Was sagt die Bibel – Sollten Christen einen Ofen benutzen?

Nachdruck aus Erbrechet!, Januar 2010

Als wahre Christen müssen wir stets bemüht sein, uns von babylonischen Bräuchen und heidnischen Riten rein zu erhalten. Einige fragen sich daher zu Recht, ob es für einen Christen angebracht ist, einen Ofen zu benutzen. Sie führen beispielsweise an, dass drei treue Diener Jehovas in der Nähe von Babylon „in den brennenden Feuerofen geworfen“ wurden (Daniel 3:21). Tatsächlich wurden Öfen im alten Babylon offenbar als Hinrichtungswerkzeug benutzt; so heißt es beispielsweise in einem Brief: „So spricht Rîm-Sin dein Herr: Weil er den Sklavenburschen in den Ofen geworfen hat, werft den Sklaven in den Ofen“ (zitiert nach Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich, Seite 139). Zu welcher Einschätzung kommen wir im Licht der Bibel?

Zunächst müssen wir feststellen, dass Gottes Wort an vielen Stellen negativ über Öfen spricht. Der Prophet Hosea sagte beispielsweise über die abtrünnigen Samariter: „Sie alle sind Ehebrecher, wie ein Ofen“ (Hosea 7:4). Öfen werden also mit Ehebrechern verglichen, und Ehebruch ist eine Abscheulichkeit für Gott (3. Mose 20:10). Heißt das, dass Christen unter keinen Umständen Gebrauch von Öfen machen dürfen?

Einige Christen mögen zu dieser Einschätzung kommen. Anja, eine eifrige Verkündigerin aus Österreich, erzählte: „Immer, wenn ich mich dem Ofen näherte, spürte ich eine ungewöhnliche und bösartige Hitze. Ich betete zu Jehova und beschloss, den Gebrauch des Ofens einzustellen. Schon nach kurzer Zeit verschwand die unerklärliche Hitze, die bis dahin in der Nähe des Ofens geherrscht hatte. Ich bin Jehova sehr dankbar dafür, dass er mir in dieser prüfungsreichen Zeit beigestanden hat.“

Allerdings gibt es auch Indizien dafür, dass Christen unter gewissen Umständen Gebrauch von Öfen machen können. Beispielsweise heißt es der Bibel auch, dass „Jehovas … Ofen in Jerusalem ist“ (Jesaja 31:9). Es erhebt sich allerdings die Frage, welches Brennmaterial für Christen geeignet ist. Interessanterweise erwähnt die Bibel das Heizen mit Kohle fast ausschließlich in einem negativen Kontext. Der Prophet Jesaja sagte über die Herstellung von Götzen: „Was den Eisen-Kunsthandwerker mit dem Schneidewerkzeug betrifft, er ist daran beschäftigt gewesen bei Kohlenglut. … Auch ist er hungrig geworden und daher kraftlos. Er hat kein Wasser getrunken, so wird er müde“ (Jesaja 44:12). Kohlenöfen wurden also zur Herstellung falscher Götter verwendet.

Auch der Prophet Jeremia machte eine negative Erfahrung mit Kohlenöfen. „Der König [der abtrünnige Jojakim] saß im Winterhaus, im neunten Monat, während ein Kohlenbecken vor ihm brannte. Dann geschah es, sobald Jehudi drei oder vier Seitenspalten [aus der Schriftrolle Jeremias] gelesen hatte, daß er daranging, es mit dem Messer des Sekretärs abzureißen und es dann in das Feuer zu werfen, das im Kohlenbecken war, bis sich zum Schluß die ganze Rolle in dem Feuer befand, das im Kohlenbecken war“ (Jeremia 36:22, 23). Dieser Feind der wahren Anbetung benutzte ein Kohlenfeuer, um die Worte, die Jeremia im Namen Jehovas zu ihm gesandt hatte, zu verbrennen.

Auch in der Nacht von Jesu Verhaftung wurde „ein Kohlenfeuer gemacht“ – jedoch nicht von seinen Jüngern, sondern von den Sklaven und den Beamten im Hof des Hohen Priesters (Johannes 18:18). In der Tat waren es meistens Feinde Jehovas, die Kohlen zum Heizen und zum Feuermachen benutzten. Bestimmt hat er diese Berichte nicht umsonst in sein Wort aufnehmen lassen.

Gott selbst benutzt Kohlen nur für die Vernichtung Ungläubiger. Der Psalmist fragte: „Was wird man dir geben, und was wird man dir hinzufügen, o du trügerische Zunge? Geschärfte Pfeile eines Starken samt brennenden Kohlen“ (Psalm 120:3, 4). Und David betete zu Gott: „O Jehova, gewähre nicht das Verlangen des Bösen. … Möge das Unheil ihrer eigenen Lippen sie bedecken. Mögen brennende Kohlen auf sie fallen gelassen werden“ (Psalm 140:8-10).

Welches Brennmaterial ist dann für Christen geeignet? Jesus gab einen wichtigen Hinweis, als er von den „Pflanzen des Feldes, die heute stehen und morgen in den Ofen geworfen werden“ sprach (Matthäus 6:30). Pflanzen – wozu auch Bäume gehören – sind also ein annehmbares Brennmaterial. Demgemäß sagt auch das Werk Einsichten über die Heilige Schrift: „Die Israeliten benutzten als Brennstoff wahrscheinlich hauptsächlich Holz“ (Band 1, Seite 433). Der Prophet Hesekiel hingegen wurde von Jehova aufgefordert, sein Brot „auf Fladen aus Dung des von Menschen Ausgeschiedenen“ zu backen, doch er weigerte sich und benutzte dann Rinderdünger (Hesekiel 4:12, 15).

Somit sind, wenn überhaupt, nur pflanzliche und tierische Brennstoffe wie Holz, Kuhfladen oder Rapsöl als Brennmaterial für die Öfen von Christen geeignet. Die Verwendung von Kohlen ist dagegen ein heidnischer Brauch und Gott nicht wohlgefällig. Wenn wir eine elektrische Heizung haben, sollten wir uns von unserem Stromanbieter versichern lassen, dass der Strom nicht aus Kohlekraftwerken stammt.

Mögen wir niemals zulassen, dass Satan, der Teufel, uns beim Kochen in Versuchung führt! Wenn unser biblisch geschultes Gewissen uns erlaubt, einen Ofen zu benutzen, dann vermeiden wir unter allen Umständen, ihn mit Kohlen zu beheizen! Dann werden wir an dem „Tag, der brennend ist wie der Ofen“, nicht von Jehova hinweggerafft werden (Maleachi 4:1).

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