Die Psalmen – Wunderbare Lieder zum Lobpreis Gottes

Nachdruck aus Erbrechet!, März 2009

„Der große Schwätzer – laß ihn nicht feststehen auf der Erde“ (Ps. 140:11).

Die Psalmen sind ein Bestandteil der Heiligen Schrift, über die der Apostel Paulus schrieb: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Tadeln, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ (2. Tim. 3:16, 17). Wir sollten daher die Psalmen wie alle anderen Bücher der Heiligen Schrift erforschen, um die gerechten Grundsätze Gottes kennenzulernen, nach denen wir uns im Leben ausrichten sollten.

Zunächst wollen wir untersuchen, was die Psalmen über die Versammlung sagen. Viele Vorkehrungen von Jehovas Zeugen wurden bereits von den Psalmisten vorhergesagt. So betete David zu Gott: „Du läßt ihn herrschen über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gelegt:  Kleinvieh [„Schafe und Ziegen“, Fußnote] und Rinder, sie alle“ (Ps. 8:6, 7). Von wem spricht er hier? Zweifellos ist der „treue und verständige Sklave“ gemeint, den Jesus im Jahr 1919 „über seine ganze Habe“ gesetzt hat (Mat. 24:45).

Schafe, Rinder und Ziegen

Gott hat alles „unter seine Füße gelegt“, auch Millionen von Anhängern, die als „Kleinvieh“ bezeichnet werden. Asaph bestätigte das, denn er sang: „Du hast dein Volk geleitet wie eine Kleinviehherde“ (Ps. 77:20). Noch ist nicht klar erkennbar, zu welcher Art von „Kleinvieh“ jemand gehört. Erst wenn Jesus kommt, um das Gericht zu vollstrecken, werden sich einige von ihnen als „Schafe“, andere als „Ziegenböcke“ erweisen (Mat. 25:32, 33).

imageAllerdings ist in Psalm 8 nicht nur von Kleinvieh die Rede; es heißt, Jehova habe auch „Rinder“ unter die Füße des ‚treuen und verständigen Sklaven’ gelegt. Wer ist damit gemeint? Einige Kommentatoren sind der Meinung, der Vers wolle andeuten, „dass es in Gottes Organisation viele Rindviecher gibt“. Doch durch ein genaues Studium der Bibel kann man feststellen, dass ein weiterer Psalm einen Hinweis auf die Identität der ‚Rinder’ gibt: „Die Berggegend von Baschan ist ein Berg Gottes“ (Ps. 68:15). Und dort wohnten damals die „Kühe Baschans, die auf dem Berg Samarias sind, die die Geringen übervorteilen, die die Armen zertreten, die zu ihren Herren sprechen“ (Amos 4:1).

Der Wachtturm vom 15. März 1978 erklärte: „Bei diesen ‚Kühen Baschans’ handelte es sich um die Frauen Samarias, die, um ständig in Luxus leben zu können, ihre Männer dazu anstachelten die Geringen zu übervorteilen und zu bedrücken“ (S. 31). Diese Beschreibung passt gut auf viele Ältestenfrauen. Obwohl viele von ihnen nur geringe Bildung haben und sozusagen „dumme Kühe“ sind, beeinflussen sie viele Entscheidungen ihrer Ehemänner. Nicht selten hängt jemandes Vorwärtskommen in der Versammlung von der Gunst dieser Frauen ab. Dass Jehova dafür gesorgt hat, dass diese „Rinder“ eigens in Psalm 8 erwähnt werden, zeigt, wie einflussreich diese Gruppe ist.

Doch bei der Entscheidung, wer zum Ältesten ernannt wird, werden natürlich auch biblische Grundsätze berücksichtigt, beispielsweise der folgende: „Glücklich ist der Mann, der Jehova fürchtet. … Wertvolle Dinge und Reichtum sind in seinem Haus“ (Ps. 112:1, 3). Ja, wie geistiggesinnt jemand ist, kann man u. a. an seinem Reichtum erkennen. Finanzielle Schwierigkeiten weisen darauf hin, dass jemandem der Segen Jehovas fehlt.

Der Predigtdienst

„Jehovas Zeugen sind weltweit für ihre Predigttätigkeit von Haus zu Haus bekannt“, wie im Wachtturm vom 15. November 1996 auf S. 32 zu lesen war. Die Söhne Korahs schrieben über sie: „Sie fahren … fort, dich zu preisen. Glücklich sind die Menschen, deren Stärke in dir ist, in deren Herz die Landstraßen sind“ (Ps. 84:4, 5). Die Verkündiger preisen Jehova nicht nur in ihrem Heimatort, sondern sie „fahren … fort“, um Jehovas Namen auch anderswo bekanntzumachen. Sie benutzen „die Landstraßen“, für deren Bau Jehova gesorgt hat (Jes. 60:16).

imageDer zehnte Psalm beschreibt das Vorgehen eines geschickten Verkündigers: „Er sitzt in einem Hinterhalt der Siedlungen“ (Ps. 10:8). Die „Siedlungen“ oder Predigtdienstgebiete sind das Zentrum der Predigttätigkeit. Hier sitzt der Verkündiger sozusagen im „Hinterhalt“; er geht gleich einem Jäger zu Werke. In Unserem Königreichsdienst vom Oktober 1957 hieß es passenderweise: „Wenn du die Schafe finden willst, musst du ein fähiger, tüchtiger Jäger sein. … Wir … müssen die entlegenen, verstreuten Orte absuchen und dürfen kein Gebiet unberührt oder undurchforscht lassen. Jäger … sorgen dafür, dass nichts entwischen kann.“

Wie geht der Verkündiger auf die Jagd? „Seine Augen halten Ausschau nach einem Unglücklichen. … Er führt den Niedergedrückten gewaltsam weg, wenn er sein Netz zuzieht“ (Ps. 10:8, 9). In den „Siedlungen“ sucht der Verkündiger „nach einem Unglücklichen“, denn er weiß, dass zufriedene Menschen nur selten für seine Botschaft empfänglich sind. Doch jemand, der hoffnungslos, deprimiert oder sonst wie niedergedrückt ist und sich nach Trost sehnt, mag zuhören. Schließlich führt der Verkündiger – ein von Jesus beauftragter „Menschenfischer“ – „den Niedergedrückten gewaltsam weg, wenn er sein Netz zuzieht“ (Mat. 4:19). Gott wird ihn dafür mit den Worten loben: „Du hast Gefangene hinweggeführt“ (Ps. 68:18).

Rückbesuche

Manche Wohnungsinhaber sind jedoch tagsüber nur schwer zu erreichen. Daher gab David den Verkündigern den Rat: „Laß sie wiederkehren zur Abendzeit; laß sie kläffen wie ein Hund und rings um die Stadt gehen“ (Ps. 59:14). Viele Zeugen Jehovas nutzen die „Abendzeit“, um Rückbesuche zu machen und um bei Menschen vorzusprechen, die tagsüber nicht zu Hause waren. Dabei suchen sie nur einzelne Häuser auf, weshalb sie nicht von Haus zu Haus, sondern „rings um die Stadt“ gehen.

Nicht alle Verkündiger sind gute Redner: „Sie halten sich an schlechte Reden“ (Ps. 64:5). Nicht nur deswegen werden „alle, die sie anschauen, … ihren Kopf schütteln“ (Ps. 64:8). Aber davon lassen sie sich nicht vom Predigtdienst abhalten, sondern „sie werden das Tun Gottes verkünden“ (Ps. 64:9). Das kommt bei den Menschen im Gebiet nicht immer gut an, vor allem nicht, wenn die Verkündiger früh am Morgen klingeln: „Zeugen stehen [früh] auf; was ich nicht gewußt habe, fragen sie mich“ (Ps. 35:11).

Doch einige Wohnungsinhaber fallen auf Jehovas Zeugen herein und beginnen, ihre Zusammenkünfte zu besuchen. Über kurz oder lang werden sie sogar ungetaufte Verkündiger. Ein solcher sagt über die anderen Zeugen: „Sie freuten sich über mein Hinken und versammelten sich; sie versammelten sich“ (Ps. 35:15). Die anderen Verkündiger – insbesondere die, die mit ihm „die Bibel studiert“ haben – freuen sich ‚über sein Hinken’ von Haus zu Haus. Und erst jetzt fällt ihm auf, wie oft sich Jehovas Zeugen versammeln müssen.

Das „Hinken“ kann auch ein Hinweis darauf sein, dass viele Zeugen Jehovas ihre körperliche Gesundheit vernachlässigen. Sie verausgaben sich im Predigtwerk, weil sie denken, sowieso komme bald Harmagedon. Sie glauben, sie bräuchten nicht zum Arzt zu gehen, denn „Gott … prüft Herz und Nieren“ (Ps. 7:9). Und früher schrieben Jehovas Zeugen dem Herzen eine besondere Bedeutung zu; der Wachtturm vom 1. Juni 1971 erklärte, dass „das Herz in unserem Brustkorb … der Ausgangspunkt unserer Beweggründe ist. Mit wenigen Ausnahmen bezieht sich das Wort ‚Herz’ in der Bibel auf die Funktionen des menschlichen Herzens, das gewissermaßen das Kraftwerk unserer Wünsche, Gefühle und Neigungen ist, der Ausgangspunkt unserer Beweggründe. Wir möchten daher nicht wie viele heutige orthodoxe Physiologen den Fehler machen und das buchstäbliche Herz lediglich als eine Blutpumpe betrachten. … Es besteht eine enge Wechselbeziehung zwischen dem Herzen und dem Sinn, obwohl sich die beiden voneinander unterscheiden und an verschiedenen Stellen liegen. Das Herz ist eine wunderbar konstruierte Muskelpumpe. Es ist aber, was noch erstaunlicher ist, auch der Sitz unserer Fähigkeit, Gefühle und Beweggründe zu entwickeln. Liebe, Haß, Wünsche (gute und schlechte), die Bevorzugung einer Sache vor einer anderen, Ehrgeiz, Furcht – ja alles, wodurch wir in Verbindung mit unseren Neigungen und Wünschen beeinflußt werden, hat seinen Ausgangspunkt im Herzen“ (S. 326).

Die Organisation

Einige bemängeln bei Jehovas Zeugen, dass die Lehre immer wieder geändert wird. Sie behaupten, wenn die Lehre von Gott stammen würde, dürfte es keine Änderungen geben. Doch in Wirklichkeit ist genau das Gegenteil der Fall. David spricht von „denen, bei denen es keine Änderungen gibt und die Gott nicht gefürchtet haben“ (Ps. 55:19). Die ständigen Änderungen bei Jehovas Zeugen sind also ein eindrucksvoller Beweis ihrer Gottesfurcht.

Die Psalmen sagen über den König: „Ihm möge etwas von dem Gold von Scheba gegeben werden“ (Ps. 72:15). Heute gilt die finanzielle Unterstützung der Verkündiger aber keinem buchstäblichen König. Vielmehr sollten, wie es im Wachtturm vom 15. April 1992 hieß, kleinviehgleiche „andere Schafe eng mit den Gesalbten zusammenarbeiten, die ‚als Könige über die Erde regieren’ werden“ (S. 17).

Allerdings hat die Spendenbereitschaft in den letzten Jahren etwas nachgelassen, genauso wie der Einsatz im Predigtdienst. Die Leitende Körperschaft sagt mit den Worten Davids: „Ich [bin] vergessen; ich bin wie ein beschädigtes Gefäß geworden; denn ich habe den schlechten Bericht vieler gehört“ (Ps. 31:12, 13). Sie weist daher verstärkt auf ihre Autorität hin. „Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das soll gelten auf Erden“ (Ps 73:9, Luther).

Abtrünnigkeit

Doch immer mehr Zeugen Jehovas wollen nicht mehr predigen gehen. Sie stützen sich auf David, der schrieb: „Auf Gott wartet in Schweigen meine Seele“ (Ps. 62:1). Sie behaupten, man könne Gott auch durch „Schweigen“ lobpreisen statt durch Predigen. Aber über kurz oder lang landen sie mit dieser Haltung vor einem Rechtskomitee: „Die im Tor Sitzenden begannen sich mit mir zu befassen“ (Ps. 69:12). Wenn sie sich anmaßen, die klare Aussage der Bibel über die Interpretation des ‚treuen und verständigen Sklaven’ zu stellen, müssen sie mit einem Gemeinschaftsentzug rechnen.

Nicht nur der Predigtdienst veranlasst einige, Jehovas Zeugen den Rücken zu kehren. Andere sagen wie David: „Ein junger Mann bin ich gewesen, ich bin auch alt geworden, und doch habe ich keinen“ Tag Jehovas gesehen noch Abraham, Isaak und Jakob auferstehen (vgl. Ps. 37:25). Vielleicht hatten sie sich den Rat aus der Erwachet!-Ausgabe vom 22. August 1969 zu Herzen genommen und auf eine vernünftige Ausbildung verzichtet. In dieser Zeitschrift hieß es: „Wenn du ein junger Mensch bist, so musst du dir auch über die Tatsache im klaren sein, daß du in diesem gegenwärtigen System der Dinge nie alt werden wirst“ (S. 15). Nun sind sie aber doch alt geworden und haben festgestellt, dass sie ihr Leben verschwendet haben.

imageGlücklicherweise erkennen einige Zeugen Jehovas schon in jüngeren Jahren die Wahrheit über diese Religionsgemeinschaft. Sie sagen mit den Worten Davids: „Die Wasser sind bis an die Seele gekommen. Ich bin hinabgesunken in tiefen Schlamm, wo es keinen Grund zum Stehen gibt. Ich bin in tiefe Wasser gekommen, und ein Wasserschwall, er hat mich fortgeschwemmt. Ich bin müde geworden von meinem Schreien; meine Kehle ist heiser geworden. Meine Augen haben versagt, während ich auf meinen Gott harrte“ (Ps. 69:1-3).

Im Wachtturm vom 15. Dezember 2004 heißt es: „Wir sind mit einer Organisation verbunden, die uns das reine Wasser der Wahrheit zuleitet“ (S. 20). Ja, Jehovas Zeugen bezeichnen ihre Veröffentlichungen als „Wasser“. Doch in Wirklichkeit enthalten sie gar keine „Wahrheit“. Wer die irreführenden Gedanken aus diesen Zeitschriften „bis an die Seele“ kommen lässt und sie sich zu Herzen nimmt, kann in geistiger Hinsicht „in tiefen Schlamm“ geraten. „Ein Wasserschwall“ – die ganze Fülle von Büchern und Broschüren, mit denen ein Interessierter bombardiert wird – hat ihn „fortgeschwemmt“, ihn aus dem normalen Leben herausgerissen und zu einem ferngesteuerten Diener des ‚treuen und verständigen Sklaven’ gemacht. Er musste in den Haus-zu-Haus-Dienst gehen; seine „Kehle ist heiser geworden“ vom vielen Predigen.

Doch während er ‚auf seinen Gott harrte’ und merkte, dass sich alle Vorhersagen des Wachtturms nicht erfüllten, wurde er zunächst entmutigt. Er gab seine Dienstämter ab und erklärte: „Was ich nicht durch Raub genommen hatte, gab ich dann zurück. O Gott, du selbst hast meine Torheit erkannt“ (Ps. 69:4, 5). Aber schließlich erkannte er die ganze Wahrheit über die „Wahrheit“ und verließ die Gemeinschaft. Der Psalmist beschreibt die Folgen: „Derer, die mich ohne Ursache hassen, sind sogar mehr geworden als die Haare meines Hauptes. Die mich zum Schweigen bringen, die grundlos meine Feinde sind, sind zahlreich geworden“ (Ps. 69:4).

Die Ältesten versuchen, ihn ‚zum Schweigen zu bringen’, indem sie anderen Zeugen Jehovas verbieten, mit ihm zu reden. Außerdem sagen sie über „Abtrünnige“ wie ihn: „Sie reden Lügen. Das Gift von ihnen ist wie das Gift der Schlange“ (Ps. 58:3, 4). Doch er selbst macht sich Vorwürfe und sagt über Gott: „O mögen die dich Suchenden nicht gedemütigt werden meinetwegen“ (Ps. 69:6). Er wünscht sich, dass seine Tätigkeit als Verkündiger niemanden zum Zeugen Jehovas gemacht hat.

Durch den Gemeinschaftsentzug ist er seinen „Brüdern ein Entfremdeter geworden“ (Ps. 69:8). Trifft er einen der Ältesten aus dem Rechtskomitee auf der Straße, sagt er zu ihm: „Du hast meine Bekannten von mir entfernt; du hast mich als etwas für sie sehr Verabscheuungswürdiges hingestellt“ (Ps. 88:8).

Ehemalige Zeugen Jehovas

Viele Abtrünnige treffen sich später und tauschen ihre Erfahrungen aus. Einige von ihnen preisen Gott und sprechen: „Du hast uns in das Fangnetz gebracht; du hast eine drückende Last auf unsere Hüften gelegt. … Wir sind durch Feuer und durch Wasser gekommen, und du gingst daran, uns hinauszuführen in die Erleichterung“ (Ps. 66:11, 12). Sie waren von „Menschenfischern“ mit dem „Fangnetz“ gefangen worden (Mar. 1:17). Die Wachtturm-Organisation hatte mit dem Predigtdienst, den Zusammenkünften und den vielen Menschengeboten „eine drückende Last“ auf sie gelegt. Sie sind „durch Wasser gekommen“, als sie sich taufen ließen. Doch schließlich wurden sie aus der Versammlung ‚hinausgeführt in die Erleichterung’. Sie bitten Gott in Bezug auf die Wachtturm-Gesellschaft: „Der große Schwätzer – laß ihn nicht feststehen auf der Erde“ (Ps. 140:11).

Jemand, der sich von der Sklaverei des ‚treuen und verständigen Sklaven’ befreit hat, kann wirklich sagen: „Mehr Einsicht als all meine Lehrer habe ich erlangt. … Ich benehme mich mit mehr Verstand als ältere Männer“ (Ps. 119:99, 100). imageJa, während ihre „Lehrer“, die sie zu Zeugen Jehovas gemacht hatten, immer noch nicht die Wahrheit über die „Wahrheit“ erkannt haben, haben sie selbst in kurzer Zeit „mehr Einsicht“ erlangt. Sie haben klar Stellung bezogen und die falsche Religion verlassen, etwas, was „ältere Männer“ – die Ältesten ihrer Versammlung – noch nicht zustande gebracht haben.

Die meisten Abtrünnigen werden nie mehr auf Sektierer wie Jehovas Zeugen hereinfallen. Sie sagen: „Die Bösen werden allesamt in ihre eigenen Netze fallen, während ich meinerseits vorbeigehe“ (Ps. 141:10). „Menschenfischer“ haben bei ihnen keine Chance mehr. Sie haben erkannt, wie sinnlos das Predigtwerk der Zeugen Jehovas ist und sagen zu ihnen: „Umsonst ist es für euch, daß ihr früh aufsteht“ und in den Predigtdienst geht (Ps. 127:2).

„Ermunternde“ Besuche

Einige der Ausgeschlossenen werden hin und wieder von den Ältesten aufgesucht und gefragt, ob sie an einer Wiederaufnahme interessiert sind. Doch wer vernünftig ist, sagt zu ihnen: „Hinweg von mir, ihr alle, die ihr Schädliches treibt! … Weicht von mir, ihr Übeltäter!“ (Ps. 6:8; 119:115). Fragen sie nach einer Begründung, kann man entgegnen: „Bei denen, die verhehlen, was sie sind, trete ich nicht ein.  Ich habe die Versammlung … gehaßt, und bei den Bösen sitze ich nicht“ (Ps. 26:4, 5).

Jehovas Zeugen ‚verhehlen, was sie sind’, indem sie nach außen ein Bild abgeben, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Wie die Studienausgabe des Wachtturms vom 15. Juli 2008 zeigt, glauben sie,image „Jehovas himmlische Hinrichtungsstreitkräfte“ würden bald „an allen das Gericht vollziehen, die kein symbolisches Kennzeichen erhalten haben.“ Die Menschen würden „aufgrund dessen gerichtet werden, wie sie auf die [von Jehovas Zeugen gepredigte] gute Botschaft reagieren“ (S. 6). Doch sie „verhehlen“ diese grausame Lehre in der Öffentlichkeit und sagen stattdessen, Gott werde „die Bösen vernichten“ oder „alles Böse … beseitigen“ (Der Wachtturm, 1. April 2008, S. 5; 1. Juni 2008, S. 3). Ähnliches gilt für die Lehre über Blut oder den Umgang mit Angehörigen nach einem Gemeinschaftsentzug.

Die Ältesten mögen auch auf die „wunderbare Auferstehungshoffnung“ zu sprechen kommen, die Abtrünnigen ihrer Meinung nach entgeht (Erwachet!, 8. August 1993, S. 27). Doch Abtrünnige wissen: „Ihr alle seid Söhne des Höchsten. Sicherlich werdet ihr wie Menschen sterben“ (Ps. 82:6, 7). Und Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen“ (Luk. 6:35). Die „Söhne des Höchsten“ sind also „die Undankbaren und Bösen“, die sich Jehovas Zeugen oder einer christlichen Religionsgemeinschaft anschließen. Sie werden „wie Menschen sterben“.

Und „Menschen und Tiere haben das gleiche Schicksal: Die einenimage wie die anderen müssen sterben“ (Pr. 3:19, Gute Nachricht). Auf Christen, andere Menschen und Tiere wartet „das gleiche Schicksal“; warum sollte man sich also abmühen? Zwar schrieb David: „Gott läßt die Einsamen in einem Haus wohnen“ (Ps. 68:6). Aber dabei handelt es sich um das selbe Haus, auf das König Salomo Bezug nahm, als er schrieb, dass „der Mensch zu seinem langwährenden Haus hingeht“ (Pred. 12:5).

„Die anderen Schafe hoffen, … in das Paradies auf der Erde zu gelangen“, sagt der Wachtturm vom 15. April 1995 (S. 31). Doch diese Hoffnung ist trügerisch. Die Söhne Korahs schrieben über sie: „Wie Schafe sind sie für den Scheol selbst bestimmt worden; ja der Tod wird sie hüten. … Ihre Gestalt muß verfallen; statt eines erhabenen Wohnsitzes gibt es für jeden den Scheol“ (Ps. 49:14).

Viele Zeugen Jehovas glauben auch, Abtrünnige würden die „lebengebende geistige Speise“ in den Wachtturm-Veröffentlichungen vermissen (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2005, S. 201). Doch Asaph schrieb: „Ständig kränkten sie ihn mit ihren Höhen, und mit ihren gehauenen Bildern reizten sie ihn fortwährend“ (Ps. 78:58). Auf Höhen wurden früher häufig Wachttürme gebaut, und der Wachtturm enthält zwar keine „gehauenen“, aber gedruckte Bilder. Die oft lächerlichen Gedanken, die im Wachtturm als Mitteilungen Gottes dargestellt werden, müssen ihn wirklich kränken. Wer das erkannt hat, wird über Jehovas Zeugen sagen: „Als [geistige] Speise gaben sie mir eine giftige Pflanze“ (Ps. 69:21). Ja, die Wachtturm-Veröffentlichungen sind in geistiger Hinsicht giftig.

Mitläufer

Nicht alle Zeugen Jehovas, die mit den Lehren der Wachtturm-Gesellschaft nicht einverstanden sind, werden ausgeschlossen oder verlassen die Gemeinschaft. Aus verschiedenen Gründen entscheiden sich einige, Zeugen Jehovas zu bleiben – oft um ihrer Angehörigen willen. Doch so mancher von ihnen sagt, wenn er den Königreichssaal betritt: „Mein Herz, es windet sich in mir vor Schmerzen, und Todesschrecken, sie haben mich befallen. Furcht, ja selbst Zittern, kommt in mich, und Schauder bedeckt mich. Und ich
sage fortwährend: ‚O daß ich Flügel hätte wie eine Taube! Ich würde wegfliegen’“ (Ps. 55:4-6)
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Tatsächlich haben viele Zeugen Jehovas ohnehin ein negatives Selbstbild. In den Zusammenkünften werden ihnen dann noch mehr Schuldgefühle eingeredet. Bei denjenigen, die nicht ihr ganzes Leben für das Predigtwerk einsetzen, wird die Angst vor Harmagedon geschürt. Kein Wunder, dass „Todesschrecken“, „Furcht“ und „Zittern“ im Königreichssaal allgegenwärtig sind. Es ist bestimmt göttlicher Fügung zuzuschreiben, dass Jehovas Zeugen immer im Königreichssaal das auf diesem Psalm beruhende Lied singen: „Hätt’ ich Flügel wie die Taube, flöge ich weit weg von hier an den Ort, wo böse Zungen könnten nicht mehr schaden mir“ (Singt Lieder für Jehova, Lied 38).

Minderwertigkeitsgefühle

Wie kein anderes Bibelbuch fördern die Psalmen Minderwertigkeitsgefühle unter Dienern Gottes. Jeder muss sich bewusst machen: „In Vergehen wurde ich unter Geburtsschmerzen hervorgebracht, und in Sünde empfing mich meine Mutter“ (Ps. 51:5). Schon von Geburt an ist man also ein unbedeutender Sünder. Später fügte David hinzu: „Die Söhne des Erdenmenschen sind ein Dunst, die Menschensöhne sind eine Lüge. Wenn auf die Waage gelegt, sind sie alle zusammen leichter als ein Dunst“ (Ps. 62:9).

Er bestätigte diesen Gedanken bei einer anderen Gelegenheit: „Laß mich, o Jehova, mein Ende wissen, … damit ich erkenne, wie vergänglich ich bin. … Meine Lebensdauer ist wie nichts vor dir. Bestimmt ist jeder Erdenmensch, auch wenn er feststeht, nichts als ein Dunst“ (Ps 39:4, 5). In einem anderen Psalm schrieb er, „daß wir Staub sind“ (Ps. 103:14). Und Staub wischt man weg; niemand käme auf die Idee, ein einzelnes Staubkorn als wichtig zu betrachten. Wie soll man sich als einzelner Mensch bedeutend vorkommen und eine gesunde Selbstachtung entwickeln, wenn die ganze Menschheit „Staub“ und „zusammen leichter als ein Dunst“ in Jehovas Augen ist?

Tatsächlich betrachtet Jehova Menschen als nutzlos: „Der Mensch … gleicht dem Vieh, das vertilgt wird“ (Ps. 49:20, Elberfelder Bibel). Der weise König Salomo bestätigte später diese Tatsache: „Nichts hat der Mensch dem Tier voraus; denn alles ist vergeblich und vergänglich“ (Pred. 3:19, Gute Nachricht). Kein Wunder, dass David über sich selbst sagte: „Ich aber bin ein Wurm imageund kein Mann, eine Schmach … und verächtlich“ (Ps. 22:6).

Schon David fragte: „Wer ist der Mann, der Lust am Leben hat?“ (Ps. 34:12). Schon damals war es schwer, so jemanden unter Gottes Volk zu finden. Vielmehr waren seine Anbeter „gebrochenen Herzens“, „niedergedrückt und schmerzbeladen“, „niedergedrückt und arm“, „sehr verarmt“, „abgezehrt“ oder „in großem Maße niedergebeugt“ (Ps. 34:18; 69:29; 70:5; 79:8; 102:7; 119:107). Vieler seiner treuen Zeugen hatten außerdem „ein gebrochenes und zerschlagenes Herz“ (Ps. 51:17).

Heute ist es nicht anders. Wie der Autor Gerd Borchers-Schreiber anführt, wurde im Jahr 1991 bei einer Ältestenschulung in der Schweiz erwähnt, „daß es unter Jehovas Zeugen zahlreiche an Depressionen leidende Menschen gab“ und „daß in psychosomatischen Kliniken ständig Patienten zu finden sind, die sich zu Jehovas Zeugen bekennen.“ Und während Asaph über Menschen sagte, die Gott nicht richtig anbeteten: „Sie schickten sich an, zu essen und sich sehr zu sättigen“, sagen wahre Christen: „Mein Fleisch, es ist abgemagert“ (Ps. 78:29; 109:24).

Jehova – ein Gott der Rache

Ein weiterer Grund, warum viele Zeugen Jehovas depressiv werden, ist, dass ihre Gebete bezüglich der Abtrünnigen noch nicht erhört worden sind. Sie wissen, dass „Gott selbst … das Haupt seiner Feinde zerschmettern“ wird (Ps. 68:21). Ja, „der wahre Gott ist es, der … Rachetaten gibt“ (Ps. 18:47). Im Psalm 94 wird Jehova sogar als „Gott der Rachetaten“ bezeichnet (Ps. 94:1). „Leicht entbrennt sein Zorn“ (Ps. 2:12).

Immer wieder flehen Jehovas Zeugen ihn mit den Worten Davids an: „Steh auf, o Jehova! … Du wirst alle meine Feinde auf die Kinnbacke schlagen müssen. Die Zähne der Bösen wirst du zerbrechen müssen. … O Gott, schlag ihnen die Zähne in ihrem Mund aus!“ (Ps. 3:7; 58:6). Doch bis heute gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Abtrünnige häufiger zum Zahnarzt gehen würden als aktive Zeugen Jehovas.

Der treue König David betete auch: „O daß du, o Gott, den Bösen töten würdest! … Empfinde ich nicht Ekel vor denen, die sich gegen dich auflehnen? Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß“ (Ps. 139:19, 21, 22). Demgemäß erklärte der Wachtturm vom 1. Dezember 1952 in Bezug auf Abtrünnige: „Wir müssen sie im wahrsten Sinne hassen, was bedeutet: mit äusserstem und aktivem Abscheu etwas als widerlich, abstossend und schmutzig ansehen, es verabscheuen. … Wir können diese hasserfüllten Feinde nicht lieben, denn sie taugen nur zur Vernichtung. … Wir beten eindringlich und schreien dieses Gebet hinaus, damit Jehova nicht länger zögere, und rufen zu ihm, dass sein Zorn geoffenbart werden möchte. Zeige deinen Arm und lass die Feinde ihn sehen und gebrauche ihn zu ihrem Schaden und zu ihrer Vernichtung! … Dies sind die wahren Gefühle, Wünsche und Gebete der Gerechten heute“ (S. 362, 363).

Alkoholmissbrauch im Himmel

Asaph wurde schon unruhig, wenn er nur an Gott dachte: „Ich will Gottes gedenken und unruhvoll sein; ich will Besorgnis bekunden“ (Ps. 77:3). Warum ist Gott so jähzornig und launisch? Asaph gibt uns einen Hinweis, wenn er sagt: „Da ist ein Becher in der Hand Jehovas, und der Wein schäumt, er ist voll Mischtrank“ (Ps. 75:8). Offensichtlich gehört Gott zu denen, „die sich lange Zeit beim Wein aufhalten, die einkehren, um Mischwein zu probieren“ (Spr. 23:30).

„Alkohol fördert die Gewaltbereitschaft“, hieß es in der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Oktober 2005 (S. 3). Bei einer Gelegenheit „begann Jehova wie vom Schlaf zu erwachen, wie ein Mächtiger, der sich vom Wein ernüchtert. Und er schlug dann seine Widersacher von hinten nieder“ (Ps. 78:65, 66). Da Gott allmächtig ist, könnte er seine Widersacher eigentlich auch von vorne niederschlagen oder sie einfach tot umfallen lassen. Aber unter dem Einfluss des Alkohols schlug er sie „von hinten nieder“.

Eine Studie der Universitäten Northumbria und Keele ergab, dass Alkohol auch zu Vergesslichkeit führt. Das mag erklären, wieso Ethan, der Esrachiter, zu Jehova sagen musste: „Du selbst hast Rahab zermalmt“ (Ps. 89:10). Vielleicht hatte Jehova einfach vergessen, dass er Rahab „durch Werke gerechtgesprochen“ hatte und sie eigentlich „am Leben bleiben“ sollte (Jak. 2:25; Jos. 6:17).

Vielleicht hat Gott durch seinen Alkoholkonsum auch ‚Tag und Stunde’ vergessen, wann er sein Gericht über die Erde bringen wollte. Leider hat auch „niemand [anders] Kenntnis“ davon, „weder die Engel der Himmel noch der Sohn“ (Mat. 24:36). Doch da sich Jehova an seine eigenen Grundsätze halten muss, kann Harmagedon nur „genau zu der von ihm bestimmten Zeit“ kommen (Der Wachtturm, 15. Oktober 1977, S. 627). Die kennt jetzt aber keiner mehr, daher kann er nur noch hoffen, dass er sich rechtzeitig wieder an den Termin erinnert.image

Naturkatastrophen

Der treue Prophet Amos erklärte: „Wenn ein Unglück in der Stadt geschieht, ist es dann nicht Jehova, der gehandelt hat?“ (Amos 3:6). Genauso wie die sogenannten „Naturgesetze“ in Wirklichkeit „von Gott ins Leben gerufen wurden“, so verhält es sich auch mit den sogenannten „Naturkatastrophen“ (vgl. Erwachet!, 8. Februar 1999, S. 3). David erklärte: „Die Erde selbst bebte. … Einen ausgiebigen Regenguß begannst du fallen zu lassen, o Gott“ (Ps. 68:8, 9). Erdbeben und Überschwemmungen werden also von Gott verursacht.

Wie Spiegel Online am 5. Juni 2005 berichtete, sterben „jedes Jahr … in China tausende Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche.“ Auch in Indien kommen jedes Jahr hunderte Menschen durch Hochwasser ums Leben. Aber nicht nur Erdbeben und Flutkatastrophen werden von Gott verursacht: Unser Gott wird kommen und kann unmöglich schweigen. Feuer verzehrt vor ihm her, und rings um ihn her ist es äußerst stürmisch geworden“ (Ps. 50:3). Auch Stürme gehören also zu seinen Werken. Sowohl 1970 als auch 1991 kamen allein in Bangladesch durch einen einzigen Wirbelsturm jeweils etwa 300.000 Menschen um.

Die Menschen in China, Indien und Bangladesch haben allerdings eines gemeinsam: Sie beten Jehova nicht an. Sie müssten also früher imageoder später sowieso vernichtet werden. Daher können Anbeter Gottes aus vollem Herzen in den Lobpreis einstimmen: „Preist Jehova von der Erde her, ihr Seeungetüme und all ihr Wassertiefen, du Feuer und Hagel, Schnee und dicker Rauch, du stürmischer Wind, der sein Wort vollzieht“ (Ps. 148:7, 8 ). Gott weiß wahrscheinlich, dass seine Diener mit der Beseitigung aller „von Jehova Erschlagenen“ nach Harmagedon überfordert wären; daher vernichtet er viele von ihnen schon vorher durch Katastrophen (Jer. 25:33).

Hunger

Jesus sagte vorher, dass es „Lebensmittelknappheit“ geben würde (Luk. 21:11). Daher kann Gott nicht einfach alle Menschen mit Nahrung versorgen, sonst würde sich die Prophezeiung nicht erfüllen. Vielmehr „läßt er die Hungrigen wohnen. … Und er segnet sie, so daß sie sehr viele werden“ (Ps. 107:36, 38). Durch Katastrophen und andere Maßnahmen lässt er die Hungrigen „sehr viele werden“. Viele von ihnen verhungern schließlich, und „wieder werden sie wenige und gehen gebückt infolge von Einschränkung, Unglück und Kummer“ (Ps. 107:39).

Durch den Propheten Jeremia sagte Jehova über sein eigenes Volk: „Durch Hungersnot werden sie ihr Ende finden“ (Jer. 16:4). Jesus wusste, dass sein Vater so vorgeht; deshalb erklärte er: „Glücklich seid ihr, die ihr jetzt hungert“ (Luk. 6:21). Wer Hunger leidet, kann sich wirklich glücklich schätzen, dass er eine Rolle in Gottes Vorsatz spielen darf.

imageJehova lässt aber nur Menschen verhungern. „Den Tieren gibt er ihre Nahrung“ (Ps. 147:9). Nicht nur „die Vögel des Himmels“ werden von Gott „ernährt“ (Mat. 6:26). Die Psalmen zeigen: „Was dieses Meer betrifft, so groß und weit, dort gibt es sich Regendes ohne Zahl, lebende Geschöpfe, kleine wie auch große. … Was den Leviathan betrifft, ihn hast du gebildet, darin zu spielen. Sie alle – auf dich harren sie, damit du ihnen ihre Speise gibst zur rechten Zeit“ (Ps. 104:25-27). Im Meer gibt es viele Geschöpfe, etwa Haie oder Stechrochen. Auch der „Leviathan“ ist dort zu finden, womit gemäß dem Werk Einsichten über die Heilige Schrift wahrscheinlich das Nilkrokodil gemeint ist, das man auch an den Meeresküsten antreffen kann. Ihnen allen gibt Gott „ihre Speise … zur rechten Zeit“, wozu gelegentlich auch Menschen gehören.

Menschliche Bedürfnisse

Wir Menschen sollten „uns regelmäßig waschen“, wie der Wachtturm vom 15. Januar 1982 erklärte (S. 6). Da wir „im Bilde Gottes“ erschaffen sind, ist es vernünftig anzunehmen, dass auch Gott mit der Zeit schmutzig wird und sich waschen muss (1. Mose 1:27). Die Psalmen sind jedoch das einzige Bibelbuch, das direkt auf seine Körperhygiene Bezug nimmt, und das gleich an zwei Stellen. Jehova selbst sagte: „Moab ist mein Waschbecken“ (Ps. 60:8; 108:9). Da es in Moab keine größeren Gewässer gab, konnte Gott es nur als „Waschbecken“ benutzen, aber nicht als Badewanne. Doch „Jehova, unser Gott, ist gerecht“ (Dan. 9:14). Und „der Gerechte wird … im Blut des Bösen baden“, nicht im Wasser (Ps. 58:10).

Ein noch wichtigeres Grundbedürfnis des Menschen ist das Essen. Die Israeliten wünschten sich „Fleisch zu essen“, und da sie „im Bilde Gottes“ erschaffen waren, trifft dasimage wohl auch auf Gott zu (4. Mose 11:4; 1. Mose 1:27). Als Jehova bei Abraham zu Gast war, ließ Abraham daher „einen zarten und guten jungen Stier“ servieren (1. Mose 18:1, 3, 8). Jehova und seine Begleiter aßen; danach segnete er seinen Gastgeber, was anzeigt, dass ein solches Gericht angemessen für ihn war. Doch später lud niemand mehr Jehova zum Essen ein. Wahrscheinlich war er hungrig und überlegte, wo er Fleisch herbekommen könnte. Da sah er die Israeliten, und „ständig gedachte er, daß sie Fleisch waren“ (Ps. 78:39). Vielleicht ist das der Grund, weshalb er hin und wieder eine „schlagartige Plage“ über sein Volk brachte (4. Mose 14:37).

Einige Ernährungsberater behaupten, es sei schädlich, Fleisch zu essen. Doch wir brauchen uns keine Sorgen zu machen. David schrieb unter Inspiration: „Ich werde mich nicht fürchten. Was kann Fleisch mir antun?“ (Ps. 56:4). Fleisch kann unserer Gesundheit also keinen Schaden zufügen. Daher gebot Gott seinem Volk sogar ausdrücklich: „Du sollst Fleisch essen“ (5. Mose 12:15). Vegetarier sind ihm als nicht wohlgefällig. Auch wenn wir übergewichtig sind, sollten wir keine Diät halten, denn Gottes Befehl lautet: „Alle Fetten der Erde werden essen“ (Ps. 22:29).image

Ist Gott immer ehrlich? Er selbst sagte: „Einmal habe ich geschworen in meiner Heiligkeit, David werde ich nicht belügen“ (Ps. 89:35). Müsste Jehova extra schwören, David nicht zu belügen, wenn er sowieso nie lügen würde? Kein Wunder, dass Asaph zu ihm sagte: „Grimm wird dich lobpreisen“ (Ps. 76:10). Der Name „Grimm“ ist auf der ganzen Welt untrennbar mit einer großen Sammlung von Märchen verbunden. Die Brüder Grimm und ihre Märchen preisen Gott, weil dessen Wort das Vorbild für ihre Sammlung war.

Das Studium der Psalmen trägt wirklich viel zum Verständnis der Persönlichkeit Gottes bei. Die Sinnlosigkeit des Glaubens der Zeugen Jehovas wird heute in Einklang mit den prophetischen Psalmen offenbar. Ja, halten wir uns nicht davon zurück, bei jeder Gelegenheit über die wunderbaren Aussagen der Psalmen zu sprechen!

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