Die Heiligen drei Könige und ihr neuzeitliches Gegenbild

Überarbeiteter Nachdruck aus Erbrechet!, Januar 2009

Jeder kennt die Geschichte von den Heiligen drei Königen, die vor über zweitausend Jahren einen weiten Weg zurücklegten, um dem Jesuskind zu huldigen. Doch es handelt sich dabei nicht lediglich um eine schöne Geschichte. Nein, wie so vieles in der Bibel war diese Begebenheit eine prophetische Vorschau, die auf eine größere Erfüllung in unseren Tagen hinweist.

Die Heiligen drei Könige, die in Wirklichkeit weder zu dritt, noch Heilige, noch Könige waren, kamen „aus östlichen Gegenden“ (Matthäus 2:1). Ganz im Osten der Vereinigten Staaten liegt New York City, und wiederum im Osten dieser Stadt liegt Brooklyn. Auch dort lebt eine Gruppe von Männern, die sich selbst für „die Heiligen des Allerhöchsten“ und für künftige Könige halten.image

Sie sagen über sich selbst im Wachtturm vom 1. Februar 2002: „Die Gesalbten sind bereits auf ganz besondere Weise geheiligt, da sie als Braut Christi gerechtgesprochen und als heilig erklärt worden sind. … Der Prophet Daniel bezeichnet sie als die ‚Heiligen des Allerhöchsten’, die das Königreich unter dem ‚Menschensohn’, Christus Jesus, empfangen“ (Seite 21).

Auch in dem Buch Die Prophezeiung Daniels – Achte darauf schreiben sie über sich – unter der Überschrift „Wer wird die Welt regieren?“: „Der Engel sagte: ‚Die Heiligen des Allerhöchsten werden das Königreich empfangen’. … Die anderen ‚Heiligen’, die an der Herrschaft teilhaben, sind die 144 000 treuen geistgesalbten Christen“ (Seite 146).

Zusammenarbeit mit der Politik

Als König Herodes die Heiligen drei Könige zu sich rief, folgten sie seinem Ruf bereitwillig. Sie traten ihre Reise nach Bethlehem mit seiner Unterstützung an. Desgleichen haben auch die „Heiligen“ aus Brooklyn sich nicht geweigert, mit politischen Organisationen zusammenzuarbeiten; in einem Brief vom 28.01.2002 schrieben sie an alle Ältestenschaften in Deutschland: „Im Jahr 1991 haben wir uns … beim Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Vereinten Nationen (DPI) als Nichtregierungsorganisation (NGO) registrieren lassen“.

Keine echten Könige

Doch in Wirklichkeit waren die Heiligen drei Könige gar keine Könige, sondern Astrologen. Astrologen zeichnen sich dadurch aus, dass sie viele Vorhersagen machen, von denen nur wenige oder gar keine eintreffen. So sagte der Astrologe Kurt Allgeier voraus, dass im Jahr 2002 sieben Millionen imageMenschen im Großraum Stuttgart durch eine atomare Explosion ums Leben kommen würden. Sein rumänischer Kollege Radu Moisoiu sagte den Tod von George W. Bush für den 19. August 2004 voraus, und Antonio Vazquez Alba prophezeite für 2008 den Selbstmord von Britney Spears. Nicht einmal die Vorhersage der Astrologin Nikki Pezaro, dass im Jahr 2008 ein Riesenkaninchen in England entdeckt werden sollte, hat sich erfüllt.

Das gleiche Merkmal – unerfüllte Vorhersagen – zeichnet die „gesalbten Christen“ aus Brooklyn als gegenbildliche Astrologen aus. Sie sagten beispielsweise voraus, „daß das völlige Ende der Zeiten der Heiden (Nationen), d. i. das volle Ende ihrer Herrschaft, mit dem Jahre 1914 erreicht sein wird; und daß dieses Datum die Auflösung der Herrschaft unvollkommener Menschen bringen wird“ (Schriftstudien, Band 2, Ausgabe 1926, Seite 73). Sie prophezeiten, gestützt auf Bibeltextkonstellationen: „Mit dem Ende des Jahres 1914 wird, was Gott Babylon nennt, und was die Menschen Christentum nennen, imageverschwunden sein, wie schon aus der Weissagung gezeigt wurde“ (Schriftstudien, Band 3, Ausgabe 1914, Seite 146).

Wie echte Astrologen, so ließen auch sie sich von unerfüllten Vorhersagen nicht davon abhalten, neue zu machen. So schrieben sie später, man solle „kurz nach 1925, dem letzten vorbildlichen Jubeljahr, die Auferweckung von Abel, Henoch, Noah, Melchisedek, Abraham, isaak, Jakob, Hiob, Moses, Samuel, David, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel, Johannes dem Täufer und vielen anderen erwarten, die im 11. Kapitel des Hebräerbriefes erwähnt werden. Diese werden gewissermaßen auf der Erde den Kern des neuen Königreiches bilden“ (Der Weg zum Paradiese, Seite 215). Angeblich war „das Jahr 1925 … ein Datum, das eindeutig und klar in den Schriften gekennzeichnet wird, sogar noch deutlicher als das Jahr 1914“ (The Watchtower, 15. Juli 1924, Seite 211).

Jahrzehnte später stellte man die Vermutung in dem Raum, „dass im Herbst 1975 die Schlacht von Harmagedon vorüber sein und die lang ersehnte Tausendjahrherrschaft Christi beginnen wird“, und erklärte: „Der Unterschied mag höchstens einige Wochen oder Monate, keinesfalls Jahre ausmachen“ (Der Wachtturm, 15. November 1968, Seite 691). Doch während das Jahr 1975 in Vorträgen als feststehende Tatsache dargestellt wurde, wurde es in Wachtturm eher als Wahrscheinlichkeit dargestellt.

Aber wie Astrologen, so versuchten auch die „Heiligen Könige“ aus Brooklyn, ihren Ruf durch schwammigere Vorhersagen zu retten. Statt eine konkrete Jahreszahl zu nennen, schrieben sie: „Binnen kurzem wird noch in unserem zwanzigsten Jahrhundert ‚die Schlacht am Tage Jehovas’ gegen das neuzeitliche Gegenstück Jerusalems, die Christenheit, beginnen“ (Die Nationen werden erkennen müssen, daß ich Jehova bin – Wie?, Seite 217). Schon vorher schrieben sie in der Zeitschrift Erwachet! vom 5. Mai 1961, die biblische Voraussage, der Tod werde nicht mehr sein, würde „im 20. Jahrhundert Wirklichkeit werden“, und „daß diese himmlische Regierung, die bereits an der Macht ist, im 20. Jahrhundert die Erde von aller Bosheit reinigen wird“ (Seite 5 bis 8). Sogar der Wachtturm vom 1. Januar 1989 sagte noch, dass die „Vollendung [des Predigtwerks] in das 20. Jahrhundert fällt“ (Seite 12).

Doch das half ihnen nichts; auch diese Prophezeiungen haben sich eindeutig nicht erfüllt. Aber so, wie die Menschen nicht aufhören, auf buchstäbliche Astrologen zu vertrauen, so schenken auch weiterhin Millionen von Menschen ihren Gegenbildern aus Brooklyn blinden Glauben.

Ochsen

Ein Grund dafür liegt darin, welche Art von Menschen diese selbsternannten Könige in ihre Organisation ziehen. Die ursprünglichen Heiligen drei Könige kamen gemäß traditionellen Darstellungen zu einem Stall, in dem neben dem Jesuskind auch Ochse, Esel und Schaf zu Hause waren. So sucht auch die Wachtturm-Gesellschaft gezielt nach gegenbildlichen Ochsen, Eseln und Schafen.

Wie es in der Encyclopaedia Wikipedia heißt, „ist der Ochse gutmütig und lässt sich in der Landwirtschaft als Zug- und Arbeitstier einsetzen“. imageSo suchen auch die „Könige“ aus Brooklyn nach Menschen, die sich gutmütig wie Ochsen alles gefallen lassen und sich für keine Arbeit zu schade sind. Über sich und ihre ochsengleichen Anhänger schrieben sie „Die Gesalbten wissen, daß sie wie Jesus ihren irdischen Lauf schließlich im Tod beenden werden, doch sie haben Gefährten, die mit ihnen an dem herrlichen Schatz des Dienstes teilhaben und sie unterstützen, indem sie im Werk des Predigens der guten Botschaft vom Königreich die Hauptlast tragen“ (Der Wachtturm, 15. Juli 1990,Seite 20).

Tatsächlich opferten die ochsengleichen „Verkündiger“ im letzten Jahr fast eineinhalb Milliarden Stunden für die Zwecke der „Heiligen“ von Brooklyn. Sie verzichteten dabei auf jede Bezahlung und trugen noch alle anfallenden Unkosten selbst! Nicht umsonst ist „Hornochse“ gemäß dem Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm auch ein „Schimpfwort für einen dummen Menschen“ (Band 10).

Esel

Wodurch zeichnen sich Esel aus? Die Encyclopaedia Wikipedia sagt: „Pferde neigen in Stresssituationen zur Flucht, … Esel bleiben oft wie angewurzelt stehen. Zusätzlicher Stress, z. B. durch Schläge oder Schreie, verstärkt diese Starre eher, woraus der Ruf des Esels als besonders stures bzw. dummes Tier resultiert“. Für Zeugen Jehovas entstehen „Stresssituationen“, wenn Lehren geändert werden, wie beispielsweise in Jahren 1995 und 2008 die Lehre über die „Generation“. Auch die zunehmende Zahl der „Gesalbten“, die im Widerspruch zur Lehre steht, kann zu Stresssituationen führen.

imageWährend pferdegleiche Personen in solchen Situationen ‚fliehen’, also die Wachtturm-Organisation verlassen, bleiben eselgleiche Menschen „wie angewurzelt stehen“. Die „Heiligen“ aus Brooklyn sorgen dann oft noch für zusätzlichen Stress, indem die Verkündiger durch zusätzliche Aufgaben oder höhere Anforderungen „schlagen“ (Matthäus 24:49). Anstatt wegzulaufen, halten eselgleiche Verkündiger stur an dieser Organisation fest und sagen: „Aber es ist doch die Wahrheit!“. Sie halten sich an den Befehl aus dem Buch Singt Jehova Loblieder: „Nie in Zweifeln wir verweilen, Wahrheit nicht voraus wir eilen. Bleibt auf der Bahn, und dort geht voran!“ (Lied 111).

Schafe

imageSchließlich suchen die Möchtegern-Könige auch „schafähnliche Menschen“ (siehe z. B. Der Wachtturm, 1. Dezember 2005, Seite 28). Warum? Die Encyclopaedia Wikipedia gibt die Antwort: „Im Volksmund gilt das Schaf häufig als Inbegriff der … Dummheit, und es folgen auch Gelehrte häufig dieser Einschätzung“. Jehovas Zeugen wünschen sich dumme Menschen als Verkündiger, daher warnen sie Jugendliche: „Wenn du eine weltliche Bildung anstrebst, die über das gesetzlich geforderte Mindestmaß hinausgeht, solltest du dir über deine tatsächlichen Motive im klaren sein“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1996, Seite 19). Und der Wachtturm vom 15. April 2008 enthielt den Hinweis: „Ein weiteres Beispiel für Nützliches, was zu etwas Wertlosem werden kann, ist Bildung“ (Seite 4).

Ungebildete und dumme Menschen lassen sich leichter manipulieren und wie Ochsen als Arbeitstiere gebrauchen. Sie trauen sich nicht, wegzulaufen, wenn sie merken, dass sie betrogen worden sind. Und selbst, wenn sie weglaufen möchten, wissen sie nicht, wohin. Somit gleichen die selbsternannten „Heiligen“ aus Brooklyn genau den Astrologen, die im ersten Jahrhundert das Jesuskind besuchten.

Geschenke

Die Astrologen brachten dem Jesuskind Geschenke dar – Gold, Myrrhe und Weihrauch. Auch die von den Astrologen vorgeschattete Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas opfert Gold. Im Wachtturm vom 15. September 1990 hieß es: „Die Wahrheiten der Bibel sind durchaus mit Gold, Silber oder anderen verborgenen Schätzen vergleichbar“ (Seite 3).

Diese goldgleichen biblischen Wahrheiten opfern sie, indem sie um ihres Machterhalts willen an falschen Lehren festhalten, etwa an der Lehre von der Aufrichtung des Königreiches Gottes im Jahr 1914 oder von einer zentralen „Leitenden Körperschaft“ im ersten Jahrhundert. Anstelle biblischer Wahrheiten verkaufen sie ihren Mitgliedern „die fortschreitenden Entwicklungen in der irdischen Organisation Gottes“ als „Gold“, wie im Wachtturm vom 1. Juni 2001 unter dem Thema „Vorwärts, dem endgültigen Sieg entgegen!“ erklärt wurde.

Ein weiteres Geschenk der Astrologen war Myrrhe. Wie es in der Encyclopaedia Wikipedia heißt, wurde Myrrhe im Altertum „als Aphrodisiakum verwendet“, und „Betten wurden vor dem Geschlechtsverkehr damit beträufelt“. Doch das ist sicherlich nicht der Zweck, zu dem die Wachtturm-Gesellschaft sie gebraucht. Diesen erklärt sie vielmehr selbst im Wachtturm vom 15. Juni 1978: „Die Myrrhe … hatte wie die bittere Galle eine narkotisierende und abstumpfende Wirkung“ (Seite 32).

Ebenso hält die Wachtturm-Gesellschaft ihre Anhänger mit Zusammenkünften, Kongressen, Predigtdienst sowie einem unendlichen Schwall an „Literatur“, die gelesen, studiert und verteilt werden muss, beschäftigt. Die monotone Stimme vieler Redner und die immer gleichen Themen haben „eine narkotisierende und abstumpfende Wirkung“ auf die Verkündiger, so dass diese gar nicht mehr wahrnehmen, wie sie belogen und ausgenutzt werden.

Als drittes Geschenk brachten die antiken Astrologen Weihrauch dar. Im übertragenen Sinne stellt die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas, die angeblich den ‚treuen und verständigen Sklaven’ vertritt, ihren Anhängern heute auch Weihrauch zur Verfügung, und zwar durch Aussagen wie: „Wir haben allen Grund, imagefür den ‚treuen und verständigen Sklaven’ dankbar zu sein“ (Der Wachtturm, 15. Juli 2006, Seite 20).

Schon im Wachtturm vom 1. November 1980 hieß es: „Damit wir nicht vom Glauben abfallen, müssen wir uns auch vor Undankbarkeit hüten. Wir sollten für die reichhaltige geistige Speise, die wir durch den ‚treuen und verständigen Sklaven’ erhalten, dankbar sein“ (Seite 20). Und an anderer Stelle wurde gesagt: „Welch ein Unterschied besteht doch zwischen der geistigen Wohlfahrt der Diener Gottes und der religiösen Verwirrung Groß-Babylons!“ (Der Wachtturm, 1. Februar 2007, Seite 23). Solche Sätze führen dazu, dass der „treue und verständige Sklave“ von den Verkündigern im übertragenen Sinne beweihräuchert wird.

Die Astrologen versprachen Herodes zwar, ihm zu sagen, wo das Kind zu finden wäre, aber schließlich „zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück“, und Herodes bemerkte, „daß er von den Astrologen überlistet worden war“ (Matthäus 2:12, 16). In ähnlicher Weise hatte die Wachtturm-Gesellschaft sich zwar dazu bereit erklärt, die Ziele der Vereinten Nationen zu unterstützen, um Vorteile zu erhalten. Doch in Wirklichkeit denkt sie nicht im Traum daran.

Statt dessen schreibt sie: „Die ganze Tendenz des Völkerbundes zielt darauf hin, das Volk von Gott und von Christus wegzuwenden, und deshalb ist er ein verwüstendes Ding, das Produkt Satans und ein Greuel in den Augen Gottes. … Im Laufe der Zeit wich der Völkerbund den Vereinten Nationen. Jehovas Zeugen haben schon früh aufgedeckt, daß jene von Menschen geschaffenen Friedensorganisationen in Gottes Augen abscheulich sind“ (Der Wachtturm, 1. Mai 1999, Seite 15).

Wer steht dahinter?

Wer steht hinter der Wachtturm-Gesellschaft? Ist es wirklich Gott, wie sie selbst behauptet? Der Kirchenvater Hieroynmus sagte über die Heiligen drei Könige, sie seien „von Dämonen belehrt“ gewesen. Über den Stern, der sie zu Jesus führte, schrieb eine bekannte Zeitschrift: „Somit stand hinter dem Stern eigentlich Satan, der Teufel“ (Der Wachtturm, 15. Dezember 1983, Seite 23).

Daher kann gesagt werden, dass auch die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas „von Dämonen belehrt“ ist, und dass nicht Gott, sondern „Satan, der Teufel“ hinter ihr steht.

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