Was sagt die Bibel? Karneval feiern – wichtig oder unwichtig?

 

Nachdruck aus Erbrechet!, Februar 2008

„Trink nicht länger Wasser, sondern gebrauche … Wein“ (1. Timotheus 5:23)

Michael hatte sich nie am Karneval beteiligt. Er las regelmäßig die Zeitschrift Erwachet!, und einmal stand darin: „Wenn wir uns diese … Ermahnung zu Herzen nehmen, können wir den Karneval bestimmt nicht mitmachen, da er ja in heidnischen Festen wurzelt, die in Gottes Augen unrein sind.“ Ja, der Karneval wird von religiösen Eiferern überall auf der Welt für gefährlich erklärt. Was sagt jedoch die Bibel über das Karnevalfeiern?

Wie Gottes Wort sagt, gibt es „eine Zeit zum Lachen … und eine Zeit für den Tanz“ (Pred. 3:4, ). Da das hebräische Wort für „Lachen“ auch mit „Feiern“ übersetzt werden kann, ist offensichtlich, dass Gott will, dass wir uns amüsieren.

Wodurch zeichnet sich der Karneval aus? Experten nennen gewöhnlich drei wesentliche Komponenten: Alkohol, Völlerei und Sex. Was sagt die Bibel dazu?

Alkohol – ein Erfordernis für Christen

Jeremia zitiert Jehovas Anweisung: „Alle Krüge werden mit Wein gefüllt“ (Jer. 13:12, Lutherbibel). Und Jesaja fordert uns auf: „Kommt her, ich hole Wein. Wir trinken uns voll mit Bier [‚wir wollen uns vollsaufen’, Lutherbibel]. Und wie heute, so soll es auch morgen sein“ (Jes. 56:12, ). Zeigen diese klaren Aussagen nicht eindeutig, dass Diener Gottes den Auftrag haben, Alkohol zu trinken?

Jesus Christus bestätigte diese Anweisung, denn er trank mit seinen Jüngern Wein und gebot: „Tut dies immer wieder“ (1. Kor. 11:25). Er war „dem Weintrinken ergeben“ (Luk 7:34). Bei einer Gelegenheit verwandelte er Wasser in Wein, um die Menschen vom Wassertrinken abzuhalten (Joh. 2:9). Uns seinem Befehl zu widersetzen würde bedeuten, ‚den Sohn Gottes mit Füßen zu treten’, so dass uns nur noch ein „furchtvolles Erwarten des Gerichts“ bliebe (Heb. 10:27, 29). Schließlich deutete Jesus an, dass Alkohol auch im himmlischen Königreich eine wichtige Rolle spielen wird (Mar. 14:25; Mat. 26:29). Es besteht kein Zweifel daran, dass Anbeter Gottes die Verpflichtung haben, Alkohol zu trinken.

Paulus schrieb: „Werdet Nachahmer Gottes als geliebte Kinder“ (Eph. 5:1). Durch den Genuss von Alkohol können wir uns als „Nachahmer Gottes“ erweisen. „Da ist ein Becher in der Hand Jehovas, und der Wein schäumt“, schrieb der Psalmist Asaph (Ps. 75:8). Er fuhr fort: „Dann begann Jehova wie vom Schlaf zu erwachen, wie ein Mächtiger, der sich vom Wein ernüchtert“ (Ps. 78:65). Bestimmt möchte Jehova, dass wir sein gutes Beispiel nachahmen und regen Gebrauch vom Alkohol machen. Daher sagt er: „Siehe! Meine eigenen Knechte werden trinken“ (Jes. 65:13).

Die Bibel stellt sogar einen Zusammenhang zwischen der Liebe zu Gott und dem Alkoholgenuss her, denn sie sagt: „Darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten.“ Zählt zu den Geboten Gottes auch das Gebot, ‚nicht mehr Wasser zu trinken, sondern … Wein zu gebrauchen’? (1. Tim. 5:23). Aber ja. Aus Liebe zu Jehova wollen wir sein Gebot über den Weingebrauch halten. Der Karneval bietet somit eine besondere Möglichkeit, Gott zu preisen.

Ist es für Christen wirklich so wichtig, Alkohol zu trinken? Ja. Moses gebietet in Bezug auf Karnevalsfeiern: „Kauft dort … Wein und Bier und was ihr wollt, und genießt alles … in Gegenwart des Herrn, eures Gottes“ (5. Mose 14:26, Gute Nachricht). Es wäre eine schamlose Beleidigung Jehovas, uns diesem deutlichen Gebot zu widersetzen.

Welch eine Schmach wäre es für einen Christen, wenn „ein Geschrei auf den Straßen wegen des Mangels an Wein“ ausbrechen würde! (Jes. 24:11). Käme Gott zu solch einer Zeit, um seine Anbeter zu überprüfen, würde er völlig zu Recht fragen: „Wo sind Korn und Wein?“ (Klg. 2:12).

Völlerei – für Christen notwendig

Wie Paulus schrieb, ist ‚alles, was vorzeiten geschrieben wurde, zu unserer Unterweisung geschrieben worden’ (Röm 15:4). Daher ist die Prophezeiung aus Jesaja 25:6 auch für uns sehr interessant, in der es heißt: „Jehova der Heerscharen wird bestimmt … ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen“. Es wäre eine Beleidigung für jeden Gastgeber, wenn man die angebotenen Speisen nicht genießen würde. Ebenso wäre Jehova zweifellos beleidigt, wenn wir fettarme Nahrung zu uns nähmen. Jehova möchte offensichtlich, dass seine Diener fette Speisen essen. Durch Jesaja ließ er sagen: „Siehe! Meine eigenen Knechte werden essen“ (Jes. 65:13).

Durch Moses gab Jehova das eindeutige Gebot: „Du sollst Fleisch essen“ (5. Mose 12:15). König Saul versäumte es, dieser Aufforderung zu gehorchen. Er „weigerte sich und sagte: ‚Ich werde nicht essen’“ (1. Sam. 28:23). Dadurch zog er sich das Missfallen Jehovas zu, so dass er kurz darauf in der Schlacht starb (1. Sam. 31:4). Ja, zu wenig zu essen kann unserem Verhältnis zu Jehova erheblichen Schaden zufügen.

Nehemia gebot dem Volk Israel: „Esst fette Speisen“ (Neh 8:10, Lutherbibel). Und Salomo teilte uns mit, dass es „nichts Besseres“ gibt als „essen und trinken“, um Jehova zu preisen (Pred. 2:24). Und welche bessere Gelegenheit zum Essen und Trinken könnte es geben als eine Karnevalsfeier? Somit zeigen die Grundsätze aus den Hebräischen Schriften eindeutig, dass Gott es nicht gutheißt, wenn wir Karnevalsfeiern fernbleiben.

Auch Jesus maß dem Essen große Bedeutung bei. Als er die Tochter des Jairus auferweckte, gab es zweifellos wichtige Dinge zu besprechen. Dennoch befahl er sogleich nach der Auferweckung, dass „ihr etwas zu essen gegeben werde“ (Luk 8:55). Kein Wunder, dass seine Zeitgenossen über ihn sagten: „.Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist“ (Luk 7:34).

Jesus erzählte auch das Gleichnis vom verlorenen Sohn, in dem er ebenfalls einen wichtigen Grundsatz über das Essen verdeutlichte. Der Vater des verlorenen Sohnes forderte seine Hausgemeinschaft auf: „Bringt den gemästeten jungen Stier her, schlachtet ihn, und laßt uns essen und fröhlich sein“ (Luk 15:23). So zeigte er, dass man nur ein gutes Verhältnis zum himmlischen Vater haben kann, wenn man fette Speisen isst.

Paulus betrachtete das Essen ebenfalls als sehr wichtig. Er schrieb: „Wir hören, dass einige unter euch unordentlich wandeln. … Solchen Personen geben wir die Weisung und Ermahnung im Herrn Jesus Christus, dass sie … essen sollten.“ Er fuhr sogar fort: „Wenn aber jemand unserem … Wort nicht gehorcht, so haltet diesen bezeichnet und hört auf, Umgang mit ihm zu haben“ (2. Th. 3:11-14). Zeigen diese Beispiele nicht deutlich genug, dass wir Gott nicht wohlgefallen können, wenn wir zu wenig essen? Einer Karnevalsfeier fernzubleiben wäre eine grobe Missachtung der Grundsätze Jehovas, ja sogar eine offenkundige Übertretung seiner Gebote.

Karneval und Sex

Unter Erforschern der Bibel besteht im Allgemeinen Einigkeit darüber, dass Sex ein Erfordernis für wahre Anbeter Gottes ist, denn Gott gebot schon im Garten Eden: „Seid fruchtbar und werdet viele“ (1. Mose 1:22). Er wiederholte dieses Gebot zweimal gegenüber Noah, wodurch er es zu einem universellen Grundsatz machte (1. Mose 9:1, 7).

Jehova befahl Hosea: „Geh, nimm dir eine Frau der Hurerei“ (Hos. 1:2). Später forderte er ihn erneut auf: „Geh nochmals hin, liebe eine Frau, die von einem Gefährten geliebt wird“ (Hos. 3:1). Wie können wir diesem ausdrücklichen Gebot am besten nachkommen? In einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP hieß es: „Im närrischen Rausch sind die Bedingungen für ein schnelles Sexabenteuer besonders günstig.“ Ja, der Karneval bietet uns eine gute Gelegenheit dazu. Aber „was ist“, mögen manche einwenden, „wenn wir verheiratet sind?“

Eines Tages wollten die Sadduzäer Jesus eine Falle stellen und befragten ihn über eine Frau, die nacheinander sieben Ehemänner gehabt hatte. Sie wollten wissen: „Wer von ihnen wird sie in der Auferstehung zur Frau haben?“ (Mar. 12:23). Jesus deckte ihren Irrtum auf, denn sie dachten, Menschen würden im Paradies nur einen Partner haben. Er stellte klar: „Wenn sie von den Toten auferstehen, heiraten Männer nicht, noch werden Frauen verheiratet“ (Mar. 12:25).

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Christlichen Griechischen Schriften lediglich von Petrus berichten, dass er eine „Ehefrau“ hatte (1. Kor. 9:5). Hingegen erwähnen Johannes, Paulus, Judas – und auch Petrus selbst – mehrere „Geliebte“ (1. Joh. 2:7; 2. Kor. 7:1; Jud. 3; 1. Pet. 2:11). Zumindest Johannes hatte auch viele „Kindlein“ (1. Joh. 2:12). Möglicherweise wurde er von den selbstgerechten religiösen Führern seiner Tage aufgefordert, einige seiner Beziehungen zu beenden. Er schrieb jedoch an seine Geliebten: „Lasst uns einander weiterhin lieben, weil die Liebe aus Gott ist“ (1. Joh. 4:7).

Ja, wir sollten ‚unser Äußerstes tun’, die göttlichen Gebote in Bezug auf Sex zu beachten. Paulus schrieb: „Was jedoch die … Liebe betrifft: … Wir ermahnen euch, … es weiterhin in noch vollerem Maße zu tun“ (1. Th. 4:9, 10). Daher ist die Karnevalszeit für Christen die beste Zeit des Jahres. (Siehe auch den Lebensbericht von Kim Holland in der Zeitschrift De Telegraaf vom 12. Dezember 2000.)

Loyalität erforderlich

Manche Christen wurden von ihrem Hausarzt oder anderen ‚Weisen dieser Welt’ aufgefordert, weniger Alkohol zu trinken oder weniger zu essen (1. Kor. 1:20). Einige wurden sogar von ihren Ehepartnern direkt dazu angehalten, das Gebot aus Hosea 3:1 zu missachten. Lassen wir nicht zu, dass Satan uns auf diese Weise in die Falle lockt! Loyalität zu Jehova wird uns veranlassen, seine Gebote an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen, auch was den Genuss von Alkohol und fetten Speisen betrifft. Der Teufel wird versuchen, unsere Treue zu Jehova zu brechen und uns vom Besuchen von Karnevalsfeiern abzuhalten.

Um ihm erfolgreich zu widerstehen, müssen wir gute Gewohnheiten pflegen. Wenn auch der Karneval die beste Zeit ist, den Geboten Jehovas nachzukommen, so sollten wir doch auch den Rest des Jahres eifrig mit dem Trinken von Alkohol, dem Essen fetter Speisen und der Liebe beschäftigt sein. Auf diese Weise können wir Jehova ‚allezeit ein Schlachtopfer der Lobpreisung darbringen’, indem wir seine Gebote treu beachten (Heb. 13:15).

Auch Michael, von dem eingangs die Rede war, nimmt an solchen Festen nun teil. Er erklärt, warum: „Je mehr Bibelwissen ich mir aneignete, desto deutlicher sah ich, dass das Karnevalfeiern ein eindeutiges biblisches Gebot ist. Solchen Festlichkeiten fernzubleiben bedeutet, die biblischen Grundsätze mit Füßen zu treten.“ Im Jahr 2004 faßte Michael einen Entschluss: Er gab das Lesen von Erwachet! auf und beteiligte sich regelmäßig an den örtlichen Karnevalsfeiern. Wie entscheiden wir uns in dieser Frage?


Kommt und trinkt, vergesst die Sorgen!
Auf, schafft Bier und Wein ins Haus!
Schwingt die Becher heut und morgen,
gießt sie voll und trinkt sie aus!

Jesaja 56:12, Die Gute Nachricht

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3 Gedanken zu „Was sagt die Bibel? Karneval feiern – wichtig oder unwichtig?

  1. Hans

    Mich schockiert irgendwie das ganze.. im einen vers steht, trinket nicht sondern betet allein im zimmer und jetzt sowas.. bin etwas verwirrt. Ihr wollt ernsthaft sagen das wir an karnevall mit andere sex haben dürfen??????

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    1. svhelden Autor

      Der Artikel ist natürlich Satire, wie alles hier. Aber strenggenommen kann man die Aussagen im Artikel wirklich aus der Bibel ableiten …

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