Reisen – Eine christliche Verpflichtung

„Er ist auf eine Reise in die Ferne gegangen“ (Sprüche 7:19)

Zu allen Zeiten haben Diener Gottes Reisen unternommen. Jehova gebot dem treuen Abraham: „Mache eine Reise“ (1. Mose 22:2). In den Tagen Nimrods weigerten sich die Menschen, Reisen zu unternehmen, und wollten lieber zu Hause bleiben (1. Mose 11:2). Jehova missfiel dies, und er vereitelte ihre Pläne (1. Mose 11:9). Es steht somit außer Frage, dass Christen reisen sollten – doch welche Verkehrsmittel sind geeignet, welchem Zweck sollten die Reisen dienen, welche Reiseziele kommen in Frage, und was müssen wir auf unseren Reisen beachten?

Interessanterweise erwähnt die Bibel keinen Diener Gottes, der mit dem Auto oder dem Flugzeug verreist wäre. Noah und Jona reisten mit dem Schiff (1. Mose 7:13; Jona 1:3). Der Prophet Bileam reiste mit dem Esel. Esel sind heute zwar selten, aber wir können auch mit dem Drahtesel verreisen.

Der Zweck unserer Reisen

Zu welchem Zweck sollten wir auf Reisen gehen? Der Apostel Paulus unternahm weite Reisen, um Andersgläubige zu beseitigen (Apostelgeschichte 9:1, 2). Allerdings sind solche Ausflüge außerhalb der islamischen Welt heutzutage nicht gern gesehen.

Im Gegensatz zu Paulus „gingen zehn Brüder Josephs hinab, um Getreide aus Ägypten zu kaufen“ (1. Mose 42:3). Außer Getreide gab es in Ägypten auch allerlei Luxusgegenstände (Hesekiel 27:7). Heute liegen die Einkaufsmetropolen nicht mehr in Ägypten, aber viele Leute fliegen zum Shoppen übers Wochenende nach London oder New York – ein Beispiel, das wir als wahre Christen nachahmen sollten.

imageDer treue Abraham sandte einen Diener auf eine Reise nach Mesopotamien, um für seinen Sohn Isaak eine Frau zu besorgen (1. Mose 24:38, vergleiche 2. Mose 22:17). Heute fahren viele Männer aus dem gleichen Grund nach Thailand, in die Tschechische Republik und anderswohin. Günstige Frauen gibt es auch in der Ukraine oder in Russland – und eine Reise mit dem Ziel, dem Gebot aus 1. Mose 1:22 nachzukommen, ist Jehova bestimmt wohlgefällig.

Haben wir Familienangehörige oder Verwandte, die wir gerne loswerden würden? Abraham „sattelte seinen Esel und nahm zwei seiner Bediensteten und Isaak, seinen Sohn, mit sich; und er spaltete das Holz für das Brandopfer. Dann erhob er sich und begab sich auf die Reise. … Danach nahm Abraham das Holz … und legte es auf Isaak, seinen Sohn, und nahm das Feuer und das Schlachtmesser in seine Hand … und Abraham … legte das Holz zurecht und band seinem Sohn Isaak Hände und Füße und legte ihn … oben auf das Holz. Dann streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Schlachtmesser, um seinen Sohn zu töten“ (1. Mose 22:2-10).

imageHeute ist es zwar in den meisten Ländern verboten, Angehörige „zu töten, auch wenn sie Glieder unserer eigenen Blutsverwandtschaft sind“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, Seite 63). Aber wir könnten in ein Land mit hoher Korruption reisen und dafür sorgen, dass unseren Angehörigen etwas zustößt. Auf diese Weise würden wir das Beispiel Abrahams nachahmen und, falls es sich bei den zu entsorgenden Angehörigen um unsere ungehorsamen Kinder handelt, gleich das Gebot aus 5. Mose 21:18-21 anwenden.

Nehemia reiste ebenfalls zu einem erhabenen Zweck, nämlich um die zerstörte Mauer Jerusalems wiederaufzubauen (Nehemia 2:5). Wir könnten ihn heute nachahmen, indem wir unseren Urlaub beispielsweise in Berlin oder in China verbringen und dort nach Menschen suchen, die uns beim Wiederaufbau der Mauer helfen.

Lohnenswerte Reiseziele

Jesus unternahm eine Reise „in die Wildnis, … um vom Teufel versucht zu werden“ (Matthäus 4:1). „Christen sollen Jesus nachahmen“, indem sie ebenfalls an Orte reisen, an denen sie Versuchungen ausgesetzt sind (Der Wachtturm, 1. September 2009, Seite 22). Je nach Vorlieben und Budget bieten sich beispielsweise Las Vegas, Hamburg, Amsterdam oder Bangkok als Reiseziele an.

Es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten, den Urlaub zu verbringen. Der Prophet Elia ging gerne ins Gebirge, um zu grillen (1. Könige 18:19, 38). Paulus fuhr häufig ans Mittelmeer, u. a. nach Griechenland und Spanien (Apostelgeschichte 20:2; Römer 15:24). Andere Diener Gottes reisten nach Ägypten (1. Mose 37:28). Diese Reiseziele sind auch heute noch beliebt bei Jung und Alt.

Was ist zu beachten?

Was sollten wir auf eine Reise mitnehmen? Eine attraktive Frau sagte zu einem Besucher: „Der Ehemann ist nicht in seinem Haus; er ist auf eine Reise in die Ferne gegangen. Einen Geldbeutel hat er in seine Hand genommen“ (Sprüche 7:19, 20). Alleinreisende Männer sollten also unbedingt „einen Geldbeutel“ oder eine Kreditkarte mitnehmen. Der zu Hause gebliebenen Frau gibt eine solche Reise allerdings keine Erlaubnis, sich mit einem anderen Mann zu vergnügen, denn die Ehebande können „nur durch den Tod“ aufgelöst werden, aber „die Reise … bedeutet keinen Tod“ (Der Wachtturm, 15. Dezember 1981, Seite 27; Sprüche 12:28).

imageFür den Fall, dass ein Mann zusammen mit seiner Frau verreist, gab Jesus eine andere Anweisung: „Ihr sollt kein Essen, keine Tasche und kein Geld bei euch haben. Nur Schuhe dürft ihr tragen“ (Markus 6:8, 9, Hoffnung für Alle). Außerdem verbot er, auf Reisen „zwei untere Kleider“ mitzunehmen (Markus 6:9). Wir dürfen beim Familienurlaub also keine zusätzliche Unterwäsche mitnehmen und auch kein Geld, um vor Ort welche zu kaufen. Beim Urlaub in der Türkei, in Italien oder an anderen Orten mit geschäftstüchtigen Händlern wird uns das sehr entgegenkommen.

Die Bibel gibt uns auch Rat, wie wir unsere Reisen finanzieren können. Jesu Jünger beispielsweise „rieben viele kränkliche Leute mit Öl ein“, um ihre Reisekasse aufzubessern (Markus 6:13). Noch heute zählen „kränkliche Leute“ zu den besten Kunden von Scharlatanen aller Art. Wir können ihnen heiliges Öl anbieten, ein Gerät zur Herstellung von Wasser des Lebens verkaufen oder gegen einen geringen Unkostenbeitrag für ihre Seelen beten.

Außerdem bemühten sich die treuen Männer der alten Zeit, ihre Reisekosten niedrig zu halten. Jakob beispielsweise „nahm sich einen Stein als Kissen und legte sich … zum Schlafen nieder“ (1. Mose 28:11, Neues Leben). Es muss also nicht immer ein Luxushotel sein; Steine sind in vielen Urlaubsgegenden sogar reichlich vorhanden.

Was sollten wir tun, wenn in dem Land, in das wir reisen, Verwandte von uns leben? Sollten wir sie besuchen? Nein, wir sollten besser den Apostel Paulus nachahmen, der sagte: „Ich könnte es zwar so einrichten, dass ich gerade jetzt zu euch komme; aber das möchte ich nicht“ (1. Korinther 16:7, Neue Genfer Übersetzung).

Reisen, die Jehova ehren

Wenn wir einmal keine Kraft zum Reisen haben, sollten wir das Beispiel Elias nachahmen. Auch er war einmal zu müde, um eine Reise anzutragen – doch dann „stand Elia auf, aß und trank. Die Speise gab ihm so viel Kraft, dass er vierzig Tage und Nächte hindurch wandern konnte“ (1. Könige 19:8, Hoffnung für Alle). Ob wir nun reisen, um versucht zu werden, um eine Frau zu kaufen, um Angehörige zu entsorgen oder aus einem anderen Grund – wir sollten es als einen Auftrag von Jehova betrachten.

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