Junge Leute fragen sich: Ist tägliches Bibellesen schädlich für meine Gesundheit?

„Man sollte sich fragen: ‚Ist das für meine Arbeit oder für mich persönlich wichtig?‘“ (Erwachet!, 8. Januar 1998, Seite 11)

„Der ‚treue und verständige Sklave‘ fordert uns auf, täglich in der Bibel zu lesen“ (Der Wachtturm, 15. Juli 2004, Seite 12). Aber ist das nicht gefährlich? Kann tägliches Bibellesen vielleicht sogar gesundheitsschädlich sein? Diese Frage ist für wahre Christen von großer Bedeutung.

Lesen ist ermüdend

Der weiseste Mensch, der je lebte, brachte seine Einstellung zu Büchern klar zum Ausdruck: „Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und sich ihnen viel zu widmen ist ermüdend für das Fleisch“ (Prediger 12:12). Ein Zeuge Jehovas aus Südafrika bestätigte diesen Grundsatz und schrieb: „Als ich heute Morgen zu lesen anfing, ging es mir gar nicht gut“ (Erwachet!, 8. Juli 2004, Seite 30).

Salomo verbot den Gebrauch von Büchern zwar nicht generell, aber er empfahl, nicht „viel“ darin zu lesen. Doch es steht auch fest, „daß es einige Bücher überhaupt nicht wert sind, gelesen zu werden“ (Erwachet!, 22. März 1984, Seite 17). Welche Schriften kommen für uns überhaupt in Frage?

Als Christen „müssen wir uns mit Dingen befassen, über die gut gesprochen wird und die wahr, von ernsthaftem Interesse, gerecht, keusch, liebenswert, tugendhaft und lobenswert sind (Philipper 4:8). Das bedeutet, bei der Auswahl von Lesestoff … wählerisch zu sein“ (Der Wachtturm, 1. November 2000, Seite 14). Außerdem müssen wir berücksichtigen, „daß nicht alle Schreiber wirklich edle Gedanken hegen – nicht einmal diejenigen, die ‚früher lebten‘“ (Erwachet!, 22. März 1984, Seite 17).

Die Bibel als Lesestoff?

Diese Warnung ist bestimmt angebracht, denn viele Menschen vertrauen der Bibel schon allein deshalb, weil sie so alt ist – aber dass ihre Schreiber „früher lebten“, also schon vor Jahrtausenden, macht dieses Buch eben nicht glaubwürdiger. Die Zeitschrift Erwachet! fordert ihre Leser daher auf: „Sei dir bewußt, daß alle Menschen mit einem gewissen Maß an Voreingenommenheit behaftet sind und Tatsachen nicht immer ganz ehrlich schildern“ (Ausgabe vom 22. März 1984, Seite 18).

Ja, auch die Schreiber der Bibel waren „mit einem gewissen Maß an Voreingenommenheit behaftet“ – sie wollten ihre Religion verbreiten – und daher müssen wir davon ausgehen, dass sie die „Tatsachen nicht immer ganz ehrlich schildern.“ Weiter heißt es in der bereits erwähnten Zeitschrift: „Die Bibel ermahnt uns, nicht alles, was wir [etwa in der Bibel] lesen, … vorbehaltlos zu übernehmen“ (Seite 18).

Danach wird auf einen anderen Aspekt aufmerksam gemacht, weshalb die Bibel nicht als Lesestoff für Christen in Frage kommt: „Was kann über die im Buch dargestellten Personen gesagt werden? Sind die ‚Helden‘ Menschen, die sich Dingen hingeben, die Gott verurteilt, wie zum Beispiel Hurerei und Trunkenheit? Wenn dem so ist, dann bringe die Charakterstärke auf, das Buch wegzulegen“ (Erwachet!, 22. März 1984, Seite 18). Die Bibel berichtet an vielen Stellen über Menschen, die Hurerei begingen oder betrunken waren – darunter auch prominente Hauptpersonen wie Juda, Simson oder Noah. Sogar Gott, die zentrale Figur, um die sich die Bibel dreht, gab sich mindestens einmal der Trunkenheit hin (Psalm 78:65).

image„Manch einer fragt sich [zu Recht], inwiefern ein altes Buch für sein Leben von Bedeutung sein sollte“ (Der Wachtturm, 1. April 1998, Seite 11). Ja, „wie könnten wir gewohnheitsmäßig Bücher lesen, … in denen Gewaltverbrechen beschrieben werden?“ (Erwachet!, 8. Mai 1973, Seite 4). Außerdem sind fast alle Bibeln in kleiner Schrift gedruckt, und „kleine Schrift strengt die Augen an“ (Günter Kempcke, Wörterbuch Deutsch als Fremdsprache, Ausgabe 1999, Seite 46). Nein, die Bibel zu lesen kommt für uns nicht in Frage. Sie gehört zweifellos zu den Büchern, deren Studium von Salomo als „ermüdend“ beschrieben wurde (Prediger 12:12). (Weiteren Aufschluss enthält der Artikel „Die Bibel – Etwas für Christen“ in der Erbrechet!-Ausgabe vom Mai 2010, hier als PDF oder Textversion.)

Alternativen

Wenn wir unbedingt etwas lesen wollen, ist die Bibel also fraglos die falsche Wahl. In dem Buch Fragen junger Leute – praktische Antworten wird auf eine bessere Alternative hingewiesen: „Noch nie war Pornografie so verbreitet und so leicht zugänglich wie heute. … Lass deine Fantasie spielen. Lies so, dass alle Sinne beteiligt sind“ (Band 2, Seiten 272, 292). Auch die Erwachet!-Ausgabe vom 8. Juli 1989 empfiehlt Lesestoff, der einen praktischen Wert hat: „Einige Frauenzeitschriften enthalten sogar Gutscheine“ (Seite 8).

Wenn du für Pornohefte oder Frauenzeitschriften noch zu jung bist, kannst du dich an dem Rat orientieren, der in einer anderen Zeitschrift gegeben wurde: „Die Jugend eignet sich hervorragend dafür, … Comics zu lesen, fernzusehen, sich mit Videospielen zu vergnügen oder im Internet zu surfen“ (Der Wachtturm, 15. März 2002, Seite 10).

Solcher alternative Lesestoff ist meistens in größerer Schrift gedruckt und enthält auch zahlreiche Bilder. Daher strengt er die Augen weniger an und wirkt nicht so „ermüdend für das Fleisch“ wie die Bibel (Prediger 12:12). Aber ist das Lesen an sich überhaupt ratsam?

Überhaupt lesen?

„Wenn man ein Buch liest, verbringt man gewissermaßen Stunden mit dem, der es geschrieben hat“ (Erwachet!, 22. März 1984, Seite 18). Haben wir so viel Zeit? Die Bibel weist darauf hin, dass wir uns „der wichtigeren Dinge vergewissern“ sollen; logischerweise müssen wir daher „weniger wichtige Dinge einschränken“ (Philipper 1:9, 10; Der Wachtturm, 15. Januar 1991, Seite 25).

Gehört Lesen zu den „wichtigeren“ oder zu den ‚weniger wichtigen‘ Dingen? Die Erwachet!-Ausgabe vom 8. November 1970 gibt darauf eine eindeutige Antwort: „Wir nehmen uns Zeit für wichtige Dinge wie Arbeit, Essen, Einkaufen und Schlafen“ (Seite 19). Lesen ist also nicht wichtig.

imageIn einer Zeitschrift wird die rhetorische Frage gestellt: „Wirst du dir die Zeit nehmen, die Bibel und bibelerklärende Publikationen zu lesen? Denke daran: Was du liest, kann dir … schaden, dich verwirren“ (Erwachet!, 22. März 1984, Seite 19). Ja, egal, was wir lesen – Lesen kostet Zeit. Doch „wir gefallen Gott, wenn wir unsere Zeit sinnvoll nutzen“, statt sie mit Lesen zu verschwenden (Der Wachtturm, 15. Oktober 2008, Seite 29).

Lesen macht müde, strengt die Augen an und kostet uns wertvolle Zeit. Daher ist es schädlich, sowohl für unsere buchstäbliche als auch für unsere geistige Gesundheit. Aufgrund ihres Inhalts und ihrer Form trifft das auf die Bibel noch mehr zu als auf jeden anderen Lesestoff. Wenn uns daher hin und wieder dem Laster des Lesens hingeben, sollten wir zu weniger gefährlichen Alternativen wie Comics, Frauenzeitschriften oder Pornoheften greifen. Doch am besten lesen wir gar nicht.

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