neues Licht auf biblische Prophezeiungen über die „Zeit des Endes“. Durch göttliche Fügung wurde dieser Kalender schon einmal verwendet, nämlich, während die Juden im Babylonischen Exil waren. Die „siebzig Jahre“ entsprechen 49,7 Sonnenjahren, die nach dem Gregorianischen Kalender von Dezember 587 v. u. Z. bis Oktober 539 v. u. Z. dauerten. Somit bestätigt die Archäologie, gemäß der Jerusalem im Jahr 587/586 v. u. Z. zerstört wurde, eindrucksvoll den Bibelbericht.

Die „sieben Zeiten“

Erforscher der Bibel wissen, dass die „sieben Zeiten“ aus Daniel 4:23 mit den „Zeiten der Nationen“ aus Lukas 21:24 gleichzusetzen sind. Am Ende dieser „sieben Zeiten“ wird Gottes Königreich die volle Herrschaft über die Erde übernehmen. Wie hilft uns die neue Chronologie bei der Bestimmung dieses Termins?

Die „Zeiten der Nationen“ begannen, nachdem der letzte treue Verfechter des Urchristentums gestorben war. Es handelte sich um Tertullian, der nicht umsonst als „Kirchenvater“ bezeichnet wird, d. h. selbst noch kein Teil der abtrünnigen Kirche war. Er gehörte noch nicht zu dem „Abfall“, der nach seinem Tod einsetzte, daher wird er auch von keiner der heutigen Kirchen als Heiliger anerkannt (2. Thes. 2:3). Sein genaues Todesjahr ist nicht bekannt, es lässt sich aber auf den Zeitraum zwischen 220 und 240 u. Z. eingrenzen. Zu dieser Zeit begannen also die „sieben Zeiten“.

imageIn der Bibel werden „eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit“, also dreieinhalb „Zeiten“, mit 1260 Tagen gleichgesetzt, wonach „sieben Zeiten“ 2520 Tagen entsprechen (Off. 12:6, 14). Die prophetische Regel „ein Tag für ein Jahr“ wird in 4. Mose 14:34 gleich zweimal wiederholt, so dass sie zweifellos auch auf die „sieben Zeiten“ anzuwenden ist. Demnach dauern die „sieben Zeiten“, die „Zeiten der Nationen“, 2520 Jahre.

2520 theokratische Jahre entsprechen 1788 Jahren nach dem Gregorianischen Kalender. Somit können wir mit feststehender Gewissheit erklären, dass das vollständige Ende aller menschlichen Regierungen und die Aufrichtung des Königreiches Gottes zwischen 2008 und 2028 (nach der weltlichen Zeitrechnung) erfolgen wird! Zweifellos wird uns dieser Gedanke anspornen, die wenigen verbleibenden Jahre ganzherzig im Predigtwerk einzusetzen!

Ein weiterer Beweis

Die menschlichen Regierungen werden vom neuen Jerusalem abgelöst werden, über das in der Bibel geschrieben steht: „Sie [die Stadt] hatte … zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel, und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind. … Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes“ (Off. 21:12, 14). Das Betonung der Zahl 12 lässt eindeutig erkennen, dass diese Stadt ihre Herrschaft nach dem Ablauf von zwölf Zeiten erlangen wird.

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Da der Herrscher des neuen Jerusalem Jesus Christus – der größere David – sein wird, können wir mit Gewissheit davon ausgehen, dass die zwölf Zeiten nach dem Tod des ersten David begannen (1. Kön. 2:10). Gemäß dem Werk Einsichten über die Heilige Schrift war dies im Jahr 1037 v. u. Z. (nach dem Gregorianischen Kalender). Wie bei den „sieben Zeiten“, so müssen wir auch bei den zwölf Zeiten von 360 Tagen pro „Zeit“ ausgehen und die Regel „ein Tag für ein Jahr“ anwenden. Somit handelt es sich um insgesamt 4320 Jahre.

imageZählt man vom Tod Davids 4320 theokratische Jahre weiter (was 3063,4 Sonnenjahren entspricht), kommt man auf das Jahr 2026 u. Z., in dem das neue Jerusalem die volle Regierungsgewalt über die Erde übernommen haben wird. Sind wir nicht begeistert, welch eindrucksvolle Harmonie zwischen beiden biblischen Prophezeiungen besteht? Werden wir nicht unseren Einsatz im Predigtwerk vermehren, um so vielen Menschen wie möglich noch die Gelegenheit zur Rettung zu geben?

Die Einführung

Da zahlreiche Computerprogramme umgestellt werden müssen, wird der neue theokratische Kalender voraussichtlich ab dem Jahr 2013 (nach der weltlichen Zeitrechnung) eingeführt werden. Dieser Schritt wird ein Meilenstein sein, durch den Jehovas Volk sich noch vollständiger seinem Willen unterstellt und sich auf das Leben im Paradies vorbereitet!

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[*] Es wurde auch vorgeschlagen, die Monate Magedonhar, Heitwahr, Tauffrust, Keinelust, Makaber, Gelaber und Richtber zu nennen. Dieser Vorschlag wurde jedoch von der Leitenden Körperschaft abgelehnt.

[†] Nach Brd. Russell wurde bereits ein Monat benannt. Auch von der Einführung eines Franztags wird abgesehen.

[‡] Dazu mag es erforderlich sein, die Brandstifter zu finden und aus der Gemeinschaft des Volkes Gottes zu entfernen.

[§] Als Grundlage könnte der Vortrag von Brd. Gerrit Lösch beim Bezirkskongress 2002 in Monza dienen.

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