Kinder – Gottes Strafe

Nach dem Sündenfall sprach Gott zu Adam und Eva: „Mit Geburtsschmerzen wirst du Kinder hervorbringen“ (1. Mose 3:16). Die meisten Leser der Heiligen Schrift verstehen diesen Vers so, als ob die Geburtsschmerzen die eigentliche Strafe wären. Sie behaupten, vollkommene Frauen würden Kinder gebären, ohne Schmerzen zu haben.

Doch das ist ein großer Irrtum, wie man leicht feststellen kann, wenn man die Bibel näher untersucht. Die folgende Tatsache ist zwar allgemein bekannt, wird in diesem Zusammenhang aber oft außer Acht gelassen: „Adam und Eva hatten vor ihrem Sündenfall keine Kinder“ (Unterredungen anhand der Schriften, Seite 290). Da Eva niemals eine schmerzfreie Geburt gehabt hatte, würde es keinen Sinn ergeben, sie mit Geburtsschmerzen zu bestrafen. Vielmehr geht aus dem Text eindeutig hervor, dass das Hervorbringen von Kindern die eigentliche Strafe war. Dieses geht lediglich zwangsläufig mit Schmerzen einher, da Evas Körper ursprünglich nicht für das Kindergebären vorgesehen war.

Hätte es zu Gottes Vorsatz gehört, dass Menschen Kinder bekommen, würde dies bis in alle Ewigkeit der Fall sein, denn „Gottes Vorsatz wird nicht fehlschlagen“ (Erkenntnis, die zu ewigem Leben führt, Seite 95). Doch „was wir wissen, ist, dass während der letzten hundert Jahre des Millenniums keine Kinder geboren werden, und auch nicht danach“; es ist sogar denkbar, dass dann alle „Frauen in Männer umgewandelt“ werden „und wir alle als Brüder miteinander leben“ (The Golden Age, 2. April 1930, S. 446).

Da in der Neuen Welt „Gottes ursprünglicher Vorsatz verwirklicht werden“ wird, sehen wir darin eine weitere Bestätigung dafür, dass Kinder nicht zu diesem Vorsatz gehören (Der Wachtturm, 1. Februar 1995, Seite 11). Es gab sie weder vor dem Sündenfall, noch wird es sie im künftigen Paradies geben. Sie sind auch nicht notwendig, denn „wie wird … [Jehova] denn die Erde bevölkern, um seinen ursprünglichen Vorsatz zu verwirklichen? Indem er milliardenmal das große Wunder der Auferstehung wiederholt“ („Dein Königreich komme“, Seite 178).

Aber sagt die Bibel nicht, zumindest Söhne seien „ein Erbe von Jehova“ und „eine Belohnung“? (Psalm 127:3). Das stimmt, aber ein „Erbe“ muss nicht immer etwas Positives sein. Beispielsweise haben wir „die Sünde geerbt“ (Der Wachtturm, 15. März 2010, Seite 11). Und schon in alter Zeit beschrieb Zophar einen bösen Menschen und sagte: „Ein Geschoß wird selbst durch seinen Rücken herausfahren und eine blitzende Waffe durch seine Galle hinaus. … Ein Platzregen wird sein Haus hinwegwälzen. … Dies ist … das ihm von Gott zugesprochene Erbe“ (Hiob 20:25, 28, 29).

Auch eine „Belohnung“ muss nichts Gutes sein, nicht einmal dann, wenn sie von Jehova kommt. „‘Ich will einen Lohn erstatten … für ihre eigenen Vergehungen und gleichzeitig für die Vergehungen ihrer Vorväter‘, hat Jehova gesprochen“ (Jesaja 65:6, 7). In unserem heutigen Sprachgebrauch bezeichnen wir ebenfalls eine Strafe als „verdiente Belohnung“. Söhne – und im erweiterten Sinne auch Töchter – sind also ein „Erbe“ und eine „Belohnung“ für unsere Sünden.

Diese Ansicht über Kinder stimmt mit der Wahrnehmung der meisten Menschen überein. „‘Kinder machen alles kaputt, Kinder sind zu teuer, Kinder weinen zu laut, Kinder haben klebrige Finger, Kinder sind noch nicht soweit, Kinder quengeln immerzu …‘ beschreibt die Startseite des Internetauftritts von Jedes Kind ist ein VIP! die Wahrnehmung vieler Erwachsener“ (openPR). Kein Wunder, dass Gottes Wort in Bezug auf Söhne die Empfehlung gibt: „Du solltest ihn mit der Rute schlagen“ (Sprüche 23:14).

Es steht also außer Frage, dass Kinder ursprünglich nicht zum Vorsatz Gottes gehörten. Glücklicherweise zeigt die Bibel deutlich, „daß es eine Wiedererschaffung der Verhältnisse auf der Erde geben wird, die im Garten Eden herrschten“ (Der Wachtturm, 1. August 1989, Seite 9). Freuen wir uns nicht auf eine Welt ohne Kinder?

imageIm künftigen Paradies wird Gottes ursprünglicher Vorsatz, zu dem keine Kinder gehörten, verwirklicht werden

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s