Denken – Achte auf die Gefahren

Nachdruck aus Erbrechet!, Januar 2008

Wer daher denkt, … sehe zu, daß er nicht falle“ (1. Korinther 10:12)

Heutzutage wird man mit vielen Informationen konfrontiert. Radio und Fernsehen in aller Welt könnten einen dazu verleiten, darüber nachzudenken. Manchmal ist Denken zugegebenermaßen sehr nützlich, dennoch muss man dabei vorsichtig sein, da durchaus die Möglichkeit besteht, auf unangebrachte Gedanken zu kommen. Übermäßiges Denken kann einen das ewige Leben kosten. Dem Denken viel Zeit zu widmen ist außerdem Zeitverschwendung.

In den Veröffentlichungen des ‘treuen und verständigen Sklaven’ ist schon viel über die offenkundigen geistigen Gefahren gesagt worden, die mit dem Denken verbunden sind. Zahlreiche Menschen denken über Gewalttätigkeiten und Pornographie nach, Dinge, die für Christen völlig unannehmbar sind (Psalm 119:37).

Zu viel Denken kann dem Rat aus Römer 12:3 zuwiderlaufen, wo der Apostel Paulus schrieb: „Durch die unverdiente Güte, die mir verliehen worden ist, sage ich jedem, der sich unter euch befindet, nicht … zu denken.“ Er gab selbst ein gutes Vorbild: „Als ich ein Unmündiger war, pflegte ich … zu denken, … nun aber, da ich ein Mann geworden bin, habe ich die Merkmale eines Unmündigen abgelegt.“ (1. Korinther 13:11)

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Die Christenversammlung ist das theokratische Mittel, durch das „der treue und verständige Sklave“ uns geistig ernährt (Matthäus 24:45-47). In Gottes Organisation finden wir Anleitung und Schutz, um uns von der Welt getrennt zu halten, und wir werden angespornt, im Werk des Herrn beschäftigt zu bleiben (1. Korinther 15:58). Der Psalmist wies darauf hin, dass er unter Gottes versammelten Dienern Freude hatte und sich sicher fühlte (Psalm 27:4, 5; 55:14; 122:1). Die Versammlung bietet den mit ihr Verbundenen auch Hilfe in geistiger Hinsicht. Darin kann man liebevolle, interessierte und fürsorgliche Freunde finden – Personen, die du persönlich kennst und die willens und bereit sind, anderen in Zeiten der Bedrängnis zu helfen und sie zu trösten (2. Korinther 7:5-7). Die Glieder der Versammlung werden durch die biblische Maßnahme des Ausschlusses von reuelosen Sündern und von Personen, die zu viel denken, geschützt (1. Korinther 5:9-13; Titus 3:10, 11). Können wir mit denselben liebevollen Vorkehrungen rechnen, wenn wir unseren Kopf zum Denken missbrauchen?

Wie sich deutlich gezeigt hat, ist das Gegenteil der Fall. Manche denken über die Propaganda von Abtrünnigen nach. In seinem Brief an Timotheus warnte Paulus vor „heftige[n] Wortwechsel[n] um Kleinigkeiten von Seiten der Menschen, die … denken“ (1. Timotheus 6:5).

Es gibt keinerlei Beschränkungen, worüber jemand nachdenkt. Häufig werden Kinder und Teenager eine leichte Beute für rebellische und unmoralische Gedanken. Kinder sind vertrauensselig, neugierig und begierig darauf, die Welt mit ihrem eigenen Kopf zu erforschen. Deswegen müssen Eltern ihre Kinder beaufsichtigen und ihnen vernünftige Grenzen beim Denken setzen.

imageLeider mussten einige, die einmal unsere Brüder und Schwestern waren, ausgeschlossen werden, weil sie sich vor den Gefahren des Denkens nicht in Acht nahmen. Der Apostel Paulus hatte solche Menschen im Sinn, als er schrieb: „Wer hat euch gehindert, der Wahrheit weiterhin zu gehorchen? … Ein wenig Sauerteig durchsäuert die ganze Masse. Ich bin zuversichtlich euretwegen, die ihr in Gemeinschaft mit dem Herrn seid, daß ihr nicht … denken werdet“ (Galater 5:7-10).

Von den Beröern wurde gesagt, sie seien „edler gesinnt als die in Thessalonich“. Warum? Weil sie ‘das Wort mit der größten Bereitwilligkeit aufnahmen’, statt selbst zu denken (Apostelgeschichte 17:11).

Eine andere Überlegung in diesem Zusammenhang hat mit der Zeit zu tun, die für das Denken benötigt wird. In Psalm 90:12 werden wir ermuntert zu beten: „Zeige uns, wie wir unsere Tage auf eine Weise zählen sollen, daß wir ein Herz der Weisheit einbringen.“ Paulus schrieb: „Die verbleibende Zeit ist verkürzt“ und: „in der Tat, laßt uns denn, solange wir günstige Zeit dafür haben, gegenüber allen das Gute wirken, besonders aber gegenüber denen, die uns im Glauben verwandt sind“ (1. Korinther 7:29; Galater 6:10).

Dieser Rat betont, dass wir unsere Zeit sinnvoll nutzen sollen. Wie viel nützlicher ist es doch, dem Lesen der Wachtturm-Publikationen Zeit zu widmen! (Psalm 1:1, 2). Ihr Eltern, lehrt ihr eure Kinder, wie wertvoll es ist, die Zeit klugerweise für die Königreichsinteressen einzusetzen? (Prediger 12:1). Die Zeit, die für das persönliche Studium und das Familienstudium, den Besuch der Zusammenkünfte und den Predigtdienst eingesetzt wird, ist weit wertvoller als die Zeit, die man mit Denken verbringt.

Was ist, wenn die Dinge, über die du nachdenkst, nicht stimmen? Würdest du dich dann nicht – wenn auch nur in Gedanken – an der Verbreitung einer Unwahrheit beteiligen? (Sprüche 12:19; 21:28; 30:8; Kol. 3:9). Streng darüber zu wachen, wie wir wandeln – nicht als Unweise, sondern als Weise –, wird uns bestimmt veranlassen, das zu berücksichtigen (Epheser 5:15). Wie freuen wir uns doch darüber, dass das Jahrbuch, der Wachtturm und das Erwachet! und beschäftigt halten, so dass wir nicht versehentlich zum Denken verleitet werden können.

Das Denken kann, wenn es missbraucht wird, von Satan benutzt werden, um diejenigen zu überlisten, die er durch dessen Macht verführt hat. Es mag zwar einen begrenzten Nutzen haben, doch es birgt Gefahren für denjenigen in sich, der in Verbindung damit keine Vorsicht walten lässt. Insbesondere Eltern müssen sich damit auseinandersetzen, wie ihre Kinder ihr Gehirn nutzen.

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Eine ausgeglichene Ansicht über das Denken zu bewahren ist ein Schutz. Wir schätzen die zeitgemäße Ermahnung von Paulus: „Hege nicht mehr … Gedanken, sondern fürchte dich“ (Römer 11:20). Diese Dinge im Sinn zu behalten wird dazu beitragen, dass wir und unsere Angehörigen nicht durch unsere Gedanken abgelenkt werden.

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