Wenn uns jemand Weihnachtsgebäck anbietet

Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, Oktober 2008


Wenn wir in der Vorweihnachtszeit Rückbesuche und Heimbibelstudien durchführen, kann es vorkommen, dass Menschen uns Weihnachtsgebäck anbieten. Wie sollten wir in so einem Fall reagieren? Das hängt von der Art des Gebäcks und von den genauen Umständen ab.

Christstollen: Die Form des Christstollens soll an das gewickelte Christkind erinnern. Erforscher der Bibel wissen jedoch, dass Jesus nicht am Weihnachtstag, sondern Anfang Oktober geboren wurde. Daher können Christen im Oktober Christstollen essen, nicht jedoch im November oder Dezember. Wenn allerdings der ganze Stollen nicht zu sehen ist, sondern nur ein einzelnes Stück serviert wird, können Christen dies wie ein Stück Kuchen betrachten und zu jeder Zeit essen.

Lebkuchen: Runde Lebkuchen erinnern an die Form der Sonne, die tatsächlich zur Weihnachtszeit wiedergeboren wird. Manche Lebkuchen sind sogar mit Mandeln garniert, die an die Sonnenstrahlen erinnern. Das Essen solcher Lebkuchen stellt daher keine Lästerung Christi dar; man könnte es jedoch als einen Akt der Sonnenverehrung betrachten. Wahre Christen müssen sich von der Sonnenanbetung fernhalten (Hes. 8:16).

Eckige Lebkuchen haben keinen Sonnenbezug und könnten daher von Dienern Jehovas gegessen werden. Es gilt allerdings zu beachten, dass Lebkuchen oder „Pfefferkuchen“ (wie sie früher genannt wurden) oft mit Hexerei in Verbindung gebracht werden (Hänsel und Gretel 5:6). Da es heute jedoch kaum noch Hexen gibt, muss jeder Christ selbst entscheiden, ob er eckige Lebkuchen verzehrt.

Spekulatius: Die Bezeichnung „Spekulatius“ stammt von dem lateinischen Wort speculator, das „Bischof“ oder „Aufseher“ bedeutet. Dieses Gebäck trägt somit eine biblische Bezeichnung, was einige zu der Annahme verleiten könnte, es sei für wahre Christen geeignet. Doch man muß darauf achten, welche Symbole auf den Keksen abgebildet sind. Auf vielen Spekulatius sieht man beispielsweise einen Elefanten, der den hinduistischen Gott Ganesha darstellt. Häufig ist auch ein Schiff als Symbol Neptuns zu sehen.

Diener Jehovas müssen sich von solchem Gebäck, das heidnische Götter zeigt, fernhalten. Zwar denken einige, sie könnten durch das Aufessen (und damit Vernichten) solcher Kekse die dargestellten Götter lästern. Doch in Wirklichkeit werden diese dadurch zu Märtyrern und somit noch mehr verehrt. Spekulatius mit anderen Motiven, bspw. einer Mühle, einem Bauernhaus oder einem Pferd, sind hingegen für Christen geeignet.

Natürlich können wir hier nicht auf alle Situationen eingehen, die im Predigtdienst auftreten mögen. Jemand könnte uns beispielsweise dreieckige Lebkuchen anbieten, oder auf einem Spekulatius könnte etwas abgebildet sein, von dem wir nicht wissen, ob es etwas mit der falschen Anbetung zu tun hat. Dann müssen wir auf unser biblisch geschultes Gewissen vertrauen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s