Nicht „im Widerstand gegen Jehova“ wandeln!

Es ist etwas Furchtbares, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! (Hebräer 10:31)

Gemäß der Bibel war Nimrod „ein gewaltiger Jäger im Widerstand gegen Jehova“ (1. Mose 10:9). Warum wurde er so bezeichnet? Er hatte nur Städte gebaut und ein Königreich errichtet – etwas, das treue Diener Gottes wie David und Salomo auch getan hatten (2. Chronika 1:1; 8:2). Sein Vorhaben war an sich nichts Schlechtes – aber er hatte den Willen Gottes unberücksichtigt gelassen. Jehova wollte nämlich, dass die Menschen sich über die Erde zerstreuen und sie bevölkern. Der Bau von Städten schaffte zwar Annehmlichkeiten für die Bevölkerung, behinderte aber Gott bei der Ausführung seines Willens.

Den gleichen Fehler wie Nimrod könnten auch wir heute begehen. Wir könnten etwas tun, was an sich nicht verkehrt ist, aber der Erfüllung des Willens Gott im Weg steht. Unabsichtlich könnten wir selbst „ein gewaltiger Jäger im Widerstand gegen Jehova“ sein und schließlich in Harmagedon vernichtet werden (2. Thessalonicher 1:8). Wir wollen daher einige Bereiche betrachten, in denen Gott seinen Willen klar zum Ausdruck gebracht hat. Wir werden überrascht sein, wie viele Berufe dem Willen Gottes direkt entgegengesetzt sind.

Krankheiten

Wie viele Menschen glauben, „können … Krankheiten zum Plan Gottes für einen Menschen gehören“ (Prophezeiungen, Infos, Lebenshilfen und Gesundheitstipps durch Neuoffenbarungen Jesu Christi für unsere Zeit durch Jakob Lorber und Gottfried Mayerhofer). Diese Ansicht ist in völliger Übereinstimmung mit Gottes Wort. Jehova Gott sagte schon zum Volk Israel: „Der Herr wird euch mit den gleichen Krankheiten plagen wie damals die Ägypter. Eure Haut wird von unheilbaren Geschwüren, Ausschlägen, Beulen und Wunden befallen sein. … Er wird euch schlimme, unheilbare Krankheiten schicken“ (5. Mose 28:27, 28, 59, Hoffnung für Alle). Selbst über Jesus Christus, Gottes eigenen Sohn, heißt es in der Bibel: „Jehova aber gefiel es, ihn zu zerschlagen; er hat ihn krank gemacht“ (Jesaja 53:10).

Es ist also unbestreitbar Gottes Wille, dass bestimmte Menschen krank sind. Wie anmaßend wäre es daher, wenn wir versuchen würden, sie zu heilen! Als Arzt oder Heilpraktiker würden wir im direkten Widerstand gegen Jehova wandeln! Doch auch als Krankenschwester, Arzthelferin oder als Apotheker würden wir uns mitschuldig am Vergehen der Ärzte machen. Für einen Christen kommen solche Berufe daher keinesfalls in Frage. Hüten wir uns auch davor, unseren Mitmenschen Ratschläge in Bezug auf ihre Gesundheit zu geben und somit den Plan Gottes für sie zu stören.

imageSelbst als Postbote oder als Angestellter eines Internet-Providers könnten wir Schuld auf uns laden, weil immer mehr Menschen Medikamente im Internet bestellen! Jeder Christ muss eine sorgfältige Gewissensentscheidung treffen, ob er auf diese Weise seinen Lebensunterhalt verdienen möchte.

Obwohl Gott alle Arten von Krankheiten verursacht, hebt er doch eine Kategorie besonders hervor. Er selbst sagte zu seinen Dienern: „Wer macht taub oder stumm … oder blind? Doch wohl ich, der Herr!“ (2. Mose 4:11, Einheitsübersetzung). Einmal schlug er eine ganze Nation mit Blindheit (2. Könige 6:18).

Heute gibt es Hunderttausende Blinde in Deutschland, und etwa 64 Prozent der Erwachsenen sehen so schlecht, dass sie eine Brille benötigen. Wenn Gott diese Menschen absichtlich blind gemacht hat, wie könnten wir ihnen dann helfen, ihre Sehkraft wieder zu erlangen? Augenoptiker wandeln im direkten Widerstand gegen Jehova! Das Gleiche kann auch von Hörgeräteakustikern gesagt werden.

Jehova macht jedoch nicht nur stumm und blind, sondern auch taub. Offensichtlich möchte er, dass bestimmte Menschen nicht hören und bestimmte Informationen nicht bekommen. Gebärdendolmetscher wandeln daher ebenfalls im Widerstand gegen Jehova.

Feuer

imageGott benutzt gerne Feuer. Schon zur Zeit Mose „ging Feuer vom Herrn aus und tötete die beiden Männer“, die gegen Moses rebelliert hatten (3. Mose 10:2, Neues Leben). Jahrhunderte später, als der Prophet Elia die Baalsanbeter auf dem Berg Karmel versammelt hatte, „fiel das Feuer Jehovas herab und verzehrte dann das Brandopfer und die Holzstücke und die Steine“ (1. Könige 18:38). Für die ersten Christen war es ganz normal, zu „sagen, es solle Feuer vom Himmel herabkommen und … [jemanden] vertilgen“ (Lukas 9:54). Gott kündigte auch an, dass „Jesus vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln in flammendem Feuer“ kommen würde, um Menschen zu bestrafen (2. Thessalonicher 1:7, 8).

Wenn es irgendwo brennt, ist es daher gut möglich, dass Jehova das Feuer gesandt hat. Daher gab der Apostel Paulus die klare Anweisung: „Löscht das Feuer … nicht aus“ (1. Thessalonicher 5:19). Würden wir uns am Löschen eines Feuers beteiligen, würden wir den Plan Gottes vereiteln! Lassen wir uns daher nicht dazu verführen, irgendwie die Aktivitäten der Feuerwehr zu unterstützen, weder durch direkte Mitgliedschaft noch durch die Beteiligung an Feuerwehrfesten!

Armut und Hunger

Moses sagte zu den Israeliten: „An Armen wird es niemals fehlen“ (5. Mose 15:11). Mehr als 1500 Jahre später wiederholte Jesus den gleichen Gedanken, als er zu seinen Jüngern sprach: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch“ (Matthäus 26:11). Weshalb konnten sowohl Moses als auch Jesus so sicher sein, dass es immer Arme geben würde?

Die Antwort ist ganz einfach: „Jehova ist es, der verarmen läßt“ (1. Samuel 2:7). Armut ist keine Folge eigener Fehler oder des sozialen Umfelds, sondern sie wird von Gott verursacht. Arme durch Spenden zu unterstützen würde bedeuten, im Widerstand gegen Jehova zu wandeln. Auch die Arbeit bei Wohlfahrtsverbänden, Schuldnerberatungsstellen oder anderen Hilfsorganisationen käme für einen Christen nicht in Frage. Ein Christ, der in einer Bank arbeitet, muss diesbezüglich eine persönliche Gewissenentscheidung treffen.

imageJemandem zu helfen, aus seiner Armut auszubrechen, wäre sogar in zweifacher Hinsicht eine Sünde. Jesus sagte nämlich: „Glücklich seid ihr Armen, denn euer ist das Königreich Gottes“ (Lukas 6:20). Wenn wir jemanden aus seiner Armut befreien, rauben wir ihm die Möglichkeit, das Königreich Gottes zu erben! Wie die Pharisäer würden wir ‚das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließen‘ und so schwere Blutschuld auf uns laden! (Matthäus 23:14).

Eng verwandt mit Armut ist Hunger, ja oft geht beides einher. Mehr als einmal in der Geschichte des Volkes Israel hatte „Jehova … eine Hungersnot herbeigerufen“ (2. Könige 8:1). Einmal sorgte er sogar dafür, dass der Pharao „den Obersten der Bäcker … aufhängen“ ließ, damit er nicht weiter Brot backen und die Menschen davon essen konnten (1. Mose 40:22).

Neben Armut ist auch Hunger eine Voraussetzung, um Gottes Königreich zu erben. Dementsprechend sagte Jesus in der berühmten Bergpredigt: „Glücklich seid ihr, die ihr jetzt hungert“ (Lukas 6:21). Einem Hungrigen zu essen zu geben würde bedeuten, ihn unglücklich zu machen und das Königreich Gottes vor ihm zu verschließen.

In dieser von Satan beherrschten Welt gibt es eine Vielzahl von Berufen, die direkt oder indirekt daran beteiligt sind, Hungrige satt zu machen und somit den Vorsatz Jehovas zu vereiteln. Bäcker, Metzger und Köche, aber auch Lebensmittelverkäufer, Landwirte, Erntearbeiter und andere wandeln im Widerstand gegen Jehova. Auch die Hersteller und Verkäufer von Kochgeschirr und Essbesteck laden Blutschuld auf sich!

Kleidung

Der Apostel Petrus schrieb unter Inspiration: „Euer Schmuck bestehe nicht im äußerlichen Flechten der Haare und im Anlegen goldener Schmucksachen oder im Tragen äußerer Kleider“ (1. Petrus 3:3). Es entspricht also nicht dem Willen Gottes, sich zu frisieren, Goldschmuck zu tragen oder Oberbekleidung anzuziehen. Goldschmiede, Friseure und Bekleidungsverkäufer wandeln daher im Widerstand gegen Jehova. Wenn ein Christ in einem Geschäft arbeitet, in dem nur gelegentlich Schmuck oder Haartrockner verkauft werden, muss er eine persönliche Gewissensentscheidung treffen.

Die bisher aufgeführten Beispiele sind offensichtlich, und es fällt jedem Erforscher der Bibel sofort auf, dass all diese Berufe nicht für Christen geeignet sind. Es gibt jedoch noch weitere Berufe, die ebenfalls dem Willen Gottes zuwiderlaufen.

Weitere Bereiche

Beispielsweise ist es Gottes Wille, dass „dreißig korbförmige Gefäße aus Gold, tausend korbförmige Gefäße aus Silber, neunundzwanzig Ersatzgefäße, dreißig kleine Schalen aus Gold, vierhundertzehn kleine, zweitrangige Schalen aus Silber [und] tausend andere Geräte“ zusammen „an Zahl fünftausendvierhundert“ sind (Esra 1:9-11). Daher wandeln auch Mathematiker im Widerstand gegen Jehova, wenn sie festlegen, dass 30 + 1000 + 29 + 30 + 410 + 1000 nur 2499 ergibt. In verwandten Berufen, etwa im Finanzwesen, könnte man ebenfalls Schuld auf sich laden.

Gott war auch entsetzt, dass durch den Sündenfall „der Mensch … im Erkennen von Gut und Böse wie einer von uns [Göttern] geworden“ ist. Es widerspricht seinem Vorsatz, dass Menschen Gut und Böse erkennen. Doch genau das ist die Aufgabe von Juristen! Anwälte, Richter und andere Mitarbeiter im Gerichtswesen wandeln daher ebenfalls im Widerstand gegen Jehova.

imageGott hat auch deutlich seinen Willen in Bezug auf Bildung zum Ausdruck gebracht, als er die Anweisung gab: „Stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand“ (Sprüche 3:5). Ja, „alle Weisheit dieser Welt ist in den Augen Gottes blanker Unsinn“ (1. Korinther 3:19, Hoffnung für Alle). Daher arbeiten wahre Christen nicht im Bildungswesen, etwa als Lehrer oder bei einem Schulbuchverlag.

Hüten wir uns also vor allen Berufen, in denen wir uns wie Nimrod als „ein gewaltiger Jäger im Widerstand gegen Jehova“ erweisen würden! Wenn wir feststellen, dass unsere aktuelle Arbeitsstelle dem Willen Jehovas widerspricht, dürfen wir keine Sekunde zögern. Kündigen wir noch heute!

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