Schnee – die weiße Schlinge

Nachdruck aus Erbrechet!, Dezember 2008

Wer hat nicht schon fasziniert und gebannt zugeschaut, wenn Schnee vom Himmel fiel? Dieser Anblick ist sicherlich einer der schönsten und beruhigendsten überhaupt — vor allem wenn man im Warmen sitzt und nicht wegfahren muss. Doch Schnee kann auch zu einer Schlinge werden, wenn man ihn auf die falsche Weise gebraucht.

Jehova fragte Hiob: „Bist du in die Vorratshäuser des Schnees eingetreten, oder siehst du auch die Vorratskammern des Hagels, den ich zurückbehalten habe für die Zeit der Bedrängnis, für den Tag des Kampfes und des Krieges?“ (Hiob 38:22, 23). Er machte somit deutlich, dass der Schnee ihm gehört und dass er deshalb darüber bestimmen darf, wie wir den Schnee verwenden.

Der Ursprung des Schneemanns

Besonders Kinder sind oft angetan von der weißen Pracht. An vielen Orten der Welt ist es üblich, im Winter einen Schneemann zu bauen. Doch christliche Eltern fragen sich zweifellos: Wie denkt Gott über so etwas? Sollten wir unseren Kindern erlauben, sich am Bauen eines Schneemanns zu beteiligen?

Bestimmt kommt uns gleich das folgende Gebot in den Sinn: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist“ (2. Mose 20:4, Luther). Bezieht sich diese Passage auch auf Schneemänner?

Zweifellos, denn Matthäus berichtet: „Jehovas Engel war vom Himmel herabgestiegen. … Sein Aussehen war wie der Blitz und seine Kleidung so weiß wie Schnee“ (Matthäus 28:2, 3). Ein Schneemann ist daher ein Bildnis eines Engels, von etwas, „was oben im Himmel“ ist. Ein solches Bild anzufertigen – noch dazu aus Vergnügen – wäre „eine schändliche Verletzung“ dessen, was heilig ist (vgl. 3. Mose 18:23).

Heidnische Symbolik

Die Encyclopaedia Wikipedia sagt über den Schneemann: „Als Gesicht werden meist Kieselsteine oder Kohlenstücke als Augen, eine Karotte oder ein Zweig als Nase und mehrere kleine Kieselsteine als Mund verwendet“. Die „Kohlenstücke als Augen“ erinnern an die böse Königin Isebel, die daranging, „ihre Augen mit schwarzer Schminke zu schminken“ (2. Könige 9:30). Wollen wir, dass unsere Kinder diese Herrscherin ehren, die die Anbetung Jehovas aus Israel auszurotten versucht hat?

Doch der Schneemann hat oft auch einen „Zweig als Nase“. Hier erkennen wir eine deutliche Parallele zum abtrünnigen Israel zur Zeit Hesekiels. Jehova fragte: „Waren dem Haus Juda die Gräueltaten, die es hier beging, immer noch nicht genug? … Mussten sie mich immer wieder beleidigen und sich den Zweig an die Nase halten?“ (Hesekiel 8:17, Einheitsübersetzung). Ja, das Verwenden eines Zweigs als Nase ist eine Respektlosigkeit gegenüber Gott, der den Menschen mit einer wunderbaren Nase erschaffen hat.

Manchmal wird statt eines Zweiges „eine Karotte“ als Nase verwendet. Ist das weniger schlimm? Nein, denn in einem Lexikon für Traumdeutung wird über die Karotte gesagt: „Sie wird als Phallussymbol gedeutet, weist auf sexuelle Bedürfnisse hin“. Außerdem steht die Karotte mit dem Hasen in Verbindung, der als Symbol für das heidnische Osterfest zu Ehren der Astarte gebraucht wird.

Schließlich halten viele Schneemänner einen Besen in der Hand, was auf ihre Verbindung zum Hexentum hinweist, und „eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen“ (2. Mose 22:17, Einheitsübersetzung). Christliche Eltern tun daher gut daran, ihren Kindern nicht zu gestatten, sich am Bauen eines Schneemanns zu beteiligen. Statt dessen könnten sie ihnen andere gemeinsame Aktivitäten anbieten, etwa gemeinsam Königreichslieder zu singen oder in den Predigtdienst zu gehen.

Skifahren

Während weltliche Kinder Schneemänner bauen, fahren Erwachsene im Winter oft zum Skifahren. Doch auch das ist gefährlich, denn die Bibel warnt: „Wahrlich, die Hügel wie auch das Getöse auf den Bergen gehören zur Falschheit“ (Jeremia 3:23). Tatsächlich, obwohl der Schnee weich aussieht, kann ein Skiurlaub eine tödliche Gefahr darstellen. Ken Payne berichtete in der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Juli 2003, dass sein „14-jähriger Sohn Ben beim Skifahren gegen einen Felsen prallte und starb“ (S. 21).

Doch viel schlimmer sind die geistigen Gefahren, die vom Skifahren ausgehen. Häufig wird am Abend noch in Skihütten gegessen und getrunken. Dabei wird gemäß der Encyclopaedia Wikipedia reger Gebrauch von „hochprozentigen Spirituosen“ gemacht, während Musikkapellen „eingängige Melodien und teilweise frivole Texte“ zum Besten geben. Doch über jemanden, der „auch auf den Bergen gegessen hat“, sagte der Prophet Hesekiel: „Er hat die Frau seines Gefährten verunreinigt. … Er wird ganz bestimmt nicht am Leben bleiben. … Er wird unweigerlich zu Tode gebracht werden“ (Hesekiel 18:11, 13).

Nur, wer „auf den Bergen … nicht gegessen“ hat, kann überleben (Hesekiel 18:15). Über diejenigen, die auf Skiern ins Tal hinabfahren, sagte der Prophet statt dessen: „Sie werden gewiß hinabfahren; sie sollen daliegen wie die Unbeschnittenen, vom Schwert erschlagen“ (Hesekiel 32:21). Und zu den Skigebieten, die diese Art der Sünde fördern, spricht Jehova Gott selbst: „Ich will seine Berge mit seinen Erschlagenen füllen; was deine Hügel und deine Täler … betrifft, ebendie vom Schwert Erschlagenen werden darin fallen“ (Hesekiel 35:8).image

Schnee kann zu einer Schlinge werden

Die Erwachet!-Ausgabe vom 22. Oktober 1994 nennt einen weiteren Grund, warum Christen nicht zum Skifahren gehen sollten, wenn sie die Frage stellt: „Besteht die Gefahr, sich in einen Andersgläubigen zu verlieben?“ Die 14jährige Yvonne lehnte es ab, mit ihrer Klasse zum Skifahren zu fahren. Sie erklärt, warum: „Weil ich eine Woche lang ununterbrochen mit weltlichen Jugendlichen und Lehrern zusammengewesen wäre. Außerdem hätte ich die Gemeinschaft mit meinen Glaubensbrüdern, den Predigtdienst und die Zusammenkünfte sehr vermisst“ (S. 25).

Ja, obwohl der Schnee schön aussieht, gebraucht Satan ihn als eine Schlinge. Als Christen müssen wir sehr darauf achten, uns nicht zum Bauen eines Schneemanns oder zum Skifahren verführen zu lassen. Halten wir uns besser an den Rat aus der Zeitschrift Erwachet! vom 8. Februar 1996: „Wenn es das nächste Mal schneit, denken wir vielleicht an die furchteinflößende Macht Gottes“ (S. 31). Der Gedanke „an die furchteinflößende Macht Gottes“ wird uns davon abhalten, seine Gebote um eines kurzfristigen Vergnügens willen zu verletzen.

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