Du bist wertvoll in Gottes Augen!

Es besteht kein Zweifel daran, „daß wir in Gottes Augen wertvoll sind“; beispielsweise „lehrt die Bibel direkt, daß jeder von uns in Gottes Augen wertvoll ist“ (Der Wachtturm, 1. April 1995, Seiten 11, 12). Allerdings stellt sich die Frage: Wie wertvoll sind wie für Gott? Jesus gab einen wichtigen Hinweis, als er zu seinen Jüngern sagte: „Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? … Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge“ (Lukas 12:6, 7). Gemäß der Fußnote waren die „zwei Münzen von geringem Wert“ zwei Assarii; dies entspricht 0,48 g Silber im heutigen Wert von etwa 0,39 €. Wir sind jedoch „mehr wert“ als 39 Cent.

Wie viel wir genau wert sind, geht zum Glück aus dem mosaischen Gesetz hervor. Damals konnte es nämlich vorkommen, dass „jemand Jahwe einen Menschen geweiht hat“ (2. Mose 27:2, Neue evangelistische Übersetzung). Deshalb legte Gott genau fest, wie viel ihm ein Mensch wert ist: „Ein Mann zwischen 20 und 60 Jahren ist 50 Schekel des Heiligtums wert; eine Frau im selben Alter 30. Ein Junge von fünf bis 20 Jahren ist 20 Schekel wert und ein Mädchen im selben Alter zehn. Ein Junge zwischen einem Monat und fünf Jahren ist fünf Schekel wert, ein Mädchen im selben Alter drei. Ein Mann über 60 ist 15 Schekel wert, eine Frau im selben Alter zehn“ (3. Mose 27:3-7, Neues Leben). Ein Schekel entspricht ca. 11,4 g Silber; somit ergibt sich nach heutiger Währung die folgende Preisliste:

 

Mann

Frau

0 – 5 Jahre

45,65 €

27,39 €

5 – 20 Jahre

182,60 €

91,30 €

20 – 60 Jahre

456,50 €

273,90 €

über 60 Jahre

136,95 €

91,30 €

Die Tabelle enthält zwar widersprüchliche Angaben, was den Wert von Menschen an ihrem fünften oder zwanzigsten Geburtstag betrifft, aber da „wir keine Geburtstage feiern“, spielt das keine Rolle (Der Wachtturm, 15. Oktober 1992, Seite 18). Wir können somit ganz einfach ausrechnen, wie viel wir in Gottes Augen wert sind. Wenn wir jedoch den Gesamtwert unserer Familie berechnen wollen, dürfen wir unsere Kinder nur dann berücksichtigen, wenn sie vorbildliche Verkündiger sind, denn „nicht alle Jugendlichen sind in Gottes Augen wertvoll“ (Der Wachtturm, 1. August 1979, Seite 16).

Jehova gab den Israeliten die Anweisung: „Wenn ihr Sklaven und Sklavinnen braucht, könnt ihr sie von euren Nachbarvölkern kaufen. Auch Fremdarbeiter, die bei euch wohnen, könnt ihr als Sklaven erwerben und ebenso ihre Nachkommen, die in eurem Land geboren sind. Ihr könnt sie für immer als euer Eigentum behalten und auch euren Söhnen vererben; sie müssen nicht freigelassen werden“ (3. Mose 25:44-46, Gute Nachricht). Daher stellt sich die Frage: Können wir die von Gott genannten Preise einfach auf den Sklavenhandel übertragen?

Das ist offensichtlich nicht der Fall, denn der Betrag, den jemand für Gott wert ist, kann sich von seinem Marktwert unterscheiden. Beispielsweise regelte das mosaische Gesetz: „Wenn es ein Sklave oder eine Sklavin war, die der Stier [zu Tode] gestoßen hat“, musste der Besitzer des Stieres dem Herrn des Sklaven „den Preis von dreißig Schekel [273,90 €] geben“ (2. Mose 21:32). Für Gott waren Männer schon immer mehr wert als Frauen (nämlich 50 Schekel) – und daran hat sich auch bis heute nichts geändert (1. Korinther 11:3). Auf dem Sklavenmarkt wurden jedoch für Männer wie für Frauen nur 30 Schekel gezahlt.

Eine ähnliche Situation liegt vor, wenn es sich um eine Jungfrau handelt. Für Gott ist eine Frau unter 20 Jahren nur 10 Schekel wert, ganz gleich, ob Jungfrau oder nicht. Doch „wenn ein Mann eine nicht verlobte Jungfrau verführte, … mußte dieser ihrem Vater den Kaufpreis für Jungfrauen … bezahlen, weil nun für die Minderung ihres Wertes als Braut Ersatz geleistet werden mußte“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 672). Wie aus der Bibel hervorgeht, handelt es sich bei „dem für Jungfrauen festgesetzten Kaufpreis“ um den Betrag von 50 Schekel im heutigen Wert von 456,50 € (2. Mose 22:17; 5. Mose 22:28). Es lohnte sich deshalb nicht, Gott Jungfrauen als Opfer darzubringen – wenn man zwei jungfräuliche Töchter hatte, hätte Gott einem dafür nur 20 Schekel angerechnet. Stattdessen konnte man die beiden Jungfrauen für 100 Schekel verkaufen, von dem Geld drei männliche Sklaven kaufen (für zusammen 90 Schekel) und diese dann Gott opfern – somit hätte man ein Opfer im Wert von 150 Schekel dargebracht und auch noch 10 Schekel übrig.

Wir müssen nun nie mehr daran zweifeln, „wie wertvoll wir sind“ (Der Wachtturm, 15. Februar 2005, Seite 22). Auch wenn wir das nächste Mal einen Sklaven verkaufen, können wir dem Kaufinteressenten deutlich zeigen, „wie wertvoll er ist“ (Der Wachtturm, 15. November 1972, Seite 682). Und wenn wir für uns eine Jungfrau „für den Kaufpreis … erwerben“ wollen, wissen wir auch, in welcher Größenordnung sich ein angemessener Preis bewegt  (2. Mose 22:16). Ist es nicht beruhigend, zu wissen, dass die Bibel auch für geschäftliche Angelegenheiten so klaren Rat bereithält?

 

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Weiteren Aufschluss enthält der Artikel „Die Sklaverei – ein Segen“ in der Erbrechet!-Ausgabe vom Januar 2010.

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