Die biblische Lösung für Armut

Überarbeiteter Nachdruck aus Erbrechet!, November 2008

„Es trinke einer und vergesse seine Armut“ (Sprüche 31:7)

Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia „lebten 2005 etwa 1,4 Milliarden Menschen, mehr als ein Fünftel der Menschheit, in absoluter Armut. … Armut ist eines der größten Probleme der Gegenwart.“ Tatsächlich haben sich die Vereinten Nationen zum Ziel gesetzt, die „extreme Armut“ bis 2015 zu beseitigen oder zumindest erheblich zu verringern. Doch aufrichtige Menschen lassen sich nicht von menschlicher Weisheit verführen. Vielmehr sind sie daran interessiert, was Gottes Wort, die Bibel, zu diesem Thema sagt. Kann man realistischerweise davon ausgehen, dass die weltweite Armut beseitigt werden wird?

Armut in alter Zeit

Im Volk Gottes war Armut zu allen Zeiten verbreitet. Schon im mosaischen Gesetz erklärte Gott: „An Armen wird es niemals fehlen inmitten des Landes“ (5. Mose 15:11). Und „das Gesetz Jehimageovas ist vollkommen“ (Psalm 19:7). Die Armut in Israel war also keine Folge davon, dass die Israeliten das Gesetz nicht gehalten hatten; vielmehr war sie von Anfang an vorgesehen. Vollkommenheit schließt Armut nicht aus.

Auch die Abschaffung des mosaischen Gesetzes änderte nichts an der Tatsache, dass es in Gottes Volk viele Arme gab. Der Apostel Paulus schrieb: „In jeder Weise empfehlen wir uns als Gottes Diener: … als Arme“ (2. Korinther 6:4, 10). Armut kennzeichnete jemanden damals als einen Anbeter des wahren Gottes.

Armut in Gottes neuer Welt

Über das künftige Paradies sagte Jesaja voraus: „In Sicherheit werden sich selbst die Armen lagern“ (Jesaja 14:30). Die Armen werden zwar in Sicherheit, aber immer noch arm sein. Auch die Psalmen geben in einem Lied über Salomo eine Vorschau auf die neue Welt. Dort wird über den König – im Vorbild Salomo, in der größeren Erfüllung Jesus Christus – gesagt: „Die Seelen der Armen wird er retten“ (Psalm 72:13). Somit müssen die Armen damit zufrieden sein, dass ihre „Seele“ – ihr Leben – gerettet wird. Vom Reichtum des Königreichs werden sie jedoch nichts abbekommen, denn nicht dem Volk, sondern dem König wird „etwas von dem Gold von Scheba gegeben werden“ (Psalm 72:15).

Jesus erklärte deutlich: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber werdet ihr nicht allezeit haben“ (Matthäus 26:11). Er gebrauchte das griechische Wort pántote, das „immer“ bedeutet. Ja, er selbst wird nur für tausend Jahre regieren – danach werden seine Jünger ‚ihn nicht mehr haben’, aber Arme wird es dann immer noch geben (Offenbarung 20:4).

Später, wenn Jesus nach den tausend Jahren „seinem Gott und Vater das Königreich übergibt“, wird Armut weiterbestehen. Schließlich sagt Gottes Wort deutlich: „Jehova ist es, der verarmen läßt“ (1. Samuel 2:7). Auch unter seiner Herrschaft wird Armut daher ein fester Bestandteil der menschlichen Gesellschaft bleiben.

Der Armut entfliehen?

Sollten arme Christen versuchen, Geld zu verdienen, um der Armut zu entfliehen? Nein, und zwar aus zweierlei Gründen.

Erstens ist es sinnlos. Jesus erklärte mehrmals: „Wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden“ (Matthäus 13:12; Lukas 8:18). Bemühungen, Geld zu verdienen, sind daher von vornherein zum Scheitern verurteilt. Nur jemandem, „der hat, wird mehr gegeben werden“ (Lukas 19:26). Doch wer arm ist, wird es sowieso für immer bleiben.

Zweitens ist Armut eine Hilfe dabei, Gottes Königreich zu erben. Jesus sagte: „Wie schwierig wird es für die sein, die Geld haben, in das Königreich Gottes einzugehen!“ (Markus 10:23). Er sprach hier ausdrücklich nicht von „Reichen“, sondern von Menschen, „die Geld haben“ – das muss nicht viel Geld sein. Jemand, der irgendwelches Geld besitzt, hat es also schwer, ins Königreich einzugehen. Doch „Jehova hört auf die Armen“ (Psalm 69:33). David erklärte: „Ich aber bin niedergedrückt und arm. Jehova selbst beachtet mich“ (Psalm 40:17).

Noch schlimmer wäre es natürlich, nach Reichtum zu streben. Der Apostel Paulus schrieb: „Die aber, die entschlossen sind, reich zu werden, fallen in Versuchung und in eine Schlinge und in viele unsinnige und schädliche Begierden, die die Menschen in Vernichtung und Verderben stürzen“ (1. Timotheus 6:9). Interessanterweise erwähnte er nicht „einige, die entschlossen sind, reich zu werden“, sondern „die, die entschlossen sind, reich zu werden“. Ausnahmslos jeder, der versucht, der Armut zu entfliehen und „reich zu werden“, wird also unweigerlich „in Vernichtung und Verderben“ geraten.

Eine echte Lösung

Die Bibel gibt Armen eine klare Anweisung: „Es trinke einer und vergesse seine Armut“ (Sprüche 31:7). Ohne Zweifel, Alkohol ist ein Geschenk Gottes (Psalm 104:15). Arme sollten regen Gebrauch davon machen! Dann können sie in noch vollerem Maße die Aussage Jesu verstehen: „Glücklich seid ihr Armen, denn euer ist das Königreich Gottes“ (Lukas 6:20). Die Armen werden nicht nur zur gegebenen Zeit unter Jesu Königsherrschaft leben dürfen; nein, sie können im Rausch schon heute „das Königreich Gottes“ sehen, „in das Paradies entrückt“ werden und „unaussprechliche Worte“ hören (2. Korinther 12:4).

Daher gab Paulus auch Timotheus die Anweisung: „Trink nicht länger Wasser, sondern gebrauche … Wein“ (1. Timotheus 5:23). Timotheus hatte wohl auf eine höhere Bildung verzichtet und war Missionar geworden, daher war auch er arm. Durch Wein konnte er seine Situation besser ertragen und seine Armut „vergessen“.

Was wir tun können

Wenn wir ein wenig Geld haben, sollten wir arme Mitchristen nach besten Kräften unterstützen. Wir müssen uns davor hüten, ihnen Geld zu geben, was Gottes Vorsatz zuwiderlaufen würde. Gottes Wort gibt vielmehr die eindeutige Anweisung: „Gebt berauschendes Getränk dem Umkommenden und Wein denen, die bitterer Seele sind“ (Sprüche 31:6). Ja, wir sollten „ihnen den Becher der Tröstung zu trinken geben“ (Jeremia 16:7). „Lasst sie trinken und im Rausch ihre Armut und Mühsal vergessen!“ (Sprüche 31:7, Hoffnung für Alle).

Freuen wir uns nicht auf die Zeit, in der Gottes Königreich über die Erde herrschen wird? Zweifellos wird die Armut dann gerechter verteilt sein als heute. Dadurch kann einem überall auf der Welt das Vorrecht zuteil werden, Armen mit dem „Becher der Tröstung“ zu Hilfe zu eilen. Wie wunderbar ist doch diese Aussicht!

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