Uns der „großen Wolke von Zeugen“ anschließen

Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, Mai 2008

Im Kapitel 11 und 12 des Hebräerbriefs schreibt Paulus, dass wir „von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben sind“ (Hebräer 12:1). Diese Treuen der alten Zeit sind zweifellos gute Vorbilder. Ihnen nachzueifern wird uns den Segen Jehovas eintragen. Wir wollen daher einige dieser Diener Jehovas näher betrachten und darüber nachdenken, wie wir sie nachahmen können.

Abel: Beginnen wir mit dem ersten Menschen, der Gott treu diente: „Durch Glauben brachte Abel Gott ein wertvolleres Opfer dar als Kain“ (Hebräer 11:4). Worin unterschieden sich die beiden Opfer? Kain brachte „einige Früchte des Erdbodens“ dar, Abel dagegen „einige Erstlinge seiner Kleinviehherde, ja ihre Fettstücke“ (1. Mose 4:3, 4). Dass Gott „keineswegs wohlwollend auf Kain und seine Opfergabe“ blickte, zeigt, dass er an Gemüse nicht interessiert ist, sondern Fleisch essen möchte.

Da wir „Nachahmer Gottes“ sein wollen, sollten auch wir kein Gemüse, sondern Fleisch essen (Epheser 5:1). Der Bericht zeigt uns außerdem, dass alle, die in die Fußstapfen Kains getreten sind und Gemüse anbauen, ein Gericht zu erwarten haben. Alle Christen, die in der Obst- und Gemüsebranche arbeiten, sollten darüber gebetsvoll nachdenken.

Henoch: „Durch Glauben wurde Henoch entrückt“ (Hebräer 11:5). Schon im Wachtturm vom 15.06.1952 wurde der Unterschied zwischen der vertikalen Entrückung, die mit einer Vision gegenwärtiger Ereignisse verbunden ist, und der horizontalen Entrückung, bei man künftige Ereignisse sieht, erklärt. Beide Arten der Entrückung sind in unserer Zeit in den geschlossenen Abteilungen psychiatrischer Kliniken anzutreffen. Darüber hinaus haben die Begriffe „entrückt“ und „verrückt“ einen gemeinsamen Wortstamm.

 

Aufrichtige Christen, die dem Beispiel Henochs nacheifern wollten, sollten also auf einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik hinarbeiten. Als ersten Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, könnte man dem Hausarzt von seinen Visionen erzählen. Man könnte ihm auch die Broschüre Erschrecket! zeigen und ihm erklären, dass die dort gezeigte Vernichtung schon in Kürze auch ihn treffen wird.

Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, könnte man diese Broschüren auch in der Fußgängerzone verteilen und allen Menschen erzählen, dass sich der Vogel, den man hat, von ihren Fleischteilen sättigen wird. Dazu könnte man Königreichslieder abspielen. Vergessen wir nicht, dass Gott „in der Welt die Einfältigen … ausgesucht“ hat (1. Korinther 1:27, Gute Nachricht).

Noah: „Noah … errichtete eine Arche“ (Hebräer 11:7). Das hebräische Wort teváh, das mit „Arche“ übersetzt wird, bedeutet eigentlich „Kasten“, und das griechische Wort kibōtós kann mit „Kiste“ oder „Truhe“ übersetzt werden. Diese Begriffe passen auf Fernsehgeräte, die früher kastenförmig waren und als „Flimmerkiste“ bezeichnet wurden; bis in die 1960er Jahre gab es auch Fernsehtruhen. Im übertragenen Sinn kann der Begriff „Arche“ jedoch auch auf LCD- und Plasmafernseher angewandt werden.

So wie Noah alle Tiere in seiner „Arche“ versammelt hatte, können auch wir alle Tierarten im Fernsehen beobachten. Zweifellos sollten Christen das Beispiel Noahs nachahmen und sich jeden Tag gewissenhaft die verschiedenen Zoosendungen (z. B. „Leviathan, Behemoth und Co.“) ansehen. So können wir uns wie Noah fühlen, besonders, wenn es regnet.

 

 

 

Außerdem schreibt Paulus, dass Noah „eine göttliche Warnung vor Dingen erhalten hatte, die noch nicht zu sehen waren“ (Hebräer 11:7). In unserer Zeit benötigen wir jedoch keine göttlichen Warnungen mehr in dieser Hinsicht. Vielmehr gibt es ein breites Angebot von Programmzeitschriften, in denen wir Informationen über Sendungen erhalten, die „noch nicht [im Fernsehen] zu sehen waren“, sondern erst in den nächsten Wochen gezeigt werden.

Abraham: Abraham „zog aus … und wohnte in Zelten“ (Hebräer 11:8, 9). Das können auch wir tun. Verkaufen wir unser Haus und ziehen wir in ein Zelt. Damit ahmen wir nicht nur den treuen Patriarchen Abraham nach, sondern auch Jehova Gott selbst. Schließlich wohnt auch er in einem Zelt, denn David frage: „O Jehova, wer wird Gast sein in deinem Zelt?“ (Psalm 15:1). Zwar lebte Jehova auch vorübergehend in einem Haus in Jerusalem, doch auch er „zog aus“. Einige Jahre nach der endgültigen Zerstörung des Tempels berichtete der Apostel Johannes wieder vom „Zelt Gottes“, das „bei den Menschen“ sein würde (Offenbarung 21:3).

Wir können Abraham, den „Vater all derer …, die Glauben haben“, noch in anderer Hinsicht nachahmen (Römer 4:11). Er „versuchte, seinen einziggezeugten Sohn als Opfer darzubringen“ (Hebräer 11:17). Allerdings hinderte Jehova ihn damals daran, da Isaak noch als Stammvater der Nation Israel benötigt wurde. Doch in unserer Zeit vermehrt sich Jehovas Volk durch den Predigtdienst, und Kinder werden so kurz vor Harmagedon ohnehin nicht mehr benötigt; sie sind vielmehr eine Last für ihre Eltern (Matthäus 24:19). Eltern sollten daher gewissenhaft überlegen, ob sie Abrahams Beispiel nacheifern können, solange ihre Kinder noch nicht religionsmündig sind.

Moses: „Durch Glauben verließ er Ägypten“ (Hebräer 11:27). Auch der Prophet Jeremia schrieb: „Zieht nicht nach Ägypten“ (Jeremia 42:19). Die meisten Menschen missachten diesen Rat, und so zählt Ägypten „zu den beliebtesten Reisezielen unserer Erde“, wie ein anonymer Autor schrieb. Wahre Christen lassen sich auch von noch so günstigen Reiseangeboten nicht zu einem Urlaub in Ägypten verleiten. Sie würden dadurch riskieren, dass „der Vernichter“ sie anrührt (Hebräer 11:28).

Paulus erwähnt auch, dass Moses „das Bespritzen mit Blut“ feierte (Heb. 11:28). Demgemäß haben auch christliche Familienväter die Verantwortung, ihre Familie einmal pro Woche mit Blut zu bespritzen. Am wirkungsvollsten ist diese Maßnahme am Samstag vor dem gemeinsamen Predigtdienst. Auf diese Weise können wir uns als Anbeter des Gottes Mose ausweisen und gleichzeitig den Menschen Angst vor dem „Vernichter“ einjagen (Hebräer 11:28).

Mauern: Paulus erwähnt auch ein interessantes Detail aus der Geschichte Israels: „Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos“ (Hebräer 11:30). Ja, auch Mauern können Glauben ausüben. Daher sollten wir im Predigtdienst nicht nur an den Türen, sondern auch an den Mauern vorsprechen. Die Dienstaufseher können auch spezielle Tage für den Mauer-zu-Mauer-Dienst einplanen, damit so viele Mauern wie möglich dem Beispiel der Mauern Jerichos folgen und zum Glauben an Jehova Gott kommen.

Rahab: Der Bericht sagt weiter: „Durch Glauben kam Rahab, die Hure, nicht mit denen um, die ungehorsam handelten, weil sie die Kundschafter … aufgenommen hatte. Und was soll ich noch mehr sagen?“ (Hebräer 11:31, 32). Weitere Details waren nicht notwendig; die Leser des Briefes wussten, wie Rahab den Aufenthalt der Kundschafter so angenehm wie möglich gemacht hatte. Können christliche Schwestern sie nachahmen, insbesondere, wenn Älteste oder Kreisaufseher zu Besuch sind?

Tätigkeiten: Paulus erzählt weiter von treuen Dienern Gottes, die „Königreiche niederkämpften“ (Hebräer 11:33). Können wir „die vollständige Waffenrüstung“ anlegen und uns für eine militärische Laufbahn entscheiden (Epheser 6:11)?

Weiter heißt es, dass treue Anbeter Jehovas „der Löwen Rachen verstopften“ (Hebräer 11:33). Um sie nachzuahmen, könnten wir uns bei einem Zirkus als Löwendompteur bewerben. Dann können wir auch selbst überprüfen, ob sich die Verheißung bewahrheitet, dass „der Löwe Stroh fressen [wird] wie der Stier“ (Jesaja 11:7).

Andere Treue der alten Zeit „löschten glühendes Feuer“ (Hebräer 11:34, Gute Nachricht). Können wir der örtlichen Feuerwehr beitreten, um es ihnen gleichzutun? Behalten wir auch im Sinn, dass Jehovas „Wort wie ein Feuer“ ist (Jeremia 23:29). Wenn er schließlich auf die Bösen „Feuer und Schwefel herabregnen“ lassen wird, werden Feuerwehrleute dringend gebraucht werden (Psalm 11:6).

Kleidung: Einige der Propheten „gingen in Schaffellen, in Ziegenhäuten umher“ (Hebräer 11:37). Können wir uns vornehmen, diese Kleidung nicht nur im Predigtdienst, sondern jeden Tag zu tragen? Auf diese Weise können wir auch „Verspottungen“ ertragen und so die Treuen der alten Zeit nachahmen (Hebräer 11:36).

Tod: Einige der treuen Propheten „wurden zersägt“ (Hebräer 11:37). Eine Arbeit im Sägewerk könnte uns dabei behilflich sein, Jehovas treue Diener nachzuahmen und ihm näherzukommen. Andere Anbeter Gottes „wurden gesteinigt“ (Hebräer 11:37). Warum nicht einmal den Straßendienst in Teheran oder in Kandahar durchführen, um ihrem guten Beispiel zu folgen?

Andere Anbeter Jehovas „starben durch Hinschlachtung mit dem Schwert“ (Hebräer 11:37). Wie können wir ihrem guten Beispiel nacheifern? Jesus sagte: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ und gab gleichzeitig den Rat: „Wer kein Schwert hat, … kaufe eins“ (Matthäus 26:52; Lukas 22:36).

Natürlich kann nicht jeder von uns die alttestamentlichen Diener Jehovas in vollem Umfang nachahmen. Doch in einer Hinsicht kann das jeder von uns. Paulus schrieb: „Alle diese starben im Glauben, ohne die Erfüllung der Verheißungen erhalten zu haben“ (Hebräer 11:13). Jeder von uns wird ebenfalls sterben, ohne „die Erfüllung der Verheißungen“ zu erhalten. Brennt nicht unser Herz vor Dankbarkeit, dass Jehova uns dieses Vorrecht einräumt?

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