Fragen von Lesern – Hurerei am Karneval

Nachdruck aus Erbrechet!, März 2008

In einem Artikel von Erbrechet! wurden christliche Männer ermuntert, sich am Karneval gemäß dem Gebot aus Hosea 1:2 ‚eine Frau der Hurerei zu nehmen’. Ist das – zumindest, wenn man verheiratet ist – nicht Ehebruch?

Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia ist Ehebruch „das Eingehen gesellschaftlich nicht geduldeter außerehelicher Beziehungen“. Die eigentliche Frage ist also: Sind außereheliche Beziehungen am Karneval „gesellschaftlich nicht geduldet“?

Wie die Zeitschrift TIME vom 21.02.1972 schrieb, ‚betrachten Richter [in München] Ehebruch während der Faschingszeit nicht als Scheidungsgrund’.[1] Man kann also außereheliche Beziehungen am Karneval als „gesellschaftlich geduldet“ bezeichnen; somit ist es kein Ehebruch.

Wenn schon weltliche Richter über genügend Weisheit verfügen, diese Tatsache anzuerkennen, wieviel mehr werden Jehova Gott und Jesus Christus das tun (Lukas 18:6, 7). Darüber hinaus muss man berücksichtigen, dass Hosea 1:2 ein eindeutiges Gebot enthält, das in Gottes Wort mehrmals bestätigt wird.

Das Bibelbruch Prediger geht speziell auf die Situation lediger und verheirateter Christen ein. Zunächst heißt es: „Wenn zwei beisammenliegen, so werden sie gewiß warm werden; wie aber kann sich einer allein warm halten?“ (Prediger 4:11). Da der Karneval häufig früh im Jahr stattfindet, wenn es noch recht kalt ist, ist dies zweifellos ein hervorragender Rat für unverheiratete Diener Gottes.

Der nächste Vers richtet sich besonders an verheiratete Christen, die Karneval feiern, wenn es dort heißt: „Eine dreifache Schnur kann nicht so schnell entzweigerissen werden“ (Prediger 4:12).

Es kann jederzeit passieren, dass jemand vom anderen Geschlecht sich ein Beispiel an der Sulamith nimmt und zu uns sagt: „Ich habe mein … Gewand ausgezogen“ (Hohes Lied 5:3). Antworten wir dann gemäß Offenbarung 22:12: „Siehe! Ich komme eilends!“.[2]

Mögen wir uns niemals ‚durch falsche Überlegungen betrügen’ und es dadurch versäumen, dem Gebot Jehovas aus Hosea 1:2 nachzukommen (Jakobus 1:22).


[1] Eigene Übersetzung. Originaltext: „Judges do not consider adultery grounds for divorce during Fasching”

[2] Der vollständige Vers lautet: „Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir.“ Er kann daher auch auf Beziehungen mit einer Prostituierten angewandt werden.

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