Die zehn Plagen heute

Nachdruck aus Erbrechet!, Februar 2009

„Der Morgen kam, und der Ostwind trug die Heuschrecken herbei. Sie waren sehr lästig.“ (2. Mose 10:13, 14)

Der Apostel Johannes sah einmal ein „Zeichen im Himmel, groß und wunderbar, sieben Engel mit sieben Plagen“ (Off. 15:1). Doch das war nicht die erste Gelegenheit, bei der Gott ‚wunderbare Plagen’ über die Erde brachte. Jahrtausende zuvor brachte er zehn Plagen über Ägypten, um den Pharao zu demütigen.

Wie viele andere biblische Begebenheiten, so ist auch der Bericht über die zehn Plagen nicht einfach bloße Geschichte. Vielmehr handelt es sich um eine prophetische Vorschau auf wunderbare Vorkehrungen, derer sich Jehova in unseren Tagen bedienen würde.

Gottes Kanäle

Jehova kündigte die erste Plage wie folgt an: „Daran wirst du erkennen, daß ich Jehova bin. … Das Wasser, das im Nil ist, … wird sich bestimmt in Blut verwandeln. Und die Fische, die im Nil sind, werden sterben, und der Nil wird tatsächlich stinken, und die Ägypter werden einfach keine Lust haben, Wasser aus dem Nil zu trinken“ (2. Mose 7:17, 18). Danach ließ er Aaron anweisen, seinen Stab „über die Gewässer Ägyptens, … über ihre Nilkanäle“ auszustrecken, und sie wurden zu Blut.

Wie der Nil mehrere „Nilkanäle“ hatte, so hat auch Gott mehrere Kanäle. Im Wachtturm vom 15. Mai 1983 hieß es, es sei wichtig, „mit Gottes Kanal, seiner Organisation, verbunden zu sein“ (Seite 12). Gemäß dem Königreichsdienst vom September 2002 hat Gott „’den treuen und verständigen Sklaven’ als Kanal eingesetzt“ (Seite 8). Und im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1975 wird betont, dass es notwendig ist, den „Wachtturm als Gottes Kanal der Wahrheit anzuerkennen“ (Seite 164).

Die Nilkanäle stehen also für die Führung der Wachtturm-Organisation und die von ihr veröffentlichten Zeitschriften. Das „Wasser, das im Nil ist“, veranschaulicht das sogenannte „Wasser der Wahrheit“; gemäß dem Wachtturm von 15. März 1992 nahmen Menschen „Wasser der Wahrheit in sich auf, indem sie die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! lasen“ (Seite 24).image

Dieses „Wasser“ sollte sich „in Blut verwandeln“, d. h. die genannten Zeitschriften enthalten in Wirklichkeit kein sinnbildliches Wasser, sondern sinnbildliches Blut. Und „wahre Anbeter Gottes müssen sich nach wie vor von Blut enthalten“ (Der Wachtturm, 15. Mai 2004, Seite 22). Wer Gott gefallen will, darf sich daher nicht durch den Kontakt mit dem gegenbildlichen Nil und dem sogenannten „Wasser der Wahrheit“ verunreinigen. Dies könnte leicht geschehen, wenn man sich auf ein Gespräch mit Jehovas Zeugen einlässt oder beginnt, ihre Zeitschriften zu lesen.

Leider haben einige Menschen diese Warnung außer Acht gelassen. Jehovas Zeugen führen „ein weltumspannendes Werk des Menschenfischens“ durch, und „wie Fische, die plötzlich ins Netz geraten, … so gehen die Menschen in die Schlinge“ (Der Wachtturm, 15. Juni 1992, Seite 15; Prediger 9:12, Gute Nachricht). „Und die Fische, die im Nil waren, starben“ – nicht buchstäblich, aber die von Jehovas Zeugen Gefischten durften nun „nicht mehr für sich selbst leben, sondern für“ den Willen der Wachtturm-Gesellschaft (2. Mose 7:21; 2. Korinther 5:15). Ihre Taufe als Zeugen Jehovas „entspricht dem Sterben“, heißt es in dem Buch Den allein wahren Gott anbeten (Seite 115).

Stinkendes Wasser

Die Bibel sagt weiter: „Der Nil begann zu stinken“ (2. Mose 7:21). Dementsprechend schrieb der Apostel Paulus, selbst ein Teil von Gottes Organisation, über den gegenbildlichen Nil: „Für die Menschen … sind wir der schreckliche Gestank von Tod und Verdammnis“ (2. Korinther 2:16, Neues Leben). Ja, Jehovas Zeugen nennen sich nach dem Namen Gottes, und gemäß dem Wachtturm vom 1. Februar 1972 ist Gottes Name „auf der ganzen Erde zu einem unerhörten Gestank“ geworden (Seite 70).

imageAuch das Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe! sagt über die „gesalbten“ Zeugen Jehovas, „daß sie für die Bewohner der ‚großen Stadt’ [‚die in geistigem Sinne … Ägypten genannt wird’, Off. 11:8] sozusagen zum Gestank wurden“ (Seite 168). Der gegenbildliche Nil und seine Anhänger verbreiten einen sinnbildlichen Gestank in der ganzen Welt.

Wie lange würden Jehovas Zeugen ihr stinkendes Werk durchführen? „Es erfüllten sich schließlich sieben Tage, nachdem Jehova den Nil geschlagen hatte“ (2. Mose 7:25). „Sieben Tage“ sind eine ganze Woche; das Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1990 erklärt, „daß Jehovas Zeugen die ganze Woche – von Montag bis Sonntag – ihre Bibel bei sich haben“ (Seite 60). Das zeigt, dass sie ihr ganzes Leben damit verbringen, den „Gestank“ ihrer Organisation zu verbreiten.

Frösche

Jehova kündigte die zweite Plage wie folgt an: „Der Nil wird geradezu von Fröschen wimmeln, und sie werden gewiß heraufsteigen und in dein Haus und in dein inneres Schlafgemach und auf dein Ruhebett kommen und in die Häuser deiner Diener und zu deinem Volk und in deine Öfen und in deine Backtröge“ (2. Mose 8:3). Was stellen die Frösche dar?

Der Apostel Johannes „sah drei unreine inspirierte Äußerungen, die aussahen wie Frösche, … aus dem Mund des falschen Propheten ausgehen“ (Offenbarung 16:13). Der ‚falsche Prophet’ ist die Wachtturm-Gesellschaft, die z. B. vorhersagte, 1914 und 1975 würde die Welt in Harmagedon untergehen oder 1925 würden Abraham, Isaak und Jakob auferstehen. Ihre ‚unreinen inspirierten Äußerungen’ sind normalerweise nur im „Nil“, d. h. in ihren eigenen Veröffentlichungen und Zusammenkünften zu lesen und zu hören.

Doch Jehova kündigte an, ihre Äußerungen würden „heraufsteigen“ und sogar in die Häuser, Schlafzimmer und Küchen der Menschen eindringen. Das geschah von den 1930er Jahren an, als Jehovas Zeugen damit begannen, ihre Botschaften mit Lautsprecherwagen abzuspielen. In dem Buch Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes heißt es: „Wenn ein Lautsprecherwagen auf einem Hügel stand, konnte die Königreichsbotschaft meilenweit gehört werden“ (Seite 87). Andernorts wurden Lautsprecherboote eingesetzt, etwa auf der Themse in London.

Auf diese Weise konnten die Menschen den ‚inspirierten Äußerungen’ der Prediger nicht entgehen. Egal, ob sie ‚in ihrem Haus oder in ihrem inneren Schlafgemach oder in ihrem Ruhebett’ waren, sie mussten sich die biblischen Vorträge anhören. Nicht einmal, wenn sie sich zum Backen in die Küche zurückzogen, blieben sie verschont.

Zuletzt wurden Lautsprecherwagen in den 1950er Jahren in großem Stil eingesetzt. Seitdem sind die ‚inspirierten Äußerungen’ der Zeugen Jehovas weitgehend von den öffentlichen Plätzen verschwunden. Jehova sagte über sie: „Nur im Nil werden sie übriggelassen werden“ (2. Mose 8:11). Seit einigen Jahrzehnten findet man die froschgleichen Äußerungen der Wachtturm-Propheten wieder nur noch in ihren Zusammenkünften und Veröffentlichungen.

Allerdings gehen Jehovas Zeugen immer noch von Haus zu Haus und bringen ihre „Frösche“ in Form von Zeitschriften, Traktaten und Büchern in die Wohnungen der Menschen. Doch die wenigsten Leute lesen sie tatsächlich, sondern „man häufte sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen“ (2. Mose 8:10, Luther). Solche Haufen kann man regelmäßig bei den Altpapiersammlungen sehen.


image

Wie schon der Nil (der „Gottes Kanal“ darstellt) zuvor, so begann nun auch „das Land … zu stinken“ (2. Mose 8:14). Durch Millionen von Verkündigern wird der geistige Gestank, der in den Zusammenkünften der Zeugen Jehovas allgegenwärtig ist, in die ganze Welt getragen.

Stechmücken

Nun beschreibt die Bibel die dritte Plage: „Stechmücken kamen über Mensch und Tier. Aller Staub der Erde wurde zu Stechmücken im ganzen Land“ (2. Mose 8:17). Was stellen die Stechmücken dar?

imageStechmückenweibchen „ernähren sich von Nektar und Blut“ (Wikipedia). Dies steht im direkten Widerspruch zur heutigen Haltung von Jehovas Zeugen, ‚sich des Blutes zu enthalten’. Das gibt uns einen deutlichen Hinweis auf die Identität der gegenbildlichen Stechmücken. Es handelt sich um die Zeitschriften Das Goldene Zeitalter und Trost, die (in Englisch) von 1919 bis 1945 erschienen. Auch in diesen Zeitschriften wurde kein Wert darauf gelegt, dass man sich ‚des Blutes enthalten’ muss, denn erst in den Wachtturm-Ausgaben vom 1. Juli 1945 und 15. Dezember 1946 wurde die heutige Haltung formuliert.

In der Zeitschrift Erwachet! vom 22. September 1976 heißt es über Stechmücken: „Die meisten Leute wissen, daß diese Insekten verschiedene Krankheiten übertragen“ (Seite 15). Die gegenbildlichen Stechmücken übertrugen geistige Krankheiten, die viele Menschen dazu brachten, ihr Leben mit sinnlosem Dienst für eine amerikanische Sekte zu verschwenden. Aber sie trugen auch zu buchstäblichen Krankheiten bei; so hieß es beispielsweise in der Zeitschrift The Golden Age vom 3. Januar 1923: „Im Endeffekt ist eine Impfung das unnatürlichste, unhygienischste, barbarischste, schmutzigste, widerlichste und gefährlichste System von Infektion, das bekannt ist. Sein scheußliches Gift befleckt, verdirbt und verschmutzt das Blut der Gesunden und führt zu Geschwüren, Syphilis, Skrofulose, Wundrose, Tuberkulose, Krebs, Tetanus, Wahnsinn und Tod.“ Auch andere Ausgaben rieten ihren Lesern dringend davon ab, sich selbst oder ihre Kinder impfen zu lassen, was zweifellos zu einer erhöhten Zahl von Infektionen beitrug.

Die im letzten Absatz zitierte Erwachet!-Ausgabe schrieb außerdem: „Nicht alle Stechmücken sind gefährliche Bösewichter“ (Seite 16). Das trifft auch auf die Artikel in den Zeitschriften Das Goldene Zeitalter imageund Trost zu. Manche dieser Artikel waren nicht wirklich gefährlich, sondern eher lächerlich. So stand in der Ausgabe vom Februar 1924 über Adam und Eva: „Die gesamte Nahrungsaufnahme konnte vom Körper bis zum letzten Atom aufgenommen werden und Gifte oder unbrauchbare Stoffe mussten keine entfernt werden. … Von diesem Standpunkt aus betrachtet stellen diese „Vorgänge“ [gemeint ist die Ausscheidung von Fäkalien] eine Begleiterscheinung der über Adam und seine Nachkommenschaft verhängten Todesstrafe dar, die mit der Aufhebung derselben während des goldenen Zeitalters wahrscheinlich verschwinden wird.“

Ungeziefer

Als Nächstes kündigte Jehova an, er werde den Pharao und sein „ganzes Volk mit Ungeziefer plagen. Im ganzen Land und in allen Häusern wird es davon wimmeln“; er erklärte aber auch: „Ich werde mein Volk von dem Ungeziefer freihalten“ (2. Mose 8:17, 19, Gute Nachricht). Somit muss das „Ungeziefer“ etwas darstellen, was nur die „Weltmenschen“ befällt, aber nicht Jehovas Zeugen selbst.

So wie „Ungeziefer“ ein Sammelbegriff für alle möglichen Schädlinge ist, so haben Jehovas Zeugen Traktate zu allen möglichen Themen herausgegeben. Gemäß dem imageWerk Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes haben Jehovas Zeugen „zwischen 1920 und 1992 … unzählige Milliarden Traktate“ verbreitet. Im Gegensatz zu den über zehn Milliarden „Bücher[n], Broschüren und Zeitschriften“, die gemäß dem Werk im gleichen Zeitraum gedruckt wurden, sind Traktate ausschließlich für Außenstehende gedacht. Sie werden nicht in den Zusammenkünften oder im persönlichen Studium behandelt.

Die fünfte Plage

In dem Werk Mein Buch mit biblischen Geschichten heißt es: „Von der fünften Plage werden die Tiere getroffen. Viele Kühe, Schafe und Ziegen der Ägypter sterben“ (Geschichte 32). Wer wurde durch die Tiere dargestellt?

Die Zeitschrift Erwachet! vom 8. Juli 2003 erklärte, „wie sich Menschen ändern können, die tierähnliche Eigenschaften gehabt haben mögen“ (Seite 11). In dem Buch Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Menschen wird über einige Zeugen Jehovas gesagt, dass sie „früher ‚tierähnliche’ Wesenszüge aufwiesen“ (Band 2, Seite 388). Und der Wachtturm vom 15. Juni 1973 erklärte, Jehova habe „alle grausamen, tierähnlichen Persönlichkeiten“ von seinem Volk ferngehalten und einige von ihnen zu „schafähnlichen Persönlichkeiten umgestaltet“ (Seite 361).

Bekanntermaßen wird Jesus Christus eines Tages „die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt“ (Matthäusimage 25:32). Die „Schafe und Ziegen“, die durch die fünfte Plage getötet werden, stehen also für Zeugen Jehovas – solche, die bei Jesu Trennungswerk überleben würden und solche, die dann getötet werden würden.

Allerdings erleben sie diese Zeit nicht mehr, sondern sterben schon vorher, weil sie im Gehorsam gegenüber der Wachtturm-Führung eine lebenswichtige Bluttransfusion oder Medikamente für Bluter ablehnen. Wie es in dem Buch Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes heißt, „wurde von 1961 an jemand, … der eine Bluttransfusion akzeptierte und eine reuelose Haltung offenbarte, aus der Versammlung der Zeugen Jehovas ausgeschlossen“ (Seite 184). Viele Zeugen Jehovas mit esel- und kamelähnlichen Eigenschaften zogen es daher vor, ihr Leben oder das ihrer Kinder aufs Spiel zu setzen, statt die Folgen eines Gemeinschaftsentzugs zu riskieren (vgl. 2. Mose 9:3).

„Ruß von einem Brennofen“

Als nächstes nahmen Moses und Aaron „den Ruß von einem Brennofen und traten vor Pharao hin, und Moses streute ihn gegen die Himmel, und er wurde zu entzündeten Beulen mit Blasen, die an Mensch und Tier ausbrachen“ (2. Mose 9:10). Ein „Brennofen“ wurde zum Brennen von Ziegeln benutzt, beispielsweise von den Menschen, die sprachen: „Laßt uns Ziegelsteine machen und sie zu Backsteinen brennen. … Laßt uns … auch einen Turm bauen“ (1. Mose 11:3, 4). Brennöfen stehen also mit Bauwerken, insbesondere mit Türmen, in Verbindung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die neuzeitliche Erfüllung mit dem Wachtturm zu tun hat.

Die Plage wurde aber nicht durch den Brennofen, sondern durch den Ruß ausgelöst. Ruß ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil von schwarzer Druckfarbe; imagesomit ist die Druckerschwärze in den Milliarden von Wachtturm-Veröffentlichungen die eigentliche Ursache der sechsten Plage. Wie es im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1970 heißt, verbrauchte die Wachtturm-Druckerei in Brooklyn allein im Jahr zuvor 238 Tonnen Druckfarbe.

Die Schweizerische Pressekorrespondenz bezeichnete die Wachtturm-Schriften in den 1930er Jahren als eine „trübe Flut, die alle Länder Europas … überschwemmt“ (siehe Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1987, Seite 153). Das Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2003 gibt sogar zu: „In den vergangenen Jahren ist eine wahre Flut von Publikationen hergestellt worden, und das in immer mehr Sprachen“ (Seite 25).

Das Werk Mein Buch mit biblischen Geschichten erklärt, welche Folgen diese „Flut“ von sogenannter „Literatur“ für die Menschheit hat: „Die Menschen und die Tiere bekommen davon schlimme Beulen“ (Geschichte 32). In dem Buch Einsichten imageüber die Heilige Schrift wird erklärt, dass eine Beule „nicht von einer Wunde herrührt, sondern von einer Infektion, hervorgerufen durch … eingedrungene Bakterien“ (Band 1, Seite 391). Wie Bakterien in die Haut eindringen können, so dringt die Druckerschwärze der Wachtturm-Gesellschaft in Form von Zeitschriften, Büchern und Traktaten in die Häuser der Menschen ein. Das kann zu einer sinnbildlichen „Infektion“ mit sektiererischem Gedankengut führen. Die Menschen werden dadurch geschwächt, sie verlieren Zeit, und es sind auch schon viele Familien dadurch zerbrochen.

Hagel

Als Nächstes ließ Jehova „anhaltend Hagel auf das Land Ägypten niederregnen. … Und der Hagel schlug dann das ganze Land Ägypten. Der Hagel schlug alles, was auf dem Feld war, … und er zerschlug alle Arten von Bäumen“ (2. Mose 9:23, 25). Der „Hagel“ sind die Aussprüche des selbsternannten ‚treuen und verständigen Sklaven’ (Matthäus 24:45). Er hat nur noch den Erhalt seiner eigenen Macht im Sinn; seine ‚Liebe ist erkaltet’ und so kalt wie Eis, aus dem Hagelkörner bestehen (Matthäus 24:12).

Im übertragenen Sinne wird durch den Hagel „alles, was auf dem Feld war“ – alle Verkündiger, die im „Felddienst“ standen – getötet. (Bis 1972 wurde der Predigtdienst als „Felddienst“ bezeichnet.) Sie sind zwar buchstäblich noch am Leben, aber sie dürfen „nicht mehr für sich selbst leben“ (2. Korinther 5:15). Wie es im Wachtturm vom 1. Februar 1979 heißt, ‚sterben sie hinsichtlich ihres früheren Lebenswandels’ (Seite 16). Außerdem sind sie von Jehovas Standpunkt aus tot, „weil sie als Lehren Menschengebote lehren“ (Matthäus 15:9).

Interessanterweise zerschlug der Hagel auch „alle Bäume“ (2. Mose 9:25, Lutherbibel). Tatsächlich müssen nach einer Berechnung über 20 000 Bäume gefällt werden, damit eine einzige Ausgabe des Wachtturms gedruckt werden kann, die nicht das Wort Gottes, sondern die „Menschengebote“ einiger alter Männer enthält (Markus 7:7).

Heuschrecken

Das bereits zitierte Geschichtswerk Mein Buch mit biblischen Geschichten führt weiter aus: „Die achte Plage ist ein großer Heuschreckenschwarm. Es hat noch nie so viele Heuschrecken gegeben“ (Geschichte 32). Die Formulierung erinnert stark an die Aussage aus dem Wachtturm vom 1. Januar 1988, wo es hieß: „Noch nie in der christlichen Geschichte waren so imageviele Verkündiger tätig“ (Seite 16). Ohne Zweifel, die gegenbildlichen Heuschrecken sind Jehovas Zeugen. Tatsächlich hat es noch nie so viele von diesen Plagegeistern gegeben wie heute.

Der Wachtturm vom 1. Mai 1998 bestätigt diese Ansicht, wenn er sagt, in der Bibel „wird Gottes Volk durch Heuschrecken dargestellt. Bei dem neuzeitlichen Heuschreckenheer handelt es sich tatsächlich um die Streitmacht der gesalbten Heuschrecken Jehovas, mit denen heute etwa 5 600 000 [inzwischen über 7 000 000] Gefährten, die ‚anderen Schafe’ Jesu, verbunden sind“ (Seite 10).

„Der Morgen kam, und der Ostwind trug die Heuschrecken herbei. … Die Heuschrecken begannen über das ganze Land Ägypten heraufzukommen. … Sie waren sehr lästig“ (2. Mose 10:13, 14). Tatsächlich, wie es in dem Buch Die Enkel der Revolution von imageMaurice Hindus heißt, „sind die Zeugen Jehovas für Moskau ganz besonders lästig“ (zitiert nach Erwachet!, 22. April 2001, Seite 9). Außerdem kommen sie meistens am „Morgen“.

Es heißt weiter: „Da wurde nichts Grünes … im ganzen Land Ägypten übriggelassen“ (2. Mose 10:15). Gemäß dem Wachtturm vom 1. Januar 2000 „steht ‚Ägypten’ symbolisch für Satans Welt“ (Seite 10), und Jehovas Zeugen lassen wirklich kein gutes Haar an dem, was sie als „Welt“ bezeichnen; laut dem Wachtturm vom 1. Februar 2007 leben wir „in einer durch und durch schlechten Welt“ (Seite 20).

Drei Tage geistige Finsternis

Natürlich müssen Jehovas Zeugen geschult werden, um all diese Plagen über die Menschheit bringen zu können. Eine solche Schulung wird durch die neunte Plage vorgeschattet: „Eine tiefe Finsternis setzte im ganzen Land Ägypten für drei Tage ein. … Keiner von ihnen stand von seinem eigenen Platz auf, drei Tage lang“ (2. Mose 10:22, 23). Es geht hier eindeutig um einen Bezirkskongress, bei dem alle Anwesenden drei Tage lang auf unbequemen Stühlen sitzen müssen und während des Programms nicht aufstehen sollten.

Vieles von dem, was auf früheren Bezirkskongressen gelehrt wurde, ist inzwischen durch „neues Licht“ ersetzt worden (Sprüche 4:18). Dem, was heute gelehrt wird, wird es nicht anders ergehen (Prediger 1:9). imageSomit handelt sich in Wirklichkeit um „eine tiefe [geistige] Finsternis“, die auf diesen Kongressen herrscht.

Der Pharao sagte zu Moses: „Auch eure Kleinen können mit euch gehen“, und Moses fügte hinzu: „Auch unser Vieh wird mit uns gehen“ (2. Mose 10:24, 26). Jehovas Zeugen schleppen zu den Kongressen nicht nur ihre Kinder mit, für die dreitägiges Stillsitzen eine unvorstellbare Qual sein muss, sondern auch ‚ihr Vieh’, d. h. neue Täuflinge, die sie dazu überreden, sich Gott im übertragenen Sinne als „Schlachtopfer und Brandopfer“ hinzugeben (2. Mose 10:25).

Der Tod der „Erstgeborenen“

Die gegenbildliche zehnte Plage kommt nicht über die Menschheit, sondern betrifft die Wachtturm-Führung selbst. Jehova kündigte an: „Jeder Erstgeborene … soll sterben“ (2. Mose 11:5). Und der Wachtturm vom 15. April 2007 erklärt: „Die 144 000 Gesalbten bilden die ‚Versammlung der Erstgeborenen’“ (Seite 21).

Der Wachtturm vom 15. Juni 2008 sagt über sie: „’In seinen [Jesu] Tod getauft’ werden Gesalbte, indem sie ein Leben führen, das von Opfern geprägt ist, und auf ewiges Leben auf der Erde verzichten. Gesalbte sterben daher wie Jesus einen Opfertod, wenngleich ihr Tod keinen Loskaufswert hat. Die Taufe in Christi Tod ist vollendet, wenn sie sterben“ (Seite 29). Die „Gesalbten“, zu denen auch die „Leitende Körperschaft“ gehört, werden also auf Geheiß Jehovas getötet werden.

Eine wunderbare Befreiung

Was wird mit Jehovas Zeugen geschehen, wenn keiner der „Gesalbten“ mehr am Leben ist? Im Vorbild trug ein von Jehova geschickter Wind „die Heuschrecken weg und trieb sie in das Rote Meer. Nicht eine einzige Heuschrecke wurde im ganzen Gebiet Ägyptens übriggelassen“ (2. Mose 10:18, 19). Genauso wird es Jehovas Zeugen, den gegenbildlichen Heuschrecken, ergehen. Kein einziger von ihnen wird übrigbleiben. Freuen wir uns nicht alle auf diese Zeit?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s